Beschreibung und Bauanleitung des Fostex
Rundstrahlers
„Einfach kann jeder, aber wer gut hören will entscheidet sich für eine unkonventionelle
Lautsprecherkonstruktion, einen Rundstrahler!"
Gehäusekonstruktion
Reflektor. Der muss nicht auf Tischlers Drechselbank für viel Geld produziert werden, sondern wird mit dem
Bausatz mitgeliefert. Alles weitere an Holzteilen ist im gut sortierten Holzhandel vorhanden.
Lediglich die Oberflächenbehandlung bleibt im eigenen Ermessen.
Wohnraumtauglich ist der Lautsprecher mit seinen Abmessungen allemal. Eine schlanke Säule mit den
Abmessungen 14 x 15 cm und 98,5 cm Höhe passt in jeden Raum. Stabilität gibt ein Sockel von 20 x 30 cm.
Dieser kann sogar etwas größer und schwerer geraten. Die Herstellung aus Stein ermöglicht zusätzlich eine
resonanzarme Entkopplung mit dem Aufstellungsort.
Einsatz
Unangestrengte Wiedergabe verschiedener Musikrichtungen.
Geeignet für Wohnräume bis ca. 25 qm.
Besondere Eignung als Rearspeaker aufgrund des flachen Stereodreiecks.
Klang
Räumlich ausgeglichenes Klangbild gegenüber direktstrahlenden Lautsprechern.
Der Rundstrahler schafft ein getreues Abbild der Situation der Aufnahme.
Während man bei konventionellen Lautsprecherboxen im Stereodreieck abhört, strahlt der
Rundstrahler den Klang nach allen Seiten gleichmäßig. Die Abhörbreite geht über die Stereobasis
hinaus.
Der typische direktstrahlende Lautsprecher weist eine
gerichtete Abstrahlcharakteristik auf. Mit steigender
Frequenz wird die Schallenergie immer mehr auf die Achse
senkrecht zur Membran konzentriert. Weicht man von
dieser Achse ab, kommt es zu Klangverfärbungen. Die
tiefen Frequenzen bleiben dann unverändert, während die
Höhen leiser werden. Daraus resultiert, dass nur im
sogenannten Stereodreieck eine unverfälschte Wiedergabe
möglich ist.
Dem Dilemma kann nur mit einem Rundstrahler
ausgewichen werden. Der Lautsprecher strahlt hierbei auf
einen Kegel oder eine ähnliche Form und die Schallenergie
wird wie von einem Spiegel breit in den Raum reflektiert.
Ein Teil des Schalls erreicht unser Ohr als Direktschall und
ein weiterer Teil als reflektierter Schall von den
Zimmerwänden.
Im Vergleich mit dem Direktstrahler entspricht der
Rundstrahler viel eher der Konstellation eines
Konzertsaales. Auch hier ergänzen sich Direktschall und
reflektierter Schall. Der Klang ist raumfüllender.
Einziger Mangel der Rundstrahler ist die komplizierte
Bauweise. Eine Mehrwegebox muss mehrere Chassis mit
den dazu passenden Kegeln übereinander anordnen.
Es geht aber auch anders. Ein guter Breitbänder weist
einen fast linearen Frequenzgang zwischen 70 Hz und 20
kHz auf. Damit ist die beste Voraussetzung für einen
einfachen Rundstrahler hoher Qualität gegeben. Übrig
bleibt der ansonsten recht schwierig herzustellende