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SmartWire Startup Guide V1.02 1 Einleitung SmartWire erlaubt den Anschluss von Schaltgeräten an eine SPS ohne aufwändige Steuerstromverdrahtung. Die Steuerstromverdrahtung zwischen der Steuerung und den Schaltgeräten wird ersetzt durch steckbare, vorkonfektionierte Verbindungskabel. Der Verdrahtungsaufwand wird drastisch reduziert und Verdrahtungsfehler gehören damit der Vergangenheit an. Das bringt Einsparungen bei der Montage, Inbetriebnahme und der Fehlersuche im Betrieb.
2 Systemkomponenten für Motorstarter mit SmartWire Im Folgenden werden der Aufbau, die Konfiguration und die Funktionalität des SmartWire Systems an Hand von acht Moeller Motorstartern mit dem SmartWire- Modul "SWIRE-DIL" für Schütze DILM beschrieben. Der hier vorgestellte Motorstarter besteht aus 5 Komponenten:...
Vorfeld der NHI am PKZ installiert und die Anschlussleitungen auf die Klemme X1/X2 angeklemmt. Nun werden sämtliche SWIRE-DIL mit den SmartWire Verbindungskabeln untereinander verbunden. Für die direkte Verbindung zweier Starter mit (DILM7…11 Schützen) wird das SWIRE-CAB-008 empfohlen. Sollten benachbarte Schütze ungleich sein z.B.
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Idealerweise wird das Feldbusgateway mit einem Abstand von ca. 10mm neben den ersten Starter platziert. Als SmartWirekabel wird das SWIRE-CAB-015 empfohlen. Das Gateway benötigt zwei Betriebsspannungen: a) U : dient zur Versorgung des Gateways und der SmartWire Teilnehmer. Interface b) U : hier Versorgungsspannung für die Schütze am Motorstarter ACHTUNG! Die Spannungseinspeisung muss entsprechend abgesichert werden.
Konfiguration. Im Auslieferungszustand hat das SmartWire Gateway keine Sollkonfiguration hinterlegt. D.h. es erwartet keinen Teilnehmer. In diesem Beispiel mit 8 Motorstartern und somit auch 8 SmartWire Teilnehmern wird das SmartWire Gateway bei der Prüfung des ersten Teilnehmers die Abweichung erkennen.
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Leuchten der SWIRE-LED am Gateway und an allen statisch leuchtenden Ready-LED der SmartWire Teilnehmer (hier ausschließlich die SWIRE- DILs) erkennbar. Die angeschlossene Ist-Konfiguration wurde zu dem vom Gateway übernommen und intern gesichert. Das komplette SmartWire System ist nun voll betriebsbereit. Hinweis: Beim Konfigurieren adressiert das SmartWire Gateway die angeschlossenen Teilnehmer der Reihe nach durch.
• Moeller XIOC-NET-DP-M (Profibus Master Baugruppe für Moeller XC100/200) Für die Programmierung wird die easySoft CoDeSys V2.3.5.8 (Build Dec 7 2005) verwendet. Weiterhin sollte das aktuelle Service Pack "ECP_Update01_07.exe" installiert sein. Das Service Pack ist auf dem Moeller ftp-Server unter folgender Adresse downloadbar: ftp://ftp.moeller.net/AUTOMATION/DOWNLOAD/SOFTWARE_UPDATES/ EASYSOFT_CODESYS/V2.3.5/...
Eigenschaften eines PROFIBUS DP Gerätes. Beachten Sie, dass die benötigten GSD-Dateien bereits beim Programmstart von CoDeSys im definierten Verzeichnis für die Konfigurationsdateien liegen müssen. Für das SmartWire Profibus DP Gateway werden folgenden GSD-Dateien benötigt. Moe4D12_Intel V1_5.zip PROFIBUS-DP Gerätestammdaten (GSD) für SWIRE-GW-DP DPV0-Slave GSD Dateien für SPSn, die mit dem Intel Datenformat arbeiten.
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SmartWire Startup Guide V1.02 Nun kann der Profibus DP Slave (hier das SWIRE-GW-DP) in der Steuerungskonfiguration eingefügt werden. Im Reiter DP Parameter der XIOC-NET-DP-M Baugruppe muss die Profibus DP Slave Adresse eingegeben werden. Hier wurde 3 gewählt. Version der GSD-Datei...
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Jedes SmartWire Modul belegt einen bestimmten Adressraum für die Status bzw. Steuerdaten. Für das SWIRE-DIL Modul werden insgesamt 2 Byte reserviert. In diesem Beispiel wird für das erste SWIRE-DIL am SmartWire Strang ein Byte für die Steuerdaten (%QB2) und ein Byte für die Statusdaten (%IB6) belegt. Für die weiteren SWIRE-DIL Module werden die weiteren Bytes weiter aufsteigend angelegt.
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* = Hinweis: Dieses Bit ist nicht mit der Profibus DP Diagnose zu verwechseln. Es wird zyklisch mit den Prozessdaten übertragen und meldet einen internen Gerätefehler. Bei einem evtl. Ausfall des SmartWire Teilnehmers wird dieses Bit unter Umständen nicht gesetzt. Daher muss über die Profibus Diagnose die grundsätzliche Funktion des Teilnehmers am SmartWire überwacht werden.
6.4 Einstellung für Profibus Knotenüberwachung Jeder Profibusknoten kann die Kommunikation vom Profibus Master überwachen. Sollte beispielsweise bei einem laufenden SmartWire System, in dem einige Schütze über das SWIRE-DIL angesteuert sind, vom Profibus getrennt werden, so wird über die Watchdog Funktionalität dies im SWIRE-GW-DP erkannt. Das SWIRE-GW-DP schaltet dann alle SWIRE-DIL Module so, dass die Schütze abfallen.
SmartWire Startup Guide V1.02 6.5 Diagnose Um die Diagnosefunktionalität nutzen zu können, muss zunächst die Library xSysDiagLib.lib in der Bibliotheksverwaltung hinzugefügt werden. Zur Auswertung der Diagnosedaten stehen zwei Funktionsbausteine zur Verfügung: • xDiag_SystemDiag • xDiag_ModuleDiag Softwarevoraussetzungen: • XC100: ab V3.10 •...
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SmartWire Startup Guide V1.02 VAR_GLOBAL XcSystemDiag : xDIAG_SystemDiag; END_VAR Die folgenden Anweisungen bewirken, dass die Systemdiagnose zyklisch abgearbeitet wird und dass die Profibus Master Baugruppe XIOC-NET-DP-M auf Steckplatz 1 der XC-Steuerung überwacht wird. Die Information zur Diagnose steckt im Array Element abyXcModuleInfo[1].
SmartWire Startup Guide V1.02 6.5.2 Profibus DP Diagnose Für die Profibus Diagnose (hier zum Überwachen der beschriebenen Profibus Master Baugruppe XIOC-NET-DP-M) wird der Baustein "xDiag_ModuleDiag" verwendet. ACHTUNG! Die Instanz zum FB " xDIAG_ModuleDiag" muss auch im Ordner "globale Variablen" deklariert werden.
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SmartWire Startup Guide V1.02 abyExtendedInfo Bedeutung Profibus DP Slaveadresse 1..4 keine Bedeutung Längenbytes der Gerätediagnose * 6, 7 keine Bedeutung 1. Byte Profibus Standarddiagnose (STATUS 1) bit0: Gerät antwortet nicht bit1: Slave nicht bereit bit2: abweichende Konfiguration bit3: erweiterte Diagnose liegt vor bit4: unbekannter Befehl bit5: ungültige Antwort...
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Aktionen auszuführen. Dazu müssen jeweils die in der Tabelle zu den spezifischen Diagnosedaten angegebenen Bits (je zwei pro Slave) überwacht werden. Sind beide null, so ist der SmartWire Slave in Ordnung. Sind beide Bits eins, so ist ein Modul z.B. elektrisch ausgefallen bzw. nicht mehr am SmartWire Bus vorhanden.
Es ist lauffähig auf einer XC CPU201-EC256K-8DI-6DO mit einer XIOC-NET-DP-M Profibus DP Masterbaugruppe auf Steckplatz 1. Weiterhin ist ein SmartWire Strang von 16 Teilnehmern (15xSWIRE-DIL und 1xSWIRE-4DI-2DO-R) projektiert. Sämtliche Aus- und Eingänge können über die verfügbare Visualisierung gesteuert bzw.
Steuerung bietet bereits eine integrierte CAN Schnittstelle Für die Programmierung wird die easySoft CoDeSys V2.3.5.8 (Build Dec 7 2005) verwendet. Weiterhin sollte das aktuelle Service Pack "ECP_Update01_07.exe" installiert sein. Das Service Pack ist auf dem Moeller ftp-Server unter folgender Adresse downloadbar: ftp://ftp.moeller.net/AUTOMATION/DOWNLOAD/SOFTWARE_UPDATES/ EASYSOFT_CODESYS/V2.3.5/...
7.2 EDS-Datei installieren Damit der CAN Slaveteilnehmer easy223-SWIRE in der Hardwarekonfiguration der easy Soft CoDeSys projektiert werden kann, ist die entsprechende eds-Datei zu installieren. Die eds-Datei für das easy223-SWIRE Gateway finden Sie auf dem Moeller ftp- Server unter folgendem Pfad: ftp://ftp.moeller.net/AUTOMATION/DOWNLOAD/ CONFIGURATIONFILES_CFG_GSD_EDS/SEVERAL_PARTS/...
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SmartWire Startup Guide V1.02 Anschließend können Sie am CAN Master den CAN-Slave easy223-SWIRE als Unterelement anhängen Achten Sie beim easy223-SWIRE Gateway darauf, dass das Gerät auf den CANopen Modus eingestellt wird und das die CANopen Slave Adresse so eingestellt wird, wie sie später in der easy Soft CoDeSys Software projektiert wird. Beide Einstellungen werden über die DIP-Schalter am Gateway vorgenommen.
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SmartWire Startup Guide V1.02 Hier muss die CANopen Adresse vom easy223-SWIRE eingetragen werden Zu Überwachung der CAN Netzwerkknoten bietet der CAN Master zwei Möglichkeiten. Nodeguarding und Heartbeat. Bitte beachten Sie, dass nur eine der beiden Methoden ausgewählt werden darf. Nodeguarding basiert auf einem zyklischen Pollingmechanismus. D.h. der Master fragt in bestimmten Zeitabständen (Guard Time) den Slave an und erwartet innerhalb...
SmartWire Startup Guide V1.02 7.4 Einstellungen für die CANopen Knotenüberwachung per Nodeguarding Falls Sie Nodeguarding verwenden wollen, dann müssen Sie folgende Einstellungen vornehmen. Bitte achten Sie darauf, dass keine Optionen bei den Heartbeatein- stellungen angewählt werden. Hier wurde eine Guardtime von 100ms gewählt. Durch den gewählten Life Time...
SmartWire Startup Guide V1.02 7.5 Einstellungen für die CANopen Knotenüberwachung per Heartbeat Falls Sie Heartbeat verwenden wollen, dann müssen Sie folgende Einstellungen vornehmen. Bitte achten Sie darauf, dass die Option beim Nodeguarding nicht angewählt wird. Einstellungen für CANopen Slave Durch anwählen von "Heartbeat Erzeugung aktivieren" sendet das easy223- SWIRE Gateway (hier CANopen Slave als Producer) alle 100ms eine Heartbeatnachricht auf den CAN-Bus aus.
SmartWire Startup Guide V1.02 7.6 CANopen Slave Überwachung In der XC200 kann das easy223-SWIRE Gateway überwacht werden. Dazu kann die Datenstruktur "pCanOpenNode : ARRAY[0..MAX_NODEINDEX] OF CanOpenNode" aus dem Ordner "CANopen implicit Variables (CONSTANT) verwendet werden. Hinweis: Die Datenstruktur wird von der easySoft CoDeSys beim Übersetzten automatisch angelegt.
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SmartWire Startup Guide V1.02 Der Status des easy223-SWIRE Gateways am CAN-Bus wird in der Struktur des pCanOpenNode[0]-Arrayelementes unter dem Element .nStatus abgefragt. Ist der Inhalt des Elementes pCanOpenNode[0].nStatus = 5, dann ist das easy223- SWIRE Gateway im Operational Zustand und betriebsbereit. Fällt das Gateway beispielsweise elektrisch aus oder wird die CAN-Bus Verbindung unterbrochen, so wird dies im Element pCanOpenNode[0].nStatus mit dem Wert 99 angezeigt.
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Im Gegensatz zum SWIRE-GW-DP wird bei der CANopen Lösung keine HW- Konfiguration vom CANopen Master für den SmartWire Strang vorgegeben. Daher läuft das System auf der CAN Seite unabhängig vom SmartWire immer an. Die möglichen 4 Steuerbits je SmartWire Teilnehmer werden auf insgesamt 8 Bytes abgebildet, die dann per PDO vom CANopen Master zum easy223-SWIRE Gateway gesendet werden.
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Details zu den Statusdaten sind bereits im Profibus DP Teil beschrieben. Achtung. In der CANopen Lösung wird das Lifebit nicht explizit übermittelt. Es wird bereits im easy223-SWIRE Gateway mit dem bit7 (Statusbit SmartWire Slave) "verodert" so dass der Anwender nur das bit7 in der SPS Applikation auswerten muss.
{ DOWNLOAD } heruntergeladen werden. Es ist lauffähig auf einer XC CPU201-EC256K-8DI-6DO die bereits eine integrierte CAN Schnittstelle besitzt. Weiterhin ist ein SmartWire Strang von 16 Teilnehmern (15xSWIRE-DIL und 1xSWIRE-4DI-2DO-R) projektiert. Sämtliche Aus- und Eingänge können über die verfügbare Visualisierung gesteuert bzw.