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Railboys Gs Bauanleitung

Güterwagen der österreichischen schmalspurbahnen bausatz h0e/1:87
railboys
Modelleisenbahnen ®
Bauanleitung
Güterwagen Gs, Gws
der österreichischen Schmalspurbahnen
Bausatz H0e/1:87
Vorbild:
Diese Güterwagen wurden erstmals 1898 gebaut und eingesetzt. Piestingtalbahn und
Nördliche Waldviertelbahn (NWVB) waren die ersten Einsatzstrecken. Sie waren schon bei
den Eröffnungszügen dabei. Letztlich kamen sie bei allen weiteren Verwaltungen ebenfalls
zum Einsatz. Jede dieser Bahnen hatte ihr eigenes Nummernsystem. Das war überschaubar-
die
Wagen
wurden
einfach
mit
1
beginnend
durchnummeriert.
Als
von
den
Niederösterreichischen Landesbahnen (NÖLB) diese Strecken übernommen wurden musste
deshalb ein einheitliches Nummernschema geschaffen werden. Bei der nachfolgende BBÖ
erhielt die Gattung den Zusatz „w". Der bedeutet, dass der Wagen eine Tragkraft von unter 10
Tonnen hat. Geliefert wurden die Wagen mit Achslagern der Type 98. Spätere Lieferungen
hatten solche der Type N.
Durch die überaus robuste Bauweise blieben diese Wagen bis lange in die ÖBB-Zeit hinein im
regulären Einsatz. Und auch heute noch finden sie sich auf den Museumsbahnen.
Dieses Modell ist kein Spielzeug und deshalb für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet!
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Inhaltszusammenfassung für Railboys Gs

  • Seite 1 Modelleisenbahnen ® Bauanleitung Güterwagen Gs, Gws der österreichischen Schmalspurbahnen Bausatz H0e/1:87 Vorbild: Diese Güterwagen wurden erstmals 1898 gebaut und eingesetzt. Piestingtalbahn und Nördliche Waldviertelbahn (NWVB) waren die ersten Einsatzstrecken. Sie waren schon bei den Eröffnungszügen dabei. Letztlich kamen sie bei allen weiteren Verwaltungen ebenfalls zum Einsatz.
  • Seite 2 Modell: Teileliste des Bausatzes: 1 Ätzblech (Neusilber) 1 Dach (Resinguss) 1 Gießast Achslager etc.(Messingguss) 1 Gießast Bosnakupplung (Messingguss) 1 Gießast Zusatz-/Hilfskupplung (Messingguss) 1 Holzverkleidung 1 Satz Magneten 10 cm Messingrohr Draht gerichtet ca.20 cm 0,6 mm, 100 cm 0,3mm 4 Stk Messingschrauben M 1x2 1 Decalsatz Benötigtes Werkzeug: ...
  • Seite 3 Fahrwerk: Zunächst eine wichtige Anmerkung: Neusilberblech garantiert auch für dieses relativ kleine Fahrzeug die nötige Stabilität. Dieses Material hat aber auch einen Nachteil. Ist es einmal gebogen, kann man diese Biegung nicht mehr in größerem Ausmaß korrigieren, da das Blech rasch bricht.
  • Seite 4 Für solche Arbeiten von Vorteil ist eine Abkantvorrichtung Das Ergebnis schaut so aus: Mit allen übrigen Stegen auf beiden Blechen wird genauso verfahren.
  • Seite 5 Sogfältige Arbeit vorausgesetzt müssen sämtliche Zapfen des einen Blechs in die gegenüber liegen Nuten passen. Hakts irgendwo, wurde etwas nicht sorgfältig erledigt, denn sie passen verlässlich! Da ab nun viel mit dem Kolben gearbeitet wird, sollte eine ordentliche Lötstation vorhanden sein.
  • Seite 6 Die beiden Rahmenhälften werden miteinander verlötet. Um zu vermeiden, dass sich die langen schmalen Bleche durch Hitze werfen, ist hier präzises und schnelles Arbeiten wichtig. Man sollte einen Finger 10 Millimeter neben der Lötstelle auflegen können und sich nicht verbrennen, ja die Hitze kaum spüren, dann ist man im richtigen Tempo unterwegs. Die Lötpunkte kann man am besten entfernen, indem die Bleche auf grobem Schleifpapier (K 80) abgezogen werden.
  • Seite 7 Passt alles, wie es sein soll, werden die beiden Stirnbleche 90° abwärts gebogen, Vorsicht, dass sich dabei die obere Rahmenebene nicht mit biegt. Auf dem unteren Rahmenblech ist an den Enden eine sechskantige Vertiefung zu sehen. hier kann eine M 0,6 Mutter eingelötet und eine Spielkupplung eingebaut werden. Die entsprechenden Teile können angefordert werden.
  • Seite 8 in der Regel sind sie durch den Ätzvorgang stark verbogen. Sie müssen gerichtet werden. Wenn das nicht zu 100 % gelingt, ist das kein Malheur. Sie werden an beiden Seiten wischen den beiden Rahmenebenen. Auf den stabilen Steg aufgelötet.
  • Seite 9 An die Stirnfronten werden nun die Dekorbleche aufgelötet. Achslager Im Bausatz finden Sie zwei Typen von Lagern: das ursprüngliche Lager 98 (Blechfaltteil) und das Lager mit der Bezeichnung N (Messinggussteil) Schon recht früh wurden Wagen mit N- Lagern ausgerüstet. Wer viel fahren möchte, ist mit den Messinggussteilen besser dran, wer ein authentisches Fahrzeug aus der Frühzeit darstellen will, nimmt die 98er Lager.
  • Seite 10 Der Einbau des Blechlagers ist diffizil. Langsam und genau arbeiten! Hiervon hängen später die Fahreigenschaften ab! Zuerst wird Federpaket und Achslager Ziehharmonika förmig. gebogen. und der entstehende Teil mit minimal Zinn stabilisiert. Die feinen Löcher auf der Innenseite sollten nicht zulaufen. Wenn das doch passiert, müssen sie mit einem feinen Bohrer wieder vom Zinn befreit werden.
  • Seite 11 Nun steht das Fahrwerk das erste Mal auf „eigenen Beinen“ Jetzt ist sofort erkenn bar, ob sorgfältig gearbeitet wurde. Der Rahmen sollte sich auf ebener Unterlage auf alle vier Achslager abstützen. Es soll nichts wackeln oder kippeln. Dann haben später auch die Räder guten Kontakt zur Schienenoberfläche. Als Nächstes werden die Wagenkastenstützen eingebaut.
  • Seite 12 Je zwei der dreieckigen Rahmenstützen sind an beiden Seiten vorn und hinten zu montieren. In der Mitte sitzen die Trittbretthalter. Bitte, nicht verwechseln! Wer glücklicher Besitzer einer Titanpinzette ist, hat es bei dieser Arbeit besonders leicht: Man kann das winzige Blech während des Lötvorgangs damit halten und sie selbst lötet nicht fest.
  • Seite 13 In die beiden mittigen Schlitze werden jetzt beidseitig je zwei Trittbretthalter und das Trittbrett selbst eingelötet. Alle Teile sollten nun gerade, im rechten Winkel und überall korrekt an ihrem Platz sitzen. Die Blecharbeiten am Fahrwerk sind hiermit beendet. Bevor man sich jetzt zurück lehnt, muss das gute Stück noch gereinigt werden. Lötwasserreste lassen sich in warmem Seifenwasser gut neutralisieren und abspülen.
  • Seite 14 Auf dem Bild ist links eine Bosnakupplung mit Kuppeleisen-und –bolzen. rechts ist die Hilfskupplung zu sehen. Zusätzlich zur Hauptkupplung hatten alle österreichischen Schmalspurfahrzeuge eine derartige Zusatzkupplung, die eine ungewollte Zugtrennung bei Bolzenbruch verhindern sollte. Auf dem Gießast findet sich auch die Kupplungsfeder. Diese sollte Stöße abfangen und Optional können auch Gussachslager geordert werden.
  • Seite 15 Die Teile werden aus dem Gießast herausgetrennt und sorgfältig verputzt. Der Teil des Astes, der die restlichen Gussteile für die Kupplung trägt, bleibt zunächst unbearbeitet. Die paarigen Teile werden auf das vordere/hintere Rahmenende gelötet. Der Bügel der Hilfskupplung ist in Fahrtrichtung rechts, der Haken links. Unten auf dem Rahmen sitzt die Kupplungsfeder, deren Querbalken die beiden Enden der Hilfskupplung trägt.
  • Seite 16 Wagenkasten Das Blech wird ausgeschnitten, die Kanten versäubert. Anschließend wird der Kasten in seine Form gebogen. Die Biegenuten sind INNEN! Besondere Vorsicht ist im Bereich der Türschwelle geboten, damit diese exakt wie die Seitenwände im rechten Winkel hochgebogen wird. Die beiden Bleche mit den abgerundeten Ecken werden um 180° gebogen, also zusammengeklappt (Biegenut außen) Bevor nun der Wagenkasten verlötet wird, werden diese beiden Bleche auf den Boden der Wagenenden gelegt.
  • Seite 17 Der Wagenkasten kann nun unter Beachtung aller rechten Winkel verlötet werden. Schließlich sind noch die beiden Magnetträger einzusetzen. Der Pfeil weist zu den Wagenenden. Die größere der beiden Öffnungen nach unten. I den Seitenwänden befinden sich je zwei Schlitze. in diese sollen die Bleche einrasten. Eventuell die Bleche so befeilen, dass sie sich mit leichtem Druck in ihre Position bringen lassen.
  • Seite 18 Schiebetüren Das Einbauen der Schiebetüren ist das wichtigste Kriterium für das tadellose Aussehen des Wagens. Sind sie nur minimal schief, so ist das Modell unattraktiv. zwar kann man die Türen in einem geringen Maß auch nachträglich korrigieren, dann lassen sie sich allerdings nicht mehr bewegen.
  • Seite 19 Die beiden Türen werden anschließen sauber voneinander getrennt. Nun geht’s ans Lackieren aller schwarzen Teile des Wagens. Wir gehen davon aus, dass jeder, der sich mit einem Bausatz wie diese eine entsprechende Lackiereinrichtung besitzt und damit umgehen kann. Die zu lackierenden Teile werden z.B. mit Waschbenzin entfettet.
  • Seite 20 Welche Lackart verwendet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Am besten die, mit der man die meiste Erfahrung hat. Eventuell muss grundiert werden oder- wenn die Möglichkeit besteht auch Sand gestrahlt. Die braunen Anteile werden ebenfalls gleich mitlackiert. Wir haben dazu RAL 8011 Nussbraun gewählt.
  • Seite 21 Was bedeutet gut lackiert? Dass Beispiel (unretouchiert natürlich!) zeigt das Vorlegegitter des Modells. Daran kann man gut erkennen, dass die Lackierung die Struktur deutlicher hervorhebt, als das beim Unlackierten der Fall ist. Holzverkleidung Bevor die Teile der Holzverkleidung aus ihrem Rahmen geschnitten werden, ist es empfehlenswert den Bohlenbelag und die Trittbretter entsprechend zu beizen.
  • Seite 22 Durch die Beize wird die Struktur des echten Holzes besonders deutlich. Alle Teile werden mit einer scharfen Klinge auf einer entsprechenden Unterlage aus der Rahmen geschnitten. Es sind dünne Stege, die durchtrennt werden müssen.
  • Seite 23 Mit Zweikomponentenkleber wird nun Stück für Stück die Holzverkleidung angebracht. Lassen sie sich nicht verleiten, mehr als ein Stück in einem Vorgang aufzukleben. Hier ist wieder exaktes arbeiten gefragt und niemand kann zwei Teile gleichzeitig ausreichend korrigieren und festhalten. „Jedes Mittel“ ist nun recht, um die Bauteile bis zum Aushärten des Klebers dort festzuhalten, wo sie hingehören.
  • Seite 24 Sind rundherum alle Holzteile aufgeklebt, kann man sich endlich vorstellen, was gebaut wird. Bedauerlicherweise ist hier aber ein Fehler passiert: Die Bohrungen im Blech der Seitenwände passen nicht mit der Markierung auf der Holzverkleidung zusammen. (sie ist zu hoch angesetzt) Es bleibt nichts anderes übrig, als diese Bohrung im Blech von innen auch durch das Holz zu führen.
  • Seite 25 Das Dach wird wieder abgenommen und für die Aufnahme der Magnete vorbereitet. Die halten es später auf dem Wagen fest. Im Bausatz enthalten sind zwei Magnete mit 2,0 mm Durchmesser und solche mit 4,0 mm. Die kleineren werden im Dach befestigt, die großen im Wagen.
  • Seite 26 Da für die hier beschriebene Version (Epoche III und IV) sind die zuvor aus Demonstrationsgründen schwarz lackierten Bänder nicht von Belang Deshalb werden sie schon vor dem Lackieren auf den Kasten geklebt und mit diesem gemeinsam braun lackiert.. Während wir auf das Aushärten des Klebers warten, können andere kleine Arbeiten erledigt werden, wie das Aufkleben der Trittbretter und das Einfärben der Bremsschläuche.
  • Seite 27 Dann wird lackiert. Zunächst wird der Innenbereich gegen unerwünschten Farbauftrag abgedeckt. Praktisch sind hierfür passend zugeschnittene Schaumstoffstücke. Der Wagenkasten wird nun RAL 8013 gespritzt und das Dach RAL 7043 (jedes andere halbwegs passende andere Grau ist auch vorbildgerecht.) Das Ergebnis: Der bereits gebeizte Bohlenbelag wird jetzt in den Innenraum geklebt.
  • Seite 28 Türmontage Dem Bausatz liegt ein geschwärzter gerichteter Draht bei. dieser Draht bildet die obere Gleitschiene. Wie im Original, das ebenfalls oben eingehängt ist. Die Rollen unten dienen, wie bei Modell nur der unteren Führung. Im Bausatz finden sich zwei schmale Blechstreifen, die bereits schwarz lackiert wurden. Sie bilden die untere Führungsschiene wagenseitig.
  • Seite 29 Der Draht wird an einer Seite 90° abgewinkelt, durch die Ösen der Tür geschoben und auf der anderen Seite nochmals 90° gebogen. Die Länge zwischen den Biegungen entspricht der Länge von Bohrung zu Bohrung an der Oberkante des Wagenkastens. Nun wird auch der kleine Griffstangenbügel in die Türen eingeklebt.
  • Seite 30 Nun ist das Fahrzeug in den Grundzügen fertig. Einige Details sind noch anzubringen. Mehr symbolischen Wert hat das Montieren des Türverschlusses. Die Radsätze werden nun eingesetzt. Optional zu den Scheibenrädern des Bausatzes können auch Speichenräder bestellt werden. ACHSLAGER + RAD Eine Reihe von Kleinteilen ist jetzt noch übrig.
  • Seite 31 Auf jeden Fall montiert werden die Lüftergitter. Hier besteht die Wahl zwischen Stäben und Gittern. Die Plättchen stellen die Anschriftentafeln dar. Zettelhalter sind ebenfalls vorhanden. Das Übertrittsblech zur Laderampe und die Vorlegegitter (im Sommer wurde gern mit offenen Türen gefahren. Damit nicht passierte wurden diese Gitter vor die Tür gestellt) runden den Bausatz ab.

Diese Anleitung auch für:

Gws