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01/26 Bedienungsanleitung MF3001 Durchflussmessung von Schüttgütern Anwendung Viele Schüttgut-Anwendungen erfordern eine kontinuierliche Messung des Massendurchflusses, z. B. zur exakten Dosierung eines Materials oder um den Massenstrom in einen Behälter zu bestimmen. Viele der heute verwendeten Messsysteme wie Bandwaagen, Prallplatten oder Schüttwaagen sind jedoch teu- er, aufwändig zu installieren und wartungsintensiv.
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01/26 14.5 Auswahl und Aktivierung des MFI 3001-Transmitters ..............29 14.6 Transmitter deaktivieren ......................29 14.7 Gerät entfernen ..........................30 Parametrierung des Messsystems ................31 15.1 Parametrierung im Standard-Modus ................... 31 15.1.1 Einstellungen des Transmitters ............... 31 15.1.2 Produkte/Kalibrierung ..................31 15.1.3 Online-Ansicht ....................
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01/26 Sicherheitshinweise und Installation Hinweis: Installation, Betrieb und Wartung dürfen nur von qualifiziertem Fachper- sonal durchgeführt werden. Bei Installation und Betrieb des Gerätes sind die geltenden Sicherheitsrichtlinien (einschließlich der nationalen Sicherheitsrichtlinien), Unfallverhütungsvorschrif- ten und allgemeinen technischen Regeln zu beachten. Hinweis: Auf die Schaltkreise des Geräts darf nicht zugegriffen werden. Reparieren Sie das Gerät nicht selbst, sondern ersetzen Sie es durch ein gleich- wertiges Gerät.
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01/26 VORSICHT ohne dreieckiges Warnzeichen bedeutet, dass Sachschäden auftre- ten können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. ACHTUNG bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder ein unerwünschter Zustand eintreten kann, wenn die entsprechende Anweisung nicht be- folgt wird. ANMERKUNGEN kennzeichnet wichtige Informationen über das Produkt, die Handha- bung des Produktes oder den jeweiligen Teil der Dokumentation, soll auf diese besonders aufmerksam machen und ist zu beachten.
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01/26 Allgemeine Anweisungen Dieses Gerät hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb des Gerätes sicherzu- stellen, muss der Anwender die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Hinweise und Warnvermerke beachten. Das Handbuch enthält aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht alle Detailinformationen zu allen Produkttypen und kann daher nicht jeden denkbaren Fall hinsichtlich Installa- tion, Betrieb und Wartung berücksichtigen.
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01/26 QUALIFIZIERTES PERSONAL Qualifiziertes Personal sind Personen, die aufgrund ihrer Ausbildung, Erfahrung und Unterweisung sowie ihrer Kenntnisse über einschlägige Normen, Bestimmungen, Un- fallverhütungsvorschriften und Betriebsverhältnisse von dem für die Sicherheit der An- lage Verantwortlichen berechtigt worden sind, die jeweils erforderlichen Planungen und Tätigkeiten auszuführen und dabei mögliche Gefahren erkennen und vermeiden kön- nen.
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01/26 werden. Nur der Hersteller oder eine vom Hersteller autorisierte Person darf das Ge- häuse öffnen und das Gerät reparieren. Andernfalls geht jegliche Garantie verloren. STILLLEGUNG UND ENTSORGUNG Das Gerät muss entsprechend den Umweltvorschriften entsorgt werden. Es muss si- chergestellt werden, dass ein defektes Gerät nicht wieder verwendet werden kann. CE-Zeichen, Konformitätserklärung Die Geräte sind nach dem Stand der Technik betriebssicher gebaut und geprüft und ha- ben das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen.
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01/26 Technische Daten Transmitter Allgemeine Daten Gehäuse Material: Polyamid Schutzart: IP20 Brennbarkeitsklasse: V0 nach UL 94 Maße (BxLxH): 22,5 mm x 114,5 mm x 99 mm ohne Klemmen Gewicht: 250 g Bauform: Klemmengehäuse zur Tragschienenmontage Montage/Einbaulage: Beliebig Grenzwerte Zulässige Temperatur: -10 °C ...
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01/26 Analogausgang (Klemme 1+2) Ausgabewert: bis 22 mA / 11 V Genauigkeit: 40 uA / 20 mV Bürde (mA): bis 500 Ohm Bürde (V): bis 50 kOhm Anstiegszeit: max. 150ms Trennung: galvanisch getrennt Schaltausgänge Relaisausgang (Klemme 9+10) Kontakt: NO (Schließer) Schaltspannung: 30 V, AC/DC Schaltspannung:...
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01/26 Datenschnittstellen USB-Schnittstelle Technik: USB 2.0, Mini-USB Geschwindigkeit: bis 115200 baud Trennung: galvanisch getrennt RS485-Schnittstelle (Klemme 5-7, TBUS Klemme B1-B3) Geschwindigkeit: bis 115200 baud Termination: Softwaregesteuert Biasing: Kein Trennung: galvanisch getrennt Energieversorgung Sen- sor (Klemme 23+24) Spannung: 20 V, DC Speisefähigkeit: 100 mA Strombegrenzung:...
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01/26 Sensor Allgemeine Daten Gehäuse: Material Edelstahl 1.4307 oder 1.4571 PA6.6GF30 (MFS300*-K), PTFE (MFS300*-T), Keramik (MFS300*-C) Schutzart: IP 65 nach EN 60529 Prozessanschluss Anschweissstutzen Gewicht: ca. 1300 g Verbindungskabel: Geschirmte Leitung, 4-adrig, min. 0,5 mm² Leitungslänge: max. 500 m Grenzwerte (Nicht- ATEX) Prozessdruck: max.
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01/26 Abmessungen Transmitter Sensor Mütec Instruments – Your safe choice Bei den Kämpen 26 Tel.: +49 4185/8083-0 Mail: muetec@muetec.de D-21220 Seevetal-Ramelsloh Fax: +49 4185/8083-80 Web: www.muetec.de...
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01/26 Bestimmungsgemäße Verwendung Das Massendurchsatz-Messsystem besteht aus der Steuer- und Auswerteinheit MFI 3001 in einem Hutschienengehäuse und der Massendurchsatz-Messsonde MFS 300*. Das Inline-Mess- system für die Prozessüberwachung garantiert ein problemloses Messen des Massendurchsat- zes von Feststoffen und Pulver. Eine PC-gestützte Bedienungsoberfläche mit einer übersichtli- chen Darstellung der Mess-, Alarm- und MIN/MAX-Werte, verbunden mit einer einfachen Edi- tierung und Parametrierung, ermöglicht eine unkomplizierte und einfache Bedienung.
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01/26 Aufbau des Sensors Das System MF3001 besteht aus einem zylindrischen Massendurchsatz-Sensor mit An- schweißstutzen, einem Hutschienen-Transmitter und der PC-Software MFConfig. Die Pro- zessankopplung erfolgt über einen Anschweissstutzen, in den der Massendurchsatz-Sensor bündig zur Rohrinnenwand eingeschraubt wird. Der Sensor ist über ein 4-adriges Kabel mit dem Transmitter verbunden.
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01/26 Montage Montage des Transmitters Das ME-MAX-Gehäuse ist mit einem 5-poligen TBUS-Verbinder/Tragschienen-Connector kom- binierbar. Über den in die Hutschiene eingerasteten TBUS-Verbinder kann die RS485-Schnitt- stelle und die Versorgungsspannung komfortabel durchverdrahtet werden. Die TBUS-Verbin- dung entsteht selbstaufbauend im Raster der beteiligten Geräte. Ein aufwendiges Vorprojektie- ren oder ein Nacharbeiten der TBUS-Verbindung vor Ort gehört damit der Vergangenheit an.
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01/26 Montage des Sensors 9.3.1 Vorbereitungen zur Sensormontage Für den Einbau werden ein Schweißgerät und eine Bohrmaschine (Bohrer = 18 mm ø) benötigt. Zur Auswahl des optimalen Einbauorts sollten einige wichtige Hinweise berücksichtigt werden. Generell kann der Anschweißstutzen in eine horizontale Transportleitung oder in eine vertikale Freifallleitung eingebaut werden, jedoch ist die Montage in eine Freifallleitung immer vorteilhaf- ter.
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01/26 Mit einer nachfolgenden Druckprüfung lässt sich die Qualität der Schweißnaht prüfen. Das Auf- bohren der Rohrwandung für das benötigte Messfenster erfolgt mit einem 18 mm Bohrer, wobei der zuvor aufgeschweißte Stutzen als Bohrschablone dient. Nach dem Aufbohren ist das Bohr- loch an der Rohrinnenwand bestmöglich zu entgraten, damit es zu keinen Materialanlagerungen kommen kann.
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01/26 Damit über den Leitungsschirm keine Potentialausgleichströme fließen darf dieser nur an einem Kabelende geerdet werden. Aus praktischen Gründen sollte die Erdung des Leitungsschirms immer auf der Transmitterseite erfolgen. Für die Verkabelung am Massendurchsatz-Sensor muss der Kabelmantel und der Leitungsschirm entfernt werden. Mit einem über das Kabelende geschobenen Stück Schrumpfschlauch wird für eine ausreichende Isolierung des Leitungs- schirms zur Kabelverschraubung bzw.
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01/26 10 Elektrischer Anschluss 10.1 Klemmenbelegung Transmitter Klemme 1 mA out (+) Klemme 13 DI 1 (+) Klemme 2 mA out (-) Klemme 14 DI 1 (-) Klemme 3 Versorgung (+) Klemme 15 DI 2 (+) Klemme 4 Versorgung (-) Klemme 16 DI 2 (-) Klemme 5...
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01/26 Braun (RS485b) Orange (RS485a) Schwarz (-) Rot (+) Der Kabelschirm ist in der Sonde an dem Erdungskontakt angeschlossen. Wird der Kabelschirm am anderen Leitungsende ebenfalls geerdet und besteht zwi- schen beiden Erdungspunkten eine nennenswerte Potentialdifferenz, so kann ein beachtlicher Ausgleichsstromfluss über den Leitungsschirm die Folge sein. Stromschlaggefahr! Gerät nicht unter Netzspannung installieren bzw.
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01/26 12 Hinweise für den Betrieb im Explosionsgefährdeten Be- reich Nur Geräte der Ausführungsform MFS3000-K/T-ExD und MFS3000-K-ExG (siehe Ty- penschild) dürfen in der Zone 20/21 oder 2 verwendet werden. Geräte der Ausführungsform MFS3000-K/T-ExD (siehe Typenschild) dürfen in der ATEX Zone 20 im Förderrohr und einer ATEX-Zone 21 in der Umgebung verwendet werden.
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01/26 12.2 Kennzeichnung der Sensoren 12.3 Sicherheitshinweise Das Interface bzw. der Sensor muss außer Betrieb genommen und gegen unbeab- sichtigten Betrieb gesichert werden, wenn angenommen werden muss, dass ein gefahrloser Betrieb nicht mehr möglich ist. Gründe für diese Annahme können sein: •...
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01/26 Ex-Bereich: Nicht-Ex-Bereich: Sensor MFS3000-K/T-ExD, Transmitter MFI3001 MFS3000-K-ExG 12.5 Weitere Hinweise zur Montage des Sensors Die Montage/Demontage, die Installation, der Betrieb und die Instandhaltung darf nur durch qualifiziertes Personal im Sinne der Automatisierungsindustrie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und dieser Betriebsanleitung durchgeführt werden. Es sind die Vorschriften gemäß...
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01/26 13 Einführung in die Software MFconfig Die Konfigurationssoftware MFconfig wird auf einem Windows-PC (Windows 7, 10, 11) instal- liert und dient zur Kalibrierung und Parametrierung des Inline-Durchsatzmesssystems MF 3001 und zur graphischen Analyse des Prozesses. Die Messwerte werden auf der Festplatte des angeschlossenen PC´s oder Laptop gespeichert und können später z.B.
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01/26 Konfigurationstabs Aktuelle Messwerte des selektierten Shortcuts Messgerätes Menüleiste Verbundene Messgeräte 14.2 Auswahl der Sprache Im Menüpunkt „Sprache“ können verfügbare Sprachen ausgewählt werden. 14.3 Auswahl des Zugriffsmodus Generell stehen in der Software zwei verschiedene Modi zur Verfügung: 1. Standard-Modus (für alle wesentlichen Grundeinstellungen) 2.
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01/26 Fügen Sie das neue Messsystem in der Menüleiste über ‚Geräteverwaltung‘ ► ‚Neues Gerät hinzu. hinzufügen‘, durch Rechtsklick im Feld „Select Device“ oder durch das Icon Es erscheint ein Fenster zur Konfiguration des Messsystems und des COM-Ports: Kanalbeschreibung: Bezeichnung der Messstelle (frei konfigurierbar) USB verwenden: Feld aktivieren, wenn der Transmitter über USB verbunden ist.
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01/26 Bei erfolgreicher Verbindung zum Transmitter wird neben dem Gerät ein grünes Häkchen angezeigt. 14.5 Auswahl und Aktivierung des MFI 3001-Transmitters Zur Parametrierung und Kalibrierung werden die Parameter durch Anklicken des Gerätes gela- den. Im Statusfeld werden die aktuellen Messwerte (Rohwert, skalierter Massendurchsatz, Sen- sortemperatur) und der Status des Transmitters angezeigt.
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01/26 Ein deaktiviertes Gerät wird mit einem roten Kreis symbolisiert, die Datenaufzeichnung für das Gerät wird unterbrochen: 14.7 Gerät entfernen Ein Messsystem kann über die Menüleiste oder durch Rechtsklick auf das zu löschende Gerät aus dem Arbeitsbereich entfernt werden: Mütec Instruments – Your safe choice Bei den Kämpen 26 Tel.: +49 4185/8083-0 Mail:...
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01/26 15 Parametrierung des Messsystems 15.1 Parametrierung im Standard-Modus Im Standard-Modus können die Basis-Einstellungen des Durchsatzmesssystems vorgenom- men werden. Der Standard-Modus wird über das Menü ‚Zugriffsmodus‘ ► ‚Benutzer‘ einge- stellt. Die Parametrierung und Kalibrierung erfolgt über die Konfigurationstabs. Änderungen der Parameter werden erst wirksam, wenn der Parametersatz mit dem Befehl ‚Geräteeinstellungen‘...
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01/26 Produkt auswählen: Auswahl des Produktes, dessen Parameter bzw. Konfiguration geändert werden soll. Wenn das Kontrollkästchen „Aktuelles Produkt“ gesetzt ist, beziehen sich alle Änderungen auf das aktuell verwendete Produkt, d.h. die Daten haben nach Hochladen auf den Transmitter eine sofortige Auswirkung auf die angezeigten Massendurchflusswerte.
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01/26 Kalibrierpunkte: Anzahl der Messpunkte für die Kalibrierkurve eines Produktes (2-5 Punkte). Es müssen mindestens zwei Messpunkte verwendet werden. Kalibrierter Wert: Eingabe des ermittelten Massendurchsatzes, z.B. in kg/h oder t/h Rohwert: Rohmesswert des Sensors während Kalibrierung Rohwert erfassen: Hiermit wird der aktuelle Rohwert über die Kalibrierzeit integriert und der Mittelwert berechnet und eingetragen Die Kalibrierung des Messsystems wird in Kapitel 16 beschrieben.
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01/26 Der Anzeigebereich lässt sich mit folgenden Steuerelementen frei konfigurieren: Cursor zur Analyse eines Datenbereiches Manuelle Skalierung der Y- Achsen Start/Stopp der Diagrammaufzeich- nung (z.B. zur Datenanalyse) Aktuelle Cursor-Position Mittelwert zwischen CursorPositionen Zoom in/out- Zeitachse Totalizer Sättigungsgrenze Verwendetes Raster: Auswahl des Messwertes, auf den die Rasterung bezogen wird Autoskalierung °C: Automatische Skalierung der Temperaturachse auf optimalen Anzeigebereich.
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01/26 Neuen Anzeigekanal hinzufügen: Zur Echtzeit-Darstellung eines Messwertes im Diagramm wird im Menü ‚Diagramm‘ – ‚Neuen Anzeigekanal hinzufügen‘ oder durch Rechtsklick im Diagrammbereich ein neuer Messwertverlauf hinzugefügt. Es erscheint das Konfigurationsfenster für den neuen Messkanal: Beschreibung: Beschreibung des Messwertes (frei konfigurierbar) Quellgerät: Auswahl des Massendurchsatz-Messsystems (max.
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01/26 Der Messkanal wird anschließend unter dem Anzeigebereich aufgelistet. Zur Analyse der Mas- sendurchsatz-Messwerte kann der Datenverlauf mit der ‚Pause‘ Schaltfläche unterbrochen wer- den, um z.B. den Mittelwert zwischen den Cursor-Positionen zu berechnen. Das Signal kann für die Analyse vergrößert werden: Zoom in/out: Zeitliche Auflösung des Signals mit den Schaltflächen „+/-„...
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01/26 Alternativ kann die Skalierung automatisch aus dem Diagramm übernommen werden. Im Menü ‚Diagramm‘ ► ‚Aktuelle Einstellung als Standard-Skalierung verwenden‘ werden die aktuellen Skalierungseinstellungen der X- und Y-Achse gespeichert. Die Funktion ‚Diagramm‘ ► ‚Alle Daten anzeigen‘ stellt alle Messwerte seit Beginn der Aufzeich- nung in einem Diagramm dar.
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01/26 Einstellungen für csv-Export: Auswahl des Dezimalpunktes (. oder ,) und des Feldtrennzeichens für die Auswertung in Excel 15.1.4 Offline-Analyse In der Offline-Ansicht können gespeicherte Messwerte angezeigt und ausgewertet werden. Es werden alle Messwerte eines Gerätes in einer Datei gespeichert. Pro Tag und Gerät wird eine Datei erstellt und im ausgewählten Dateiverzeichnis gespeichert.
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Gerätenamen, die Seriennummer des Trans- mitters Datum (yyyymmdd). Beispiel: MF3001 test_003_20250306.mflog. Das Verzeichnis für die Logdatei ist in der Konfiguration des Gerätes festgelegt (siehe Menü ‚Gerätever- waltung‘ ► ‚Einstellung bearbeiten‘ ► „Name des Gerätes“). Messung: Auswahl des Messwertes für die Offline-Analyse (s. oben) Median/Pt1/Schneckenfilter: Einstellung der Messwertfilter für die Offline-Analyse (nur bei Aus-...
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Parität: Einstellung des Paritätsbits (E: Gerade, O: Ungerade, N: Keine) Modbus Adresse: Adresse des MF3001-Transmitters. Bei Kommunikation mehrerer Trans- mitter über einen RS485-Bus müssen den Transmittern unterschiedliche Adressen zugewiesen werden RS485 Terminierung: Abschlusswiderstand zur Terminierung des RS485-Bus bei der Kommu-...
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01/26 Keine Funktion: Der Digitaleingang ist deaktiviert Messwert einfrieren: Der Messwert wird beim Erkennen einer steigenden Flanke (Wirkrichtung einstellbar über „Richtung“) eingefroren und ändert sich nicht. Produktauswahl: Es können bis zu 16 verschiedene Produkte über ein externes Hardware-Signal (z.B. SPS oder mit BCD-Schalter) ausgewählt werden.
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01/26 Ausgangsmodus: Wirkrichtung des Alarmausgangs Verzögerung: Schaltverzögerungszeit des Ausgabewertes Aktivierungsmatrix: Auswahl des zur Verfügung stehenden Alarmwertes (Massendurchsatz Min/Max, Über-/Untertemperatur des Sensors, Sensorfehler) Analogausgang: Konfiguration des Analogausgangs Ausgangsmodus: Auswahl Strom (4...20mA)- oder Spannungsausgang (0…10V) Alarmwert: Definition des Ausgabewertes bei Erkennung eines Alarms Alarmwert- Aktivierungsmatrix: Konfiguration der Alarmzustände für den Analog-Ausgang (Massen-...
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01/26 15.2.4 Produkte/Kalibrierung (zusätzliche Funktionen) Im Experten-Modus werden folgende zusätzliche Funktionen freigeschaltet: Schneckenfilter: Spezielles Filter für die Eliminierung von periodischen Störspitzen (0…10s) Alarme Die Alarmschwellen können individuell für jedes Produkt eingestellt wer- den. Alarm 1 / 2 Min: Messbereichsuntergrenze für kritischen Massendurchsatz bezogen auf Digitalausgabewert Alarm 1 / 2 Max: Messbereichsobergrenze für kritische Massendurchsatz bezogen auf Di-...
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01/26 Parameter eines Gerätes werden im Menü ‚Geräteeinstellungen‘ ► ‚Konfiguration laden‘ oder durch Anklicken des Symbols auf den PC übertragen und können anschließend geän- dert werden 15.4 Softwarekonfiguration speichern/laden Beim Austausch eines Transmitters oder für Servicezwecke können die Parameter des Trans- mitters auf dem PC gespeichert und in einen anderen Transmitter geladen werden.
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01/26 16 Kalibrierung Eine gute und exakte Kalibrierung ist zwingend notwendig, um eine hohe Messgenauigkeit zu erreichen. Hierbei muss zuerst die Anzahl der Kalibrierpunkte festgelegt werden. In den meisten Fällen sind 2 Kalibrierpunkte ausreichend, in diesem Fall wird ein lineares Verhalten vorausge- setzt.
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01/26 Beispiel einer erfolgreichen 3-Punkt-Kalibrierung bei nicht linearem Produktverhalten 3-Punkt Kalibrierung, nicht lineares Verhalten 3-Punkt-Kalibrierung, nicht liniares Verhalten Spätere Meßergebnisse Kal.-Pt. 1 Kal.-Pt. 2 Kal.-Pt. 3 Kal.-Pt. 1 Kal.-Pt. 2 Kal.-Pt. 3 Die Kalibrierzeit (Zeit, in der Rohwerte aufgenommen werden) variiert prozessbedingt. Bei stabi- len Prozessen kann eine lange Kalibrierzeit gewählt werden.
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01/26 Drücken Sie den Button für die Autoverstärkung im Kalibriermenü. Es öffnet sich ein Fenster, indem der aktuelle Verstärkungsfaktor und ein Indikator zur Einstel- lung des Verstärkungsfaktors (grüner Balken) angezeigt werden. Die Einstellung dauert ca. eine Minute. Der grüne Balken zeigt an, ob ausreichend Daten für diesen Arbeitsschritt zur Verfügung stehen.
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01/26 Im Beispiel oben wurde ein Verstärkungsfaktor von 9,7 gewählt. Der Aktuelle Mittelwert (grüner Balken im Beispiel oben) zeigt den gemittelten Rohwert unter Berücksichtigung der aktuellen Verstärkung. Befindet sich der aktuelle Mittelwert vor der Sättigungsgrenze, wird der Balken gelb dargestellt. Ein blauer Balken signalisiert, dass die Verstärkung erhöht werden muss. Wird die Sättigungsgrenze überschritten, wird der Balken rot dargestellt.
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01/26 • Die Genauigkeit der späteren kontinuierlichen Messung des Systems hängt maßgeb- lich von der Genauigkeit der Referenzwerte und somit der Kalibrierung ab. • Werden Sensorposition, Materialart, -form und -geschwindigkeit geändert, muss die Kalibrierung ggf. wiederholt werden. Auch ein Aus- und Wiedereinbau erfordert ggf. eine erneute Kalibrierung.
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Startzeitraum und Nachlaufzeitraum um ein Vielfaches länger sein, um die Ungenau- igkeiten aus Start und Nachlauf zu minimieren. Zeitraum, in dem die Kalibrierung des MF3001 gestartet und durchgeführt wird. Dieser Zeit- raum muss unbedingt innerhalb von t5 liegen. In diesem Zeitraum ist der Massendurchsatz konstant.
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01/26 16.6 Bestimmung des optimalen Filterwertes Die Software bietet verschiedene Filteralgorithmen zur Glättung des digitalen und analogen Ausgangssignals. Eine Kombination aus Median-Filter zur Eliminierung von Ausreißern und Mit- telwertfilter zur Glättung des Signals ist empfehlenswert. Folgende Vorgehensweise wird für die Ermittlung und Einstellung der optimalen Filterwerte empfohlen: 1) Einstellung der optimalen Filterwerte in der Online-Ansicht (z.B.
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01/26 Rohsignal mit aktivierten Medianfilter über 7 Messwerte: Rohsignal mit aktivierten Medianfilter über 7 Messwerte und Mittelwertfilter PT1 (Filter- länge 5s): Eine große Zeitkonstante des Mittelwertfilters führt zu einer optimalen Glättung des Signals, sprunghaft wechselnde Signalverläufe werden jedoch mit einem Zeitversatz registriert. Daher ist eine Kombination aus Median-Filter und anschließender Glättung mittels PT1-Mittelwertfil- ter empfehlenswert, z.B.
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01/26 Die Filterwerte wirken sich erst nach Programmierung der Parameter auf den Transmitter aktiv auf den Analogausgang aus (Button 16.7 Graphische Ermittlung eines Kalibrierpunktes Alternativ zur automatischen Erfassung des Rohwertes kann ein Kalibrierpunkt auch graphisch in der Online-Ansicht ermittelt werden. Positionieren Sie dazu die Cursor auf den gewünschten Wertebereich.
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01/26 Im Konfiguriertab „Produkte/Kalibrierung“ erscheint der ermittelte Rohwert, der dem Massen- durchsatz zugeordnet wird. Mütec Instruments – Your safe choice Bei den Kämpen 26 Tel.: +49 4185/8083-0 Mail: muetec@muetec.de D-21220 Seevetal-Ramelsloh Fax: +49 4185/8083-80 Web: www.muetec.de...
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01/26 17 Fehlerbehebung Die folgende Tabelle enthält eine Auflistung möglicher Fehlerursachen beim Einsatz des Mas- sendurchsatzsystems. Sollte der Fehler nicht behoben sein, kontaktieren Sie bitte den techni- schen Support von Mütec Instruments: 17.1 Soft- oder hardwarerelevante Fehlerursachen Fehlerbild Mögliche Ursache Maßnahme Parameter werden nicht ange- Parameter nach Start der Soft-...
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01/26 Messwert wird in der SPS nicht - Analogausgang defekt - Analogausgangswert angezeigt - SPS-Analogeingangskarte Multimeter am Transmitter falsch konfiguriert messen 17.2 Prozessbedingte Fehlerursachen Fehlerbild Mögliche Ursache Maßnahme Messsystem gibt falschen Wert - Kalibrierung nicht korrekt - System neu kalibrieren - Leitfähige Anhaftungen an - Falsche Kalibrierkurve ver- der Sensorfläche...
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01/26 Bei Fragen oder Anmerkungen zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren! Mütec Instruments GmbH Bei den Kämpen 26 D-21220 Seevetal-Ramelsloh Deutschland Tel.: + 49 (0)4185-8083-0 Fax: + 49 (0)4185-8083-80 Mail: muetec@muetec.de Web: www.muetec-instruments.de Folgen Sie uns auf Linkedin! www.linkedin.com/company/muetec Mütec Instruments –...