Inhalt Allgemeine Eigenschaften Anschaltbeispiele z.B. zwei Sprechkreise über Lokales Netzwerk (LAN) z.B. zwei Sprechkreise überLokales Netzwerk (LAN) zu verschieden Standorten z.B. ein Sprechkreis überInternet (WAN, DSL) Vieldrahtanbindung des FT636 IP Interfaces 2-Draht-Anbindung des FT636 IP Interfaces Anschlüsse RS232-Anschlusskabel Konfi guration Allgemeines PC für die Konfi...
Allgemeine Eigenschaften Das FT636 IP Interface wird eingesetzt, wenn ein Funkgerät abgesetzt bedient werden soll. Durch Nutzung von VoIP (Voice over IP) und RoIP (Radio over IP) sind praktisch unbegrentzte Enfernungen überbrückbar. Da die NF-Informationen, sowie die Steuerinformationen auf IP über Ethernet umgesetzt werden, kann jedes lokale Datennetz (LAN) als auch das Internet (WAN) zur Übertragung herangezogen werden.
Anschaltbeispiele z.B. zwei Sprechkreise über Lokales Netzwerk (LAN) Major 6a Ethernet IP Interface IP-Interface Switch Dieses Beispiel zeigt die Bedienung zwei Sprechkreisen über ein Bediengerät Major 6a. Der Major 6a kann bis zu 4 Funkkreise unterstützen, so dass diese Beispiel noch durch zwei weitere IP Interfaces und zwei weitere S/E-Geräte erweitert werden kann.
Alle oben vorgestellten Anschaltungen sowohl in 2-Draht- als auch in Vieldraht-Technik realisiert werden. Somit ist die Möglichkeit gegeben, das FT636 fl exibel in vorhandene Infrastrukturen einzubauen. Vieldrahtanbindung des FT636 IP Interfaces Werksseitig sind die FT636 IP Interfaces so voreingestellt, dass die Vieldraht-Technik unterstützt wird.
Konfiguration Allgemeines Das FT636 IP Interface verwendet zur Übermittlung des Funkverkehrs und der Steuerinformatio- nen TCP/IP über Ethernet. Die hierbei auftretenden Besonderheiten müssen unbedingt beachtet werden. Die Begriffe werden hier zunächst an einem einfachen Fall erläutert, im Folgenden gibt es dann einige komplexere Konfi...
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Die Neztwerkmaske des PCs muss, wie bei den FT636 IP Interfaces auf 255.255.255.0 gesetzt werden. Diese IP-Adresse kann zusätzlich als zweite Adresse zu einer bereits vorhandenen IP- Adresse im PC eingerichtet werden. Jetzt kann das erste FT636 IP Interface zur Konfi guration angeschlossen werden (Strom und Netz- werk).
PC für die Konfi guration vorbereiten Wie weiter oben bereits angemerkt, erfolgt die Konfi guration der FT636 IP Interfaces mit Hilfe eines Web-Browsers. Dabei ist es egal, welches Betriebssystem (Windows, Linux, Apple Mac ...) auf dem PC läuft. Auch der Web Browser (Firefox, Internet Explorer, Opera, ...) kann frei gewählt werden.
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Linux PC Die Einstellung eines Linux PCs erfolgt im Prinzip genauso, wie bei der Windows Variante be- schrieben. Die verschiedenen Fenster sehen natürlich anders aus und unterscheiden sich auch von Linux Version zu Linux Version (Ubuntu, Debian, Suse, RedHat, ...). Auch hier gilt: Ist der PC bereits in ein Netzwerk eingebunden, wird eine zweite IP-Adresse vergeben.
Die FT636 IP Interface Konfigurationsoberfläche Die Konfiguration der FT636 erfolgt über eine Web-Seite, die von dem Gerät selbst zur Verfügung gestellt wird. Dazu muss das IP Interface am Netzwerk angeschlossen sein und der Konfigurati- ons-PC wie im vorigen Abschnitt beschrieben eingestellt sein. Auf dem PC wird ein Browser gestartet und in der Adresszeile folgende Adresse eingegeben: http://192.168.16.191 Es erscheint die FT636-Konfigurationsoberfläche .
Die Seite TCP/IP-Einstellungen Hier werden die Netzwerkeinstellungen und die Einstellungen für die NF-Übertragung vorgenom- men. Wie die oben abgebildete Seite, hat auch diese Seite rechts einige Hilfetexte, die die Einstellmög- lichkeiten erläutern. Das Bild zeigt die Default-Einstellungen im Auslieferungszustand. Diese Einstellungen müssen, wie in den folgenden Abschnitten erläutert, den jeweiligen Vorgaben, bzw.
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Um die Einstellung zu speichern, bitte „Anwenden“ am Seitenfuss anklicken. Das Geraet startet dann mit den neuen Einstellung. KOMMUNIKATIONSEINSTELLUNGEN Anzahl der Kanaele Es koennen ein oder zwei Kanaele parallel betrieben werden. Die benoetigte Bandbreite: Ein Kanal: min. 96kBit/s Zwei Kanaele: min. 160kBit/s Jitter Buffer Delay / Max.
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Hinweis: Das Gateway muss nur gesetzt werden, wenn die Verbindung ueber ein WAN erfolgt (durch einen Router/ein Gateway). Standard: „0.0.0.0“ Primaerer DNS-Server Hier koennen DNS-Server zur Namensaufl oesung angegeben werden (z.B. www.funktronic.de). Beispiel: „195.186.1.111“ Standard: „0.0.0.0“ Alternative DNS Weiterer DNS-Server, fuer den Fall, dass der erste nicht erreichbar ist.
Die Seite Potentiometereinstellungen Wird auf der Hauptseite im Feld „Modus“ auf „FT636 IPI Konfiguration 1 (Potis, ftipcfg1)“ und dann auf „Anwenden“ geklickt, erreicht man auf unter „Applikation“ die Seite für die Potentiometereinstel- lungen. Hier werden die NF-Ein- und Ausgänge an die angeschlossenen Geräte angepasst. Die Potentionmeterwerte koennen in die Felder 1 - 4 direkt eingegeben werden, oder mit den + / - Tasten schrittweise veraendert werden.
Potentiometereinstellung und Abgleichanweisung VoIP1, VoIP2, Line1, Line2 Dies sind die zu den Potentiometerwerten gehoerenden NF-Pegel. Um nachzvollziehen, wie sich die Werte bei der Einstellung veraendern, wird diese Seite im Sekundentakt aufgefrischt. Zuordung: Poti 1 - VoIP 1, Signal vom Netzwerk, Kreis 1 Poti 2 - Line 1, Signal vom Eingang, Kreis 1 Poti 3 - VoIP 2, Signal vom Netzwerk, Kreis 2 Poti 4 - Line 2, Signal vom Eingang, Kreis 2...
Die Seite Registereinstellungen Hier können die Register programmiert werden, um verschiedene Funktionen des Gerätes zu konfigurieren. Register müssen immer 3-stellig, die Werte immer 8-stellig eingegeben werden. Die zusätzlichen Hilfetexte im rechten Bereich erläutern die Einstellungen. ft636 (03.11.2010) - 20 - Kompetent für Elektroniksysteme...
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Funktion RX/TX LED, IP Ansagetimer Stelle: 0 = RX/TX nach Beschriftung, 1 = RX/TX getauscht 2.+3. Stelle: nn*1s max. NF-Durchschaltungszeit für IP Ansage NF-Mute 1.-2. Stelle: ca. nn*0,9mV Schwellwert NF-Mute, Line aktivieren 3.-4. Stelle: ca. nn*0,9mV Schwellwert NF-Mute, Line deaktivieren 5.-6.
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Line Eingang konfigurieren 1. Stelle Auswerter 0 = aus 1 = PIL 2 = SQL 3 = PIL+SQL 4 = NF-Squelch 5 = PIL+NF 6 = SQL+NF 7 = PIL+SQL+NF 2. Stelle Betriebsart 0 = 4-Draht TX immer 600 Ohm 1 = 4-Draht TX hochohmig, nur beim Senden 600 Ohm 2 = 2-Draht simplex, immer 600 Ohm 3 = 2-Draht simplex hochohmig, nur beim Senden 600 Ohm...
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Kanalfernschaltregister 1.-3. Stelle Stellen 1-3 der Kanalfernschalttonfolge Kanalregister 1. Stelle Kanal speichern 0 = nein 1 = ja 2 = Relais speichern 2.-3. Stelle Kanal 00-99 bei Version BOS 1. Stelle Kanal speichern 0 = nein 1 = ja 2 = Relais speichern 2.-4.
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Konfiguration NF-Delay Voip > Line Für die Verzögerung wird der restliche zur Verfügung stehende RAM genutzt. Das kann bei spä- teren Versionen oder Sondersoftwareversionen auch weniger sein. Die angegebene maximale Verzögerungszeit kann dann geringer werden. Diese Verzögerungszeit gilt für beide Kreise gemeinsam. Zuerst wird der programmierte Wert für Kreis 1 eingestellt.
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Sammelrufauswerter-Referenz 1.-2. Stelle nnn*100ms min. Tonlaenge Eintonauswerter 3.-4. Stelle nnn*100ms max. Tonlaenge Eintonauswerter (00, sobald min. Laenge erreicht) 5.-6. Stelle nn*100ms min. Tonlaenge Sondertonauswerter (Ruf 1/2) 7.-8. Stelle nn*100ms max. Tonlaenge Sondertonauswerter (Ruf 1/2) (00, sobald min. Lanenge erreicht) Schalteingaenge 1.-4.
Die Seite I/O-Konfiguration Die Funktionen der Ein- / Ausgänge werden hier festgelegt. Hierbei werden die entsprechend Re- gister angezeigt, die die Programmierung speichern. Die zugehörigen Werte sind immer 8-stellig einzugeben. Hilfetexte finden sich wieder auf der rechten Seite, ft636 (03.11.2010) - 26 - Kompetent für Elektroniksysteme...
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Auf dieser Seite können die Ein- / Ausgaenge der FT636 konfiguriert werden. Ausgang konfiguriert die Funktion der Ausgaenge 0 - 15, Eingang die Funktion der Eingaenge 0 - 15. Die Eingaenge koennen mit zwei Funktionen belegt werden. Naemlich je eine, wenn der Eingang von passiv nach aktiv wechselt und eine, wenn der Eingang von aktiv nach passiv wechselt.
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Eingaenge 1. Stelle 0: keine Funktion 1: Schalteingang FT634 2: Alarmeingang 3: frei (T11-55) 4: fernsteuernder Eingang 5 - F: frei, keine Funktion Schalteingang 2. Stelle 1: VoIP 1 2: VoIP 2 3: beide 3. Stelle 0-7: Eingangsnummer 4. Stelle 0: passiv 1: aktiv Alarmeingang...
Die Seite Normalbetrieb An dieser Stelle können keine Einstellungen vorgenommen werden. Es wird eine Übersicht der Verbindungseinstellungen und des Verbindungszustands dargestellt. Im unteren Teil der linken Seite werden die ankommenden UDP-Pakete und sowohl die abgehende als auch ankommende TCP-Verbindung angezeigt UDP-Pakete ankommend: ca.
- Die FT636 IP Interfaces werden in das bestehende Netzwerk eingebunden. - Die Netzwerkteil der IP-Adresse ist 172.16 (in diesem Fall die ersten beiden Stellen). - Die Netzwerkmaske ist 255.255.0.0 (legt den Netzwerkteil der Adresse fest). - Die FT 636 IP Interfaces erhalten folgende IP-Adressen: 1) 172.16.200.101 2) 172.16.100.201 Die Schritte zur Konfiguration: 1.
Im lokalen Netzwerk, in verschiedenen Netzwerksegmenten Major 5a Bedienstelle IP Interface Ethernet Switch Router Funkgerät IP-Interface Ethernet Switch Dieser Fall zeigt eine Konfiguration, bei der die FT535 IP Interfaces und damit Bedienteil und das Funkgerät in unterschiedlichen Netzmerksegmenten liegen, die durch einen Router verbunden werden.
Verbindung über das Internet (DSL) Major 5a Bedienstelle IP Interface Ethernet Switch DSL-Router DSL-Splitter Verbindung über das Internet DSL-Splitter DSL-Router Funkgerät IP-Interface Ethernet Switch Diese Konfiguration zeigt die Komponenten, die bei einer Anschaltung mit Internetverbindung auf- treten können. Dabei können, je nach Netzwerkanforderung die Ethernet Switches vorhanden oder auch nicht vorhanden sein.
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Die Einrichtung ist in diesem Fall etwas komplexer, da in der hier vorliegenden Konfiguration die DSL-Router in die Überlegungen mit einzubeziehen sind. Der Router hat im wesentlichen zwei Aufgaben. Erstens baut er die Verbindung zum DSL-Anbieter auf. Zweitens nimmt er die Daten vom lokalen IP-Interface entgegen und versendet sie über das Internet an seine Gegenstelle.
Verbindung über das Internet (DSL) mit VPN-Tunnel Diese Verbindung sieht vom Prinzip zunächst genauso aus, wie die im vorhergehenden Abschnitt dargestellte Variante. Allerdings wird über das Internet ein sogenannter VPN-Tunnel (Virtual Private Network) hergestellt. Dies ist die sicherste Verbindung über das Internet, da sie nur von den beteiligten Geräten „eingesehen“...
Die Einstellung der FT636 IP-Interfaces könnte dann so aussehen. Bediengeräteseite Funkgeräteseite Lokale IP-Adress 192.168.0.2 192.168.1.2 Ziel IP-Adresse 192.168.1.2 192.168.0.2 Netzmaske 255.255.255.0 255.255.255.0 Gateway 192.168.0.1 192.168.1.1 Auf die Konfiguration der, das Internet betreffenden VPN-Einstellungen im Router kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Es gibt hier von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Vorge- hensweisen, obwohl es sich immer um dieselben, standardisierten Einstellmöglichkeiten handelt.
Technische Daten Betriebsspannung 12 V Stromaufnahme ca. 300 mA Gewicht ca. 525 g Abmessungen B x T x H 104 x 44 x 175 mm Eingangsimpedanz Funk 600 Ohm Ausgangsimpedanz Funk 600 Ohm Ausgangspegel Funk -30 ... +3 dBm, Voreinstellung -10 dBm Eingangspegel Funk -22 ...
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Revisionsvermerk Durchgeführte Änderungen sind in diesem Abschnitt nur stichwortartig aufgeführt. Für detaillierte Informationen lesen Sie bitte die entsprechenden Kapitel. 30.04.2009 Neu Konfigurationsoberfläche 04.05.2009 Abgleichanweisung ergänzt 25.05.2009 Kabelbeschreibung FT636 <--> Major 02.06.2009 Registerkonfiguration für 2-Draht-Anschaltung 14.06.2009 Potikonfiguration ergänzt (Durchschaltung NF) 26.06.2009 Web Interface auf die neueste Version geändert 30.06.2009 Konfiguration 2-Draht-Anschaltung eingefügt...