Seite 4 2 ALLGEMEINES Der Störungsmelder NSM 1+ liegt nun nach kompletter Überarbeitung in einer erheblich verbesserten Version vor. Außerdem ist der Störungsmelder zusätzlich auch über das Programmiergerät PRG100 konfigurierbar. Die beiden vorhandenen Überwachungseingänge sind dadurch frei konfigurierbar, wodurch sich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten ergeben. Auch können nun beliebige potenzialfreie Schaltkontakte (Öffner oder Schließer) angeschlossen werden.
Seite 5 Einschränkungen Durch die Versorgung des Wählgerätes aus der Telefonleitung und den damit verbundenen Vorteilen ergeben sich leider auch gewisse Nachteile. So soll hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sich das Wählgerät ausschließlich zur Überwachung von überwiegend statischen Eingangssignalen eignet. Dynamische, also sich ständig wechselnde Signale müssen zuerst aufbereitet werden bzw.
Seite 7 4 Installation 4.1 Anschlüsse Buchse für PRG100 Jumperfeld (XTERMINAL) Telefonanschluss (XLINE) 12-24V AC/DC 6V-Lithium-Batterie (XPWR) (XBAT) Taste Eingang 1 Eingang 2 (XBTN) (XIN1) (XIN2) ESD WARNUNG Sie könnten elektrostatisch aufgeladen sein. Vor Öffnen des Gehäuses und Arbeiten an der Verkabelung müssen Sie sich durch Berühren von geerdeten Metallteilen entladen, um Schäden am Gerät zu vermeiden.
Seite 8 4.2 Beschreibung der Steckverbindungen Bezeichnung Beschreibung LINE Amtsbuchse für analogen Telefonanschluss Telefonleitung a Telefonleitung b Statuseingang 1 Input Common Statuseingang 2 Input Common Spannungsversorgung 12-24V AC/DC ungepolter Eingang! 6V Lithium-Pufferbatterie für Uhr und Ansage Ausführung mit codiertem Anschluss-Stecker. Telegärtner Artikel-Nummer: 601410 4.3 Statuseingänge IN1 / IN2 Die Beschaltung der Eingänge erfolgt potenzialfrei über Öffner- bzw.
Seite 9 Verwendung der unterschiedlichen Aktivierungsarten: Meldetyp Beschreibung Eingang Änderungen bewirken keine eigenen Meldungen. Dennoch lassen sich die aktuellen Eingangszustände jederzeit Fernabfragen. SCHLIESSER Das Schließen eines Arbeitskontaktes (NO) führt zum Absetzen der Klarmeldung des entsprechenden Eingangs. OEFFNER Das Öffnen eines Ruhekontaktes (NC) führt zum Absetzen der Störmeldung des entsprechenden Eingangs.
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Seite 10 Beispielanwendung: Eingang 1 soll zur Überwachung einer Aufzugssteuerung verwendet werden. Ein potenzialfreier Öffnerkontakt der Steuerung sei im Betriebsfall geschlossen und öffnet bei einer Funktionsstörung der Aufzugsanlage. Schritt 1: Der Monteur verbindet den Öffnerkontakt mit den Klemmen von Eingang 1 und verbindet die Versorgungsklemme PWR des NSM mit den 24 Volt der Aufzugssteuerung.
Seite 15 5 Steckbrückenfeld JP4: Terminalmodus PRG100 JP3: Service JP2: Reset Steckbrücke Zustand Beschreibung offen geschlossen Microcontroller-Reset offen Nur für Servicezwecke! geschlossen offen geschlossen Wählgerät wechselt bei Aktivierung in den Terminalmodus und kann dann über ein Programmiergerät PRG100 konfiguriert werden. Muss beim Formatieren über PRG100 abgezogen werden! ...
Seite 16 6 Funktionsbeschreibung Anrufen Das Wählgerät kann über die entsprechende Teilnehmer-Rufnummer angerufen werden, z.B. zu Konfigurationszwecken oder um Eingänge abzufragen. Das Wählgerät meldet sich dabei zuerst mit einem Piepton und erwartet dann innerhalb von 5 Sekunden die Eingabe eines Sicherheitscodes. Wird der korrekte Sicherheitscode eingegeben, befindet man sich im Programmiermodus.
Seite 17 Rufannahme und Quittierung Bei einem eingehenden Anruf sollte immer sichergestellt sein, dass der Ruf von einer eingewiesenen Person angenommen wird. Daher muss nach dem Aufforderungston eine beliebige Zifferntaste auf dem Telefonapparat betätigt werden. Bei Anrufziel TELEFON+ANSAGE kann z.B. der Gerätestandort als Ansagetext aufgesprochen und wiedergegeben werden.
Seite 18 7 Beschreibung der Konfiguration sowie der zu konfigurierenden Parameter Die Konfiguration des Wählgerätes NSM 1+ kann über mehrere Wege erfolgen, abhängig vom Einsatzfall: Programmiergerät PRG100 • Telefon-Befehle • Telegärtner-Leitstand • Nicht alle Parameter sind z.B. vom PRG100 aus erreichbar. Dies hat sowohl technische als auch praktische Gründe.
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Seite 19 Tabelle: Übersicht über alle Einstellungen und deren Zugriffsmöglichkeit Parameter Werkseinstellung Zugriff auf Parameter über PRG100 Telefon Leitstand Sicherheitscode 0000 Gerätenummer Wahlverfahren Tonwahl (MFV) Auto. Amtsfindung Amtskennziffer Notrufnummer 1 <KEIN EINTRAG> Notrufnummer 2 <KEIN EINTRAG> Notrufnummer 3 <KEIN EINTRAG> Notrufnummer 4 <KEIN EINTRAG>...
Seite 20 7.1 Konfiguration über Programmiergerät PRG 100 Allgemeine Bedeutung der Funktionstasten: Taste Abbruch-Taste (Escape-Taste). Dient zum Verlassen eines Untermenüs bzw. bricht eine vorherige Eingabe ab, ohne die Eingabe zu übernehmen. Taste + Dient der schrittweisen Auswahl eines Menüpunkts nach oben, oder der Auswahl/Vergrößerung eines Parameters während einer Eingabe.
Seite 21 7.1.1 Übersicht: Hauptmenü PRG100 in Terminal-Buchse einstecken und Taste lange drücken * PRG100 V2.00 * JP4 stecken und Klemme XBTN kurz überbrücken Anzeige von Gerätetyp, Firmwareversion, sowie der programmierten * NSM1+ V3.00 * Gerätenummer (wird vom Leitstand programmiert). 1234567 Zugang in das Konfigurationsmenü, zum Festlegen der Konfiguration?
Seite 22 7.1.2 Menü Konfiguration (Übersicht) Eingabe der max. 25-stelligen ersten Notrufnummer. Notrufnummer 1: <KEIN EINTRAG!> Eingabe der max. 25-stelligen zweiten Notrufnummer. Notrufnummer 2: <KEIN EINTRAG!> Auswahl des Notrufziels für die erste Notrufnummer. Notrufziel 1: TELEFON Auswahl des Notrufziels für die zweite Notrufnummer. Notrufziel 2: LEITSTAND Eingabe der max.
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Seite 23 Eingangsstatus für den Eingang XIN3 wird angezeigt und Status XIN3: einmal pro Sekunde aktualisiert. Aktueller Schaltzustand von Ausgang 1 kann abgelesen und Ausgang XOUT1: beliebig geändert werden. Aktueller Schaltzustand von Ausgang 2 kann abgelesen und Ausgang XOUT2: beliebig geändert werden. Festlegen der max.
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Seite 24 Notrufnummer/Timerrufnummer/Techniknummer Menü Konfiguration? Notrufnummer 1: Notrufnummer 1: < > < > Bei der Eingabe der max. 25-stelligen Notrufnummern können auch die Zeichen # und / verwendet werden, wobei diese folgende Bedeutung haben: Wahlpause von 1 Sekunde einfügen Warten auf Wählton (Freizeichen) Die Eingabe der zweiten Notrufnummer sowie der Timerrufnummer und der Technikrufnummern erfolgt sinngemäß.
Seite 25 7.1.3 Notrufziel/Timerziel/Technikziel Menü Konfiguration? Notrufziel 1: Notrufziel 1: Notrufziel 1: Notrufziel 1: Die Eingabe des Ziels zur jeweiligen Rufnummer stellt sicher, dass abgehende Rufe korrekt abgehandelt und quittiert werden müssen. TELEFON Die gewählte Rufnummer ist ein Telefon. Der Angerufene erhält einen Hinweiston eingespielt, den er mit einer beliebigen Zifferntaste am Telefon quittieren muss.
Seite 26 7.1.4 Timertest Menü Konfiguration? Timertest: Timertest: Timertest: Timertest: Timertest: Timertest: Timertest: Timertest: Hier wird festgelegt, ob ein Timeranruf durchgeführt werden soll und in welchem Rhythmus. TAEGLICH Das Wählgerät meldet sich täglich zur programmierten Timerzeit. WOECHENTLICH Das Wählgerät meldet sich wöchentlich zur programmierten Timerzeit.
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Seite 27 ALLE XX TAGE Das Wählgerät meldet sich im XX-Tage-Intervall zur programmierten Timerzeit. Der erste Timeranruf findet zur nächstmöglichen Timerzeit statt und ab da alle XX Tage. Liegt eine Störung vor, wird diese vorzeitig zur programmierten Timerzeit übertragen. Der reguläre Timerintervall bleibt hiervon unberührt. Der Wert für XX kann zwischen 01 und 31 verändert werden.
Seite 28 7.1.5 Timerzeit Menü Konfiguration? Timerzeit: Timerzeit: Falls Timeranrufe aktiviert sind, finden diese zur hier festgelegten Uhrzeit statt. Bei der Aufschaltung mehrerer Wählgeräte ist darauf zu achten, dass eine Zeitdifferenz von mindestens 3 Minuten zwischen den Anrufen eingehalten wird. 7.1.6 Maximale Verbindungsdauer Menü...
Seite 29 7.1.7 Zeitglieddauer Menü Konfiguration? Zeitglieddauer: Zeitglieddauer.: Zeitglieddauer.: Wird für einen der Eingänge die Konfiguration „Zeitglied“ verwendet, kann hier die Zeit in Minuten angegeben werden, nach der das Auslösekriterium erneut überprüft wird. Wertebereich: 1 – 250 Minuten oder 10 Sekunden. Wurde ein Eingang als „Zeitglied“...
Seite 30 7.1.9 Meldetyp Menü Konfiguration? Meldetyp XIN1: Meldetyp XIN1: Meldetyp XIN1: Hier können Sie den Meldetyp festlegen, d.h. unter welchen Umständen ein Eingang eine Statusmeldung absetzen soll, wenn sich dessen Eingangszustand ändert. Meldetyp Ruhezustand Statusmeldung AUF Statusmeldung ZU Eingang XIN (Störmeldung) (Klarmeldung) unbestimmt...
Seite 31 7.1.10 Formatieren Menü Soll das Wählgerät wieder in den werksseitigen Auslieferzustand versetzt werden, so wird dies durch eine Formatierung erreicht. Formatieren? Formatieren? Formatieren: Sind Sie sicher? ..Uhrzeit, Datum sowie aufgesprochene Ansagetexte bleiben erhalten. WICHTIGER HINWEIS: Beim Formatieren darf keine Steckbrücke gesteckt sein, da der Formatiervorgang sonst nicht durchläuft!
Seite 32 7.2 Konfiguration über Telefon Um den Missbrauch und versehentliches Ändern wichtiger Parameter zu verhindern, ist der Zugang in den Telefon-Programmiermodus über einen 4-stelligen Sicherheitscode abgesichert. Zugang in den Programmiermodus: Rufen Sie das Wählgerät mit einem tonwahlfähigen Telefon Nachdem sich das Wählgerät mit einem Piepton gemeldet hat, haben Sie 5 Sekunden Zeit, den 4-stelligen Sicherheitscode über die Zifferntastatur Ihres Telefons einzugeben.
Seite 34 #..00 Rufnummerneingabe Die Tastenfolge #..00 erlaubt die Eingabe von bis zu vier Rufnummern mit jeweils maximal 25 Ziffern einschließlich . für Amtston abwarten und # für Pause. Wählgerät Telefon #.00 Piep Ziffernfolge 1.
Seite 35 #..03 Maximale Verbindungsdauer Um sicherzustellen, dass eine Verbindung nicht versehentlich bestehen bleibt (Hörer nicht richtig aufgelegt), wird die Verbindungsdauer überwacht. Nach Ablauf der maximalen Verbindungsdauer legt das Wählgerät automatisch auf. Wählgerät Telefon #..03 Piep Max.
Seite 36 #..06 Wechsel in Ansagebetrieb Mit dem Befehl #/ / / / 06 beenden Sie den Konfigurationsmodus und gelangen direkt in den Ansagebetrieb. Im Ansagebetrieb (vergleichbar mit dem Sprechbetrieb bei NRT) erhalten Sie die aktuellen Zustände der Eingänge angesagt. Wählgerät Telefon #.
Seite 37 #..09 Wählgeräteeinstellungen zurücksetzen Um den werksseitigen Auslieferungszustand wieder herzustellen, kann eine Formatierung des EEPROM durchgeführt werden. Dabei werden alle Parameter zurückgesetzt, ohne jedoch Uhrzeit, Datum sowie die Ansagetexte zu verändern. Um ein versehentliches Formatieren zu verhindern, muss nach dem Befehl der Sicherheitscode eingegeben werden: Wählgerät Telefon #.
Seite 38 #..12 Automatische Amtsfindung (AAF) Bei automatischer Amtsfindung erkennt das Wählgerät selbstständig, ob es an einem Amtsanschluss oder an eine Nebenstelle angeschlossen ist und wählt ggf. die Ziffer „0“ als Amtskennziffer. Wählgerät Telefon #..12 Piep Automatische Amtsfindung 0 = Aus (Werkseinstellung)
Seite 39 #..20 Uhrzeit, Datum, Wochentag Mit der Tastenfolge #..20 erfolgt zuerst die Eingabe der Uhrzeit im 24- Stunden-Format „hh:mm“. Danach wird das Datum im Format „dd.mm.aaaa“ eingeben. Wählgerät Telefon #..20 Piep hhmm (Uhrzeit) Piep...
Seite 40 #..22 Timerrufnummer Mit der Tastenfolge #..22 wird die Rufnummer eingegeben, welche bei Timerauslösung angerufen wird. Die Rufnummer hat maximal 25 Ziffern einschließlich ..für Amtston abwarten und # für Pause. Wählgerät Telefon #.
Seite 41 #..44 DTMF-Protokollparameter Die Geschwindigkeit der DTMF-Übertragung lässt sich verändern, falls es an VoIP-Telefonanlagen zu Problemen kommt. Wählgerät Telefon #..44 Piep DTMF-Tondauer/Tonpause 0 = 60 ms 1 = 80 ms 2 = 100 ms (Werkseinstellung) 3 = 150 ms 4 = 200 ms 2xPiep...
Seite 42 #..72 Rufziele festlegen Mit der Tastenfolge #..72 startet die Eingabe der Ziel-Kennungen zu den Rufnummern 1 bis 4. Wählgerät Telefon #..72 Piep Zielkennung zu 1. Rufnummer 0 = Leitstand (Werkseinstellung) 1 = Telefon 2 = Telefon+Ansage...
Seite 43 Übersicht der Melde-/Ansagetexte: max. Telefon- Dauer Ansagetext Befehl für ab Werk aufgesprochen Aufnahme (Sek.) Statusmeldung AUF #*77 11 „Alarm, schwache Batterie“ Statusmeldung ZU #*77 12 „Die Netzversorgung wurde wiederhergestellt“ Statusmeldung AUF #*77 21 Statusmeldung ZU #*77 22 Ansagetext für Ziel #*77 60 „Hier automatischer Störungsmelder“...
Seite 44 #..88 Neuer Sicherheitscode Die Tastenfolge #..88 ermöglicht die Eingabe eines neuen Sicherheitscodes. Die neue Ziffernfolge muss dabei zweimal eingegeben werden, um Fehler zu vermeiden. Die Eingabe wird mit einem Piepton quittiert. Weicht die wiederholte Eingabe von der ersten Eingabe ab, ertönt die Fehlertonfolge (8xPiep) zur Fehlersignalisierung, die Eingabe des neuen Sicherheitscodes wird nicht übernommen, der ursprüngliche Sicherheitscode ist gültig.
Seite 46 8 Batterietausch Die optionale Lithiumbatterie (Typ Varta: 2/CR1/2AA, 6V/950mAh) wird nur dann benötigt, wenn: Die Timerfunktion verwendet wird. • Sprachansagen wiedergegeben werden sollen, zur Pufferung bei • schwacher Telefonleitung. Der Anschlussstecker der Batterie ist kodiert und darf nur in dieser Lage auf die Stiftleiste gesteckt werden.
Seite 47 9 Rechtliche Hinweise Allgemeine Bemerkungen über unsere Produkte und über diese Anleitung: Wir behalten uns das Recht vor, Änderungen die dem technischen • Fortschritt dieses Produkts dienen, ohne vorhergehende Ankündigung durchzuführen. Auf Grund der stetigen Weiterentwicklung können Fotos oder Abbildungen in dieser Bedienungsanleitung vom gelieferten Produkt abweichen.
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Seite 48 Art. Nr. 10 5569 Stand: Telegärtner Elektronik GmbH 02. Februar 2011 74564 Crailsheim Internet: e-mail: www.telegaertner-elektronik.de info@telegaertner-elektronik.de...