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Pilz PSSnet GW1 MOD-CAN Bedienungsanleitung
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PSSnet GW1 MOD­CAN
Gateways
Bedienungsanleitung­1002693­DE­03
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für Pilz PSSnet GW1 MOD-CAN

  • Seite 1 PSSnet GW1 MOD­CAN Gateways Bedienungsanleitung­1002693­DE­03...
  • Seite 2 Vorwort Dieses Dokument ist das Originaldokument. Alle Rechte an dieser Dokumentation sind der Pilz GmbH & Co. KG vorbehalten. Kopien für den innerbetrieblichen Bedarf des Benutzers dürfen angefertigt werden. Hinweise und An­ regungen zur Verbesserung dieser Dokumentation nehmen wir gerne entgegen. Pilz®, PIT®, PMI®, PNOZ®, Primo®, PSEN®, PSS®, PVIS®, SafetyBUS p®, Safety­ EYE®, SafetyNET p®, the spirit of safety® sind in einigen Ländern amtlich registrierte und geschützte Marken der Pilz GmbH & Co. KG.  SD bedeutet Secure Digital...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Inhalt Kapitel 1 Einführung Gültigkeit der Dokumentation Nutzung der Dokumentation Zeichenerklärung Kapitel 2 Übersicht Modulmerkmale Geräteansicht 2.2.1 Front 2.2.2 Oben 2.2.3 Rechte Seite 2.2.4 Unten Kapitel 3 Sicherheit Bestimmungsgemäße Verwendung 3.1.1 Elektromagnetische Verträglichkeit 3.1.1.1 Anschluss der Erdungsleitungen 3.1.1.2 Leitungsführung 3.1.1.3 Potenzialausgleich 3.1.1.4 Schirmung 3.1.1.5 Beleuchtung im Schaltschrank 3.1.1.6 Überprüfung des EMV­gerechten Aufbaus einer Anlage Sicherheitsvorschriften 3.2.1 Qualifikation des Personals 3.2.2 Gewährleistung und Haftung 3.2.3 Entsorgung Sicherheit während der Installation...
  • Seite 4 Inhalt Kapitel 6 Inbetriebnahme Allgemeine Hinweise zur Verdrahtung Geräte verdrahten 6.2.1 Anforderungen an die Leitungen 6.2.2 Klemmen Klemmenbelegung Schnittstellen 6.4.1 CANopen­Schnittstelle 6.4.2 Terminierung CANopen 6.4.3 RJ45­Schnittstelle 6.4.3.1 RJ45­Verbindungskabel Einstellung Adressen und Übertragungsrate 6.5.1 IP­Adresse einstellen 6.5.2 Geräteadresse einstellen 6.5.3 Übertragungsrate einstellen Kapitel 7 Betrieb Anzeigeelemente 7.1.1 Anzeigeelemente zur Gerätediagnose Webserver 7.2.1 Webserver aufrufen 7.2.2 Passwortverwaltung Firmware­Update durchführen Gateway austauschen Kapitel 8 Technische Daten Kapitel 9 Bestelldaten Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN...
  • Seite 5: Einführung

    Einführung Einführung Gültigkeit der Dokumentation Die Dokumentation ist gültig für das Produkt PSSnet GW1 MOD­CAN. Sie gilt, bis eine neue Dokumentation erscheint. Diese Bedienungsanleitung erläutert die Funktionsweise und den Betrieb, beschreibt die Montage und gibt Hinweise zum Anschluss des Produkts. Nutzung der Dokumentation Dieses Dokument dient der Instruktion. Installieren und nehmen Sie das Produkt nur dann in Betrieb, wenn Sie dieses Dokument gelesen und verstanden haben. Bewahren Sie das Dokument für die künftige Verwendung auf. Zeichenerklärung Besonders wichtige Informationen sind wie folgt gekennzeichnet: GEFAHR! Beachten Sie diesen Hinweis unbedingt! Er warnt Sie vor unmittelbar dro­ henden Gefahren, die schwerste Körperverletzungen und Tod verursachen können, und weist auf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen hin. WARNUNG! Beachten Sie diesen Hinweis unbedingt! Er warnt Sie vor gefährlichen Si­ tuationen, die schwerste Körperverletzungen und Tod verursachen können, und weist auf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen hin. ACHTUNG! weist auf eine Gefahrenquelle hin, die leichte oder geringfügige Verletzun­ gen sowie Sachschaden zur Folge haben kann, und informiert über entspre­ chende Vorsichtsmaßnahmen. WICHTIG beschreibt Situationen, durch die das Produkt oder Geräte in dessen Umge­ bung beschädigt werden können, und gibt entsprechende Vorsichtsmaß­ nahmen an. Der Hinweis kennzeichnet außerdem besonders wichtige Text­ stellen. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 6 Einführung INFO liefert Anwendungstipps und informiert über Besonderheiten. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 7: Übersicht

    Übersicht Übersicht Modulmerkmale Das PSSnet GW1 MOD­CAN arbeitet als Protokollumsetzer zwischen Modbus/TCP und CANopen, kann zum Datenaustausch benutzt werden zwischen Produkten, die Modbus/TCP oder CANopen unterstützen. Dies kann z. B. auf der einen Seite ein Steuerungssystem des Automatisierungssystems PSS 4000 von Pilz sein und auf der anderen Seite ein Pro­ dukt eines anderen Herstellers. Das Produkt eines anderen Herstellers muss dabei CANopen unterstützen. Die Merkmale des PSSnet GW1 MOD­CAN: einsetzbar mit Produkten von Pilz, die Modbus/TCP unterstützen: – Steuerungssysteme des Automatisierungssytems PSS 4000 (z. B. PSSu H) – kompakte/modulare Sicherheitssteuerungen der Systemfamilie PSS der 3. Genera­ tion (z. B. PSS SB 3006­3 ETH­2, PSS(1) SB CPU3 ETH­2) – Bedienterminals PMI mit Modbus/TCP­Schnittstelle (z. B. PMI 5) – Motion Control­Steuerungen (z. B. PMCprimo Drive3, PMCprimo DriveP, PMCprimo 16+) 1 x RJ45­Buchse für den Anschluss an Modbus/TCP, kann bis zu 8 Modbus/TCP­Verbindungen verwalten kann als Server einer Modbus/TCP­Verbindung arbeiten, Webserver für die Verwaltung und Konfiguration des Gateways, unterstützt CiA 301 V4.2.0, arbeitet als Slave im CANopen­Netzwerk, Übertragungsrate 10 MBit/s (10BaseT) und 100 MBit/s (100BaseTX), 1 x 9­poliger Sub­D Stiftstecker für den Anschluss an CANopen, unterstützt Autonegotiating, LEDs für die Anzeige des Kommunikationsstatus und von Fehlern, Ein­/Ausgangsdaten – bis zu 512 Bytes azyklische Daten (SDO), – in der Summe (RxPDO und TxPDO) max. 512 Bytes, – zusätzlich können Parameterdaten zwischen den Steuerungssystemen übertragen werden, Versorgungsspannung –...
  • Seite 8: Geräteansicht

    Übersicht Geräteansicht 2.2.1 Front 22,5 (0,88“) Abb.: Frontansicht : LEDs für die Anzeige des Kommunikationsstatus und von Fehlern : Drehschalter DR für die Einstellung der Übertragungsrate : Drehschalter X10 für die Einstellung der Zehnerstelle der Geräteadresse, unter der das Gateway vom CANopen­Master angesprochen wird. Diese Adresse muss in der Software des CANopen­Master eingestellt werden : Drehschalter X1 für die Einstellung der Einerstelle der Geräteadresse dieses Gateways : CANopen­Schnittstelle (9­poliger Sub­D­Stiftstecker) : Barcode mit der Sachnummer, Seriennummer und der Version des Gateways : MAC­Adresse : 2D­Code mit der MAC­Adresse Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 9 Übersicht 2.2.2 Oben OFF ON Abb.: Oben : Modbus/TCP­Schnittstelle (RJ45) : DIP­Schalter für IP­Adresse 2.2.3 Rechte Seite 4,25 (0,17“) 96 (3,78“) Abb.: RechteSeite : QR­Code mit Link zur Homepage von Pilz mit weiteren Informationen zum Gateway Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 10 Übersicht 2.2.4 Unten Abb.: Unten : Anschluss für Versorgungsspannung Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 11: Kapitel 3 Sicherheit

    Sicherheit Sicherheit Bestimmungsgemäße Verwendung Das Produkt dient als Protokollumsetzer zwischen Modbus/TCP und CANopen. Es ist mit verschiedenen Produkten von Pilz und Produkten von Fremdherstellern einsetzbar, sofern sie die dokumentierten Eigenschaften und Anforderungen unterstützen. Modbus/TCP Das Gateway ist einsetzbar mit Produkten, die beim Datenaustausch als Client einer Verbindung arbeiten. Das Produkt muss mindestens einen der dokumentierten Fuction Codes Fragment unterstützen. CANopen Das Gateway ist als passiver Teilnehmer (Slave) in einem CANopen­Netzwerk einsetz­ bar. Die Grundfunktionen der Kommunikation über CANopen entsprechen der System­ beschreibung der CANopen­Nutzerorganisation. Das Gateway darf nicht für sicherheitsgerichtete Funktionen verwendet werden. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch die EMV­gerechte elektrische Installa­ tion. Das Produkt ist für den Einsatz in einer Industrieumgebung bestimmt. Beim Einsatz im Wohnbereich können Funkstörungen entstehen. Als nicht bestimmungsgemäß gilt insbesondere jegliche bauliche, technische oder elektrische Veränderung des Produkts, ein Einsatz des Produkts außerhalb der Bereiche, die in dieser Bedienungsanleitung beschrieben sind, ein von den technischen Daten (siehe Kapitel "Technische Daten") abweichender Ein­ satz des Produkts. 3.1.1 Elektromagnetische Verträglichkeit Um die elektromagnetische Verträglichkeit sicherzustellen, müssen bei der Montage ent­ sprechende Maßnahmen vorgenommen werden. Ein Gerät ist elektromagnetisch verträglich, wenn es in einem vorgegebenen elektromagnetischen Umfeld fehlerfrei funktioniert, sein Umfeld nicht unzulässig beeinflusst. Elektromagnetische Störungen können in die Geräte gelangen über: Felder Stromversorgungen Erdungsleitungen Busverbindungen Schnittstellen Leitungen der Ein­ und Ausgänge Die Störung wird vom Erzeuger (Störquelle) über den Kopplungsweg zum Empfänger (Stör­ senke) übertragen.
  • Seite 12: Anschluss Der Erdungsleitungen

    Sicherheit galvanische (metallische) Kopplung: Die galvanische Kopplung entsteht, wenn die Störquelle und die Störsenke gemeinsa­ me Leitungsverbindungen haben. Die gemeinsame Leitung stellt einen komplexen Wi­ derstand dar, an dem eine Spannung abfällt. Typische Störquellen sind z. B. getaktete Geräte, Motoren im Anlauf, unterschiedliches Potenzial bei Gehäusen mit gleicher Stromversorgung. kapazitive (elektrische) Kopplung: Ein unterschiedliches Potenzial zwischen Störquelle und Störsenke (z. B. zwei Leitun­ gen) erzeugt ein elektrisches Feld. Die Kopplung ist proportional zur zeitlichen Ände­ rung der Spannung. Typische Störquellen sind z. B. Schütze, statische Entladung, parallel verlaufende Si­ gnalleitungen. induktive (magnetische) Kopplung: Ein stromdurchflossener Leiter erzeugt ein Magnetfeld, das auch die benachbarten Lei­ ter umfasst. Dadurch werden Störspannungen induziert. Die Kopplung ist proportional zur zeitlichen Änderung des Stroms. Typische Störquellen sind z. B. parallel verlaufende Netzleitungen, Leitungen mit ge­ schalteten Strömen, Leitungen mit hoher Frequenz, unbeschaltete Spulen, Transforma­ toren, Motoren. elektromagnetische Kopplung: Eine Leitung kann ein Signal als Welle in den freien Raum abstrahlen. Diese Welle wird von einer anderen Leitung aufgenommen. Typische Störquellen sind z. B. Sender wie Sprechfunkgeräte, Funkenstrecken von Zündkerzen, Schweißgeräte. WICHTIG Stärkere HF­Sender nur in einem Abstand von mehr als 0,6 m betreiben. statische Entladung: Die statische Entladung entsteht bei sehr hohen Potenzialunterschieden zwischen zwei Punkten. Werden die beiden Punkte näher zusammen gebracht oder erhöht sich der Potenzialunterschied, kommt es zur Entladung über die Luftstrecken. Typische Störquelle ist z. B. eine Person, die durch synthetischen Teppich statisch ge­ laden ist. 3.1.1.1 Anschluss der Erdungsleitungen Beachten Sie: Verwenden Sie für die Verbindung mit der zentralen Erdungsschiene einen Leiterquer­ schnitt von mindestens 2,5 mm . Wählen Sie möglichst kurze Verbindungen. Führen Sie die Verbindungen zur Erdungsschiene immer sternförmig aus. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 13: Leitungsführung

    Sicherheit Verbinden Sie die 0­V­Anschlüsse aller 24­V­Netzteile miteinander und erden Sie das 0­V­Netz an genau einer Stelle oder führen Sie eine Erdschluss­Überwachungsmaß­ nahme durch. Geerdete Spannungsversorgungen bieten die beste Störsicherheit. Die Verbindung des 0­V­Netzes zur zentralen Erdschiene oder die Erdschluss­Überwa­ chungsmaßnahme muss einschlägigen nationalen Vorschriften (wie z. B. EN 60204­1, NFPA 79:17­7, NEC: Article 250) entsprechen. Schützen Sie die Verbindungen vor Korrosion. Setzen Sie bei beweglichen Masseteilen (z. B. Maschinenteilen, Türen) flexible Masse­ bänder ein. Achten Sie darauf, dass diese Massebänder möglichst kurz und großflächig sind. 3.1.1.2 Leitungsführung Leitungen können nach ihrer Funktion unterschieden werden. Es gibt folgende Gruppen: Gruppe 1: Datenleitungen und Versorgungsleitungen für Gleichspannungen unter 60 V und Wechselspannungen unter 25 V Gruppe 2: Datenleitungen und Versorgungsleitungen für Gleichspannungen von 60 V bis 400 V und Wechselspannungen von 25 V bis 400 V Gruppe 3: Versorgungsleitungen über 400 V Leitungsführung in Gebäuden: Verlegen Sie die oben genannten Kabelgruppen getrennt voneinander. Kabel der gleichen Gruppe können im gleichen Kabelkanal geführt werden. Verlegen Sie die Leitungen der Gruppe 1 und der Gruppe 2 im Schaltschrank oder im Gebäude in getrennten Bündeln oder Kabelkanälen mit mindestens 10 cm Abstand. Verlegen Sie die Leitungen der Gruppe 1 und der Gruppe 3 im Schaltschrank oder im Gebäude in getrennten Bündeln oder Kabelkanälen mit mindestens 50 cm Abstand. Verlegen Sie Daten­ und Signalleitungen möglichst nahe an Masseflächen. Leitungsführung außerhalb von Gebäuden: Verwenden Sie möglichst metallische Kabelträger, verbinden Sie diese galvanisch mit­ einander und erden Sie sie. Sorgen Sie für ausreichenden Blitzschutz durch beidseitig geerdete Metallrohre oder betonierte Kabelkanäle mit durchverbundener Bewehrung. 3.1.1.3 Potenzialausgleich Wenn die Geräte an unterschiedliche Massen oder Erden angeschlossen sind, dann kön­ nen Potenzialunterschiede auftreten. Auch Leitungsschirme, die beidseitig aufgelegt sind und mit unterschiedlichen Erden verbunden sind, können Potenzialunterschiede bewirken. Um Störungen durch Potenzialausgleichsströme zu vermeiden, müssen Potenzialaus­ gleichsleitungen eingesetzt werden.
  • Seite 14: Schirmung

    Sicherheit Wählen Sie eine Potenzialausgleichsleitung mit kleiner Impedanz. Wählen Sie als Richtwert für den Querschnitt des Potenzialausgleichsleiters: – 16 mm  für Potenzialausgleichsleiter bis 200 m Länge – 25 mm  für Potenzialausgleichsleiter über 200 m Länge Wenn die Geräte des Steuerungssystems durch geschirmte Signalleitungen verbunden sind, die beidseitig geerdet sind, dann errechnet sich die Impedanz wie folgt: – Impedanz Potenzialausgleichsleitung = 10 % der Schirmimpedanz. Verwenden Sie Potenzialausgleichsleiter aus Kupfer oder verzinktem Stahl. Verbinden Sie Potenzialausgleichsleiter großflächig mit der Erdungsschiene. Zwischen Potenzialausgleichsleiter und Signalleiter sollten möglichst kleine Flächen eingeschlossen sein. 3.1.1.4 Schirmung Störströme müssen auf Kabelschirmen über Schirmschienen abgeführt werden. Beachten Sie dabei: Verbinden Sie die Schirme impedanzarm mit der Schirmschiene oder der Erdungs­ schiene. Verwenden Sie Leitungen mit Schirmgeflecht, deren Deckungsdichte mindestens 80 % beträgt. Bei Verlegung der Leitungen ohne Potenzialausgleich oder Einsatz von Folienschir­ men: Legen Sie den Schirm einseitig auf. Verwenden Sie nach Möglichkeit metallische oder metallisierte Stecker zum Verbinden von Leitungen zur seriellen Datenübertragung. Beachten Sie auf jeden Fall die Vor­ schriften der Feldbussysteme. Soll der Schirm am Leitungsende nicht aufliegen, darf er keine Verbindung zum Steckergehäuse haben. Soll der Schirm aufliegen, verbinden Sie ihn direkt nach Eintritt der Leitung in den Schrank mit der Schirmschiene, ohne die Leitung zu unterbrechen. Verwenden Sie da­ zu metallische Kabelschellen, die den Schirm großflächig umschließen. Führen Sie den Schirm weiter bis zu den Geräten, aber legen Sie ihn nicht auf die Geräte auf. Digitale Ein­ und Ausgänge benötigen keine geschirmten Leitungen. Wenn die Anschlussleitungen jedoch einen Schirm besitzen, sollte er einseitig aufgelegt werden. Analoge Eingänge und die Eingänge der Inkrementalgeber an Drehzahlwächtern sollten immer mit geschirmten Leitungen angeschlossen werden.
  • Seite 15: Überprüfung Des Emv­gerechten Aufbaus Einer Anlage

    Sicherheit 3.1.1.6 Überprüfung des EMV­gerechten Aufbaus einer Anlage Mit der folgenden Liste können Sie den EMV­gerechten Einbau des Gateways überprüfen. Überprüfen Maßnahmen Erledigt Gibt es Bereiche mit hoher Planen Sie die EMV­Maßnahmen in diesen Berei­ Störwahrscheinlichkeit? Z. chen besonders sorgfältig. B. Rechnerwarten, Pro­ zessleiträume, Vertei­ lungsschränke, Kabelwan­ nen, Frequenzumrichter, Handfunksprechgeräte usw.). Sind die wichtigen Berei­ Schirmen Sie, wenn notwendig, den gesamten che wie z. B. Rechnerwar­ Raum ab. te oder Prozessleiträume ausreichend vor elektro­ magnetischer Kopplung geschirmt? Sind die Grundlagen der Einige wichtige Punkte: Kabel dicht an Erde verle­ EMV­gerechten Kabelver­ gen, elektrisch leitende Abspannvorrichtungen legung berücksichtigt? umgehen, saubere räumliche Trennung der Kabel im Kabelkanal und Installationsboden, Leitungen so kurz wie möglich halten, mehrfache Überkreu­ zungen vermeiden. Ist die Versorgungsspan­ Bei Netzen mit Störspannungen einen Netzfilter nung störungsfrei? einbauen. EMV­Eigenschaften der EMV­Eigenschaften unter Betriebsbedingungen einzelnen Geräte bzw. al­...
  • Seite 16: Sicherheitsvorschriften

    Sicherheit Überprüfen Maßnahmen Erledigt Netzversorgung mit 24 V Netzteile müssen EN 60742:9/1995, EN 60950­1:2006/A11:2009 bzw. EN 50178: 10/97 einhalten. Sicherheitsvorschriften 3.2.1 Qualifikation des Personals Aufstellung, Montage, Programmierung, Inbetriebsetzung, Betrieb, Außerbetriebsetzung und Wartung der Produkte dürfen nur von befähigten Personen vorgenommen werden. Eine befähigte Person ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfah­ rung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt, um Geräte, Systeme, Maschinen und Anlagen gemäß den allgemein gültigen Standards und den Richtlinien der Sicherheitstechnik prüfen, beurteilen und handhaben zu können. Der Betreiber ist außerdem verpflichtet, nur Personen einzusetzen, die mit den grundlegenden Vorschriften zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung vertraut sind, das Kapitel "Sicherheit" in dieser Beschreibung gelesen und verstanden haben, und mit den für die spezielle Anwendung geltenden Grund­ und Fachnormen vertraut sind. 3.2.2 Gewährleistung und Haftung Gewährleistungs­ und Haftungsansprüche gehen verloren, wenn das Produkt nicht bestimmungsgemäß verwendet wurde, die Schäden auf Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung zurückzuführen sind, das Betreiberpersonal nicht ordnungsgemäß ausgebildet ist, oder Veränderungen irgendeiner Art vorgenommen wurden (z. B. Austauschen von Bauteilen auf den Leiterplatten, Lötarbeiten usw.). 3.2.3 Entsorgung Beachten Sie bei der Außerbetriebsetzung die lokalen Gesetze zur Entsorgung von elektro­ nischen Geräten (z. B. Elektro­ und Elektronikgerätegesetz). Sicherheit während der Installation Das Produkt benötigt eine Versorgungsspannung von 24 V DC. Überprüfen Sie, ob das ex­ terne Netzteil diese Spannung liefert. Die Toleranz der Versorgungsspannung muss den technischen Daten entsprechen. Außer­ halb dieses Bereichs ist ein störungsfreier Betrieb nicht gewährleistet. Schützen Sie das externe Netzteil mit einer Sicherung zwischen dem externen Netzteil und dem Produkt. Dimensionieren Sie die Sicherung in Abhängigkeit von den Daten des exter­...
  • Seite 17 Sicherheit WARNUNG! Gefahr durch elektrischen Schlag! Achten Sie beim externen Netzteil zur Erzeugung der Versorgungsspan­ nung auf eine sichere elektrische Trennung. Andernfalls besteht die Gefahr von elektrischem Schlag. Die Netzteile müssen EN 60950­1:2006/A11:2009, EN 61558­2­6:11/1997 einhalten. WARNUNG! Gefahr durch elektrischen Schlag! Durch Berühren leitender Teile können Sie bei angelegter Spannung durch einen Stromschlag schwer verletzt oder getötet werden. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 18: Funktionsbeschreibung

    Funktionsbeschreibung Funktionsbeschreibung Arbeitsweise Das Gateway arbeitet als Protokollumsetzer zwischen Modbus/TCP und CANopen, arbeitet auf Modbus/TCP­Seite als Server einer Verbindung und auf CANopen­Seite als Slave, zeigt über LED an, ob Datenverkehr über die Verbindung stattfindet, zeigt über LED an, über welche Schnittstelle dieser Datenverkehr stattfindet, wenn die Verbindung zu CANopen oder zu Modbus/TCP nicht mehr vorhanden ist, blei­ ben die Nutzdaten mit den aktuellen Werten erhalten, ist ausschließlich zum Datenaustausch von nicht sicherheitsgerichteten Daten geeig­ net. Das Gateway ist im Datenfluss zwischen den angeschlossenen Geräten zwischengeschal­ tet. Abb.: Protokollumsetzung Modbus/TCP zu CANopen Der Signalweg vom CANopen­fähigen Produkt zum Modbus/TCP­fähigen Produkt: CANopen­fähiges Produkt   ­> CANopen­Schnittstelle am Gateway   ­> Protokollum­ setzung   ­> Datenein­/ ­ausgang Modbus/TCP­Schnittstelle   ­> Modbus/TCP­fähi­ ges Produkt  Der Signalweg vom Modbus/TCP­fähigen Produkt zum CANopen­fähigen Produkt: Modbus/TCP­fähiges Produkt   ­> Datenein­/ ­ausgang Modbus/TCP­Schnittstelle   ­ > Protokollumsetzung   ­> CANopen­Schnittstelle am Gateway   ­> CANopen­fähiges Produkt  Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 19: Blockschaltbild

    Funktionsbeschreibung 4.1.1 Blockschaltbild 1x CANopen Anschluss an Modbus/TCP 24 V Power Mapping Abb.: Blockschaltbild Modbus/TCP Das Gateway kann max. 8 Modbus/TCP­Verbindungen verwalten. Das Gateway ist immer der Server einer Verbindung. Die Clients der Verbindungen können verschiedene Geräte sein, z. B. PC, Steuerung, Anzeigegerät. Sie können gleichzeitig auf das Gateway zugrei­ fen. Für den Datenaustausch über die Modbus/TCP­Verbindung ist im Gateway die Port­Num­ mer "502" voreingestellt. 4.2.1 Modbus/TCP­Datenbereiche (Server­Verbindungen) Das Produkt unterstützt die folgenden Modbus/TCP­Datenbereiche: Datenbereich Modbus­Syntax Beispiel Coils (Bit) 0x[xxxxx] 0x00031 0x00000 … 0x65535 [read/write] Discrete Inputs (Bit) 1x[xxxxx] 1x08193 1x00000 … 1x65535 [read only] Input Register (Wort/16 Bits) 3x[xxxxx] 3x00002 3x00000 … 3x65535 [read only] Holding Register (Wort/16 4x[xxxxx]...
  • Seite 20: Grenzen Bei Der Datenübertragung

    Funktionsbeschreibung INFO Für Pilz­Systeme beginnt die Adressierung bei "0". Bei Geräten von ande­ ren Herstellern kann die Adressierung mit "1" beginnen. Beachten Sie die Bedienungsanleitung des entsprechenden Herstellers. 4.2.2 Grenzen bei der Datenübertragung Diese Tabelle enthält die maximal unterstützten Datenlängen pro Telegramm: max. Datenlänge pro Tele­ Datenübertragung gramm Daten lesen (Bit) FC 01 (Read Coils) 1 … 2000 FC 02 (Read Discrete In­ puts) Daten lesen (Wort) FC 03 (Read Holding Regis­ 1 … 125 ters) FC 04 (Read Input Register) Daten schreiben (Bit) FC 05 (Write Single Coil) 1 Bit FC 15 (Write Multiple Coils) 1 … 1968 Daten schreiben (Wort) FC 06 (Write Single Regis­ 1 Wort ter) FC 16 (Write Multiple Regis­ 1 … 123 Worte ters) Daten lesen und schreiben FC 23 (Read/Write Multiple 1 … 125 Worte lesen  (Wort) Registers) 1 … 121 Worte schreiben Grenzen bei der Datenübertragung INFO Abhängig vom verwendeten Gerät kann es zu Einschränkungen bezüglich...
  • Seite 21 Funktionsbeschreibung Datenbereich Modbus­Syntax Beispiel FC 01 Read Coils Der Client einer Verbindung liest Bit­Daten vom Server der Verbindung,  Datenlänge = 1 Bit,  Inhalt: Ein­/Ausgangsdaten (Daten empfangen aus 0x) FC 02 Read Discrete Input Der Client einer Verbindung liest Bit­Daten vom Server der Verbindung,  Datenlänge = 1 Bit,  Inhalt: Ein­/Ausgangsdaten (Daten empfangen aus 1x) FC 03 Read Holding Register Der Client einer Verbindung liest Wort­Daten vom Server der Verbindung,  Datenlänge = 1 Wort,  Inhalt: Diagnosewort (Daten empfangen aus 4x) FC 04 Read Input Register Der Client der Verbindung liest Wort­Daten vom Server der Verbindung,  Datenlänge = 1 Wort,  Inhalt: Diagnosewort (Daten empfangen aus 3x) FC 05 Write Single Coil Der Client der Verbindung schreibt auf ein Bit­Datum im Server der Verbindung, ...
  • Seite 22: Canopen

    Funktionsbeschreibung Datenbereich Modbus­Syntax Beispiel FC 23 Read/Write Multiple Regis­ Der Client einer Verbindung ters liest und schreibt mehrere Wort­Daten innerhalb eines Telegramms (Daten empfangen aus 3x und Daten senden nach 4x) CANopen Die Hersteller­und Gerätekennung und die unterstützten Funktionen eines Feldgeräts sind in einer Gerätebeschreibungsdatei festgelegt. Die Gerätebeschreibungsdatei (Electronic Data Sheet, EDS) ist feldbusabhängig. Inhalt und Format einer Gerätebeschreibungsdatei sind im Feldbusstandard vorgeschrieben. Die Datei wird benötigt, um im jeweiligen Werk­ zeug zur Feldbuskonfiguration ein unbekanntes Feldgerät einbinden und für die anlagen­ spezifischen Anforderungen konfigurieren zu können. Für CANopen­Geräte wird eine EDS­Datei in einem standardisierten Textformat verwendet. Übersetzungstabellen In den Tabellen ist nur das Register 4x dargestellt. Für die Register 0x, 1x, und 3x gilt je­ weils die gleiche Zuordnung. 4.4.1 Nutzdaten Modbus CANopen Subindex Register Byte COB­Id Index (hex) 4x00001 Low Byte RxPDO1 0x200 + Node­Id 2000 High Byte 4x00002 …...
  • Seite 23: Diagnosedaten

    Funktionsbeschreibung Modbus CANopen Subindex Register Byte COB­Id Index (hex) 4x00129 Low Byte TxPDO1 0x180 + Node­Id 2002 High Byte 4x00130 … Low Byte 3 … 8 4x00132 High Byte 4x00133 Low Byte TxPDO2 0x280 + Node­Id 2002 High Byte 4x00134 … Low Byte B … 10 4x00136 High Byte 4x00137 Low Byte TxPDO3 0x380 + Node­Id 2002 High Byte 4x00138 … Low Byte 13 … 18 4x00140 High Byte 4x00141...
  • Seite 24 Funktionsbeschreibung Bedeutung CANopen SDO Modbus Register Zugriffsart CANopen Subin­ Index (hex) 200a 4x01004 Low Byte Subnet Mask (Mod­ bus), HL­Byte 200a High Byte RO Subnet Mask (Mod­ bus), HH­Byte 200a 4x01005 Low Byte Gateway (Modbus), LL­Byte 200a High Byte RO Gateway (Modbus), LH­Byte 200a 4x01006 Low Byte Gateway (Modbus), HL­Byte 200a High Byte RO Gateway (Modbus), HH­Byte 200a 4x01007 Low Byte DHCP activated (Mod­...
  • Seite 25 Funktionsbeschreibung Bedeutung CANopen SDO Modbus Register Zugriffsart CANopen Subin­ Index (hex) 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01015 Low Byte Reserviert 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01016 Low Byte Reserviert 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01017 Low Byte Reserviert 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01018 Low Byte Reserviert 200a High Byte RO...
  • Seite 26: Schnittstellen

    Funktionsbeschreibung Bedeutung CANopen SDO Modbus Register Zugriffsart CANopen Subin­ Index (hex) 200a 4x01023 Low Byte CANopen ERR Status 0 = LED aus 1 = LED an 5 = LED blinkt 10 = LED blitzt pe­ riodisch einmal 11 = LED blitzt pe­ riodisch zweimal 12 = LED blitzt pe­ riodisch dreimal Bedeutung der LED­ Zustände Anzeigeele­ mente zur Gerätediagnose [  38] 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01024 Low Byte Reserviert 200a High Byte RO Reserviert 200a 4x01025 Low Byte Reserviert...
  • Seite 27: Montage

    Montage Montage Allgemeine Hinweise zur Montage Montieren Sie das Gateway in einem Einbauraum mit einer Schutzart von mindes­ tens IP54. Montieren Sie das Gateway auf eine waagrechte Montageschiene. Die Lüftungsschlitze müssen nach oben und unten zeigen. Andere Einbaulagen können zur Zerstörung des Gerätes führen. Befestigen Sie das Gerät mit Hilfe der Rastelemente auf der Rückseite auf einer Monta­ geschiene. In Umgebungen, in denen starke Schwingungen auftreten, sollte das Gerät durch ein Halteelement (z. B. Endhalter oder Endwinkel) gegen seitliches Verschieben gesichert werden. Die Umgebungstemperatur der Geräte im Schaltschrank darf nicht höher sein als in den technischen Daten angegeben. Gegebenenfalls ist eine Klimatisierung erforderlich. Um die EMV­Anforderungen einzuhalten, muss die Montageschiene mit dem Schalt­ schrankgehäuse niederohmig verbunden sein. Vor dem Abheben von der Montageschiene Gerät nach oben oder unten schieben. Die Beschreibung in den folgenden Abschnitten geht davon aus, dass die Monta­ geschiene bereits montiert ist. WICHTIG Beschädigung durch elektrostatische Aufladung! Durch elektrostatische Entladung können Bauteile beschädigt werden. Sor­ gen Sie für Entladung, bevor Sie das Produkt beführen, z. B. durch Berüh­ ren einer geerdeten, leitfähigen Fläche oder durch Tragen eines geerdeten Armbands. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 28: Abmessungen

    Montage 5.1.1 Abmessungen 4,25 (0,17“) 22,5 (0,88“) 96 (3,78“) Abb.: Abmessungen Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 29: Montageabstände

    Montage Montageabstände Bei der Montage im Schaltschrank / Einbauraum muss nach oben und unten sowie zu an­ deren wärmeerzeugenden Geräten ein Abstand gehalten werden (siehe Abbildung). Die Werte für die Montageabstände sind Mindestangaben. 30 mm (1,81“) 20 mm 20 mm (0,787“) (0,787“) 30 mm (1,81“) Abb.: Montageabstände Versorgungsspannung Das Gateway benötigt eine Versorgungsspannung von 24 V DC. Um eine möglichst geringe Restwelligkeit (≤ 5%) der Spannung zu erreichen, empfehlen wir den Einsatz eines Drehstrom­Brückengleichrichters oder eines elektronisch geregelten Netzteils. Schützen Sie das externe Netzteil mit einer Sicherung zwischen dem externen Netzteil und der Steuerung. Dimensionieren Sie die Sicherung in Abhängigkeit von den Daten des ex­ ternen Netzteils, dem Leitungsquerschnitt sowie den örtlichen und nationalen Vorschriften. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 30: Gateway Montieren

    Montage Gateway montieren Befestigen Sie das Produkt mithilfe der Rastelemente auf der Rückseite auf einer Monta­ geschiene. 1. Führen Sie das Produkt gerade auf die Montageschiene, so dass die Rastelemente am Produkt auf der Montageschiene einrasten. 2. Produkt bis zum Anschlag nach hinten drücken. 3. Stellen Sie sicher, dass die Arretierungen eingerastet sind und das Produkt somit fest mit der Montageschiene verbunden ist. Abb.: Montage auf der Hutschiene Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 31: Allgemeine Hinweise Zur Verdrahtung

    Inbetriebnahme Inbetriebnahme Allgemeine Hinweise zur Verdrahtung Beachten Sie: Angaben im Abschnitt "Technische Daten" unbedingt einhalten. Max. Dauerstrom, den das externe Netzteil liefern muss: 160 mA Verwenden Sie Leitungsmaterial aus Kupferdraht mit einer Temperaturbeständigkeit von bis zu 75 °C. Verbinden Sie die Montageschiene immer über eine Erdungsklemme mit der Funktions­ erde. Damit werden im Fehlerfall gefährliche Spannungen abgeleitet. Trennen Sie Spannungsversorgungskabel räumlich von den Leitungen der analogen Eingangsstromkreise. Für Messumformer, die außerhalb des Schaltschranks sitzen, gilt: Legen Sie den Ka­ belschirm unbedingt beim Eintritt des Kabels in den Schaltschrank großflächig und nie­ derohmig auf Erdpotenzial (sternförmige Leitungsführung). Das Netzteil muss den Vorschriften für Kleinspannungen mit sicherer Trennung ent­ sprechen. INFO Das Gateway nur im spannungslosen Zustand ziehen und stecken. Beachten Sie beim Anschließen der Schnittstellen: Die folgenden Mindestanforderungen an die Verbindungskabel und Stecker müssen er­ füllt werden: – Verwenden Sie ausschließlich industrietaugliche Ethernet­Kabel und ­Stecker. – Verwenden Sie ausschließlich doppelt abgeschirmte Twisted Pair­Kabel und ge­ schirmte RJ45­Stecker (Industrie­Stecker). – Verwenden Sie ausschließlich 100BaseTX­Kabel nach Ethernet­Standard (min. Ka­ tegorie 5). Störschutzmaßnahmen: – Beachten Sie die Anforderungen für den industriellen Einsatz von CANopen in den Installationsrichtlinen der Nutzerorganisation. Geräte verdrahten 6.2.1 Anforderungen an die Leitungen Schraubklemmen: minimaler Leiterquerschnitt bei Feldanschlussklemmen = 0,25 mm  (AWG24), maximaler Leiterquerschnitt bei Feldanschlussklemmen für die Funktionser­...
  • Seite 32: Klemmenbelegung

    Inbetriebnahme Anzugsdrehmoment bei Schraubklemmen: 0,50 Nm. Federkraftklemmen: minimaler Leiterquerschnitt bei Feldanschlussklemmen = 0,2 mm   (AWG24), maximaler Leiterquerschnitt bei Feldanschlussklemmen = 2,5 mm  (AWG12), Klemmstellen pro Anschluss: 2, Abisolierlänge: 9 mm. 6.2.2 Klemmen Die steckbaren Klemmen für die Ein­ und Ausgänge sind nicht im Lieferumfang enthalten. Sie können zwischen Federkraftklemmen und Schraubanschluss wählen. Klemmenbelegung Module Supply Klemmenbelegung 4pol. Buchsenste­ +24 V Einspeisung für Module cker Supply 2 3 4 0 V Einspeisung für Module Supply Nicht belegt Funktionserde Klemmenbelegung Schnittstellen Die folgenden Mindestanforderungen müssen erfüllt werden: Ethernet­Standards (min. Kategorie 5) 100BaseTX Doppelt geschirmtes Twisted Pair­Kabel für den industriellen Ethernet­Einsatz Geschirmte RJ45­Stecker (Industrie­Stecker) 6.4.1 CANopen­Schnittstelle Die Verbindung zum CANopen erfolgt über einen 9­poligen Sub­D­Stiftstecker. n.c. n.c. CAN_L CAN_H CAN_GND n.c.
  • Seite 33 Inbetriebnahme Die Verbindungskabel zu den Schnittstellen müssen paarweise verdrillt und abge­ schirmt sein 6.4.2 Terminierung CANopen Um Leitungsreflexionen zu minimieren und einen definierten Ruhepegel auf der Übertra­ gungsleitung zu garantieren, muss CANopen an beiden Enden abgeschlossen werden. 6.4.3 RJ45­Schnittstelle RJ45­Buchse 8­polig Standard Crossover TD+ (Transmit+) RD+ (Receive+) TD­ (Transmit­) RD­ (Receive­) RD+ (Receive+) TD+ (Transmit+) n.c. n.c. n.c. n.c. RD­ (Receive­) TD­ (Transmit­) n.c. n.c. n.c. n.c. Schnittstellenbelegung RJ45­Buchse n.c. = nicht belegt (not connected) 6.4.3.1 RJ45­Verbindungskabel Abb.: RJ45­Verbindungskabel : RJ45­Stecker, 8­polig : 100BaseTX­Kabel, max 100 m Länge Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 34: Einstellung Adressen Und Übertragungsrate

    Inbetriebnahme WICHTIG Beachten Sie bei der Steckverbindung, dass Datenkabel und Stecker nur bedingt mechanisch belastbar sind. Sorgen Sie durch geeignete konstrukti­ ve Maßnahmen für die Unempfindlichkeit der Steckverbindungen gegen er­ höhte mechanische Beanspruchung (z. B. durch Schock, Vibration). Solche Maßnahmen sind zum Beispiel eine feste Verlegung mit Zugentlastung. Einstellung Adressen und Übertragungsrate 6.5.1 IP­Adresse einstellen Die ersten drei Bytes der IP­Adresse lauten: 192.168.0. Das letzte Byte der IP­Adresse kann konfiguriert werden. Die Subnetzmaske ist: 255.255.255.0. Mit den DIP­Schaltern wird das letzte Byte der IP­Adresse konfiguriert. Wertebereich: 1 ...255. INFO IP­Adresse ausschließlich bei ausgeschaltetem Modul einstellen (span­ nungslos schalten). Die Einstellungen werden ausschließlich beim Booten übernommen. Eine Veränderung der Einstellungen während des Betriebs wird nicht übernom­ men. Für die Einstellung des letzten Bytes der IP­Adresse des Gateways gibt es verschiedene Möglichkeiten. 1. Benutzung des DHCP­Servers ist aktiviert Bei einem neuen Modul ist DHCP automatisch aktiviert. In diesem Fall wird die IP­ Adresse vom DHCP­Server bezogen, wenn der DIP­Schalter auf 0 steht. Das Modul wartet etwa 15 Sekunden bis es von einem DHCP­Server eine Adresse bekommt, dann verwendet es die Default­IP­Adresse 192.168.0.1. a Stellen Sie den DIP­Schalter auf 0. 2. Einstellung über den DIP­Schalter Es wird die IP­Adresse verwendet, die am DIP­Schalter eingestellt ist. DHCP ist damit deaktiviert. a Stellen Sie den DIP­Schalter auf einen Wert von 1 – 254. 3. DHCP über DIP­Schalter aktivieren Wenn der DIP­Schalter auf 255 steht wird immer DHCP verwendet, unabhängig von der Konfiguration im Webserver.
  • Seite 35 Inbetriebnahme DIP­Schalter Beispiel: Bedeutung der Schal­ "IP­Adresse" Bedeutung IP­Adresse 020 terstellung im Beispiel OFF ON  D  D  D  D  D  D  D DIP­Schalter IP­Adresse 6.5.2 Geräteadresse einstellen Die Geräteadresse des Gateways wird mit zwei Drehschaltern x1 und x10 eingestellt. Zu­ lässige Geräteadressen sind im Bereich von 0 ... 99 (dezimal). 1. Stellen Sie am mittleren Drehschalter x10 mit einem kleinen Schraubendreher die Zeh­ nerstelle der Adresse ein (im Beispiel "3"). 2. Stellen Sie am unteren Drehschalter x1 die Einerstelle der Adresse ein (im Beispiel "6"). a In den Abbildungen ist als Beispiel die Geräteadresse 36 eingestellt. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 36 Inbetriebnahme 6.5.3 Übertragungsrate einstellen 1. Stellen Sie am oberen Drehschalter DR mit einem kleinen Schraubendreher die Über­ tragungsrate ein (im Beispiel "3", entspricht 50 kBit/s). Schalter­ stellung Übertra­ ­ ­ gungsrate kBit/s kBit/s kBit/s kBit/s kBit/s kBit/s kBit/s MBit/s INFO Während des Betriebs kann die Übertragungsrate nicht verändert werden. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 37 Betrieb Betrieb Anzeigeelemente Auf der Frontseite stehen Status­LEDs zur Verfügung, die über die Aktivität der Baugruppe Auskunft geben. LED an LED blinkt LED blitzt LED blitzt periodisch einmal LED blitzt periodisch zweimal LED blitzt periodisch dreimal LED aus Symbole LED­Anzeigen 7.1.1 Anzeigeelemente zur Gerätediagnose LED­Zustand Bedeutung Pwr/Stat grün fehlerfreier Betrieb interner Fehler (Modulfehler) oder IP­Adress­ konflikt keine Versorgungsspannung oder Gerät ist defekt LED­Zustand Bedeutung Link/Trf grün Link vorhanden, 100 Mbit/s grün Traffic vorhanden, 100 Mbit/s Max. 15 Sek. nach dem Einschalten: Wartet noch auf Antwort vom DHCP Server.  Nach mehr als 15 Sek.: Die Default­IP­Adres­ se 192.168.0.1 wird im Netzwerk schon ver­ wendet. Das Modul kann in diesem Fall nicht über Ethernet erreicht werden. keine Modbus/TCP­Verbindung falscher Registerbereich (bei Client­Anfrage) orange Link vorhanden, 10 Mbit/s orange Traffic vorhanden, 10 Mbit/s...
  • Seite 38: Passwortverwaltung

    Betrieb LED­Zustand Bedeutung Run/Err grün Gateway im Betriebszustand "Operational" grün Gateway im Betriebszustand "Stopped" grün Gateway im Betriebszustand "Pre­Operatio­ nal" CAN­Controller ist im Betriebszustand "Bus­ Off" Fehlerschwellwert erreicht, der CAN­Control­ ler hat zu viele Fehlertelegramme erhalten Überwachungsfehler, Ansprechen der Mas­ terSlave­Überwachung, z. B. Heartbeat­Über­ wachung Fehler in Betriebszustand "Synchronisation". Ein Synchronisationstelegramm, z. B. zum gleichzeitigen Schreiben auf mehrere Geräte, ist nicht in der konfigurierten Zeit erfolgt. keine Versorgungsspannung Webserver Im Gateway ist ein Webserver implementiert, der nach dem Anschluss des Gateways an die Versorgungsspannung gestartet wird. Der Webserver ist für die Benutzung mit Internet Explorer oder Firefox vorgesehen. Stellen Sie sicher, dass in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers Javascript und Cookies aktiviert sind. 7.2.1 Webserver aufrufen 1. Verbinden Sie das Gateway mit dem PC. 2. Rufen Sie die folgende HTML­Seite auf: – http://192.168.0.xxx – Geben Sie für xxx den Wert ein, den Sie als letztes Byte der IP­Adresse eingestellt haben. 3.
  • Seite 39: Firmware-Update Durchführen

    Betrieb Ein Zugriff ohne Passwort ist nicht möglich. Die Benutzernamen und Passwörter können geändert werden. Wird das Passwort geändert und das neue Passwort vergessen, so besteht keine Mög­ lichkeit mehr, über den Webserver auf das Gateway zuzugreifen. Das Gateway muss in diesem Fall an Pilz gesandt und auf den ursprünglichen Auslieferungszustand zurück­ gesetzt werden. Dabei gehen alle Einstellungen verloren. Stellen Sie daher eine zuverlässige Speicherung des (neuen) Passwortes sicher, wenn das Passwort geändert wurde. Stellen Sie sicher, dass vor der Änderung der Passwörter die Konfiguration mit den Passwörtern des Auslieferungszustandes gespeichert wird. 1. Rufen Sie den Webserver auf. 2. Kopieren Sie diese Dateien mit FTP auf einen PC: – eth_cfg.xml (Ethernet­Konfiguration), – password.xml (Benutzerdefinition). Firmware­Update durchführen Voraussetzungen Das Gateway ist mit dem PC verbunden. Das Gateway hat eine Firmwareversion ab 01.01.00. Die Version der Firmware kann über den Webserver ausgelesen werden und wird unter Software Version angezeigt a Lesen Sie die Firmwareversion über den Webserver aus Die Firmware­Paket­Datei (kfu­Datei) für das Gateway liegt bereit. Vorgehensweise 1. Geben Sie den FTP­Server frei. – Schreiben Sie den Freigabewert 0x5049 (dezimal 20553) in das Register 4x01012. Das Kommando ist als Beispiel für das freiverfügbare Programm modpoll angege­ ben: – Kommandozeileneintrag: modpoll ­m tcp ­r 1012 ­t 4 192.168.0.xxx 20553 – Geben Sie für xxx den Wert an, den Sie als letztes Byte der IP­Adresse eingestellt haben.
  • Seite 40: Gateway Austauschen

    Betrieb – Kommandozeileneintrag: modpoll ­m tcp ­r 1012 ­t 4 192.168.0.xxx 1234 – Geben Sie für xxx den Wert an, den Sie als letztes Byte der IP­Adresse eingestellt haben. – Im Beispiel wird der Freigabewert mit dem Wert 1234 überschrieben. 4. Version der Firmware auslesen a Die Version der Firmware kann über den Webserver ausgelesen werden und wird unter Software Version angezeigt. Gateway austauschen Für einen Austausch des Gateways sollte zunächst die aktuelle Konfiguration gespeichert werden, damit die Konfiguration in das neue Gateway importiert werden kann. Empfohlenes Vorgehen: 1. Rufen Sie den Webserver auf und speichern Sie die Konfiguration ab. a Kopieren Sie diese Dateien mit FTP auf einen PC: eth_cfg.xml (CANopen­Konfiguration), password.xml (Benutzerdefinition). 2. Schalten Sie die Versorgungsspannung ab. 3. Trennen Sie alle Kabel vom Gateway. 4. Lösen Sie das Gateway von der Montageschiene. Installieren Sie das neue Gateway gemäß der Installationsanleitung Montage [  27]. Integrieren Sie das Gateway in das Netzwerk Einstellung Adressen und Übertragungsrate [  34]. a Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen für die IP­Adresse, Geräteadresse und ggf. Übertragungsrate genauso lauten wie beim alten Modul. 7. Kopieren Sie die Konfigurationsdaten per FTP auf das neue Gateway. 8. Führen Sie über den Webserver einen Neustart des Gateway durch. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 41 Technische Daten Technische Daten Allgemein Zulassungen CE, cULus Listed Elektrische Daten Versorgungsspannung für Module Supply Spannung 24 V Leistung des externen Netzteils (DC) 3 W Statusanzeige Feldbusschnittstelle Feldbusschnittstelle CANopen Gerätetyp Slave Protokoll CiA 301 V4.2.0 Stations­Adresse 0 ­ 99d Maximale Datenlänge der Feldbusschnittstelle Eingang 512 Byte Ausgang 512 Byte Ein­/Ausgang kombiniert 512 Byte Übertragungsraten 1 MBit/s, 10 kbit/s, 125 kBit/s, 20 kbit/s, 250 kBit/s, 50 kbit/s, 500 kBit/s, 800 kbit/s Anschluss 9­pol. Sub­D­Stiftstecker Galvanische Trennung Art der galvan. Trennung Funktionsisolierung MODBUS Anzahl der MODBUS­Verbindungen Anschlussart RJ45 Gerätetyp...
  • Seite 42 Technische Daten Umweltdaten Feuchtebeanspruchung nach Norm EN 60068­2­30, EN 60068­2­78 Feuchtigkeit 93 % r. F. bei 40 °C Betauung im Betrieb unzulässig EN 61131­2 Schwingungen nach Norm EN 60068­2­6 Frequenz 5 ­ 150 Hz Beschleunigung Schockbeanspruchung nach Norm EN 60068­2­27 Beschleunigung Dauer 11 ms Max. Betriebshöhe über NN 2000 m Luft­ und Kriechstrecken nach Norm EN 61131­2 Überspannungskategorie Schutzart nach Norm EN 60529 Einbauraum (z. B. Schaltschrank) IP54 Gehäuse IP20 Klemmenbereich IP20 Potenzialtrennung Potenzialtrennung zwischen CANopen und Systemspannung Art der Potenzialtrennung Funktionsisolierung Bemessungsstoßspannung...
  • Seite 43 Technische Daten Mechanische Daten Abisolierlänge bei Federkraftklemmen 9 mm Abmessungen Höhe 96 mm Breite 22,5 mm Tiefe 114,3 mm Gewicht 90 g Bei Normenangaben ohne Datum gelten die 2012­10 neuesten Ausgabestände. Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 44 Bestelldaten Bestelldaten Bestelldaten Produkttyp Merkmale Bestell­Nr. PSSnet GW1 MOD­ Kommunikationsbaugruppe für den Anschluss an 311 602 EtherCAT CANopen Bestelldaten Zubehör Produkttyp Merkmale Bestell­Nr. Set spring terminals 1 Satz Federkraftklemmen 783 542 Set screw terminals 1 Satz Schraubklemmen 793 542 Bedienungsanleitung PSSnet GW1 MOD­CAN 1002693­DE­03...
  • Seite 45: Rückseite

    Rückseite Support Technische Unterstützung von Pilz erhalten Sie rund um die Uhr. Amerika Australien Niederlande Brasilien +61 3 95446300 +31 347 320477 +55 11 97569-2804 Österreich Kanada Europa +43 1 7986263-0 +1 888-315-PILZ (315-7459) Belgien, Luxemburg Schweiz Mexiko +32 9 3217575...

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