Wichtige Hinweise zu Rohrmotoren mit elektronischer Endabschaltung und zur Hindernis- und Blockierfunktion
Die Rohrmotoren der Serie RME mit elektronischer Endabschaltung verfügen über eine Hindernis- und Blockierfunktion (Sicherheitsabschaltung des Motors).
Hindernisfunktion (entsprechendes Zubehör notwendig): Läuft der Rollladen beim Herunterfahren auf ein Hindernis auf oder klemmt in den seitlichen
Führungsschienen fest, stoppt der Motor sobald sich im Rollladenkasten bzw. an der Rollladenwelle ein entsprechender Gegendruck aufgebaut hat.
Blockierfunktion: Registriert der Motor beim Hochfahren einen außerordentlichen Belastungsanstieg (z. B. festgefrorener oder geklemmter Rollladen) oder
der Motor ist überlastet, stoppt der Motor. Für die Blockierfunktion ist kein spezielles Zubehör erforderlich.
Für die korrekte Hindernisfunktion beim Herunterfahren des Rollladens ist unbedingt die fachgerechte Montage von geeigneten festen
Wellenverbindern bzw. von Hochschiebesicherungen als Rollladenaufhängung erforderlich und der Rollladen muss immer senkrecht in den
seitlichen Führungsschienen einlaufen. Nur so kann die Hindernisfunktion den Rollladen vor mechanischen Beschädigungen schützen.
Bei Einsatz von elektronischen Motoren mit Hindernis- und Blockierfunktion muss die Zugkraft des Motors dem jeweiligen Profilgewicht des
Rollladens entsprechen. Der Rollraum im Rollladenkasten darf nicht zu groß sein bzw. muss entsprechend angepasst werden, damit die
Hindernisfunktion in Verbindung mit den festen Wellenverbindern oder Hochschiebesicherungen korrekt funktionieren kann. Für die
Hindernis- und Blockierfunktion muss der Rollladenkasten und das Rollladenprofil geeignet und stabil genug ausgelegt sein. In mehrge-
teilten Anlagen ( z.B. 2 Rollläden über 1 Welle mit 1 Motor) dürfen Rohrmotoren mit Hindernis- und Blockierfunktion nicht eingesetzt werden.
Garantiebedingungen
Die Inanspruchnahme setzt eine fachgerechte Installation und einen sachgerechten Gebrauch voraus. Die Garantie beschränkt sich auf die unentgeltliche
Beseitigung von Mängeln am Produkt (Ersatz oder Reparatur), die nachweislich auf einen Material- oder Herstellungsfehler zurückzuführen sind. Durch
Reparatur oder Ersatzlieferung aus Garantiegründen tritt keine Verlängerung der ursprünglichen Garantiezeit ein. Der Garantieanspruch besteht nur für
Schäden am Vertragsgegenstand selbst. Jegliche Folgeschäden und Nebenkosten, insbesondere die Übernahme von Aus-, Einbau- und Fahrtkosten, sind
von der Garantie ausgeschlossen. Der Hersteller ist nicht verantwortlich für jegliche Defekte, Verluste oder Beschädigungen, welche direkt oder indirekt
durch Missbrauch der Motoren verursacht wurden.
Der Garantieanspruch und die gesetzliche Gewährleistung für Sachmängel und Produkthaftung erlöschen bei Schäden durch: unsachgemäßer Installation
und Anschluss, baulicher Veränderung, falschem oder nachlässigem Gebrauch, unsachgemäßem Einsatz bzw. Nutzung der Motoren und Zubehör, mecha-
nischen Beschädigungen durch Unfall, Fall oder Stoß, fahrlässiger oder mutwilliger Zerstörung, normaler Abnutzung oder Wartungsmangel, Reparatur
durch nicht qualifizierte Personen, Nichtbeachtung der Montage- und Betriebsanleitung, sowie bei Einsatz von ungeeignetem Fremdzubehör in der Anlage.
Wichtige Hinweise bevor Sie mit der Montage beginnen !!!
Prüfen Sie den Motor und das Kabel auf Unversehrtheit. Wenn Sie Schäden feststellen, dürfen Sie das Gerät nicht benutzen.
Stellen Sie sicher, dass der Rollladen nicht beschädigt ist und dass er sich reibungslos öffnen und schließen lässt. Wenn nötig beschädigte Teile austauschen.
Lassen Sie den Rollladen ganz herunter und stellen Sie fest, ob der Motor auf der linken oder der rechten Seite im Rollladenkasten installiert werden soll.
Es muss immer der kürzeste Weg zur nächsten Abzweigdose gewählt werden, da Leitungen im Rollladenkasten nicht verlegt werden dürfen.
Überzeugen Sie sich vor der Montage von der erforderlichen Festigkeit des Mauerwerkes, bzw. des Rollladenkastens.
Prüfen Sie, ob die Zugkraft des Rohrmotors dem Profilgewicht des Rollladens entspricht. Überlastung schadet dem Motor und führt auf Dauer zu seinem Ausfall.
Vor der Installation des Motors alle nicht zum Betrieb benötigten Leitungen und Einrichtungen abbauen, bzw. außer Betrieb setzen.
Gesamtansicht - Erklärung der Begriffe
1. Gegenlager *
06. Mitnehmer
2. Kugellager *
07. Rohrmotor
3. Walzenkapsel *
08. Laufring
4. Wickelwelle *
09. Setztaste
5. Aufhängefeder *
10a.+ 10b. Motorlager
Diese Darstellung der Gesamtansicht (Abb. 1) entspricht nicht dem Liefer-
umfang. Sie soll lediglich das Verständnis für die Einbausituation fördern.
* Zubehör, nicht im Lieferumfang
Wichtige Einbauhinweise !!!
Es ist auf die Leichtgängigkeit der Wickelwelle (4) zu achten. Es darf nur ein geringes axiales Spiel vorhanden sein (max. 1 - 2 mm). Korrigieren Sie leichte
Maßungenauigkeiten durch einschieben oder herausziehen der Walzenkapsel (3), nicht des Motors! Die Walzenkapsel muss jedoch mindestens mit 2/3
ihrer Länge in der Wickelwelle stecken. Sichern Sie die Walzenkapsel zum Schluss mit einer Schraube. Das Gegenlager (1) und das Motorlager (wahlweise
10a oder 10b) müssen dauerhaft fest mit der Wand/Rollladenkasten verbunden sein und gegen ein Ausheben/Herausdrücken von Wickelwelle und Rohrmotor
gesichert sein. Ebenso muss das im Gegenlager gesteckte Kugellager (2) gegen ein Herausdrücken nach oben hin gesichert werden!
Weder die Wickelwelle noch die Aufhängungen oder Befestigungselemente (Schrauben, Nieten etc.) dürfen am Rohrmotor streifen. Der Rollladenpanzer
muss mit einer ausreichenden Anzahl von Aufhängefedern (mind. alle 400 mm) oder mit festen Wellenverbindern befestigt sein. Beachten Sie, dass die
Sicherheitsabschaltung des Motors bei Auflaufen auf ein Hindernis in Abwärtsrichtung nur mit geeigneten und fachgerecht montierten festen Wellenverbindern
bzw. Hochschiebesicherungen gewährleistet ist! Die Oberkante des abgewickelten Rollladens muss eine Lamelle über die Einlauftrichter stehen.
Der Rollladen muss leicht über die Einlauftrichter in die Führungsschienen laufen. Die Leichtgängigkeit muss sowohl bei großem als auch bei kleinem
Ballendurchmesser des Rollladenpanzers gewährleistet sein. Die Führungsschienen müssen über die gesamte Höhe eine Leichtgängigkeit des Rollladens
gewährleisten und der Rollladen muss über die gesamte Höhe durch sein Eigengewicht frei fallen. Besonders eventuell verwendete Gummi-Keder oder
Bürsten dürfen den Lauf des Rollladens nicht behindern. Das untere Ende der Führungsschienen muss so gesichert sein, dass der Rollladen vor Erreichen
der unteren Endlage nicht aus den Führungsschienen herauslaufen kann.
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Montage des Adaptersets (Laufring und Mitnehmer)
Den Laufring (D) soweit über das Motorrohr schieben, bis er vollständig und fest
in der im Endanschlagring (E) enthaltenen Führung sitzt. Nun den Mitnehmer (C)
auf die Motorwelle (H) stecken und diesen mit dem Seeger-Ring (F) sichern.
Ausbau der Wickelwelle
Den Rollladen ganz herunterlassen. Rollladenkasten öffnen und den Rollladenbehang
von der Welle abnehmen. Die Rollladen-Handbedienung (Gurt und Gurtscheibe)
entfernen und die Welle herausnehmen.
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11. Motorkabel
12. Steuerung *
13. Rollladenpanzer *
14. Führungsschiene *
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Aufbau des Rohrmotors (Abb. 2)
A: Rohrmotor
E: Endanschlagring
B1+B2: Motorlager
F: Seeger-Ring
C: Mitnehmer
G: Vierkant (abnehmbar)
D: Laufring
H: Motorwelle
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8 9 10a 10b
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