Das Kommunikationsmodul ist eine Komponente des Systems 6000. Es kommuniziert über ein GSM-
Netzwerk. Es wird direkt im Gehäuse der Zentrale eingebaut und bietet die folgenden Möglichkeiten:
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SMS-Benachrichtigungen über Ereignisse (für bis zu 8 Telefonnummern)
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telefonische Benachrichtigungen über Ereignisse durch Sprachnachrichten (es können bis zu 7
Nachrichten für verschiedene Ereignisse aufgenommen werden)
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telefonische Fernsteuerung und Programmierung (durch Anruf und Nutzung der Sprachnavigation oder
SMS-Befehle)
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Datenübertragung an eine Alarmempfangsstelle (AES) – bis zu 2 AES
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Fernprogrammierung der AES über Internet
Das GSM-Kommunikationsmodul sollte nur von einem autorisierten Fachmann installiert werden.
1. Einbau in der Zentrale
Das Kommunikationsmodul muss zunächst wie folgt in der Zentrale des Systems 6000 eingebaut werden:
a) Die Zentrale muss ausgeschaltet sein (externe Spannungsversorgung und Batterie)
b) Befestigen Sie das Kommunikationsmodul mit Schrauben im Gehäuse der Zentrale, und verbinden Sie
sein Kabel mit der Hauptplatine.
c) Befestigen Sie die selbstklebende GSM-Antenne im Kunststoffgehäuse der Zentrale (sie kann an einem
geeigneten Ort angeklebt werden), und verbinden Sie die Antenne mit dem Kommunikationsmodul.
Warnung: Schalten Sie die Zentrale niemals ein, wenn die GSM-Antenne
nicht mit dem GSM-Modul verbunden ist. Dies führt zu ernsthaften Schäden!!!
Abb. 1 Kommunikationsmodul: 1. rote LED - signalisiert die Verbindung mit einem GSM-Netzwerk;
2. grüne LED - signalisiert den normalen Betriebsmodus; 3. Anschluss für Zentrale;
4. Anschluss für GSM-Antenne; 5. SIM-Karte
2. Erstes Einschalten des Kommunikationsmoduls
Wenn das Kommunikationsmodul in der Zentrale eingebaut und seine GSM-Antenne angeschlossen
wurde:
1. Halten Sie eine geeignete SIM-Karte bereit. Diese sollte aktiviert sein (überprüfen Sie zuerst in einem
Mobiltelefon, ob sie funktioniert). Die folgenden Dienste sollten für die SIM-Karte aktiviert sein: SMS,
Datenübertragung (GPRS), Telefonie und CLIP (Rufnummernerkennung). Falls die Karte beim
Einschalten des Telefons einen PIN-Code erfordert, deaktivieren Sie die PIN-Abfrage bei der ersten
Nutzung des Telefons. Das Kommunikationsmodul kann eine Prepaid-Karte nutzen, für eine
zuverlässige Funktion empfehlen wir allerdings eine Vertragskarte.
2. Legen Sie die SIM-Karte in das Kommunikationsmodul ein (drücken Sie den Rahmen des Kartenhalters
leicht nach oben, um ihn zu öffnen).
3. Schalten Sie die Zentrale ein (externe Stromversorgung und Batterie). Die rote LED des
Kommunikationsmoduls sollte aufleuchten (Registrierung im GSM-Netzwerk) und innerhalb einer
Minute erlöschen (Registrierung erfolgreich).
4. Wenn die rote LED nach einer Weile zu blinken anfängt, schalten Sie die Zentrale aus, legen Sie die
SIM-Karte in ein Mobiltelefon ein, und überprüfen Sie, ob sie sich an dem Ort, an dem die Zentrale
installiert ist, ohne PIN-Abfrage mit dem Netzwerk verbindet.
5. Schließen Sie die Abdeckung der Zentrale, das Alarmsystem sollte im Errichtermodus sein. Falls es nicht
im Errichtermodus ist, geben Sie bei unscharfem Alarmsystem den Errichtercode F0 (Werkseinstellung:
6060) ein.
6.
Geben Sie
99105
ein, um die Textmeldungen und Sprachnachrichten des Kommunikationsmoduls
auf Deutsch einzustellen.
888
7. Geben Sie
ein, um die GSM-Signalstärke zu messen (es sollte eine Zahl zwischen 0 und 9
angezeigt werden). Um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten, sollte die Stärke mindestens 3
betragen. Falls das Signal schwach ist, ändern Sie den Standort der Zentrale, oder versuchen Sie es mit
der SIM-Karte eines anderen GSM-Anbieters (die Nutzung einer hochempfindlichen oder direktionalen
GSM-Antenne wird nicht empfohlen, siehe Kapitel 6.2).
8. Ist die GSM-Signalstärke ausreichend, testen Sie die Funktionen des Kommunikationsmoduls
(Systemsteuerung per Mobiltelefon usw., siehe Kapitel 3.).
GSM-Kommunikationsmodul 6000GSM2
Warnung:
Falls das Gerät in der Nähe einer Landesgrenze mit schwankender Signalstärke installiert
wird, ist Roaming in einem ausländischen Netzwerk sehr wahrscheinlich. Deshalb empfehlen wir, die
Roaming-Funktion der SIM-Karte zu deaktivieren, um unnötig hohe Kommunikationskosten zu
vermeiden (Details erfahren Sie von Ihrem GSM-Anbieter).
3. Benutzerfunktionen des Kommunikationsmoduls
Der nachfolgende Text beschreibt alle Funktionen des Kommunikationsmoduls. Der Errichter muss dem
Endbenutzer zeigen, wie die Funktionen im jeweiligen System bedient werden.
3.1 Benachrichtigungen über Ereignisse an das Telefon des Benutzers
Das Kommunikationsmodul meldet Ereignisse im System 6000 per SMS und/oder Anruf mit
Sprachnachricht. Die Meldungen können an bis zu 8 Telefonnummern versendet werden. Die am
häufigsten genutzten Varianten der Meldung sind voreingestellt, können aber personalisiert werden.
Hinweise:
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Falls die Funktion genutzt wird, haben Übertragungen an den Alarmempfänger oberste Priorität bei
der Übertragung (siehe Kapitel 7.4).
!
Anrufe werden für gewöhnlich genutzt, um den Benutzer auf einen detaillierten per SMS versendeten
Bericht aufmerksam zu machen. Falls Meldungen per SMS aktiviert sind, sendet das
Kommunikationsgerät erst alle SMS-Benachrichtigungen, bevor es beginnt, die eingestellten
Nummern anzuwählen.
!
Das Abspielen der Benachrichtigungen kann durch Drücken der -Taste auf der Telefontastatur
beendet werden. Die Tastatur wechselt daraufhin in den Bedienteilsimulationsmodus und die
Benachrichtigungen werden nicht weiter an andere Nummern übertragen.
3.2 Temporäre Autorisierung eines Telefons als Systembedienteil
Das System kann durch temporäre Autorisierung einer Telefontastatur wie folgt aus der Ferne bedient
werden:
a) Wählen Sie die SIM-Kartennummer des Kommunikationsmoduls.
b) Das System beantwortet nach 15-sekündigem Klingeln den Anruf und fragt einen Code ab.
c) Geben Sie einen gültigen Zugangscode für die Zentrale auf der Telefontastatur ein. Dies kann der dem
Telefon zugewiesene Code sein (siehe Kapitel 6.6) oder ein Errichtercode für den Fernzugriff
(standardmäßig 0000).
d) Sobald der Code eingegeben wurde, teilt Ihnen das System den aktuellen Status mit und aktiviert den
Bedienteilsimulationsmodus.
e) Die Verbindung wird durch Auflegen beendet. Erfolgt innerhalb einer Minute keine Eingabe, endet der
Anruf automatisch.
f) Die maximal zulässige Anrufdauer beträgt 30 Minuten.
Hinweise:
!
Ein Festnetztelefon kann ebenso für die Fernsteuerung des Systems genutzt werden, falls das Telefon
Tonwahl (DTMF) nutzt .
!
Geben Sie Zahlenfolgen auf dem Telefon nicht zu schnell ein. Jedes Tastensignal benötigt eine
gewisse Zeit für die Übertragung (abhängig vom jeweiligen Telefon und der Qualität der GSM-
Verbindung).
!
Der Errichtercode für den Fernzugriff ist standardmäßig
3.3 SMS-Befehle für die Fernsteuerung des Systems
Alle eingehenden SMS werden durch das Kommunikationsmodul geprüft. Falls im System gespeicherte
Befehle darin enthalten sind, werden diese ausgeführt. Jede Nachricht mit einem Befehl muss das
folgende Format haben:
(d. h. Befehl Leerzeichen gültiger Code)
Gültiger Code = jeder gültige Systemcode (z. B. 1234), der in der Zentrale gespeichert ist.
1
#
0000
.
Befehl_Code
SCHARF 1234