Allgemeines Einleitung ..............6 Lieferumfang..............6 Systemvoraussetzungen..........6 Kurzbeschreibung und Eigenschaften ....6 Installation der Hardware .........7 Hardware – Anschlüsse Externe Anschlüsse ..........7 Interne Anschlüsse ..........8 Zubehör ..............8 Garantie..............8 Anhang ...............9 Treiberinstallation und Betrieb - Windows Treiber und Firmware 10.1 Installation der Treiber .........12 10.2 Update der Treiber ..........12 10.3 Deinstallation der Treiber ........12 10.4 Firmware Update..........13...
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Treiberinstallation und Betrieb - Mac OS X Treiber und Flash Update 18.1 Installation des Treibers........30 18.2 Treiber Update ............. 30 18.3 Flash Update............30 Konfiguration der HDSP AES-32 19.1 Settingsdialog ............31 19.2 Settingsdialog – DDS........... 33 19.3 Clock Modi – Synchronisation ......34 Mac OS X FAQ 20.1 Rund um die Treiberinstallation......
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TotalMix: Die Matrix 25.1 Überblick ..............59 25.2 Elemente der Oberfläche ........59 25.3 Bedienung ............59 25.4 Vorteile der Matrix ..........60 TotalMix Super-Features 26.1 ASIO Direct Monitoring (Windows) ......60 26.2 Selektion und Gruppen-basiertes Arbeiten..61 26.3 Kopieren von Routings auf andere Kanäle ..61 26.4 Löschen von Routings .........61 26.5 Aufnahme einer Subgruppe (Loopback)....62 26.6 Verwendung externer Effektgeräte ......63...
1. Einleitung Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Hammerfall DSP AES. Dieses weltweit einmalige Au- diosystem ermöglicht das Überspielen digitaler Audiodaten von allen Geräten mit AES/EBU- oder SPDIF-Interface direkt in Ihren Computer. Dank modernster Plug & Play Technologie ges- taltet sich die Installation auch für den unerfahrenen Anwender sehr einfach.
5. Installation der Hardware Vor dem Einbau der PCI Express Karte ist der Computer auszuschalten und durch Abzie- hen des Netzkabels vom Stromnetz zu trennen. Das Ein- und Ausstecken der Karte im laufenden Betrieb führt zu einer irreparablen Beschädigung von Motherboard und Karte. 1.
6.2 Interne Anschlüsse Expansion Board (X404) 26-polige Stiftbuchse zum Anschluss des mitgelieferten HDSPe AES Expansion Boards. TCO (X403) 10-polige Stiftbuchse zum Anschluss der optionalen Time Code Option (TCO). SYNC IN (X400) Wordclock-Eingang zur Synchronisation mehrerer Karten mittels Sync Out. SYNC OUT (X401) An diesem 3-poligen Stecker liegt ein internes Wordclock-Signal an.
CE Konformität Dieses Gerät wurde von einem Prüflabor getestet und erfüllt unter praxisgerechten Bedingun- gen die Normen zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektro- magnetische Verträglichkeit (RL89/336/EWG, RL73/23/EWG). RoHS Dieses Produkt wurde bleifrei gelötet und erfüllt die Bedingungen der RoHS Direktive. ISO 9001 Dieses Produkt wurde unter dem Qualitätsmanagement ISO 9001 hergestellt.
10. Treiber und Firmware 10.1 Installation der Treiber Nach der Installation der HDSPe AES (siehe 5. Installation der Hardware) und Einschalten des Rechners findet Windows eine neue Hardwarekomponente und startet den Assistenten zur Geräteinstallation. Legen Sie die RME Treiber-CD in das CD-ROM Laufwerk, und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten am Bildschirm.
10.4 Firmware Update Das Flash Update Tool aktualisiert die Hardware der HDSPe AES auf die jeweils neueste Ver- sion. Es erfordert einen installierten Treiber. Starten Sie das Programm pcie_fut.exe. Das Flash Update Tool zeigt zunächst die aktuelle Version der HDSPe AES, und ob sie aktualisiert werden sollte. Wenn ja, dann einfach den Knopf 'Update' drücken.
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Quick Boot Alle im folgenden beschriebenen Einstellungen der Karte werden in einem Hardwarespeicher abgelegt, und sofort nach dem Einschalten des Rechners wieder geladen. Im Clock Modus Master wird sogar die zuletzt verwendete Samplefrequenz wieder gesetzt. Damit herrscht sofort nach dem Einschalten des Rechners eine stabile und vorhersagbare Clock-Situation an den Ausgängen der HDSPe AES.
Input Status SyncCheck zeigt für die Eingänge Word Clock und AES 1 bis 8 getrennt an, ob ein gültiges Signal anliegt, (Lock), oder ob ein gültiges und synchrones Signal anliegt (Sync). Die Anzeige System Clock Mode gibt an, zu welchem Signal die Synchronität besteht. Jeder Eingang besitzt eine eigene Frequenzmessung und Anzeige der Samplefrequenz des Eingangsignals.
Aktiviert alle Einstellungen dieses Dialoges. Value Zeigt die eingestellte Samplefrequenz an. Diese ergibt sich aus der Grund- einstellung (Frequency), dem Multiplier, und der Stellung der aktivierten Schie- beregler. Frequency Auswahl eines festen Grundwertes der Samplefrequenz, der mittels Multiplier und Fader veränderbar ist. Freq.
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Aufgrund der leistungsfähigen Clocksteuerung der HDSPe AES ist eine Synchronisation des Ausgangssignales über den Takt des Wordclock-Eingangssignales nicht nur bei gleicher Takt- frequenz, sondern im Modus AutoSync sogar bei halber, viertel, doppelter und vierfacher Takt- rate möglich. Eine Wiedergabe mit 192 kHz lässt sich also problemlos über ein 48 kHz Wordc- lock-Signal synchronisieren.
12. Inbetriebnahme und Bedienung 12.1 Wiedergabe Das HDSP-System kann Audiodaten nur dann wiedergeben, wenn deren Parameter (Sample- frequenz, Bitauflösung) und das Format (Kanalzahl, PCM) unterstützt werden. Ansonsten er- scheint eine Fehlermeldung (z.B. bei 22 kHz oder 8 Bit). Zuerst ist HDSP als ausgebendes Gerät in der jeweiligen Software einzustellen. Übliche Be- zeichnungen sind Playback Device, Device, Audiogerät etc, meist unter Optionen, Vorgaben oder Preferences zu finden.
12.2 DVD-Playback (AC-3/DTS) AC-3 / DTS DVD Software Player wie WinDVD und PowerDVD können ihren Audio-Datenstrom über die HDSPe AES zu jedem AC-3/DTS kompatiblen Receiver senden. Damit dies funktioniert, muss ein Wiedergabegerät (Wave Device) der HDSP unter >Systemsteuerung/ Sounds und Audioge- räte/ Audio<...
12.3 Hinweise zu WDM Der Treiber präsentiert pro Stereokanal ein WDM Streaming Device, z.B. AES (1+2). WDM Streaming ist Microsofts aktuelles Treiber- und Audiosystem, direkt im Betriebssystem einge- bunden. WDM Streaming ist für professionelle musikalische Zwecke so gut wie unbrauchbar, da alle Daten über den sogenannten Kernel Mischer laufen, der eine Latenz von mindestens 30 ms verursacht.
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ASIO-Multiclient RME Audio Interfaces unterstützen ASIO-Multiclient-Betrieb. Es lassen sich beliebig viele ASIO-Programme gleichzeitig nutzen. Auch hier muss die Samplefrequenz identisch sein, und es dürfen nur unterschiedliche Wiedergabekanäle genutzt werden. Die Eingänge lassen sich wiederum gleichzeitig nutzen. Eine Besonderheit stellt RMEs Hi-End Tool DIGICheck dar. Es arbeitet als ASIO-Host, der mit- tels einer besonderen Technik auf in Benutzung befindliche Wiedergabekanäle zugreift.
12.5 Digitale Aufnahme Im Gegensatz zu analogen Soundkarten, welche auch ohne Eingangssignal eine leere (nur aus Rauschen bestehende) Wavedatei erzeugen, müssen digitale Interface-Systeme zum Start einer Aufnahme immer ein gültiges Eingangssignal erhalten. Wegen dieser Besonderheit hat RME das Hammerfall DSP System mit einer umfassenden Statusanzeige in der Settingsbox für Ein- und Ausgangssignal, Samplefrequenz, Lock und Sync Status versehen.
13. Betrieb unter ASIO 2.0 13.1 Allgemeines Starten Sie Ihre ASIO- Software und wählen Sie in den Audio-Systemein- stellungen das Gerät ASIO Hammerfall DSP. Button 'ASIO- Systemsteuerung' ruft den Settingsdialog der HDSP auf (siehe auch Kapitel 11 / 19, Konfiguration. 13.2 Bekannte Probleme Wenn der verwendete Rechner keine ausreichende Rechenleistung, und/oder PCIe-Bus Trans- ferraten bereitstellt, kommt es zu Aussetzern, Knacken und Störgeräuschen.
14. Betrieb unter GSIF (Gigasampler Interface) Das GSIF-Interface der HDSPe AES erlaubt einen direkten Betrieb mit Gigastudio, mit bis zu 16 Kanälen, 192 kHz und 24 Bit. Unterstützt wird auch GSIF 2.0, sowohl Audio als auch MIDI. Gigastudio benötigt viel Rechenleistung, die beste Performance ergibt sich im alleinigen Betrieb (eigener Rechner).
15. Betrieb mehrerer HDSPe AES Die aktuellen Treiber unterstützen den Betrieb von bis zu drei HDSPe AES. Alle Karten des HDSP und HDSPe Systems benutzen den gleichen Treiber, und sind daher gleichzeitig nutz- bar. Es kann (natürlich) nur das TCO einer Karte genutzt werden. Ausserdem müssen alle Kar- ten synchron arbeiten, also per Wordclock oder AutoSync mit synchronen Signalen versorgt und synchronisiert werden.
17. Hotline – Probleme - Lösungen 17.1 Allgemein Neueste Informationen finden Sie auf unserer Website www.rme-audio.de, Abteilung FAQ, Neueste Ergänzungen. Das Durchschleifen der Eingangsdaten funktioniert nicht • Der Modus 'ASIO Direct Monitoring' wurde nicht aktiviert, und/oder das Monitoring wurde global deaktiviert (zum Beispiel in TotalMix). Die Wiedergabe funktioniert, aber die Aufnahme nicht •...
17.2 Installation Im Gerätemanager (>Einstellungen/ Systemsteuerung/ System<) findet sich Hammerfall DSP nach der Installation in der Kategorie 'Audio-, Video- und Gamecontroller'. Ein Doppelklick auf 'HDSPe AES' lässt den Eigenschaftendialog erscheinen, und nach Anwahl von 'Ressourcen' sind Interrupt und Speicherbereich zu sehen. Neueste Informationen zu Problemen mit anderer Hardware finden Sie auf unserer Website www.rme-audio.de, Abteilung FAQ, Hardware Alarm: Warnung vor inkompatibler Hardware.
18. Treiber und Flash Update 18.1 Installation des Treibers Nach dem Einbau der Hardware (siehe 5. Installation der Hardware) und Boot des Rechners installieren Sie die Treiber von der RME Treiber-CD. Die Treiberdatei befindet sich im Ordner HDSPe der Treiber-CD. Die Installation erfolgt automatisch durch Doppelklick auf die Datei HDSPe Driver.mpkg.
19. Konfiguration der HDSPe AES 19.1 Settingsdialog Die Konfiguration der HDSPe AES erfolgt über einen eigenen Settingsdialog. 'Settings' lässt sich durch Doppelklick auf das Hammersymbol im Dock aufrufen. Der Mischer der HDSPe AES, TotalMix, lässt sich ebenfalls per Doppelklick auf das Mischpultsymbol im Dock aufrufen. Die Hardware des HDSP-Systems stellt eine Reihe hilfreicher, durchdachter und praxisgerech- ter Funktionen und Optionen bereit, mit denen der Betrieb gezielt den aktuellen Erfordernissen angepasst werden kann.
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Output Format Double Speed: Samplefrequenzen im Bereich 64 bis 96 kHz können auch mittels des normalen 48K Frames übertragen werden. Nach Anwahl von Double Wire stehen dann jedoch nur noch 8 Ausgangskanäle zur Verfügung. Quad Speed: Samplefrequenzen im Bereich 128 bis 192 kHz können auch mittels 96K Frame, aber auch mittes des normalen 48K Frames übertragen werden.
19.2 Settingsdialog - DDS Üblicherweise erzeugen Soundkarten und Audiointerfaces ihre interne Clock (Master Modus) aus Quarzen. Dadurch kann die interne Clock z.B. auf 44.1 kHz oder 48 kHz gestellt werden, aber nicht auf Werte dazwischen. SteadyClock, RMEs sensationelles Low Jitter Clock System, basiert auf einem Direct Digital Synthesizer (DDS).
Anwendungsbeispiele DDS erlaubt eine gleichzeitige Tempo- und Tune-Änderung während laufender Aufnahme oder Wiedergabe - von der Angleichung zu anderen Quellen bis zur kreativen Verfremdung. DDS erlaubt das absichtliche Verstimmen der gesamten DAW. Damit kann diese an Instrumen- te angeglichen werden, deren Tuning falsch und nicht veränderbar ist. DDS erlaubt das Festlegen auf eine bestimmte Samplefrequenz.
20. Mac OS X FAQ 20.1 Rund um die Treiberinstallation Der von RME zur Verfügung gestellte Treiber mit der Endung gz ist ein komprimiertes TAR- Archiv. TAR fasst mehrere Dateien und Verzeichnisse in einer Datei zusammen, spart aber weder Speicherplatz noch Downloadzeit. Sowohl TAR als auch gz werden von OS X direkt unterstützt, ein Doppelklick auf die Datei reicht aus.
20.3 MIDI funktioniert nicht In einigen Fällen funktioniert MIDI nach der Installation des HDSPe-Treibers nicht. Genauer gesagt erscheint in der Anwendungssoftware kein MIDI-Port. Der Grund zeigt sich normaler- weise in der Audio-MIDI Konfiguration. Dort ist entweder gar kein RME MIDI-Gerät vorhanden, oder das vorhandene ist ausgegraut.
21. Hotline – Probleme - Lösungen Neueste Informationen finden Sie auf unserer Website www.rme-audio.de, Abteilung Support Macintosh OS. Die Wiedergabe funktioniert, aber die Aufnahme nicht: • Überprüfen Sie, ob ein gültiges Eingangssignal vorhanden ist. • Überprüfen Sie, ob die Hammerfall DSP als aufnehmendes Gerät in der benutzten Software eingestellt ist.
22. Anschlüsse 22.1 AES/EBU Eingänge Die AES/EBU-Eingänge liegen in Form einer 25 poligen D-Sub Buchse mit Tascam Pinbele- gung (wird auch von Digidesign verwendet) vor. Ein passendes digitales Breakoutkabel stellt 4 Female XLR (und 4 Male) pro Sub-D Buchse bereit. Jeder Eingang ist trafosymmetriert und galvanisch getrennt.
Dank einer hochempfindlichen Eingangs- stufe lässt sich unter Zuhilfenahme eines einfachen Kabeladapters (XLR/Cinch) auch SPDIF koaxial anlegen. Dazu wer- den die Pins 2 und 3 eines XLR-Steckers einzeln mit den beiden Anschlüssen eines Cinch-Steckers verbunden. Die abschir- mende Masse des Kabels ist nur an Pin 1 des XLR-Steckers anzuschliessen.
Die Ausgänge der HDSPe AES unterstützen alle derzeit bekannten Formate im Bereich 32 kHz bis 192 kHz. In der Sektion Output Format wird das aktuelle Ausgangsformat in Abhängigkeit der Samplefrequenz bestimmt: Double Speed Arbeitet die Karte im Bereich 64 kHz bis 96 kHz stehen Single Wire oder Double Wire als Aus- gangsformat zur Verfügung.
23. Word Clock 23.1 Wordclock Ein- und Ausgang SteadyClock garantiert exzellentes Verhalten in allen Clock-Modi. Aufgrund der effizienten Jit- terunterdrückung kann die HDSPe AES jegliches Clocksignal säubern, auffrischen, und als Referenzclock am BNC-Ausgang bereitstellen (siehe auch Kapitel 30.6). Eingang Der Wordclockeingang der HDSPe AES ist aktiv, wenn im Settingsdialog Pref. Sync Ref auf Word Clock gestellt wurde, der Clock Modus AutoSync aktiviert ist, und ein gültiges Wordclock- signal anliegt.
23.2 Einsatz und Technik In der analogen Technik kann man beliebige Geräte beliebig miteinander verschalten, eine Synchronisation ist nicht erforderlich. Digital Audio jedoch ist einem Grundtakt, der Samplefre- quenz, unterworfen. Das Signal kann nur korrekt weiterverarbeitet oder transportiert werden, wenn alle beteiligten Geräte dem gleichen Takt folgen. Ansonsten kommt es zu Fehlabtastun- gen des digitalen Signales.
Der Wordclockeingang der HDSPe AES enthält einen per Jumper aktivierbaren Abschlusswi- derstand, und ist damit für maximale Flexibilität ausgelegt. Soll ein vorschriftsmäßiger Ab- schluss erfolgen, weil er das letzte Glied in einer Kette mehrerer Geräte ist, ist der Jumper ge- mäss des Aufdrucks auf dem Expansion Board umzustecken (siehe Kapitel 23.1).
24. TotalMix: Routing und Monitoring 24.1 Überblick Die HDSPe AES besitzt einen leistungsfähigen digitalen Echtzeit-Mischer, den Hammerfall DSP Mixer. Er basiert auf RMEs einzigartiger, Samplefrequenz-unabhängiger TotalMix Technologie. Dank ihr können quasi beliebige Misch- und Routingvorgänge mit allen Eingängen und Wieder- gabespuren auf beliebigen Hardwareausgängen ausgeführt werden.
24.2 Die Oberfläche Das optische Erscheinungsbild des TotalMix-Mischers resultiert aus der Fähigkeit, Hardware- eingänge und Software-Playbackkanäle auf die vorhandenen Hardwareausgänge routen zu können. Damit ergeben sich 16 Kanäle Eingänge, 16 Kanäle Software-Playback, und 16 Kanäle Hardwareausgänge: 32 Kanäle passen zwar nebeneinander auf den Bildschirm, eine solche Darstellung wäre aber nicht übersichtlich.
24.3 Elemente des Kanalzugs Ein einzelner Kanalzug besteht aus folgenden Elementen: Alle Eingänge und Playbackkanäle sind mit einem Mute und Solo-Taster ausgestattet. Darunter folgt der Panoramaregler, platzsparend als Leuchtbalken realisiert. Im Feld darunter erscheint der aktuelle Pegel in RMS oder Peak, alle halbe Sekunde aktualisiert.
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Es ist also sehr einfach, für beliebige Ausgänge einen spezifischen Submix zu erzeugen: Aus- gangskanal wählen, Fader und Pan einstellen – fertig. Für fortgeschrittene Anwender kann es auch Sinn machen, ohne aktivier- te Submix View zu arbeiten. Beispiel: Sie möchten einige Kanäle ver- schiedener Submixes gleichzeitig sehen und einstellen, ohne jedesmal zwischen den Submixes wechseln zu müssen.
Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, hat sich das Signal aus den Ausgängen 7/8 nicht verändert, als Sie den Kanal 4 auch auf andere Ausgänge mit anderen Gain-Werten geroutet haben. Bei allen analogen und den meisten Digitalpulten würde eine Veränderung des Faders den Pegel auf allen zugewiesenen Ausgängen verändern - nicht so bei TotalMix.
24.7 Das Schnellbedienfeld In dieser Sektion finden sich diverse Optionen, die das Arbeiten mit TotalMix weiter vereinfa- chen. Der Master-Button für Mute und Solo wurde bereits beschrieben, er bietet Gruppen- basiertes Arbeiten mit diesen Funktionen. In der Sektion View werden die drei Reihen wahlweise ein- und ausgeblendet. Wenn für einen reinen Playback-Mix die Eingänge nicht sichtbar sein müssen, wird die komplette Reihe durch Klick auf den Input-Taster unsichtbar.
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Maus: Das jeweilige Werks-Preset kann durch gleichzeitiges Drücken der Strg- Taste und Klick auf den Preset-Knopf geladen werden. Alternativ sind die oben beschriebenen Dateien umzubenennen, in ein anderes Verzeichnis zu bewegen oder zu löschen. Tastatur: Mit Strg und der entsprechenden Zahl 1 bis 8 (nicht Nummernblock!) werden die Werks-Presets per Tastatur geladen.
24.9 Das Monitorfeld Das Monitorfeld stellt diverse Optionen nach dem Vorbild analoger Mischpulte bereit. Es bietet schnellen Zugriff auf Monitoring-Funktionen, die man im Studioalltag ständig braucht. Monitor Main Über das Auswahlmenü wird der Hardwareausgang ausgewählt, an dem die Main Monitore (Abhörlautsprecher) angeschlossen sind.
Main Monitor Dim: Stärke der Abschwächung des Monitor Main Ausgangs in dB. Wird über den Knopf Dim im Monitorfeld aktiviert. Stereo Pan Law Das Pan Law kann auf -6 dB, -4.5 dB, -3 dB und 0 dB eingestellt werden. Der gewählte Wert definiert die Pegelabsenkung in Panorama Mittelstellung.
24.12 Hotkeys TotalMix lässt sich an vielen Stellen auch schnell und bequem per Tastatur steuern, was das Einstellen des Mixers deutlich erleichtert und beschleunigt. Bereits angesprochen wurde die Umschalt-Taste zur Feineinstellung von Pegel und Pan. Die Strg-Taste kann aber noch weit mehr als das Routing paarweise verändern: •...
24.13 Menü Options Always on Top: Nach Auswahl dieser Option (dargestellt durch das Häkchen-Symbol) wird das TotalMix-Fenster auf dem Windows-Desktop immer oben dargestellt wird. Hinweis: Bei Aktivierung dieser Option kann es Probleme mit der Anzeige von Hilfe-Texten oder Dialogboxen geben, da sich TotalMix auch vor diese Fenster setzt. Deactivate Screensaver: Nach Anwahl dieser Option wird der eventuell in Windows eingestell- te Bildschirmschoner temporär deaktiviert.
24.14 Level Meter Die HDSPe AES berechnet die Anzeigewerte Peak, Over und RMS in Hardware, um die Meter unabhängig von der gerade laufenden Software nutzen zu können, und die CPU-Last stark zu verringern. Tip: Diese Funktion, Hardware Level Meter, nutzt DIGICheck (nur Windows, Kapitel 16) um Peak/RMS Level Meter aller Kanäle praktisch ohne CPU-Last darstellen zu können.
25. TotalMix: Die Matrix 25.1 Überblick Während die bisher vorgestellte Ansicht von TotalMix ähnlich wie Mischpulte Stereo-basiert arbeitet, existiert mit der Kreuzschiene ein weiteres Verfahren der Kanalzuweisung, welches Mono-basiert arbeitet. Die HDSP Matrix sieht aus und funktioniert wie eine Kreuzschiene – geht aber noch einen Schritt weiter.
25.4 Vorteile der Matrix Die Matrix ersetzt eine Mischpultansicht nicht in jedem Fall, aber sie verbessert die Routing- Möglichkeiten deutlich, und - besonders wichtig - ist eine hervorragende Methode, einen schnellen Überblick über alle aktiven Routings zu erhalten. Salopp gesagt: Man sieht auf einen Blick was los ist.
26.2 Selektion und Gruppen-basiertes Arbeiten Klicken Sie auf das weisse Namensfeld von Kanal 1 und 2 in TotalMix. Stellen Sie sicher dass Kanal 3 eine andere Faderstellung hat, und klicken Sie auch auf dessen Namensfeld. Alle Fel- der leuchten Orange, sie sind selektiert. Nun bewegen Sie einen der drei Fader, die anderen beiden bewegen sich mit.
26.5 Aufnahme einer Subgruppe (Loopback) TotalMix erlaubt auch das Routen der Subgruppenausgänge (=Hardwareausgänge, dritte Rei- he) zur Aufnahmesoftware. Statt des am Hardwareeingang anliegenden Signales wird das am Hardwareausgang ausgegebene Signal zur Aufnahmesoftware geleitet. Auf diese Weise kön- nen komplette Submixes ohne eine externe Schleifenverkabelung (Loopback) aufgenommen werden.
Aufnahme einer Softwarewiedergabe Soll die Wiedergabe einer Software von einer anderen Software aufgenommen werden, tritt in der Praxis oft folgendes Problem auf: Die Aufnahmesoftware versucht den gleichen Playback- Kanal zu öffnen wie die gerade abspielende, oder die abspielende hat bereits den Kanal geöff- net der als Aufnahmekanal benutzt werden soll.
Leider ist es oft gar nicht möglich, einer Spur in einer Software nachträglich einen anderen Ein- gangskanal zuzuweisen. Der Loopback Modus löst das Problem elegant. Zunächst wird das Eingangssignal des Kanals 1 per TotalMix an einen beliebigen Ausgang gesendet, dort zum Kompressor geschickt, vom Kompressor zurück an einen beliebigen Eingang.
27. TotalMix MIDI Remote Control 27.1 Übersicht TotalMix kann per MIDI ferngesteuert werden. Es ist zum weit verbeiteten Mackie Control Pro- tokoll kompatibel, kann also mit allen diesen Standard unterstützenden Hardware Controllern benutzt werden. Beispiele sind die Mackie Control, Tascam US-2400, und Behringer BCF 2000. Zusätzlich lassen sich die Stereo Output Fader (unterste Reihe), die im Monitor Panel als Moni- tor Main Outputs definiert wurden, über den Standard Control Change Volume auf MIDI Kanal 1 kontrollieren.
27.3 Setup • Öffnen Sie den Preferences Dialog (Menü Options oder F3). Wählen Sie den MIDI Input und MIDI Output Port an denen der Hardware Controller angeschlossen ist. • Wenn keine Rückmeldungen benötigt werden (bei Nutzung von Standard MIDI Befehlen anstelle des Mackie Control Protokolls) wählen Sie NONE als MIDI Output.
27.5 Standard MIDI Control Die Stereo Output Fader (unterste Reihe), welche im Monitor Panel als Monitor Main Outputs definiert wurden, lassen sich auch über den Standard Control Change Volume auf MIDI Kanal 1 kontrollieren. Damit ist die wichtigste Lautstärkeeinstellung des HDSPe AES von nahezu je- dem mit MIDI versehenen Hardwaregerät kontrollierbar.
Anwendungsbeispiele zum Senden von MIDI Befehlszeilen*: - Input 1 auf 0 dB setzen: B0 66 40 - Input 17 auf maximale Absenkung setzen: B1 66 0 - Playback 1 auf Maximum setzen: B4 66 7F - Output 16 auf 0 dB setzen B8 75 40 *Hinweis: Das Senden von MIDI Strings erfordert eventuell die Eingabe des MIDI Kanals nach Programmiererlogik, beginnend bei 0 für Kanal 1 und endend bei 15 für Kanal 16.
28. Tech Info Nicht alle Informationen zu unseren Produkten und deren Einsatz passen in eine Bedienungs- anleitung. Daher bietet RME zusätzliche Infos in den Tech Infos an. Tech Infos finden Sie in der aktuellsten Version auf der RME Website, Abteilung News & Infos, oder auf der RME Trei- ber-CD im Verzeichnis \rmeaudio.web\techinfo\.
29.3 Digitaler Teil • Clocks: Intern, AES/EBU In, Wordclock In, optional Video und LTC In • Low Jitter Design: < 1 ns im PLL Betrieb, alle Eingänge • Interne Clock: 800 ps Jitter, Random Spread Spectrum • Jitterunterdrückung bei externer Clock: circa 30 dB (2,4 kHz) •...
30. Technischer Hintergund 30.1 AES/EBU - SPDIF Die wichtigsten elektrischen Eigenschaften von 'AES' und 'SPDIF' sind in der Tabelle zu sehen. AES/EBU ist die professionelle, symmetrische Verbindung mit XLR-Steckverbindern. Basierend auf der AES3-1992 wird der Standard von der Audio Engineering Society festgelegt. Für den 'Homeuser' haben Sony und Philips auf symmetrische Verbindungen verzichtet, und benutzen entweder Cinch-Stecker oder optische Lichtleiterkabel (TOSLINK).
30.2 Lock und SyncCheck Digitale Signale bestehen aus einem Carrier (Träger) und den darin enthaltenen Nutzdaten (z.B. Digital Audio). Wenn ein digitales Signal an einen Eingang angelegt wird, muss sich der Empfänger (Receiver) auf den Takt des Carriers synchronisieren, um die Nutzdaten später störfrei auslesen zu können.
30.3 Latenz und Monitoring Der Begriff Zero Latency Monitoring wurde 1998 von RME mit der DIGI96 Serie eingeführt und beschreibt die Fähigkeit, das Eingangssignal des Rechners am Interface direkt zum Aus- gang durchzuschleifen. Seitdem ist die dahinter stehende Idee zu einem der wichtigsten Merk- male modernen Harddisk Recordings geworden.
30.4 DS - Double Speed Nach Aktivierung des Double Speed Modus arbeitet die HDSPe AES mit doppelter Samplefre- quenz. Die interne Clock 44.1 kHz wird zu 88.2 kHz, 48 kHz zu 96 kHz. Die interne Auflösung beträgt weiterhin 24 Bit. Samplefrequenzen oberhalb 48 kHz waren nicht immer selbstverständlich –...
30.6 SteadyClock Die SteadyClock Technologie der HDSPe AES garantiert exzellentes Verhalten in allen Clock- Modi. Aufgrund der effizienten Jitterunterdrückung kann die HDSPe AES jegliches Clocksignal säubern, auffrischen, und als Referenzclock am Wordclock-Ausgang bereitstellen. Üblicherweise besteht eine Clock-Sektion aus einer analogen PLL für externe Synchronisation, und verschiedenen Quarzen für interne Synchronisation.
30.7 Begriffserklärungen Single Speed Ursprünglicher Frequenzbereich von Digital Audio. Zum Einsatz kamen 32 kHz (Digitaler Rund- funk), 44.1 kHz (CD) und 48 kHz (DAT). Double Speed Verdopplung des ursprünglichen Samplefrequenzbereiches, um eine hochwertigere Audio- und Verarbeitungsqualität sicherzustellen. 64 kHz ist ungebräuchlich, 88.2 kHz wird trotz einiger Vorteile selten benutzt, 96 kHz ist weit verbreitet.
30.8 Steckerbelegungen Die D-Sub Buchse beinhaltet alle vier AES Ein- und Ausgänge. Die Belegung folgt dem verbrei- teten Tascam Standard, welches auch von Digidesign benutzt wird. Tascam / Digidesign: Signal 1/2+ 1/2- 3/4+ 3/4- 5/6+ 5/6- 7/8+ 7/8- Sub-D Signal 1/2+ 1/2- 3/4+...
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Gleiches gilt für ein direktes Adapterkabel Tascam D-Sub zu Euphonix D-Sub. Euphonix: Signal 1/2+ 1/2- 3/4+ 3/4- 5/6+ 5/6- 7/8+ 7/8- Sub-D Signal 1/2+ 1/2- 3/4+ 3/4- 5/6+ 5/6- 7/8+ 7/8- Sub-D GND liegt an den Pins 3, 6, 9, 12, 14, 17, 20, 23. Pin 1 bleibt frei. AES/EBU Die XLR-Stecker und Buchsen für AES/EBU sind entsprechend AES3-1992 folgendermassen belegt:...