Beschreibung für Direkt und Wandleranschluss
07/2017
Inhaltsverzeichnis
01. Bauarten
33. Mögliche Fragen
02. Verwendung
zur S0-Schnittstelle
03. Zählerversion
34. Berechnungsformel
04. Zulassungsversion
der maximalen zulässigen
05. Weitere Merkmale
Impulsausgangskonstanten
06. Verweise auf Vorschriften
35. Hinweis zur Prüf-LED (RL)
und Normen
36. Kommunikationsschnittstellen
07. Sicheheitshinweis
37. Angaben auf dem
08. Installationsort
Leistungsschild
09. Direktanschluss
38. Symbole
10. Wandleranschluss
39. Sicherungskennzeichnung
11. Anschlusswerte
40. Aufbau
12. Vorsicherungen
41. Material
13. Leitungsquerschnitte
42. Stromeingänge
14. Schraubklemmen
43. Spannungseingänge
15. Einbau
44. Messwerk
16. Installationskontrolle
45. Software
17. Inbetriebnahme
46. Schutzniveau
18. Neustartverhalten
47. Anschlussplan
19. Ausschaltverhalten
Direkt-/Wandleranschluss
20. Phasenausfallerkennung
48. Technische Daten
21. Stillstand- und Anlaufverhalten
49. Wartung
22. Messabweichung
50. Beständigkeit
23. Rücklaufhemmung
und Zuverlässigkeit
24. Zweirichtungszählung
51. Eichgültigkeit
25. Energierichtungskontrolle
52. Nachprüfung
26. Anzeigekapazität
53. Verkehrsfehler
27. Zählerlegende
54. Nacheichung
28. Menü
55. Funktionsfehlererkennung
29. Programmierung im Menü Set
56. Funktionsstörung
30. Programmierung im Menü PArA
57. Sicherungsstellen
31. Tarifsteuereingang
58. Lagerung und Transport
32. S0 Impulsausgang
59. Nutzungsende
01. Bauarten - Direkt angeschlossener elektronischer Dreiphasen-Vierlei-
ter-Wechselstromzähler bis 85 A bzw. ein an Stromwandler angeschlos-
sener elektronischer Dreiphasen-Vierleiter-Wechselstromzähler 5//1A zur
Messung elektrischer Arbeit in unterschiedlich belasteten Phasen.
02. Verwendung
-
Zur
Festinstallation
in
Dreiphasen-Vierlei-
ternetzen
und
dazu
bestimmt,
elektrische
Wirk-
und
Blin-
denergie
in
bis
zu
zwei
Energietarifen
zu
messen.
Er ist ausgeführt als Innenraumzähler mit Gehäusebauform als Installa-
tions-Einbaugerät in 4 Teilungseinheiten für Hutschienenmontage.
03. Zählerversion - Die Zähler besitzen immer eine Tarifumschaltung und
ein S0 Impulsausgang für Wirkenergie.
In der Variante S0, zusätzlich ein Impulsausgang für Blindenergie
In der Variante M-Bus, zusätzlich eine M-Bus-Schnittstelle
In der Variante Modbus, zusätzlich eine Modbus-Schnittstelle
04. Zulassungsversion - Der Zähler mit MID-Konformitätskennzeich-
nung auf der Basis einer Baumusterprüfung ist als Verrechnungs-
messgerät für die Registrierung elektrischer Wirkenergie vorgesehen.
Im Einsatz als Verrechnungsmessgerät sind die in den Zulassungen/
Prüfbescheinigungen dafür freigegebenen Betriebsweisen einzuhalten
und der Funktionsumfang entsprechend der Typenschildangaben zu be-
achten!
05. Weitere Merkmale - Es gilt ein erweiterter EMV-Bereich von 2 kHz bis
150 kHz unter Berücksichtigung der Vorgaben des „Leitfaden zur Bewer-
tung der Zuverlässigkeit und Messbeständigkeit von Elektrizitätszählern
und Zusatzeinrichtungen" (Wechselrichtereignung).
06. Verweise auf Vorschriften und Normen
Wirkenergiemessteil nach Normen DIN-EN 50470-1:2006
und DIN-EN 50470-3:2006
Blindenergiemessteil nach Normen DIN EN 62052-11:2003
und DIN EN 62053-23:2003
EG-Baumusterprüfung nach MID-Richtlinie 2014/32/EU (wenn der
Zähler damit gekennzeichnet ist.)
Betriebsmittel nach EMV-Richtlinie 2004/108/EG
Impulsausgang nach Norm DIN EN 62053-31:1999 als passiver Impuls-
geber der Impulsgeberklassen A oder B
Reiheneinbaugerät nach Norm DIN 43880:1988 in Baugröße 1, mit
Gehäusebreite 4 TE = 72 mm
Montage auf 35 mm Hutschiene (TH 35) nach DIN EN 60715:2001 (mit
beliebiger Einbaulage)
Schutzstufen für Geräte und Gehäuse nach DIN EN 60529:1992
Belastbarkeit von Kabeln und Leitungen festgelegt
in DIN VDE 0298-4:2003
Drehmomente für Schrauben an Klemmstellen angegeben
in DIN EN 60999-1:2000
Schraubendreherspitzen genormt in DIN 5264:2006-01
und DIN ISO 8764-1:2006-01
07. Sicherheitshinweis - Der Zähler erfüllt bei bestimmungsgemäßer Ver-
wendung alle gesetzlich an ihn gestellten Sicherheitsanforderungen.
Eine Verwendung außerhalb seiner Bestimmung kann Beeinflussungen,
Funktionsstörungen, Gefahren oder Schäden am Zähler selbst oder an
anderen Anlagenteilen verursachen.
Heruntergefallene, sichtbar beschädigte, geöffnete, manipulierte oder nasse
Zähler dürfen nicht installiert und/oder in Betrieb genommen werden.
Der Zähler darf nur entsprechend seiner Bestimmung eingesetzt werden.
Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von dafür ausgebildeten Per-
sonen durchgeführt werden. Es sind die einschlägigen Sicherheitsvor-
schriften und -maßnahmen zu beachten, anzuwenden und einzuhalten.
08. Installationsort - Der Zähler ist in einem Installationsgehäuse (UV-
Schrank, Schaltschrank, Kleinverteilergehäuse etc.) mit Schutzstufe IP44
oder höher und auf einer 35-mm-Hutschiene nach DIN EN 60715:2001
fest einzubauen. Der Installationsort muss die mechanischen Umge-
bungsbedingungen der Kategorien M1 oder M2 und die elektrischen Um-
gebungsbedingungen der Kategorien E1 oder E2 der Richtlinie 2014/32/
EU erfüllen. Für Verrechnungsmessungen muss die ungehinderte Sicht
auf die Zähleranzeigen (Ablesbarkeit) dauerhaft gewährleistet sein. Eine
Verwendung auf Zählertafeln nach DIN 43853 ist nicht ohne Befesti-
gungsadapter möglich und nicht ohne zusätzliche Abdeckung erlaubt.
09. Direktanschluss - Die Installation des Zählers erfolgt direkt im zu mes-
senden Stromkreis des versorgten Abnehmers. Der Anschluss des Neut-
ralleiters an eine Neutralleitersammelschiene ist dabei zwingend erforder-
lich! Der Abgriff der Speise- und Messspannung erfolgt zählerintern vor
der Strommesssensorik.
10. Wandleranschluss - Die Installation des Zählers erfolgt in halbdi-
rekter Anschlussweise und dabei direkt angeschlossen an der zu
messenden Spannung und indirekt angeschlossen über Strom-
wandler im Stromkreis des versorgten Abnehmers. Der Abgriff der
Mess- und Speisespannung hat dabei für die Hauptzählrichtung in
stromrichtiger Anschlussweise und/oder nach Vorgaben zu berück-
sichtigender Regelungen zu erfolgen. Der Anschluss des Neutralleiters
an eine Neutralleitersammelschiene ist dabei zwingend erforderlich!
Es wird unterschieden in primärwertanzeigende und sekundärwertanzei-
gende Wandlermessungen. Primärwertanzeigende Wandlermessungen
berücksichtigen in den Anzeigeergebnissen bereits Wandlerübersetzung
bzw. -faktor vorgeschalteter Wandler und geben die reale Messgröße
aus. Sekundärwertanzeigende Wandlermessungen berücksichtigen in
den Anzeigeergebnissen nicht Wandlerübersetzung bzw. -faktor vorge-
schalteter Wandler und geben ein Ergebnis aus, das im Verhältnis der
Wandlerübersetzung der realen Messgröße entspricht.
11. Anschlusswerte (Die Werte auf dem Leistungsschild sind bindend)
Für einen Zähler 85 A mit der Spannungsangabe 3×230/400 V auf dem
Leistungsschild gilt: Referenzspannung Un = 3×230/400 V im Dreipha-
sen-Vierleiter-Drehstromnetz.
Für einen Zähler mit der Stromangabe 0,25-5(85) A auf dem Leistungs-
schild gilt:
Anlaufstromstärke Ist = 0,02 A Mindeststromstärke Imin = 0,25 A
Übergangsstromstärke Itr = 0,5 A Referenzstromstärke Iref = 5 A
Grenzstromstärke Imax = 85 A bei symmetrisch belasteten Phasen.
Für einen Zähler 5//1 A mit der Spannungsangabe 3×230/400 V auf dem
Leistungsschild gilt: Referenzspannung Un = 3×230/400 V im Dreipha-
sen-Vierleiter-Drehstromnetz.
Für einen Zähler mit der Stromangabe 0,01-1(6) A auf dem Leistungs-
schild gilt:
Anlaufstromstärke Ist = 0,002 A Mindeststromstärke Imin = 0,01 A
Übergangsstromstärke Itr = 0,05 A Bemessungsstromstärke In = 1 A
Grenzstromstärke Imax = 6 A bei symmetrisch belasteten Phasen.
12. Vorsicherungen - Es sind Zählervorsicherungen in den Energieleitungen
max. 80 A beim Zähler 85 A bzw. max. 6 A beim Zähler 5//1 A zu in-
stallieren (In den Sekundärstromkreisen der Stromwandler dürfen keine
Überstromschutzorgane oder Unterbrecher vorhanden sein.
13. Leitungsquerschnitte - Die verwendeten Leitungen sind hinsichtlich der
Stromdichte und Verlegebedingungen so zu bemessen, dass sich die Lei-
ter unter den auftretenden Umgebungs- und Belastungsbedingungen auf
nicht mehr als +55 °C im Abstand von 20 cm vom Zähler erwärmen. Die Be-
lastbarkeit von Kabeln und Leitungen ist festgelegt in DIN VDE 0298-4.
Bei Zähler 5//1 A ist die Auswahl der Leitungsquerschnitte der Stromlei-
tungen zum Zähler dem sekundären Wandlernennstrom, die Scheinleis-
tung und den Überstrombereich der verwendeten Wandler, die installierte
Leitungslänge zwischen Zähler und Wandler und ggf. Vorgaben nur regi-
onal gültiger Regelungen berücksichtigen.
14. Schraubklemmen
Zähler 85 A - Das Klemmvermögen der Strom-/Spannungs- und Null-
klemmen beträgt minimal 2,5 mm² und maximal 25 mm². Zu verwenden
ist die Schrauberklingenform SL für Schlitzschrauben mit einer Größe
von 5,5 mm × 1,0 mm. Das empfohlene Anzugsdrehmoment für die
M5-Klemmenschraube beträgt 2,5 Nm.
Zähler 5//1 A - Das Klemmvermögen der Strom-/Spannungs- und Null-
klemmen beträgt minimal 0,5 mm² und maximal 6 mm². Zu verwenden
ist die Schrauberklingenform SL für Schlitzschrauben mit einer Größe
von 4,0 mm × 0,6 mm. Das empfohlene Anzugsdrehmoment für die
M3-Klemmenschraube beträgt 0,5 Nm.
Zusatzklemmen - Das Klemmvermögen beträgt minimal 0,25 mm² und
maximal 1,5 mm².
Zu verwenden ist die Schrauberklingenform SL für Schlitzschrauben mit
einer Größe von 3,5 mm × 0,6 mm. Das empfohlene Anzugsdrehmoment
für die M2,5-Klemmenschraube beträgt 0,4 Nm.
Mehrdrähtige Leiterenden sind vor dem Einklemmen mit einer passenden
Aderendhülse zu versehen.
Die Drehmomente für Schrauben an Klemmstellen sind angegeben in DIN
EN 60999-1.
15. Einbau - Die Installation des Zählers in einer elektrotechnischen Anlage
darf nur im spannungs- und stromlosen Zustand erfolgen. Für den Einbau
sind die einschlägigen Normen, Sicherheitsvorschriften und -maßnah-
men zu beachten, anzuwenden und einzuhalten. Der Zähler darf nur in ei-
ner Anlage und an Komponenten ein- und angebaut und angeschlossen
werden, deren elektrische Werte mit den Angaben auf dem Leistungs-
schild des Zählers übereinstimmen und deren Umgebungsbedingungen
den Vorgaben entsprechen. Die Überstromschutzeinrichtung muss den
Vorgaben entsprechen und die Abschaltbedingungen erfüllen.
16. Installationskontrolle - Kontrolle der Zählerstrom- und -spannungsan-
gaben mit den elektrischen Anschlusswerten auf Übereinstimmung. Es
ist zu überprüfen, dass die Anschaltung des Zählers seiner Anschlussart
und der im Schaltbild dargestellten Weise entspricht und die erforder-
lichen Abschaltbedingungen eingehalten werden. Die Überstromschut-
zeinrichtung (Zählervorsicherung) darf den maximal zulässigen Wert nicht
überschreiten. Die installierten Leiterquerschnitte müssen normgerecht
gewählt sein und die Vorgaben der Anschlussbedingungen erfüllen.
Die Leiterenden der Installationsleitungen müssen ausreichend weit
in die Schraubklemmen des Zählers eingeführt und die Schrauben mit
den erforderlichen Drehmomenten angezogen sein. Es dürfen an keiner
Klemmstelle blanke (nichtisolierte) Leitungsbereiche aus der Isolation des
Zählerklemmenblockes herausragen. Die Klemmschraubenabdeckungen
des Zählers sind nach erfolgter Installation zu schließen.
17. Inbetriebnahme
Zähler 85 A - Die Inbetriebnahme des Zählers erfolgt schrittweise und
erst nach vollständig abgeschlossener Installation und anschließender
Installationskontrolle. Die Abgangssicherungen nach direkt angeschlos-
senem Zähler sind vor der Inbetriebnahme auf Aus zu schalten oder die
lastfreie Inbetriebnahme ist auf andere Weise sicherzustellen. Einschal-
ten der nach dem Zähler installierten Abgangssicherungen – Zähleranlauf
und Lastaufnahme.
Zähler 5//1 A - Die Inbetriebnahme des Zählers erfolgt schrittweise und
erst nach vollständig abgeschlossener Installation und anschließender
Installationskontrolle. Die Spannungsvorsicherungen der Mess- und
Speisespannungseingänge des Zählers sind vor der Inbetriebnahme
auf Aus zu schalten oder die spannungsfreie Inbetriebnahme ist auf
andere Weise sicherzustellen. Der lastfreie Zustand der Stromwandler-
sekundärkreise ist vor der Inbetriebnahme sicher herzustellen bzw. zu
gewährleisten (z. B. durch Abschaltung des Stromwandler- Primärstro-
mes und Kurzschluss des Stromwandler-Sekundärstromes). Einschalten
der Stromwandler- Primärströme und phasenweise Freigabe der Strom-
wandler-Sekundärströme – Zähleranlauf und Lastaufnahme müssen
phasenweise für jede zusammengehörige Paarung Messspannung mit
Wandlersekundärstrom erfolgen und überprüft werden, die sich ergeben-
den phasenweisen Energiearten und -richtungen müssen plausibel zur
27. Zählerlegende
Anlageninstallation sein.
Allgemein - Einschalten der Spannungsvorsicherungen bzw. der Mess-
und Speisespannung. Kontrolle der anliegenden Spannung an den
Zählerspannungsklemmen auf allen drei Phasen und Vergleich mit den
Spannungsangaben auf dem Leistungsschild des Zählers. Kontrolle des
rechten Drehfeldes an den Zähleranschlussklemmen auf Vorhandensein.
Kontrolle des Zählerstillstandes – die Anzeige-LED (die Prüfausgänge RL)
rechts neben dem Zählerdisplay müssen dauerhaft rot leuchten.
18. Neustartverhalten - Nach dem Einschalten des Zählers zeigt das Dis-
play 3 Sekunden einen Segmenttest und die LED der Prüfausgänge eine
Funktionsprüfung (LED leuchtet) an. An den Segmenttest anschließend
zeigt der Zähler im Display die Version der verwendeten Firmware für 4
Sekunden an, danach die Hersteller-ID (Herstellernummer) für weitere 4
Sekunden. Ab etwa 10 Sekunden nach dem Einschalten wird der aktuell
laufende Zählwerkstand (kWh) angezeigt.
19. Ausschaltverhalten - Unterhalb einer Spannung von AC 180 V Phase
(Phase-Null) wird die Energiemessung auf dem betroffenen Messpfad
blockiert. Die resultierende Teilenergiemenge wird nicht mehr registriert
und nicht zum Prüfausgang (LED) und zum Impulsausgang weitergeleitet.
Bei allphasigen Spannungen kleiner AC 180 V (Phase-Null) wird die Ener-
giemessung blockiert und dabei werden das Display, der Prüfausgang
und der Impulsausgang abgeschaltet. Die registrierten Zählerstände wer-
28. Menü
den beim Abschaltvorgang in einen nichtflüchtigen Speicher (EEPROM)
Von der Display-Grundanzeige gelangt man über die Bedientasten (7 und 8) in die Menüauswahl.
gesichert und bleiben dort für mindestens 10 Jahre erhalten.
Man kann wählen zwischen den Funktionsmenüs Std-dAtA, AbL-dAtA, SEt oder PArA (nur Wandlermessung).
20. Phasenausfallerkennung - Am Zähler anliegende Phasenspannungen
In Menüs werden Kennzahlen zur Benennung der dargestellten Größen verwendet (z.B. "0.4.2 = Wandlerfaktor").
werden durch die dargestellten Ziffern der Symbolgruppe „L123" ange-
Die Menüauswahl erfolgt mit der ersten Betätigung Lang der linken oder der rechten Taste von der Grundanzeige
zeigt. Bei fehlenden Phasenspannungen sind die jeweiligen Ziffern der
Symbolgruppe ausgeblendet.
oder dem Grundmenü ausgehend, danach kann mit Tastendruck Kurz der linken Taste zwischen den vorhanden
Menüs Std-dAtA, AbL-dAtA, SEt oder PArA ausgewählt werden.
21. Stillstand- und Anlaufverhalten - Unterhalb des angegebenen Anlauf-
stromes (Ist) und bei anliegender Nennspannung (Un) zeigen die Prüfaus-
Innerhalb des Menüs erfolgt das Blättern zwischen den aufgelisteten Werten mit Tastendruck Kurz der linken
gänge (LED) getrennt für Wirk- und Blindenergie durch Dauerleuchten den
Taste für Abwärts oder der rechten Taste für Aufwärts.
Stillstand des Wirk- und Blindenergiemesswerkes an. Die Energieart- und
-richtungsindikatoren sind bei Zählerstillstand nicht zu sehen. Energie-
Menü Std-dAtA (Standard-Verrechnungs-Werte)
mengen unterhalb des Anlaufstromes werden vom Zähler nicht registriert.
Bei Überschreiten des Anlaufstromes (Ist) und bei anliegender Nennspan-
Kennzahl
Bedeutung
nung (Un) endet das Dauerleuchten der Prüfausgänge (LED) getrennt für
Wirk- und Blindenergie je nach gemessener Energieart. Oberhalb des
Herstellernummer des Zählers
0.0.0
Anlaufstromes (Ist) und bei anliegender Nennspannung (Un) zeigen die
Prüfausgänge (LED) getrennt für Wirk- und Blindenergie durch Blinkim-
0.2.0
Software-ID (Firmwareversion)
pulse die laufende Messung von Wirk- und/oder Blindenergie an. Die
Energieartund -richtungsindikatoren im Display geben an, welche anlie-
Impulskonstante LED Wirk- und Blindenergie
0.3.0
gende Energierichtung der Zähler erkennt.
Impulskonstante Ausgang Wirk- und Blindenergie
0.3.3
22. Messabweichung - Die Messabweichungen liegen entsprechend der
+A, Arbeitswert T1 [kWh]
1.8.1
auf dem Zähler angebrachten Genauigkeitsklasse und unter Verwendung
innerhalb der zulässigen Betriebsbedingungen immer innerhalb der in der
+A, Arbeitswert T2 [kWh]
1.8.2
MID-Richtlinie 2014/32/EU geforderten Grenze.
-A, Arbeitswert T1 [kWh]
2.8.1
23. Rücklaufhemmung - Voraussetzung ist die Kennzeichnung des Zählers
-A, Arbeitswert T2 [kWh]
2.8.2
als Einrichtungszähler mit dem Klinkensymbol für Rücklaufhemmung. Ist
+R, Arbeitswert T1 [kvarh]
3.8.1
die vektorielle Summe aus den drei Einzelphasenleistungen am Zähler
positiv, wird die resultierende Energiemenge vom Zähler registriert. Das
Verhalten des Zählers hinsichtlich der Bildung der vektoriellen Summe
entspricht dem eines Ferrariszählers (Induktionsmotorzähler). Solange
die vektorielle Summe negativ ist, wird die Registrierung ausgesetzt.
24. Zweirichtungszählung - Voraussetzung ist die Kennzeichnung des Zäh-
lers als Zweirichtungszähler mit den Pfeilsymbolen. Ist die vektorielle
Summe aus den drei Einzelphasenleistungen am Zähler positiv, so wird
die resultierende Energiemenge vom Zähler als Bezug (Import) registriert,
ist die vektorielle Summe aus den drei Einzelphasenleistungen negativ,
dann als Lieferung (Export).
Die Zweirichtungszählung ist für eine Verrechnungsmessung nicht freige-
geben (ohne MID).
25. Energierichtungskontrolle - Weicht am Zähler eine der drei Einzelpha-
senleistungen in ihrer Richtung von der vektoriellen Summe aus den drei
Einzelphasenleistungen ab, d. h. fließt in einer Installationsphase die
Energie in entgegengesetzter Richtung durch den Zähler (z. B. bei ver-
tauschtem Ein- und Ausgang), so zeigt der Zähler an den Energieart- /
-richtungsindikatoren durch einen blinkenden Indikatorpfeil die abwei-
chende Energierichtung an, die Richtung der vektoriellen Summe wird
durch einen dauerhaften Indikatorpfeil gekennzeichnet.
26. Anzeigenkapazität
Zähler 85 A - Die Anzeigenstelligkeit der Energieregister beträgt im Neu-
zustand 123456,12 kWh
Die max.Energiemenge entspricht einer Betriebszeit von etwa 1 700 000
Stunden (annähernd 195 Jahre) bei Grenzstrom, Referenzspannung und
Leistungsfaktor 1.
Zähler 5//1 A - Die Anzeigenstelligkeit der Energieregister beträgt im
Neuzustand 12345,123 kWh
Die max.Energiemenge entspricht einer Betriebszeit von etwa 4000 Stun-
den (etwa 5,5 Monate) bei sekundärem Grenzstrom, Referenzspannung,
Leistungsfaktor 1 und größtem einstellbarem Stromwandlerfaktor 6000.
Allgemein - Bei einem möglichen Registerüberlauf am Ende der Regis-
terkapazität wird die Zählwerksstelligkeit selbsttätig um eine Nachkom-
mastelle reduziert. Bei mehrfachem Überlauf reduziert der Zähler bis auf
eine Registerstelligkeit von 8 Dezimalstellen (Vorkommastellen) Kilowatt-
Direkt und Wandleranschluss BA. neutral 08.12.2016 09:25_5/11
stunden (kWh) und 0 dezimale Nachkommastellen.
Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.
Die maximale Registrierkapazität des Zählwerkes mit Stelligkeit 8+0 be-
trägt 99 999 999 kWh.
27. Zählerlegende
28. Menü
Von der Display-Grundanzeige gelangt man über die Bedientasten (7 und
8) in die Menüauswahl.
Man kann wählen zwischen den Funktionsmenüs Std-dAtA, AbL-dAtA,
SEt oder PArA (nur Wandlermessung).
In Menüs werden Kennzahlen zur Benennung der dargestellten Größen
verwendet (z.B. „0.4.2 = Wandlerfaktor").
Die Menüauswahl erfolgt mit der ersten Betätigung Lang der linken oder
der rechten Taste von der Grundanzeige oder dem Grundmenü ausge-
hend, danach kann mit Tastendruck Kurz der linken Taste zwischen den
vorhanden Menüs Std-dAtA, AbL-dAtA, SEt oder PArA ausgewählt wer-
den.
Innerhalb des Menüs erfolgt das Blättern zwischen den aufgelisteten
Werten mit Tastendruck Kurz der linken Taste für Abwärts oder der rech-
Menü AbL-dAtA (Service-Werte)
ten Taste für Aufwärts.
Menü Std-dAtA (Standard-Verrechnungs-Werte) Menü AbL-dAtA (Ser-
Kennzahl
Bedeutung
vice-Werte)
M-Bus Primäradresse (nur bei M-BUS relevant)
Menü Std-dAtA (Standard-Verrechnungs-Werte)
0.0.1
M-Bus Sekundäradresse (nur bei M-BUS
Kennzahl
Bedeutung
0.0.2
relevant)
0.0.0
Herstellernummer des Zählers
Spannung in Phase L1 [V]
32.7.0
0.2.0
Software-ID (Firmwareversion)
Spannung in Phase L2 [V]
52.7.0
0.3.0
Impulskonstante LED Wirk- und Blindenergie
Spannung in Phase L3 [V]
72.7.0
0.3.3
Impulskonstante Ausgang Wirk- und Blindenergie
Strom in Phase L1 [A]
31.7.0
1.8.1
+A, Arbeitswert T1 [kWh]
Strom in Phase L2 [A]
51.7.0
1.8.2
+A, Arbeitswert T2 [kWh]
Strom in Phase L3 [A]
2.8.1
71.7.0
-A, Arbeitswert T1 [kWh]
Leistungsfaktor in Phase L1
33.7.0
2.8.2
-A, Arbeitswert T2 [kWh]
3.8.1
+R, Arbeitswert T1 [kvarh]
3.8.2
+R, Arbeitswert T2 [kvarh]
4.8.1
-R, Arbeitswert T1 [kvarh]
4.8.2
-R, Arbeitswert T2 [kvarh]
Menü SEt (Setzbare Werte - wiederholbar)
Kennzahl
Bedeutung
Wertebereich
M-Bus Primäradresse bzw.
0.0.1
000 ... 250
Mod-Bus Adresse
M-Bus Sekundäradresse bzw.
00000000 ...
0.0.2
frei prog. Ident-Adresse
99999999
optional M-Bus-Baudrate [Bd]
300 ... 19200
c90.9
optional Mod-Bus-Baudrate
300 ... 76800
[Bd]
0.3.3
Impulsausgangskonstante RA
00001 ... 20000
0.3.8
Ausgangsimpulsbreite ti max
00001 ... 00300
Menü AbL-dAtA (Service-Werte)
Kennzahl
Bedeutung
0.0.1
M-Bus Primäradresse (nur bei M-BUS relevant)
0.0.2
M-Bus Sekundäradresse (nur bei M-BUS relevant)
32.7.0
Spannung in Phase L1 [V]
52.7.0
Spannung in Phase L2 [V]
72.7.0
Spannung in Phase L3 [V]
31.7.0
Strom in Phase L1 [A]
51.7.0
Strom in Phase L2 [A]
71.7.0
Strom in Phase L3 [A]
33.7.0
Leistungsfaktor in Phase L1
53.7.0
Leistungsfaktor in Phase L2
73.7.0
Leistungsfaktor in Phase L3
13.7.0
Leistungsfaktor alle 3 Phasen
21.7.0
Wirkleistung + in Phase L1 [W]
41.7.0
Wirkleistung + in Phase L2 [W]
61.7.0
Wirkleistung + in Phase L3 [W]
1.7.0
Wirkleistung + alle 3 Phasen [W]
23.7.0
Blindleistung + in Phase L1 [var]
43.7.0
Blindleistung + in Phase L2 [var]
63.7.0
Blindleistung + in Phase L3 [var]
3.7.0
Blindleistung + alle 3 Phasen [var]
9.7.0
Scheinleistung + alle 3 Phasen [VA]
Menü PArA (Parametrierbarer Wert - nicht wiederholbar)
Kennzahl
Bedeutung
Wertebereich
0.4.2
Stromwandlerfaktor
00001 ... 06000
29. Programmierung im Menü SEt
Als Beispiel ist die Anleitung zur Einstellung der Baudrate (c90.9) dem
Zähler als farbiges Blatt beigelegt.
30. Programmierung im Menü PArA (nur Wandlermessung)
Die Anleitung zum Einstellen des Stromwandlerfaktors (0.4.2) dem Zähler
ist als farbiges Blatt beigelegt.
31. Tarifsteuereingang - Ein Tarifsteuereingang ist in jeder Zählervariante
vorhanden.
Der Tarifsteuereingang dient zur Umschaltung zwischen den zwei mögli-
chen Energietarifen T1 und T2.
Tarifumschaltung wirkt sich zeitgleich auf die Tarifzuordnung aller gemes-
senen Energiearten und -richtungen aus.
Der Tarifsteuereingang ist elektrisch passiv und galvanisch getrennt.
Ohne anliegende Steuerspannung (0 V) registriert der Zähler im Energie-
tarif T1. Die Ansteuerung zur Umschaltung nach T2 erfolgt mit Wechsel-
spannung im Effektivwertebereich 180 V...260 V. Die Leistungsaufnahme
beträgt etwa 0,3 VA bei AC 230 V.
32. S0 Impulsausgang - Die S0 Impulsausgänge geben eine der vom Zähler
gemessenen Leistung proportionale Impulsfolge im Verhältnis der Aus-
gangs-Impulskonstante RA = (5000 Imp./kWh ) bzw. ( 500 Imp./kWh ) ab
Werk aus. Die Ausgangs-Impulskonstante RA ist im SEt-Menü unter der
Kennzahl 0.3.3 einstellbar. Die Impulse sind elektrisch passiv, galvanisch
getrennt und bedürfen für die Nutzung einer extern anzulegenden Span-
nung von DC 5 V...27 V bei einem maximalen Strom von DC 27 mA, die
voreingestellte maximale Ausgangs-Impulsbreite (ti max) beträgt 35 ms.
Die maximale Ausgangs-Impulsbreite (ti max) ist in Millisekunden Schrit-
ten einstellbar, im SEt Menü unter der Kennzahl 0.3.8 ab etwa 1 ms bei
Eingabewert 00000 bis zu etwa 30 s bei Eingabewert 30000 und zu einem
1 zu 1 Tastverhältnis bei Eingabewert über 30000. Die jeweilig minimale
Ausgangs-Impulsbreite (ti min) und die minimale Ausgangs-Impulspau-
se (tp min) ergeben sich aus der Ausgangs-Impulskonstante (RA) des