D-M9-TFT37DE
Installations- und Wartungsanleitung
Eigensichere Bauweise gemäß IECEx
Elektronischer Signalgeber
Serie D-M9BA-1161
Die Explosionsschutz-Spezifikation der Ausführung D-M9BA-1161 ist
Ex ia C T5 Ga.
Ex ia C T5 Ga
EPL-Code
(3) Temperaturklasse: T1 bis T5
(1) Gerätegruppierung:
(2) Untergruppen: verwendbar für A, B oder C
eigensichere Bauweise (bei EPL Ga)
Ex-Markierung für Atmosphären mit explosionsfähigen Gasen
(4) Der Signalgeber kann in Zone 0, 1 oder 2 verwendet werden.
(5) Treffen Sie unter Berücksichtigung der Betriebsumgebung
Maßnahmen gegen das Eindringen von Staub und/oder Wasser.
(6) Der Umgebungstemperaturbereich des Signalgebers ist -10 bis 60 ºC.
<Glossar>
1. Gruppeneinteilung der Geräte
Gruppe : elektrische Ausrüstung, die in Atmosphären mit
explosionsfähigen Gasen (außer Bergbau) eingesetzt wird, in
denen explosionsfähige Gase erzeugt werden können.
2. Gruppe
Untergruppen
Gruppe
Die Untergruppe bezeichnet die Gas-Explosionsklasse in
den konventionellen Vorschriften. Die Klassifizierung erfolgt je nach
Eigenschaft des explosionsfähigen Gases in A, B oder C. Die
Gefährdung des Gases nimmt von C nach A ab (C > B > A). Der
SMC-Signalgeber ist mit den Gasklassen A, B und C verwendbar.
3. Temperaturklasse
Die Temperaturklasse entspricht der Klassifizierung der max.
Oberflächentemperatur in den konventionellen Vorschriften und ist in
sechs Klassen unterteilt (T1 bis T6). Der SMC-Signalgeber ist mit den
Temperaturklassen T1 bis T5 verwendbar.
Tabelle 1 - Klassifizierung der max. Oberflächentemperatur
Temperaturklasse
max. Oberflächentemperatur
C
o
T1
450
T2
300
T3
200
T4
135
T5
100
T6
85
4. Explosionsgefährdeter Bereich
■Zone 0: Verwendbar
Ein Bereich, in dem eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre
als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln
ständig, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist.
■Zone 1: Verwendbar
Ein Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine
gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und
brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann.
■Zone 2: Verwendbar
Ein Bereich, in dem bei Normalbetrieb eine gefährlich
explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren
Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur
kurzzeitig auftritt.
5. Schutzgrad der Schutzart IP67
Schutz vor dem Eindringen von Staub und von Wasser, wenn das
Produkt mit dem in der Norm spezifizierten Druck und Dauer in
Wasser eingetaucht wird (gemäß IEC 60529).
1 Sicherheitshinweise
Diese Anleitung enthält wichtige Informationen zum Schutz des Bedieners und
Dritter vor Verletzungen und/oder zur Vermeidung von Schäden am Gerät.
•Lesen Sie vor der Verwendung des Produkts diese Anleitung, um die
korrekte Handhabung sicherzustellen. Zudem müssen vor dem Betrieb die
Anleitungen der zugehörigen Geräte gelesen werden.
•Bewahren Sie diese Anleitung für spätere Einsichtnahmen an einem
sicheren Ort auf.
•In dieser Anleitung wird der Grad der potenziellen Gefahren durch die
Hinweise „Achtung", „Warnung" oder „Gefahr" angezeigt. Die Hinweise
werden von wichtigen sicherheitsrelevanten Informationen begleitet, die
unbedingt beachtet werden müssen.
•Zur Gewährleistung der Sicherheit von Personal und Geräten müssen die
Sicherheitshinweise dieser Anleitung und des Produktkatalogs und alle
weiteren anwendbaren Sicherheitshinweise berücksichtigt werden.
ACHTUNG verweist auf eine Gefahr mit geringem
Achtung
Risiko, die leichte bis mittelschwere Verletzungen zur
Folge haben kann, wenn sie nicht verhindert wird.
WARNUNG verweist auf eine Gefahr mit mittlerem
Warnung
Risiko, die schwere Verletzungen oder den Tod zur
Folge haben kann, wenn sie nicht verhindert wird.
GEFAHR verweist auf eine Gefahr mit hohem
Gefahr
Risiko, die schwere Verletzungen oder den Tod zur
Folge hat, wenn sie nicht verhindert wird.
Dieses Produkt ist der Klasse A zugeordnet und ist dementsprechend für
die Verwendung in Industriebereichen vorgesehen.
In anderen Umgebungen ist die Einhaltung der elektromagnetischen
Verträglichkeit aufgrund von leitungsgebundenen und
strahlungsbezogenen Störungen möglicherweise nicht gegeben.
Verdrahtung
Gefahr
Explosionsgefährdeter Bereich
nicht explosionsgefährdeter Bereich
Signal-
Sicherheits-
+ (braun)
+
Kontrollaus-
geber
barriere
rüstung
- (blau)
-
Anm. 1
Anm. 1, 2
Anmerkungen:
1. Die Verdrahtung des Signalgebers bzw. verbundener Geräte muss so
vorgenommen werden, dass der Strom und die Spannung, die die
Leistung des eigensicheren Schaltkreises beeinträchtigen können,
nicht durch elektromagnetische oder elektrostatische Induktion
induziert werden.
2. Die Sicherheitsbarriere muss entsprechend der Bedienungsanleitung
des Herstellers der Sicherheitsbarriere installiert werden.
<Nenn-Parameter des Signalgebers>
max. Eingangsspannung (Ui) = 12,5 V
max. Eingangsstrom (Ii) = 25 mA
max. Eingangsleistung (Pi) = 78 mW
max. interne Induktanz (Li) = 13,5 μH
max. interne Kapazität (Ci) = 0,74 μF
<Am Signalgeber angeschlossene Sicherheitsbarriere>
Die am Signalgeber angeschlossene Sicherheitsbarriere muss der
IECEx-Zertifizierung entsprechen und die folgenden Bedingungen
erfüllen:
Max. Ausgangsspannung (Uo) = max. 12,5 V
Max. Ausgangsstrom (Io) = max. 25 mA
Max. Ausgangsleistung (Po) = max. 78 mW
Eigensichere Bauweise und Gruppen elektrischer Ausrüstung
Eigensichere Bauweise (bei EPL Ga): ia
Gruppen elektrischer Ausrüstung: C
Verwenden Sie die folgenden Parameter für die max. externe Kapazität
(Co) und die max. externe Induktanz (Lo).
Max. externe Induktanz (Lo): 13,5 μH
Max. externe Kapazität (Co): 0,74 μF
•Die elektrischen Anschlüsse unter Berücksichtigung der
Polaritätsangaben „+" und „-" vornehmen.
•Kabel keinen wiederholten Biege- bzw. Zugbelastungen aussetzen.
Wenn Po der Sicherheitsbegrenzung nicht bekannt ist, verwenden Sie
die folgende Formel zur Berechnung.
Po = (Uo x lo) / 4
1 Sicherheitshinweise (Fortsetzung)
Wartung und Reparatur des Signalgebers
Warnung
•Die Wartung des Signalgebers besteht im Wesentlichen aus einer
Sichtprüfung. Um zu verhindern, dass sich statische Elektrizität aufbaut,
bitte zur Reinigung stets ein feuchtes Tuch verwenden.
•Der Signalgeber in eigensicherer Bauweise kann grundsätzlich nicht
repariert werden. Bei Bedarf muss er ausgetauscht werden. Beim
Austauschen des Signalgebers sicherstellen, dass die Atmosphäre nicht
explosionsgefährdet ist und dass die Spannungsversorgung der
Begrenzung unterbrochen (OFF) ist. Nach der Verdrahtung
sicherstellen, dass der Signalgeber korrekt an die Steuerungs-
ausrüstung und die Ausrüstung angeschlossen ist, die mit der
eigensicheren Bauweise in Verbindung steht.
Demontage und Modifikation des Signalgebers
Warnung
•Den Signalgeber nicht auseinanderbauen oder modifizieren. Andernfalls
ist das Produkt möglicherweise nicht mehr explosionsgeschützt und
auch Unfälle können die Folge sein.
Warnung
Das Produkt darf nicht auseinandergebaut, verändert oder repariert werden.
Sonst besteht die Gefahr von Verletzungen oder eines Produktausfalls.
Das Produkt nicht außerhalb der Spezifikationen betreiben.
Das Produkt nicht mit entzündlichen oder schädlichen Flüssigkeiten verwenden.
Andernfalls können Brände, Störungen oder Beschädigungen des
Produkts die Folge sein.
Lesen Sie vor dem Gebrauch sorgfältig die Spezifikationen.
Bei Verwendung des Produkts in Verriegelungsschaltkreisen:
• Richten Sie ein doppeltes Verriegelungssystem ein, zum Beispiel ein
mechanisches System.
• Das Produkt regelmäßig kontrollieren, um den ordnungsgemäßen
Betrieb sicherzustellen.
Andernfalls besteht die Gefahr von Fehlfunktionen die Unfälle verursachen.
Vor und während Wartungsarbeiten sind folgende Anweisungen
zu beachten:
•Die Spannungsversorgung abschalten
Die Luftversorgung abschalten, die Leitungen entlüften und überprüfen, ob
die Restdruckluft in die Atmosphäre abgelassen wurde.
Andernfalls kann es zu Verletzungen kommen.
Achtung
Klemmen und Stecker nicht berühren, solange Spannung anliegt.
Elektroschock, Fehlfunktionen und Produktschäden können die Folge sein.
Nach Abschluss der Wartungsarbeiten sind die entsprechenden
Funktionstests durchzuführen.
Den Betrieb einstellen, wenn die Anlage nicht korrekt funktioniert.
Andernfalls kann es zu einer unerwarteten Funktionsstörung kommen
und die Sicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden.
■Vorsichtsmaßnahmen
○Bei der Auswahl und Handhabung des elektronischen Signalgebers
die folgenden Anweisungen beachten.
●Bei der Konzeption und Auswahl sind zudem nachfolgende
Anweisungen (Installation, Verdrahtung, Betriebsumgebung,
Einstellung, Betrieb und Instandhaltung) zu beachten.
*Angaben zum Produkt
•Die angegebene Versorgungsspannung beachten.
Andernfalls kann es zu einem Produktausfall oder Funktionsstörungen kommen.
•Mehrere Antriebe nicht nahe beieinander installieren.
Wenn zwei oder mehr Antriebe nahe beieinander parallel eingesetzt
werden, einen Mindestabstand von 40 mm zwischen den
Antriebskolbenstangen einhalten, da ansonsten Magnetinterferenzen
auftreten können, die das Produkt beeinträchtigen und Funktionsstörungen
verursachen. (Der Mindestabstand kann je nach Antriebsserie variieren.
Den für die jeweilige Serie angegebenen Wert verwenden.)
•Die Erfassung durch einen Signalgeber, der in mittlerer Hubposition
montiert ist, ist von der Kolbengeschwindigkeit abhängig. Die
Bedingungen müssen die nachfolgende Gleichung erfüllen.
Max. erfassbare Kolbengeschwindigkeit: V [mm/s]
Signalgeber-Betriebsbereich [mm]
V [mm/s] =
x1000
Betriebszeit der Last [ms]
•Bei der Verwendung des Produkts ist darauf zu achten, dass
Rückstrom verhindert wird, wenn der Schaltkreis geöffnet wird oder
ein Betrieb des Produkts zur Betriebsüberprüfung erzwungen wird.
Rückstrom kann Fehlfunktionen oder Produktschäden verursachen.
•Ausreichend Freiraum für Wartungsarbeiten vorsehen.
Sehen Sie den Aufbau so vor, dass ausreichender Platz für
Wartungsarbeiten vorhanden ist.
1 Sicherheitshinweise (Fortsetzung)
●•Handhabung des Produkts
*Montage
•Beachten Sie das spezifizierte Anzugsdrehmoment. (0,05 bis 0,15 Nm)
Bei einem zu hohen Anzugsdrehmoment können die Montageschrauben, das
Befestigungselement und der Signalgeber beschädigt werden. Bei einem zu niedrigen
Anzugsdrehmoment hingegen kann der Signalgeber aus der Halterung rutschen.
•Den Antrieb nicht auf einer Fläche montieren, die als Fußstütze dient.
Das Produkt kann durch Auftreten oder Aufsteigen einer übermäßigen
Krafteinwirkung ausgesetzt und beschädigt werden.
•Das Produkt nicht fallen lassen, keinen übermäßigen Stoßeinwirkungen
(1000 m/s
oder mehr) und Schlagbelastungen aussetzen.
2
Die internen Bauteile des Signalgebers können beschädigt werden und
Fehlfunktionen verursachen.
*Verdrahtung (einschließlich Ein- und Ausbau von Steckern)
•Das Anschlusskabel keiner starken Zugbelastung aussetzen.
Insbesondere den Signalgeber nicht an seinem Anschlusskabel
hochheben, wenn er am Antrieb montiert st.
Die internen Bauteile des Signalgebers können beschädigt werden und
Fehlfunktionen verursachen.
•Vermeiden Sie ein wiederholtes Durchbiegen oder Dehnen des
Anschlusskabels und verhindern Sie, dass schwere Gegenstände
auf ihm lasten.
Wiederholtes Durchbiegen oder Dehnen kann dazu führen, dass sich der
Kabelmantel ablöst oder das Kabel beschädigt wird.
Wenn sich das Anschlusskabel bewegen lässt, befestigen Sie es in der
Nähe des Signalgebergehäuses.
Der empfohlene Biegeradius ist 17 mm oder mehr. Für nähere Einzelheiten
wenden Sie sich bitte an SMC.
•Auf eine korrekte Verdrahtung achten.
Eine falsche Verdrahtung kann Funktionsstörungen oder Schäden am
Signalgeber verursachen.
•Keine Verdrahtung vornehmen, solange Spannung anliegt.
Die internen Bauteile des Signalgebers können beschädigt werden und
Fehlfunktionen verursachen.
•Drähte und Kabel nicht zusammen mit Netzanschluss- bzw.
Hochspannungskabeln verlegen.
Die Drähte des Signalgebers getrennt von Netzspannungs- oder
Hochspannungskabeln verlegen, um zu verhindern, dass
elektromagnetische Störsignale oder Spannungsspitzen auf die
Signalleitung einwirken.
•Die Isolierung der Verdrahtung überprüfen.
Durch eine unzureichende Isolierung (Interferenzen mit anderen Schaltkreisen,
unzureichende Isolierung zwischen Anschlussklemmen usw.) kann eine zu hohe
Spannung oder ein zu hoher Strom den Signalgeber beschädigen.
•Bei der Konzeption des Schaltkreises darauf achten, Rückstrom zu
verhindern, wenn ein Betrieb des Produkts zur
Betriebsüberprüfung erzwungen wird.
Je nach verwendetem Schaltkreis wird die Isolierung möglicherweise bei einem
erzwungenen Betrieb nicht aufrechterhalten, da hier Rückstrom ermöglicht wird,
der Fehlfunktionen verursachen und das Produkt beschädigen kann.
*Betriebsumgebung
•Das Produkt nicht in der Nähe eines Magnetfelds verwenden.
Dies kann zu Fehlfunktionen der Signalgeber oder zur Entmagnetisierung
der Magnete in den Antrieben führen.
•Das Produkt nicht an Orten mit hoher Eisenstaubkonzentration
oder magnetischen Stoffen verwenden.
Wenn sich eine hohe Menge von Eisenstaub (Metallspäne, Schweißspritzer
o. Ä.) oder ein magnetischer Stoff in der Nähe des Antriebs mit
Signalgebern befindet, können aufgrund eines Magnetkraftverlustes
innerhalb des Antriebs Funktionsstörungen in den Signalgebern auftreten.
•Das Produkt nicht in Umgebungen einsetzen, in denen es
kontinuierlich Wasserspritzern ausgesetzt ist.
Dies kann die Beschädigung der Isolierung oder das Aufquellen des Harzes
im Signalgeberinneren zur Folge haben und zu Funktionsstörungen führen.
•Das Produkt nicht in Umgebungen verwenden, in denen es Öl-
oder Chemikalienspritzern ausgesetzt ist.
Auch ein kurzzeitiger Einsatz in Umgebungen, die Öl oder Chemikalien, wie
z. B. Kältemittel oder Reinigungsmittel enthalten, kann die
Funktionstüchtigkeit des Signalgebers durch eine Beschädigung der
Isolation, durch Funktionsstörungen aufgrund des aufquellenden Harzes
oder ein Verhärten des Anschlusskabels beeinträchtigen.
•Das Produkt nicht in Umgebungen verwenden, in denen es Spritzern von
ätzenden Gasen oder Flüssigkeiten ausgesetzt ist.
Der Signalgeber kann beschädigt werden und Fehlfunktionen verursachen.
•Das Produkt nicht in Umgebungen einsetzen, in denen
Spannungsspitzen auftreten.
Wenn sich Maschinen oder Geräte, die hohe Spannungsspitzen erzeugen (z. B.
elektromagnetische Heber, Hochfrequenz-Induktionsöfen, Motoren usw.) in der
Nähe von Antrieben befinden, die mit elektronischen Signalgebern ausgerüstet
sind, können die internen Bauteile abgenutzt oder beschädigt werden.
Schutzmaßnahmen gegen Quellen ergreifen, die Spannungsspitzen erzeugen
und verhindern, dass die Leitungen nahe beieinander liegen.