Die notwendigen jährlichen Wartungen müssen gemäß den folgenden Seiten dieses technischen Handbuches durch den zuständigen Verantwortlichen sichergestellt und in dem Protokoll am Ende dieses technischen Handbuches dokumentiert werden. Brände sollten umgehend der protecfire GmbH gemeldet werden! Nutzen Sie dazu bitte das Formblatt „Brandbericht“ (Seite 22). ACHTUNG! Bei der Wartung sind die Lösch‐ und Steuerleitung vom Löschmittelbehälter zu trennen (siehe objektbezogene Bedienungsanleitung)! ...
Die Feuerlöschanlage ist unempfindlich gegen Stöße und Vibrationen. Darüber hinaus ist die Funktionstüchtigkeit der Feuerlöschanlage auch bei verschiedensten Betriebsatmosphären, wie z.B. Öl‐ und Staubverschmutzung gewährleistet. Löschmittelbehälter Branderkennungselement Feinsprühdüsen Druckschalter Bereichsventil Löschleitung Steuerleitung Abb. 1: Gesamtansicht Feuerlöschsystem (vereinfachte Ansicht) Technisches Handbuch firespy Seite 6 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Brandguts erhöht, um eine Rückentzündung und eine Brandausbreitung zu vermeiden. Auf brennbaren, flüssigen, nichtpolaren Kohlenwasserstoffen, z.B. Mineralölen, wird ein AFFF‐ Wasserfilm gebildet, der Brandflächen nachhaltig gasdicht abdeckt. Das Löschmittel wird unverdünnt eingesetzt. Die Einsatztemperatur liegt bei ‐30° C bis + 75° C und kann 5 Jahre im Löschmittelbehälter gelagert werden. Durch die von protecfire entwickelten Feinsprühdüsen kann die, gemäß DIN EN 3, vorgegebene Löschleistungsklasse übertroffen werden. Das Löschmittel ist biologisch abbaubar (DIN EN ISO 9888). Wartung ...
Sind die Bohrungen frei, ist die Schutzkappe wieder auf die Feinsprühdüse zu stecken. Die Verschraubungen und Halterungen sind zu prüfen und ggf. nachzuziehen! Nach einer Auslösung Es ist sicherzustellen, dass die Feinsprühdüsen frei von Schaumresten und sonstigen Verunreinigungen durch den Brand sind. Zur Säuberung der Feinsprühdüsen solange klares Wasser durch die Leitungen und Feinsprühdüsen fließen lassen, bis klares Wasser aus der Feinsprühdüse austritt und ein einwandfreies Sprühbild zu erkennen ist. Anschließend müssen die Leitungen mit Druckluft getrocknet werden. Sollte eine Reinigung der Feinsprühdüsen nicht durchgeführt werden können oder sicher gestellt sein, dass die Bohrungen nicht frei von Schaumresten oder anderen Verunreinigungen sind, sind die Feinsprühdüsen auszutauschen. Technisches Handbuch firespy Seite 9 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Ergibt die Prüfung keinerlei Beanstandung, müssen die geprüften Branderkennungselemente ausgetauscht werden und alle anderen nach weiteren 5 Jahren erneut geprüft werden. Sollte ein Branderkennungselement die Prüfung nicht bestanden haben, müssen alle Branderkennungselemente ausgetauscht werden. Nach einer Auslösung Nach einer Auslösung im Brandfall ist das ausgelöste Branderkennungselement auszutauschen. Bei einem ausgelösten Element fehlt die Ampulle und der Kontrollstift ragt nicht mehr heraus. Zum Auswechseln des Branderkennungselements ist die Halterung und die Verschraubung zu lösen und das Branderkennungselement zu entfernen. Anschließend ist ein neues Branderkennungselement zu installieren. Bei der Demontage und Installation der Branderkennungselemente ist darauf zu achten, dass beim Lösen bzw. Festziehen der Verschraubung mit einem Maulschlüssel an dem Sechskant des Branderkennungselementes gegengehalten wird. Abb. 5: Branderkennungselement (ausgelöst!) Technisches Handbuch firespy Seite 10 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Taster Technische Daten Schutzart: IP 67 AC 15 3A 400V Mit Goldkontakten Schaltung: 4,0 ±0,3 bar Betriebsdruck max: PN60 Zulassungen: FM/UL Anschluss: M22 x 1,5 Werkstoff: Edelstahl 1.4404 Metallgehäuse mit Pulverbeschichtung Abb. 6: Druckschalter Wartung 1x jährlich müssen folgende Kontrollen durchgeführt werden: Es muss kontrolliert werden, ob die Verbindungskabel sowie deren Halter unbeschädigt sind, und die Kabel fest mit den Anschlüssen verbunden sind. Die Verschraubung und Halterungen sind zu prüfen und ggf. nachzuziehen. Nach einer Auslösung kann der Alarmzustand am Druckschalter zurückgesetzt werden (blauen Taster ziehen). Nach einer Auslösung Nach einer Auslösung im Brandfall ist der Druckschalter zu prüfen und ggf. zu tauschen. Technisches Handbuch firespy Seite 11 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Rückschlagventil 1 Non return valve 1 Filter M22x1,5 M22x1,5 Löschleitung Löschleitung zu den Düsen zum Behälter extinguishing Flussrichtung extinguishing Flow direction Line to Nozzles Line to Container ca. 215 Wartung 1x jährlich muss folgende Kontrolle durchgeführt werden: Die Verschraubungen und Halterungen sind zu prüfen und ggf. nachzuziehen. Nach einer Auslösung Nach einer Auslösung im Brandfall ist die Löschleitung zu spülen und das Bereichsventil zu entlüften. Dafür das Rückschlagventil 1 abschrauben und wieder fachmännisch abdichten. Bei der Demontage und Installation ist darauf zu achten, dass beim Lösen bzw. Festziehen der Verschraubungen mit einem Maulschlüssel (SW14 bzw. SW13) an dem Sechskant gegengehalten wird. Technisches Handbuch firespy Seite 12 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Bei Verwendung eines Booster mit Zeitverzögerung wird das eingehende Signal des Branderkennungselementes verzögert an den Löschmittelbehälter weitergegeben. Die Verzögerung beträgt ca. 10‐15 Sekunden. Diese Zeitspanne dient dazu, Spannungsführende Bereiche vor dem Löschvorgang abzuschalten. Für diese Abschaltung ist ein Druckschalter nötig. Kennzeichnung 1 von Auslösung Technische Daten Einbaulage: beliebig Kennzeichnung 2 zum Löschmittelbehälter Betriebsdruck: 20 bar Ausführung: normal geschlossen Werkstoff: Edelstahl 1.4305 Abb. 8: Booster Wartung Der Booster muss 1x im Jahr einer Wartung unterzogen werden. Die Verschraubungen und Halterungen des Boosters sind zu prüfen und ggf. nachzuziehen. Alle fünf Jahre ist der Booster komplett auszutauschen. Zum Auswechseln die Halterungen und die Verschraubungen lösen und den Booster entfernen. Anschließend einen neuen Booster installieren! Nach einer Auslösung Nach einer Auslösung ist der Booster auszutauschen. Technisches Handbuch firespy Seite 13 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Lösch‐ und Steuerleitungen 1x im Jahr sind die Lösch‐ und Steuerleitungen zu kontrollieren: die Leitungen dürfen nicht verformt oder beschädigt sein die Verschraubungen müssen auf festen Anzug kontrolliert und ggf. nachgezogen werden die Halterungen der Leitung dürfen nicht beschädigt oder das Rohr von der Halterung gelöst sein. Ggf. sind die Halterungen zu erneuern oder zu reparieren. Technisches Handbuch firespy Seite 14 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
4. Innerhalb des festgelegten Schutzbereichs? Kontrollstifte sichtbar? Glasampullen unbeschädigt? Glasampullen mit farbiger Flüssigkeit vorhanden? Farbe der Flüssigkeit? Verschraubungen und Halterungen fest? Glasampullen und Schutzstege frei von Verunreinigungen? Druckschalter 5. Kabel unbeschädigt? Verschraubungen und Halterung fest? Technisches Handbuch firespy Seite 15 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
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Bemerkung ___________________________________ ___________________________________ Name Monteur Name Kunde ___________________________________ ___________________________________ Unterschrift Monteur Unterschrift Kunde Technisches Handbuch firespy Seite 16 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Steuerleitung : Unbeschädigt nicht verformt? Ja O Nein O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Feuerlöschanlage betriebsbereit übergeben? Ja O Nein O Bemerkung Unterschrift:________________________ Technisches Handbuch firespy Seite 17 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
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O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Steuerleitung : Unbeschädigt nicht verformt? Ja O Nein O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Feuerlöschanlage betriebsbereit übergeben? Ja O Nein O Bemerkung Unterschrift:________________________ Technisches Handbuch firespy Seite 18 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Steuerleitung : Unbeschädigt nicht verformt? Ja O Nein O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Feuerlöschanlage betriebsbereit übergeben? Ja O Nein O Bemerkung Unterschrift:________________________ Technisches Handbuch firespy Seite 19 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Steuerleitung : Unbeschädigt nicht verformt? Ja O Nein O Verschraubungen und Halterung fest? Ja O Nein O Feuerlöschanlage betriebsbereit übergeben? Ja O Nein O Bemerkung Unterschrift:________________________ Technisches Handbuch firespy Seite 20 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Es empfiehlt sich, ca. 6 Wochen vor Ablauf der 5‐Jahres‐Frist die auszutauschenden Komponenten bei protecfire GmbH zu ordern. Die getauschten Komponenten sind zur fachgerechten Entsorgung an Ihren Vertragspartner zu schicken. Nach dem Komponententausch ist eine Inbetriebnahme durchzuführen und in dem neuen Wartungshandbuch zu dokumentieren. Datum: ___________________________ Name (Druckbuchstaben): ___________________________ Unterschrift: ___________________________ Technisches Handbuch firespy Seite 21 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Ja O Nein O Welcher Schaden ist entstanden? Haben Sie Ansprüche an die Versicherungsgesellschaft gestellt? Ja O Nein O Bemerkung: Datum: _______________ Unterschrift: _______________________ Technisches Handbuch firespy Seite 22 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
Anhang Technisches Handbuch firespy Seite 23 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
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4. Befestigung: Bei angeschweißten Füßen sind diese zur Halterung des Löschmittelbehälters zu verwenden. Sofern der Löschmittelbehälter mit Spannbändern befestigt wird, ist zu beachten, dass die Bänder nicht den Löschmittelbehälter selbst und nicht die Rundnähte berühren (kein Stahl auf Stahl). Es sollten Zwischenlagen aus Kunststoff, Gummi oder ähnliches (z.B. eine isolierende Lackschicht) verwendet werden. Es dürfen keine Zusatzkräfte / Spannungen auf die Behälterwand einwirken, die der Betriebssicherheit schaden können. Die Anschlussstutzen dürfen nicht zum Befestigen benutzt werden. Eine für den Löschmittelbehälter schädliche Schwingbeanspruchung und Korrosion ist durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Sofern durch eine feste Montage des Druckbehälters in eine Maschine oder auf einem Fundament Schwingungen auf den Löschmittelbehälter übertragen werden können, müssen vorhandene Füße und Befestigungslaschen des Löschmittelbehälters mit zusätzlichen Verstärkungsblechen versehen sein. Dies ist nicht notwendig, sofern der Löschmittelbehälter durch Gummipuffer o.ä. ausreichend gegen eventuelle Schwingungen geschützt ist. 5. Wichtige Hinweise: An dem Löschmittelbehälter dürfen keine Schweißarbeiten oder Wärmebehandlungen durchgeführt werden. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, dass die für den jeweiligen Verwendungszweck vorhandenen gesetzlichen Vorschriften beim Einbau des Löschmittelbehälters eingehalten werden. Die Zulassung und Überwachung des Löschmittelbehälters unterliegt dem jeweiligen EG – Land, in dem der Löschmittelbehälter betrieben wird. Vor Inbetriebnahme muss die Feuerlöschanlage erst von sachkundigem Personal abgenommen sein. Zulässiger Betriebsüberdruck (ps) – dies ist der höchste Überdruck, der unter normalen Betriebsbedingungen entstehen kann. Der Einstelldruck der Druckbegrenzungseinrichtung darf nie größer sein als ps, aber nach Beginn der Druckentlastung darf der Druck ps max. um 10% überschreiten. 6. Inbetriebnahme / Wiederholungsprüfungen: Der Betreiber ist für die ordnungsgemäße Aufstellung des Löschmittelbehälters und die vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen selbst verantwortlich. Die Beachtung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften des Bestimmungslandes liegt in der Verantwortung des Betreibers. Wir empfehlen jedoch mind. folgende Prüffristen bei normalem Einsatz und entsprechender Wartung einzuhalten: jährlich – siehe jährliche Wartungscheckliste 5 Jahre – Löschbehälteraustausch Technisches Handbuch firespy Seite 24 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
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Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen auch gerne persönlich zur Verfügung. protecfire GmbH Weidekamp 10 23558 Lübeck GERMANY Tel.: +49 (0) 451 / 39961 – 10 Fax: +49 (0) 451 / 39961 – 20 Mail: info@protecfire.de Web: www.protecfire.de Technisches Handbuch firespy Seite 29 von 29 Windenergieanlagen, Rev04, 02.06.2015...
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Technische Beschreibung Automatische Löschsysteme für Windenergieanlagen Für die Gondeln der Windenergieanlagen der aktuellen Produktpalette bietet ENERCON optionale automatische Löschsysteme an. Optionale automatische Löschsysteme für die Türme werden zur- zeit entwickelt. Die automatischen Löschsysteme dienen dem Schutz der Windenergieanlage und der Stand- ortumgebung.
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Technische Beschreibung Automatische Löschsysteme für Windenergieanlagen Das Auslösen eines Branderkennungselements bewirkt einen Druckanstieg in der Steuerleitung. Durch den Druckanstieg werden zeitgleich die Druckschalter betätigt, ein Booster aktiviert und ein Bereichsventil geöffnet. Die Druckschalter sind die Schnittstelle zwischen dem (mechanisch-pneumatischem) Löschsystem und der (elektrischen) Steuerung der Windenergieanlage.