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Unimog An- und Aufbaurichtlinien U 300 U 400 U 500 Ausgabe 2002...
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DaimlerChrysler AG Produktbereich UNIMOG D - 76568 Gaggenau Printed in Germany Alle technischen Daten, Bilder, Maßangaben und sonstigen Informationen entsprechen dem Stand des angegebenen Redaktionsschlußdatums. Änderungen vorbehalten! Im Einzelfall evtl. Maße bzw. Daten von PBU/TES bestätigen lassen. Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung nicht erlaubt.
Inhaltsverzeichnis Allgemeines Grundsätzliche Hinweise Fahrzeug und Typbezeichnung Technische Beratung Gemeinsamkeiten U 300, U 400, U 500 Zulassung 1.5.1 Zulassung in Deutschland 1.5.2 Abnahme/Zulassung im Ausland (EG-Raum) Geräteabstimmung/ Bestätigung/ Freigaben 1.6.1 Anforderungen an die Geräteanbau- und Bedienungsanleitung Gewährleistungsansprüche Mercedesstern und MB-Emblem Wartungsanweisungen 1.10 Korrosionsschutzmaßnahmen...
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Schadenverhütung und Sicherheitsbestimmungen Allgemeine Hinweise Überführen von Fahrgestellen Unfallverhütung Druckluftleitungen/Bremsleitungen Schweißarbeiten Federn Lackierarbeiten An- und Abschleppen Elektrische Anlagen 3.10 Mobile Kommunikationssysteme 3.10.1 Geräteanforderungen 3.10.2 Antenne 3.11 Elektromagnetische Verträglichkeit 3.12 Geräteantriebe Planung der Anbaugeräte Allgemeine Hinweise Freigängigkeit Aggregate, Aufbauten zum Fahrgestell Fahrzeugabänderungen Abmessungen und Gewichtsangaben Gewichtsverteilung...
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Hinweise zum Anbau von Schneepflügen 4.12 Mittenaufbau 4.12.1 Allgemeine Hinweise für Mittenaufbau 4.12.1.1 Konzipierung von Streumaschinenaufbauten 4.12.2 Serienmäßige Anbauteile am UNIMOG-Fahrgestellrahmen 4.12.3 Aufbau auf die Pritsche 4.12.4 Aufbau auf den Pritschenzwischenrahmen mit Kugelpunkten 4.12.5 Aufbau eines Gerätemontagerahmens an die Geräteanbaupunkte 4.12.6 Aufbauraum auf linkem Rahmenlängsträger unter dem Fahrerhaus...
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4.13 Heckanbau 4.13.1 Anbauböcke hinten (Code D 50) 4.13.2 Geräteanbau an den hinteren Anbaupunkten 4.13.3 Heckkraftheber Geräteantrieb Mechanischer Antrieb 5.1.1 Hinweise zum Übersetzungsverhältnis 5.1.2 Allgemeine Hinweise für mechanischen Antrieb 5.1.3 Sicherheitshinweise zum mechanischen Geräteantrieb 5.1.4 Zapfwellenantrieb 5.1.4.1 Allgemeines 5.1.4.2 Technische Daten Zapfwelle und Zapfwellengetriebe 5.1.4.3 Zapfwellenprofil 5.1.5...
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5.1.10.3 Kräfte im Gelenkwellensystem 5.1.10.4 Beugewinkel 5.1.10.5 Zusammenbau der Gelenkwelle Hydraulik Allgemeines zur Hydraulik 6.1.1 Übersicht der Hydraulikkreise beim UNIMOG 6.1.2 Allgemeine Hinweise zur Verwendung der Fahrzeughydraulik Schnittstellen/ Anschlüsse 6.2.1 Daten zu den Anschlüssen 6.2.2 Anschlüsse vorne 6.2.3 Anschlüsse mitte 6.2.4...
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7.1.1 Daten der Fahrzeugelektrik 7.1.2 Beleuchtung Elektrische Leitungen Stromabnahme – Zusatzverbraucher Elektrische Schnittstellen 7.4.1 Steckdosen im Fahrerhaus 7.4.2 Gerätesteckdose an der Fahrzeugfront 7.4.3 Anhängersteckdosen am Fahrzeugheck 7.4.4 Gerätesteckdose am Batteriekasten 7.4.5 Motorfernbedienung 7.4.6 Stecker für Steckdosen 7.4.7 W-Codes Geschwindigkeitssignal (C 3) und wegabhängiges Signal (C 4) Spannungswandler Elektromagnetische Verträglichkeit Technische Daten...
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9.5.3.1 Schweißnahtvorbereitung 9.5.3.2 Vorschriften für die Schweißnahtvorbereitung 9.5.3.3 Schweißfolge 9.5.3.4 Schweißnahtnachbehandlung 9.5.3.5 Beispiel einer Verschweißung Rahmeneinkürzung Radstandsänderungen Anbauteile und Zusatzaggregate 9.8.1 Befestigung am Fahrzeug 9.8.2 Unterlegkeile 9.8.3 Reserverad 9.8.4 Unterfahrschutz hinten 9.8.5 Seitliche Schutzvorrichtung (SSV) gemäß 89/297/EWG Schlußquerträger Fahrerhaus 10.1 Allgemeine Hinweise zum Fahrerhaus 10.2 Fahrerhaus kippen...
Allgemeines Grundsätzliche Hinweise Den Geräteherstellern und den Firmen, die Geräte am Unimog U300, U400 oder U500 an- oder aufbauen sollten folgende Unterlagen vorliegen: • Die aktuelle UNIMOG-Preisliste mit den lieferbaren Unimog-Typen und Sonderausstattungen • Das Technische Handbuch UNIMOG U300/U400/500 mit allen technischen Daten und wichtigen Zusatzinformationen •...
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Technische Handbuch kann zur Vorauswahl eines geeigneten Fahrzeugs dienen. Bei Bedarf können technische Detaildaten sowie Zeichnungsunterlagen per Email oder Fax unter Angabe der Firma und geplantem Aufbau beim Produktbereich UNIMOG, Abteilung Technik Entwicklung Fahrgestell (PBU/TES) angefordert werden; siehe unter Kapitel 1.3 „Technische Beratung und Genehmigung”.
Gemeinsamkeiten U300, U400 und U500 Das Fahrzeugkonzept (Verwindungssteifer Leiterrahmen mit geraden Längsträgern und geschraubten Querträgern, Motorlage, Lage des Zapfwellengetriebes, schraubengefederte Portalachsen, Nebenabtriebe, Hydraulik) ist bei allen Fahrzeugen gleich. • Das Antriebskonzept (Permanent-Allrad mit sperrbarem Längsdifferential und Achs-Differentialsperren) • Das Geräteanbaukonzept •...
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Wesentliche Unterschiede beim U500 sind: • Radstände: Kurzer Radstand: 3350mm Langer Radstand: 3900mm • Fahrzeugbreite: 2300mm • Rahmen: Längsträgerprofile 9mm statt 7mm stark • Rahmenüberhang hinter HA: beim langen Radstand 3900mm ist der Rahmenüberhang 230mm länger als bei allen anderen Fahrzeugen der UGN-Baureihen •...
Zulassung 1.5.1 Zulassung in Deutschland Der U300/U400/U500 wird ab Werk mit einem Kfz-Brief ausgeliefert, je nach Pritschenlänge bzw. Ausstattung erfolgt die Zulassung als Fahrzeugart Zugmaschine (Schlüssel-Nr. 8700) oder als Lastkraftwagen (Schlüssel-Nr. 0002, 1002, ...). Fest aufgebaute Geräte müssen von einem amtlich anerkannten Sachverständigen abgenommen und in den Kfz-Brief eingetragen werden. Für wechselbare, zeitweise angebaute Geräte gilt das Merkblatt für Anbaugeräte.
1.5.2 Abnahme/Zulassung im Ausland (EG-Raum) Abweichend von den nationalen Fahrzeugarten werden in den EG-Ländern die Unimog-Baureihen in die Fahrzeugklasse “N” (Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung) wie folgt eingestuft: • Klasse N1, Kraftfahrzeuge mit zul. Gesamtgewicht ≤ 3.5t • Klasse N2, Kraftfahrzeuge mit zul. Gesamtgewicht > 3.5t bis 12.0t •...
1. Die Systemfreigabe erhalten nur Geräte von Geräteherstellern, die Gerätesystempartner sind. 2. Die Systemfreigabe erhalten neu entwickelte oder im aktuellen Geräteprogramm vorhandene Geräte, die in der Kombination mit dem U300/U400/U500 abgestimmt und erprobt wurden und bezüglich Verkaufspreis und Marktbearbeitung den Anforderungen von PBU/V (Unimog- Vertriebsabteilung) entsprechen.
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Änderungen der DaimlerChrysler AG, Abt. PBU/TES, mitzuteilen. Die DaimlerChrysler AG wird dem Gerätehersteller daraufhin mitteilen, ob zur weiteren Gültigkeit der Freigabe/Bestätigung eine erneute Prüfung/Abnahme des Gerätes erforderlich ist. Wird bei technischen Änderungen am Gerät oder dessen Befestigung am UNIMOG-Fahrgestell die DaimlerChrysler AG nicht informiert, verliert die Freigabe/Bestätigung sofort ihre Gültigkeit.
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• Gegebenenfalls kann von der DaimlerChrysler AG ein Versuchsfahrzeug oder ein Vorführfahrzeug der Vertriebsabteilung im Rahmen eines „Fahrzeug-Benutzungsvertrags“ befristet zur Verfügung gestellt werden, andernfalls muß der Gerätehersteller für die Bereitstellung eines UNIMOG sorgen. • Kostenlose Bereitstellung der Fahrzeug-Geräte-An- bzw. Aufbaukombination für die DaimlerChrysler AG.
Geräteanbauanleitung In der Geräteanbauanleitung ist der Geräteanbau unter Berücksichtigung von unimogspezifischen Details, möglichst mit einer Fotodokumentation oder Explosionszeichnungen so zu beschreiben, dass die Arbeitsabläufe zum Anbau an den Unimog klar definiert sind und damit der Anbau ohne Sicherheitsrisiken möglich ist.
Gewährleistungsansprüche Gewährleistungsansprüche können nur im Rahmen des Kaufvertrags zwischen Käufer und Verkäufer geltend gemacht werden. Danach ist der jeweilige Verkäufer des Liefergegenstands dem Käufer gegenüber zur Gewährleistung verpflichtet. Gewährleistungsverpflichtungen übernimmt die DaimlerChrysler AG nicht, wenn • unsere An- und Aufbaurichtlinien nicht beachtet wurden , •...
Entspricht das aufgebaute Fahrzeug nicht den von der DaimlerChrysler gestellten Qualitätsanforderungen: • Müssen die Warenzeichen der DaimlerChrysler AG entfernt werden. • Ist der Aufbauhersteller produkthaftungsrechtlich der Hersteller des Gesamtfahrzeugs und übernimmt dafür die gesamte Verantwortung. Fremde Warenzeichen • dürfen nicht neben MB-Warenzeichen angebracht werden, oder •...
1.10 Korrosionsschutzmaßnahmen Wurden am Fahrzeug nachträglich Arbeiten durchgeführt, welche den Korrosionsschutz beeinträchtigen, so muß nach den Arbeiten für ausreichenden Korrosionsschutz gesorgt werden. Grundsätzlich sind folgende Punkte zu beachten: • Schweißarbeiten an unzugänglichen Hohlräumen vermeiden, • Bohr- und Schleifspäne entfernen, • Kanten entgraten, •...
Die Fahrgeschwindigkeit ist den jeweiligen Straßen- und Verkehrs- sowie Geländeverhältnissen anzupassen, wobei die Einflüsse des An-/Aufbaus bei Bremsvorgängen, Kurvenfahrten, Fahrten auf glatter Fahrbahn oder nicht befestigtem Untergrund, in Schräglage, an Steigungen oder im Gefälle etc. in vorausschauender Fahrweise zu berücksichtigen sind. Der Aufbauhersteller muss sicherstellen, daß...
1.13 Empfehlung Qualitätsmanagement-System Der VDA (Verband Deutscher Automobilhersteller) hat in einer Arbeitsgruppe den „Leitfaden zur Qualitätssicherung bei Anhänger-, Aufbauten- und Containerherstellern“, erschienen als VDA Band 8, auf der Basis DIN EN ISO 9000ff entwickelt. Wegen gesteigerten Qualitätsanforderungen der Kunden an die Fahrzeug-/Geräte-Kombination, nationalen und internationalen Produkthaftungsgesetzen, zunehmendem Kostendruck und aus Gründen des Wettbewerbs empfiehlt DaimlerChrysler den Geräteherstellern die Einrichtung eines Qualitätsmanagement-Systems mit folgenden Mindestanforderungen: •...
2.2.1 Allgemeine Hinweise Beim An- und Aufbau von Wechselgeräten bzw. bei Festaufbauten auf den UNIMOG sind die Straßenverkehrsvorschriften des jeweiligen Landes einzuhalten, wenn das Fahrzeug mit Geräten bzw. Aufbauten auf öffentlichen Straßen gefahren oder eingesetzt wird. In der Bundesrepublik Deutschland gelten die Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) und Straßenverkehrsordnung (StVO).
2.2.3 Merkblatt für Winterdienstgeräte In diesem Merkblatt sind die wesentlichen Forderungen, die der Gesetzgeber an Winterdienstfahrzeuge stellt, zusammengefaßt: “Im Sinne des Merkblattes sind Winterdienstfahrzeuge alle Schneeräumfahrzeuge und Streufahrzeuge mit integrierter Räum- und Streueinrichtung, die speziell für diesen Zweck gebaut wurden und die nur für einen solchen Einsatz verwendet werden können, sowie Fahrzeuge, die durch den wahlweisen Anbau von Schneeräum- oder Streueinrichtungen für diesen Einsatz umgebaut werden können".
2.2.4 Ausgestaltung und Anbringung der amtlichen Kennzeichen § 60 StVZO Auszug aus den Bau- und Betriebsvorschriften Das Kennzeichen ist an der Vorderseite und an der Rückseite des Kraftfahrzeugs fest anzubringen. An Fahrzeugen, an denen nach § 49a Abs.9 Leuchtenträger zulässig sind, darf das hintere Kennzeichen - gegebenenfalls zusätzlich - auf dem Leuchtenträger angebracht sein. Bei allen Fahrzeugen darf der untere Rand des vorderen Kennzeichens nicht weniger als 200 mm, der des hinteren Kennzeichens nicht weniger als 300 mm über der Fahrbahn liegen.
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Der Aufbauhersteller trägt bei An- oder Aufbauten, die mit DaimlerChrysler abgestimmt sind, die Verantwortung für: • die festigkeits- und fachgerechte Ausführung und Montage des An- oder Aufbaus • die Betriebs- und Verkehrssicherheit des An- oder Aufbaus, • die Betriebs- und Verkehrssicherheit von Teilen und Umbauten, die aus den eingereichten Unterlagen nicht ersichtlich sind, •...
CE-Zeichen Maschinenrichtlinie 89/392/EWG einschließlich 93/68/EWG. Der UNIMOG fällt nur bei bestimmten Ausführungen (z. B. Kipper, Kraftheber) unter die EG-Maschinenrichtlinie. Wir weisen darauf hin, daß ab 01.01.1995 (u. a.) alle An- und Aufbaugeräte, die komplette Maschinen im Sinne der EG-Maschinenrichtlinie (siehe oben) darstellen, dieser entsprechen, über eine Konformitätsbescheinigung verfügen und mit CE-Zeichen versehen sein müssen.
Schadenverhütung und Sicherheitsbestimmungen Allgemeine Hinweise Bei allen Arbeiten an oder mit dem Fahrzeug bzw. der Fahrzeug-Geräte-Kombination sind grundsätzlich die Unfallverhütungsvorschriften, besonders die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs aufgeführten Bestimmungen, Anweisungen, Richtlinien etc. zu beachten. Überführen von Fahrgestellen Fahrgestelle, bei denen die Hinterachslast weniger als 2300kg (U300) , 2500kg (U400) bzw. 2800kg (U500) beträgt, dürfen nicht auf eigener Achse überführt werden! Muß...
Druckluftleitungen und Kraftstoffleitungen aus Kunststoff sowie Bremsleitungen Vor dem Schweißen, Bohren, Schleifen und Arbeiten mit Trennscheiben • Kunststoffleitungen und Bremsschläuche abdecken, • wenn notwendig ausbauen. Nach Montage der Leitungen muß die Anlage auf Dichtigkeit geprüft werden. Müssen im Fahrzeug nachträglich Leitungen (z. B. Hydraulikleitungen von An- bzw. Aufbaugeräten) verlegt werden, so dürfen diese nicht an Leitungen des Fahrgestells (z.
Schweißarbeiten Siehe auch Kapitel 6.4.2 “Schweißen am Rahmen”. Bei Schweißarbeiten mit elektrischen Schweißgeräten beachten: • Schweißarbeiten am Fahrgestell dürfen nur durch Fachpersonal ausgeführt werden. • Plus- und Minusklemmen der Batterien abnehmen und abdecken. • Masseklemme des Schweißgeräts direkt mit dem zu schweißenden Teil verbinden •...
Federn Nur MERCEDES-BENZ Originalfedern, die für den jeweiligen Typ freigegeben sind, verwenden. Federverstärkungen und Stoßdämpferänderungen sind nicht erlaubt! Federunterlagen bzw. Federerhöhungen sind nur in Abstimmung und mit schriftlicher Genehmigung durch die Abteilung PBU/TES erlaubt! Bei Montagearbeiten dürfen die Oberflächen und der Korrosionsschutz der Federn nicht beschädigt werden. Bei Schweißarbeiten sind die im Kapitel 3.6 beschriebenen Schutzmaßnahmen zu treffen.
Elektrische Anlage • Motor nie ohne fest angeschlossene Batterien starten (Batteriepolschrauben angezogen). • Falsche Polung der Versorgungsspannung kann die Steuergeräte zerstören. • Bei laufendem Motor die Anschlußklemmen der Batterien nicht lösen oder abnehmen. • Bei entladenen Batterien kann der Motor mit Starthilfekabeln und den Batterien eines anderen Fahrzeugs gleicher Batteriespannung fremdgestartet werden.
3.10 Mobile Kommunikationssysteme Beim nachträglichen Einbau “Mobiler Kommunikationssysteme” (z. B. Telefon, CB-Funk) müssen folgende Anforderungen erfüllt werden, um spätere Betriebsstörungen am Fahrzeug zu vermeiden: 3.10.1 Geräteanforderungen • Das Gerät muß eine FTZ-Nr. haben und DIN VDE 0879, Teil 2 entsprechen. •...
Siehe auch Kapitel 7.7! 3.12 Geräteantriebe Für den Antrieb der Geräte bzw. Sonderaufbauten, die über Nebenabtriebe vom Motor des UNIMOG aus angetrieben werden, stehen verschiedene Nebenabtriebs- und Zapfwellenantriebsausführungen mit unterschiedlichen Drehzahlen und abzunehmenden Leistungen zur Verfügung (siehe auch Kapitel 5).
Änderungen an Fahrzeugkomponenten, die Gegenstand des Zulassungsverfahrens bzw. der Typprüfung (ABE) sind, führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und erfordern eine neue amtliche Zulassung. Das UNIMOG-Fahrgestell bietet den Geräteherstellern zahlreiche Möglichkeiten des Gerätean- und aufbaus: vorn Anbau an die Frontanbauplatte D11 (U300/U400) oder D12 (U500) siehe Kapitel 4.11.2, Anbau an den Integralträger, siehe Kapitel 4.11.3,...
Kippen gesichert sein. Auf Hebebühnen sind die Reifenaufstandsflächen zur Reduzierung von (Fahrwerks-) Verspannungen anzufeuchten. Fahrzeugabänderungen Das UNIMOG-Fahrgestell ist so konzipiert, daß Gerätean- und aufbauten in der Regel an den vorgesehenen Geräteanbaupunkten ohne Änderungen am Fahrgestell durchgeführt werden können. Sind dennoch Änderungen erforderlich, ist vorher PBU/TES zu informieren, bzw. eine Genehmigung zu beantragen.
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Sollte eine Änderung der räumlichen Anordnung der Bremsaggregate im Fahrgestell unumgänglich sein, sind Leitungen und Anschlußteile gleicher Qualität und Dimensionierung zu verwenden sowie ggf. das Zeitverhalten der Bremsanlage zu überprüfen (TÜV). Ab Werk gelieferte Fahrzeuge entsprechen den EG-Richtlinien und den nationalen Vorschriften (teilweise ausgenommen sind Fahrzeuge für außereuropäische Länder).
Abmessungen und Gewichtsangaben Abmessungen und Gewichtsangaben können den Zeichnungen, CAD-Datensätzen, Aufbaurichtlinien und dem technischen Handbuch entnommen werden. Diese beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, auf die serienmäßige Fahrzeugausrüstung. Gewichtstoleranzen von +5% in der Fertigung sind nach DIN 70020 zulässig und müssen berücksichtigt werden. Achtung: Sonderausrüstungen sind zusätzlich zu berücksichtigen, ggf.
Übersicht der UNIMOG-Leergewichte zur Auslegung von An- und Aufbaugeräten Maximal zulässige Achslasten und Gesamtgewichte in Verbindung mit Reifen mit ausreichender Tragfähigkeit U 500 Fahrzeug/ U 300 U 400 Radstand 3350mm/ 3900mm Ausstattung Radstand 3080mm/ 3600mm Radstand 3080mm/ 3600mm Serie VA 4600...
Gewichtsverteilung Eine einseitige (asymmetrische) Gewichtsverteilung ist zu vermeiden. Die Radlastdifferenz darf maximal 10 % der vorhandenen Achslast betragen! Beispiel: tatsächliche Achslast 6.000 kg zulässige Radlastverteilung 2.700 kg bis 3.300 kg (10% Radlastdifferenz) Die Scheibenrad- und Reifentragfähigkeit ist unbedingt zu berücksichtigen. Bei einer Radlastdifferenz von mehr als 10% muß...
4.5.1 Einfederdiagramme 12000 U 300 HA 405 324 02 04 11000 10000 U 300 VA 405 321 02 04 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 Niveau RUK über Radmitte in mm...
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12000 U 400 VA 405 321 01 04 11000 10000 U 400 HA 405 324 01 04 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 Niveau RUK über Radmitte in mm...
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12000 U 500 HA 405 324 03 04 11000 10000 U 500 VA 405 321 05 04 9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 Niveau RUK über Radmitte in mm...
Raumvektoren oder “direktes Messen“ im CAD-System. Weiterhin ist die Angabe bestimmter Punkte (wie z.B. Mitte Lenkrad oder Augenpunkt) in Koordinatenschreibweise wesentlich einfacher als die Relativbemaßung. Fahrzeugsystem Für alle UNIMOG-Fahrzeuge gilt folgende Definition der Fahrgestellkoordinaten: x-Achse: Längsachse mit positiver Richtung entgegen der Fahrtrichtung...
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Unter-, Ober-, Innenkante VA, HA Vorder-, Hinterachse Gesamtgewicht Angaben „links“/„rechts“ in Fahrtrichtung gesehen Fhs. Fahrerhaus Definition des Fahrgestellkoordinatensystems Lage des Koordinatennullpunktes mit positiver x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung 2 (U300/U400) bzw. 4 (U500) Bild 4.6.1: UNIMOG-Rahmen (Seitenansicht von links und Draufsicht)
Schwerpunkt Anmerkung: Berechnungshilfe als MS-Excel-Datei auf der CD-ROM vorhanden. 4.7.1 Allgemeines zum Schwerpunkt Die Gesamtschwerpunktshöhe (Fahrzeug mit An- bzw. Aufbau ohne Beladung) ist so niedrig wie möglich zu halten. Zur Beurteilung des Fahrverhaltens einer Fahrzeug-Geräte-Kombination ist nur die Lage des Gesamtschwerpunktes von Bedeutung, bei dem sich An- bzw.
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Bild 4.7.1: Achslastberechnung = Gewicht Gerät vorne l1 = Abstand des Schwerpunkts von G zur Vorderachse = Gewicht Gerät mitte l2 = Abstand des Schwerpunkts von G zur Vorderachse = Gewicht Gerät hinten l3 = Abstand des Schwerpunkts von G zur Vorderachse lv = Abstand des Gesamtgewicht-Schwerpunkts des leeren Fahrzeugs zur Vorderachse l = Radstand...
4.7.2.2 Schwerpunktskoordinate in z-Richtung (Schwerpunktshöhe) Zur Bestimmung der Gesamtschwerpunktshöhe h empfehlen wir folgende Vorgehensweise: • Reifenluftdruck prüfen, ggf. korrigieren. • Achslasten der Vorderachse G und der Hinterachse G in der Ebene bestimmen. • Um Einflüsse durch Einfederung bei der Messung zu vermeiden, sind die Fahrzeugfedern zu blockieren, z.B. durch Ausbau der Stoßdämpfer und Einbau eines passenden Abstandhalters.
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Formeln für angehobene Vorderachse: − − ⋅ ⋅ ⋅ ⋅ − α ² '² α stat stat Formel 4.7.2.2.1 Formel 4.7.2.2.2 Formeln für angehobene Hinterachse: − ...
4.7.2.3 Bestimmung der Gesamtschwerpunktslage rein rechnerisch Hierzu muß die Lage der Schwerpunkte der einzelnen Komponenten • Fahrgestell, • An- bzw. Aufbau relativ zum Fahrgestell, • evt. Lage der verbleibenden Nutzlast, bekannt sein. Zusätzlich muß der Einfederweg an Vorder- und Hinterachse, hervorgerufen durch den Aufbau bzw. die Beladung bekannt sein. Damit ergibt sich mit ausreichender Genauigkeit die Lage des Gesamtschwerpunktes: ...
Um die Rechnung zu vereinfachen, bestimmen wir fahrzeugseitig (wie in Kap. 4.7.2.2 beschrieben) den Schwerpunkt des Leerfahrzeuges im eingefederten Zustand*, somit entfällt in o.g. Formel die Subtraktion des Einfederweges x Feder * dazu wird das Fahrzeug auf das zulässige Gesamtgewicht beladen, die Federblockierung eingebaut und das Fahrzeug wieder entladen, somit wird beim leeren Fahrzeug bzgl.
Hinweis: Der am Rahmen/Aufbau vorhandene Kippwinkel ist durch einseitige Einfederung deutlich größer! Der statische Kippversuch darf nur von erfahrenen Personen mit Benutzung von geeigneten und ausreichend dimensionierten Sicherungseinrichtungen durchgeführt werden. Eine genauere Ermittlung des statischen Kippwinkels muß auf einer kippbaren Bühne erfolgen. 4.7.3 Fahrgestellschwerpunkte Fahrzeug/...
4.7.4 Maximal zulässige Schwerpunktshöhe Bei der Planung und Konstruktion des An- bzw. Aufbaus ist darauf zu achten, daß die Gesamtschwerpunktshöhe (Fahrzeug mit allen An- und Aufbauten und Nutzlast) möglichst niedrig ist. Die maximal zulässige Schwerpunktshöhe h der Fahrzeug-Geräte-Kombination kann nach der Grundregel Rutschen vor Kippen berechnet werden, d.h.
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Bei einem Reibungsbeiwert von µ = 0.7 gelten für Fahrzeuge mit der angegebenen Felgengröße folgende Werte: Fahrzeugtyp Felgengröße Reifengröße ET [mm] Spur [mm] [mm] Code Scheibenrad- U 300 11x20 335/80 R 20 1768 1263 R 24 437 401 05 01 U 300 11x20 super 365/80 R 20...
Asymmetrie 10% gilt z.B. = 0,9*h Formel 4.7.4.2: Schwerpunktshöhe bei Asymmetrie maxneu 4.7.5 Stabilisatoren Bei allen UNIMOG sind serienmäßig Stabilisatoren in der Lenkerführung an Vorder- und Hinterachse integriert. Dadurch werden auch bei An- und Aufbauten mit hohem Schwerpunkt akzeptable Fahreigenschaften gewährleistet.
Beispiel: • vereiste Fahrbahn µ ≈ 0,1 • neuer UNIMOG Reifen auf trockener Fahrbahn µ ≈ 0,7. Bei der Projektierung eines Aufbaues sollte daher immer gelten: µ >0,7 Bei µ = 0,6 bis 0,7 ist eine Bewertung der Fahrzeug-Geräte-Kombination durch einen praktischen Fahrversuch erforderlich (Einfluß der Fahrdynamik).
Allgemeine Hinweise zu Fahrzeugkomponenten 4.8.1 Fahrzeugüberhang vorne / hinten Überhang vorne: siehe Gerätevorbaumaße im Merkblatt für Anbaugeräte, Kap. 2.2.2 Überhang hinten: • Zulässige Achslast, Rahmenfestigkeit und gesetzliche Vorschriften beachten! • Hinterer Böschungswinkel muß dem Einsatzprofil entsprechen. • Freiräume für die Anhängekupplung siehe Kap. 4.8.2. 4.8.2 Anhängekupplung Bild 4.8.1: Freiräume...
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• Zur Bestimmung der Kupplungsgröße ist das Lochbild im Schlußquerträger zu beachten. • Der Anhängerbetrieb ist nur zulässig, wenn die Anhängekupplung in Normallage steht und die nach StVZO vorgeschriebenen Freiwinkel eingehalten werden: mindestens ± 60° um die Hochachse, mindestens ± 20° um die Querachse, mindestens ±...
4.8.3 Bereifung Der An- und Aufbauhersteller muß sicherstellen, • daß freigegebene Räder und Reifen mit ausreichender Tragfähigkeit verwendet werden, • daß die zulässigen Achslasten eingehalten werden, • daß der in der Betriebsanleitung angegebene Reifenluftdruck eingehalten wird, • daß ausreichender Freiraum auch bei maximaler Verwindung, maximalen Achslasten und maximalem Lenkeinschlag zwischen Bereifung und Fahrgestellteilen (Kotflügel, Radkasten, etc.) vorhanden ist, •...
4.8.5 Motor-Luftansaugung Veränderungen der Motor-Luftansaugung sind nicht zulässig (die Luftansaugung ist Bestandteil der ABE). • Bei Feuerwehrfahrzeugen (Waldbrand) Luftansaugung gegen Funkenflug schützen. • Bei Fahrzeugeinsatz in extremen Staubanfall Zusatzzyklon vorsehen. 4.8.6 Geräuschdämmung Serienmäßig eingebaute Teile zur Geräuschdämmung sind Bestandteil der zertifizierten Fahrzeugkomponenten in der ABE und dürfen deshalb nicht abgebaut, versetzt, ausgeschnitten oder anderweitig abgeändert werden.
4.8.7 Auspuffanlage Änderungen an der Schalldämpferanlage sind nicht zulässig, da Art und Lage in der ABE festgelegt sind. Arbeitseinsatzbedingtes Verlegen des Auspuffendrohres ist zulässig. Zum Beispiel bei Kranarbeiten im Standbetrieb kann am Endrohr des Schalldämpfers ein Verlängerungsrohr mit gleichem Querschnitt angeschlossen werden, Bei langsamer Fahrt (z.B. Arbeiten mit Plattenverdichtern) kann das Endrohr gedreht werden. Bild 4.8.2: Biegeradien Bei der Fahrt auf öffentlichen Straßen muß...
4.8.9 Bremsanlage Beim UNIMOG ist die automatische lastabhängige Bremskraftregelung (ALB) serienmäßig. Änderungen an der Lage des ALB-Ventils, der ALB-Hebel (Kinematik) und des Anlenkpunktes an der Hinterachse sind nicht zulässig. Würden dennoch Änderungen durchgeführt, muß eine Abnahme durch PBU/TES erfolgen sowie die Einstellung in einer UGV, einer Mercedes-Benz-Service-Station oder einem autorisierten Bremsendienst durchgeführt werden.
4.8.10 Seitenmarkierungsleuchten (§51a StVZO) Fahrzeuge, die in der EG zugelassen werden sollen und eine Gesamtlänge von über 6m besitzen, müssen gemäß EG-Richtlinie 46/756/EWG mit Seitenmarkierungsleuchten mit integriertem Rückstrahler ausgerüstet werden. Ab Werk gibt es keine U300/400-Variante, die länger als 6m ist. Das heißt nur bei Fahrzeugen mit in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Festaufbauten (nicht bei Wechselaufbauten!), bei denen die 6m-Grenze überschritten wird, müssen die Leuchten nachgerüstet werden.
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Bild 4.8.3: Anordnung der Seitenmarkierungsleuchten...
4.8.11 Wartung und Instandsetzung Wartung und Instandsetzung des Fahrzeuges dürfen durch den Aufbau nicht unnötig erschwert werden. Wartungsstellen und Aggregate müssen gut zugänglich sein. Bei einem Aufbau ist insbesondere die Zugänglichkeit der Bremsflüssigkeitsvorratsbehälter (nur U300) zu gewährleisten. Wir empfehlen: • Wartungsklappen oder lösbare Rückwände einbauen.
Gegengewichte oder Ballast sind unverrückbar anzubringen und gegen Abheben zu sichern. Die Transportstellung ist eindeutig festzulegen, z.B. UNIMOG mit Schneefräse im Frontanbau und gesichertem Gegengewicht auf der Pritsche. Die beweglichen Geräteteile sind spielfrei zu verspannen und möglichst mechanisch zu verriegeln.
4.10 Aufbauten mit veränderlicher Gesamtschwerpunktlage beim Arbeiten Bei Geräten, die während des Arbeitens fahren und dabei die gesamte Schwerpunktslage nachhaltig verändern z.B. Schwenken eines hydraulischen Armes mit Mähkopf, sind zusätzlich die in den Kapiteln 4.10.1 und 4.10.2 beschriebenen Prüfungen erforderlich! Im folgenden werden die zusätzlichen Prüfungen anhand von Auslegermähgeräten erläutert.
4.11 Frontanbau 4.11.1 Allgemeine Hinweise zum Frontanbau Es gibt zwei Möglichkeiten, den Anbauraum vorne beim UNIMOG zu nutzen: • Anbau an die Frontanbauplatten D 11 / D12, siehe Kapitel 4.12.2, • Anbau an den Integralträger, siehe Kapitel 4.12.3. Beim Geräteanbau an die Frontanbauplatte sind •...
Die Frontanbauplatte am UNIMOG U300/U400 (Code D11) entspricht der DIN 76 060 Form B (Frontanbauplatte Größe 3 und ist wahlweise auch für U500 erhältlich . Die Frontanbauplatte am UNIMOG U500 (Code D12) entspricht der DIN 76 060 Form A (Frontanbauplatte Größe 5) und ist wahlweise auch für den U 400 erhältlich.
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Bild 4.11.2: Frontanbauplatte Größe 3 nach DIN 76060 Form B...
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Bild 4.11.2: Frontanbauplatte Größe 5 nach DIN 76060 Form A Bei Fahrzeugen ohne Anbauplatte (Code D11/D12), ist ab Werk zwischen den beiden Integralträgerhälften ein Rohrquerträger montiert. Wird bei Fahrzeugen mit Code D11/D12 die Anbauplatte demontiert, ist der Rohrquerträger (ZB Querträger 405 520 00 48) nachzurüsten.
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Zur Gerätebefestigung an der Frontanbauplatte sind geeignete Klauen zu verwenden, die auf die Fangtaschen in der Frontanbauplatte abgestimmt sind. Passende, schraubbare Klauen für die Frontanbauplatte Größe 3 (Code D11) und Frontanbauplatte Größe 5 (Code D12) sind bei der Firma Schmidt Winterdienst und Kommunaltechnik GmbH in D-79837 St.Blasien erhältlich, Telefon +49(7672)412-0. Klaue Identnummer 9-4733-189910-3 gelb chromatiert für...
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Klaue Identnummer 150 026-3 GGG 40 galvanisch verzinkt für Frontanbauplatte Größe 5 Bild 4.11.4: Passende Klaue der Firma SCHMIDT für FAP D11...
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Lage der Zapfwelle N 08 relativ zur Frontanbauplatte D11 / D12: Bild 4.11.5: Anbauposition vorne Norm Norm U 300 (Form B) U 400 (Form B) U 500 (Form A) DIN 76 060 DIN 76 060 Form A Form B 1080 1120 1144 h-z*...
4.11.3 Geräteanbau an den Integralträger Serienmäßig ist der UNIMOG in der Frontpartie mit dem Integralträger ausgestattet, an dem z.B. auch die Frontanbauplatte befestigt wird. Der Gerätehersteller kann an den Integralträger eigene Trägerkonstruktionen entwickeln, z.B. Seilwindenhalter oder länderspezifische Anbauplatten oder das Anbaugerät zum Direktanbau an den Integralträger vorbereiten.
4.11.4 Zulässige Gerätegewichte/zulässige Kraft- bzw. Momenteneinleitung Frontanbauplatte Das maximale Frontgerätegewicht beträgt beim U 300 1.5t, beim U 400 1.8t und beim U 500 2.0t, jeweils bei 1m Abstand vor der Koppelebene, die maximale Achslast darf nicht überschritten werden (in den meisten Fällen Gegenballast am Fahrzeugheck erforderlich. . Das maximale seitliche Frontgewicht (z.B.
4.11.7 Vorbaumaße Fahrzeug Maß A Maß B Maß C* U 300 1150 U 400 1150 U 500 1142 Alle Maße in mm Maße U300/400 sind mit der Frontanbauplatte Gr.3,Code D11 gemessen. Maße U500 sind mit der Frontanbauplatte Gr.5,Code D12 gemessen. Das Maß...
4.11.8 Hinweise zum Anbau von Schneepflügen Schneepflüge, die an den Unimog U300/U400/U500 angebaut werden sollen, erhalten mit folgenden Voraussetzungen die Daimler-Chrysler Anbaubestätigung: 1. Korrekter Anbau an die Frontanbauplatte D11 oder D12 2. Hydraulischer Anschluss an H75: Zelle 1 (Anschluss 1 und 2, Schwenken) und an Zelle 2 (Anschluss 3 und 4, Heben/Senken).
Anbau eines Gerätes zwischen den Achsen, siehe Kapitel 4.12.10. Anmerkungen zum Unterfahrschutz hinten und den seitlichen Schutzvorrichtungen: Die UNIMOG-Baureihen sind von der Ausrüstungspflicht mit Unterfahrschutz befreit. Es benötigen lediglich U300/400 mit langem Radstand (3600mm) und der U500 (kurzer und langer Radstand) eine seitliche Schutzvorrichtung.
4.12.1.1 Konzipierung von Streumaschinenaufbauten Rechnerische Analysen zur Schwerpunktshöhe bei Streumaschinenaufbauten U300/U400/U500 sowie Erfahrungen aus praktischen Fahrversuchen mit beladenen Streuern haben gezeigt, dass es keinesfalls zulässig ist, wenn die Oberkante des Streuers das Fahrerhausdach des U300/U400/U500 in der Höhe überragt (siehe Skizze unten!). Das kann bei der Projektierung von Streueraufbauten eine einfache Hilfestellung sein - und ist auch optisch von jedermann leicht nachzuprüfen.
Varianten der Pritschenzwischenrahmen Pritschenzwischenrahmen 405 610 00 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 01 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 02 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 03 03 Bild 4.12.6: Vergleich der Höhen der lieferbaren Pritschenzwischenrahmen für den U300/U400, kurzer und langer Radstand Achtung: Die Leistungshydraulikkomponenten ragen ca. 90mm über den Pritschenzwischenrahmen hinaus!
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Pritschenzwischenrahmen 405 610 04 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 05 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 06 03 Pritschenzwischenrahmen 405 610 07 03 Bild 4.12.7: Vergleich der Höhen der lieferbaren Pritschenzwischenrahmen für den U500, kurzer und langer Radstand Achtung: Die Leistungshydraulikkomponenten ragen ca. 63mm über den Pritschenzwischenrahmen hinaus!
4.12.3 Aufbau auf die Pritsche Die Befestigung des Aufbaus auf der Pritsche ist vom Aufbauhersteller so anzulegen, daß die dynamischen Beanspruchungen aus Betriebslast und aus Transport (Straße und Gelände) sicher übertragen werden können. Für den Aufbau auf der Pritsche stehen bei bestimmten Pritschen-Baumustern Befestigungspunkte zur Verfügung. Bei einem Aufbau ist folgendes zu beachten: Der Aufbau ist spielfrei zu befestigen bzw.
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Pritschenabmessungen: Pritschenmaße: Länge (außen) Länge (innen) Breite (außen) Breite (innen) Höhe vorne (außen) Befestigungspunkte Höhe hinten (außen) im Pritschenboden Höhe Pritschenseitenwände (innen) Höhe Pritschenvorderwand (innen) Abstand Pritschevorderkante-Mitte Kugelaufnahme Mitte Kugelaufnahmen vorne-hinten Abstand Pritschehinterkante-Mitte Kugelaufnahme Mitte Kugelaufnahmen rechts-links Seitenkante Pritsche- Mitte Kugelaufnahme Höhe Pritschenunterkante- Mitte Kugelaufnahme...
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Maße [mm] Befesti- Rad- gungsp. Code Fahrzeug Pritschenart stand Außen Innen Kugelaufnahme je Seite ab Werk U 300/U 400 kurz 2500 2150 2400 2050 83,5 aufgebaut U 300/U 400 kurz 1750 2150 1650 2050 83,5 lose(kurz) ab Werk U 300/U 400 lang aufgebaut 3000...
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Übersicht über die lieferbaren Pritschen für den UNIMOG Bild 4.12.9: Übersicht über die lieferbaren Pritschen für U300 / U400...
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Bild 4.12.10: Übersicht über die lieferbaren Pritschen für U500...
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Bild 4.12.11: Pritschenwand vorne Anschlag bei seitlich geöffneter Pritsche beachten Bild 4.12.12: Eckrunge hinten Anschlag bei seitlich geöffneter Pritsche beachten...
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Die genaue Lage der Befestigungspunkte sind den entsprechenden Fahrgestellzeichnungen zu entnehmen. Bild 4.12.13: Befestigungspunkt Pritschenboden U300/U400 Bild 4.12.14: Befestigungspunkt Pritschenboden U500 Maximal einleitbare Kraft in die Befestigungspunkte: Bild 4.12.15: Maximal einleitbare Kraft am Befestigungspunkt Pritschenboden...
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Rückwandverschluß oben in Verbindung mit der Pendelbordwand: Verwendetes System: Runge „Kinne-Grip“ Merkmale: - maximale Innenbreite bei vorgegebener Außenbreite, - gefälliges Aussehen, - glatte Außenfläche (Verschluß steht nicht über), - Seitenwand wird ohne Rückwand in der Runge gehalten (Gerätebetrieb), - Runge kann mit einfachen Handgriffen abgenommen werden.
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Bohrungen im Pritschenboden zur Befestigung von Geräten In den UNIMOG Pritschenböden befinden sich jeweils vier Bohrungen, an denen ein Gerät, das sich auf dem Pritschenboden befindet, verschraubt werden kann. Am hinteren Ende der Pritsche befinden sich zudem noch zwei Vertiefungen zur Gerätezentrierung. Linke Fahrzeugseite in runder Form und auf der rechten in länglicher Form.
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Pritsche P40 Pritsche P27 Bild 4.12.17: Lage der Bohrungen im Pritschenboden...
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Die 4 serienmäßigen Bohrungen zur Gerätebefestigung auf der Pritsche mit Durchmesser 17mm können zum Schüttguttransport verschlossen werden. Zur Streuerbefestigung empfehlen wir vorne die Montage von einer Ringmutter M16 nach DIN 582 in Kombination mit jeweils zwei Verstärkungsplatten 80mmx80mmx5mm (siehe Zeichnung). Für die Streuerbefestigung hinten empfehlen wir zugelassene Ketten, die diagonal mit Ringmuttern mindestens M16 in den Anbaupunkten Code D50 befestigt werden.
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Kippzylinder: Beim UNIMOG sind unterschiedliche Kippzylinder lieferbar: • 002 553 45 05 ï U 300 und U 400, kurzer Radstand 3-stufig: • 002 553 47 05 ï U 300 und U 400, langer Radstand 4-stufig: • 002 553 56 05 ï U 300 und U 400, kurzer Radstand, bei N16-Pumpeneinbau 4-stufig: •...
4.12.4 Aufbau auf den Pritschenzwischenrahmen mit Kugelpunkten Zur Aufnahme der Pritsche auf dem Untergestell dienen Kugelpunkte und Kugelhalbschalen (Lage und Größe siehe CAD-Datensatz). Wird ein Gerät in gleicher Weise auf dem Fahrgestell aufgebaut - Kugelpunkte am Pritschenzwischenrahmen, Kugelhalbschalen am Gerät - ist zu beachten, daß...
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Befestigung der Kugelaufnahmen am Gerät bei Aufbau auf den Kugelpunkten Geräterahmen Kugelaufnahme Bild 4.12.20: Befestigung der Kugelaufnahmen Bei kippbaren Geräten sind die zwei gleichen Aufnahmen (A bzw. B) jeweils diagonal zu montieren, damit ist mit den beiden unterschiedlichen Steckbolzen kein falsches Abstecken möglich. Bei nicht kippbaren Geräten können 4 gleiche Kugelaufnahmen montiert werden.
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Der Aufbaurahmen ist in der Höhe über den Pritschenzwischenrahmenlängsträgern so zu konzipieren, daß an 4 Punkten des Aufbaurahmens Kunststoffplatten montiert sind, die im Abstand von 1,5 mm über den Pritschenzwischenrahmenlängsträgern liegen. Bei hoher Aufbaulast bzw. bei dynamischer Belastung z.B. beim Überfahren von Straßenunebenheiten, kann sich so der Aufbau über die Kunststoffplatten direkt auf den Pritschenzwischenrahmenlängsträgern abstützen.
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Bei Aufbauten, die über ihre Abstützungen das Fahrzeug ausheben können und die schnellwechselbar in den Kugelpunkten des Pritschenzwischenrahmens montiert werden sollen (z. B. eine Hubarbeitsbühne), ist die vordere Schnittstelle Pritschenzwischenrahmen/Fahrgestellrahmen zu verstärken. Dazu kann mit einem Befestigungsteil das D60-Lochbild genutzt werden (siehe Bild 4.12.19, Einzelheit x).
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Bild 4.12.24: Anbau der Befestigungsplatten RK 999 000 G 778 und Anbau der Bügelschrauben bei U300 / U400 Vorschlag für schnellwechselbare Aufbauten auf den Kugelpunkten, bei denen die Abstützung des Aufbaues das Fahrzeug ausheben können, z.B. bei Hubarbeitsbühnen oder bei schnellwechselbaren Absatzkipperaufbauten.
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Bild 4.12.25: Anbau der Befestigungsplatten RK 999 000 G 778 und Anbau der Bügelschrauben bei U500...
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Kippwarnleuchte Fahrzeuge mit Kipp-Pritsche (Kippzylinder H43) sind ab Werk mit einer roten Kippwarnleuchte (Code J 48 ) in der Instrumententafel ausgerüstet, die bei eingeschalteter Zündung aufleuchtet, sobald sich ein an der Pritsche montierter, kleiner Magnet nicht mehr in einer Position unmittelbar vor einem Kippkontrollsensor befindet.
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fahrgestellseitiger Kippkontrollsensor pritschenseitiger bzw. geräteseitiger Magnet MB-Nr.: 000 546 07 88 Beispielzeichnung (U300/400 kurzer Radstand mit hohem Pritschenzwischenrahmen) zur Einbaulage des Kippkontrollsensors am Pritschenzwischenrahmen für die Kippwarnleuchte . Alle weiteren Zeichnungen sind im Zeichnungsverzeichnis in verschiedenen Formaten abgelegt (dxf,dwg,wmf)!
4.12.5 Aufbau eines Gerätemontagerahmens an die Geräteanbaupunkte Geräte, die im Aufbauraum Mitte fest montiert werden sollen und sehr hohe Kräfte ins Fahrgestell einleiten (z.B. Kranaufbauten, Baggeraufbauten, Bohrgeräte, fest aufgebaute Hubarbeitsbühnen, usw.) benötigen einen Gerätemontagerahmen, der an den Geräteanbaupunkten des Fahrgestellrahmens montiert werden muß. Der Gerätemontagerahmen muß, um Steifigkeitssprünge im Verbundsystem Fahrgestellrahmen/Gerätemontagerahmen zu vermeiden, bis unter das Fahrerhaus reichen.
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Bild 4.12.26: Bohrungen im Fahrgestellrahmen für Geräteanbaupunkte (Datensatz in der CAD-Anlage)
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Bild 4.12.27: Bohrungen im Fahrgestellrahmen für Geräteanbaupunkte (Datensatz in der CAD-Anlage)
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Bild 4.12.28: Anbaubock mitte (D 60) Teile-Nummer A 427 551 03 21...
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In dem Rahmenlochbild für die Anbaupunkte D 60 ließe sich der in Bild 4.12.29 dargestellte, vom Gerätehersteller anzufertigende Geräteanbaubock (RK 999 000 G 958), montieren. Dieser kann hohe Kräfte über den eingeschweißten Bolzen (ø 45mm) formschlüssig in den Fahrgestellrahmen einleiten. Die seitliche Führung des Gerätemontagerahmens wird durch einen Überstand des Anbaubockes von 30 mm über den Fahrzeugrahmen gewährleistet.
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vordere Befestigungsplatte, als Sonderausstattung Code D70 ab Werk montiert lieferbar ZB Konsole A 405 520 10 33, an Befestigungsplatte A 405 611 00 11 Fahrgestellrahmen angeschweißt Vorschlag Anbaubock in der D 60- Rahmenbohrung RK 999 000 G 958* * Befestigungsteile sind vom Gerätehersteller anzufertigen, siehe CAD Datensatz.
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vordere Befestigungsplatte, als Sonderausstattung Code D70 ab Werk montiert lieferbar Befestigungsplatte A 405 611 00 11 Vorschlag Anbaubock in der D 60-Rahmenbohrung RK 999 000 G 958* * Befestigungsteile sind vom Gerätehersteller anzufertigen, siehe CAD Datensatz. Bild 4.12.31: Vorschlag: Aufbau Gerätemontagerahmen auf U500 für schwere Geräte (Kräne, Bagger, etc.)
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Befestigungsplatte Code D70 Teilenummer: A 405 550 01 39 (links) A 405 550 02 39 (rechts) Bohrung, auf der linken Fahrzeugseite schlecht zugänglich. Anmerkung: Auf der rechten Seite frei zugänglich. Bohrungen zur Befestigung der linken Seite des Gerätemontagerahmens. Bild 4.12.32 Befestigungsplatte...
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Soll auf den Gerätemontagerahmen (z.B. bei einem Ladekranaufbau) eine Pritsche aufgesetzt werden, z.B. die kippbare Kranpritsche P15 für den Radstand 3080mm, sind als Mercedes-Benz-Originalersatzteil in den UGVen und Niederlassungen die passenden Kugelzapfen zu beziehen. Der Kugelzapfen hat die Teilenummer 405 991 00 20. Bei Verwendung der (losen) Kranpritsche P15 sind die serienmäßig ab Werk mitgelieferten 2 Stück Unterlegkeile vom Gerätehersteller an geeigneter Stelle zu befestigen.
4.12.6 Aufbauraum auf linkem Rahmenlängsträger unter dem Fahrerhaus Auf dem linken Rahmenlängsträger befindet sich mit einer quadratischen Querschnittsfläche von 55mm x 55mm unter dem Fahrerhaus ein Freiraum. Dieser kann z.B. für eine Seilführung nach vorn oder Wasserschläuche o.ä. genutzt werden. Hinweis: Bei Fahrzeugen mit Anschlüssen der Leistungshydraulik vorne (Code H 93 und H 94) steht dieser Freiraum nicht zur Verfügung! 4.12.7 Anbau auf der rechten Fahrzeugseite bei langem Radstand...
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Achtung: Hydraulikanschluß mitte (H 68) Gerätesteckdose E 47 sitzt bei Druckleitung und Rücklauf Tank links auf der linken Seite des Batteriekastens! Bild: 4.12.35: Tank auf der linken Fahrzeugseite Bild 4.12.36: Geräteanbauraum auf der rechten Fahrzeugseite...
4.12.8 Sattelzugmaschine Der UNIMOG ist für den Einsatz als Sattelzugmaschine nur bedingt geeignet. Sollen die Freiräume nach ISO 1726, welche die Schwanenhalskontur des Aufliegers beschreibt, eingehalten werden, müssen erhebliche konstruktive Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Vor der Projektierung einer UNIMOG-Sattelzugmaschine ist bzgl. der Höhe des Sattelpunktes folgendes zu beachten: Der Sattelpunkt muß...
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Tabelle über die zulässige Dicke der mit den Radnaben montierten Radnabenabstützungen: Fahr- Radbolzen Radmutter Überstand Zulässige Dicke zeug über d des Radmutter Abstützflanschs* U 300 M20x1,5x69 Druckteller 11x20 super 12mm 11mm Lochkreis ∅ 205 6-Loch Darstellung mit Zusatznabe für Geräteabstützung: MB-Nr.
4.12.10 Anbau eines Gerätes zwischen den Achsen Für die Trägerbefestigung von Geräten, die zwischen Vorder- und Hinterachse montiert werden sollen (wie zum Beispiel Zwischenachskehrmaschinen, Erdhobel, o.ä.) sind die Geräteanbaupunkte nach Code D60 zu verwenden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Lagerdeckel des hinteren Stabilisatorlenkers (Bild 4.12.37) (Achsaufhängung Hinterachse) durch einen Geräteanbaubock zu ersetzen, siehe beiliegenden Vorschlag (Bild 4.12.38/ 4.12.39).
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Bild 4.12.40: Geräteanbaubock angebaut am Fahrzeug (linke Seite) Bild 4.12.41: Geräteanbaubock angebaut am Fahrzeug (Draufsicht) Trägerbefestigung für Geräteanbau zwischen den Achsen Das passende Gegenstück am Zwischenachs-Gerätemontagerahmen benötigt das Anschlußprofil RK 999 000 F 728.
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Bild 4.12.42: Halter RK 999 000 F 728...
4.13 Heckanbau 4.13.1 Anbauböcke hinten (Code D 50) Für den UNIMOG sind im hinteren Rahmenende Anbauböcke für den Geräteanbau lieferbar. Sie sind rechts und links in den Rahmenlängsträger (kraft- und formschlüssig) integriert. MB-Ersatzteilnummer Code Nr. Rechte Ausführung Linke Ausführung D 50...
4.13.2 Geräteanbau an den hinteren Anbaupunkten In den hinteren Anbaupunkten (Code D50) können Geräte bzw. Gerätemontagerahmen mittels 25er Bolzen schnellwechselbar befestigt werden. Schwere Geräte sind zweischnittig, d.h. über Platten links und rechts eines jeden Anbaubocks zu befestigen. Die hydraulische Versorgung der Heckanbaugeräte kann über die hinteren Anschlüsse der Kommunalhydraulik oder Leistungshydraulik erfolgen. Der elektrische Anschluß...
Geräteantrieb Antriebsmöglichkeiten An- und aufgebaute Geräte können vom Trägerfahrzeug UNIMOG: • mechanisch angetrieben werden (Nebenantriebe bzw. Zapfwelle vorne), • ölhydraulisch angetrieben/ angesteuert werden, • an die Fahrzeugelektrik angeschlossen werden (Stromversorgung, Signalübermittlung), • von der Fahrzeugdruckluftanlage mit Druckluft versorgt werden. Mechanischer Antrieb 5.1.1...
Schaltvorgänge nicht stattfinden dürfen (beim Schaltvorgang könnten die Synchronringe beschädigt werden). • Für Lieferbarkeit und Kombinationsmöglichkeiten der Sonderausstattungen ist die aktuelle UNIMOG-Preisliste maßgebend. • Bei Unklarheiten über die Eignung eines Nebenantriebes für die geplante Anwendung bitte bei der Abteilung PBU/ TES anfragen.
5.1.3 Sicherheitshinweise zum mechanischen Geräteantrieb Der Gerätehersteller trägt die Verantwortung dafür, daß die an der Zapfwelle/ am Nebenantrieb angeschlossenen Aggregate gegen unabsichtliche Betätigung bzw. nicht bestimmungsgemäße Verwendung geschützt sind (durch geeignete mechanische/ elektrische Sicherungen oder Warnhinweise). Rotierende Teile wie z.B. Gerätegelenkwellen sind entsprechend den jeweils gültigen Unfallverhütungsvorschriften abzudecken bzw. zu kapseln.
• Bei Arbeiten im Bereich von rotierenden Antriebswellen bzw. rotierenden Teilen der Aggregate nur eng anliegende Kleidung tragen. • Beim Stationärbetrieb muß das Fahrzeug gegen Wegrollen gesichert werden (Feststellbremse, Unterlegkeile). Ohne vorgeschriebene Schutzvorrichtung darf die Zapfwelle nicht in Betrieb genommen werden. •...
Gerätes die Synchronisierung im Getriebe behindert, Schaltvorgänge bei eingeschaltetem Nebenabtrieb sind elektronisch gesperrt. Kurzbezeichnung: Schneller Nebenantrieb Sehr schneller Nebenantrieb In der UNIMOG-Generalvertretung kann eine Maximaldrehzahl für den Nebenantrieb einprogrammiert werden (serienmäßiger frei wählbarer Zwischendrehzahlanschlag). Der Nebenantrieb N 19 ist für U 300 und U 400 nur bei langem Radstand (3600mm) lieferbar. 5.1.5.2...
5.1.5.3 Hydraulikpumpen für den Nebenantrieb N 16 Die Verantwortung für die Auswahl und Abstimmung der Komponenten hat der Gerätehersteller. Folgende Hydraulikpumpen können über den N 16 (4 Loch Flansch SAE C, 4xM12, Teilkreisdurchmesser 162 mm, Zentrierdurchmesser 127 mm) angetrieben werden: •...
5.1.5.4 Anschlußflansch/ Profil des Nebenabtriebes N 16 Bild 5.1.3: Anschlussflansch N 16 Anmerkung: Bei Code N 76 hat das Anschlußprofil die Teilenummer 425 264 05 06 (Profil ANSI B92.2 M-1980 (SAE) 30°PA, 21 Zähne, 16 / 32 Pitch).
5.1.5.7 Technische Daten Nebenabtrieb N 05 Der Nebenabtrieb N 05 wird über ein Stirnradgetriebe im Motor von der Nockenwelle des Motors angetrieben. Hinten am Motor befindet sich ein Flanschabtrieb, der über eine bei Motorstillstand schaltbare Klauenkupplung angetrieben wird. Der Nebenantrieb kann nur bei Motorstillstand und eingeschalteter Zündung zugeschaltet werden! Die ab Werk lieferbare Leistungshydraulik (Code H63/64/65) wird über eine Gelenkwelle vom Nebenabtrieb N 05 angetrieben.
5.1.6 Lageschema der Antriebe 5.1.6.1 N 05 / N 08 / N 16 / N 19 N 05 N 16 N 19 N 08 (nur bei langem Radstand lieferbar) Bild 5.1.6: Lageschema Nebenantriebe, Ansicht von oben...
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N 19 N 08 (für U300/U400 nur N 05 N 16 bei langem Radstand (3600mm) lieferbar) Bild 5.1.7: Lageschema Nebenantriebe, Ansicht von der Seite Die Lage der Antriebe ist bei allen U 300/ U 400 mit Motor OM 904 bezogen auf die Fahrgestellkoordinaten gleich. Die Maße lassen sich auch aus dem CAD-Datensatz entnehmen.
5.1.6.2 Lage der Zapfwelle N 08 relativ zur Frontanbauplatte D 11/ D12 Bild 5.1.8: Anbauposition vorne Norm Norm U 300 (Form B) U 400 (Form B) U 500 (Form A) DIN 76 060 DIN 76 060 Form A Form B 1080 1120 1144...
5.1.7 Maximal verfügbare Leistung an der Zapfwelle/ an den Nebenantrieben Die maximal verfügbare Leistung kann näherungsweise wie folgt ermittelt werden: 1. Ermittlung der Motordrehzahl, bei der die Leistung abgenommen werden soll (z.B. bei Zapfwellennormdrehzahl 1000 min , Übersetzung Zapfwellengetriebe i = 2,139, daraus ergibt sich eine Motordrehzahl von 2139 min 2.
Zuschalten des Nebenabtriebes aktiviert. Ab Werk ist beim Code M12 der Wert 1800 min Maximaldrehzahl parametriert. In der Unimog-Generalvertretung kann mit einem Einstellgerät elektronisch ohne großen Aufwand jeder beliebige Drehzahlgrenzwert parametriert werden. So können zum Beispiel am Nebenabtrieb angeschlossene Pumpen vor dem Antrieb mit zu hoher Drehzahl geschützt werden.
5.1.10 Gelenkwellen zum Geräteantrieb 5.1.10.1 Allgemeines zur Gelenkwellenanordnung Die Gelenkwellen sind so anzuordnen, daß ungleichförmiger Lauf in allen Arbeitsstellungen des Anbaugerätes ausgeschlossen ist. Die Schiebestücke der Gelenkwellen sind so zu wählen, daß auch bei maximaler Momentübertragung leichtgängiges Verschieben möglich ist. Vorzugsweise sind bei hohen Momenten Kugelführungsprofile anzuwenden.
5.1.10.2 Räumliche Gelenkwellenanordnung Eine räumliche Anordnung liegt dann vor, wenn die Beugung in zwei Ebenen erfolgt, d.h. die An- und Abtriebswelle sich räumlich versetzt kreuzen. Eine gemeinsame Ebene wie bei der W- oder Z-Beugung ist nicht vorhanden. Um die auftretenden Drehzahlschwankungen auszugleichen, muß ein Versatz der inneren Gelenkwellengabeln erfolgen.
Bild 5.1.11: Räumliche Gelenkwellenanordnung 5.1.10.3 Kräfte im Gelenkwellensystem Durch die Beugewinkel im Gelenkwellenstrang werden Kräfte eingeleitet. Bei einer Längsverschiebung der Gelenkwelle unter gleichzeitiger Einwirkung von Kräften und Momenten entstehen weitere zusätzliche Kräfte. Art, Größe und Richtung der zusätzlichen Kräfte sind abhängig vom jeweiligen Betriebszustand und der Art der Gelenkwellenanordnung.
Um Drehzahlschwankungen auszugleichen, müssen die inneren Gelenkgabeln versetzt angeordnet werden! Bild 5.1.12: Z-Anordnung der Gelenkwelle Bild 5.1.13: W-Anordnung der Gelenkwelle 5.1.10.5 Zusammenbau der Gelenkwelle Gleichlaufoptimierung Alle fahrzeugseitigen Gelenkwellen sind statisch und dynamisch ausgewuchtet, um Vibrationen zu vermeiden. Sie sind entsprechend gekennzeichnet.
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Hinweise: Je nach Ausführungsart befindet sich eine der beiden Markierungen unter der Gummimanschette. Geräusche und Vibrationen: Geräusche und Schwingungen können auftreten: • Wenn die Drehzahl eines Geräts zu hoch oder zu niedrig ist. • Durch Schwingungen, die über das Arbeitsgerät kommen. •...
Hydraulik Allgemeines zur Hydraulik 6.1.1 Übersicht der Hydraulikkreise beim UNIMOG U300/U400/U500 Für den UNIMOG U300/U400/U500 sind bis zu 4 Hydraulikkreise lieferbar: Volumenstrom Druck Kreis Bezeichnung Code Nr. Einsatzzweck [l/min] [bar] Kommunalhydraulik H 02 Stellbewegungen Kreis 1: 20 Kommunalhydraulik H 06 / H 08...
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H 20 Hydraulik mit erhöhtem Systemdruck (240 bar) Erhöhter Systemdruck für Dauerverbraucher Kreis 2 H 43 Kippzylinder Mehrstufiger Kippzylinder sitzt mittig unter der Pritsche H 51 Hydraulischer Steckanschluß hinten, 2-fach Zelle1 2 Steckkupplungen hinten H 55 Hydraulische Steckanschlüsse hinten, 4-fach, Zelle 1 u. 2 4 Steckkupplungen hinten H 58 Zusätzliche Druckleitung 2.Kreis hinten...
6.1.2 Allgemeine Hinweise zur Verwendung der Fahrzeughydraulik Geräte, die in Verbindung mit der Fahrzeughydraulik bestimmungsgemäß betrieben werden sollen, sind abzustimmen auf: • die maximale, dem Fahrzeugsystem entnehmbare Ölmenge (siehe Kapitel 5.3.8), • die entsprechend der maximalen Fördermenge erforderlichen Durchflußquerschnitte (Leitungsnennweiten etc.), •...
Bei Anschluß von Geräten an den Kreis 1 ist zu beachten, daß nicht vorne und hinten Geräte an die selbe Zelle (Farbe) angeschlossen werden dürfen. Doppeltwirkende Zylinder dürfen jeweils nur an einer Zelle (Farbe) angeschlossen werden, und zwar so, daß die Betätigung mit den Bewegungen des Arbeitsgerätes sinngemäß...
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Anschlüsse der Leistungshydraulik vorne Insgesamt können für den Gerätebetrieb vorne max. 13 Anschlüsse geliefert werden. Vorne können neben den Kommunalhydraulik-Kreisen 1 und 2 entweder der geschlossene Kreis (Code H 93) oder der offene Kreis (Code H 94) montiert werden. Die Anschlüsse für die Leistungshydraulik vorne sind durch farbliche Abdeckungen gekennzeichnet •...
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Bei Code H93 oder H94 ist der Freiraum für Leitungen bzw. Seilführung auf dem linken Rahmenlängsträger durch die nach vorn geführten Hydraulikleitungen belegt. Anmerkung: Der (drucklose) Leckölanschluss ist ausschließlich für an die Leistungshydraulik Variopower angeschlossene Geräte nutzbar, keinesfalls für Geräte, die hydraulisch an der Kommunalhydraulik angeschlossen sind (-> getrennte Systeme!). Bild 6.2.4: Leistungshydraulikleitungen auf der linken Rahmenseite Bei H93 sind an der linken Fahrzeugseite Schlauchleitungen (3 Stück) verlegt, die über T-Stücke an den Stutzen am Pritschenzwischenrahmen angeschlossen sind.
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Bei der geräteseitigen Leitungsfortführung sollten die Anschlüsse mit den selben Farben gekennzeichnet werden. (geschl. Kreis rot, offener Kreis grün). serienmäßige Anschlüsse bei Code H64 serienmäßige Anschlüsse bei Code H63 (offener Kreis). (geschlossener Kreis) Rücklauf Muffe Druckleitung Stecker Druckleitung Stecker Rücklauf Muffe (Außengewinde) (Überwurfmutter mit (Überwurfmutter mit...
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Schlauchleitungsverlegung bei H94. Anschluss der Schlauchleitungen über T-Stücke an den seitlichen Stutzen. Bild 6.2.7: Schlauchleitungsverlegung bei H94...
Bild 6.2.8: Detailaufnahme der Leitungen bei H94 im Bereich der vorderen, linken Pritschenzwischenrahmenbefestigung. Insgesamt können für den Gerätebetrieb vorne max. 13 Anschlüsse geliefert werden. Vorne können neben den Kommunalhydraulik-Kreisen 1 und 2 entweder der geschlossene Kreis (Code H 93) oder der offene Kreis (Code H 94) montiert werden.
6.2.3 Anschlüsse mitte (H 68) Oberhalb des Kraftstofftankes, auf der in Fahrtrichtung rechten Seite hinter dem Fahrerhaus. Nur für Kreis 2. Bild 6.2.9: Lage der Anschlüsse H68...
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Anschlüsse der Leistungshydraulik mitte Die Anschlüsse der Leistungshydraulik sind in den Pritschenzwischenrahmen integriert. Alle Anschlüsse befinden sich im linken Längsträgers des Zwischenrahmens. Bild 6.2.10: Anschlüsse der Leistungshydraulik am Pritschenzwischenrahmen Druckleitung Rücklauf geschlossener Kreis, offener Kreis, Stecker Muffe (Außengewinde) Rücklauf Druckleitung geschlossener Kreis, offener Kreis, Muffe Stecker (Überwurfmutter mit Innengewinde) Leckölleitung offener / geschlossener Kreis...
6.2.4 Anschlüsse hinten Am Fahrzeugheck, oberhalb des Schlußquerträgers. Bild 6.2.11: In Fahrtrichtung links Bild 6.2.12: In Fahrtrichtung rechts À Â Á Ã Insgesamt können für den Geräteanbau hinten max. 6 Hydraulikanschlüsse geliefert werden. Somit können Geräte hinten nur an die Kreise 1 und 2 und an den Separaten Rücklauf angeschlossen werden.
6.2.6 Draufsicht Leistungshydraulik Kippzylinder Tank Kugelpunkt Gelenkwelle Ölkühler mit Motorabhängiger Elektrolüfter Nebenantrieb Verstellpumpe Verstellpumpe offener Kreis geschlossener Kreis Anschlüsse Leistungshydraulik Anschlüsse Leistungshydraulik offener Kreis geschlossener Kreis Druckleitung, Rücklauf Druckleitung, Rücklauf Bild 6.2.14: Lage der Anschlüsse der Leistungshydraulik am Pritschenzwischenrahmen...
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Bild 6.2.15: Schema Leistungshydraulik...
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Tank Leistungshydraulik erster Rohrquerträger des Pritschenzwischenrahmens Steckverbindung Bild 6.2.16: elektrische Steckverbindung der Leistungshydraulik Die Leistungshydraulik ist vollständig in einen 165mm (U300/U400) bzw. 190mm (U500) hohen Pritschenzwischenrahmen integriert. Die mechanische Befestigung dieses Rahmens ist identisch mit der Befestigung des 105mm (U300/U400) bzw. 134mm (U500) hohen Pritschenzwischenrahmens ohne Leistungshydraulik.
Hydraulikpumpen/ Antriebsleistungen 6.3.1 Hydraulikpumpen Hydraulikanlage Antrieb Volumenstrom Zahnradpumpe 16 cm³/ Umdrehung Einkreis ca. 45 l/ min bei 200 bar über Riemen von Motor angetrieben Kreis 1: Zahnradpumpe 8 cm³/ Umdrehung Kreis 1: ca. 20 l/ min bei 200 bar Zweikreis Kreis 2: Zahnradpumpe 16 cm³/ Umdrehung Kreis 2: ca.
6.3.2 Hydraulische Leistung / Eckwerte Die installierte mechanische Leistung wird allgemein nach folgender Formel berechnet: P = Leistung [kW] η Q = Fördermenge [l/min] = Druck [bar] η = Gesamtwirkungsgrad [-] (abhängig von Druck, Fördermenge/Drehzahl, Temperatur, Leckage, etc.) Anmerkung: Aufgrund der möglichen Wirkungsgradbandbreite wird zum Abschätzen des Leistungsbedarfes vereinfachend nur die Leistung aus den Hydraulik- Eckwerten Q (bei Motor-Nenndrehzahl) und p (Nenndruck) berechnet.
Bedienung der Fahrzeughydraulik 6.4.1 Hydraulikbedienteil Die gesamte Fahrzeughydraulik, d.h. bis zu vier Kreise werden über ein gemeinsames Bedienteil angesteuert, bestehend aus einer Bedienhebeleinheit und aus einer Leistungseinheit. Dieses Bedienteil ist im Fahrerhaus rechts neben dem Fahrersitz untergebracht. Grundhydraulikeinheit Leistungseinheit...
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Hauptschalter für die Hydraulikanlage Bedienhebel: - Betätigung der Stellbewegungen (Anschluß 1 bis 8) - Umschaltung wahlweise Zelle 1 u. 2 oder 3 u. 4 - Taster für Schwimmstellung (bei Betätigung in Richtung Heben oder Senken schaltet die Schwimmstellung ab) Tastenfeld für Schwimmstellung: - Kontrolleuchten zeigen an, welche Ebene akitiviert ist: (Zelle 1 u.
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Schalter für Druckaufbau Kreis 2 Mengenumschaltung: (war Kugelhahn bei SBU) - Grundeinstellung: 25 l/min auf Kreis 1 und 50 l/min auf Kreis 2 - bei betätigter Umschaltung 50 l/min auf Kreis 1 und 25 l/min auf Kreis 2 NEU!!! Summenumschaltung: - gesamter Volumenstrom (75 l/min) auf Kreis 2, - zum Antrieb eines Dauerverbrauchers Tastenfeld Leistungshydraulik:...
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Code J35 Hydraulik Fernbedienung Das Hydraulikbedienteil kann aus der Schaltkonsole entnommen, und an einer Konsole(Unimog-Zubehörteil: Komfort-Halterung für Bedienteil) montiert werden. Bei J35 kann das herausgenommene Bedienteil mittels einer elektrischen Steckverbindung vollständig abgenommen werden und z.B. mit einer, vom Gerätehersteller anzufertigenden Halterung am Türgriff (siehe rechtes Bild) befestigt werden. Zum elektrischen Anschluss befindet sich bei Code J35 an der rechten A-Säule eine Steckdose.
Für den Betrieb eines Dauerverbrauchers ist oft eine konstante Fördermenge notwendig. Beim UNIMOG verfügen beide Kreise der Leistungshydraulik (Kreise 3 und 4) deshalb über elektrisch angesteuerte Verstellpumpen. Vor dem Einsatz stellt der Fahrer den benötigten Volumenstrom des entsprechenden Kreises am Bedienteil ein . Der Volumenstrom kann in beiden Kreisen stufenlos zwischen 0 und der maximalen Fördermenge (Kreis 3: 125 l/min und Kreis 4: 90 l/min) eingestellt werden.
Nach dem Mischen ist die biologische Abbaubarkeit nicht mehr gegeben! Einsatz von Bioöl in UNIMOG-Fahrzeugen: Für die Befüllung von Neufahrzeugen ab Werk steht als Sonderausstattung ein biologisch abbaubares Öl zur Verfügung (Code H 97 Carbonsäure-Ester, Marke Panolin HLP 46 synthetisch). Es gibt eine werkseitige Freigabe. Die Freigabe von anderen Ölsorten ist in Vorbereitung.
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Dichtungshersteller: • FREUDENBERG Dichtungstechnik, 69465 Weinheim, Fax 06201-88-4489 • PARKER Prädifa, Arnold-Jäger-Straße, 74321 Bietigheim-Bissingen, Fax 07142-351293 Hinweise: Beim Umölen soll das Gerät entleert und mit Bioöl einmal durchgespült werden. Dieses Spülöl darf nicht wie unvermischtes Bioöl entsorgt werden! Mischungen von Bioölen mit Mineralölen sind möglich, aber nicht empfehlenswert! Carbonsäure Ester ist empfindlich gegenüber Wasser! Entsorgung: Die Entsorgung von Bioölen darf nicht in die Kanalisation oder direkt in den Boden erfolgen! Lediglich geringe Leckverluste belasten...
Absperrhahn Der Absperrhahn befindet sich am Fahrzeugheck, oberhalb des Schlußquerträgers auf der in Fahrtrichtung linken Fahrzeugseite. Bild 6.7.1: Absperrhahn Mit dem Absperrhahn läßt sich der Kippzylinder und somit die Pritsche gegen unbeabsichtigte Betätigung verriegeln.
Druckanschluß Kreis 2 mitte, 1 (Serie bei H 06 u.H 08) vorne werden größere Entnahmemengen benötigt, bei Steckanschlüsse Kreis 2 1 (Code H 68) mitte rechts Abteilung PBU/TES rückfragen hinten 1 (Code H 58) Tabelle 6.8.1: technische Daten Kommunalhydraulik des UNIMOG...
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Kommunalhydraulik Kreis I (H02/H06/H08) Funktion Senken Hinweis: Bei Hydraulik Kreis I i.V.m. H02/H06/H08 ist in der Funktion Senken keine Bremsfunktion bzw. Proportionalität (H08) vorhanden. Auswirkung: Bei Betätigung der Schwimmstellung können Geräte mit hohem Eigengewicht ungebremst zu Boden fallen (Achtung Unfallgefahr!). Abhilfe: Für Geräte, bei denen eine gebremste Senkfunktion notwendig ist, muss soweit nicht bereits vorhanden, ab sofort geräteseitig eine Senkdrossel vorgesehen werden, die auf das jeweilige Gerätegewicht abzustimmen ist.
Fördermenge verstellt werden, b) c) Steckanschlüsse Kreis 4 1 (Code H 94) vorne die max. Fördermenge kann bei Drehzahlen von mitte links 1 (Serie bei H 64/ H 65) 1800 bis 1900 min erreicht werden. Tabelle 6.8.2: technische Daten Leistungshydraulik des UNIMOG...
6.10 Liste der erforderlichen Anschlüsse für den Gerätebetrieb Liste der erforderlichen geräteseitigen Stecker bzw. Muffen zum Anschluß der Geräte an den UNIMOG: Bei der Firma Voswinkel GmbH, D-58540 Meinerzhagen sollten nur Anschlüsse in größeren Mengen bezogen werden. Einzelstücke, bzw. kleinere Mengen sollten über die HANSA-FLEX-Händler (siehe Kapitel 6.9), bezogen werden.
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Bestellnummer Kreis Anschluß Anschlußart Anschuß A Voswinkel M18x1,5 HP 12-2-L1218 M22x1,5 HP 12-2-L1522 Verschlußstecker M26x1,5 HP 12-2-L1826 Außengewinde M30x2 HP 12-2-L2230 Leichte und M22x1,5 HP 12-2-S1422 Schwere Reihe M24x1,5 HP 12-2-S1624 Druckleitung M30x2 HP 12-2-S2030 Separater M18x1,5 HP 12-2-N1218 Rücklauf M22x1,5 HP 12-2-N1522 Verschlußstecker...
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Bestellnummer Kreis Anschluß Anschlußart Anschuß A Voswinkel M26x1,5 HS 20-1-L1826 M30x2 HS 20-1-L2230 M36x2 HS 20-1-L2836 Verschlußmuffe M45x2 HS 20-1-L3545 Außengewinde Leichte und M30x2 HS 20-1-S2030 Schwere Reihe M36x2 HS 20-1-S2536 M42x2 HS 20-1-S3042 Druckleitung M52x2 HS 20-1-S3852 M26x1,5 HS 20-1-N1826 M30x2 HS 20-1-N2230 Verschlußmuffe...
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Bestellnummer Kreis Anschluß Anschlußart Anschuß A Voswinkel Druckleitung siehe Kreis 3 Druckleitung Verschlußmuffen offener Rücklauf siehe Kreis 3 Rücklaufleitung Verschlußstecker Kreis...
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Staubschutz für die Schraubkupplungen Bestellnummer Anschuß A für die Kreise 3 und 4 Voswinkel M24x2 HS 04-0-RT 001 für Stecker in den M28x2 HS 08-0-RT 001 Staubkappe Kreisen 3 und 4 M36x2 HS 10-0-RT 001 M42x2 HS 12-0-RT 001 M24x2 HS 04-9-RT 001 für Muffen in den M28x2...
Elektrik Allgemeine Hinweise zur Elektrik 7.1.1 Daten der Fahrzeugelektrik 24 V / 80 A Serie Drehstrom Lichtmaschine 24 V / 100 A SA Code M 37 2x 12 V 115 Ah in Reihe Serie Batterie 2x 12 V 140 Ah in Reihe SA Code E 20 Tabelle 7.1.1: Fahrzeugelektrik Den U300/U400/U500 gibt es nicht mit 12Volt Bordnetzspannung!
7.1.2 Beleuchtung Scheinwerfer einstellen Nach Fertigstellung eines Fahrzeuges mit Festaufbau muß die Scheinwerfereinstellung aus Gründen der Verkehrssicherheit überprüft werden (MERCEDES-BENZ Service-Station). Scheinwerfer-Einstellgerät verwenden. Scheinwerfer-Grundeinstellung beachten (siehe Typenschild). Einstellung der Scheinwerfer siehe Betriebsanleitung. Beleuchtung / Umrißleuchten Wird z.B. beim Betrieb von Anbaugeräten bei stehendem Fahrzeug eine Beleuchtungseinrichtung zu mehr als 50% verdeckt, so muß das Fahrzeug entsprechend gesichert werden.
Bei der Verlängerung von elektrischen Leitungen beachten: • Nur FLK-R-Leitungen mit gleichem Querschnitt und gleicher Grund- und Kennfarbe wie die Serienleitungen verwenden (FLK-R=Norm für Niederspannungsleitungen mit dünnwandiger Isolierung für die Anwendung im Straßenverkehr). • Die Leitungen müssen mit einem Isolierschlauch (bei GGVS-Fahrzeugen mit einem Wellschlauch) ummantelt werden (GGVS=Gefahrengutverordnung Straße).
Elektrische Schnittstellen 7.4.1 Steckdosen im Fahrerhaus Steckdose: 3-polig 3-polig Daten: 12 V / 15 A 24 V / 25 A SA-Code: E 37 J 08 Unterbringung: Hinter dem Fahrersitz Nur in Verbindung mit: Stecker: A 022 545 90 28 Stecker: 040 545 27 28 Anschlüsse: 12V+ (Klemme15) bei Zündung „an“, Masse, 24V+ (Klemme15) bei Zündung „an“, Masse,...
7.4.2 Gerätesteckdose an der Fahrzeugfront Auf dem Stoßfänger vorn links ist eine 7-polige Gerätesteckdose 24 V (ISO 1185) lieferbar. (Code E 45) Der passende Stecker hat die MB-Nummer A 004 545 21 28 und ist über die MB-Niederlassungen und UGVen zu beziehen. Die Kabelenden werden im Stecker über Schraubklemmen befestigt.
7.4.3 Anhängersteckdosen am Fahrzeugheck Am Schlußquerträger hinten links ist serienmäßig eine 15-polige Anhängesteckdose 24 V (ISO 12098) angebracht. Pinbelegung: Anordnung: Pin-Nummer Funktion/ Stromkreis Fahrtrichtungsanzeiger, links Fahrtrichtungsanzeiger, rechts Nebelschlußleuchte Masse Linke Schlußleuchte und Begrenzungsleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Rechte Schlußleuchte und Begrenzungsleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Bremsleuchte Rückfahrscheinwerfer 24 V, Dauerplus (Klemme 30), max.
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Optional kann auch noch eine 13-polige Anhängersteckdose 12 V (DIN ISO 11 446) geliefert werden, die hinten rechts am Schlußquerträger angebracht ist.(Code E 42). Pinbelegung: Anordnung: Pin- Funktion/ Stromkreis Nummer Fahrtrichtungsanzeiger, links Nebelschlußleuchte Masse Fahrtrichtungsanzeiger, rechts rechte Schlußleuchte und Begrenzungsleuchte und Kennzeichenbeleuchtung Bremsleuchte ABS Anhängersteck-...
7.4.4 Gerätesteckdose am Batteriekasten Diese Gerätesteckdose ist für Geräteaufbauten gedacht. (Code E 47). Sie ist auf der rechten Seite des Batteriekastens (auf der linken Fahrzeugseite) untergebracht. Bei Code C64 (Tank links bei langen Radständen) sitzt die Steckdose auf der linken Seite des Batteriekastens. Es handelt sich um eine 16-polige Gerätesteckdose.
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Der erforderliche Stecker (Baugröße 6) hat die folgenden Daten: Bestell-Nr. AMP MB-Nummer * • Steckergehäuse HB-K.16.STS-GR.1.21 Best.Nr. 51.42.42.16.07 A 043 545 15 28 • Steckereinsatz für Crimpanschlüsse HE.16.Sti.C Best.Nr. 43.12.16.41 A 043 545 19 28 • Crimpkontakte für Pin 1 bis 6, HE/ HA-C-Sti.Ag. 2.5mm² Best.Nr.
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Bild 7.4.5: Gerätestecker, Anschlüsse Bild 7.4.6: Gerätestecker Bild 7.4.7: Gerätesteckdose am Batteriekasten, geschlossen Bild 7.4.8: Gerätesteckdose, geöffnet...
7.4.5 Motorfernbedienung Möglichkeiten der Motorfernbedienung über Gerätesteckdose E47 und Code W05 Fernbedienung der Motorendrehzahl, insbesondere in der Kombination mit Nebenabtrieb N16 (Kran/ Bagger/ Hubarbeitsbühne), sowie für Not-Aus-Schaltungen an Geräten. Erforderliche Leistung der Widerstände 1W. Alle Pinnummern beziehen sich auf die Gerätesteckdose E47. Zur Motorfernbedienung muß...
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N 16 / N 19 N16 einschaltbar, wenn Kupplung getreten und EPS in Neutral oder ein Gang eingelegt ist Ist ein Gang eingelegt, und wird N16 zugeschaltet, kann kein Gangwechsel mehr erfolgen (außer Einlegen von Neutral). Motordrehzahleinstellung Über einen nach EPS-Masse Pin 16 angeschlossenen Widerstandswert im Bereich 2,2kOhm bis 7,2 kOhm läßt sich die Motordrehzahl im Bereich von 1000/min (2,2kOhm) bis 3200/min (7,2kOhm) vorgeben (Motornenndrehzahl 2200min Motordrehzahlfernbedienung Bei geöffnetem Drehzahlkreislauf (2 200 Ohm Kreis) läuft der Motor mit der Leerlaufdrehzahl.
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EPS-Elektronik X4/15-4: entspricht Anschluß UE Pin 15 in der Gerätesteckdose E47 Siehe auch Darstellung in Abschnitt 7.4.5 der An- und Aufbaurichtlinie Unimog U300 / U400. Erforderliche Leistung der Widerstände 1 W. Alle Pinnummern beziehen sich auf die EPS-Masse: entspricht Anschluß EPS-Masse Gerätesteckdose E 47.
Vorschlag einer Schaltung für Festdrehzahl 1200 min =PIN 15 Zustände: Grundzustand: S1 geöffnet, S2 geschlossen erhöhter Leerlauf: ca. 900 min : S1 geschlossen und S2 geschlossen Drehzahl ca. 1200 min : S1 geschlossen S2 geöffnet Zustände müssen nacheinander angefahren werden ! (Zeitabstand ca.
7.4.7 W-Codes Zur Steckdose E47 sind ab Werk folgende Parametrierungen erhältlich: • W01 Motor Stop-Funktion über Geräteanbau-Steckdose Sofortiger Motor-Stop (Not-Aus-Funktion) wenn Signal nach Spezifikation an Gerätesteckdose anliegt. (Anschluß an Pin 15, Aktivierung durch Aufbauhersteller) • W02 Motor Start-Stop-Funktion über Geräteanbau-Steckdose Sofortiger Motor Stop (Not-Aus-Funktion) wenn Signal nach Spezifikation an Gerätesteckdose anliegt.
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• W06 Ansteuerung Warnsummer im Instrument Steuert zentralen Warnsummer am Instrumentenbrett Fahrerhaus an, wenn Signal nach Spezifikation an der Gerätesteckdose anliegt. (Anschluß an Pin 15, Aktivierung durch Aufbauhersteller) • W14 Begrenzung der Motordrehzahl auf 1400/min bei aktiviertem getriebeseitigem Nebenabtrieb Bei aktiviertem getriebeseitigem Nebenabtrieb wird die Motordrehzahl auf den Wert 1400/min begrenzt. Wird der Motor, z.B. bei Bergabfahrt, über den Antriebsstrang angetrieben, so erfolgt automatisch eine Ansteuerung des zentralen Warnsummers am Instrumentenbrett Fahrerhaus bei einer Drehzahl von ca.
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Code L 49 Vorbereitung Dachleuchtenträger Bei sehr großen Frontanbaugeräten, zum Beispiel große Pflüge mit Windleitschirmen, sind möglicherweise in Transportstellung die Zusatzscheinwerfer L47 verdeckt. Gerätehersteller müssen darauf schon in den Verkaufsunterlagen hinweisen! Ab sofort kann der Code L49, Vorbereitung Dachscheinwerfer, bestellt werden. Bei Einschreibung dieses Codes können die Zusatzscheinwerfer L47 nicht bestellt werden.
Bei zwei in Reihe geschalteten Batterien darf die 12 Volt-Spannungsabnahme nicht dadurch erfolgen, daß man den Verbraucher nur an einer Batterie anklemmt. Elektromagnetische Verträglichkeit Beim UNIMOG sind die ab Werk eingebauten elektrischen und elektronischen Komponenten auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) im Fahrzeug überprüft. Werden geräte- oder aufbauseitig zusätzliche Komponenten eingebaut, die sich auf die elektromagnetische Verträglichkeit der Fahrzeugkomponenten auswirken, ist vom Geräte- bzw.
Technische Daten Serie Code M 37 Drehstromlichtmaschine 24V / 80A 24V / 100A Übersetzung Generator-Antrieb n 1 : 3.3 1 : 3.3 Motor Generator Leistung 2240 2800 Spannung Strom bei Generatordrehzahl [min 6000 6000 Anlasserleistung [kW] Batterie [Ah] (2x12V in Reihe) (2x12V in Reihe) Eine stärkere Batterie (2x12V in Reihe 140Ah) ist unter Code E 20 lieferbar Tabelle 7.8.1: Technische Daten der elektrischen Anlage...
Für zusätzliche oder größere Luftpresser gibt es am Fahrzeugmotor keine Anbaumöglichkeiten. Vorsicht: Die beim UNIMOG eingesetzte pneumatische Druckluftanlage ist eine Hochdruckanlage mit einem maximalen Betriebsdruck von 18.3 bar! Die Druckluftkreise sind durch vier Überströmventile mit begrenzter Rückströmung innerhalb des Vierkreisschutzventils gegeneinander abgesichert.
Anschluß für pneumatischen Nebenverbraucher Code Y31 Der Anschluß für pneumatische Nebenverbraucher sitzt auf der linken Seite des Bremsaggregatekastens, der sich auf der linken Fahrzeugseite unterhalb des Batteriekastens befindet. Hier kann ohne Eingriffe ins Fahrzeug direkt eine Druckluftleitung mit einem Schraubanschluss montiert werden.
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WABCO Dichtung WABCO 897 017 910 4 Überwurfmutter 891 650 071 4 WABCO Stutzen 893 120 471 4 Bild 8.4.2: Geräteanschluß an Y31 Bei Fahrzeugen, die nicht mit Y31 ausgestattet sind, gibt es keine direkte Anschlußmöglichkeit. In diesem Fall muß eine montierte Leitung gelöst und ein T-Stück eingesetzt werden.
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Bild 8.4.5: Blech links am Bremsenkasten, Bild 8.4.3: Pneumatikanschluß bei U 300 Bild 8.4.4: Pneumatikanschluß bei U 400/500 an dem die Pneumatikanschlüsse befestigt sind (bei U 300 / U 400 / U500).
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Sicherungsring 000 994 01 47 Alle genannten Teile mit MB-Nr. sind bei DaimlerChrysler Halteklammer 000 994 14 48 lagergängig und über die Unimog-Generalvertretungen Winkelstecker NG12 (Anschluß 8mm) 001 990 80 71 wahlweise und Mercedes-Benz-Niederlassungen zu beziehen. Winkelstecker NG12 (Anschluß 12mm)
Änderungen am Fahrgestellrahmen Rahmendaten U300 U400 U500 max. zGG ( mit Auflastung ) 10.2 t 12.5 t 16.0 t Rahmenspur (innen) 791 mm Rahmenbreite (außen) 805 mm 809 mm Längsträgerprofil [mm] 244 x 55 x 7 244 x 55 x 7 248 x 55 x 9 Werkstoff E460 TM bzw.
Werkstoffe der Fahrgestellrahmen Bei Radstandsänderungen und Rahmenverlängerung muß der Werkstoff des Verlängerungsstückes in Güte und Abmessungen mit dem serienmäßigen Fahrgestellrahmen übereinstimmen. Der Werkstoff des Fahrgestellrahmens beim UNIMOG ist E460 TM bzw. E500 TM. Bohren am Rahmen In Sonderfällen können Bohrungen im Steg des Fahrgestellrahmens vorgenommen werden.
Schraubverbindungen Serienmäßige Schrauben dürfen nur durch Schrauben mit • gleichem Durchmesser, • gleicher Festigkeit, • gleicher Gewindesteigung ersetzt werden. Vorschriftsmäßige Anziehdrehmomente beachten! Rahmenänderungen Rahmenänderungen Vor einer geplanten Änderung ist Rücksprache mit der Abteilung PBU/TES zu halten und eine Berechnung der erwarteten Lastwerte und Achslasten, sowie die Überprüfung anhand der zulässigen Mindest- und Maximalwerte durchzuführen.
Bezugsquellen für Rahmenprofile Für eine Rahmenänderung können geeignete Rahmenprofile von der Firma: THYSSEN Herr Michael Bojko Gotenstraße 91 D-33628 Bielefeld Telefon 0521-4472-209 0521-4472-207 bezogen werden. 9.5.2 Schweißen am Rahmen Schweißarbeiten am Rahmen dürfen nur von Fachpersonal mit Schweißprüfung nach DIN EN 287 ausgeführt werden. Vor Beginn einer Schweißarbeit muß...
Die Masseklemme des Schweißgerätes direkt an das zu schweißende Fahrzeugteil anschließen. • Nur gut ausgetrocknete Elektroden mit kalkbasischer Umhüllung verwenden, Elektrodendurchmesser 3.25, 4.00 oder 5.00 mm (DIN 1913 E 5154 B10, ISO 2560 E 51.5 B 12026). • Elektroden dürfen nur mit Gleichstrom über den Pluspol verschweißt werden. •...
zu b) Bei der direkten Verschweißung muß die Trennstelle schräg verlaufen. Der Schnitt muß der oben abgebildeten Darstellung (Bild 9.5.2) entsprechen, wobei der Schnittwinkel zwischen 30° und 45° gemessen zur Senkrechten betragen muß. Es ist darauf zu achten, daß eventuelle Bohrungen am Rahmen nicht geschnitten werden. Senkrechte Trennschnitte sind bei der direkten Verschweißung nicht erlaubt.
9.5.3.2 Vorschriften für Schweißnahtvorbereitung DIN 8551 Teil 1 und 4 (Schweißnahtvorbereitung, Fugenformen an Stahl, Gasschweißen, Lichtbogenhandschweißen und Schutzgasschweißen sowie Unterpulverschweißen) enthält Richtlinien für die Gestaltung der Fugenformen in Abhängigkeit vom Schweißverfahren. Nahtform und Abmessungen sind in der DIN 8551 Teil 1 nachzulesen. Bei der Wurzelnaht ist darauf zu achten, daß...
9.5.3.4 Schweißnahtnachbehandlung Deck- und Wurzellage müssen blecheben verschliffen werden, wobei darauf zu achten ist, daß die Schleifriefen in Zugrichtung (d.h. parallel zur Längsachse) verlaufen. Die Rauhigkeit des Schliffes sollte die Rauhigkeit Rz 6,3 nicht überschreiten. Nach dem Schweißen muß ausreichender Korrosionsschutz aufgebracht werden. 9.5.3.5 Beispiele einer Verschweißung Im Folgenden sind Beispiele für Stegbleche und für Rahmeneinlagen abgebildet.
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Bild 9.5.5: Rahmeneinlage U300/U400 (U500)
Radstandsänderungen sind nur in Sonderfällen zulässig. Eine Rücksprache mit der Abteilung PBU/TES ist in jedem Fall erforderlich. Achtung: Geänderte Werte für Fahrgestellgewicht, Achslasten, Bremskraftverteilung und Wendekreis beachten! Die ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) erlischt bei einer Radstandsänderung. Von der DaimlerChrysler AG, Geschäftsbereich UNIMOG werden keine Aussagen über Fahr-, Brems- und Lenkverhalten von Fahrzeugen mit Radstandsänderungen gemacht.
Anbauteile und Zusatzaggregate 9.8.1 Befestigungen am Fahrzeug • Paß-, Schaft- oder Flanschkopfschrauben (Materialgüte 10.9, Steigung 1,5 mm), selbstsichernde Muttern oder Flanschkopfmuttern verwenden (siehe Bild Nr. 9.8.1). Verwendung von Unterlegscheiben wenn möglich vermeiden (Setzerscheinungen). • Vorhandene Bohrungen benutzen. • Anzahl der Schrauben der Belastung anpassen, wenn erforderlich Lackierung bis zu Grundierung entfernen, um Setzerscheinungen zu minimieren.
Ausgenommen von dieser Vorschrift sind im wesentlichen Fahrzeuge mit kurzem Radstand (Sattelzugmaschinen) und land- oder forst- wirtschaftliche Zugmaschinen sowie für Sonderzwecke konzipierte Fahrzeuge (z.B. UNIMOG als Trägerfahrzeug für den An- und Aufbau von Geräten), bei denen seitliche Schutzvorrichtungen mit dem Verwendungszweck unvereinbar sind. Hierunter fallen auch Kipperfahrzeuge mit Drei- Seiten-Kipper.
Fahrerhaus 10.1 Allgemeine Hinweise zum Fahrerhaus Die mehrschalige Kabine des UNIMOG besteht aus Faserverbundwerkstoff. Sie ist auf einem Stahlrohrtragrahmen aufgebaut, der wiederum schwingungsgedämpft am Fahrgestell angebunden ist. 10.2 Fahrerhaus kippen Durch einen An- bzw. Aufbau auf UNIMOG-Fahrgestell darf die Kippbarkeit des Fahrerhauses nicht beeinträchtigt werden.
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Bei Aufbauten, die über das Fahrerhaus ragen, muß die Freigängigkeit entsprechend der Kippkurve der Hinterkante des Fahrerhausdaches gewährleistet sein. Eventuell vorhandene Dachlasten müssen vor dem Kippen des Fahrerhauses abgenommen werden. Entsprechende Hinweise müssen in der Gerätebedienungsanleitung aufgenommen werden. Bei der Projektierung eines An- bzw. Aufbaus muß darauf geachtet werden, daß das Kippen des Fahrerhauses nicht behindert wird.
Kabeldurchführung durch die Fahrerhausrückwand In der Fahrerhausrückwand ist im Bereich hinter dem (linken) Fahrersitz die Kabeldurchführung vorgesehen. Da das Fahrerhaus beim UNIMOG kippbar ist, sollten bei den Kabeln Trennstellen vorgesehen werden um die Leitungen beim Kippen nicht zu beschädigen. Bild 10.3.1: Kabeldurchführung durch die Fahrerhausrückwand...
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Kabeldurchführung durch die Fahrerhausstirnwand In der Fahrerhausstirnwand im Bereich des rechten (Beifahrer-)fußraumes befindet sich die geometrisch identische Kabeldurchführung. Sie ist z.B. für Frontgerätekabel oder Kabel, die über den Drehpunkt geführt werden und so beim Kippen des Fahrerhauses nicht demontiert werden müssen (insbesondere bei fest aufgebauten Geräten) gedacht.
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Für die Kabeldurchführung ins Fahrerhaus soll das abgebildete Elastomerteil benutzt werden. Es ist bei Bestellung des Codes J08 am Fahrerhaus vorne und hinten montiert und kann als Mercedes-Benz Ersatzteil bezogen werden. Die genaue Lage ist der Fahrgestellzeichnung zu entnehmen. Weiterhin ist beim Code J08 eine 24V- Gerätesteckdose im Fahrerhaus integriert.
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Einsatz der Kabeldurchführung: Die Verschlusskappe (Anbaugeräte) MB-Nummer 405 583 00 83 ist beim GLC (Global Logistic Center Germersheim) vorrätig und kann über die UGVen (Unimog Generalvertretungen) und MB- Niederlassungen bezogen werden. Zunächst muss in jedem Fall der zu dem jeweiligen Kabeldurchmesser passende Zylinder abgeschnitten werden.
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Möglichkeit 2: Nachträgliches Anpassen der Verschlußkappe an Kabel Soll die Verschlusskappe nachträglich an ein Kabel angefügt werden, z.B. wenn sich bereits ein Stecker am Kabel befindet kann ein Schnitt entlang der Schnittlinie durchgeführt werden. Das Kabel wird nun einglegt und mit einem Kabelbinder fixiert. Bleibt die Verschlusskappe für immer auf dem Gerätekabel, können die Verschlußstopfen abgetrennt werden.
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Möglichkeit 3: Nutzung der werksseitigen Verschlußkappe für mehrere Geräte Wird für mehrere Geräte dieselbe Verschlusskappe verwendet, ist generell entlang der Schnittlinie aufzutrennen. Nach Ausbau des Gerätekabels kann der Verschlusstopfen auf den offenen Zylinder aufgesetzt werden um die Öffnung zu verschließen.
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Verwendung der Verschlusskappe MB 409 583 00 83 Die Verschlusskappe (Werkstoff: PE-Schaum RG 30) mit der MB-Nummer 409 583 00 83 ist weiterhin beim GLC (Global Logistic Center Germersheim) vorrätig und kann über die UGVen (Unimog Generalvertretungen) und MB-Niederlassungen bezogen werden.
10.4 Lösungsvorschlag für eine Fensterdurchführung Um Leitungen bzw. Steuerzüge vom An- bzw. Aufbau in das Innere des Fahrerhauses zu führen, kann eine Modifizierung des Schiebefensters (Sonderausstattung Code S 48) durchgeführt werden. Dazu muß eine der Geometrie des Schiebefensters entsprechende Einbauplatte angefertigt werden (Bauteil Z). Für die Verriegelung sollte das serienmäßige Fensterschloß...
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Werden leicht biegsame Werkstoffe verwendet, erleichtert sich der Einbau. Der Radius „C“ ergibt sich aus der Geometrie des Schiebefensters. Die Dicke „F“ des Einbauteiles entspricht der Fensterscheibendicke. Erläuterungen: Feststehendes Fenster Schiebefenster Einbauteil Originalverschlußteil Originalverschlußteil Bild 10.4.2: Abmessungen des Aussparung Einbauteiles Rückwand Fahrerhaus Bild 10.4.3: Anordnung mit Einbauteil (Draufsicht)
10.5 Befestigungen am Fahrerhaus 10.5.1 Dachlasten/Dachträger Dachlasten bzw. der Aufbau eines Dachträgers sind nicht möglich. Bei Bedarf bitte mit PBU/TES Kontakt aufnehmen. Der Aufbau von Sicherungseinrichtungen nach RSA (Richtlinien für Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) bzw. ZTV-SA97 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen an Straßen), zum Beispiel •...
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Klemmstück im Montageumfang ZB Stativ Gewindestück im LU Fhs. Gewinde M28x1,5 ZB Stativ Der Vormontageumfang ZB Stativ wird über das im ZB beinhaltete Klemmstück im Gewindestück (LU FHS) verschraubt. Hierzu müssen die im Klemmstück befindlichen Bohrungen mit der im Stativ (Rohr 20x2mm) in Deckung gebracht werden, so daß ein geeignetes Werkzeug eingeschoben werden kann Mutter M6-8 Klemmstück...
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Mutter M6-8 Mutter DBL 9440.40 M10 GT-B DBL 8451.21 Stopfen Klemmstück Schraube M10x45 Rohr DBL 8451.21 20x2 Achtung: Es ist darauf zu achten, daß vor Montage des Aufsteckrohres zuerst die beiden Klemmstücke auf das Rohr aufgeschoben werden. ZB Elektrik Leitung im Montageumfang ZB Stativ ZB Stativ...
C-Netz-Antenne: MB Originalzubehör-Nr. B6 682 8568 Bei Code E55 ist die Radioantenne ab Werk montiert. Mercedes-Benz Originalzubehör-Teile sind in allen UNIMOG Generalvertretungen sowie Mercedes-Benz Niederlassungen erhältlich. Die länderspezifischen Richtlinien und Vorschriften sind zu beachten. Besondere Vorsicht ist beim Überqueren von Bahnübergängen geboten. Bei...
10.6 Befestigungsmöglichkeit für ein Gerätebedienpult im Fahrerhaus: Für die Schaltkonsole im Fahrerhaus gibt es zwei Anbaupositionen: Mittig für Fahrzeuge Wechsellenkung ( ausschließlich Links für Zweisitzer/ Dreisitzer Zweisitzer!) Bild 10.6.2: Schaltkonsole mittig Bild 10.6.1: Schaltkonsole links...
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Zur Befestigung von Bedienpulthaltern befinden sich serienmäßige Gewindeeinsätze unter der Bodenmatte, die zur Befestigung von Bedienpulten empfohlen werden. An den 4 Gewindebohrungen der Schaltkonsole kann ein Befestigungsbügel angebracht werden, um Bedienpulte bis 3kg Eigengewicht zu tragen. Bedienpulte die schwerer als 3kg sind müssen mit einem Bedienpulthalter an den 3 zusätzlichen Befestigungspunkten bzw. an den freien Gewindebohrungen im Fahrerhausboden angebracht werden.
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Bild 10.6.4: Abstände der Bohrungen mit Gewindeeinsätzen M8...
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Bild 10.6.5: Zugänglichkeit der Gewinde mit und ohne Wechsellenkung...
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Bild 10.6.6: Freiraum zwischen Mittelkonsole und Wechsellenkung (nach Anbau von Halterungen für Gerätebedienpulte zu überprüfen!)
10.7 Steckverbindungen (elektrisch) Im UNIMOG-Fahrerhaus gibt es zwei Möglichkeiten für den elektrischen Anschluß von Geräten. Steckdose: 3-polig 3-polig Daten: 12 V / 15 A 24 V / 25 A SA-Code: E 37 J 08 Unterbringung: Hinter dem Fahrersitz nur in Verbindung mit:...
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Die Steckverbindungen müssen so ausgeführt werden, daß sie den Beanspruchungen im Straßen- und Geländeeinsatz dauerhaft standhalten. Hierbei sind besonders zu beachten: • gute Zugänglichkeit, • Korrosionsbeständigkeit gegen Streusalz und Laugen (Winterdiensteinsatz), • Unempfindlichkeit gegen Schlamm und Steinschlag, • Erschütterungen, die beim Geländeeinsatz auftreten, dürfen nicht zum Lösen der Verbindung führen, •...
Gerätebeschreibung (DATENBLATT - Geräteherstellerangaben, siehe 11.5 ) technische Zeichnungen Bildblätter Alle eingereichten Unterlagen müssen zur eindeutigen Zuordnung mit Angabe von Gerätehersteller, Gerät, Gerätetyp, Änderungsstand und ggf. zugeordnetem UNIMOG-Typ versehen sein (z. B. Fußleiste). Die Unterlagen sind einzureichen an: Postanschrift: DaimlerChrysler AG...
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Gliederung der Geräteangaben Hinweis: Die vollständige Unterteilung und Nummerierung der einzelnen Abschnitte ist aus den Detailblättern zu ersehen und in die geräteseitige Dokumentation zu übernehmen (siehe 11.5). 11.1 Gerätebeschreibung 11.1.1 Geräteidentifikation 11.1.2 Firmenangaben 11.1.3 Gerätefunktion 11.1.4 Lieferumfang 11.1.5 Technische Daten 11.1.6 Leistungsdaten 11.1.7...
11.1 Gerätebeschreibung 11.1.1 Geräte-Identifikation (Anhand der Geräteidentifikation muss das Gerät eindeutig erkennbar sein) Geräte-Bezeichnung (Handelsname entsprechend der Verkaufsbezeichnung) Geräte-Typ/-Gruppen (Anhand der Typ-Bezeichnung soll die Geräteidentifikation bereits weitgehend möglich sein) Geräte-Gruppen-Nr. Bezeichnung Bodenbearbeitung Saat Pflege und Düngung Ernte Sonderkulturen Vorratsbehälter (Bunker, Fässer usw.) Gitterräder, Ketten Ladegeräte Grabgeräte...
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Geräte-Gruppen-Nr. Bezeichnung Schneepflüge Streugeräte Schneeräumgerät, zapfwellenangetr. Schneeräumgerät mit Aufbaumotor Straßenpflege Straßen- und Wegebau Kommunalgeräte Seilwinden Forstgeräte Generatoren, Kompressoren, Pumpen Triebkopfhinterwagen Feuerwehraufbauten Sonderaufbauten Zweiwegefahrzeuge Geräte-Seriennummer (Mit der die beschriebene Ausführung einsetzt) 11.1.2 Firmenangaben Bitte jeweils vollständige Postadresse mit zuständigem Ansprechpartner, Tel.-Nr. und Fax-Nr. angeben •...
Mit geräteseitigen Antriebskomponenten (Antriebsstrang) bis zur Wirkstelle (Arbeitswerkzeug) Hinweis: Gegebenenfalls sind auch Überlastsicherungen zu nennen. • Betätigung Angabe der Betätigungseinrichtung(en) z. B. Bedienpult, UNIMOG-Hydraulik etc. und aller Gerätefunktionen, z. B. Ausleger Heben/Senken etc. 11.1.4 Lieferumfang (Gerät in einsatzbereiter Ausstattung) •...
Vorn gemessen ab Koppelebene/Frontanbauplatte, hinten gemessen ab Fahrzeugschlussleuchte • Gesamtbreite • Überstand seitlich Gemessen vom äußeren Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten des UNIMOG • Gesamthöhe (Ggf. auch an Vorderkante Gerät) • Bodenfreiheit (Ggf. mit Böschungswinkel) • Weitere Maße, soweit entsprechend der allgemeinen Aufbaurichtlinie erforderlich (z.
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Gewichte (in kg), alle Messungen ohne Fahrer Abkürzungen: Vorderachslast, VL: Radlast vorn links, VR: Radlast vorn rechts Hinterachslast, HL: Radlast hinten links, HR: Radlast hinten rechts Gesamtgewicht ∆: (Delta) Last-Änderung, Ermittlung rechnerisch • Fahrzeug leer; Hinweis: Fahrzeug vor Geräteaufbau wiegen •...
Bei quer zur Fahrtrichtung ausgelegtem Gerät darf die Summe der gegenüberliegenden Radlasten 1/4 des jeweiligen Gesamtgewichtes nicht unterschreiten. Diese Grenzwerte müssen auch bei gleichzeitigem Betrieb von mehreren Geräten eingehalten werden. Sofern entsprechende Kombinationen freigegeben werden sollen (z. B. Randstreifenmähgerät iVm Heckauslegermähgerät) müssen die entsprechenden Radlastbedingungen erfüllt und durch Wiegung nachgewiesen werden.
11.1.7 Leistungsbedarf Mechanisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung, die an der Zapfwelle oder dem schnellen Nebenabtrieb abgenommen wird. Hydraulisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung der Fahrzeughydraulik - maximaler und mittlerer Arbeitsdruck - maximaler und mittlerer Volumenstrom (Fördermenge) - Anzahl der Hydraulikkreise - erforderliche Zellenzahl (Steuerventile) - im Anbaugerät entstehende Verlustleistung (Ölerwärmung)
Anzugeben sind alle für den Geräteeinsatz zwingend erforderlichen Fahrzeugsonderausrüstungen (SA'en). Die Auflistung soll entsprechend der jeweils gültigen UNIMOG-Preisliste in alphabetischer Reihenfolge der Codes erfolgen. Sofern der Geräteeinsatz für verschiedene UNIMOG- Baumuster konzipiert ist, muss die Fahrzeugausrüstung z. B. in Form einer Tabelle entspr. differenziert aufgelistet werden.
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11.1.14 Sonderbestätigung Z. B. Sichtfeldprüfung gemäß StVZO, wenn Frontanbaugeräte bei Transportstellung in das Fahrersichtfeld (12 m Kreis) ragen. 11.1.15 Änderungen am Fahrzeug Sämtliche Änderungen am Fahrzeug, die für den Anbau und/oder Betrieb des Gerätes erforderlich sind, müssen genannt und ggf. entsprechend Punkt 11.2.
Hinweis: Die Fahrgeschwindigkeit ist den jeweiligen Straßen- und Verkehrsverhältnissen anzupassen, wobei die Geräteeinflüsse bei Bremsvorgängen, Kurvenfahrt, Fahrten bei glatter Fahrbahn usw. zu berücksichtigen sind. Die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaften sind bindend. Spezielle Betriebsvorschriften sind, soweit erforderlich, durch Vorlage entspr. Hinweisschilder (z. B. Aufkleber am Gerät oder im Fahrerhaus, Betriebsanleitung etc.) zu dokumentieren (Ergänzungen durch den Fahrzeughersteller vorbehalten).
11.4 Weiteres Vorgehen Nach Prüfung der o. g. Unterlagen wird bei positivem Ergebnis eine Anbaubestätigung für die entsprechende Kombination ausgestellt. Die Anbaubestätigung kann nur für Gerätean- oder aufbauten erteilt werden, wenn durch Zeichnungen und Beschreibung des Geräteherstellers nachgewiesen ist, dass die Prinzipien der Aufbaubedingungen eingehalten werden. Sie schließt nicht die Beurteilung der Aufbaudetails - insbesondere der Freiräume Gerät/Fahrzeug, des Fahrverhaltens, der Bremsstabilität und anderer, eine praktische Abnahme voraussetzende Kriterien ein;...
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Gerätetyp/ Gruppe Seriennummer Gerät Firmenangaben Adresse Ansprechpartner Tel / Fax Lieferfirma Hersteller Betriebsanleitung Kundendienst Ersatzteil- beschaffung Anmerkung: Sofern der Schriftfeldraum nicht ausreicht bitte Kopie des jeweiligen Datenblattes mit dem Hinweis Erweiterungsblatt (Seite ..a, ..b, ..c) verwenden. Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 2 Geräte-Funktion 3.1 Kurzbeschreibung des Gerätes Anbindung am Fahrzeug Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 3 3.3 Antrieb Betätigung Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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Grundausstattung (Gerät in einsatzbereiter Ausstattung) Sonderausrüstung(en) des Gerätes mit Angabe von: Funktion Abmessung/Arbeitsbreite Antrieb Gewicht Bildblatt Nr. Hinweis: Sofern sich bei Gerätebetrieb mit Sonderausrüstung die Einsatzbedingungen oder Fahrzeugbelastungen gravierend ändern, müssen techn. Daten entsprechend dem Punkt „Technische Daten“ erfasst werden. Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
Leistungsdaten bei mittleren Arbeitsbedingungen Fahrgeschwindigkeit (Vorschub) Tagesleistung Flächenleistung etc. Leistungsbedarf 7.1 Mechanisch Für den Gerätebetrieb erforderliche maximale und mittlere Leistung, die an der Zapfwelle oder dem schnellen Nebenabtrieb abgenommen wird. ∅ max. Zapfwelle [kW/PS] Schneller Nebenabtrieb [kW/PS] Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
Strom [A] elektrische Leistung [kW] 7.4 Pneumatisch Für den Gerätebetrieb erforderliche Leistung der Druckluftanlage. ∅ Arbeitsdruck [MPa/bar] Volumenstrom [l/min] Hinweis: Die Versorgung von geräteseitigen Druckluftverbrauchern ist nur am Anschluss für Nebenverbraucher zulässig. (Anschluss Nr. 24,VierkreisSchutzventil, siehe Fahrzeugbetriebsanleitung). Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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DAT 11 Betriebsdrehzahl der Zapfwelle Betriebsdrehzahl[min Schaltstufe 1000 min. max. Zapfwelle vorn Zapfwelle hinten Für den Gerätebetrieb erforderliche Fahrzeugmindestausrüstung Code Beschreibung Code Nr. Beschreibung Hinweis: Die endgültige Festlegung erfolgt nach Prüfung der Geräteunterlagen durch den Fahrzeughersteller. Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 12 10. Für den Gerätebetrieb empfohlene Fahrzeug-Sonderausrüstungen Code Beschreibung Code Nr. Beschreibung 11. Geräteanwendungsbereich Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 13 12. Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Geräten Bitte auch Ausschlüsse bzw. nicht offensichtlich belegte Anbauräume nennen (z. B. „Hilfsladefläche durch Ballast teilweise belegt“). Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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Wir bestätigen, dass die ausgelieferten Geräte ab Baujahr: _____________________________________________________ Seriennummer: _____________________________________________________ der oben angegebenen Ausführung entsprechen. Hinweis: Eine Konformitätsbescheinigung (+ CE-Zeichen) gemäß Maschinenrichtlinie 89/392 EWG ist ab 01.01.95 erforderlich (siehe Info 10 für Gerätehersteller). ' keine ' laut Anlage 14. Sonderbestätigung Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 15 ' keine ' laut Anlage 15. Änderungen am Fahrzeug ' keine ' laut Anlage 16. Sonstige Angaben Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...
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PBU/TEF - Leitfaden zur Anbaubestätigung, Anhang DAT 16 17. Richtigkeitsbestätigung Wir bestätigen die Richtigkeit aller eingereichten Angaben und Unterlagen: __________________________________________ Ort, Datum Firmenstempel/Unterschrift Firma Gerätetyp UNIMOG-Typ Datum...