PULSATIONSSYSTEM
mit optionaler Statik und elektronischer SCS Steuerung
zur Dekubitusprophylaxe und -therapie
(bis einschließlich Stadium IV nach EPUAP)
Artikel-Nummer: 1609
Hilfsmittel-Nummer: 11.29.08.3004
Inhalt
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Einführung
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Lieferumfang
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Sicherheit
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Indikation/ Kontraindikation
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Aufstellung
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Inbetriebnahme
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Pulsation/ Statikmodus
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Alarmsignale
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Problembehandlung
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Reinigung/ Aufbereitung
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Service
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Technische Daten
EINFÜHRUNG
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Das SLK IV Lagerungssystem ist ein
Pulsation-Matratzenersatzsystem
mit 26 cm Zellenhöhe, optionaler Spitzfußprophylaxe und
20 Polyurethan-Luftkammern
Fersenfreilagerung.
Durch die integrierten Innerzellen kann das System direkt auf den Lattenrost gelegt werden. Es
bietet auch schwersten Patienten (bis 250 kg) mit mangelnder Eigenbewegung und Erkrankungen,
die den Stoffwechsel der Haut beeinflussen, eine komfortable Unterlage.
Durch hervorragende Druckentlastung und angepasste Druckverlagerung ist dieses System zur
Dekubitustherapie bis Grad IV (nach EPUAP)
geeignet.
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Die SLK IV kann sowohl im Pulsations- als auch im Statikmodus betrieben werden. Bei der
Pulsation handelt es sich um elektronisch gesteuerte Druckintervalle, angepasst an Patienten-
gewicht und Lagerung.
Die elektronische Sensor-Chip-Steuerung
(SCS)
sorgt außerdem für ein genaues und wirtschaft-
liches Druckmanagement mit „on demand" Technologie.
Der Statikmodus kann bei entsprechender Indikation als Lagerungsmodus, zur Mobilisation oder
Pflegeerleichterung genutzt werden.
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Das System SLK IV eignet sich zur Nutzung auf Pflegebetten. Einstellungen am Bett können
vorgenommen werden, ohne dass die Funktionstüchtigkeit des Systems beeinträchtigt wird.
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Die Aufstellung und Bedienung des SLK IV -Matratzenersatzsystems sind bewusst einfach gehalten.
Dennoch bitten wir Sie, diese Anleitung vor Inbetriebnahme des Systems aufmerksam durchzulesen.
LIEFERUMFANG
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(SLK IV Art.Nr.: 1609)
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SLK IV Steuergerät mit SCS
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Matratzenersatz SLK IV (incl. Lamellen und Anschlussschlauch)
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TM
Soft Care Tex -Bezug
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2 Spezialkissen (Fersenfreilagerungs- und Spitzfußprophylaxekissen)
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Transporttasche
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Bedienungsanleitung
SICHERHEIT
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Halten Sie das Gerät von Wasser fern.
Sollte Wasser in das Gerät eingedrungen sein, trennen Sie es sofort vom Netz.
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Bringen Sie das System nicht in Kontakt mit offenem Feuer oder schwelenden Gegenständen.
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Lassen Sie das System vor einem Patientenwechsel, aus hygienischen Gründen, durch die
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Firma SLK oder einen autorisierten Fachbetrieb chemothermisch aufbereiten und überprüfen.
Nur so kann ein Wiedereinsatz im Sinne des Medizinproduktegesetzes (MPG) und unter den
Vorgaben des Robert-Koch-Instituts durchgeführt werden.
Bringen Sie das System nicht in Kontakt mit scharfen Gegenständen (Messer, Scheren,
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Kanülen usw.).
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Bei der Verwendung von Seitengittern an verstellbaren Betten für behinderte Menschen muss
auf ausreichend Abstand zwischen der Oberkante des Lagerungssystems und dem oberen Ende
des Bettgitters geachtet werden (220 mm nach DIN 1970:2000).
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Im Bedarfsfall sollten entsprechende Seitengittererhöhungen zum
Schutz des Patienten angebracht werden.
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Unsachgemäße Nutzung von elektrischen Geräten birgt Gefahren. Öffnen Sie niemals das
Gerät. Reparatur- und Wartungsarbeiten dürfen nur durch die Firma SLK oder einen
autorisierten Fachhändler vorgenommen werden.
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Sollten die Sicherungen defekt sein, lassen Sie das Gerät bitte von einem autorisierten
Fachhändler überprüfen.
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Nutzen Sie dieses Produkt nur für den im Handbuch beschriebenen Zweck.
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Betreiben Sie das Gerät nur mit der vorgegebenen Spannung (230 V/ 50 Hz).
Schließen Sie an das Gerät nur die dafür vorgesehene Matratze an.
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Dieses Gerät ist nach den Vorgaben für BF-Geräte gegen Stromschlag gesichert!
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Produkt Schutzklasse I
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Dieses Gerät gehört bei der Entsorgung nicht in den Hausmüll. Genaue Informationen
erhalten Sie bei den örtlichen Entsorgungsbetrieben oder beim Hersteller.
INDIKATIONEN
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Das System eignet sich zur Prophylaxe bei Patienten mit hohem Dekubitusrisiko.
, bestehend aus
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Druckverteilung und Druckentlastung bei immobilen und teilimmobilen Patienten
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Dekubitustherapie Grad I - IV nach EPUAP
Die statische Weichlagerung eignet sich vor allem für Patienten, die dynamischen
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Wechseldruck nur zeitweise oder gar nicht tolerieren, oder bei denen eine regelbare
Weichlagerung gefordert wird.
KONTRAINDIKATIONEN
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Patienten mit einem Körpergewicht über 250 kg
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Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg
Instabile Frakturen (insbesondere im Rückenbereich)*
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Neurologische Erkrankungen*, bei denen dynamischer Wechseldruck nicht angewandt
werden soll.
* Um Unsicherheiten in Bezug auf Indikation und Kontraindikation zu vermeiden, empfehlen wir,
den behandelnden Arzt zu konsultieren.
AUFSTELLUNG DES SYSTEMS
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Das System SLK IV eignet sich zur Nutzung auf Pflegebetten und Standardbetten. Einstellungen am
Bett können vorgenommen werden, ohne die Funktionstüchtigkeit des Systems zu beeinträchtigen.
Legen Sie den Matratzenersatz auf den Lattenrost. Um die Funktionen der Bettverstellung weiterhin
nutzen zu können, werden die 8 Fixierschlaufen an den beweglichen Teilen des Lattenrostes
befestigt. Hierzu werden die Fixierbänder um die Streben gelegt, durch beide Kunststoffösen
gezogen und dann zwischen den beiden Ösen durchgezogen, um eine Fixierung zu erreichen.
Achten Sie darauf, dass sich die Luftzufuhrschläuche zum Aggregat am
Fußende befinden.
Um ein falsches Auflegen zu verhindern, ist das Fußende mit 2 Füßen gekennzeichnet.
Die Fixiergurte werden zur Fixierung unter die Untermatratze gespannt.
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Das SLK IV -Aggregat kann mit Hilfe der Aufhängevorrichtung am Fußende des Bettes angebracht
oder auf den Boden gestellt werden.
Verbinden Sie nun die Luftzufuhrschläuche mit dem SLK IV -Aggregat, bis die Konnektoren
einrasten.
Sorgen Sie dafür, dass die Schläuche nicht verdreht oder abgeknickt
sind (häufigste Ursache für Systemausfälle).
INBETRIEBNAHME
Schließen Sie das Netzkabel an.
Stellen Sie den EIN-Schalter auf EIN. Nun leuchtet die Anzeigelampe des Netzschalters auf der
rechten Seite des Aggregates.
Während der Befüllphase leuchtet das gelbe Warnsignal „Druck zu niedrig". Nach ca. 45 Minuten
kann der Patient auf das vorgefüllte System gelegt werden. Bei Patienten über 70 kg empfehlen wir
abzuwarten, bis die Anzeige „Druck normal" leuchtet.
Die Druckeinstellung nehmen Sie bitte entsprechend des Patientengewichtes vor.
Bei der empfohlenen Druckeinstellung wurden Patienten mit durchschnittlich anatomischen
Verhältnissen berücksichtigt.
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Allgemein gilt:
Der Druck muss so eingestellt werden, dass der Patient an der tiefsten Stelle (Steiß- oder Hüft-
bereich) zwischen 1/3 und 1/2 der Körperhöhe einsinkt. Beachten Sie bitte auch, dass ein Patient in
sitzender oder seitlich liegender Position einen höheren Fülldruck benötigt als ein liegender Patient.
Sinkt der Patient nicht ausreichend in das System ein, wird das Einstellgewicht schrittweise in ca.
5 kg Schritten verringert, bis die optimale Lage erreicht ist (Überprüfung der Druckeinstellung).
Sinkt der Patient zu tief in das System ein, erhöhen Sie das Einstellgewicht schrittweise in ca.
5 kg Schritten, bis die optimale Lage erreicht ist (Überprüfung der Druckeinstellung).
Die Luftkammern in dem Matratzenersatzsystem wechseln im Verhältnis 1:1 den Druck zwischen
gefüllt und entlüftet, so dass die Auflageflächen des Patienten regelmäßig be- und entlastet werden.
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