1 Allgemeines In dieser Betriebsanleitung finden Sie alle Informationen zur Installation und Bedienung Ihres Verwie- geschranks . Außerdem erhalten Sie Informationen sowie Hinweise zu Ihrer Sicherheit sowie Hilfe bei Störungen . 1.1 Das Produkt: Verwiegeschrank Master Der Verwiegeschrank Master und Satelite wurde in Übereinstimmung mit den gültigen nationalen Normen und Richtlinien gefertigt .
2 Grundlegende Sicherheitshinweise Folgende grundlegende Sicherheitshinweise müssen bei der Montage und beim Einsatz des Verwiege- schranks in jedem Fall berücksichtigt werden . 2.1 Allgemeines zur Sicherheit 2.1.1 Verwendete Signalwörter und Warnsymbole Beispielhafte, graduell abgestufte Auflistung der in der Anleitung verwendeten Signalwörter und Warnsymbole Symbol Signalwort...
2.1.3 Vorgehen im Fehlerfall • Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose . • Sie dürfen das Gerät keinesfalls in Flüssigkeit tauchen, keiner Feuchtigkeit aussetzen und nicht im Freien benutzen . Falls Flüssigkeiten in das Gerätegehäuse gelangen sollten, trennen Sie das Gerät umgehend von der Stromversorgung (Bspw .
3 Übersicht: Verwiegeschrank Montiertes Produkt mit Teilebezeichnungen: 3.1 Beschreibung der Teile bzw. Komponenten Die nachfolgende Übersicht enthält Erläuterungen zu den Teilen des Verwiegeschranks . Position Bezeichnung Erläuterung Verwiegeschrank Korpus aus lackiertem Stahlblech Industrie PC mit Touch Panel Industrie PC mit Touch Panel (nur bei Master) RFID-Lesegerät Leseeinheit für RFID-Karten (nur bei Master) Schloss...
4 Montage des Verwiegeschrank Master und Satelit Halten Sie sich genau an die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise . Nur so ist eine korrekte Montage gewährleistet und nur unter Einhaltung der Montagereihenfolge erhalten Sie ein fehlerfreies Ergebnis und eine ordnungsgemäße Funktion des Verwiegeschranks . 4.1 Montage –...
Schritt B Aufstellung und Ausrichtung • Automat an gewünschter Stelle aufstellen . • Automat durch heraus- oder hereindrehen der Standfüße austarieren (Wasserwaage + Schraubenschlüssel SW17) • Sockelblenden montieren (Innensechskant SW5) • Schloss mit der beigelieferten Notentrieglung öffnen (Notentriegelung per Klinkenstecker auf der Unterseite des Schlosses anstecken und auf akustisches Signal ("klicken") warten .
5 Bedienung 5.1 Allgemeines Das System bietet die Möglichkeit der automatisierten Lagerverwaltung mit Zugangskontrolle, Bestandskon- trolle und Nachbestellung . Es ermittelt die Anzahl der Produkte auf einem Lagerplatz im Anschluss an das Schließen der Türen anhand des spezifischen Produktgewichts und des (momentanen) Gesamtgewichts pro Lagerplatz .
6 Servicelogin Mit dem „Servicelogin“ erhalten wir direkt eine Übersicht über die aktuelle Automatenbelegung (Abbil- dung 2). Diese zeigt jeweils die Lagerplätze einer Controllerbox. Mit den Pfeiltasten links bzw. rechts kann zwischen mehreren Controllerboxen umgeschaltet werden, jede Controllerbox steht hierbei für eine Ebene . Durch Markierung einer einzelnen Zelle werden im unteren Feld Informationen des Lagerplatzes angezeigt .
mittlere Gewicht der Produkte . Die Produkte zeigen produktionsbedingte Gewichtsschwankungen, daher ist ein guter Mittelwert des Produktgewichts für die korrekte Funktion notwendig . Je geringer das einzelne Produktgewicht ist und je höher die einzulagernde Stückzahl ist, desto mehr Produktproben sollten abge- zählt werden .
die Gewichtsunterschiede nicht kaufmännisch auf einzelne Schrauben, sondern auf ganzzahlige Vielfache von 100 Stück auf oder ab . Die produktionsbedingten Gewichtsschwankungen können bei Waren wie Schleifpapieren, Klebebändern oder Handschuhen erfahrungsgemäß bis zu 15% betragen und teilweise auch darüber liegen . Daher wird empfohlen, für die Einlagerung eine Mindestmenge in Höhe der Verpackungseinheit einzutragen .
6.2.2 Fremdartikel anlegen [Fremdartikel anlegen] Folgende Einträge können für Fremdartikel angegeben werden . Titel Titel des Artikels Barcode Barcodenummer ArtNr Original Artikelnummer Packgröße Packgröße in Einheiten CustomerMatNo Optional: Individuelle Materialnummer des Kunden Abbildung 5: Übersicht zur Anlage eines Fremdartikels Um einem Fremdartikel einen Lagerplatz zuzuweisen, wird unter [Bestückung] [Details] [Artikel belegen] [Fremdartikel] der Fremdartikel aus der Datenbank selektiert oder ein neuer Fremdartikel angelegt .
6.3.1 Als Standard Legt eine Sicherungskopie der aktuellen Systemeinstellungen an . Diese wird als seperate Datei im Hauptver- zeichnis der Software gesichert . Es ist zu empfehlen, nach jeder Änderung der Konfiguration eine Sicherungskopie anzulegen, um Ausfällen vorzubeugen . Bei Softwareproblemen greift das System ebenfalls auf diese Sicherung zurück . 6.3.2 DB Aktualisieren Führt ein Datenbankupdate der Nutzerdaten aus .
6.4 Einstellungen Der Menüpunkt „Einstellungen“ listet Basiseinstellungen zur Inbetriebnahme . 6.4.1 Sprache Legt die Systemsprache fest . Hinweis: Dies gilt nur für den aktuell eingeloggten Admin-Accout . Für jeden Nutzer kann bei der Nutzer- anlage eine der 26 verfügbaren Sprachen ausgewählt werden . Der Automat wechselt nach Anmeldung auf die entsprechende Sprache .
Abbildung 7: Menüpunkt „Logins“ 6.6 Bedienung/Zeiten Die zeitlichen Abläufe des Systems werden hier geregelt . 6.6.1 Heartbeat auslösen Heartbeat manuell auslösen . Automatisch wird stündlich ein Heartbeat ausgelöst, dieser dient als Lebenszeichen um aktive Automaten im Service-Center zu erkennen . . 6.6.2 Bestandsliste hochladen Belegte Lagerplätze werden zum Service-Center hochgeladen .
6.6.6 Allgemeiner Autologout Legt das Zeitfenster der maximalen Inaktivität fest, bevor das System den User oder Service automatisch ausloggt . Abbildung 8: Menüpunkt „Bedienung/Zeiten“ 6.7 Hardware Der Menüpunkt „Hardware“ verwaltet die Fremdartikel und erlaubt ein Öffnen oder Schließen der Türen . Außerdem kann die Verbindung zum Würth-Server getestet werden und alle Artikeldaten neu geladen werden .
6.7.4 Alle Artikel neu laden Alle Artikeldaten werden erneut vom Service-Center abgerufen . Pro Artikel kann der Abruf bis zu 20 Sekunden dauern . Es wird ein Fortschrittsbalken angezeigt, wie viele Artikel bereits geladen wurden . Das Laden aller Artikel ist mit einer Zeitsperre von 10 Minuten belegt, um ungewolltes häufiges abfragen zu vermeiden .
6.7.6 Türen Über die Schaltfläche „Türen“ gelangen wir zur Übersicht aller angeschlossenen Türen im System (Abbildung 9) . Hier können alle Türkontakte angesteuert und der Türstatus abgelesen werden . Außerdem erlaubt es eine Zuordnung zwischen Türkontakt und Controllerbox . Ist keine Zuweisung gewünscht ist die Standardeinstellung „*“...
6.8 ControllerBox 6.8.1 Konfiguration editieren Erlaubt Zugriff auf erweiterte Controllereinstellungen . 6.8.2 Konfiguration sperren Sperrt Zugriff auf erweiterte Controllereinstellungen . 6.8.3 Interner-Zähler Entnahme Ruft die Liste aller kumulierten Artikel auf . 6.8.4 ControllerBox Zeigt die aktuell aktiven Controllerboxen und deren Adressen an (0 = unkonfiguriert, Addressbereich der konfigurierten Controllerboxen 1 bis 20).
Seite 23
Abbildung 11: Menüpunkt „ControllerBox“...
Seite 24
6.9 Info Der Menüpunkt dient zum Abrufen von Informationen . Gelistet werden u .a . die Softwareversion, die Terminalnummer und die TeamViewer-ID, zudem wird die aktive Datenbank angezeigt . Sind Funkschlösser in das System integriert, werden diese im Infofeld mit dessen Statusmeldung angezeigt .
6.10 Bestückung Der Reiter „Bestückung“ öffnet automatisch den Unterreiter „Details“, welcher das Inventar darstellt . Details Das Inventar wird in einer Liste aufgezählt und enthält Informationen zu Sensor ID, Name, Artikelnummer, Kundenmaterialnummer, Anzahl, Max, Sensortyp und RX(Kommunikation) . Wird die Schaltfläche „Details“ erneut angewählt, erscheint eine weitere Variante mit anderen Informatio- nen –...
7 Adminlogin Um auf die Nutzerverwaltung (siehe Abbildung 13) zugreifen zu können, muss sich zunächst mit einem Admin-Account am Automaten angemeldet werden . Hier können neue Nutzer angelegt oder bestehende Nutzer editiert werden. Mit der Schaltfläche "Schließen" wird der Admin ausgeloggt. Die Nutzerdaten werden mit dem Service-Center synchronisiert .
7.1 Nutzer anlegen Die Schaltfläche "Nutzer anlegen" öffnet die Oberfläche zum Anlegen eines neuen Nutzers (Abbildung 14). Über das Icon Editieren können bestehende Einträge angepasst werden und über das Icon Löschen können diese entfernt werden . Um eine bereits bestehende Karte in der Liste schnell zu finden, kann diese an den RFID-Leser gehalten werden .
8 Entnahmelogin Mit der Anmeldung eines Accounts mit Entnahme-Recht wird der Zugang zum System gewährt und auto- matisch die Funktion "Entnahme" gestartet . Der User öffnet die Schränke mit dem gewünschten Inhalt, entnimmt die gewünschte Ware und verriegelt das System wieder . Der Vorgang für den User ist damit abgeschlossen . Die Messung erfolgt innerhalb von 20 Sekunden nach dem Verriegeln der letzten geöffneten Türe .
9 Einlagerungslogin Mit der Anmeldung eines Accounts mit dem Einlagerung-Recht wird der Zugang zum System gewährt und automatisch die Funktion "Einlagerung" gestartet . Der Befüller loggt sich ein, öffnet den gewünschten Schrank, lagert die Ware ein und verschließt das Sys- tem . Der Vorgang für den Befüller ist damit abgeschlossen . Die Messung erfolgt innerhalb von 20 Sekunden nach dem Verriegeln der letzten Türe .
Fehlerliste: Fehler/Störung Ursache Abhilfe/Maßnahme Terminal ist aus Keine Spannung Prüfen Sie ob das Netzteil in der Steckdose eingesteckt ist Keine Internetverbindung SIM Karte nicht eingebaut Kontrollieren Sie ob die SIM Karte im Router eingebaut ist Lagerplätze lassen sich Controllerbox hat keine Kontrollieren Sie ob die Controllerbox mit dem nicht belegen Verbindung...
11.5 Entsorgung Hier erfahren Sie, was Sie bei der Entsorgung beachten müssen . Einige der Materialien des Verwiegeschranks können wiederverwendet werden . Mit der Wiederverwer- tung einiger Teile oder Rohmaterialien aus gebrauchten Produkten, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz . Wenden Sie sich an Ihre örtlichen Behörden oder den Betreiber des Schrankes, wenn Sie Informationen über Sammelstellen in Ihrer Umgebung benötigen .
12 Technische Daten mechanisch Größe Wert Tiefe 600 mm Breite 1200 mm Höhe 1950 mm Gesamtgewicht Zwischen 120 und 160 kg Maximale Traglast Korpus 600 kg Maximale Traglast Ebene 150 kg bei gleichmäßiger Verteilung elektrisch Größe Wert Versorgungsspannung 100–240 V/∼50 Hz max .
13 Gewährleistung 13.1 Gewährleistungszeit Es gilt eine Gewährleistungsfrist von 12 Monaten ab Auslieferdatum Hersteller . 13.2 Abwicklung des Gewährleistungsfalls Bitte kontaktieren sie hierzu direkt den Hersteller: siehe 13 .4 13.3 Gewährleistungsausschlüsse Schäden oder Mängel, die durch unsachgemäße Handhabung wie in 1 .2 beschriebenen oder unsach- gemäßen Betrieb verursacht werden, sowie Defekte, die durch die Verwendung von Nichtoriginalteilen oder -zubehör entstehen, werden nicht von der Gewährleistung abgedeckt .