Rechtliche Hinweise Warnhinweise In diesem Dokument werden Warnhinweise verwendet, welche zur persönlichen Sicherheit und zur Vermeidung von Sachschäden befolgt werden müssen. Je nach Gefährdungsstufe werden folgende Symbole verwendet: Ein Nichtbeachten führt zu Tod oder schwerer Körperverletzung. Ein Nichtbeachten kann zu Sach- oder Personenschäden führen. Ein Nichtbeachten kann dazu führen, dass das Gerät nicht die erwartete Funktionalität erfüllt oder beschädigt wird.
Bestimmung des Dokuments Dieses Dokument beschreibt das universelle Messgerät für Starkstromgrössen SMART GRID BOX. Es richtet sich an: Installateure und Inbetriebsetzer Service- und Wartungspersonal Planer Gültigkeitsbereich Dieses Handbuch ist für alle Hardware-Varianten der SMART GRID BOX gültig. Gewisse in diesem Handbuch beschriebene Funktionen sind nur verfügbar, falls die dazu erforderlichen optionalen Komponenten im Gerät enthalten sind.
3 Sicherheitshinweise Geräte dürfen nur fachgerecht entsorgt werden! Installation und Inbetriebnahme dürfen nur durch geschultes Personal erfolgen. Überprüfen Sie vor der Inbetriebnahme, dass: - die maximalen Werte aller Anschlüsse nicht überschritten werden, siehe Kapitel "Technische Daten", - die Anschlussleitungen nicht beschädigt und bei der Verdrahtung spannungsfrei sind - Energierichtung und Phasenfolge stimmen.
4.2 Typenschild, Anschlussschild Typenschild Das auf dem Gerät angebrachte Typenschild gibt Auskunft über die vorliegende Variante. Bestell-Code Die Bedeutung der 10-stelligen Bestell-Codierung ist im Klartext unter Punkt 4 aufgeschlüsselt Auftragsnummer und Herstelldatum Ord: Auftragsnummer Man: 24/01 (Herstelldatum JJ/MM) ...
4.3 Speisung des Gerätes Die Speisung des Gerätes erfolgt je nach Ausführung über eine separaten Hilfsenergieversorgung oder über die Mess-Anschlussklemmen L1 und N, welche intern bereits vorverdrahtet sind. Nennbereich: 100 – 230 V AC Betriebsbereich: 85 – 265 V AC ...
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Gerät mit Basisgerät DM5000 / PQ5000 / CU5000 ohne Gateway SMARTGRID-BOX-1xxx xx0x 2x SMARTGRID-BOX-2xxx xx0x 2x SMARTGRID-BOX-4xxx xx0x 2x ► Anschluss direkt auf Basisgerät, Klemmen 13 und 14 Gerät mit Überspannungsschutzgerät SPD SMARTGRID-BOX-xxxx xxxx 4x SMARTGRID-BOX-xxxx xxxx 4x SMARTGRID-BOX-xxxx xxxx 4x ►...
4.4 Spannungsanschluss Max. zulässige Nennspannung 230 VAC gegen Erde bzw. 400V Ph-Ph. Falls in der Installation nur ein PEN-Leiter vorhanden ist, also PE und N nicht separat geführt sind, muss der PEN-Leiter mit PE und N verbunden werden. 4.4.1 Spannungsanschluss auf Eingangsklemmen Um bei dieser Gerätevariante die Spannungen anzuschliessen, muss das Gehäuse geöffnet werden, indem die 4 Schrauben an der Gehäuseoberseite entfernt werden.
4.4.2 Quick Connect Spannungsanschluss Für den schnellen Spannungsanschluss stehen die bereits vorverdrahten, abgesicherten Messleitungen zur Verfügung. Die Kabellänge beträgt jeweils 3 m. SMART GRID BOX mit den abgesicherten Spannungsanschlüssen mit 4-mm-Lamellensteckern Schmelzsicherung Aus Sicherheitsgründen sind die Messleitungen für den Spannungsabgriff mit folgender Schmelz- sicherung ausgerüstet: SIBA, Typ 7009463.3, 6.3 x 32mm, flink F 3A / 600V / 50kA @ AC 600 V...
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Stromanschluss L1, L2, L3, N Die flexiblen Stromfühler werden direkt um die jeweiligen Stromleiter gelegt. Dabei ist die Stromrichtung zu beachten, welche mit einem Pfeil auf dem Messkopf angegeben ist. Die Messkategorie der Stromfühler ist auf den Anschlussleitungen gekennzeichnet: PM 1003020 000 00 Geräte-Handbuch SMART GRID BOX 13/33...
Die Stromfühler sind gekennzeichnet mit: L1 - L2 - L3 - N, bzw. I1 - I2 - I3 – N: 4.6 Anschluss Current Link System Bei der Geräteausführung mit dem Basisgerät PQ5000CL werden Current Module 3P und / oder 3PN mit total bis zu 32 Stromkanälen in einem Ring angeordnet, um die Ströme in bis zu 10 Abgängen zu messen.
4.7 Anschluss PME-Funkmodule Mit der Option PME-Zentrale im Basisgerät können die Leistungsflüsse in Verteilanlagen oder zu Verbrauchern mit bis zu 33 PME-Funkmodulen überwacht werden. Funkmodule mit jeweils 3 oder 4 Stromkanälen erfassen dabei synchron zur Spannung des Basisgerätes alle für die Analyse der Energieflüsse erforderlichen Daten und senden diese per Funk an das Basisgerät.
5 Inbetriebnahme Vor der Inbetriebnahme überprüfen, ob die Anschlussdaten der SMART GRID BOX mit den Daten der Anlage übereinstimmen (siehe Typen- und Anschlussschild). Danach kann das Gerät entweder durch Zuschalten der Messeingänge L1 und N oder der externen HIlfsenergieversorgung in Betrieb genommen werden. 5.1 Gateway Teltonika RUT241 Das optionale Mobile-Gateway RUT241 stellt den Zugriff auf Gerätedaten über das Mobilfunknetz zur Verfügung.
5.2 Betriebs-LED des Basisgerätes Die Betriebs-LED zeigt den aktuellen Status des Gerätes Vorgang LED-Anzeige Booten des Gerätes • Blinkt grün (1 Hz) • Bei Erfolg: Wechsel auf statische grüne Anzeige Firmware-Update • Wechsel in Update-Modus: Statisch rot • Während Update: Blinkt rot (1 Hz) •...
7 Technische Daten Spannungsmesseingänge Die Kenndaten der Spannungseingänge sind für alle Basisgeräte gleich. Bei interner Hilfsenergieversorgung ist aber der Messbereich eingeschränkt. Eigenschaft SMARTGRID-BOX-xxxx xxxx 1x /3x SMARTGRID-BOX-xxxx xxxx 2x /4x Nennspannung 100…230 V 57,7…400 V 173...400 V 100...693 V Messbereich max. 265 V , 460 V (Sinus)
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Option PME Strommodul CTR75-1000A Anzahl Kanäle 3 oder 4 Maximale Anzahl Module 25...33 (≤100 Ströme pro PME-Zentrale) Frequenzbereich 10 Hz bis 100 kHz Maximaler Nennstrom I 1000 A Max. messbarer Strom 1,2 x I Anlaufstrom 2 A (Grundschwingungsanteil) Der tatsächliche Messbereich wird anhand des für das zugehörige Messsystem gewählten Nennwertes automatisch eingestellt. Abtastrate 6 kHz Abfrageintervall...
Mechanische Eigenschaften Gewicht: ca. 3.5kg (ohne Anschlusskabel und Sensoren, abhängig von Geräteausführung) Abmessungen L x B x H: 360 x 160 x 91 mm Sicherheit Schutzklasse: II (schutzisoliert, Spannungseingänge mit Schutzimpedanz) Verschmutzungsgrad: Berührungsschutz: IP65 (geschlossenes Gehäuse) Um den Schutz gegen elektrischen Schlag zu gewährleisten, verwendet das Gerät für die Spannungseingänge das Prinzip der Schutzimpedanz.
8 Angewendete Vorschriften, Normen und Richtlinien IEC/EN 61010-1 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte IEC/EN 61000-4-30 Ed.3 Verfahren zur Messung der Spannungsqualität IEC/EN 61000-4-7 Verfahren zur Messung von Oberschwingungen und Zwischenharmonischen IEC/EN 61000-4-15 Flickermeter – Funktionsbeschreibung und Auslegungsspezifikation IEEE 1159.3 Recommended Practice for the Transfer of Power Quality Data IEC 62586-1 Ed.
Anhang Inbetriebnahme der PME-Funkmodule A.1 PME-Funkmodule mit Basisgerät verknüpfen Für eine eindeutige Zuordnung der Messdaten, werden die Funkmodule bei der Installation einzeln mit dem Basisgerät verknüpft. Dabei muss: 1. Das Basisgerätes mit Hilfsenergie versorgen, damit die Webseite verfügbar ist. 2. das Funkmodul mit Strom versorgt werden (Batterien oder USB-C) Hinweis: Die Verknüpfung kann auch mit Modulen ohne Stromversorgung gemacht werden 3.
Der Ladezustand der Batterien kann über das Service-Menü Status der PME-Strommodule abgefragt werden. Bei einem Ladezustand ≤10 % sollten alle Batterien des entsprechenden Moduls ausgewechselt werden. Modul via USB-C (5 VDC) speisen Alternativ zur Batteriespeisung kann das Modul auch über den seitlichen USB-C Anschluss mit Hilfsenergie versorgt werden.
Falls die Webseite auf einem Gerät mit Kamera (Handy, Tablet, Notebook) angezeigt wird oder eine Webcam an den PC angeschlossen ist, wählen Sie «QR-Code scannen», scannen den Code und gehen zu Punkt d). Beachten Sie die Hinweise zur Nutzung der Kamera: Anhang A.4.
A.1.3 Anpassen der Moduleinstellungen Die Funkmodule verwenden Default-Einstellungen, wie z.B. eine Sendeleistung von 0 dBm (1 mW) oder ein Abrufintervall von 1 s. Werden Funkmodule in grösserer Distanz vom Basisgerät montiert, kann es erforderlich sein die Sendeleistung zu erhöhen, um einen zuverlässigen Funkempfang sicherzustellen. Dies erhöht dann den Strombedarf und kann die Lebensdauer der Batterien reduzieren.
Über das Service-Menü können detaillierte Informationen über den Status der PME-Strommodule visualisiert werden: Bezeichnung, Seriennummer, Firmware-Version und Typ des jeweiligen Moduls Batterieladezustand [%] Zeit seit letzter erfolgreicher Kommunikation RSSI –Empfangspegel [dBm] der letzten Nachricht, mittlerer Pegel über die letzten 5 min. in Klammern ...
A.4 Verwendung einer Kamera Um in einer Webseite die Kamera für das Scannen des QR-Codes verwenden zu können, müssen die folgenden Punkte beachtet werden: • Die Website muss mit sicherer HTTPS-Kommunikation arbeiten. Hinweis: Das Freischalten der Web-Security mittels HTTPS ist im Gerätehandbuch des Basisgerätes beschrieben. ODER •...
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• Je nach Browser wird vor dem Aktivieren der Kamera eine Erlaubnis verlangt. Browser: Firefox • Die Erlaubnis zum Verwenden der Kamera durch eine Webseite kann jederzeit widerrufen werden. Sind mehrere Kameras angeschlossen, kann die zu verwendende Kamera ausgewählt werden. Browser: Chrome PM 1003020 000 00 Geräte-Handbuch SMART GRID BOX...
C RUT241-Konfiguration nach Reset Wird das Gateway Teltonika RUT241 betriebsbedingt vom Anwender zurückgesetzt, müssen die Anschlüsse des Gateways erneut so konfiguriert werden, dass ein Zugriff auf die Webseite des Basisgerätes wieder möglich wird. Konfiguration der LAN-Buchsen am Gateway Teltonika RUT241 1) Smart Grid Box via Ethernet-Anschlussbuchse an Computer anschliessen.
4) «Use WAN port as LAN" auf "on" setzen, mit "Save & Apply" speichern 5) Nun sind beide RJ45-Anschlüsse des Gateways als LAN-Anschlüsse konfiguriert. D Gateway Bentonet (Teltonika TRB140) Der 6-stellige Zahlencode für die Inbetriebnahme im Bentonet-System ist auf dem Gateway aufgeklebt. PM 1003020 000 00 Geräte-Handbuch SMART GRID BOX 33/33...