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HM Müllner R3014A Betriebsanleitung Seite 3

Automatik- zurrgurt
Betriebsanleitung
Automatik- Zurrgurt
 Während des Gebrauchs müssen Flachhaken mit der gesamten Breite im Hakengrund aufliegen.
 Öffnen der Verzurrung: Vor dem Öffnen sollte man sich vergewissern, dass die Ladung auch ohne
Sicherung noch sicher steht und den Abladenden nicht durch Herunterfallen gefährdet. Falls nötig, sind
die für den weiteren Transport vorgesehenen Anschlagmittel bereits vorher an der Ladung anzubringen,
um ein Herunterfallen und/oder Kippen der Ladung zu verhindern. Dies trifft auch zu, wenn man
Spannelemente verwendet, die ein sicheres Entfernen ermöglichen.
 Vor Beginn des Abladens müssen die Verzurrungen soweit gelöst sein, dass die Last freisteht.
 Während des Be- und Entladens muss auf die Nähe jeglicher tiefhängender Oberleitungen geachtet
werden.
 Die Werkstoffe, aus denen Zurrgurte hergestellt sind, verfügen über eine unterschiedliche
Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Einwirkungen. Die Hinweise des Herstellers oder Lieferers
sind zu beachten, falls die Zurrgurte wahrscheinlich Chemikalien ausgesetzt werden. Dabei sollte
berücksichtigt werden, dass sich die Auswirkungen des chemischen Einflusses bei steigenden
Temperaturen erhöhen. Die Widerstandsfähigkeit von Kunstfasern gegenüber chemischen Einwirkungen
ist im Folgenden zusammengefasst:
a) Polyamide sind widerstandsfähig gegenüber der Wirkung von Alkalien. Sie werden aber von
mineralischen Säuren angegriffen.
b) Polyester ist gegenüber mineralischen Säuren resistent, wird aber von Laugen angegriffen.
c) Polypropylen wird wenig von Säuren und Laugen angegriffen und eignet sich für Anwendungen, bei
denen hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien (außer einigen organischen Lösungsmittel)
verlangt wird.
d) Harmlose Säure- und Laugen- Lösungen können durch Verdunstung so konzentriert werden, dass sie
Schäden hervorrufen. Verunreinigte Zurrgurte sind sofort außer Betrieb zu nehmen, in kaltem Wasser zu
spülen und an der Luft zu trocknen.
 Zurrgurte in Übereinstimmung mit diesem Teil der Europäischen Norm EN 12195 sind für die
Verwendung in den folgenden Temperaturbereichen geeignet:
a) -40°C bis + 80°C für Polypropylen (PP)
b) -40°C bis + 100°C für Polyamid (PA)
c) -40°C bis + 120°C für Polyester (PES)
Diese Temperaturbereiche können sich je nach chemischer Umgebung ändern. In diesem Fall sind die
Empfehlungen des Herstellers oder Lieferanten einzuholen. Eine Veränderung der
Umgebungstemperatur während des Transportes kann die Kraft im Gurtband beeinflussen. Die Zurrkraft
ist nach Eintritt in warme Regionen zu prüfen.
 Zurrgurte müssen außer Betrieb genommen oder dem Hersteller zur Instandsetzung zurückgeschickt
werden, falls sie Anzeichen von Schäden zeigen. Die folgenden Punkte sind als Anzeichen von Schäden
zu beachten:
- bei Gurtbändern (die außer Betrieb zu nehmen sind): Risse, Schnitte, Einkerbungen und Brüche in
lasttragenden Fasern und Nähten, Verformungen durch Wärmeeinwirkung.
- bei Endbeschlagteilen und Spannelementen: Verformungen, Risse, starke Anzeichen von Verschleiß
und Korrosion. Es dürfen nur Zurrgurte instandgesetzt werden, die Etiketten zu ihrer Identifizierung
aufweisen. Falls es zu einem zufälligen Kontakt mit Chemikalien kommt, muss der Zurrgurt außer Betrieb
genommen werden, und der Hersteller oder Lieferant muss befragt werden.
 Es ist darauf zu achten, dass der Zurrgurt durch die Kanten der Ladung, an der er angebracht wird, nicht
beschädigt wird. Eine regelmäßige Sichtprüfung vor und nach jeder Benutzung wird empfohlen.
 Es sind nur lesbar gekennzeichnete und mit Etiketten versehene Zurrgurte zu verwenden.
 Zurrgurte dürfen nicht überlastet werden: die maximale Handkraft von 250N (25daN auf Etikett; 1daN, 1
kg) darf nur mit einer Hand aufgebracht werden. Es dürfen keine mechanischen Hilfsmittel wie Stangen
oder Hebel usw. verwendet werden, es sei denn, diese sind Teil des Spannelementes.
 Geknotete Zurrgurte dürfen nicht verwendet werden.
 Schäden an Etiketten sind zu verhindern, indem man sie von den Kanten der Ladung und, falls möglich,
von der Ladung fernhält.
 Gurtbänder sind von Reibung und Abrieb sowie vor Schädigungen durch Ladungen mit scharfen Kanten
durch die Verwendung von Schutzüberzügen und / oder Kantenschonern zu schützen.
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