3 Erstmalige Benutzung
3.1 Befüllen des Sensors und weitere Vorbereitung
Der Sensor wird mit leerem Innenvolumen versendet, so dass die Befüllung mit der
protonenhaltigen Flüssigkeit durch den Anwender zu erfolgen hat. Wir empfehlen hier die
Verwendung von Isopropanol oder flüssigem Paraffin. Tragen Sie während des Befüllens unbedingt
Handschuhe und eine Schutzbrille.
Zum Befüllen platzieren Sie den Sensor aufrechtstehend auf einer ebenen Fläche, so dass der
Austritt des Sensorkabels und die schwarze Verschlussschraube nach oben zeigen. Lösen Sie
dann zunächst die kleine Sicherungsschraube und dann die Verschlussschraube, um Zugang zum
inneren Volumen zu erhalten. Führen Sie nun einen Trichter in die Öffnung, und gießen Sie dann
die Flüssigkeit vorsichtig hinein. Der Sensor muss bis zur erstmaligen sprunghaften Verkleinerung
des Innendurchmessers befüllt werden, so wie in der folgenden Abbildung zu sehen.
FLÜSSIGKEITSPEGEL
Nach Beendigung des Füllvorgangs muss die Verschlussschraube sorgfältig festgezogen werden,
so dass der O-Ring das Innenvolumen verlässlich abdichten kann. Danach ziehen Sie auch die
Sicherungsschraube wieder fest.
Nach diesem Schritt sollte der Sensor draußen im Freien in einer Höhe von wenigstens 50 cm über
Grund platziert werden. Dies dient der Reduzierung von Gradienten-Einflüssen, welche
beispielsweise von oberflächennahen Mineralien rühren. Verwenden Sie dazu einen Stand aus
Kunststoff oder Holz. Dieser sollte jedoch keine Nägel oder andere metallische Bauteile enthalten.
Weiterhin sollte der zylindrische Sensor so orientiert sein, dass die Feldlinien des Erdmagnetfeldes
möglichst senkrecht zur Sensorachse stehen. Dies sorgt für ein optimales Präzessionssignal.
Natürlich kann das erstmalige Einschalten auch in einem Gebäude stattfinden. In diesem Fall
können jedoch nur die Menüführung, die Anzeige usw. ausprobiert werden, da die Messwerte aus
bereits genannten Gründen wahrscheinlich unbrauchbar sind. Optional ist es auch möglich, eine
Verbindung zu einem PC zu testen. Diese Verbindung dient der direkten Messdaten-Übertragung,
dem Transfer gespeicherter Messwerte oder der Aktualisierung der Firmware des Gerätes. Hier
kann ein stabilisiertes 12V-Netzgerät verwendet werden, sofern es einen Ausgangsstrom von
mindestens 2A liefert. Für stationäre Messungen z.B. in einem Observatorium ist ein
hochqualitatives Labornetzgerät mit möglichst sauberer Ausgangsspannung obligatorisch.
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