Bedienungsanleitung
MFB-KRAFTZWERG
Allgemeines
Der KRAFTZWERG ist die semimodulare Version des MFB-SYNTH 2. An die Stelle von Speicherplätzen
und voller MIDI-Kontrolle treten hier 37 Patchbuchsen, die es ermöglichen den internen Signalweg aufzu-
brechen, um einzelne Komponenten von einem Analog-Sequenzer zu steuern. Natürlich ist der KRAFT-
ZWERG auch allein zu betrieben, sogar völlig ohne Patchkabel. Der klassische Signalweg VCO-VCF-
VCA und die gängigsten Modulationsverbindungen sind intern vorverkabelt. Die kleine Beschriftung unter
den Eingangsbuchsen zeigt an, wenn und womit eine Verbindung besteht. Über den MIDI-Eingang lässt er
sich daher wie jeder andere Synthesizer spielen. Der KRAFTZWERG besitzt alle Komponenten einer
kraftvollen und flexiblen Klangerzeugung: Drei VCOs mit Hard-Sync, 24-dB-Tiefpassfilter,
Rauschgenerator, Ringmodulator, zwei Hüllkurven, zwei LFOs und einen VCA.
Betrieb
Das Steckernetzteil wird in die POWER-Buchse gesteckt. An die Out1 oder Out2 Buchse des VCA`s wird
ein Verstärker angeschlossen. Der MIDI IN wird mit dem MIDI OUT von einem Keyboard verbunden, oder
CV1 (Triple VCO) und Gate1 (ADSR) mit einem CV/Gate Keyboard. Nun kann der KRAFTZWERG mit
dem ON/OFF Schalters eingeschaltet werden.
Hinweis: Da es sich bei dem KRAFTZWERG um einen analogen Synthesizer handelt, sollte er nach dem
Einschalten erst einmal min 5-10 Minuten "warmlaufen".
Funktion
Der KRAFTZWERG beinhaltet die klassischen Elemente eines analogen Synthesizers, die hier noch ein-
mal kurz aufgeführt sind.
DUAL LFO
Ganz links befinden sich zwei LFOs, langsam schwingende Oszillatoren, die vorrangig für Modulationen
eingesetzt werden. Die beiden unabhängigen Sektionen verfügen jeweils über drei Wellenformen, CV-
Eingang mit Abschwächer und einen Regelbereich von etwa 10 Sekunden bis ca. 100 Hz. Dieser Bereich
lässt sich mit einer geeigneten CV-Spannung sogar noch erheblich erweitern. Bei positiver oder negativer
Spannung kann die minimale bzw. maximale Geschwindigkeit um den Faktor 30 verlangsamt und erhöht
werden.
Jeder LFO besitzt seinen eigenen Reset-Eingang (negative Flanke), über den die Wellenform neu gestartet
wird. Bei entsprechender Einstellung der Geschwindigkeit und separatem Reset-Impuls lässt sich der LFO
hierüber mit einem Sequenzer synchronisieren.
Für LFO 1 stehen die Wellenformen fallender Sägezahn, Dreieck und Rechteck zur Verfügung, bei LFO 2
sind es steigender Sägezahn, Dreieck und Sample & Hold. Die Ausgangsspannungen betragen maximal +/-
5 Volt. Die CV-Eingänge beider LFOs sind intern miteinander verbunden. Sofern die Eingänge nicht
beschaltet sind, steuert LFO 1 die Geschwindigkeit von LFO 2 und umgekehrt. Die Abschwächer regeln
auch hierbei die jeweilige Modulationstiefe für diverse Modulationen wie VCO, VCF, VCA, aber auch
PWM (Pulsweitenmodulation von OSC1 + 2).
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