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Inbetriebnahme; Informationen Zu Funk; Reichweitenplanung; Durchdringung Von Funksignalen - Oventrop Rbg-C F Installationsanleitung

Funk-raumbediengerät, solarbetrieben
Inhaltsverzeichnis
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Inbetriebnahme

Damit die Messwerte der Sensoren am Empfänger korrekt
ausgewertet werden, ist es notwendig, die Geräte in den Emp-
fänger (funkbasiertes Raummodul) einzulernen. Dies ist nur
über das entsprechende „DynaTemp"-Bedienprogramm möglich
und geschieht automatisch mittels der "Lerntaste" am Sensor
oder manuell im sogenannten „Offline-Modus" durch Eingabe
der 32bit Sensor-ID (Strichcode). Details werden in dem jeweili-
gen Betriebshandbuch beschrieben.
Das Gerät darf nur in trockenen, nicht explosionsgefährdeten
Räumen installiert werden.
9

Informationen zu Funk

9.1

Reichweitenplanung

Da es sich bei den Funksignalen um elektromagnetische Wellen
handelt, wird das Signal auf dem Weg vom Sender zum Emp-
fänger gedämpft. D.h. sowohl die elektrische als auch die mag-
netische Feldstärke nimmt ab, und zwar umgekehrt proportional
zum Quadrat des Abstandes von Sender und Empfänger
(E,H~1/r²) Neben dieser natürlichen Reichweiteneinschränkung
kommen noch weitere Störfaktoren hinzu: Metallische Teile, z.B.
Armierungen in Wänden, Metallfolien von Wärmedämmungen
oder metallbedampftes Wärmeschutzglas reflektieren elektro-
magnetische Wellen. Daher bildet sich dahinter ein sogenannter
Funkschatten. Zwar können Funkwellen Wände durchdringen,
doch steigt dabei die Dämpfung noch mehr als bei Ausbreitung
im Freifeld.
9.2

Durchdringung von Funksignalen:

Holz, Gips, Glas unbeschichtet 90...100%
Backstein, Pressspanplatten 65...95%
Armierter Beton 10...90%
Metall, Aluminiumkaschierung 0...10%
Für die Praxis bedeutet dies, dass die verwendeten Baustoffe im
Gebäude eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Funkreich-
weite spielen. Einige Richtwerte, damit man etwa das Umfeld
bewerten kann: Funkstreckenweite/-durchdringung:
9.3
Sichtverbindungen:
Typ. 30m Reichweite in Gängen
bis zu 100m in Hallen
Rigipswände/Holz: Typ. 30m Reichweite durch max. 5
Wände
Ziegelwände/Gasbeton: Typ. 20m Reichweite durch
max. 3 Wände
Stahlbetonwände/-decken: Typ. 10m Reichweite
durch max. 1 Decke
Versorgungsblöcke und Aufzugsschächte sollten als Abschot-
tung gesehen werden Zudem spielt der Winkel eine Rolle, mit
dem das gesendete Signal auf die Wand trifft. Je nach Winkel
verändert sich die effektive Wandstärke und somit die Dämp-
fung des Signals. Nach Möglichkeit sollten die Signale senkrecht
durch das Mauerwerk laufen. Mauernischen sind zu vermeiden.
Geräte, die ebenfalls mit hochfrequenten Signalen arbeiten, z.B.
Computer, Audio-/Videoanlagen, elektronische Trafos und
Vorschaltgeräte etc. gelten als weitere Störquellen. Der Min-
destabstand zu diesen Geräten sollte 0,5m betragen.
Einlern-Telegramm
bei Tastendruck
9.4
Sendehäufigkeit
Die Sensoren senden ereignis- oder zeitgesteuert Funkteleg-
ramme an den Empfänger.
9.5

Messprinzip und Telegramm-Erzeugung

9.5.1
A: „ereignisgesteuert"
Durch Tastendruck auf die Lerntaste des Gerätes wird der
interne Mikroprozessor aufgeweckt, der Messwert für Tempera-
tur ermittelt und ein Telegramm an den Empfänger generiert.
9.5.2
B: „zeitgesteuert"
Im Zeitintervall von ca. 1,6 Minuten (T_wake up) wird der interne
Mikroprozessor aufgeweckt und der Messwert für die Tempera-
tur ermittelt. Sollte sich der Zustand eines Einganges seit der
letzten Abfrage geändert haben (Temperaturänderung > 2%
(>0,8°C), wird sofort ein Telegramm erzeugt. Ist die Temperatur
unverändert gegenüber dem vorherigen Telegramm, so wird
spätestens nach Ablauf der festen Sendezeit von ca. 16 Minuten
(T_send) automatisch ein Telegramm erzeugt. Nachdem Ver-
senden eines Telegramms, egal ob durch Zustandsänderung
oder durch Ablauf von T_send erzeugt, werden die Timer für
T_wake up und T_intervall neu gestartet.
Hinweis: Ein Telegramm beinhaltet immer alle Informationen
(Temperaturwert etc....)
9.6

Werkseinstellungen

T_wake up: 100, T_intervall: 10
T_send = 100sec. wake up x 10 intervall = 1000 Sekunden =
ca. 16 Minuten
Hinweise:
Die Sendehäufigkeit hat auch einen direkten Einfluss auf die im
Energiespeicher zur Verfügung stehende Betriebsenergie und
damit auf die Entladezeit des Energiespeichers im laufenden
Betrieb.
Auch bei zu geringer Umgebungshelligkeit kann es unter Um-
ständen notwendig sein, das Gerät mit einer Lithium-Batterie
3,6V/1,1Ah, Typ: LS14250 / 1/2AA zu betreiben.
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