Übertrager aus eigener Fertigung verarbeitet. Auf Potentiometer wurde von uns ganz bewusst vollständig verzichtet. Dies soll Ihnen als Anwender die Gewissheit geben, dass wir von den TOMO Audiolabs alles getan haben, um Ihnen die bestmögliche Audioqualität zu bieten.
Sicherheitshinweise und Installation Sicherheitshinweise Bei der Benutzung von LISA sind die folgenden Sicherheitshinweise zu beachten! Achtung! Gefahr eines elektrischen Schlags! • Das Gerät enthält keine vom Anwender zu wartenden Teile und darf nur von autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden. • Prüfen Sie vor dem Einschalten, ob die lokale Netzspannung mit der des Gerätes übereinstimmt.
Sie im Kapitel 'Gainstaging' ab Seite 22. Rackmontage Um LISA in einem 19“ Standardrack befestigen zu können, müssen zunächst die mitgelieferten Rackwinkel an beiden Geräteseiten montiert werden. Verwenden Sie immer alle 6 beigelegten Schrauben und ziehen Sie diese fest an.
Überblick Überblick LISA ist ein dynamischer Equalizer, dessen genereller Aufbau sich schon in den Grundlagen von anderen Designs unterscheidet. Das Eingangssignal durchläuft zunächst einen mit hochwertigen Übertragern bestückten Eingangsverstärker und wird anschließend in sechs Wege gesplittet, die jeweils eines der sechs Filterbänder speisen. Anschließend werden alle Bänder wieder zu einer Summe zusammen gemischt, abermals verstärkt und am Ausgang...
Funktionen Eingangssektion Aktiviert eine Mitte-Seite-Codierung. In diesem Modus bearbeitet Kanal 1 das Mittensignal und Kanal 2 das Seitensignal. Hinweis: An den Eingängen muss auch in diesem Modus ein uncodiertes Stereosignal anliegen. Die Ausgänge liefern ein bereits decodiertes Stereosignal. Tipps zur Arbeit mit dem MS-Modus finden Sie in den Abschnitten 'MS-Technik' und 'MS-Bearbeitung' ab Seite 35.
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Funktionen LINK Mit der LINK-Taste werden die Detektoren beider Kanäle verknüpft. Dies funktioniert auch im MS-Modus. Hinweis: Eine vollständige Beschreibung dieser Funktion finden Sie im Kapitel 'Stereo-Verlinkung' ab Seite 34. Achtung: Unterschiedliche Einstellungen der Threshold-, Ratio- und Zeitregler beider Kanäle haben weiterhin Einfluss auf die Bearbeitung. Die LINK-Funktion dient nicht der Verknüpfung der einzelnen Parameter, sondern nur der Zusammenschaltung der Detektorwege.
Funktionen Band 1 – LO BOOST FILTER BAND ON Aktiviert das Filterband und schaltet es in den Signalweg. GAIN (Band 1) Regelt die Verstärkung des LO BOOST-Bandes. Hinweis: Zwischen Neutralstellung und Stufe 6 kann die Anhebung in Schritten von einem halben Dezibel geschaltet werden. Im Bereich oberhalb von +6 dB steigt die Verstärkung zwischen den einzelnen Stufen an.
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Funktionen FREQUENCY / Hz Regelt die Ansatzfrequenz, unterhalb derer das Filterband eine Anhebung verursacht. Hinweis: Die angegebene Frequenz stellt den sogenannten 3 dB-Punkt dar. Die Beeinflussung des Signals beginnt bereits oberhalb der eingestellten Grenzfrequenz. DYNAMICS ON Aktiviert die Dynamikfunktion des Filterbandes. Hinweis: Wird die Dynamikfunktion des Bandes nicht aktiviert, verhält es sich wie ein klassischer Equalizer mit statischer Anhebung/Absenkung.
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Funktionen Hinweis: Der erste Buchstabe der Abkürzungen steht für den Wert der Attackzeit, der zweite für den Wert der Releasezeit. Beispiel: SM = Slow (Attack) Medium (Release) Fast Schnell M Medium Mittel Slow Langsam THRESHOLD Regelt die Pegelschwelle ab der eine Dynamikbearbeitung stattfindet. Achtung: Die jeweiligen Thresholdwerte sind in ihrem Absolutwert vom Threshold-Korrekturregler in der Ausgangssektion abhängig!
Funktionen Band 2 bis 5 – LO, LO MID, HI MID, HI BOOST / CUT Schaltet den GAIN-Regler zwischen Anhebung und Absenkung um. Gedrückt: Anhebung Nicht gedrückt: Absenkung GAIN (Band 2 bis 5) Regelt die Anhebung oder Absenkung des jeweiligen Bandes. Hinweis: Zwischen Neutralstellung und Stufe 6 kann die Anhebung/Absenkung in Schritten von einem halben Dezibel geschaltet werden.
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Funktionen Q-Faktor Bandbreite (gerundet) in musikalischen Intervallen 3 Oktaven 1,3 Oktaven (4 Terzen) ~ 2 Terzen > 1 Terz > Ganzton Hinweis: Der Q-Drehknopf von Band 2 gestattet zudem, das Band in einen Low-Shelving-Modus umzuschalten. Q (Band 3 und 4) Der Q-Drehknopf der Bänder 3 und 4 entspricht dem von Band 2, bietet jedoch nicht die Möglichkeit das Band in den Shelving-Modus zu schalten.
Funktionen Band 6 – HI BOOST SLOPE HI Ist diese Funktion deaktiviert, arbeitet das Band als klassisches Höhen-Shelving-Filter mit einer weichen Filterkurve ohne Überschwinger. Bei gedrückter Taste erhält die Kurve eine höhere Steilheit. Vor der beginnenden Anhebung weist die Kurve einen Überschwinger in den negativen Bereich auf.
Funktionen Ausgangssektion DRY MUTE Schaltet den parallelen Direktweg, auf dem das unbearbeitete, trockene Audiosignal läuft, stumm. Taste gedrückt (leuchtet): Direktweg stumm Taste nicht gedrückt (dunkel): Direktweg aktiv CH 1 IN Aktiviert den Kanal 1. Taste gedrückt (leuchtet): Kanal in Betrieb Taste nicht gedrückt (dunkel): Bypass Hinweis: Diese Funktion arbeitet als Hardwire-Bypass.
Funktionen DRY LEVEL Hiermit wird dem Ausgangssignal das unbearbeitete Trockensignal beigemischt. Hinweis: Dieser Regler hat keinen Einfluss, wenn das Trockensignal über die DRY MUTE-Taste deaktiviert wurde. MASTER THRESHOLD Verschiebt die einzelnen Thresholds aller sechs Bänder um den eingestellten Wert nach oben oder unten. Pro Schritt werden die Thresholds um ca. 3 dB nach oben oder unten verschoben.
Anwendung Gainstaging Beim Verbinden von mehreren Geräten sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte mit aufeinander abgestimmten Pegelbereichen arbeiten. Aus der Praxis ist Ihnen sicher bekannt, dass alle tontechnischen Geräte einen oberen und unteren Grenzwert besitzen, bei deren Überschreitung die Audioqualität zu leiden beginnt.
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Anwendung • Geben Sie einen Sinuspegelton auf die Ausgänge des Digital-Analog- Wandlers. Dieser sollte die folgenden Werte aufweisen: Wellenform: Sinus Frequenz: 1 kHz Pegel: -0,5 dBFS (fast Vollaussteuerung) • Der digitale Maximalpegel soll nun jeweils knapp unter die Verzerrungsgrenzen der Analoggeräte (0,5 dB unterhalb) gelegt werden. Der benötigte Headroom kann anschließend durch Reduktion des Digitalpegels errreicht werden.
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Anwendung +23 dBu +17 dBu +4 dBu Analogpegel bei -18 dBFS Digitalaussteuerung: Analogpegel am Ausgang des D/A-Wandlers Analogpegel am Eingang des Equalizers Analogpegel am Eingang des Kompressors Analogpegel am Eingang des A/D-Wandlers 0 dBu Eingangspegel sollten wieder -18 dBFS entsprechen 18 dB Systemheadroom •...
Anwendung Anwendungshinweise Um eine grundlegende Arbeitsweise mit LISA darzustellen, werden wir nun Schritt für Schritt in die Funktionen einsteigen. Dazu finden Sie auf den folgenden Seite Kurzanleitungen mit genauer Beschreibung der Vorgehensweise. Diese dienen als Startpunkte für eigene Experimente und sollen nicht als endgültige Erklärungen verstanden werden.
Bearbeitung zu hören, ohne dass das Originalsignal beigemischt wurde. Dies ist mit Equalizern und Filtern sonst nicht möglich, da diese mit dem Originalsignal in eine Reihe geschaltet sind. Da LISA jedoch mit parallel laufenden Filtern arbeitet, kann an deren Ausgang in das reine Filtersignal hinein gehört werden. Um dies zu demonstrieren, gehen Sie folgendermaßen vor:...
Dynamikbearbeitung immer wirkt, auch wenn das Ausgangssignal seiner einzelnen Bänder weder angehoben noch abgesenkt wird. Wir haben auch einmal das Experiment gemacht, in wie weit es für LISA möglich ist, die Funktion eines Multibandkompressors zu simulieren. Die Vorgehensweise hierfür finden Sie auf Seite 31.
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Anwendung • Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches ein sehr dynamisches Basssignal enthält. Besonders geeignet sind hier vor allem Jazzstücke mit einem dynamisch gespielten Kontrabass. • Drücken Sie die Taste DRY MUTE. • Aktivieren Sie das Band LO.
Anwendung Einfache Expansion Die dynamische Bearbeitung der einzelnen Filterbänder kann zwischen Kompression und Expansion umgeschaltet werden. Dabei handelt es sich um UPWARD-EXPANSION. Diese ist nicht zu verwechseln mit der Arbeit eines Gates, welches in seiner Expanderfunktion als downward Expander arbeitet! Das bedeutet, dass die Filterung in ihrer Wirkung verstärkt wird, sobald das Signal die eingestellte THRESHOLD überschreitet.
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Anwendung • Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches sehr dynamische Signalspitzen besitzt. Besonders geeignet sind hier vor allem Musikstücke mit einem sehr dominanten und dynamisch gespielten Schlagzeug. Für dieses Beispiel wird die Signalspitze einer Snaredrum angenommen.
Anwendung Multibandkompressor-simulation Obwohl es zu den eher kuriosen Anwendungen gehört, soll hier beschrieben werden, wie LISA als Zweibandkompressor arbeitet. Auch diese Einstellungen sollen als Startpunkt für eigene Experimente verstanden werden. • Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA.
Club-Musik genutzt, um die Basslinie oder die gesamte Signalsumme durch die Kickdrum modulieren zu lassen. Das Ergebnis ist ein stark pumpender Effekt. Die Möglichkeiten von LISA erlauben dem Nutzer die Anwendung als frequenzselektiver Ducker, aber auch viele andere, neuartige Dynamikeffekte.
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Anwendung • Senken Sie nun den THRESHOLD-Regler von Kanal 1 Schritt für Schritt ab und hören Sie genau hin, wie die immer stärker in den Vordergrund tretende Snare das Anschlaggeräusch des Basses in den Hintergrund drängt. • Schalten Sie das Filter von Kanal 2 ebenfalls in den BOOST-Modus. •...
Alle Parameter können unabhängig voneinander in beiden Kanälen völlig unterschiedliche Aufgaben bei der Klangbearbeitung übernehmen. Eine der besonderen Stärken von LISA liegt natürlich in der Bearbeitung von Stereosignalen. Hierfür bietet LISA die Option der Stereo-Verlinkung. Im Gegensatz zu anderen Designs schaltet diese Option keinen der Kanäle in einen Regler-Mastermodus.
Mitte = Links + Rechts Seite = Links – Rechts LISA kann jedoch nicht als MS-Kodierer genutzt werden. Die eingebaute MS-Matrix ist nur für die interne Bearbeitung gedacht. Bevor das Signal an den Ausgängen ausgegeben wird, findet die Rückwandlung des Signals in ein klassisches Stereosignal statt.
Zeit in Experimente zu investieren, da die Bearbeitungen im MS-Betrieb enorme Möglichkeiten bieten. • Geben Sie Programmmaterial auf die Eingänge von LISA, welches das Stereopanorama möglichst stark ausnutzt. • Setzen Sie die beiden OUTPUT GAIN-Regler auf den gleichen Wert.
Appendix Garantieerklärung Für LISA gilt, wie für alle Produkte der TOMO Audiolabs, die gesetzliche Gewährleistungspflicht. Darüber hinaus gewähren die TOMO Audiolabs eine zusätzliche Garantie auf Mängel, die auf Produktions- oder Materialfehler zurückzuführen sind. Diese Garantie gilt für 2 Jahre. Die Frist beginnt mit dem Kaufdatum auf der Kaufrechnung.