Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken
Inhaltsverzeichnis
Bedienungsanleitung
Das Rp 800 ist mit Generalmusic's bahnbrechender DRAKE-Technologie ausgestattet.
Das Rp 800 beruht auf nicht weniger als 5 einzigartigen Methoden der Klangerzeugung. Darin enthalten ist das Physical
Modeling, das ein perfektes Ebenbild elektromechanischer Instrumente (wie Clavinet oder Rhodes) generiert und das
anteilige Schwingungsverhalten der Pianomechanik simuliert.
Physical Modeling
Physical Modelling ist eine Art der Klangerzeugung, die auf einem mathematischen Modell basiert. Dieses Modell beschreibt die
physikalische Konstruktion des zu simulierenden Instruments. Im Gegensatz zur Technologie des Samplings, in der ein bestehender Sound
zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgezeichnet wird (um immer der gleiche zu bleiben), reagiert ein Sound, der durch Physical Modelling
erzeugt wurde, auch auf die Spielweise und Nuancen und gibt dem Keyboarder das Gefühl auf einem richtigen Instrument zu spielen. Ist
ein Sample mit einem Schnappschuß des Sounds zu einem bestimmten Zeitpunkt vergleichbar (wie Fotografieren), so wird mit dem Physical
Modelling folgendes Ziel verfolgt: Anstatt das fertige Audiosignal eines Instruments (z.B. E-Piano) einfach nur aufzunehmen (Sampling),
bilden wir alle an der Konstruktion beteiligten Elemente des Instruments ebenbürtig ab. Bei sorgfältiger Konstruktion des physikalischen
Modells und peinlichst genauer Beachtung aller Details wird das Ergebnis dem Original gleichkommen und, was noch wichtiger ist, die
Erfahrung dieses Instrument zu spielen ebenso überzeugend sein. Im Rp 800 sind alle Akustikpiano-Sounds mit einer Kombination aus
den Generalmusic-Technologien Natural String Resonance, Damper Physical Model, Advanced Release und FADE realisiert (nachfolgend
beschrieben). Andere Instrumente wie RHODS, WURLI und CLAVINET basieren rein auf dem Physical Modeling Prinzip.
Natural String Resonance
Diese Methode des Physical Modellings, die Natural String Resonance, bildet die komplexen Obertöne, wie sie ein Piano erzeugt,
zuverlässig nach. Dies bedeutet, dass sich der Klang einer Taste abhängig davon, welche anderen Tasten noch gedrückt sind, ändert
(natürlich auch, welche Noten nicht gedämpft sind und somit frei mit der gespielten Note mitschwingen können). Wenn Sie ein tiefes C
anschlagen und ausklingen lassen, kann die Saite frei schwingen, solange Sie die Taste nicht wieder loslassen. Schlagen Sie nun staccato
ein höheres C an, werden Sie die Schwingungen des tiefen C auch im Klang des höheren C hören. Dieser natürliche Effekt gibt genau
das wieder, was auch in einem echten Flügel passiert. Experimentieren Sie mit anderen Notenabständen, hören Sie die verschiedenen
Färbungen. Das Ergebnis ist eine musikalisch und technisch präzise Simulation einer Pianomechanik, unzählige Kombinationen von
Obertönen können dadurch erzeugt werden.
Damper Physical Model
Damper Physical Model ist ein weitere von Generalmusic patentierte Technologie. Das Continuous Damper Pedal (stufenloses Haltepedal) sieht
zwar aus wie ein gewöhnlicher Fussschalter, ist aber ein stufenlos verstellbares Pedal, das den Abstand zwischen Hammer und der Saite simuliert.
Halb-Pedals-Effekte sind somit problemlos machbar. Der Hammer kann sogar langsam gegen die Saite gepresst werden. Sobald das Haltepedal
wieder gelöst wird, simuliert das Damper Physical Model den Effekt, der entsteht, wenn die Saiten wieder frei schwingen können. Auch mit einem
herkömmlichen Haltepedal ist der Effekt des Damper Physical Model hörbar, wenn Sie Noten der obersten Oktave mit gelöstem und nicht gelöstem
Haltepedal anschlagen.
Advanced Release Technology
Generalmusics einzigartige Advanced Release Technology generiert den Klang einer Piano Saite, die während ihrer Schwingung vom Hammer
gestoppt wird. In herkömmlichen E-Pianos mit Sampling Technologie wird dies durch einen Hüllkurvengenerator bewerkstelligt. Die Hüllkurve
bestimmt, was passiert, sobald eine Taste losgelassen wird. Für gewöhnlich wird das Sample für gewisse Zeit weiter gespielt, bis es in der Lautstärke
vom Hüllkurvengenerator auf Null gebracht wird. Schwingende Saiten eines akustischen Pianos werden durch Kontakt mit den Hämmern gestoppt.
Bei diesem Vorgang werden abhängig von der Stärke des Anschlags und der Saitenlänge einige Frequenzen früher gestoppt als andere, einige
Frequenzen werden sogar betont (wer sich jemals mit der Erzeugung von Obertönen einer Gitarre beschäftigt hat, wird dieses Prinzip kennen).
Dies erzeugt weitere Obertöne, während die Saite gestoppt wird. In dem Rp 800 simuliert die Advanced Release Technology dieses Phänomen mit
höchster Präzision über den gesamten Tastaturumfang von 88 Tasten.
FADE - Filter Algorithm Dynamic Emulation
Die Reproduktion der äußerst komplexen Obertöne und Änderungen der Dynamik bei wechselnder Anschlagstärke war für die herkömmliche
Sampling Technologie schon immer ein Problem. Der einzig praktikable Weg diese dynamischen Änderungen wiederzugeben war die
Auswahl zwischen drei oder vier deutlich getrennten Pegeln, zwischen denen in Abhängigkeit der Anschlagstärke geschaltet wurde. Der
Effekt dieser deutlichen Abstufungen in der Dynamik war hörbar, wurde als unnatürlich empfunden und verminderte die Authentizität der
Klangwiedergabe. Im Gegensatz zu dieser in anderen Instrumenten verwendete Methode bedient sich die einzigartige FADE Technologie
von Gereralmusic nur eines speziell konfigurierten Klanges für jede Note. Im Inneren des FADE Prozessors befindet sich eine umfangreiche
Datenbank, in der für jede Note in jeder Anschlagstärke die Obertöne abgelegt sind. Sobald eine Note gespielt wird, ermittelt der FADE
Prozessor die Anschlagstärke und fügt dem Klang die Obertöne hinzu, die dieser Note mit dieser Anschlagstärke entspricht. In der Praxis
bedeutet dies nahtlose Übergänge vom pianissimo über den gesamten Bereich bis zum fortissimo ohne jegliche hörbare Abstufungen.
Seite18

TECHNOLOGIE

rp800
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis