Rücksendung im Garantiefall Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall das Service-Team. Senden Sie das Gerät gereinigt an die Ihnen genannte Adresse. Bei Kontakt mit Prozeß medium ist das Gerät vor dem Versand zu dekontaminieren/desinfizieren. Legen Sie der Sendung in diesem Fall eine entsprechende Erklärung bei, um eine mögliche Gefährdung der Service-Mitarbeiter zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch si794 P wird zur pH/mV-, Redox- und Temperaturmessung im Industrie-, Umwelt-, Lebensmittel- und Abwasserbereich einge- setzt. Das robuste Kunststoffgehäuse gestattet den Schalttafeleinbau oder Wand- bzw. Mastmontage. Das Schutzdach bietet einen zusätzlichen Schutz vor direkten Witterungseinflüssen und mecha- nischer Beschädigung.
Sicherheitshinweise Bitte unbedingt lesen und beachten! Das Gerät ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Bei seiner Verwendung kön- nen unter Umständen dennoch Gefahren für den Benutzer bzw. Beeinträchtigungen für das Gerät entstehen. Lesen Sie deshalb vor der Inbetriebnahme dieses Gerätes das gesamte vorliegende Handbuch durch.
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Zeitpunkt Verbraucher in der EU elektrische Altgeräte zur Entsorgung an den Hersteller zurückgeben. Dies ist für den Verbraucher kostenlos. HINWEIS Anweisungen zur fachgerechten Entsorgung aller (gekennzeichneten und nicht gekennzeichneten) elektrischen Produkte, die von Hach-Lange geliefert oder hergestellt wurden, erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Hach-Lange-Verkaufsbüro.
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Signalwörter für Sicherheitshinweise Im Handbuch werden zur Hervorhebung von Sicherheits hinweisen Signalwörter verwendet. Sie stehen allein oder aber im Zusammenhang mit einem Sicherheitssymbol. Existieren mehrere Gefahren gleichzeitig, wird in diesem Handbuch dasjenige Signalwort (Gefahr, Vorsicht, Hinweis) verwendet, das der schwerwiegendsten Gefahr entspricht. GEFAHR Kennzeichnet eine mögliche oder unmit- telbare Gefahrensituation, die bei...
Allgemeine Sicherheitshinweise Das Meßgerät si794 darf nur gemäß den Anleitungen in diesem Handbuch installiert und genutzt werden. Wichtiger Hinweis Die Inbetriebnahme muß von Fachpersonal durchgeführt werden. Ist ein gefahrloser Betrieb nicht möglich, darf das Gerät nicht ein- geschaltet bzw. muß das Gerät vorschriftsmäßig ausgeschaltet und gegen unbeabsichtigten Betrieb gesichert werden.
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Hinweise zur Vermeidung elektrostatischer Entladungen (ESE) Wichtiger Hinweis Die empfindlichen elektronischen Komponenten im Geräte inneren können durch statische Elektrizität beschädigt werden, was zu Beeinträchtigungen der Geräteleistung bis hin zum Ausfall des Geräts führen kann. Leiten Sie eventuell auf Ihrem Körper vorhandene statische Elektrizität ab, bevor Sie z.
Montageplan Kabelverschraubung (3 Stück) Bohrungen für Kabel- verschraubung oder Conduit 1/2“, ø 21,5 mm (2 Bohrungen) Conduit-Verschraubungen sind nicht im Lieferumfang enthalten! Bohrungen für Mastmontage (4 Bohrungen) Bohrungen für Wandmontage (2 Bohrungen) Abb.: Befestigungsplan...
DC-Versorgung über Akkumulatoren oder 24V DC/AC Versorgung über Trenntrafo)! Wird das Controller-System im Freien betrieben, schalten Sie einen Überspannungsschutz zwischen Netz und Controller-System! Die Klemmen sind für Einzeldrähte und Litzen bis 2,5 mm² geeignet. Litzen mit Aderendhülsen versehen. Klemmenbelegung Abb.: Klemmenbelegung si794 P...
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1 Schirmkappe über den Signaleingängen (zur Montage abschrauben) Hinweis: Der Kabelschirm muß unter der Schirmkappe enden. (bei Bedarf Leitungen entsprechend kürzen) 2 Anschlußklemmen für Temperaturfühler und Außenschirm 3 Anschlußklemmen für Meßkette 4 Anschluß Hilfsenergie Abb.: Installationshinweise, Blick auf Geräterückseite...
Schutzbeschaltung Schaltausgänge Schutzbeschaltung der Schaltkontakte Relaiskontakte unterliegen einer elektrischen Erosion. Besonders bei induktiven und kapazitiven Lasten wird dadurch die Lebens- dauer der Kontakte reduziert. Elemente, die zur Unterdrückung von Funken und Lichtbogenbildung eingesetzt werden, sind z.B. RC-Kombinationen, nichtlineare Widerstände, Vorwiderstände und Dioden.
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Typische Schutzbeschaltungsmaßnahmen A: DC-Anwendung bei induktiver Last B: AC/DC-Anwendungen bei kapazitiver Last C: Anschaltung von Glühlampen Induktive Last Freilaufdiode, z. B. 1N4007 (Polarität beachten) Kontakt Kapazitive Last Widerstand, z. B. 8 Ω/1 W bei 24 V / 0,3 A Kontakt Glühlampe, max 60 W / 230 V, 30 W / 115 V Kontakt Warnung!
Bedienoberfläche und Display Die Benutzerschnittstelle des si794-Transmitters umfaßt ein Dis- play, Anzeigen und Tasten für die Navigation und Menüauswahl. si794 Bedienoberfläche Verwenden Sie die Pfeil- und Eingabetasten, um im Menü zu blättern und um Einstellungen zu ändern. Verwenden Sie die Anzeigen, um festzustellen, in welchem Modus sich der Transmit- ter befindet.
Interface and navigation si794 Display 4.3 Display Die folgende Abbildung gibt alle möglichen Symbole an, die im Figure 11 identifies all of the possible icons and symbols that may be Display des si794-Transmitters angezeigt werden können. seen in the si792 transmitter display. Figure 11 Display Abb.: si794 Display 1 Passcode...
Bedienung: Die Tastatur Kalibrierung starten, beenden Konfigurierung starten, beenden Ziffernstelle auswählen (ausgewählte Stelle blinkt) Stelle ändern • Kalibrierung: Weiter im Programmablauf • Konfigurierung: Eingaben bestätigen, nächster Konfigurierschritt • Meßmodus: Ausgangsstrom anzeigen Cal-Info, Anzeige von Asymmetriepotential und Steilheit Error-Info, Anzeige der letzten Fehlermeldung Geräteselbsttest GainCheck starten...
Sicherheitsfunktionen Sensorüberwachung Sensocheck, Sensoface Sensocheck überwacht kontinuierlich den Sensor und die Zuleitungen. Sensocheck ist abschaltbar (Konfigurierung). Sensoface gibt Hinweise über den Zustand der Meßkette. Es werden Asymmetriepotential, Steilheit und Einstellzeit bei der Kalibrierung ausgewertet. Die drei Sensoface- Piktogramme geben Diagnose-Hinweise auf Verschleiß und Wartungsbedarf der Meßkette.
Sicherheitsfunktionen Der Hold-Zustand Anzeige auf dem Display: Der Hold-Zustand ist ein Sicherheitszustand beim Konfigurie- ren und Kalibrieren. Der Ausgangsstrom ist eingefroren (Last) oder auf einen festen Wert gesetzt (Fix). Alarm- und Grenzwert- kontakte sind inaktiv. Werden Kalibriermodus oder Konfiguriermodus verlassen, bleibt das Gerät aus Sicherheitsgründen weiterhin im Hold-Zustand.
Hold-Zustand extern auslösen Der Holdzustand kann von außen über ein Signal am Hold- Eingang gezielt ausgelöst werden (z. B. über das Prozeßleitsystem PLS). Hilfsenergie 12...24 V AC/DC Hold- Eingang si794 Prozeßleitsystem (PLS) Hold aktiv Hold inaktiv 10 ... 30 V AC/DC 0 ...
Konfigurierung Im Konfiguriermodus werden die Geräteparameter eingestellt. Das Gerät kann zwei verschiedene Parametersätze speichern und zwischen beiden Sätzen umschalten. Die Sensordaten und Ausgang “Clean/Pset2” werden nur in Parametersatz 1 parametriert und sind für beide Parametersätze wirksam. Konfigurieren drücken conf Modus-Code „1200“ eingeben: Parametersatz 1 ändern mit 4 und Parametersatz 1...
Menüstruktur der Konfigurierung Die Konfigurierschritte sind in Menügruppen zusammengefaßt. Mit Hilfe der Pfeiltasten kann zur jeweils nächsten Menügruppe vor- bzw. zurückgesprungen werden. Jede Menügruppe besitzt Menüpunkte zur Einstellung der Parameter. Öffnen der Menüpunkte mit enter. Das Ändern der Werte erfolgt mit den Pfeiltasten, mit enter werden die Einstellungen bestä- tigt/übernommen.
Übersicht Konfigurationsschritte code Menü Auswahl Vorgabe Ausgang 1 out1 PH / ORP Auswahl Meßgröße Auswahl Elektrodentyp (GLAS EL/FEt EL ) GLAS EL 0-20 mA/4-20 mA 4-20 mA Auswahl Strombereich xxxx 00.00 pH Eingabe Stromanfang xxxx 14.00 pH Eingabe Stromende xxxx SEC 0 SEC Zeitkonstante Ausgangsfilter 22 mA-Signal bei Error...
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code Menü Auswahl Vorgabe Alarmeinstellungen ALrt ON / OFF Auswahl Sensocheck xxxx s 0010 s Eingabe Verzögerungszeit Alarm ON / OFF LED im HOLD-Zustand rLAY Relais 1/2: Grenzwerte, Regler LiMIT / CtROL LiMIT Auswahl Grenzwertfunktion / Regler Lo / Hi Auswahl Kontaktfunktion N/O / N/C Auswahl Kontaktverhalten...
Konfigurierung Ausgang 1 Elektrodentyp auswählen. Meßverfahren. Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl Meßgröße Ausgang 1 Wahl Elektrodentyp Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Error Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
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code Display Aktion Auswahl Konfigurierung wählen (conf drücken) Modus-Code „1200“ eingeben (Position mit Pfeiltaste 4 anwäh- len und Zahlenwert mit 5 Taste ändern, wenn “1200” im Display Nach korrekter Eingabe steht, mit enter bestätigen) erscheint für ca. 3 s das Begrüßungsdisplay (CONF) Gerät geht in den HOLD-Zustand.
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Konfigurierung Ausgang 1 Ausgangsstrombereich. Stromanfang. Stromende. Menügruppe code Wahl Menüpunkt Display Auswahl Meßgröße Ausgang 1 Wahl Elektrodentyp Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Error Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
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code Display Aktion Auswahl 4 - 20 mA Ausgangsstrombereich einstellen (0 - 20 mA) Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter pH -2 ... 16 Stromanfang (-1500 mV Eingabe unteres Meßbereichs- ende, abhängig von der zuvor +1500mV) gewählten Meßgröße (pH bzw. ORP) Auswahl Taste 4, Zahlenwert mit Taste 5, Weiter mit enter...
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Konfigurierung Ausgang 1 Zeitkonstante Ausgangsfilter Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl Meßgröße Ausgang 1 Wahl Elektrodentyp Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Error Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
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code Display Aktion Auswahl Zeitkonstante Ausgangsfilter Voreinstellung: 0 s (inaktiv). 0 ... 120 s Vorgabe einer Zeitkonstante: Auswahl Taste 4, Zahlenwert mit Taste 5, weiter mit enter Zeitkonstante Ausgangsfilter Zur Beruhigung des Stromausgangs kann ein Tiefpaß-Filter mit einstellbarer Filterzeitkonstante eingeschaltet werden. Bei einem Sprung am Eingang (100 %) steht nach Erreichen der Zeitkonstante am Ausgang ein Pegel von 63 %.
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Konfigurierung Ausgang 1 Ausgangsstrom bei Error und HOLD. Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl Meßgröße Ausgang 1 Wahl Elektrodentyp Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Error Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
code Display Aktion Auswahl 22 mA-Signal bei Fehlermeldung Auswahl mit Pfeiltaste 4 (ON) Weiter mit enter LAST Ausgangssignal bei HOLD (FIX) LAST: bei HOLD wird der letzte Meßwert am Ausgang gehalten FIX: bei HOLD wird ein (vorzugeben- der) Wert am Ausgang gehalten Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter 21.0 mA...
code Display Aktion Auswahl °C Temperatureinheit festlegen (°F) Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter 1000 PT Temperaturfühler auswählen (100 PT, Auswahl mit Pfeiltaste 4 30NTC, Weiter mit enter 8.55NTC, 3000B) 4 - 20 mA Ausgangsstrombereich einstellen (0 - 20 mA) Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter 000.0 °C...
Konfigurierung Ausgang 2 Zeitkonstante Ausgangsfilter Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl °C/°F Ausgang 2 Wahl Temperaturfühler Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Temp.-Fehler Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
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code Display Aktion Auswahl Zeitkonstante Ausgangsfilter Voreinstellung: 0s (inaktiv). (0 ... 120 s) Vorgabe einer Zeitkonstante: Auswahl Taste 4, Zahlenwert mit Taste 5, Weiter mit enter Zeitkonstante Ausgangsfilter Zur Beruhigung des Stromausgangs 2 kann ein Tiefpaß-Filter mit einstellbarer Filterzeitkonstante eingeschaltet werden. Bei einem Sprung am Eingang (100 %) steht nach Erreichen der Zeitkonstante am Ausgang ein Pegel von 63 %.
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Konfigurierung Ausgang 2 Temperaturfehler. Ausgangsstrom bei HOLD. Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl °C/°F Ausgang 2 Wahl Temperaturfühler Auswahl 0-20 / 4-20 mA Eingabe Stromanfang Eingabe Stromende Ausgangsfilter einstellen 22 mA bei Temp.-Fehler Hold-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter...
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code Display Auswahl Aktion 22 mA-Signal bei Fehlermeldung (ON) Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter LAST Ausgangssignal bei HOLD LAST: (FIX) bei HOLD wird der letzte Meßwert am Ausgang gehalten FIX: bei HOLD wird ein (vorzugeben- der) Wert am Ausgang gehalten Auswahl mit Pfeiltaste 4 Weiter mit enter 21.0 mA...
Konfigurierung Temperaturkompensation Temp.-Erfassung Messen/Kalibrieren, TK Meßmedium Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Temp. beim Messen Temperatur- kompensation Temp. beim Kalibrieren Eingabe Tk Meßmedium Beenden: Taste conf, dann enter...
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Aktion code Display Auswahl Auswahl Temperaturerfassung beim Messen (Auto/MAN) (MAN) AUTO: Temperaturerfassung über Temperaturfühler MAN: Eingabe der Temperatur Auswahl Taste 4, Weiter mit enter 25 °C Nur bei Auswahl manueller Temperaturerfassung (MAN) (xxx.x °C) Temperatur eingeben. Position mit Pfeiltaste 4 anwäh- len und Zahlenwert mit Taste 5 ändern.
Konfigurierung Alarmeinstellungen Menügruppe code Display Wahl Menüpunkt Auswahl Sensocheck Alarm einstellungen Verzögerungszeit LED im HOLD-Zustand Beenden: Taste conf, dann enter Der Alarmkontakt Alarm Der Alarmkontakt ist im Normalbetrieb geschlossen (N/C, normally closed contact, Ruhestromkreis). Bei Alarm oder Hilfsenergieausfall öffnet der Kontakt. So wird auch bei Leitungsbruch eine Ausfallmeldung ermöglicht (fail safe- Verhalten).
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code Display Aktion Auswahl Auswahl Sensocheck ON / (kontinuierliche Überwachung der Glas- und Bezugselektrode) Auswahl Taste 4 , weiter mit enter 0010 s Verzögerungszeit Alarm Auswahl Taste 4 , Zahlenwert mit (xxxx s) Taste 5 , weiter mit enter ON / LED im Hold-Zustand Auswahl Taste 4 , weiter mit enter...
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code Display Aktion Auswahl LiMIT Verwendung der Relais: • Grenzwertfunktion (LiMIT) (CtROL) • Regler (CtROL) Auswahl Taste 4 Weiter mit enter Hinweis: Wahl von CtROL führt zur Menügruppe Regler Ct. Funktion Grenzwert 1 – Prinzip: (Hi) s. Seite 55. Auswahl Taste 4 Weiter mit enter Kontaktverhalten Grenzwert 1 N/C: normally closed (Ruhekontakt)
Ansteuerung einer Spülsonde Über den Schaltkontakt “Clean” kann eine einfache Spülsonde angeschlos- sen werden. In der Konfigurierung werden Spülzeit und Spülintervall para- metriert. Das Kontaktverhalten kann gewählt werden N/O, N/C. z.B. Spritzreinigung Clean Hilfsenergie Signalisierung Parametersatz 1/2 Je nach gewähltem Parametersatz ist das Relais aktiv oder inaktiv.
Parametersatz umschalten 1/2 manuell oder über ein Signal am Control-Eingang Display Aktion Auswahl Umschalten der Parametersätze conf drücken, Code 7654 eingeben Auswahl Taste 4 , Zahlenwert mit Taste 5 , weiter mit enter Nach korrekter Eingabe Falsch eingestellte Parameter verändern die erscheint für ca.
Display Aktion Auswahl Bei Auswahl Control-Eingang Ctr-EXT Der Parametersatz kann über ein exter- nes Signal am Control-Eingang umge- schaltet werden s. u. Parametersatz extern umschalten Der Parametersatz kann von außen über ein externes Signal am Control-Eingang umgeschaltet werden (z. B. über das Prozeßleitsystem PLS).
Voreinstellungen der Parametersätze Zwei komplette Parametersätze liegen im EEPROM ab. Bei Auslieferung sind beide Sätze identisch, können dann aber parametriert werden. Hinweis: Tragen Sie Ihre Konfigurierdaten auf den Folgeseiten ein. code. Parameter Voreinstellung code. Parameter Voreinstellung o1. Einheit pH / ORP rL.
Kalibrierung Die Kalibrierung paßt das Gerät an die Meßkette an. Aktivieren mit cal Aktivieren Modus-Code eingeben Parameter ändern mit 4 und 5, bestätigen/weiter mit enter. (Beenden mit cal, dann enter.) HOLD Während der Kalibrierung bleibt das Gerät aus Sicherheits- gründen im Hold-Zustand. Der Während Ausgangsstrom ist eingefro- ren (je nach Konfigurierung...
pH-Kalibrierung Mit Hilfe der Kalibrierung passen Sie das Gerät an die individuel- len Meßketteneigenschaften Asymmetriepotential und Steilheit an. Die Kalibrierung kann mit automatischer Puffererkennung Calimatic, mit manueller Puffereingabe, durch Eingabe vorge- messener Elektrodendaten oder durch Probennahme am Produkt erfolgen. Bei Einsatz von ISFET-Sensoren muß zunächst der Nullpunkt eingestellt werden.
Nullpunktverschiebung (ISFET) Ermöglicht die Verwendung von Meßketten mit abweichendem Nullpunkt (nur pH) Display Aktion Bemerkung cal drücken, Code 1001 Gerät geht in den eingeben Hold-Zustand. Auswahl Taste 4 , Zahlenwert Bei ungültigem mit Taste 5 , weiter mit enter Code geht das Gerät zurück in den Meßmodus Kalibrierbereitschaft...
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Display Aktion Bemerkung Am Ende des Einstellvorgangs Die ist nicht der end- wird die Nullpunktverschie- gültige Kalibrierwert der Meßkette! bung [mV] der Meßkette (bezo- Asymmetriepotential gen auf 25 °C) angezeigt. und Steilheit müssen Weiter mit enter mit einer kompletten 2-Punkt-Kalibrierung (cal 1100) ermittelt werden (siehe folgen- de Seiten).
Automatische Kalibrierung mit Calimatic (BUF -xx-) Temperaturerfassung automatisch oder manuell Das Gerät kann nur richtig arbeiten, wenn die verwendeten Puffer- lösungen mit dem konfigurierten Puffersatz übereinstimmen. Andere Pufferlösungen, auch mit gleichen Nennwerten, können ein anderes Temperaturverhalten aufweisen. Dies führt zu Meßfehlern. Display Aktion Bemerkung...
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Display Aktion Bemerkung Stabilitätsprüfung: Abbruch der gemessener mV-Wert wird Stabilitätsprüfung: cal drücken. angezeigt. (verrin- gerte Genauigkeit) Die Kalibrierung mit dem ersten Puffer ist beendet. Meßkette und Temperatur- fühler aus der ersten Puffer- lösung nehmen, gründlich abspülen. • Einpunktkalibrierung: Nur bei Einpunkt- Beenden mit cal.
Manuelle Kalibrierung Temperaturerfassung automatisch oder manuell Bei der Kalibrierung mit manueller Puffervorgabe muß der pH-Wert der verwendeten Pufferlösung temperaturrichtig ins Gerät eingegeben wer- den. Durch diese Voreinstellung kann die Kalibrierung mit jeder beliebigen Pufferlösung erfolgen. Der Kalibriermodus MAN und die Art der Tempera- turerfassung werden in der Konfigurierung voreingestellt.
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Display Aktion Bemerkung Stabilitätsprüfung: Abbruch der gemessener mV-Wert wird Stabilitätsprüfung: angezeigt. cal drücken. (verrin- gerte Genauigkeit) Die Kalibrierung mit dem ersten Puffer ist beendet. Meßkette undTemperatur- fühler aus der ersten Puffer- lösung nehmen, gründlich abspülen. • Einpunktkalibrierung: Nur bei Einpunkt- kalibrierung: Beenden mit cal.
Dateneingabe vorgemessener Meßketten Die Werte für Steilheit und Asymmetriepotential einer Meßkette können di- rekt eingegeben werden. Die Werte müssen bekannt sein, also z. B. vorher im Labor ermittelt werden. Der Kalibriermodus DAT muß in der Konfigurierung voreingestellt sein. Display Aktion Bemerkung cal drücken, Code 1100 Bei ungültigem Code...
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Umrechnung der Steilheit [%] in [mV/pH] bei 25 °C: mV/pH 46,2 47,4 48,5 49,7 50,9 52,1 53,3 54,5 55,6 56,8 58,0 59,2 60,4 Umrechnung Asymmetriepotential in Meßkettennullpunkt: Meßkettennullpunkt NPKT [mV] Asymmetriepotential NPKT = 7 - Steilheit S [mV / pH]...
Produktkalibrierung Kalibrierung durch Probenentnahme Während der Produktkalibrierung verbleibt die Meßkette im Meßmedium. Der Meßprozeß wird nur kurz unterbrochen. Bei der Probennahme wird der aktuelle Meßwert im Gerät Ablauf: gespeichert. Das Gerät geht sofort wieder in den Meßmodus. Der Statusbalken Kalibrierung blinkt und erinnert daran, daß der Kalibriervorgang noch nicht abgeschlossen ist.
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Display Aktion Bemerkung Bis der Probenwert Meßmodus: bestimmt wurde und eingegeben werden kann, schaltet das Gerät Durch Blinken des CAL- wieder in den Statusbalkens wird angezeigt, Meßmodus. daß die Probenkalibrierung noch nicht abgeschlossen ist. Anzeige (ca. 3 s) Produktkalibrierung 2. Schritt: Wenn der Probenwert vor- liegt, erneuter Aufruf der Produktkalibrierung...
Redox-Kalibrierung Der Kalibriermodus wird automatisch bei Konfigurierung auf ORP- Messung eingestellt. Mit einer Redox-Pufferlösung kann die Spannung einer Redoxmeßkette kalibriert werden. Dabei wird entsprechend folgen- der Formel die Span nungsdifferenz zwischen der Meßspannung und der angegebenen Spannung der Kalibrierlösung festgestellt. Bei der Messung wird vom Gerät diese Differenz zur Meßspannung addiert.
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Display Aktion Bemerkung Bei ungültigem Kalibrierung anwählen Code geht das Gerät (cal drücken). zurück in den Modus-Code 1100 eingeben Meßmodus Auswahl Taste 4, Zahlenwert mit Taste 5, weiter mit enter. Anzeige (ca. 3 s) Meßkette und Temperatur- Gerät geht in den fühler ausbauen, reinigen und Hold-Zustand.
Abgleich Temperaturfühler Display Aktion Bemerkung Kalibrierung anwählen Falsch eingestellte (cal drücken, Parameter verän- Modus-Code 1015 eingeben) dern die Meßeigen- Auswahl Taste 4 , Zahlenwert schaften! Bei ungül- mit Taste 5 , weiter mit enter. tigem Code geht das Gerät zurück in den Meßmodus.
Diagnosefunktionen Display Bemerkung Anzeige der Ausgangsströme Im Meßmodus enter drücken. Der Strom Ausgang 1 wird in der Hauptanzeige dar- gestellt, der Strom Ausgang 2 darunter. Das Gerät geht nach 5 s wieder zurück in den Meßmodus. Anzeige der aktuellen Kalibrierdaten (Cal-Info) Im Meßmodus cal drücken und Code 0000 eingeben.
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Diagnosefunktionen Diese Funktionen dienen zum Test der angeschlossenen Peripherie Display Aktion / Bemerkung Vorgabe Strom Ausgang 1 • conf drücken, Code 5555 eingeben. Der in der Hauptanzeige angezeigte Strom für Ausgang 1 kann verändert werden. Auswahl Taste 4 , Zahlenwert mit Taste 5 , mit enter wird die Eingabe bestätigt und in der Nebenanzeige dargestellt.
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Display Aktion / Bemerkung Reglertest (manuelle Vorgabe der Stellgröße) • conf drücken, Code 5559 eingeben. Nach Aufruf der Funktion erscheint für ca. 3 s das Display “Ctrl”. Bei abgeschaltetem Regler erscheint zusätzlich “OFF”, danach Rückkehr zum Meßmodus. Die Funktion dient zum Anfahren von Regelkreisen oder zum Überprüfen der Stellglieder.
Reglerfunktionen PID-Regler P-Regler Einsatz bei integrierenden Regelstrecken (z. B. abgeschlossener Behälter, Chargenprozesse). PI-Regler Einsatz bei nicht integrierender Regelstrecke (z. B. Abwasserleitung). PID-Regler Mit dem zusätzlichen D-Anteil können auftretende Spitzen schnell ausgeregelt werden. Reglerkennlinie +100 % Stellgröße Y Relais 1 Neutralzone Y Sollwert Relais 2 -100 %...
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Reglergleichungen dY P Stellgröße Y = Y P + Y P dt + T V P-Anteil I-Anteil D-Anteil mit: Proportionalanteil Y P Proportionalanteil Nachstellzeit [s] Vorhaltezeit [s] Sollwert - Meßwert Y P = * K R Konstante Reglerverstärkung [%] Konstante 5 (für pH) 500 mV (für ORP) Neutralzone (Y=0) Erlaubte Abweichung vom Sollwert.
Reglerfunktionen Impulslängen- / Impulsfrequenzregler Der Impulslängenregler (PLC) Der Impulslängenregler dient zur Ansteuerung eines Ventils als Stellglied. Er schaltet den Kontakt für eine Zeit ein, deren Dauer von der Stellgröße abhängt. Die Periodendauer ist dabei konstant. Die minimale Einschaltdauer von 0,5 s wird nicht unterschritten, auch wenn die Stellgröße entsprechende Werte annimmt.
Kalibrierfehlermeldungen Problem Symbol blinkt: mögliche Ursache Asymmetriepotential außerhalb des zulässigen Bereiches (±60 mV) • Meßkette verbraucht • Pufferlösung unbrauchbar oder verschmutzt • Puffer gehört nicht zum konfigurierten Puffersatz • Temperaturfühler nicht mit in Pufferlösung getaucht (bei automatischer Temperatur- kompensation) • falsche Puffertemperatur eingestellt (bei manueller Temperaturvorgabe) •...
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Problem Symbol blinkt: mögliche Ursache Probleme bei der Erkennung der Pufferlösung (Fortsetzung) • bei manueller Kalibrierung wurden Pufferlösungen nicht in der eingestellten Reihenfolge verwendet • Pufferlösungen unbrauchbar oder verfälscht • falsche Puffertemperatur eingestellt (bei manueller Temperaturvorgabe) • Meßkette defekt • Meßkette nicht angeschlossen •...
Sensoface (Sensocheck muß in der Konfigurierung aktiviert sein) Der Smiley auf dem Display (Sensoface) gibt Hinweise auf Meßketten-Probleme (Sensordefekt, Kabeldefekt, Wartungsbedarf ). Die zulässigen Kalibrierbereiche und die Bedingungen für das freundliche, neutrale oder traurige Erscheinen von Sensoface sind in der folgenden Übersicht zusammengefaßt.
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Display Problem Status Asymmetrie- Asymmetriepotential und Steilheit potential und der Meßkette sind noch in Ordnung. Steilheit Ein Austausch der Meßkette sollte bald erfolgen. Asymmetriepotential und/oder Steilheit der Meßkette haben Werte erreicht, die eine einwandfreie Kalibrierung nicht mehr gewährlei- sten. Meßkette austauschen. Über 80 % des Kalibrierintervalls Kalibriertimer sind bereits abgelaufen.
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Technische Daten Ausgang 2 0/4 ... 20 mA, max. 10 V, potentialfrei (galv. verbunden mit Ausg. 1) Meßgröße Temperatur Überbereich *) 22 mA bei Temperaturfehlermeldungen Ausgangsfilter *) Tiefpaß, Filterzeitkonstante 0 ... 120 s Betriebsmeßabweichung < 0,3 % vom Stromwert +0,05 mA Meßanfang/-ende *) 20 ...
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max. Impulsfrequenz *) 0001 ... 0180 min -1 (Impulsfrequenzregler) Anzeige LC-Display, 7-Segment mit Symbolen Hauptanzeige Zeichenhöhe 17 mm, Meßwertzeichen 10 mm Nebenanzeige Zeichenhöhe 10 mm, Meßwertzeichen 7 mm Sensoface 3 Zustandsanzeigen (Gesicht freundlich, neutral, traurig) Statusanzeige 5 Statusbalken "meas", "cal", "Alarm", "Reinigung", "config" 18 weitere Piktogramme für Konfigurierung und Meldungen Alarmanzeige rote LED bei Alarm und HOLD, parametrierbar...
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Technische Daten Nennbetriebsbedingungen Umgebungstemperatur -20 ... +55 °C Transport-/Lagertemp. -20 ... +70 °C Relative Feuchte 10 ... 95 % nicht kondensierend Hilfsenergie 24 (-15%) ... 230 V AC/DC (+10%) Frequenz bei AC 45 ... 65 Hz DIN EN 61326 Störaussendung: Klasse B (Wohnbereich) Klasse A für Netz >...
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Puffertabellen -05- Standard-Puffer NIST NIST Standard (DIN 19266 : 2000-01) Hinweis: Die pH(S)-Werte der einzelnen Chargen der sekundären Referenzmaterialien werden in einem Zertifikat eines akkreditierten Labors dokumentiert, das den entsprechenden Puffermaterialien beigegeben wird. Nur diese pH(S)-Werte dürfen als Standardwerte der sekundären Referenzpuffermaterialien verwen- det werden.
Fachbegriffe Spannung, die eine pH-Meßkette beim Asymmetrie- pH-Wert 7 abgibt. Das Asymmetriepotential potential ist bei jeder Meßkette verschieden und ändert sich durch Alterung und Verschleiß. Automatische Puffererkennung. Vor der Calimatic ersten Kalibrierung muß einmalig der ver- wendete Puffersatz konfiguriert werden. Die patentierte Calimatic erkennt dann beim Kalibrieren automatisch die verwendete Pufferlösung.
GainCheck Geräteselbsttest, der automatisch in einem festen Intervall im Hintergrund abläuft. Es werden Speicher und Meßwertübertragung überprüft. Sie können GainCheck auch manuell starten. Es wird dann zusätzlich ein Displaytest durchgeführt und die Software- version angezeigt. Kalibrierung Anpassen des pH-Meßgerätes an die aktu- ellen Meßketteneigenschaften.
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Fachbegriffe Meßketten- Wird angegeben in % der theoretischen steilheit Steilheit (59,2 mV/pH bei 25 °C). Die Meßkettensteilheit ist bei jeder Meßkette verschieden und ändert sich durch Alterung und Verschleiß. Modus-Code Festgelegte vierstellige Zahl, zum Wählen bestimmter Modi. Nullpunkt siehe Asymmetriepotential Nullpunkt- Grundabgleich des ISFET-Sensors, um anpassung...
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Sensoface Gibt Hinweise zum Zustand der Meßkette. Es werden Nullpunkt, Steilheit und Einstellzeit ausgewertet. Außerdem werden die Sensocheck-Hinweise angezeigt. Steilheit siehe Meßkettensteilheit Zweipunkt- Kalibrierung, bei der Asymmetriepotential kalibrierung (Nullpunkt) und Steilheit ermittelt werden. Für eine Zweipunktkalibrierung werden zwei Pufferlösungen benötigt.
Fax +36 (06)1 225 7784 Fax +46 (0)8 7 98 05 30 info@hach-lange.de info@hach-lange.hu info@hach-lange.se www.hach-lange.de www.hach-lange.hu www.hach-lange.se DR. BRUNO LANGE AG HACH LANGE D.O.O. HACH LANGE SP.ZO.O. Juchstrasse 1 Fajfarjeva 15 ul. Opolska 143 a CH-8604 Hegnau SI-1230 Domžale PL-52-013 Wrocław...
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HACH LANGE LTD HACH LANGE HACH LANGE S.L.U. Unit 1, 8, Kr. Sarafov str. Edif. Arteaga Centrum Chestnut Road BG-1164 Sofia C/Larrauri, 1C- 2ª Pl. Western Industrial Estate Tel. +359 (0)2 963 44 54 E-48160 Derio/Vizcaya IRL-Dublin 12 Fax +359 (0)2 866 04 47 Tel.
Gewährleistung, Haftung und Beanstandungen Der Hersteller gewährleistet, dass das gelieferte Produkt frei von Material- und Verarbeitungsfehlern ist und verpflichtet sich, et- waige fehlerhafte Teile kostenlos instandzusetzen oder auszutau- schen. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt bei Gerä- ten 24 Monate. Bei Abschluß eines Inspektionsvertrags innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf verlängert sich die Verjährungsfrist auf 60 Monate.
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Montage oder nicht bestimmungsgerechten Einsatz entstehen, sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Prozeß-Geräte des Herstellers haben ihre Zuverlässigkeit in vielen Applikationen unter Beweis gestellt und werden daher häufig in automatischen Regelkreisen eingesetzt, um die wirtschaftlich günstigste Betriebsweise für den jeweiligen Prozeß zu ermög- lichen.