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Doepke DCT A Montage- Und Bedienungsanleitung

Differenzstromwandler
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Doepke
DE EN
Montage- und Bedienungsanleitung
für Differenzstromwandler DCT A
Diese Montage- und Bedienungsanleitung richtet sich an die Elektro-
fachkraft. Aufgrund erheblicher Gefährdungspotenziale ist der Einbau
von Geräten dieser Art nicht für den elektrotechnischen Laien geeig-
net. Die Montage- und Bedienungsanleitung ist aufzubewahren, um
ein späteres Nachschlagen zu ermöglichen. Der Betreiber der elektri-
schen Anlage ist über die Anwendung und Funktion dieses Schutzge-
rätes aufzuklären.
Anwendungs- und Warnhinweise
Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, sind folgende Hinweise und Warn-
vermerke zu beachten:
1. Geräte mit sichtbaren Beschädigungen dürfen weder montiert noch verwendet
werden.
2. Werden die Geräte in einer vom bestimmungsgemäßen Gebrauch abweichenden
Art verwendet, kann dies Sach- sowie Personenschäden zur Folge haben.
3. Bei bestimmungswidrigen Eingriffen und Veränderungen am Gerät erlischt der
Gewährleistungsanspruch.
4. Die Entsorgung obliegt den gesetzlichen Regelungen der Europäischen Union
(WEEE/ElektroG).
Weitere Informationen und Datenblätter finden Sie auf www.doepke.de über die
Artikel nummer oder Produktbezeichnung.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Die Differenzstromwandler der Baureihe DCT A sind Komponenten der modularen
Differenzstromschutz- und -überwachungseinrichtungen nach DIN IEC 60947-2-M
und DIN EN 62020. Sie dienen ausschließlich zur Erfassung von Differenzströ-
men. Die Anzeige und Meldung erfolgt durch die separat erhältlichen Steuerre-
lais DMRCD 1 A und DRCM 1 A. Mit dem DMRCD 1 A wird bei Isolationsfehlern der
„Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung" in Verbindung mit
einer separaten externen Abschaltvorrichtung gewährleistet. Mit dem DRCM 1 A
wird eine elektrische Installation oder ein Stromkreis auf das Auftreten eines Diffe-
renzstroms überwacht und dieser durch einen Alarm angezeigt, wenn ein festgeleg-
ter Wert überschritten wird.
Der Wandler DCT A erfasst alle durch ihn zum Verbraucher fließenden Ströme. Im
fehlerfreien Betrieb ergibt die Summe der Augenblickswerte dieser Ströme null.
Kommt es durch einen Isolationsfehler hinter dem Wandler zu einem Ableitstrom,
führt dies zu einem proportionalen Signal im Wandler, das vom Steuer-/Melderelais
zur Auswertung genutzt wird. Die Nutzung des Wandlers ohne zugehörige Auswer-
teeinheit ist nicht möglich.
Elektrischer Anschluss und Montage
Die Sicherheits- und Einbauhinweise des Herstellers sind zu beachten. Die Klemmen
1 und 2 des Differenzstromwandlers werden an die Klemmen k und l des Auswertege-
rätes angeschlossen. Die Installation darf nur durch eine autorisierte Fachkraft erfol-
gen, die mit den einschlägigen Errichtungsbestimmungen vertraut ist. Beachten Sie
bei der Montage die nationalen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen.
Die Geräte sind für den lageunabhängigen Einbau in Energieverteilern oder Anlagen
im trockenen Innenbereich vorgesehen. Die Befestigung erfolgt auf tragfähigen Un-
tergründen bzw. einer Montageplatte mittels der vorhandenen Gehäuseanschraub-
punkte. Überwachte Leitungen müssen mindestens mit einer für die Bemessungs-
spannung ausgelegten Basisisolation ausgestattet sein.
Die Wandler dürfen als Durchsteckwandler nur mit isolierten Kabel- und Leitungs-
systemen betrieben werden. Alle aktiven Leiter müssen durch den Wandler geführt
werden. Die Durchsteckrichtung ist dabei beliebig. Der Schutzleiter ist kein aktiver
Leiter. Wird keine Mantelleitung überwacht, müssen die Einzeladern eng gebündelt
und zentrisch durch den Wandler geführt werden, da sonst die Neigung zu Fehlaus-
lösungen erhöht wird.
Der Wandlerinnendurchmesser muss mindestens um Faktor 1,5 größer gewählt wer-
den als der Außendurchmesser der durchgeführten Leitung(en). Die überwachte(n)
Leitung(en) müssen mechanisch derart fixiert werden, dass keine mechanische
Belastung auf den Wandler wirkt. Andere, nicht durch den Wandler geführte Stark-
stromleitungen müssen mindestens 20 cm Abstand zum Wandler einhalten, um die
Gefahr von Fehlauslösungen durch Fremdmagnetfelder zu reduzieren. Die Wandler-
leitung zum Steuer-/Melderelais ist wie eine Signalleitung zu behandeln. Die Adern
müssen stets verdrillt verlegt werden.
Vermeiden Sie aus EMV-Gründen eine parallele Führung von Starkstrom- und Wand-
lerleitung. Kreuzungen sind im 90°-Winkel vorzunehmen und ein Abstand von min-
destens 15 mm ist einzuhalten. Ein Wandler darf jeweils nur mit einem Steuer- bzw.
Melderelais verbunden werden.Der jeweilige Bemessungsstrom I
spiegelt nicht den tatsächlich erlaubten Laststrom wider. Dieser kann das Sechsfa-
3932178 | 04/2019 | Doepke Schaltgeräte GmbH, Stellmacherstraße 11, D-26506 Norden
che betragen (6 x I
Laststrom so genannte Symmetriefehler, die sich auf die Genauigkeit der Ansprech-
schwelle auswirken. Beim sechsfachen Bemessungsstrom würde das Relais auch
ohne Differenzstrom kurz vor Auslösung stehen. Die so bestimmte Angabe des Be-
messungsstroms soll gewährleisten, dass z. B. der Anlauf eines Motors nicht zu einer
Fehlauslösung führt.
Gefahr durch Offenspannung
Eine Gefahr durch hohe Spannungsspitzen bei Berührung der offenen Klemmen im
sogenannten „Offenbetrieb" ist durch die integrierte Schutzdiode ausgeschlossen.
Im Wandler kann es somit nicht zu Durchschlägen und Überschlägen zwischen den
Klemmen kommen.
Gefahr der Nichtauslösung
Wenn Differenzströme mit Frequenzen ≠ 50 / 60 Hz zu erwarten sind (mehrphasig be-
triebene elektronische Betriebsmittel wie z. B. Frequenzumrichter (FU)), kann eine
korrekte Anzeige und Meldung eines Differenzstroms mit Frequenzen ≠ 50 / 60 Hz
nicht gewährleistet werden.
Gewährleistung
Für fachgerecht montierte, unveränderte Geräte gilt ab Kauf durch den Endverbrau-
cher die gesetzliche Gewährleistungsfrist. Die Gewährleistung bezieht sich nicht auf
Transportschäden sowie Schäden, die durch Kurzschluss, Überlastung oder bestim-
mungswidrigen Gebrauch entstanden sind. Bei Fertigungs- und Materialfehlern, die
innerhalb der Gewährleistungsfrist erkannt werden, leistet unser Werk kostenlos
Reparatur oder Ersatz. Der Gewährleistungsanspruch erlischt, wenn das Gerät un-
befugt geöffnet wurde.
Technische Daten
Differenzstromwandler DCT A
Anwendungsbereich
Bemessungsfrequenz
Differenzstromerfassungscharakteristik
Nenn-Ansprechdifferenzstrom I
am Auswertegerät einstellbar
Bemessungsspannung U
Bemessungsstoßspannungsfestigkeit
U
imp
Max. Überstrom bzgl. Nichtauslösung
Bemessungs-Kurzschlussdifferenzstrom
I
Δc
Wandlerzuleitung zum Auswertegerät
Therm. Dauer-Differenzstrom I
Therm. Bemessungs-
Kurzzeitdifferenzstrom I
Bemessungs-Stoßdifferenzstrom I
Art / Querschnitt der Anschlussklemmen
Anzugsdrehmoment
Schutzart (Klemmen)
Artikelnummer
Wandlertypenbezeichnung DCT A-...
Wandlerinnendurchmesser
Max. zul.
Außendurchmesser der Leitung(en)
Bemessungsstrom I
Gehäusematerial / Gebrauchslage
Schutzart (Gehäuse)
Betriebstemperaturbereich
Lagertemperaturbereich
Bauvorschriften / Prüfzeichen
DMRCD 1 A
DRCM 1 A
des Gerätes
n
). Hintergrund: Durch physikalische Effekte erzeugt ein hoher
n
Erfassung von Differenzströmen des
Typs A in elektrotechnischen Anlagen
mit geerdeten Netzen mit isolierten
Kabelsystemen; nur in Verbindung mit
Relais DRCM 1 A oder DMRCD 1 A
Typ A / AC und pulsierender
Gleichfehlerstrom 50 - 60 Hz
Δn
n
max. 10 m PVC-Einzelader verdrillt:
LiY 0,5 mm² oder mindestens
gleichwertige Bauart mit der
Zulassung für den Einsatz in
Niederspannungsschaltanlagen
cth
th
dyn
Klemmen
Schraubklemme mit Zugbügel / 0,2 mm²
mit Aderendhülse bzw. 4 mm² starr
sonstige Daten
09 340 ...
320
20
20 mm
13 mm
50 A
n
Polycarbonat / beliebig
DIN EN 62020 | DIN EN 60947-2-M |
Auswertegeräte
50 - 60 Hz
30 mA - 3000 mA
690 V
8 kV
6 x In
10 kA
1,5 x I
n
10 x I
(für 1 s)
n
25 x I
n
0,25 Nm
IP 20
321
322
323
35
70
105
35 mm
70 mm
105 mm
23 mm
46 mm
70 mm
125 A
200 A
250 A
IP 40
-25 °C bis +65 °C
-40 °C bis +85 °C
DIN EN 61869-2
09 340 350
09 340 250
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Inhaltszusammenfassung für Doepke DCT A

  • Seite 1 Bemessungsspannung U 690 V Bemessungsstoßspannungsfestigkeit 8 kV Der Wandler DCT A erfasst alle durch ihn zum Verbraucher fließenden Ströme. Im fehlerfreien Betrieb ergibt die Summe der Augenblickswerte dieser Ströme null. Max. Überstrom bzgl. Nichtauslösung 6 x In Kommt es durch einen Isolationsfehler hinter dem Wandler zu einem Ableitstrom, Bemessungs-Kurzschlussdifferenzstrom führt dies zu einem proportionalen Signal im Wandler, das vom Steuer-/Melderelais...