4.1
Feldst ¨ a rkeabh ¨ a ngigkeit
Die magnetische Permeabilit ¨ a t eines Materials h ¨ a ngt in der Re-
gel stark von der St ¨ a rke und Frequenz des magnetisierenden Fel-
des ab. Der Tastkopf des FERROMASTER enth ¨ a lt einen Dau-
ermagneten, der an der Pr ¨ u fspitze ein konstantes Magnetfeld
von etwa 35 kA/m erzeugt.
4.2
Remanenz
Viele Materialien, z. B. Edelst ¨ a hle, lassen sich mit einem starken
Magnetfeld permanent aufmagnetisieren. Die bei abgeschalte-
tem ¨ a ußeren Feld verbliebene Magnetisierung (Remanenz) be-
einflusst die Permeabilit ¨ a tsmessung, denn die Magnetfeldsen-
soren im Tastkopf reagieren auf inhomogene Felder, die von
der Probe ausgehen. Es empfiehlt sich daher, aufmagnetisier-
te Werkst ¨ u cke oder Proben vor der Permeabilit ¨ a tsmessung in
einem abklingenden Wechselfeld zu entmagnetisieren.
Außerdem muss ber ¨ u cksichtigt werden, dass eine unerw ¨ u nschte
Remanenz auch durch die Messung selbst verursacht werden
kann, denn die Materialprobe wird durch den Dauermagneten
im Tastkopf magnetisiert.
4.3
Probenoberfl ¨ a che
F ¨ u r eine genaue Messung muss der Tastkopf genau senkrecht
auf die Probe gesetzt werden. Eine Verkippung kann das Er-
gebnis etwas verf ¨ a lschen. Das Ger ¨ a t ist kalibriert an Referenz-
standards mit planer Oberfl ¨ a che. Bei gebogenen Oberfl ¨ a chen ist
eine Verf ¨ a lschung des Messergebnisses m ¨ o glich. Bei kompliziert
geformten oder sehr kleinen Teilen kann es sinnvoll sein, ein
Referenzst ¨ u ck aus einem Material mit bekannter Permeabilit ¨ a t
herzustellen.
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