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Serviceanleitung Fahnenapplikator 4712 Made in Germany...
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Verfolgung der ursprünglichen bestimmungsgemäßen Verwendung erfordert die vorherige schriftliche Genehmigung der cab. Redaktion Bei Fragen oder Anregungen bitte an cab Produkttechnik GmbH & Co KG Adresse Deutschland wenden. Aktualität Durch die ständige Weiterentwicklung der Geräte können Abweichungen zwischen der Dokumentation und dem Gerät auftreten.
Beachtung der Anleitung benutzt werden. • Das Gerät ist für die Verwendung mit cab Druckern der HERMES Q Serie bestimmt. Eine andersartige oder darüber hinausgehende Benutzung ist nicht bestimmungsgemäß. Für aus missbräuch- licher Verwendung resultierende Schäden haftet der Hersteller/Lieferant nicht; das Risiko trägt allein der Anwender.
Einleitung • Beim Betrieb des Applikators sind bewegliche Teile zugänglich. Dies gilt insbesondere für den Bereich, in dem der Stempel zwischen Grund- und Etikettierposition bewegt wird. Während des Betriebs nicht in diesen Bereich greifen und Haare, lose Kleidung und Schmuckstücke aus diesem Bereich fernhalten. Bei Arbeiten in diesem Bereich Druckluftzufuhr schließen.
Produktbeschreibung Lieferumfang • Applikator mit montierten Druckstempel (1) • Montagehilfe für Stempel (2) • Blasrohr (3) (nach Bestellung, in Abhängigkeit vom verwendeten Drucker) • Druckluftwartungseinheit (4) • Dokumentation Bild 6 Lieferumfang Hinweis! Originalverpackung für spätere Transporte aufbewahren. Achtung! Beschädigung des Geräts und der Druckmaterialien durch Feuchtigkeit und Nässe. Etikettendrucker mit Applikator nur an trockenen und vor Spritzwasser geschützten Orten aufstellen.
Konfiguration am Drucker Der Betrieb des Applikators kann unter Beibehaltung des prinzipiellen Ablaufs durch Parametereinstellungen modifi- ziert werden. Der Fahnenapplikator wird in der Betriebsart Blasen betrieben um alle notwendigen Parameter aktivieren und modifi- zieren zu können. Der Applikator verfügt über verschiedene Modi bezüglich der Reihenfolge des Druckens und des Aufbringens des Etiketts während eines Etikettierzyklus'.
Konfiguration am Drucker Konfigurationsparameter des Applikators Menü starten. Einstellungen > Etikettieren wählen. Default Parameter Bedeutung Auswahl der Betriebsart Blasen Blasen Übergabemodus Zyklenfolge Drucken- Auswahl der Art des zyklischen Betriebs: Applizieren Drucken-Applizieren: Startsignal löst den Druck eines Etiketts und anschließend das Aufbringen des Etiketts auf ein Produkt aus. Nach Abschluss eines Zyklus' befindet sich der Stempel ohne Etikett in der Grundposition.
Konfiguration am Drucker Einstellung des Spendeoffsets Für die Optimierung der Etikettenübernahme vom Drucker existieren zwei getrennte Möglichkeiten zur Einstellung eines Spendeoffsets. Achtung! Zuerst Spendeoffset in der Konfiguration optimieren. Anschließend Spendeoffset in der Software anpassen. Diese Vorgehensweise ist besonders wichtig für einen problemlosen Start nach dem Einlegen von Material und bei der Fehlerbehandlung. Spendeoffset in der Druckerkonfiguration Basiseinstellung des Spendeoffsets im Drucker prüfen. Dazu Etikettierzyklen durch wechselweises Drücken der Taste und der Taste auslösen.
Testbetrieb Testbetrieb ohne Druckauftrag Bild 7 Display Unter wechselweiser Nutzung der Schaltfläche Etikettenvorschub und der Schaltfläche im Display ist es möglich, den Etikettierbetrieb ohne Druckauftrag zu simulieren : Schaltfläche drücken. Der Vorschub eines leeren Etiketts wird ausgelöst. Gleichzeitig wird das Vakuum an den Saugplatten und die Stützluft zugeschaltet.
Bei Kundeninbetriebnahmen wird der Applikator in der kundenspezifischen Konfiguration eingestellt. Hier können die Werte gegenüber der Standardeinstellung abweichen. Es gelten die Werte, die im Inbetriebnahmeprotokoll eingetragen sind. Die Standardwerte für die Werkseinstellung lauten: Anschluss an einen cab HERMES Q Drucker, stehend Druck der Druckluftversorgung 0,45 MPa (4,5 bar) Vakuum -0,06 MPa (-0,6 bar) Stützluft...
Installation Montieren und Demontieren der Abdeckung Um den Applikator erstmals in Betrieb zu nehmen („1 Einleitung“) oder Einstellungen vorzunehmen ist es notwendig die Abdeckung (2) zu demontieren. Nach abgeschlossenen Einstellungen ist die Abdeckung wieder zu montieren. Warnung! Der Applikator darf nur mit montierter Abdeckung (2) betrieben werden. Die Abdeckung darf nur zu Wartungs- und Servicearbeiten demontiert werden. 1. Schraube (3) lockern. 2.
Installation Montage Bild 11 Montage des Applikators Achtung! Erstmalige Inbetriebnahme, Justagen sowie der Austausch von Komponenten dürfen nur von qualifizierten Fachpersonal (Service) vorgenommen werden. Anbau des Applikators 1. Applikator mit den Scharnierbuchsen (1) in die Scharnierachsen (2) einhängen. 2. Schraube (4) lockern und den Sicherungsriegel (3) unter das Scharnier schieben und Schraube (4) anziehen. 3.
Installation Transportsicherung aufheben Im Auslieferungszustand befindet sich die Transportsicherung (4) auf dem Führungsprofil (1) in der Transportsiche- rungsposition (Bild) um eine Bewegung der Stempelbaugruppe zu vermeiden. Für den Etikettierbetrieb wird die Transportsicherung (4 an den Anschlag (2) geschoben. Der Anschlag (2) bremst die Hubbewegung und löst die Fahnenbildung aus.
Justagen Anschluss der Druckluft Achtung! Einstellungen und Funktionsprüfung sind mit einem Druckluftwert von 4,5 bar vorgenommen worden. Der Arbeitsbereich des Applikators liegt im Bereich von 4,0 - 6,0 bar. Warnung! Nach Zuschalten der Druckluft und des Druckers ist der Applikator als "IN BETRIEB" zu betrachten! Nicht in den Arbeitsbereich des Stempels greifen und Haare, lose Kleidung sowie Schmuckstücke aus diesem Bereich fernhalten. 1. Absperrhahn(2) am Druckluftanschluss schließen (Hebel quer zur Flussrichtung wie im Bild). 2. Druckluftschlauch in Anschuss (1) stecken. 3. Absperrhahn(2) öffnen (Hebel in Flussrichtung). 4. Drucker am Netzschalter einschalten. Zur Stabilisierung der Druckluftversorgung muss eine Druckluftwartungseinheit (3) vorgeschaltet werden.
Montage der Stempel 1. Schrauben (3) lockern. 2. Einstellwerkzeug und Montagehilfe für Stempel (6) aus dem Lieferumfang (cab-Nr.: 5972857) wie im Bild links anlegen und zum Ausrichten der Stempel nutzen. 3. Jeder Stempel (4) über den entsprechenden Mitnehmerdorn (2) schieben bis zum Einstellwerkzeug (6).
Justagen Justage der Stempel Um eine einwandfreie Funktion des Applikators zu gewährleisten, ist es notwendig den Stempel für die Etikettenüber- nahme exakt über dem gespendeten Etikett zu positionieren. Ausrichten des Stempels parallel zur Spendekante Die Kante des Stempels ist parallel zur Spendekante des Druckers auszurichten um das Etikett exakt am Stempel positionieren zu können.
Justagen 6.4.1 Verschiebung des Stempels in Y-Richtung 1 mm Bild 18 Verschiebung der Stempelbaugruppe in Y-Richtung Verschiebung in Y-Richtung (Druckrichtung) 1. Druckluft abschalten und Schlauch aus dem Drosselventil (5) ziehen. Zylinder fährt durch Federkraft aus und befindet sich in der Etiketten-Übergabepostion. 2. Zylinderschrauben (1) am Querträger (2) lösen. 3.
Justagen 6.4.2 Verschiebung des Stempels in Z-Richtung Bild 19 Verschiebung der Stempelbaugruppe in Y-Richtung Verschiebung in Z-Richtung (Höhe) 1. Druckluft abschalten und Schlauch aus dem Drosselventil (4) ziehen. Zylinder fährt durch Federkraft aus und befindet sich in der Etiketten-Übergabepostion. 2. Schraube (3) lösen. 3.
Justagen 6.4.3 Verschiebung des Stempels in X-Richtung Bild 20 Verschiebung der Stempelbaugruppe in X-Richtung Verschiebung in X-Richtung (Seitenverstellung) 1. Schraube (3) am Verbinder (5) lösen. 2. Zylinderbaugruppe inklusive Stempel auf dem Querträger (4) so verschieben, dass sich die Stempel (6) mittig über dem zu spendenden Etikett (7) befindet.
Justagen Ausrichtung des Werkstückes zum Applikator Nach der Justage des Applikators in Bezug zum Drucker erfolgt die Ausrichtung in Bezug zum Werkstück. Hinweis! Zur optimalen Ausrichtung des Werkstückes für die Etikettierung ist eine fixierte Produktaufnahme notwendig. Druckrichtung Kante Stempel (Achse Zange) (Spendekante Drucker) 90° Bild 22 Ausrichtung des Werkstücks zum Stempel Das Werkstück (3, 5) muss in Flucht zur Druckrichtung und 90°...
Justagen Applizierhöhe einstellen Abdeckung demontieren „Abdeckung montieren und demontieren“ auf Seite 11 Werkstück in die Produktaufnahme legen. Druckluft schließen. Schläuche am Zylinder Z ziehen um die Zange manuell bewegen zu können. Zange manuell zum Produkt führen. ...
Justagen Einstellung des Vakuums Durch den am Stempel angelegten Unterdruck wird das Etikett am Stempel fixiert. Dieses Vakuum muss so stark sein das Etikett zu halten und alle Saugöffnungen durch das Etikett zu bedecken. Es darf aber nicht so stark sein den Transport vom Drucker zum Applikator zu gefährden.
Justagen Justage des Blasrohrs (Stützluft) Zur optimalen Unterstützung der Etikettenübernahme durch den Applikator ist die Stützluft so einzustellen, dass sie verwirbelungsfrei und gleichmäßig das Etikett gegen den Stempel drückt. Alle Bohrungen, die über die Breite des Etiketts hinausgehen sind mit den Gummiringen zu abzudecken. Der werkseitig eingestellte Standardwert beträgt 2 bar.
Justagen Messpunkt (MP S) zur Messung der Stützluft Mit einem Manometer, welches den Messbereich -7 bis 7 bar abdeckt, können die angegebenen Drücke gemessen werden. MP S: Stützluft (Sollwert 2 bar) 1. Abdeckung demontieren und Manometer an MP S zwischenschalten. - Schlauch (3) vom Ventilblock zum Blasrohranschluss - Steckverschraubung (2) zum Blasrohr 2.
Justagen Drosselventile an den Zylindern einstellen 6.10 Am Applikator sind Abluft-Drosselventile an den Zylindern verbaut. Die Ventile steuern die Bewegung der Zylinder in der Richtung auf die Ventile zu. Einfahrbewegung Ausfahrbewegung des Kolbens des Kolbens Bild 31 Drosselventile am Zylinder Hinweis! Bei Tausch oder Neueinstellung der Drosselventile immer die Einstellwerte aus dem Prüfprotokoll der Inbetriebnahme übernehmen! Die Einstellwerte sind die Umdrehungen der Stellschraube am Drosselventil.
Justagen 6.12 Zylinder Z / Actor 1 einstellen Zylinder 'Z' Drosselventile einstellen 6.12.1 Drosselventil (1.01) Einfahrbewegung 1.01 Marker am Schlauch mit der Nummer 1 Drosselventil (1.01) komplett schließen. Drehen der Stellschraube in Uhrzeigerrichtung bis Anschlag. Wenn im Prüfprotokoll kein abweichender Wert vermerkt ist, Drosselventil (1.01) durch Drehen um 9 Umdrehungen entgegen dem Uhrzeigersinn öffnen.
Justagen 6.12.3 Einstellung der Endlagendämpfung Hinweis! Die Endlagendämpfungen am Hubzylinder sind werkseitig auf die auftragsbezogenen Parameter des Kunden eingestellt und brauchen im Normalbetrieb nicht verändert werden. Die Endlagendämpfung des Zylinders Z dient der mechani- schen Entlastung bei hohen Hubgeschwindigkeiten, großen Massen und hoher Aufprallenergie. Die Endlagendämpfung ist so einzustellen, dass der Kolben beide Endlagen sicher erreicht, aber nicht hart anschlägt. Durch ein Erhöhen der Endlagendämpfung wird die Hubge- schwindigkeit im Endbereich verringert und somit die Gesamthubdauer erhöht.
Justagen 6.13 Zylinder Fahne / Actor 2 einstellen Zylinder 'Fahne' Drosselventile einstellen 6.13.1 Drosselventil (2.04) Einfahrbewegung Marker am Schlauch mit der Nummer 3 Drosselventil (2.04) komplett schließen. Drehen der Stellschraube in Uhrzeigerrichtung bis Anschlag. Wenn im Prüfprotokoll kein abweichender Wert vermerkt ist, Drosselventil (2.04) durch Drehen um 8 Umdrehungen entgegen dem Uhrzeigersinn öffnen.
Justagen 6.13.3 Zangenbaugruppe demontieren Um den Zylinder Fahne oder das Pleuelgestänge wechseln zu können ist die Zangenbaugruppe (5) zu demontieren. Bild 38 Zylinderbaugruppe demontieren Zuerst alle, vom Ventilblock kommenden Schläuche (2/3) aus den Steckverbindern ziehen. Diese sind mit Nummer-Markern versehen und können anhand der Anleitungen für die Drosselventile der Zylinder und des Pneumatikplanes nach dem Zusammenbau wieder zugeordnet werden.
Justagen 6.13.4 Zangenbaugruppe auseinander nehmen Ist ein Wechsel des Hubzylinders Fahne (2) oder des Pleuelgestänges (14) notwendig, sind folgende Baugruppen an der demontierten Zange abzubauen. Bild 39 Zylinderbaugruppe auseinander bauen Stempel (1) demontieren. Sensor (8) lösen und herausziehen. Schrauben (7) lösen und den Kompaktzylinder (6) vom Halter der Grund- platte (1) entfernen.
Führung (1.1) an der Grundplatte (1) leicht fetten. Achtung! Zum Fetten der Laufflächen an der Führung ausschließlich ein Kunststoff-Schmierfett verwenden. cab Artikel-Nr.: 5984552.001 14.1 Pleuelgestänge (14) mit der Nut am Mittelstück auf die Führung (1.1) an der Grundplatte (1) aufsetzen. Stifte der Nockenräder (14.1) des Pleuelgestänges (14) in die Führung (1.2) in der Grundplatte (1) stecken.
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Justagen Den Zylinder 'Zange' (6) mit dem Mitnehmer (6.1) an den Halter (1.3) der Grundplatte (1) ansetzen. Den Mitnehmer (6.1) in die Aussparung (15.1) der Wangen (15) einführen. Den Kompaktzylinder (6) mit den Schrauben (7) am Halter (1.3) der Grundplatte (1) befestigen. 15.1 Bild 42 Zylinder 'Zange' montieren...
Justagen 6.14 Zylinder Zange / Actor 3.1 einstellen Zylinder 'Zange' Drosselventil einstellen 6.14.1 Drosselventil (3.06) Ausfahrbewegung Marker am Schlauch mit der Nummer 6 Drosselventil (3.06) komplett schließen. Drehen der Stellschraube in Uhrzeigerrichtung bis Anschlag. Wenn im Prüfprotokoll kein abweichender Wert vermerkt ist, Drosselventil (3.06) durch Drehen um 8,5 Umdrehungen entgegen dem Uhrzeigersinn öffnen.
Justagen 6.15 Zylinder Spendeposition / Actor 3.0 einstellen Zylinder 'Spendeposition' Drosselventil einstellen 6.15.1 Drosselventil (3.03) Einfahrbewegung mit Schalldämpfer Drosselventil (3.03) komplett schließen. Drehen der Stellschraube in Uhrzeigerrichtung bis Anschlag. Wenn im Prüfprotokoll kein abweichender Wert vermerkt ist, Drosselventil (3.03) durch Drehen um 3 Umdrehungen entgegen dem Uhrzeigersinn öffnen.
Fehler Fehlermeldungen des Druckers Informationen zu Ursachen und zur Behandlung druckerspezifischer Fehler (Papier zu Ende, Folie zu Ende u.ä.) sind in der Bedienungsanleitung des Druckers zu finden. Fehlerbehandlung: Fehlerfolgen beseitigen Taste feed drücken, um Papierlauf neu zu synchronisieren. Gespendete Leeretiketten von Hand abnehmen. ...
Fehler Fehlerbilder Fehlerbild mögliche Fehlerursache Behebung Etikett ist nach Übergabe vom Drucker nicht zentriert Stempelposition in auf dem Stempelpaar positioniert. X-Richtung korrigieren Stempel sind in der Grundposition nicht parallel zuein- Stempel mit Hilfe des ander ausgerichtet Einstellwerkzeuges für die Stempelmontage exakt ausrichten Produkt nicht exakt zum Applikator ausgerichtet.
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Fehler Fehlerbild mögliche Fehlerursache Behebung elektrostatische Aufladung Externes Ionisierungsgebläse installieren. Applizierhöhe nicht korrekt Anschlag neu einstellen Produkt zu nachgiebig und flexibel Produkt spannen wenn möglich. Produkt an den Auflagen fixieren Stempel sind in der Grundposition nicht parallel zuein- Stempel mit Hilfe des ander ausgerichtet Einstellwerkzeuges für die Stempelmontage exakt...