WF70A436
Schwingungsschalter
Verwendungszweck:
Der Schwingungsschalter WF70 dient zur äußerst einfachen und preisgünstigen Überwachung der Schwingungsge-
schwindigkeit bzw. Schwingstärke an rotierenden Maschinen nach DIN/ISO 10816 im Rahmen der vorbeugenden In-
standhaltung. Gleichermaßen ist er als Grenzwertschalter für andere Schwing- und Stoßvorgänge geeignet. In der Ver-
gangenheit wurden als Schwingschalter oft mechanische Feder-Massesysteme eingesetzt, wobei die schwingende
Masse bei einer bestimmten Amplitude einen elektrischen Kontakt schließt. Der entscheidende Vorteil des WF70 ge-
genüber diesen mechanischen Geräten ist die einfachere und genauere Einstellbarkeit sowie die wesentlich höhere
Zuverlässigkeit.
Zwei wählbare Messbereiche, zwei Hochpassfilter, der weite Versorgungsspannungsbereich und sein Schutzgrad IP65
machen den WF70 ideal geeignet für eine Vielzahl von Anwendungsfällen. Dazu gehören z. B. die Überwachung von
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Kompressoren
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Pumpen
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Ventilatoren
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Generatoren
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Schienenfahrzeugen
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Vibrationen im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung
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Transporten empfindlicher Güter
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Türen und Toren
Funktionsweise:
Der WF70 überwacht mit Hilfe eines eingebauten piezoelektrischen Beschleunigungssensors die auf das Gehäuse ein-
wirkenden Vibrationen. Die Messrichtung ist senkrecht zum Deckel. Auslenkungen in positive und negative Messrich-
tung werden gleichermaßen erfasst. Durch das eingesetzte Sensorprinzip ist der WF70 sehr robust. Bild 1 zeigt die Block-
schaltung des Gerätes.
Bild 1: Blockschaltbild
Entsprechend der Norm DIN/ISO 10816 durchläuft das Schwingsignal ein 10Hz-Hochpassfilter und ein 1 kHz-Tiefpassfil-
ter. Für langsam laufende Maschinen und andere tieffrequente Schwingvorgänge lässt sich die Hochpassfrequenz auch
auf 3Hz umschalten. Das Signal des eingebauten Beschleunigungssensors wird integriert, wodurch sich die Schwingungs-
geschwindigkeit ergibt. Vorteil der Schwingungsgeschwindigkeit als Überwachungsgröße ist, dass sie ein Maß für den
tatsächlichen Energiegehalt der Schwingungen darstellt. Zwei Messbereiche von 50 und 200mm/s decken alle üblichen
Anwendungsfälle ab. Auf die Effektivwert-Gleichrichtung folgt eine Komparatorschaltung.
Die Schaltschwelle, bei der das eingebaute Relais anspricht, wird mit einem Potentiometer eingestellt. Die Zeitverzöge-
rung t
zwischen dem Überschreiten der Schaltschwelle und dem Auslösen des Relais kann mit einem weiteren Potenti-
v
ometer zwischen 0 und 20s festgelegt werden Damit lassen sich z.B. einzelne Stöße oder Anlaufvorgänge von Maschinen
ausblenden.
Die Mindesthaltezeit t
b
gewährleistet wird. Bild 2 zeigt das Schaltverhalten an einem Beispiel. An Punkt 1 wird die Alarmschwelle überschritten.
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nach dem Ansprechen des Relais ist 2 s, wodurch ein sicheres Schalten angeschlossener Gerate
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BEDIENUNGSANLEITUNG • Änderungen vorbehalten! Stand: April 2010
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