Inhaltszusammenfassung für Papillon Paragliders HORIZON
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LTF / EN B BETRIEBSHANDBUCH Deutsch • Rev. 1.2 Stand: Januar 2018 Bitte lies diese Betriebsanleitung aufmerksam durch, bevor du deinen PAPILLON HORIZON das erste Mal in Betrieb nimmst.
Freiheit, was seinesgleichen sucht. Seine Drehfreudigkeit überzeugt auf ganzer Linie, er wurde entwickelt um dich höher, schneller und weiter zu bringen. Wir bedanken uns für dein Vertrauen zu Papillon Paragliders und sehen dies als Bestätigung, unser- en kompromisslosen Qualitätsanspruch weiter zu verfolgen und weiter zu entwickeln.
INHALT HERZLICH WILLKOMMEN IN DER PAPILLON WORLD OF PARAGLIDING! Der PAPILLON HORIZON: Ein ehrlicher B-Schirm HORIZON Verwendungszweck Motorisierter Flugbetrieb Windenschlepp Grund- und Bremsleineneinstellung Sicherheitsvorkehrungen Gerätebeschreibung Kurzbeschreibung Tragegurte Beschleunigunssystem Der Flug Flugpraxis Start Kurvenflug Aktives Fliegen Landung Schnellabstieg „Ohren anlegen“ B-Stall Extreme Flugmanöver...
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Gurtzeug Geeignete Rettungsschirme Risikovermutung Haftungsanspruch und Ausschlussverzicht Sicherheitshinweis und Haftung Befreiung von der Haftung, Verzicht auf Ansprüche Technische Daten PAPILLON HORIZON Color-Info PAPILLON HORIZON Leinencode-Info PAPILLON HORIZON Leinenplan PAPILLON HORIZON Voraussetzung für LTF/EN B -Zulassung Beipackzettel für Reparaturen & 2-Jahres-Checks Leinen-Bestellformular Rückantwortkarte...
DER PAPILLON HORIZON: EIN EHRLICHER B-SCHIRM Ein ehrlicher B-Schirm mit revolutionärer Leistung und sportlichem Handling. Mit seiner Gleitleis- tung von 10,7 und seiner hohen Geschwindigkeit ist der HORIZON ein idealer Streckenflügel. Der HORIZON reagiert präzise und verzögerungsfrei auf kleinste Steuerimpulse und setzt Thermik sehr zuverlässig in Höhe um.
Handling mit beeindruckender Performance und hohem Komfort. Der HORIZON wurde ausschließlich für die einsitzige Nutzung gebaut und ist ein leichtes Lufts- portgerät, mit einer Leermaße von weniger als 120kg in der Sparte Gleitschirm. Der HORIZON ist mustergeprüft und nach LTF/EN – B klassifiziert.
Windenschlepp Der HORIZON bietet durch seine ausgezeichneten Starteigenschaften und den hohen Trimmspeed beste Voraussetzungen für den Windenschlepp. Folgendes ist beim Windenschlepp zu beachten: – Der HORIZON darf nicht über 100 kp Schleppleinenzug geschleppt werden. – Sofern man nicht auf seiner “Hauswinde” schleppt ist es absolut notwendig, sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen.
– Informiere dich im Wetterbericht und vor Ort über die vorherrschenden Wetterverhältnisse. Benutze den Papillon HORIZON nur bei Windstärken, bei denen du in der Lage bist, den Schirm 100 % zu kontrollieren. Benutze den Papillon HORIZON nur bei ruhigen Bedingungen, nie bei schlechtem Wetter.
Tragegurte Die A- und B- Tragegurte sind farblich differenziert, um sowohl beim Start wie beim Schnellabstieg mittels B-Stall eine eindeutige Identifizierung zu gewährleisten. Andere einstellbare, entfernbare oder variable Vorrichtungen sind nicht vorhanden. Anzahl Tragegurte: 3+1. Die Tragegurte des HO- RIZON bestehen aus 10 mm Dyneema tubewebbing.
Beschleunigunssystem Der HORIZON ist mit einem sehr effektiven Fußstrecker-Beschleunigungssystem ausgerüstet. Es erhöht die Geschwindigkeit bei Betätigung bis ca. 15 km/h, je nach Schirmgröße und Pilotengewicht bzw. Flächenbelastung. Daher sollte es bei extremen Fluglagen nicht aktiviert sein bzw. bei deren Eintreten sofort deaktiviert werden.
Tragegurten und Anlaufen gegen den Wind. Damit sich die Kappe gleichmäßig von der Mitte her füllen kann, ist das vorherige symmetrische bogenförmige Auslegen des Gleitsegels wichtig. Die Schirmmitte des Papillon HORIZON ist durch eine Markierung an der Eintrittskante gekennzeichnet.
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In flachen Startgeländen achtest du auf die Beschleunigungsphase. Große, lange und raumgreifende Schritte bei wenig Bremse sind hier ideal. Im steilen Gelände hingegen ziehst du behutsam auf und bremst zum Stabilisieren an. Der Schirm darf nicht zu weit nach vorn schießen, weil ein Einklappen in der Abhebephase im Steilhang unangenehm werden kann.
Rückwärts-Aufziehen-Technik empfehlen wir die Teilnahme an einem Rückwärtsstarttrain- ing. Kurvenflug Der Papillon HORIZON hat eine hohe Wendigkeit und reagiert auf Steuerimpulse direkt und ohne Verzögerung. Durch Gewichtsverlagerung lassen sich optimal flache Kurven mit minimalem Höhen- verlust fliegen. Eine kombinierte Steuertechnik aus dosiertem Zug der kurveninneren Bremsleine und Gewichtsverlagerung eignet sich bestens für jeden Kurvenflug.
Gleitschirm entsprechend angebremst werden. Beim Durchfliegen von Ab- windzonen ist der beschleunigte Flug durchaus sinnvoll. Der Papillon HORIZON besitzt durch seine Konstruktionsweise eine sehr hohe Eigenstabilität. Ein aktiver Flugstil in turbulenter Luft (wie oben beschrieben) trägt jedoch deutlich zur Erhöung der Sicherheit bei. Ein Einklappen und Deformieren der Kappe kann durch aktives Fliegen verhindert werden.
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unkompliziert landen, wenn man im richtigen Moment anbremst. BE ACHTE: Bedenke, dass die Landung noch einmal höchste Konzen- tration erfodert. Plane deine Landung also so ein, dass du sicher am Boden stehst, bevor deine geisitge und körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt. Starkwindlandung Bei starkem Wind fliegt man vor dem Peilpunkt, vom Wind aus gesehen leicht leeseitig des Peilpunk- tes, mehrere Queranflüge mit Halbkreisen gegen den Wind („Achter “).
Da die Flächenbelastung größer wird und die Fluggeschwindigkeit aufgrund des größeren Wider- standes ungefähr gleich bleibt, steigt die Stallgeschwindigkeit. Der Papillon HORIZON verhält sich bei diesem Manöver unproblematisch. B-Stall Dieses Manöver bietet die Möglichkeit, bequem und sicher abzusteigen: Durch das Herunterziehen der B-Gurte wird der Schirm zum Strömungsabriss geführt und sinkt mit entlang der Querachse...
C-Gurte. Dies kann passieren, wenn ein Pilot die Gurte fälschlicherweise zum Beispiel von hinten her alphabetisch abzählt (statt A-Gurt den D- Gurt, statt B-Gurt den C-Gurt...). Beim Papillon HORIZON sind die B-Tragegurte beschriftet, um Verwechslungen zu ver- meiden.
Einweisung durchgeführt werden. Die falsche Ausführung der hier beschriebenen Flugfiguren und Flugzustände kann lebensgefährlich sein! Steilspirale Wie beim Kurvenflug ist das Einleiten der Steilspirale mit dem Papillon HORIZON sehr einfach. BE ACHTE: Die Steilspirale ist ein extremes Manöver und soll nur un- ter fachkundiger Anleitung über Wasser erflogen werden.
Pumpen der Bremsen kann die Wiederöffnung unterstützen. Klapper Obwohl der Papillon HORIZON über eine sehr hohe aerodynamische Stabilität verfügt, kann starke Turbulenz zu seitlichem Einklappen der Kappe führen. Dies ist normalerweise unkritisch und ein selbständiges Wiederöffnen erfolgt unmittelbar. Das Wiederöffnen kann durch kräftiges Anbremsen (Pumpen) der betroffenen Seite bei gleichzeitigem Gegensteuern auf der offenen Seite unterstützt...
Strömungsabriss mit teilweiser Entleerung der Kappe, nach vorn eingeklappten Ohren und Rückwärtsflug. Der Papillon HORIZON ist nicht sackflugempfindlich. Er beendet einen Sackflug, eingeleitet durch zu starkes Ziehen der Bremsleinen bzw. der hinteren Tragegurte, oder durch zu langsam beendet- en B-Stall, mit Lösen der Bremsen bzw.
Alterung) reichen. Du solltest dem Schirm die Möglichkeit geben, wieder Strömung aufzubau- en. Moderne Gleitschirme wir der Papillon HORIZON leiten einen solchen Flugzustand selbständig aus. Dazu muss du die Bremsen freigeben, ohne sie loszulassen, damit der Schirm wieder Fahrt aufnehmen kann.
Folgen haben kann. Notsteuerung Sollte es aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, den Papillon HORIZON mit den Bremsleinen zu steuern, lässt er sich auch sehr gut mit den hinteren Tragegurten steuern und landen. Kurven können mit Gewichtsverlagerung geflogen werden, jedoch ist zu beachten, dass der Schirm nicht in eine Spirale gerät.
Lang anhaltende UV-Bestrahlung und extreme Acro-Manöver mindern im Laufe der Zeit die Festig- keit von jedem Gleitschirmtuch. – Lasse deinen PAPILLON HORIZON nie unnötig in der Sonne liegen, sondern packe ihn nach dem Fliegen wieder in den Packsack. – Achte bei der Wahl des Startplatzes soweit möglich auf den Untergrund, auf dem der Gleitschirm ausgelegt wird.
ILLON HORIZON durch Gewichtsverlagerung zu steuern. Bitte bedenke, dass auch dein Gurtzeug extremen Belastungen ausgesetzt wird. Wenn du Fragen bezüglich der Verwendung deines Gurtzeugs mit dem PAPILLON HORIZON hast, setze dich bitte mit uns in Verbindung. Wir beraten dich gerne! Geeignete Rettungsschirme Das Mitführen eines geeigneten Rettungsfallschirms ist Vorschrift und zum sicheren Betrieb eines...
ERS GLEITSCHIRM DIREKT GmbH und aller anderen Vertragspartner bei Herstellung und Verarbe- itung des PAPILLON HORIZON und aller seiner Komponenten. Mit dem Eintritt des Todes oder der Erwerbsunfähigkeit, treten alle hier angeführten Bestimmungen in Kraft und binden auch die Erben, nächste Angehörigen und Verwandten, Nachlass- und Vermögensverwalter, Rechtsnachfolger und...
BEFREIUNG VON DER HAFTUNG, VERZICHT AUF ANSPRÜCHE Hiermit erklärst du, dass du – vor Verwendung des PAPILLON HORIZON – das gesamte Handbuch des PAPILLON HORIZON, einschließlich aller Anweisungen und Warnhinweise, die in diesem Hand- buch enthalten sind, gelesen und verstanden hast.
Zulassungsnummer Errors and omissions expected. Subject to change without notice. Reproduction in whole or in part without written permission of Papillon Paragliders is prohbited. Irrtümer, Druckfehler und Änderungen bleiben vorbehalten. Nachdruck auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung von Papillon Paragliders.
42 cm > 80 kg 46 cm 46 cm Ⓑ Ⓐ Steuerweg HORIZON Größe Max. symmetrischer Steuerweg bei max. Gewicht > 55 cm > 60 cm > 60 cm > 65 cm B E T R I E B S H A N D B U C H...
E-Mail: Schirm Modell und Farbe: Größe: Seriennummer: Kommentar/Bemerkungen: Bezeichnung Leinen-Code Stückzahl PAPILLON PARAGLIDERS Fax: +49 (06654) 82 96 info@papillon-paragliders.com Wasserkuppe 46 Tel. +49 (06654) 75 48 papillon-paragliders.com D-36129 GERSFELD B E T R I E B S H A N D B U C H...
GEGENSTAND DER PRÜFUNGS- UND NACHPRÜFUNGSINTERVALLE Regelmäßige Nachprüfung nach der Luftgeräteprüfordnung für mustergeprüfte Gleit- segel: Bei Endkundengeräten nach 24 Monaten, bei Schulgeräten nach 12 Monaten. Die Nachprüfung muss nach den oben angegebenen Intervallen oder spätestens nach 150 Flug- stunden erfolgen. Bodenhandling sollte in die Zahl der Flugstunden mit eingerechnet werden. BE ACHTE: Bei unnormalem Flugverhalten sollte der Hersteller sofort informiert werden und der Schirm bei Notwendigkeit zum Überprüfen...
Notwendige Ausrüstung und Unterlagen – Messuhr, vorzugsweise nach Kretschmer mit Betriebsanleitung – Bettsometer mit Betriebsanleitung – Instandhaltungsanweisung des Herstellers – Original-Materialien und -Ersatzteile, sowie Original-Materialliste für das Gerät – Lufttüchtigkeitsanweisung für das Gerät – Luftsportgerätekennblatt (siehe Handbuch) – Leinenlängentabelle (siehe Handbuch) –...
Scheuerstelle und Dehnung Bei großen und kritischen Scheuer- und Dehnungsstellen müssen die betroffenen Segelbahnen vom Hersteller ersetzt werden. Die ermittelten Werte / Änderungen sind im Nachprüfprotokoll zu vermerken! Überprüfung der Rippen Sichtprüfung der Kammern (von der Eintritts- zur Hinterkante), ob die innen liegenden Vernähun- gen, Zellzwischenwände und Versteifungen in guten Zustand, also ohne Risse, Dehnungen, Scheuer- stellen, Beschädigung der Beschichtung sind.
Verbindungsteile Überprüfung der Tragegurte und Leinenschlösser – Sind Scheuerstellen, Knickstellen, Risse, starke Abnutzungserscheinungen vorhanden? – Sind alle Vernähungen fest? – Ist der Beschleunigerzug freigängig und intakt? – Sind Bremsschlaufenbefestigungen noch fest angenäht? – Sind Leinenschlösser korrosionsfrei, ist das Gewinde freigängig? Vermessung unter einer Last von 5 kg.
Vermessen der Leinenlängen: Zur regelmäßigen Datenkontrolle gehört das Vermessen der Leinenlängen. – Die Leinen müssen mit einer Last entsprechend 5 kg gemessen werden, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Du findest die entsprechenden Leinenlängen im Luftsportgeräte-Kennblatt deines Handbuches. – Die Vermessung erfolgt gemäß DHV-Methode vom Leinenschäkel bis zur Kappe (inkl. Leinenschlaufe an der Kappe).
(s. nötigte Gerätschaften und Unterlagen), sollte der Schirm zum Hersteller eingeschickt werden. – Für Gleitschirme, Gurtzeuge und Rettungsgeräte, die nicht von Papillon Paragliders autorisiertem Personal überprüft, gecheckt, kontrolliert, repariert, gepackt, neu oder umgepackt, eingeflogen und/oder sonstige Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden, erlischt jegliche Gewährleistung und Garantie!