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Funktion Der Schnittstelle Und Einstellungen - Hameg Instruments Ho740 Installationsanleitung

Ieee-488 (gbip)
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Inhaltsverzeichnis
F u n k t i o n e n d e r S c h n i t t s t e l l e
6. Funktionen der Schnittstelle
und Einstellungen
6.1 Flusssteuerung (SH1, AH1)
Die Flusssteuerung auf der Sende- und Empfangsseite (SH
– Source Handshake / AH – Acceptor Handshake) ist für alle
weiteren Funktionen, inklusive der Übermittlung von busspe-
zifi schen Steuerungsdaten, notwendig und wird deshalb unter-
stützt. Eine erweiterte Flusssteuerung mit der Möglichkeit der
vereinfachten Signalisierung ist nicht implementiert.
6.2 Senden und Empfangen von Daten (T6, L4)
Das Gerät ist in der Lage, Daten zu senden bzw. zu empfangen,
wenn die entsprechende Funktion (T – Talker / L – Listener)
vom steuernden Gerät aktiviert wurde. Zur Adressierung beider
Funktionen des Gerätes wird die gleiche primäre Basisadresse
verwendet. Sekundäre Adressen werden nicht unterstützt.
Der „Talk Only"- und der „Listen Only"-Modus sind nicht ak-
tivierbar.
6.3 Statusinformationen (SR1, PP1)
Statusinformationen der Schnittstelle sind sowohl nacheinander
(Serial Poll) als auch gleichzeitig von mehreren Geräten (PP
– Parallel Poll) am Bus abfragbar. Für die parallele Abfrage
werden alle notwendigen Einstellungen der Schnittstelle vom
steuernden Gerät über den IEEE-488-Bus vorgenommen.
Bei entsprechender Konfi guration der interne Registermasken
des Gerätes (siehe SCPI-Programmierbefehle) signalisiert die
Schnittstelle dem steuerndem Gerät interne Statusänderungen
(SR – Service Request). Damit entfällt das Warten auf die
Antwort des Gerätes oder aber das wiederholte Abfragen des
Gerätestatus. Die entsprechenden Einstellungen des Gerätes
sind nach jedem Einschalten erneut vorzunehmen.
6.4 Initialisierung der Kommunikation (DC1)
Die busspezifi schen Steuerkommandos „DCL" (Device Clear)
und „SDC" (Selected Device Clear) werden vom internen Ma-
nagement unabhängig von anderen, eventuell noch abzuar-
beitenden SCPI-Kommandos, bearbeitet (DC – Device Clear).
Innerhalb des Gerätes wird die SCPI-Befehlsbearbeitung
entsprechendend dem Standard IEEE-488 neu initialisiert, die
Ausführung der aktuellen Kommandos wird unterbrochen und
die Datenpuffer werden gelöscht. Die Flusssteuerung signali-
siert erst nach vollständiger Abarbeitung dieser Kommandos
die Bereitschaft zur Übertragung neuer Daten.
6.5 Nicht unterstützte Funktionen (RL0, DT0, C0, CF0)
Die folgenden Funktionen werden nicht unterstützt:
Umschaltung zwischen lokaler und Fernbedienung mit der
Möglichkeit zur Sperrung der lokalen Bedienelemente (RL
– Remote Local)
Externer Start der Basisfunktion des Gerätes (DT – Device
Trigger)
Einsatz als steuerndes Gerät am Bus (C – Controller)
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Änderungen vorbehalten
Berücksichtigung der vom steuernden Gerät angegebenen
Kabellänge am IEEE488-Bus (CF – Confi guration)
Die Sperrung der lokalen Bedienelemente ist aber mittels SCPI-
Befehl (siehe SCPI-Programmierbefehle) möglich.
6.6 Bustreiber (E1)
Die Daten- und Steuerleitungen des IEEE-488-Busses werden
durch Treiber mit „Open Collector"-Ausgängen gesteuert. Da-
mit sind laut Standard IEEE488.1 Datenrate von bis zu 250000
Bytes pro Sekunde möglich.
6.7 Adressierung von IEEE488-Geräten
Der Standard IEEE-488 spezifi ziert den Aufbau der Adressen
für Sende- und Empfangsfunktionen eines Gerätes. Dabei
können für unterschiedliche Gerätefunktionen wie zum Beispiel
Sende- und Empfangsfunktion oder mehrere unterschiedliche
Sende- bzw. Empfangsfunktionen jeweils separate Adressen
vergeben werden.
Diese Adressen können sich aus dem primären und dem se-
kundären Anteil zusammensetzen. Beide Teile besitzen einen
variablen Anteil (5 Bit) für die eigentliche Adresse und eine feste
Gruppenzuordnung (2 Bit). Das 8. Bit wird nicht benutzt.
Damit ist für die Geräteadressen ein Bereich von 0 bis 30 (00h
bis 1Eh) verfügbar. Die Adresse 31 (1Fh) hat eine spezielle
Bedeutung. Sie wird verwendet, um die Funktion der jeweils
adressierten Gruppe für alle Geräte am Bus zu deaktivieren
(UNL – Unlisten / UNT – Untalk).
Folgende Adressgruppen sind spezifi ziert:
Primäre Adressen für Empfangsfunktionen (Kodierung: 20h)
Primäre Adressen für Sendefunktionen (Kodierung: 40h)
Sekundäre Adressen (Kodierung: 60h).
Damit ergibt sich zum Beispiel die vollständige primäre Adresse
der Empfangsfunktion eines Gerätes mit der Basisadresse 8
zu 40 (28h).
6.8 Einstellung der primären Geräteadresse
Die Wahl der Adresse ist nur möglich, wenn, wie unter Punkt 4
(Oszilloskop-Firmware) beschrieben, das Oszilloskop mit der
Firmwareversion 05.105-yy.yyy oder höher arbeitet und das In-
terface HO740 (wie unter Punkt 5 beschrieben) eingebaut ist.
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