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Argo-Hytos LubCos Vis+ Sicherheits- Und Bedienhinweise

Argo-Hytos LubCos Vis+ Sicherheits- Und Bedienhinweise

Öl-zustandssensor
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Inhaltsverzeichnis
Öl-Zustandssensor
LubCos Vis+
SCSO 200-1000
V1.01.13
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Inhaltszusammenfassung für Argo-Hytos LubCos Vis+

  • Seite 1 Öl-Zustandssensor LubCos Vis+ SCSO 200-1000 V1.01.13...
  • Seite 2: Sicherheits- Und Bedienhinweise

    Sicherheits- und Bedienhinweise vor Inbetriebnahme lesen! Hinweis: Darstellungen entsprechen nicht immer genau dem Original. Durch irrtümlich gemachte Angaben entsteht kein Rechtsanspruch. Konstruktionsänderungen vorbehalten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: ARGO-HYTOS GMBH Produktbereich Sensor- & Messtechnik Industriestraße 9 76703 Kraichtal-Menzingen...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis 1. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis ......................3 Quick-Start ........................6 Leistungsmerkmale und Messprinzipien ................. 8 3.1. Allgemeines ......................8 3.2. Temperaturmessung ....................8 3.3. Viskositätsmessung ....................8 3.4. Messung der relativen Dielektrizitätskonstanten ........... 10 3.5. Füllstands-Grenzwertgeber .................. 10 3.6. Betriebsstundenzähler ..................10 3.7.
  • Seite 4 Inhaltsverzeichnis 7.1. Serielle Schnittstelle (RS232) ................27 7.1.1. Schnittstellenparameter ................28 7.2. Befehlsliste ......................28 7.2.1. Lesebefehle ....................28 7.2.2. Schreibbefehle ....................30 7.2.3. CRC-Berechnung ..................33 7.3. Terminalprogramm (Beispiel: Microsoft Windows HyperTerminal) ......34 7.4. TCP/IP-Verbindung ....................37 7.5. Software .......................
  • Seite 5 Inhaltsverzeichnis 10. Fehlerbehebung ......................58 11. Anwendungsbeispiel ....................61 12. Zubehör ........................63 13. Kontaktadresse ......................64 14. EG-Konfirmitätserklärung ..................... 65 15. Anhang......................... 66 15.1. Errorbits Aufschlüsselung ..................66 15.2. Lastfaktor einer Anlage ..................68...
  • Seite 6: Quick-Start

    LubConfig (www.argo-hytos.com) light 6. Zusätzlich bei Anschluss über USB: USB-RS232-Umsetzer mit zugehöriger Treibersoftware (Bestellnummer: SCSO 100-5040) Die Software LubMonPC und LubConfig kann über die Webseite www.argo-hytos.com light heruntergeladen werden. Die Komponenten sind wie folgt vorzubereiten: A) Softwareinstallation LubMonPC light 1.
  • Seite 7 2. Quick-Start C) Sensoranschluss bei Datenerfassung über USB 5. Schließen Sie das Sensorkabel mit dem M12-Stecker an den Sensor an. 6. Schließen Sie den 9pol. D-Sub-Stecker des Kabels an die entsprechende serielle Schnittstelle des USB-RS232-Umsetzers an. 7. Verbinden Sie das Netzteil und das Sensorkabel. 8.
  • Seite 8: Leistungsmerkmale Und Messprinzipien

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien 3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien 3.1. Allgemeines Der LubCos Vis+ dient der Messung und Dokumentation von Veränderungen der Eigenschaften des Hydraulik- und Schmiermediums. Die entsprechenden Messwerte werden kontinuierlich erfasst, gespeichert und können zu jedem Zeitpunkt über eine serielle Schnittstelle bzw. CAN-Bus ausgelesen werden.
  • Seite 9 3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien Die Viskosität ist eine maßgebliche Kenngröße zur Charakterisierung der Schmierfähigkeit von Ölen sowie von Strömungswiderständen und Verlustleistungen in fluidtechnischen Anlagen. Abhängig vom Anlagentyp und deren Tribostellen ist die Viskosität über den ganzen Betriebstemperaturbereich in festen Grenzen zu halten. Generell kann die Viskosität durch folgende Ereignisse verändert werden: Thermische Oxidation Hydrauliköl...
  • Seite 10: Messung Der Relativen Dielektrizitätskonstanten

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien 3.4. Messung der relativen Dielektrizitätskonstanten  Die relative Dielektrizitätskonstante des Fluids ist ein Maß für dessen Polarität. Grundöle und Öl Additivepakete mit unterschiedlicher Chemie und von verschiedenen Herstellern können sich in ihrer Polarität unterscheiden. Die Polarität des Fluids ist somit ein Merkmal, durch den Ölverwechslungen, Ölvermischungen und Auffrischungen erkannt werden können.
  • Seite 11: Automatische Zustandsauswertung

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien 3.8. Automatische Zustandsauswertung Generell werden unter Ölalterung alle Veränderung von Parametern und Eigenschaften des Öles während der Lebensdauer verstanden. Ziel ist es anhand der Veränderung der mit dem Sensor gemessenen Parameter auf signifikante Alterungsvorgänge des Öles zu schließen. Die automatische Öl-Zustandsanalyse geht hierüber jedoch hinaus.
  • Seite 12: Gültigkeitsbereich Und Rahmenbedingungen Der Automatischen

    Temperaturhistogramm. Zudem ist die Übertragung der Daten nur für vergleichbare Anwendungen und gleiche Öltypen zulässig. Gerne unterstützen wir Sie bei der notwendigen Parametrierung für die Berechnung der RUL auf Basis der Temperaturbelastung (Phase I). Wenden Sie sich hierzu bitte an den ARGO-HYTOS- Service. 3.10. Gültigkeitsbereich und Rahmenbedingungen der automatischen Zustandsbeurteilung und RUL-Berechnung Für automatische Zustandsbeurteilung sind einige Randbedingungen zu berücksichtigen:...
  • Seite 13: Übersicht Aller Gemessener Und Abgeleiteter Parameter

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien 2. Einzelne kritische Veränderungen im Öl können sich im Extremfall überlagern, sodass die resultierende Gesamtänderung diesen Zustand nicht widerspiegelt. 3. Es gibt für die jeweiligen Zustände bzw. Zustandsveränderungen Grenzen der Detektierbarkeit, denen zugrundeliegenden Signaländerungen bzw. Änderungsgradienten nicht erkannt werden. 4.
  • Seite 14: Kalibration Und Überprüfung Der Sensorfunktion

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien Aus den Original-Parametern P und V sowie den ermittelten Temperaturgradienten PTG und m errechnet der Sensor die temperaturkompensierten Parameter P40 und V40. Die Genauigkeit der Ermittlung von PTG und m sowie die Güte der Temperaturkompensation sind fluidabhängig! Original Abgeleitete...
  • Seite 15: Übersicht Ausgegebener Parameter Für Einzelne Befehle

    3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien Sensor Info: „Frischöl“ „History“- Referenz- speicher Speicher Regelbasis Datensatz, Gradienten & Ölzustand Grenzwerte Algorithmen Datensatz aus gemessenen & abgeleiteten Parametern Temperatur rel. DK Viskosität Öl Abbildung 3.2: Datenabläufe und Zusammenspiel der gemessenen Parameter und Algorithmen im Sensor 3.13.
  • Seite 16 3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien Alterungsfortschritt (Aging Progress, AP) auf P40 und gesetzten APP40 Grenzwerten basierend APV40 AP auf V40 und gesetzten Grenzwerten basierend Temperaturlastfaktor seit Start des Lernvorgangs, bzw. Indikation einer Ölneubefüllung Ölalter, Zeit seit Start des Lernvorgangs, bzw. Indikation einer OAge Ölneubefüllung Zusammenfassung automatisch erkannter Ölzustände...
  • Seite 17 3. Leistungsmerkmale und Messprinzipien TPDO1Type TPDO 1 Typ für CANopen TPDO2Type TPDO 2 Typ für CANopen TPDO1Timer ms TPDO 1 Timer für CANopen TPDO2Timer ms TPDO 1 Timer für CANopen Timer für Überschreiben der RUL-Berechnung (bei Ausfahl eines Sensors in der Anlage kann der Austauschsensor den RULowr RUL-Wert des vorhergehendes Sensor bekommen, von dem an die RUL heruntergezählt wird)
  • Seite 18: Technische Daten

    4. Technische Daten 4. Technische Daten 4.1. Allgemeine Daten Sensordaten Größe Einheit max. Betriebsdruck Betriebstemperaturbereich Flüssigkeit -20…100 °C Umgebungsbedingungen, Betrieb: -20…80 Temperatur °C 0…95 Feuchte % r.H. Umgebungsbedingungen, Lagerung: °C -20…80 Temperatur 0…95 % r.H. Feuchte Druckflüssigkeit HLP, HLPD, HVLP (gem. DIN 51524) HETG, HEES, HEPR (gem.
  • Seite 19: Abmessungen

    4. Technische Daten 4.2. Abmessungen Abbildung 4.1: Anschlussmaße LubCos Vis+...
  • Seite 20: Montage

    5. Montage 5. Montage Der Sensor ist als Einschraubsensor mit einem ¾“-Gewinde ausgeführt. Idealer Weise wird der Sensor in hydraulischen Kreisläufen im Tank oder in der Rücklaufleitung installiert. Bei Getrieben mit Zwangsspülung kann der Sensor auch in der Spülleitung angeordnet werden. Generell sind bei der Platzierung des Sensors die maximal zulässigen Drücke und Temperaturen zu beachten (vgl.
  • Seite 21 5. Montage  Achten Sie darauf, dass der Sensor in allen Betriebssituationen der Anlage vollständig von Öl bedeckt ist. Beachten Sie insbesondere das Pendelvolumen des Tanks bzw. eine mögliche Schrägstellung. Schaumbildung im Tank sollte vermieden werden.  Bei Einbau in der Rücklauf- oder Spülleitung ist darauf zu achten, dass die Spülleitung in keiner Betriebssituation leer laufen darf.
  • Seite 22: Zulässige Mechanische Belastungen

    5. Montage 5.1. Zulässige mechanische Belastungen Die zulässigen mechanischen Belastungen für die Sensoren sind in Tabelle 5.1 aufgeführt. Belastung Größe Einheit max. Betriebsdruck 10 bar max. Anzugsmoment 45 ±4,5 Nm f: 5 – 9 max. Vibration in Längsrichtung A: +- 15 LubCos Vis+ Prüfung angelehnt an DIN EN 60068-2-6 f: 9 - 200...
  • Seite 23: Elektrischer Anschluss

    6. Elektrischer Anschluss 6. Elektrischer Anschluss 6.1. Allgemeines und Sicherheitshinweis Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden. Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen. Spannungsversorgung nach EN50178, SELV, PELV, VDE0100-410/A1. Schalten Sie für die Installation die Anlage spannungsfrei und schließen Sie das Gerät folgendermaßen an: Draufsicht Sensordeckel Draufsicht Sensordeckel...
  • Seite 24: Analoge Stromausgänge (4

    6. Elektrischer Anschluss Draufsicht Sensordeckel 6 IOut1 7 IOut2 8 SGND Abbildung 6.2: Vermessung der analogen 4..20 mA Ausgänge ohne Lastwiderstände Die Zuordnung des gemessenen Stromwertes zur Kenngröße kann im Kapitel 6.3.2 entnommen werden. 6.3. Analoge Stromausgänge (4..20 mA) - Messung mit Lastwiderstand Um die Ströme der analogen Stromausgänge messen zu können, muss entsprechend Abbildung 6.3 Lastwiderstand an jeden Ausgang angeschlossen werden.
  • Seite 25: Lastwiderstand

    6. Elektrischer Anschluss Um aus den nun vorliegenden Spannungen den entsprechenden Parameter zu ermittelt, müssen die Spannungen mit den Formeln aus Tabelle 6.2 entsprechend umgerechnet werden. Die Standardkonfiguration sieht auf Kanal 1 die Öltemperatur und auf Kanal 2 die Viskosität vor.
  • Seite 26 6. Elektrischer Anschluss Standardmäßig wird die Temperatur im Bereich zwischen -20 °C und 120 °C und die Viskosität zwischen 8 und 400 mm /s auf den Stromausgängen abgebildet. Diese Grenzen sind fest eingestellt und können nicht verändert werden. in mA T in °C -11,25 P;...
  • Seite 27: Kommunikation

    Für die Konfiguration und/oder Betrieb des Sensors über PC wird die auf der Homepage von ARGO-HYTOS GMBH zur Verfügung gestellte Software (LubMonPClight, LubConfig) empfohlen. Die Software ermöglicht bei Betrieb des Sensors am PC einen komfortablen Zugriff auf die Sensordaten und die Konfiguration des Sensors ohne Zuhilfenahme von Terminalprogrammen.
  • Seite 28: Schnittstellenparameter

    Sensor übergeben werden. 7.2.1. Lesebefehle Befehlsformat Bedeutung Rückgabeformat RVal[CR] Lesen aller Messwerte mit $ Time:x.xxx[h];T:xx.x[°C]; anschließender Checksumme (CRC) ..;CRC:x[CR][LF] RID[CR] Lesen der Identifikation mit $ARGO-HYTOS;LubCosVis+; anschließender Checksumme (CRC) SN:xxxxx;...;CRC:x[CR][LF] $AO1:x;AO2:x;…; RCon[CR] Lesen der Konfigurationsparameter und CAN Konfiguration mit CRC:x[CR][LF] anschließender Checksumme (CRC)
  • Seite 29 7. Kommunikation RGrad[CR] Lesen der Parametergradienten $Time:x.xxx[h]; PTG:x.xxx[1/K]; mit anschließender Checksumme m:x.xxxx[pS/m/K];…; (CRC), vgl. Kapitel 15, Kapitel 3.12 CRC:x[CR][LF] RMemO[CR] Lesen der Speicherorganisation, Time [h]; T [°C]; P [-];P40 [- Parameter und Einheit der Daten wird ];PTG [1/K];V [mm²/s];… ausgegeben [CR][LF] RMemS[CR] Lesen der Anzahl der speicherbaren...
  • Seite 30: Schreibbefehle

    7. Kommunikation mit dem ältesten Datensatz, Unterbrechung mit beliebigem Tastendruck RORef[CR] Lesen gespeicherter Referenzwerte $RefStat:x[-];RefV40:x[pS/m];... RefStat (Status des Lernvorgangs: ;CRC:x[CR][LF] 255 nicht angestoßen, 30..1 Lernvorgang läuft, 0 Lernvorgang abgeschlossen), RefV40, RefP40, Refm, RefPTG RLim[CR] Lesen gesetzter Grenzwerte für $LimitP40%:x.x[%]; Alarme und Berechnung des LimitV40%:x[%];...
  • Seite 31 7. Kommunikation CMem[CR] Löscht alle Daten im Verlaufsspeicher ok[CR][LF] Setze Speicherintervall auf n Minuten WMemIntn[CR] MemInt:n[min] [CR][LF] Wertebereich n: 1..1440 Minuten SMemD[CR] Legt die aktuell vorliegenden Daten im ok[CR][LF] Speicher als neuen Datensatz ab WCOENx[CR] Aktiviert bzw. deaktiviert den CANopen-Modus. COEN:x[CR][LF] x = 0: CAN deaktiviert, x = 1: CAN aktiviert Umsetzung beim nächsten Neustart...
  • Seite 32 7. Kommunikation immer dem TPDO2 Typ Umsetzung beim nächsten Neustart WTPDOyTimern Setze TPDOy-Timer für CANopen-Modus. TPDOyTimer:n[ms] [CR] Wertebereich y: 1..2 [CR][LF] Wertebereich n: 0..10000ms, Auflösung: 50ms Wenn n = 0, ist Heart Beat ausgeschaltet Entspricht SDO-Eintrag Index: 0x1017 TPDO3-Timer ist nicht änderbar und entspricht immer dem TPDO2 Timer Umsetzung beim nächsten Neustart WLimP40%n [CR]...
  • Seite 33: Crc-Berechnung

    7. Kommunikation Wertebereich n: 0..1 Standardwert n: 0 WRULhn [CR] Eingeben der Referenzstandzeit des aktuellen RULh:n[CR][LF] Öls für Temperaturbasierte RUL-Berechnung (vgl. Kapitel 3.9) WRULfBn [CR] Eingeben des Referenzlastfaktors des RULfB:n[CR][LF] aktuellen Öls für Temperaturbasierte RUL- Berechnung (vgl. Kapitel 3.9) STrAun[CR] Schaltet automatische Übertragung von TrAu:n[min][CR][LF] Messwerten aus (n = 0) oder an (n = 1..60),...
  • Seite 34: Terminalprogramm (Beispiel: Microsoft Windows Hyperterminal)

    7. Kommunikation Ù [CR] [LF] 0  OK Summe Tabelle 7.3: Beispiel einer Prüfsummenberechnung (CRC) 7.3. Terminalprogramm (Beispiel: Microsoft Windows HyperTerminal) Ist der Sensor mit einem PC verbunden und wird mit Spannung versorgt, kann mit ihm, unter Benutzung eines beliebigen Terminalprogramms, kommuniziert werden. Im Internet werden verschiedene Terminalprogramme als Freeware angeboten.
  • Seite 35 7. Kommunikation Abbildung 7.1: Microsoft Windows HyperTerminal Vergabe eines Namens für eine neue Verbindung. Abbildung 7.2: Microsoft Windows HyperTerminal Wahl der Schnittstelle Kommunikation.
  • Seite 36 7. Kommunikation Abbildung 7.3: Microsoft Windows HyperTerminal - Wahl der Schnittstellenparameter. In dem nachfolgenden Eingabefenster können die entsprechenden Befehle zum Auslesen oder Konfigurieren eingegeben werden. Die Befehlsliste ist unter Kapitel 7.2 aufgeführt. Beachten Sie hierbei, dass standardmäßig alle Zeichen, welche in das Terminalprogramm über die Tastatur eingegeben werden, nicht auf dem Bildschirm angezeigt werden.
  • Seite 37: Tcp/Ip-Verbindung

    Sollen Sensoren über dieses Protokoll fernabgefragt werden, so ist die Wandlung des RS232- Signals mit Hilfe eines Ethernet-Gateways erforderlich. Passende Gateways können bei ARGO- HYTOS angefragt werden. 7.5. Software ARGO-HYTOS stellt verschiedene Programme (Treiber, LabVIEW Tools und Hilfsprogramme) für den Bereich der Sensortechnik zur Verfügung. Diese können unter www.argo-hytos.com herunterladen werden.
  • Seite 38: Sequentielle Ausgabe Der Werte

    7. Kommunikation 7.6.1. Sequentielle Ausgabe der Werte Eine sequentielle Ausgabe der wichtigsten Parameter ist über die analogen Schnittstellen möglich. Der Sensor wird dazu entsprechend der Vorgaben in Tabelle 7.4 konfiguriert. Der entsprechend konfigurierte Sensor gibt die wichtigsten Parameter auf die in Abbildung 7.5 dargestellte Weise aus.
  • Seite 39: Konfiguration Für Automatische Zustandsbeurteilung

    7. Kommunikation 7.9. Konfiguration für automatische Zustandsbeurteilung Für die automatische Zustandsbewertung ist der Sensor bereits mit Standardwerten vorkonfiguriert. Sollen einzelne Konfigurationswerte geändert werden, ist ein Vorgehen empfohlen wie in Tabelle 7.5 aufgeführt (Beispiel für Standardkonfiguration). Schritt Parameter WSaveInt20.0[ENTER] Einstellen des Speicherintervalls auf 20 Minuten WLimP40%5.0[ENTER] Schreiben der Alterungsgrenzwerte WLimV40%20[ENTER]...
  • Seite 40: Can

    8. CAN 8. CAN 8.1. CAN Kommunikation Die CAN-Schnittstelle entspricht der „CAN 2.0B Active Specification“. Die Datenpakete entsprechen Abbildung gezeigten Format. Abbildung dient Anschauungszwecken, die Umsetzung entspricht der CAN 2.0B Spezifikation. Der Sensor unterstützt eine begrenzte Anzahl an Übertragungsgeschwindigkeiten auf dem CAN- Bus (vgl.
  • Seite 41: Canopen

    8. CAN Start CAN-ID DLC Data Space Bis zu 8 Byte Nachrichtenende Nutzdaten Data Length Code Empf. zieht Bit auf „Low“ Adresse, Servicetyp (PDO, SDO, etc.) Cyclic Redundancy Nachrichtenbeginn Checksum Abbildung 8.1: CAN Nachrichtenformat 8.2. CANopen CANopen definiert das was, nicht das wie wird etwas beschrieben. Mit den implementierten Verfahren wird ein verteiltes Kontrollnetz umgesetzt das von sehr einfachen Teilnehmern bis zu sehr komplexen...
  • Seite 42: Canopen Communication Objects

    8. CAN 0060 - 007F Statische Datentypen (geräteprofilspezifisch) 0080 - 009F Komplexe Datentypen (geräteprofilspezifisch) 00A0 - 0FFF reserviert 1000 - 1FFF Communication Profile Area (z.B. Gerätetyp, Fehlerregister, unterstützte PDOs,..) 2000 - 5FFF Communication Profile Area (herstellerspezifisch) Geräteprofilspezifische Device Profile Area (z.B. “DSP-401 Device Profile 6000 - 9FFF for I/O Modules”)
  • Seite 43 8. CAN Nach Anlegen des Stromes verschickt der Sensor eine Boot-Up Nachricht innerhalb von ca. 5 Sekunden und sobald Warten auf Boot-Up oder der Preoperational-Zustand erreicht ist. In diesem Zustand Heart-Beat vom Sensor werden Sensor Heartbeat-Nachrichten verschickt, falls es entsprechend konfiguriert ist (Punkt A in Abbildung 8.2).
  • Seite 44: Service Data Object (Sdo)

    8. CAN 8.2.3. Service Data Object (SDO) Service Data Objects dienen dem Schreib- und Lesezugriff auf das Objektverzeichnis des Sensors. Die SDOs werden jeweils quittiert und die Übertragung findet immer nur zwischen zwei Teilnehmern statt, ein sogenanntes Client/Server-Model (vgl.: Abbildung 8.3). Der Sensor kann ausschließlich als Server funktionieren, beantwortet also nur SDO-Nachrichten und schickt von sich aus keine Anfragen an andere Teilnehmer.
  • Seite 45 8. CAN Die Steuerungs- und Nutzdaten einer nicht segmentierten SDO-Standardnachricht verteilen sich auf die CAN-Nachricht wie es in Tabelle 8.5 dargestellt ist. Die Nutzdaten einer SDO-Nachricht sind bis zu 4 Byte groß. Mit Hilfe der Steuerungsdaten einer SDO-Nachricht (Cmd, Index, Subindex) wird die Zugriffsrichtung auf das Objektverzeichnis und ggf.
  • Seite 46: Process Data Object (Pdo)

    8. CAN Tabelle 8.8: SDO Uploadanfrage durch den Client an den Server Der Sensor antwortet mit entsprechender SDO-Nachricht (vgl.Tabelle 8.9) in der die der bestätigt wird, dass der Zugriff erfolgreich war und der Index und Subindex kodiert sind auf die der Zugriff erfolgte.
  • Seite 47: Pdo Mapping

    8. CAN Nutzdaten). Die Antwort mit PDO erfolgt entweder bei jedem empfangenen Synch oder einstellbar alle n-Empfangene SYNC-Nachrichten. PDO Producer (Sensor)  Nachricht PDO Consumer (Aktor) PDO Consumer (Steuerung) Abbildung 8.4: PDO Consumer/Producer Beziehung 8.2.5. PDO Mapping Der Sensor unterstützt drei bis vier Transmit PDOs (TPDOs) um einen möglichst effizienten Betrieb des CAN-Busses zu ermöglichen.
  • Seite 48 8. CAN Vollständiges OD, u.a. mit mapp-fähigen Objekten Index Objekt … … … … TPDO2 Mappingparameter im OD, an 2001 Öltemperatur Index 0x1A01 … … … … Wert 2007 Compensated Conduct. … … … … 0x20010110 2006 Compensated Perm. 0x20080110 …...
  • Seite 49: Canopen Object Dictionary" Detalliert

    1 ms. Dies bedeutet, dass diese Objekte beispielsweise auf 0 ms, 50 ms, 250 ms eingestellt werden können, aber nicht auf 35 ms, 125 ms, etc. Passende EDS-Dateien für die Sensoren sind auf der Homepage von ARGO-HYTOS GMBH verfügbar.
  • Seite 50 8. CAN Event Timer 1388h event timer in ms for asynchronous TPDO1, value has to be a multiple of 50 and max 12700 1801 Transmit PDO2 Parameter record Number of entries largest sub index COB-ID 280h COB-ID used by PDO, +NodeID range: 281h..2FFh, can be changed while not...
  • Seite 51 8. CAN Alle Öl- und Sensorbezogenen Objekte sind im Objektverzeichnis ab Index 2000h platziert und in Tabelle 8.12 gezeigt. Dieser Teil des Objektverzeichnisses ist sensorspezifisch und bildet die durch den Sensor gemessenen und abgeleiteten Parameter für das Öl ab. Des Weiteren werden einige Konfigurationsmöglichkeiten unterstützt um beispielsweise die Werte für Maximaltemperatur einzustellen oder die notwendigen Einstellungen für die Berechnung von RUL zu treffen (vgl.: Kapitel 3.8, 3.9, 3.10, 9.3).
  • Seite 52 8. CAN Permittivity, temperature P @ 40°C, multiplied by compensated to 40°C 1000 Permittivity, deviation from deviation of P @ 40°C fresh oil value in % from teached value in %, multiplied by 100 Threshold for Permittivity, LimitP40%, threshold for deviation from fresh oil value deviation of P @ 40°C in %...
  • Seite 53 8. CAN Threshold for Mean Temperature where an Temperature alarm bit is set multiplied by 10, range: 100..1000 200A Temperature Histogramm array Number of entries largest sub index Temperature class <0°C counts in class <0°C Temperature class counts in class 0°C..<5°C 0°C..<5°C …...
  • Seite 54 8. CAN 2101 Readmem Initiate Appropriate Pointer has segmented SDO data to be set (with 2100sub3) download before start reading, Size of the record will be sent back on reading Tabelle 8.12: “Manufacturer-specific Profile Area“, sensorbezogener Teil des CANopen Kommunikationsprofils...
  • Seite 55: Inbetriebnahme

    Schnittstelle ausgelesen werden. Eine Übersicht über die unterstützten Befehle ist in Kapitel 7.2 gegeben. Für eine schnelle Inbetriebnahme folgen Sie bitte den Hinweisen im Kapitel 2. Für die Kommunikation mit dem Sensor können die auf der Homepage von ARGO-HYTOS GMBH bereitgestellten Programme dienen.
  • Seite 56: Funktionsumfang In Abhängigkeit Der Konfiguration

    9. Inbetriebnahme TPDO3 ID Node ID + 0x380 = 0x3E4 (dez: 996) TPDO1 Type WTPDO1Type TPDO2 Type WTPDO2Type TPDO3 Type = TPDO2 Type TPDO1 Timer 5000 ms WTPDO1Timer TPDO2 Timer 5000 ms WTPDO2Timer TPDO3 Timer = TPDO2 Timer CAN aktiviert WCOEN Tabelle 9.1: CANopen Standardkonfiguration...
  • Seite 57 9. Inbetriebnahme Ölen/Fluiden angestoßen werden - Langzeitgradienten - Alterungsfortschritt der Kennwerte (P40 - Lernprozess muss jeweils bei Frischöl und V40) angestoßen werden - Alarme für Alterungsfortschritt der - Grenzwerte für P40 und V40 müssen konfiguriert Grenzwerte sein (falls die Standardkonfiguration nicht ausreicht) - Vorhersage für “Remaining Useful - Lernprozess muss jeweils bei Frischöl...
  • Seite 58: Fehlerbehebung

    Der Sensor gibt bei ungültigen Befehlen die eingegebene Zeichenfolge mit einem vorangestelltem Fragezeichen zurück  Kabel falsch oder defekt  Verwenden Sie möglichst ARGO-HYTOS Datenkabel  RS232-Schnittstelle ist nicht aktiviert  Aktivieren Sie die RS232-Schnittstelle mit zeitweise oder dauerhaft mit Hilfe von LubConfig oder einem Terminalprogramm, wie in Kapitel 7 beschrieben.
  • Seite 59 10. Fehlerbehebung Fehler: Messwerte sind nicht plausibel bzw. Messwerte schwanken Ursache Maßnahme  Sensor misst Luft aufgrund eines stark  Überprüfen Sie, ob der Sensor korrekt, pendelnden Tankvolumens gemäß Einbauvorschriften eingebaut ist.  Sensor misst Luft im Öl oder polare ...
  • Seite 60 Fehler: Fehlmessung der absoluten Feuchtigkeit Ursache Maßnahme  Kalibrierparameter falsch eingestellt  Die Kalibrierparameter sind ölspezifisch und müssen einprogrammiert werden. Kontaktieren sie den ARGO-HYTOS Service.  Messbereich falsch eingestellt  Der Messbereich ist ölspezifisch und muss einprogrammiert werden. Kontaktieren sie den ARGO-HYTOS Service.
  • Seite 61: Anwendungsbeispiel

    11. Anwendungsbeispiel Anwendungsbeispiel Der Ölzustand ist eine aus vielen Parametern gebildete Größe. Grenzwerte für spezifische Ölparameter sind von der jeweiligen Anwendung, so z.B. den eingesetzten Komponenten und Materialien abhängig. Die Art und Geschwindigkeit der Ölparameterveränderung ist wiederum abhängig von der Anwendung, der spezifischen Anlagenbelastung sowie dem eingesetzten Druck- oder Schmiermedium.
  • Seite 62 11. Anwendungsbeispiel 2. Einsatz von korrektem Öl Der Einsatz vorgeschriebener Schmierstoffe kann anhand der Leitfähigkeit und der relativen DK überprüft werden. Für die Frischöle müssen die jeweiligen Kenngrößen vorliegen. Es kann dann ein Abgleich zwischen den theoretisch vorliegenden und den aktuell gemessenen Werten geschehen. 3.
  • Seite 63: Zubehör

    12. Zubehör Zubehör Netzteil Beschreibung: Netzteil zum Anschluss an konfektioniertes Datenkabel SCSO 100-5030 Bestellnummer: SCSO 100-5080 Leitungsdose Beschreibung: 8-polige, geschirmte M12-Kabeldose geeignet für Kabeldurchmesser 6..8 mm, Schutzklasse IP67, Temperaturbereich -40°C..85°C Bestellnummer: SCSO 100-5010 Konfektioniertes Datenkabel Beschreibung: Geschirmtes Sensorkabel, Schutzklasse IP67, Temperaturbereich -20°C..85°C, ölfest, Seite 1 - Sensorstecker umspritzt, Seite 2 - 8 Einzellitze Bestellnummer: SCSO 100-5020...
  • Seite 64: Kontaktadresse

    13. Kontaktadresse Kontaktadresse ARGO-HYTOS GMBH Produktbereich Sensor- & Messtechnik Industriestraße 9 76703 Kraichtal-Menzingen Tel. +49-7250-76-0 +49-7250-76-575 E-Mail: info.de@argo-hytos.com...
  • Seite 65: Eg-Konfirmitätserklärung

    14. EG-Konfirmitätserklärung EG-Konfirmitätserklärung Der Hersteller ARGO-HYTOS GMBH Industriestraße 9 D-76703 Kraichtal Erklärt hiermit, dass der nachstehend beschriebene Sensor Ölzustandssensor LubCos Vis+, SAP-Nr. 28412800 Mit folgender EG-Richtlinie übereinstimmen: EMV-Richtlinie 2004/108/EG Angewandte Normen: DIN EN 13309:2010 – Elektromagnetische Verträglichkeit von Maschinen mit internem elektrischen Bordnetz ISO 13766:2006-05 –...
  • Seite 66: Anhang

    15. Anhang Anhang 15.1. Errorbits Aufschlüsselung Block Beschreibung Empfohlener Ampelstatus Alarm Niedriger Ölstand Zusammenfassung Alarm Sensor an Luft Alarm Ölstand fallend (reagiert mit Verzögerung) Alarm Sensor teilweise an Luft Alarm Reserviert Alarm Reserviert Alarm Aktuelle Temperatur überschreitet Grenzwert Alarm Mittelwert aus Temperaturhistorie überschreitet Grenzwert Alarm Ölalterung*, Parameter...
  • Seite 67 15. Anhang Info/Warnung Lernphase noch nicht abgeschlossen, wird nach Kennzeichnen des aktuellen Öls als Frischöl gesetzt Info/Warnung Reserviert Info/Warnung Referenzwert geändert (Referenzwerte / Limits wurden extern neu gesetzt, bleibt für ca. 15s aktiv) Info/Warnung Ölwechsel durchgeführt* Info/Warnung Reserviert Info/Warnung Demnächst Ölwechsel anzuraten* GELB Info/Warnung Der Zähler für Ölalterung wurde...
  • Seite 68: Lastfaktor Einer Anlage

      Alternativ kann für die Berechnung auch ein repräsentativer Mitschnitt der Temperaturen dienen. Mit diesem Temperaturverlauf und einem durch ARGO-HYTOS GMBH zur Verfügung gestellten Excel-Tool kann der Lastfaktor ebenfalls berechnet werden. Der Sensor ermittelt autonom den Lastfaktor an der Einsatzstelle. Alternativ kann dieser Lastfaktor als Referenz herangezogen werden, wenn die Maschine als ein repräsentatives Gerät mit...

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