1. Anwendung
Der passive Temperaturtransmitter Transcont WTA – 100 wird verwendet, um Pt100 Temperatursignale im
Bereich von –100°C bis +600°C mit einer Messspanne zwischen 30 Kelvin und 700 Kelvin zu linearisieren und in
ein elektrisches Normsignal 4...20mA bzw. 0...10V umzusetzen.
Bei den Ausführungen Typ AS bzw. BS, sind zwei per Potentiometer frei einstellbare, überlast- und
kurzschlussfeste PNP-Schaltausgänge integriert. Damit kann in vielen Fällen auf separate Auswertegeräte
verzichtet werden.
Zum Anschluss von Temperaturmesswiderständen Pt100 in explosionsgefährdeten Bereichen ist das Gerät mit
einem eigensicheren Speise- und Signalstromkreis ATEX II (1) G [Ex ia] IIC ausgestattet.
2. Funktion
Messprinzip
Das anliegende widerstandsproportionale elektrische Pt100 Spannungssignal wird von der Auswerteschaltung
erfasst, linearisiert, gemäß den werkseitigen Einstellungen angepasst und auf das Ausgangssignal 4...20mA
oder 0...10V übertragen.
Funktionsüberwachung
Das Gerät ist mit einer Funktionsüberwachung ausgerüstet.
Das Spannungssignal des Pt100 wird kontinuierlich überwacht. Bei Fühlerbruch bzw. Fühlerkurzschluss erfolgt
eine Ausfallinformation über das 4...20 mA bzw. 0...10V Ausgangssignal.
Bei Fühlerbruch steigt das Ausgangssignal auf 21,7 mA bzw. 10,85 V an, bei Fühlerkurzschluss sinkt das Signal
auf 3,55mA bzw. 0V ab.
Bei einem Kurzschluss zwischen Anschluss 5 und 6 arbeitet das Gerät in 2-Leiterschaltung weiter.
Signalauswertung – PNP-Schaltausgänge
Es sind zwei per Potentiometer frei einstellbare, überlast- und kurzschlussfeste PNP-Schaltausgänge integriert,
bei denen die Sicherheitsfunktion (Minimum- bzw. Maximumsicherheit) frei eingestellt werden kann.
Der Grenzwert kann mit Hilfe einer Spannung, welche an frontseitigen Buchsen gemessen werden kann, mit
dem ebenfalls frontseitigen Potentiometer entsprechend dem Ausgangssignal eingestellt werden.
Dabei entspricht eine Spannungsdifferenz von 0,2V an den frontseitigen Buchsen dem Ausgangsnullsignal
4mA bzw. 0V und eine Spannungsdifferenz von 1,0V an den frontseitigen Buchsen dem Ausgangsendsignal
20mA bzw. 10V.
Die für einen benötigten Grenzwert an den frontseitigen Buchsen einzustellende Spannungsdifferenz kann
rechnerisch ermittelt werden.
0
8 ,
V
Ux
0
2 ,
V
Ts
Tz
mit
Ux
= einzustellende Spannungsdifferenz an den frontseitigen Buchsen
Tx
= vorgegebener Temperaturgrenzwert
Tz
= eingestellter Temperaturnullpunkt (Zero)
Ts
= eingestellter Temperaturendpunkt (Span)
Die Berechnung muss vorzeichenrichtig erfolgen. Für (Ts – Tz) ergibt sich z.B. bei einer werkseitigen
Geräteeinstellung –100°C...+100°C für Ts = +100°C und Tz = -100°C das Ergebnis +100°C – (–100°C) = 200°C
Die Über- bzw. Unterschreitung des eingestellten Grenzwertes veranlasst je nach eingestellter
Sicherheitsfunktion (Minimum- bzw. Maximumsicherheit) das Schalten des jeweiligen Schaltausganges.
Tx
Tz
Transcont WTA– 100
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