Inhaltsverzeichnis Allgemeines Allgemeines Bitte lesen Sie diese Betriebsanleitung sorgfältig und vollständig vor der ersten Inbetrieb- nahme des Wellennaglers SC25 durch. Beachten Sie bitte besonders die Sicher- heitshinweise in Kapitel 2. Diese Betriebsanleitung muß für jeden Anwender stets griffbereit sein. Alle in dieser Betriebsanleitung genannten Positionsnummern (z.B. „Auslöser (3)“) bezie- hen sich auf die Abbildung auf Seite 2. Einsatzbereich Der Wellennagler SC25 dient • der Herstellung flächiger Verbindungen bei der Produktion tafelartiger Bauteile • der Befestigung von Zargen oder Rahmen und • der Herstellung von Eckverbindungen bei der Fertigung von Rahmen durch das Eintreiben von Klammern in die zu verbindenen Bauteile (bestimmungsgemäße Verwendung). Jede andere Verwendung ist unzulässig. Technische Daten SC25 Bezeichnung Teile-Nummer E612000 Gewicht [kg] Abmessungen (H x B x L) [mm] 370 x 112 x 350 Auslöseart Einzelauslösung mit Auslösesicherung Antriebsenergie Druckluft Druckluftanschluß...
Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Verwendete Symbole Gefahr Nichtbeachten dieses Warnhinweises kann zu schweren Verletzungen oder Tod führen. Warnung Nichtbeachten dieses Warnhinweises kann zu leichten Verletzungen oder schweren Sachschäden führen. Vorsicht Nichtbeachten dieses Warnhinweises kann zu leichtem Sachschaden führen. Gehörschutz Tragen Sie einen Gehörschutz. Augenschutz Tragen Sie einen Augenschutz. Normen und Richtlinien Für Eintreibgeräte wie den Wellennagler SC25 gilt die europäische Richtlinie DIN EN 792 „Handgehaltene nicht-elektrische Maschinen, Sicherheitsanforderungen“, Teil 13: „Eintreibgeräte“. Bitte beachten Sie stets im Interesse Ihrer Arbeitssicherheit die folgenden Anforderungen dieser Richtlinie: • In Eintreibgeräten dürfen nur diejenigen Eintreibgegenstände verabeitet werden, die in der zugehörigen Betriebsanleitung aufgeführt sind (siehe Kap. 1.2: „Technische Da- ten“). Eintreibgeräte und die in der Betriebsanleitung bezeichneten Eintreibgegenstände sind als sicherheitstechnisches System anzusehen. • Für den Anschluß an die Druckluftquelle müssen Schnellkupplungen verwendet wer- den. Der unverschließbare Nippel (11) muß am Eintreibgerät angebracht sein, so daß nach dem Trennen keine Druckluft mehr im Gerät vorhanden ist. • Sauerstoff oder brennbare Gase dürfen nicht als Energiequelle für druckluftbetriebene Eintreibgeräte verwendet werden. • Eintreibgeräte dürfen nur an Leitungen angeschlossen werden, bei denen der maxi- mal zulässige Betriebsdruck um nicht mehr als 10 % überschritten werden kann. Bei höheren Drücken muß ein Druckregelventil (Druckminderer) mit nachgeschaltetem Druckbegrenzungsventil in die Druckluftleitung eingebaut werden.
Sicherheitshinweise staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Rege- lungen der Technik soweit vertraut ist, daß er den arbeitssicheren Zustand von Eintreib- geräten beurteilen kann. Weitere Hinweise zur Arbeitssicherheit • Überschreiten Sie niemals den max. zulässigen Betriebsdruck (8,3 bar). Überhöhter Druck kann zur Zerstörung des Gerätes und dadurch zur Gefährdung von Personen führen. • Richten Sie ein betriebsbereites Eintreibgerät niemals gegen sich selbst oder andere Personen. • Halten Sie das Eintreibgerät beim Arbeiten so, daß Kopf und Körper bei einem mög- lichen Rückstoß infolge einer Störung der Energieversorgung oder harten Stellen im Werkstück nicht verletzt werden können. • Lösen Sie das Eintreibgerät niemals im freien Raum aus. Sie vermeiden dadurch Ge- fahren durch frei fliegende Eintreibgegenstände und Überbeanspruchung des Eintreib- gerätes. • Trennen Sie das Eintreibgerät bei jedem Transport von der Druckquelle. Das ist be- sonders wichtig, wenn Sie Leitern verwenden oder sich in ungewohnter Körperhaltung bewegen. • Tragen Sie das Eintreibgerät immer am Griff und niemals mit betätigtem Auslöser. • Achten Sie auf die Arbeitsplatzverhältnisse. Eintreibgeräte können dünne Werkstücke durchschlagen oder beim Arbeiten an Ecken und Kanten von Werkstücken abgleiten und dabei Personen gefährden.
Betrieb Betrieb Spezielle Sicherheitshinweise • Prüfen Sie vor jedem Arbeitsbeginn die einwandfreie Funktion der Sicherheits- und Auslöseeinrichtungen und den festen Sitz aller Schrauben und Muttern. • Führen Sie keine Manipulationen am Eintreibgerät durch. • Demontieren oder blockieren Sie keine Teile des Eintreibgerätes. Das gilt besonders für die Auslösesicherung! • Führen Sie keine „Notreparaturen“ mit ungeeigneten Mitteln durch. • Sorgen Sie für eine regelmäßige und sachgerechte Wartung des Eintreibgerätes. • Vermeiden Sie jegliche Schwächung und Beschädigung des Eintreibgerätes, z.B. durch Einschlagen oder Eingravieren vom Hersteller nicht zugelassene Umbaumaßnahmen Führen an Schablonen aus hartem Material (z.B. Stahl) Fallenlassen oder Schieben über den Fußboden Benutzung als Hammer jede Art der Gewalteinwirkung. Anschluß an die Druckluftversorgung 3.2.1 Anforderungen an die Druckluftversorgung Für einen einwandfreien Betrieb des Eintreibgerätes ist gefilterte, trockene, geölte Druck- luft in ausreichender Menge (siehe Kap. 1.2, „Technische Daten“) erforderlich. Beachten Sie bei der Auswahl der Druckluftversorgung folgende Punkte: •...
Betrieb 3.2.3 Anschluß Führen Sie zum Anschluß des Eintreibgerätes an die Druckluftversorgung folgende Schritte durch: Vergewissern Sie sich, daß der Druck der Druckluftanlage den zulässigen Betriebs- druck des Eintreibgerätes (8,3 bar) nicht überschreitet. Stellen Sie den Luftdruck auf den unteren Wert des empfohlenen Betriebsdruckes (6 bar) ein. Entleeren Sie das Magazin, um zu verhindern, daß bei den folgenden Schritten ein Eintreibgegenstand ausgestoßen wird. Das könnte passieren, wenn sich durch vorangegangene Wartungs- oder Reparaturarbeiten oder durch Transport Teile des Eintreibgerätes nicht in Ausgangsstellung befinden. Verbinden Sie den Anschlußnippel (11) des Eintreibgerätes durch einen mit Schnell- kupplungen ausgerüsteten Schlauch mit der Druckluftversorgung. Prüfen Sie die einwandfreie Funktion des Eintreibgerätes. Setzen Sie es dazu mit der Mündung auf ein Stück Holz oder Holzwerkstoff auf. Betä- tigen Sie ein- oder zweimal den Auslöser. Befüllen des Magazins Gefahr Bei der Verwendung ungeeigneter Eintreibgegenstände kann ein sicherer Betrieb nicht gewährleistet werden. Verwenden Sie deshalb ausschließlich vom Hersteller freigege- bene Eintreibgegenstände (siehe Kap. 1.2, „Technische Daten“). Info Die Farbmarkierungen auf den Wellenstreifen müssen immer oben und gleichgerichtet (z. B. rechts) sein. Bei unvollständigen Wellenstreifen dürfen benachbarte Wellennägel nicht ineinander greifen. Falsch eingelegte Wellenstreifen führen zu einem Verklemmen des Eintreibgerätes. Führen Sie zum Befüllen des Magazins folgende Arbeitsschritte durch: Halten Sie das Eintreibgerät so, daß die Mündung weder auf den eigenen Körper noch den anderer Personen gerichtet ist. Stellen Sie sicher, daß Auslösesicherung (5) und Auslöser (3) nicht gedrückt sind. Schieben Sie den Wellenstreifen durch die Magazinöffnung (10) über die Magazin- sperre (9) in das Magazin. Ziehen Sie den Klammerschieber (4) zurück, bis er hinter dem letzten Wellennagel einrastet.
Betrieb Handhabung im Betrieb Warnung Beachten Sie bei der Handhabung des Eintreibgerätes stets die folgenden Sicherheits- hinweise: • Seitlich der Mündung treten durch die Formgebung des Eintreibgerätes die Wellennä- gel und der Treiber aus der Führung aus. Führen Sie daher das Eintreibgerät niemals mit den Fingern im Bereich der Mündung! • Vermeiden Sie ein Auslösen des Eintreibgerätes bei leerem Magazin. • Trennen Sie ein defektes oder nicht einwandfrei arbeitendes Eintreibgerät sofort von der Druckluftversorgung. Übergeben Sie es einem Sachkundigen zur Prüfung und/ oder Instandsetzung. • Trennen Sie das Eintreibgerät bei längeren Arbeitspausen oder Arbeitsende von der Druckluftversorgung. Entleeren Sie möglichst auch das Magazin. • Schützen Sie alle Druckluftleitungen und -anschlüsse vor Verschmutzung. Das Eindringen von Staub, Spänen, Sand etc. führt zu Beschädigungen des Eintreib- gerätes und der Kupplungen. Führen Sie zum Einsatz des Eintreibgerätes folgende Arbeitsschritte durch: Stellen Sie den Betriebsdruck auf einen mittleren Wert (ca. 7 bar) ein. Setzen Sie das betriebsbereite Eintreibgerät auf das Werkstück auf. Betätigen Sie den Auslöser. Prüfen Sie, ob der Eintreibgegenstand wie gewünscht eingetrieben wurde. Ist das nicht der Fall, erhöhen oder verringern Sie den Betriebsdruck in Schritten von 0,5 bar, bis das Ergebnis zufriedenstellt (größerer Druck = erhöhte Eintreibekraft). Info Bemühen Sie sich stets, mit dem geringstmöglichen Betriebsdruck zu arbeiten. Dadurch haben Sie folgende Vorteile: • Sie sparen Energie. • Sie verringern den Geräuschpegel. • Sie reduzieren den Verschleiß des Eintreibgerätes. 3.4.1 Herstellen von Eckverbindungen Legen Sie die Klammerführung an das durchlaufen-...
Betrieb Beseitigen von Verklemmungen Warnung Beachten Sie beim Beseitigen von Verklemmungen stets folgende Sicherheitshinweise: • Trennen Sie das Eintreibgerät von der Druckluftversorgung. • Entleeren Sie das Magazin. • Beim erneuten Anschließen an die Druckluftversorgung darf sich kein Eintreibgegen- stand im Eintreibgerät befinden. Führen Sie zum Beseitigen von Verklemmungen folgende Arbeitsschritte durch: Lösen Sie die Schrauben (8) der Frontklappe (7). Schieben Sie die Frontklappe (7) nach unten. Nehmen Sie die Frontklappe ab. Entfernen Sie den verklemmten Wellennagel. Setzen Sie die Frontklappe (7) bündig unterhalb der Frontplatte (6) auf. Verschrauben Sie die Frontklappe (7). Schließen Sie die Druckluftversorgung wieder an. Befüllen Sie das Magazin. Verändern des Abluftaustritts Durch Verdrehen des Luftabweisers (2) kann die Austrittsrichtung der Abluft verändert werden. Führen Sie zum Verändern des Abluftaustritts folgende Arbeitsschritte durch: Trennen Sie das Eintreibgerät von der Druckluftversorgung. Lösen Sie die Halbrundschraube (1). Dazu ist ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich, da das Gewinde der Halbrundschrau- be mit einer Sicherungspaste versehen ist. Drehen Sie den Luftabweiser (2) in die gewünschte Richtung. Ziehen Sie die Halbrundschraube (1) wieder fest. Schließen Sie die Druckluftversorgung wieder an. Wartung Warnung Beachten Sie bei der Wartung des Eintreibgerätes stets folgende Sicherheitshinweise: •...
Reparatur/Gewährleistung/Entsorgung Reparatur Warnung Durch provisorische oder unsachgemäße Reparaturen kann ein hohes Verletzungsrisiko entstehen. Reparaturen am Eintreibgerät dürfen deshalb ausschließlich durch vom Hersteller beauf- tragte Personen oder andere Sachkundige unter Verwendung von Original-POPPERS- Ersatzteilen durchgeführt werden. Gewährleistung Das Gerät wurde nach dem neuesten Stand der Technik entwickelt und hergestellt. Wir bieten dem Erstkäufer auf Funktion, Material und Verarbeitung eine Gewährleistung ent- sprechend den gesetzlichen Vorschriften. Ausgenommen ist normaler Verschleiß. Die Gewährleistung erlischt, wenn unsachgemäße Behandlung, Anwendung von Gewalt, Reparatur durch Dritte und Einbau anderer als Original-Ersatzteile feststellbar ist. Die Gewährleistung erstreckt sich auf Instandsetzung oder Umtausch nach unserer Wahl. Eine über unseren Lieferumfang hinausgehende Gewährleistung ist ausgeschlossen, da wir auf den sach- und fachgerechten Einsatz des Gerätes keinen Einfluß haben. Bitte beachten Sie unsere Geschäftsbedingungen! Entsorgung Führen Sie Gerät, Verpackung und Zubehör einer umweltgerechten Wiederverwertung (gemäß der Richtlinie 2002/96/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 27. Januar 2003) zu.
Konformitätserklärung Konformitätserklärung Konformitätserklärung KYOCERA SENCO Netherlands B.V. Pascallaan 88, 8212 NJ Lelystad, The Netherlands erklären in alleiniger Verantwortung, dass das Produkt Wellennagler SC25 (E612000) auf das sich diese Erklärung bezieht, im Lieferzustand mit den folgenden Normen oder normativen Dokumenten übereinstimmt: Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG)