Infrarot-Bewegungsmelder
Funk
comstar F215 SL (Schleuse)
Der Bewegungsmelder comstar F215 SL ist eine Kom-
ponente des Drahtlosen Sicherungssystems DSS2.
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Allgemeines
Der Melder ist speziell für den Einsatz in einer Schleuse
in Verbindung mit einem mobilen Funk-Bedienteil
(MBT 24x) vorgesehen und besitzt einen Summer, der
beim Betreten der Schleuse piept, als Hinweis, dass die
Alarmverzögerungszeit läuft und unscharf geschaltet
werden muss.
Der Melder ist baugleich mit dem Bewegungsmelder
comstar F215 und wird in der Parametrierungssoftware
compasX als comstar F215 angelegt.
Zur Bewegungserkennung werden Pyroelemente
eingesetzt. Diese Bauteile detektieren Wärmestrah-
lung (Infrarot, Wellenlänge ca. 10 µm), die auch vom
menschlichen Körper ausgesandt wird. Der comstar F
Melder unterteilt den Raum in keilförmige Sektoren
und überwacht diese auf Änderung der empfangenen
Infrarotstrahlung. Änderungen werden durch warme
Objekte (Personen) verursacht, die diese Bereiche
durchqueren. Dabei wird die Temperaturdifferenz
des Objektes zum Hintergrund und die Bewegungs-
geschwindigkeit ausgewertet. Eine Geschwindigkeit
von 0,3 m/s reicht um einen Menschen in 15 m zu
detektieren. Langsame Änderungen der Temperatur (z.
B. Raumtemperatur) werden vom Melder ignoriert.
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Überwachungsbereich
comtar F215 SL (Schleuse)
comstar-Melder mit einer Reichweite von 15 m werden
zur Raum- oder Objektsicherung in Innenräumen
verwendet.
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Installationshinweise
3.1
Standort
Der Montagestandort ist so zu wählen, dass der
Eindringling den Erfassungsbereich sicher durchqueren
muss. Die typische Montagehöhe ist ca. 2,5 m (max.
3 m) über dem Fußboden.
Für den falschalarmfreien Betrieb eines Bewegungs-
melders ist die Einhaltung von einigen Regeln von
größter Wichtigkeit. Beachten Sie deshalb folgende
Regeln:
Vor der Montage ist zu prüfen, ob am vorgesehenen
n
Montageort die Feldstärke der Funkverbindung
ausreicht (siehe 5 Projektierungsmode).
Es ist auf einen möglichst großen Abstand zu poten-
n
ziellen breitbandigen Langzeitstörern wie Computer,
Kollektormotoren, Leuchtstoffröhren, Energiespar-
lampen o.Ä. zu achten.
n
Aus Gründen eines günstigen Antennenwirkungs-
grades muss auf einen möglichst großen Abstand
der Antenne zu anderen leitfähigen Teilen der
Umgebung, wie z. B. Metallgehäusen, Metallfenster-
rahmen, Kabel usw. geachtet und mindestens 10 cm
Abstand von der Decke eingehalten werden.
n
Verwenden Sie keinen Deckenmontagewinkel.
Auf Objekte im Raum achten, die den Überwa-
n
chungsbereich durch Abschattungen begrenzen
könnten (z. B. Schilder, Säulen).
n
Die größte Störquelle für die Auswertung der
detektierten Wärmestrahlung ist die Sonne. Da ihre
Energie sehr stark ist, kann sie selbst über reflek-
tierende Gegenstände den Melder stören. Deshalb
darf der Melder weder durch direktes, noch durch
gespiegeltes Sonnenlicht angestrahlt werden. Aus
diesem Grund sollte der Melder nie gegen das Fens-
ter gerichtet werden.
Gebäuden mit Bodenheizung sollten die Hauptwirk-
n
zonen nicht gegen den warmen Boden gerichtet
werden, da dadurch eine Empfindlichkeitseinbuße
entstehen kann. Außerdem dürfen andere Wärme-
quellen wie Heizlüfter, Infrarotstrahler, Glühlampen,
Leuchtstoffröhren usw. die sich im Überwachungsbe-
reich befinden, nicht ein- und ausgeschaltet werden.
Auch Heizungen, die mit Warmluftumwälzung arbei-
n
ten, dürfen nicht im Erfassungsbereich liegen.
Mehrere Melder in einem Raum müssen mit einem
n
Mindestabstand von 1 m montiert werden.
Der Melder darf nicht betauen und keinen aggressi-
n
ven Dämpfen ausgesetzt sein.
n
Während der Scharfzeit dürfen sich keine Tiere im
Überwachungsbereich aufhalten und Lichtquellen
nicht ein- und ausgeschaltet werden.
Zusätzliche Hinweise zum Montageort von Funkkom-
ponenten und Lebensdauer der Batterie, Kanalana-
lyse, Feldstärke, Verfügbarkeit usw. können Sie der
Technischen Beschreibung „Funk-Gateway FGW 210"
entnehmen.
Auch bei einer vorübergehenden Außerbetrieb-
nahme der EMZ/FGW 210 ist der Ruhestromver-
brauch des Melders vorhanden. Für eine längere
Außerbetriebnahme der EMZ sollte daher der
Batteriepack im Melder ausgesteckt werden.
3.2
Montage
Der Melder ist sowohl auf der Wand, als auch im
oder über Eck auf einer ebenen Fläche ohne Zubehör
montierbar.
Gehäuse öffnen, Befestigungslöcher ausbrechen
Befestigungslöcher an den Montageort übertragen
und in die Wand bohren
Gehäuseunterteil anschrauben, es darf sich dabei
nicht verziehen
Gehäuseunterteil
A
B
bei Eckmontage den Melder nur auf einer Seite mit
2 Schrauben befestigen (links-links oder rechts-
rechts) um Verzug zu vermeiden
Position B muss für die Überwachung auf Entfer-
Position B muss für die Überwachung auf Entfer-
nung von der Montagefläche verwendet werden
Gehäuseoberteil
Antenne
Batteriepack
mit Klettver-
schluss
befestigt
Stößel für DK
im Gehäuseunterteil dürfen keine Öffnungen vor-
handen sein, um Fehlfunktionen der Pyroelemente
durch Staub, Insekten, Spinnen usw. zu vermeiden
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Inbetriebnahme
Voraussetzungen
Firmware FGW 210 --> ab 2.05
Firmware complex 200H/400H --> ab 16.44
Für die Inbetriebnahme muss am Bedienteil BT 4x0
der EMZ das Einlernen von Funkmeldern eingeschaltet
sein.
Einlernen Funk
Menü „Einlernen Funk"
Gateway x
ein
Nach dem Anschließen der Batterie erfolgt zunächst
ein Selbsttest, die LED leuchtet orange. Danach wird
die Lernfunktion des Melders automatisch aktiviert
(Oberteil offen lassen).
Eine positive Rückmeldung der Einlernfunktion erfolgt
durch grünes Leuchten der LED am Bewegungsmelder
für ca. 1 s, gleichzeitig wird der Summer an der EMZ
aktiviert. Ist der Einlernvorgang fehlgeschlagen, leuch-
tet die rote LED für ca. 1 s auf. Durch Betätigen des
Deckelkontakts für 1 s wird der Einlernvorgang erneut
durchgeführt.
Prüfen Sie nach der Inbetriebnahme im Projek-
tierungsmode die Feldstärke der Funkverbin-
dung. Wird die Feldstärke der Funkverbindung
durch die rot blinkende LED angezeigt, ist
eine Funkverbindung noch vorhanden, doch
muss ein Montageort mit besserer Feldstärke
gewählt werden.
Betriebsartabhängige Hinweise:
Die Parametrierung des Infrarot-Bewegungsmelders
Funk comstar F215 erfolgt über die Einbruchmelder-
zentrale mit der PC-Software compasX.
Der Infrarot-Bewegungsmelder kann durch Parame-
trierung unnötige Funkmeldungen unterdrücken und
dadurch eine längere Batterielebensdauer erreichen.
Je nach Betriebsart kann eine Sendepause und die
Retrigger-Funktion aktiviert werden.
n
Sendepause
Bewegungen innerhalb der Sendepause führen nicht
zu erneuten Meldungen bzw. Signalisierungen. Erst
nach der Ablauf der Sendepause können erneute
Bewegungen den Infrarot-Bewegungsmelders akti-
vieren.
Retrigger-Funktion
n
Bewegungen innerhalb der Sendepause starten
erneut die Zeit der Sendepause. Erst wenn diese
abgelaufen ist, können neue Bewegungen den
Infrarot-Bewegungsmelder aktivieren.