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Betriebs- und Wartungsanleitung 9310 T / 9330 T 02/2009...
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Ersatzteilbestellungen / -rücklieferungen / Garantie- Abwicklung Ersatzteilbestellungen (nur über Ihren Vertragshändler) Um eine schnellstmögliche Bearbeitung von Ersatzteilbestellungen zu gewährleisten, bitten wie Sie folgende Punkte zu beachten: 1. Ersatzteilbestellungen sind schriftlich per Fax oder E-Mail bei Ihrem zuständigen Vertragshändler abzugeben 2. Ersatzteilbestellungen müssen folgende Angaben enthalten: •...
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Rücksendungen 1. Von uns gelieferte Ware wird nur original verpackt über unseren Ver- tragshändler nach unserer Zustimmung bei frachtfreier Rücksen- dung zurückgenommen. Zurückgenommene Ware wird abzüglich eines angemessenen Kostenanteils gutgeschrieben, der 10 % des Wa- renwertes beträgt, sofern nicht der Käufer den Nachweis erbringt, dass der im konkreten Fall angemessene Betrag wesentlich niedriger ist;...
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Garantie A C H T U N G : Grundsätzlich müssen alle Garantiearbeiten V O R der Ausführung beim Werk gemeldet und die Übernahme der Kosten genehmigt werden. 1. Ersatzteile, die zur Reparatur von Garantieschäden erforderlich sind, werden auf gleichem Wege wie andere Ersatzteile bestellt und be- rechnet.
Garantiebestimmungen für SCHÄFFER - Hoflader Wir gewährleisten eine dem jeweiligen Stand der Technik entsprechende Fehlerfrei- heit des Kaufgegenstandes in Werkstoff und Werkarbeit für die Dauer von 12 Mona- ten, oder maximal 1000 Betriebsstunden nach Auslieferung. Die Gewährleistung besteht nach unserer Wahl in der Reparatur des Kaufgegenstan- des oder dem Ersatz der beanstandeten Teile durch Lieferung von, Neu bzw.
Inhaltsverzeichnis 0 Vorwort ......................3 0.1 Übergabeinspektion durch den Händler ..............4 0.2 Kennzeichnung der Maschine ..................5 0.2.1 Hinweise zur Ersatzteilbestellung....................6 0.2.2 Schäffer Originalteile ........................6 1 Bestimmungsgemäße Verwendung..............7 1.1 Sicherheitshinweise für die Nutzung als Radlader ............8 1.1.1 Hinweise für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr............10 1.2 Sicherheitshinweise für den Betrieb des Teleskopladers...........10 1.2.1 Vorbemerkungen ..........................10 1.2.2 Allgemeines ...........................11...
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2 Arbeiten mit dem Lader................... 23 2.1 Allgemeine Hinweise....................23 2.2 Hinweise für die Arbeit mit der Palettengabel............24 2.3 Dung- und Silagezange....................26 2.4 Erd- oder Leichtgutschaufel ..................27 2.5 Hinweise zum Abschleppen und Transportieren ............28 2.5.1 Abschleppen...........................28 2.5.1.1 Lösen der Bremse..............................28 2.5.1.1.1 Arbeitsschritte zum Lösen der Bremse..................29 2.5.1.1.2 Einschraubdistanz „2,4 …...
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4.6 Wartung der Achsgetriebe...................83 4.6.1 Achse 20 km/h-Version .........................84 4.6.2 Achse 35 km/h-Version .........................85 4.6.3 Öl in den Planetengetrieben wechseln ..................86 4.7 Wartung der Bremsanlage ..................87 4.7.1 Wartung der Druckluftanhängerbremse (optional)..............88 4.8 Luftfilter ........................89 4.9 Wartung der Batterie....................90 4.10 Sitz..........................90 4.11 Lastanzeige .........................91 4.11.1 Kalibrierung mit Fahrzeug (erfolgt im Werk) ................91 4.11.2 Fehlerindikationen........................92...
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5.4 Motorenöl ........................106 5.4.1 Schmierölschema.........................106 5.4.2 Überprüfung des Ölstandes .......................107 5.4.3 Motorenölwechsel ........................108 5.4.3.1 Viskosität des Motoröls ..........................109 5.4.4 Schmierölwechselfilter austauschen ..................110 5.4.5 Schmierölfiltereinsatz wechseln ....................111 5.5 Kühler..........................112 5.5.1 Kühlflüssigkeitsschema ......................112 5.5.2 Reinigungsintervalle........................113 5.5.3 Kühlsystem reinigen ........................114 5.5.3.1 Reinigung mit Druckluft..........................114 5.5.3.2 Reinigung mit Kaltreiniger ........................
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6 Störungsbeseitigung ..................124 7 Wartungsdaten - Dieselmotor ..............125 8 Anhang ......................126 8.1 Zulässige Ölsorten für Motor..................126 8.1.1 Qualität............................126 8.1.2 Schmierölviskosität........................126 8.1.3 Liste zulässiger Ölsorten ......................127 8.2 Zulässige Ölsorten für Achsen ...................128 8.3 Hydraulischer Schaltplan ...................129...
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Achtung! Bei Verwendung von Anbaugeräten und Arbeitswerkzeugen ande- rer Hersteller, die nicht von Fa. Schäffer geliefert werden, kann die Betriebssicherheit nicht gewährleistet werden! Eine Haftung ist deshalb in diesen Fällen ausgeschlossen! Außerdem kann die Betriebserlaubnis erlöschen!
0 Vorwort Vor der Inbetriebnahme des Laders sollte sich jeder Maschinenführer anhand dieser Anleitung mit der Handhabung vertraut machen. Die Sicherheitsvorschriften sind strikt einzuhalten. Bitte beachten Sie auch alle für Ihr Land gültigen Sicherheitsbe- stimmungen. Der Betreiber ist für den Versicherungsschutz verantwortlich. Wir empfehlen Ihnen die Maschine nach den Wartungsvorschriften zu pflegen und instand zu setzen, um die Betriebsbereitschaft zu gewährleisten und um eine lange Lebensdauer des Laders zu erreichen.
0.1 Übergabeinspektion durch den Händler Bei der Übergabe der Maschine durch den Händler, hat dieser eine Übergabe - Inspektion durchzuführen. Bei der Fertigung der Maschine im Herstellerwerk wurde diese Inspektion bereits durchgeführt, dem Kunden soll jedoch in jedem Fall der La- der ordnungsgemäß...
0.2.1 Hinweise zur Ersatzteilbestellung Tragen Sie bitte die entsprechenden Ident - Nummern in die Bedienungsanleitung ein. Bei Rückfragen bei Ihrem Vertragshändler, im Werk oder bei unserem Kundendienst diese Nummern bereithalten. Ersatzteile sind über Ihren zuständigen Vertragshändler zu bestellen. Ersatzteilbestellungen müssen folgende Angaben enthalten: 1.
1 Bestimmungsgemäße Verwendung Der Teleskoplader ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheits- technischen Regeln gebaut. Beim Gebrauch der Maschine können dennoch Gefahren ausgehen, deshalb ist der Lader nur bestimmungsgemäß und in technisch einwand- freiem Zustand zu nutzen. Die Sicherheitsregeln sind streng zu beachten.
1.1 Sicherheitshinweise für die Nutzung als Radlader • Die allgemeinen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften des Gesetzgebers beim Umgang mit dem Radlader sind zu beachten. • Bei der Bedienung, Wartung und Instandhaltung ist diese Anleitung einzuhalten. • Der Lader darf nur von Personen geführt und instand gesetzt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, geistig und körperlich geeignet sind, sowie in der Be- dienung und Wartung der Maschine unterwiesen wurden.
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• Bei Ladearbeiten mit angehobener Last nicht scharf bremsen oder scharf rück- wärts anfahren. Nicht schneller als Schritt-Tempo bzw. 6 km/h fahren. Bei Hang- und Kurvenfahrt die Last absenken. • Von Baugrubenböschungen und Grabenkanten einen Sicherheitsabstand von mindestens 1 m einhalten. •...
• Das Abschleppen des Laders ist möglichst zu vermeiden. Sollte es dennoch not- wendig sein, ist mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren. • Bei ausgefallener Lenkhydraulik steigen die Lenkkräfte sehr stark an. Es sind die Hinweise in den weiteren Abschnitten zu beachten. •...
1.2.2 Allgemeines Jede Arbeitsweise, welche die Sicherheit einschränkt muss unterlassen werden. Der Lader darf nur in sicherem und funktionsfähigem Zustand betrieben werden. Für die Bedienung, Wartung, Instandsetzung, Montage und den Transport ist diese Be- triebsanleitung einzuhalten. Der Unternehmer hat Sicherheitsvorschriften, soweit erforderlich, durch besondere, den örtlichen Einsatzverhältnissen angepasste Anweisungen zu ergänzen.
1.2.3 Bedienung Der Lader darf nur von Personen selbständig geführt oder gewartet werden, die: • körperlich und geistig geeignet sind, • im Führen oder Warten des Laders unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu dem Unternehmer nachgewiesen haben, • und von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuver- lässig erfüllen.
1.2.4 Gefahrenbereich Im Gefahrenbereich des Laders dürfen sich keine Personen aufhalten. Gefahrenbereich ist die Umgebung des Laders, in der Personen durch Bewegungen des Laders, seiner Arbeitseinrichtungen und seiner Anbaugeräte oder durch aus- schwingendes Ladegut, durch herabfallendes Ladegut oder durch herabfallende Ar- beitseinrichtungen erreicht werden können.
1.2.6 Standsicherheit Der Lader muss so eingesetzt, verfahren und betrieben werden, dass stets seine Standsicherheit bzw. Sicherheit gegen Umsturz gewährleistet ist. Der Maschinenführer hat die Fahrgeschwindigkeit den örtlichen Verhältnissen anzupassen und bei Fahrten in geneigtem oder unebenem Gelände das Arbeitsgerät möglichst nahe über dem Boden zu Warnung! führen! Die zulässige Belastung des Laders darf...
1.2.7 Fahrbetrieb Vor der Inbetriebnahme des Laders sind der Fahrersitz, die Spiegel und die Stellteile so einzustellen, dass ein sicheres Arbeiten möglich ist. Der Sicherheitsgurt ist anzu- legen! Ist der Lader mit einer Kabine bzw. Fahrerschutzdach mit Scheiben ausgerüstet müs- sen diese sauber und eisfrei sein.
1.2.8 Einweiser Einweiser müssen gut erkennbar sein, z.B. durch Warnkleidung. Sie haben sich im Blickfeld des Maschinenführers aufzuhalten. Der Einweiser darf während seiner Tä- tigkeit nicht mit anderen Aufgaben betraut werden, die ihn von seiner Aufgabe ab- lenken können. 1.2.9 Laden und Entladen •...
1.2.10 Arbeiten im Bereich von E-Leitungen Vor der Ausführung von Aushubarbeiten ist zu ermitteln, ob im vorgesehenen Ar- beitsbereich Erdleitungen verlegt sind, durch die Personen gefährdet werden können. Sind Erdleitungen vorhanden, so sind im Einvernehmen mit dem Erdeigentümer oder Betreiber der Leitung deren Lage und Verlauf zu ermitteln sowie die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen festzulegen und durchzuführen.
1.2.11 Arbeiten in der Nähe von elektrischen Freileitungen Bei der Arbeit mit dem Lader in der Nähe elektrischer Freileitungen und Fahrleitun- gen muss zwischen diesen, dem Lader und ihren Arbeitseinrichtungen ein von der Nennspannung der Freileitung abhängiger Sicherheitsabstand eingehalten werden. Dies ist erforderlich um einen Stromübertritt zu vermeiden.
1.2.13 Arbeitsunterbrechungen Vor Arbeitspausen und Arbeitsschluss hat der Fahrer das Arbeitsgerät auf dem Boden abzusetzen und so zu sichern, dass es nicht in Bewegung geraten kann. Bei nicht abgesetztem Arbeitsgerät darf der Fahrer die Maschine nicht verlassen. Der Lader sollte nur dort abgestellt werden, wo er kein Hindernis für den öffentlichen Straßenverkehr, Baustellen, Höfen usw.
1.2.16 Sicherheitshinweise bei der Wartung, Montage und Instandset- zung Der Lader darf nur unter Leitung vom Unternehmer bestimmten, geeigneten Perso- nen und unter Beachtung der Betriebsanleitung auf-, um- oder abgebaut werden. Arbeiten an der Brems-, Lenk-, Hydraulik- oder Elektroanlage darf nur von hierfür ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden.
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• bei Instandhaltungsarbeiten die Batterie abdecken, niemals Werkzeug auf die Batterie legen • die Motorhaube sowie alle Abdeckklappen nur bei stillgesetztem Dieselmotor öff- • alle Schutzeinrichtungen nach der Instandsetzung wieder anbringen • Schweißarbeiten an tragenden Teilen sind grundsätzlich untersagt • Schweißarbeiten an den tragenden Teilen der Kabine oder des Verdecks sind un- tersagt •...
1.2.17 Überwachung und Überprüfung Die vorgeschriebenen Fristen laut dieser Anleitung für Funktionsüberprüfungen und Wartungen sind strikt einzuhalten. Eine Nichtbeachtung dieser Fristen kann zu Un- fällen, sowie zur Ablehnung der Garantie bei Schäden führen. Vor Arbeitsbeginn sind alle im Wartungsplan genannten Überprüfungen vorzuneh- men.
2 Arbeiten mit dem Lader 2.1 Allgemeine Hinweise Achtung! Sicherheit ist der oberste Grundsatz bei der Arbeit! Vor Beginn der Arbeit hat sich der Fahrer von einem tragfähigen Fahruntergrund zu überzeugen. Folgende Punkte sind bei der Arbeit streng zu beachten: •...
2.2 Hinweise für die Arbeit mit der Palettengabel Auf öffentlichen Wegen ist es grundsätzlich untersagt mit angebauter Palettengabel zu fahren. Es ist untersagt den Lader als Hebezeug zu nutzen. Die folgenden Hinweise gelten sinngemäß auch für die Arbeit mit anderen Anbauge- räten.
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Teleskoparm einfahren, Lader eventuell ein kleines Stück zurücksetzen. Der Teleskoparm ist vor jedem Rangieren zuerst einzufahren. Niemals gleichzeitig den Teleskoparm betätigen und den Lader vor- bzw. rück- wärts bewegen. Den Teleskoparm im eingefahrenen Zu- stand langsam absenken. Es ist verboten, den Teleskoparm im aus- gefahrenen Zustand abzusenken.
2.3 Dung- und Silagezange Die Dung- und Silagezange ist ein Anbaugerät zum Entnehmen und Befördern von Dung, loser Silage, losem Stroh und Raufutter. Beachten Sie auch unbedingt die Bedienungs- anleitung für Dung- und Silagezangen! Dung- und Silagezangen sind für Arbeiten Warnung! mit Großballen unzulässig! Das Einhalten der Betriebsanleitung und der Wartungs- und Inspektionsvorschriften...
2.4 Erd- oder Leichtgutschaufel Erd- oder Leichtgutschaufeln dienen zum Lösen, Transportieren, Aufschütten und Laden von Schüttgütern. Leichtgutschaufeln werden für leichte Schüttgüter, wie z.B. Futter oder verschiedene Getreidesorten benutzt. Für schwere Schüttgüter wie Erde oder Sand sind Erdschaufeln vorgesehen. Warnung! Bei allen Ladearbeiten unbedingt die zulässigen Nutzlasten beachten! Zum Aufnehmen der Schüttgüter die Schaufel so weit auskippen, dass die...
2.5 Hinweise zum Abschleppen und Transportieren 2.5.1 Abschleppen Der Lader sollte nach Möglichkeit nicht abgeschleppt werden. Im Notfall wird wie folgt vorgegangen: 1. Knickgelenk durch Knickgelenkksicherung sichern. 2. Gelenkwelle demontieren. 3. Hintere Achse anheben. 4. Abschleppen. • Die Schleppgeschwindigkeit von 4 km/h darf nicht überschritten werden! Achtung! •...
2.5.1.1.1 Arbeitsschritte zum Lösen der Bremse Legende zu Skizze: 1= Verschluss-Schraube 2= Ausgleichsscheiben 3= Hülse 4= Ersatzscheibe 5= Sicherungsmutter 6= Bremskolben 7= Lamellenpaket Bild 1 Beide Verschluss-Schrauben lösen. Auf freiwerdende Ausgleichsscheiben achten! Einbauposition der Verschluss- Schrauben mit den dazugehören- den Ausgleichsscheiben zum Fe- dergehäuse markieren! Bild 2 Beide Hülsen lösen und freiwerdende Ersatz-...
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Nach erfolgtem Abschleppen des Fahr- zeuges, ist die Funktionsfähigkeit der Bremse wieder herzustellen! Dazu beide Sicherungsmuttern wieder gleichmäßig in Ausgangsstellung (wie in Bild-Nr. 4 ermittelt) zurückdrehen! Wurde das Maß I (siehe Bild-Nr. 4), vor dem Lüften der Bremse nicht ermittelt, so muss der komplette Messvorgang (Einschraubdistanz der Notlösemutter einstellen Kapi- Bild 5...
2.5.1.1.2 Einschraubdistanz „2,4 … 2,9 mm“ der Notlösemutter einstellen Der Messvorgang ist an beiden Sei- ten bzw. an beiden Sicherungs- muttern durchzuführen! Bild 8 Maß I (siehe Skizze 1), von der Stirnfläche bis zum Bohrungsgrund ermitteln. Maß I z.B. 28,80 mm Bild 9 Maß...
Ersatzscheiben (je 1 Stück/ Bohrung bzw. Nachstellung) auffädeln. Die Ersatzscheibe dient zur eventuellen späteren Nachstellung (nach Ver- schleiß) der Bremse! Bild 12 Hülsen (siehe Pfeil) montieren. Anzugsmoment M = 46 Nm Bild 13 2.5.1.1.3 Lüftspiel 1,0…1,4 mm einstellen Der Messvorgang ist an beiden Sei- ten bzw.
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Maß I (siehe Skizze 14), von der Anlagefläche der Verschluss-Schraube bis zur Planfläche der Hülse ermitteln. Maß I z.B. 2,20 mm Bild 15 Maß II (siehe Skizze 14), ermitteln (Bild 16 und 17): Maß „A“, von der Stirnfläche der Verschluss- Schraube bis zum Bohrungsgrund messen.
Verschluss-Schrauben mit neuem O-Ring ver- sehen und montieren. Anzugsmoment M = 80 Nm Bild 19 Verschluss-Schrauben (siehe Pfeil 1) mit neu- em O-Ring versehen und montieren. Anschließend Entlüfter (siehe Pfeil 2) montie- ren. Anzugsmoment M = 35 Nm Bild 20 2.5.2 Transport Vor dem Transport sind das Fahrwerk und alle Aufstiege gründlich zu reinigen.
3 Bedienung der Maschine 3.1 Einleitung Vor Einsatzbeginn ist die tägliche Wartung laut Wartungsplan durchzuführen. Alle Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit dem Lader sind zu beachten. • Während des Betriebes ist stets der Sicherheits- Warnung! gurt anzulegen! • Keine Mitfahrt von Personen zulassen! Benutzen Sie zum Auf- und Absteigen die vorgesehenen Trittstufen und Haltegriffe.
3.2.1 Kombi-Anzeigen Luftfilter- Der Luftfilter ist verschmutzt. Luftfilter reinigen durchlass oder Filterelemente wechseln. Öldruckkon- Wenn diese Leuchte nach dem Anspringen nicht trolle Die- sofort ausgeht, ist der Dieselmotor sofort abzu- selmotor stellen und das Motorenöl zu kontrollieren. orange Vorglühen Das Vorglühen des Dieselmotors wird angezeigt. Sollte diese Leuchte nach dem Anspringen nicht Ladekontrol- ausgehen, ist der Lader in eine Werkstatt zu...
grün Blinkkontrolle grün Standlichtkontrolle grün Abblendlichtkontrolle blau Fernlichtkontrolle grün Anhänger Blink-Kontrollleuchte (optional) Motor signalisiert Fehler (Fehler muss ausgelesen werden, orange ►Rücksprache Vertragshändler) Luftdruck Bremse (optional) orange Tankanzeige 3.2.2 Warnsummer An der linken Seite des Bedienpanels befindet sich ein Warnsummer. Dieser ertönt bei Überhitzung des Motors. Der Motor ist dann sofort abzustellen! Wird der Motor nicht sofort abgestellt, kann dies zu Schäden am Motor oder weiteren Teilen der Maschine...
3.2.3 Lastanzeigegerät Jeder Lader ist mit einem Lastanzeigegerät ausgerüstet um den Fahrer bei Erreichen der zulässigen Grenzlasten zu informieren. Das Lastanzeigegerät zeigt die momen- tane Belastung des Knickgelenks und der Hinterachse an. Solange das Gerät im grü- nen Bereich arbeitet ist die Grenzlast noch nicht erreicht. Leuchtet der gelbe Bereich der Anzeige auf, ist die zulässige Traglast erreicht und ein weiteres Anheben oder Ausfahren des Teleskoparmes ist untersagt.
Die Lastanzeige sollte vor Arbeitsbeginn und während des Einsatzes regelmäßig überprüft werden. Der Lader ist bei defekter Lastanzeige nicht in Betrieb zu nehmen! Durch Lenkbewegungen, Bremsen, Beschleunigen, Rückwärtsfahren oder im eingeknickten Zustand Achtung! des Laders kann die Lastanzeige verfälscht werden. Sie kann Erfahrungen beim Umgang mit dem Lader nicht ersetzen! 3.2.3.1 Ausfall der Lastanzeige...
3.3 Einstellung des Fahrersitzes Der serienmäßig eingesetzte Fahrersitz lässt sich entsprechend Fahrergröße und - gewicht einstellen. Warnung! Verstellen Sie den Fahrersitz nur bei Stillstand des Laders. Der Motor sollte ausgeschaltet sein! 3.3.1 Gewichtseinstellung Das jeweilige Fahrergewicht sollte bei unbelas- tetem Fahrersitz durch Drehen des Gewichtein- stellhebels eingestellt werden.
3.3.4.2 Höheneinstellung Die Höheneinstellung kann luftunterstützt stu- fenlos angepasst werden. Durch vollständiges Ziehen oder Drücken des Betätigungshebels (Pfeil) kann die Sitzhöhe ver- ändert werden. Wird dabei der obere oder der untere Endanschlag der Höheneinstellung er- reicht, erfolgt eine automatische Höhenanpas- sung, um einen Mindestfederweg zu gewähr- leisten.
3.3.4.5 Sitzneigungseinstellung Die Längsneigung der Sitzfläche kann individu- ell angepasst werden. Zum Einstellen der Neigung die linke Taste (Pfeil) anheben. Durch gleichzeitiges Be- oder Entlasten der Sitzfläche neigt sich diese in die gewünschte Lage. 3.3.4.6 Sitztiefeneinstellung Die Sitztiefe kann individuell angepasst werden. Zum Einstellen der Sitztiefe die rechte Taste (Pfeil) anheben.
3.3.4.8 Bandscheibenstütze Durch Drehen des Handrades (Pfeil) nach links oder rechts kann sowohl die Höhe als auch die Stärke der Vorwölbung im Rückenpolster indivi- duell angepasst werden. Dadurch kann sowohl der Sitzkomfort erhöht, als auch die Leistungsfähigkeit des Fahrers er- halten werden.
3.3.4.10.2 Rechte Armlehne Die Längsneigung der Armlehne kann durch reindrücken des Knopfes (Pfeil) verändert wer- den. 3.3.4.11 Rückenlehneneinstellung Die Verstellung der Rückenlehne erfolgt über den Verriegelungshebel (Pfeil). Der Verriegelungshebel muss in der ge- wünschten Position einrasten. Nach dem Verriegeln darf sich die Rückenlehne nicht mehr in eine andere Position verschieben lassen.
3.3.4.13 Stoßdämpfung Die Dämpfung des Sitzes kann den Fahrbahn bzw. Geländebeschaffenheiten angepasst wer- den. Der Federungskomfort ist daher individuell einstellbar. Hebel bis zur gewünschten Einstellung drehen und loslassen 1 weich 2 hart 3.3.5 Sicherheitsgurt Der Fahrersitz ist mit einem Sicherheitsgurt (Be- ckengurt) ausgerüstet.
3.4 Verstellung der Lenksäule Die Lenksäule kann in Längsrichtung und in der Hö- he verstellt werden. Dazu die Klemmung mittels des Hebels an der linken Seite lösen. Die Lenksäule lässt sich jetzt in Längs- richtung kippen und hoch und runter schieben. In der richtigen Position die Lenksäule mit Hilfe des Hebels wieder arretieren.
3.6 Fahrschalter Der Fahrschalter ist in den Bediengriff für die Arbeitshydraulik integriert. Er dient zur Vorwahl der Fahrtrichtung, das Schalten erfolgt voll unter Last. Der Lader ist serienmäßig mit einem 2-Stufen-Getriebe ausgerüstet. Diese 2 Stufen sind ohne Kraftunterbrechung schaltbar. Das Wechseln der Fahrtrichtung oder das Schalten von der schnellen Fahrstufe in die Langsame nie- Warnung! mals bei hoher Fahrgeschwindigkeit durchführen!
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Fahrstufen: Das Schalten der Fahrstufen (Gänge) erfolgt über den Gangschalter, der sich auf der Rückseite des Multifunktionshebels befindet. Die Gänge können unter Last geschal- tet werden. Der Lader muss hierzu nicht abgebremst werden. Beim Herunterschal- ten vom II in den I Gang, sollte jedoch die Fahrgeschwindigkeit deutlich reduziert werden, um eine Motorbelastung zu vermeiden.
3.7 Zünd-Startschalter / Anlassen des Laders • Beim Starten der Maschine darf sich keine Per- son an den Arbeitswerkzeugen, am Motoren- raum bzw. unter dem Lader befinden! Warnung! • Der Start ist durch ein Betätigen des Signalhor- nes anzukündigen! • Der Fahrschalter hat sich in Neutral-Stellung zu befinden! 0 = Zündung/Dieselmotor aus...
3.8 Bremse Auf der Vorderachse befindet sich die mechanische Feststellbremse. Diese Bremse ist als Lamellenbremse ausgeführt. Die Betätigung erfolgt hydraulisch. ohne Druckluftanlage mit Druckluftanlage In Position „A“ ist die Feststellbremse gelöst. Zum Festziehen ist die Bremse in Positi- on „B“ zu bringen. Bei angezogener Feststellbremse ist die Fahrpumpe außer Betrieb gesetzt! Der Lader fährt nicht! •...
3.9 Abstellen des Laders Vor dem Abstellen der Maschine ist der Teleskoparm in die unterste Stellung abzu- senken und das Arbeitswerkzeug auf dem Boden abzustellen. Danach ist die Fest- stellbremse anzuziehen und der Fahrschalter in die Neutralstellung zu bringen. Brennbare Güter (z.B. Heu- oder Strohhalme) sind von der Maschine und aus ihrer unmittelbaren Umgebung zu entfernen.
3.10 Einhebelbetätigung für den Teleskoparm Rechts neben dem Fahrersitz befinden sich die Betätigungshebel für den Teleskop- arm. Mit diesem Hebel kann man gleichzeitig das Heben / Senken des Teleskoparms und Ein-/ Auskippen des Arbeitswerkzeuges durchführen. Außerdem sind in ihm die Mikroschalter für das Ausfahren / Einfahren des Teleskoparmes sowie für das Zusatz- steuergerät integriert.
3.11 Schnellwechseleinrichtung Die hydraulische Schnellwechseleinrichtung dient zum einfachen Wechsel der Ar- beitsgeräte. Hierzu ist der Lader an das Arbeitswerkzeug heranzufahren und mit den beiden Fangbolzen aufzunehmen. Danach den Werkzeugzylinder einziehen und das Werkzeug verriegeln. Beim Abkuppeln wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen. Als Schutz, gegen unbeabsichtigtes Entriegeln des Werkzeuges, ist der Lader mit einer Sperre ausgerüs- tet.
Achtung Zur Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Öffnen der Schnellwechseleinrichtung, ist der Hydraulikkreis zusätzlich mit einem handbetätigtem 3-Wege-Hahn ausgerüstet. Während des Betriebes muss dieser 3-Wege-Hahn in der Stellung „Zusatzhydraulik“ stehen! Nur zum Entriegeln ist dieser in die Stellung „Werkzeugverriegelung“ umzu- legen, da ein Entriegeln des Werkzeuges andernfalls nicht möglich ist! Werkzeugverriegelung Zusatzhydraulik 3.11.1 Druckentlastung...
3.12 Platine, Sicherungen und Relais Das CAN-Bus-Relais befindet sich unter dem Ab- lagefach unter der gepolsterten Klappe. Der Behälter des Ablagefaches kann herausge- nommen werden. Dazu die beiden Schrauben lösen. CAN-Bus-Relais für • Steuerdiagnoselampe • Temperaturanzeiger • Drehzahlmesser Unter der Abdeckung links hinter dem Fahrer- sitz, befindet sich die Platine, sowie die zwei Hauptrelais und Vorsicherungen für diese.
3.13 Kabine 3.13.1 Kabinentür Während des Einsatzes sind die Kabi- nentüren ständig verriegelt zu halten. Die Tür kann bei Bedarf einen Spalt of- fen gehalten werden. Dazu ist der in der Abbildung gezeigte Hebel nach au- ßen zu klappen und im Türschloss ein- zurasten (a).
3.13.2 Heckfenster Zum Öffnen des Heckfensters sind die beiden Griffe gleichzeitig zu schwen- ken. 3.13.3 Innenleuchte Leuchte aus Leuchte durch Tür geschaltet: Tür zu: Licht aus Tür auf: Licht an Leuchte an...
3.13.4 Schalterelemente in Kabine 1. Schalter für Scheibenwischer hinten 2. Schalter für Scheibenwischer vorn (1. Stufe Intervall/ 2 Stufe Normal) 3. Scheibenwaschanlage vorn 4. Schalter für Rundumkennleuchte (optional) 5. Schalter Arbeitsscheinwerfer hinten 6. Schalter Arbeitsscheinwerfer vorn 3.13.5 Heizung Die Kabine ist mit einer stufenlos regulierbaren Heizung ausgerüstet. Zum Heizen muss der Schalter "a"...
3.13.6 Klimaanlage (optional) Mit dem Schalter „c“ wird die Klimaanlage eingeschaltet. 3.13.7 Ablagefächer In der Kabine befinden sich 3 Ablagefächer: • An der Vorderseite der Kabine, links neben dem Bedienpanel, • ein Getränkehalter rechts neben dem Fahrersitz und • unter der gepolsterten Klappe links neben dem Fahrersitz.
3.14 Batterietrennschalter (optional) Mit diesem Schalter wird die gesamte elektri- sche Anlage von der Batterie getrennt. Bleibt die Maschine über längere Zeit abgestellt, z.B. über Nacht, sollte die Verbindung zur Batterie durch den Batterietrennschalter unterbrochen werden. Dies kann ein unbeabsichtigtes Entla- den der Batterie verhindern.
3.15 Rundumkennleuchte (optional) Eine Rundumkennleuchte kann an der Kabine bzw. dem Verdeck angebracht werden. Die Rundumkennleuchte ist abnehmbar. Dazu die Flügelschraube lösen und Leuchte nach oben abzie- hen. Aufnahmedorn mit Gummikappe gegen Regen schützen. Achtung! Die Rundumkennleuchte ist gemäß den gesetzli- chen Bestimmungen einzusetzen!
3.16 Anhängekupplung (optional) Der Teleskoplader ist optional mit ei- ner Anhängekupplung ausgerüstet. Die Kupplung kann mit dem Hebel „a“ geöffnet werden. Beim Einführen der Zugöse schließt die Kupplung au- tomatisch. Zulässige Anhängerlast, ungebremst: 750 kg Zulässige Anhängerlast, druckluftgebremst: Achtung! 12.000 kg Zulässige Stützlast: 250 kg 3.16.1 Siebenpolige Anhängersteckdose...
4 Wartungsanleitung 4.1 Allgemeine Hinweise • Die allgemeinen Sicherheitsregeln sind auch bei der Pflege und Wartung einzuhalten. Der Die- selmotor ist bei der Wartung abzustellen und der Teleskoparm ist in seine unterste Stellung abzusenken. Alle erhitzten Baugruppen sind vor der Arbeit abkühlen zulassen! Achtung! •...
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Es sind alle Arbeiten zu unterlassen, welche die Gesundheit schädigen. Folgende Punkte sind dabei besonders zu beachten: • Bei Arbeiten am Teleskoparm, diesen durch geeignete Stützen sichern, niemals unter den ungesicherten Arm treten. Lebensgefahr! • Teleskoparm nicht als Wagenheber nutzen. Beim Unterbauen keine Steine usw. benutzen, nur geprüfte Böcke verwenden.
4.1.1 Systemabschaltung / Motor stillsetzen Beschädigungsgefahr! • Die Systemabschaltung muss über die Klemme 15 erfolgen, nicht über Klemme 30 oder den Bat- teriehauptschalter! • Steuergerätestecker nicht bei eingeschalteter Spannungsversorgung (Klemme 15 "Ein") abzie- Achtung! hen! Zuerst Spannungsversorgung "aus", dann Stecker ziehen! •...
4.3.2 Filter Klimaanlage Entfernen Sie zunächst die Schutzkappe des Knickge- lenks (a). Danach lösen Sie die 4 Schrauben "b" und ent- fernen vorsichtig die Kunststoffabdeckung. Mit einer Münze die beiden Verschlüsse oberhalb des Luftfiltereinsatzes lösen. Die Metallabdeckung unten anheben und dann oben aushaken.
4.4 Tanken Der Tankstutzen für den Dieseltank befin- det sich hinten rechts unter der Motorhau- be am Hinterwagen. Nach dem Tanken den Tankstutzen sorgfäl- tig verschließen. • Der Zeiger der Tankuhr sollte oberhalb des roten Bereichs der Tankuhr stehen. • Beim Tanken den Tank soweit füllen, bis der Dieselkraftstoff etwa in der Mitte des Einfüllstutzens steht.
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Sicherer Umgang mit Kraftstoff: • Vorsichtig mit Kraftstoff umgehen, er ist leicht entzündlich. Beim Betanken der Maschine nicht rauchen und darauf achten, dass keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind. • Motor abstellen, wenn die Maschine betankt werden soll. •...
4.5 Wartung Hydrauliksystem Bei der Wartung des Hydrauliksystems, sowie dem Achtung! Wechsel von Hydraulikaggregaten, ist mit größter Sauberkeit vorzugehen, um einen vorzeitigen Aus- fall der Anlage zu vermeiden! Das hydraulische Filtersystem besteht aus: 1 x Rücklauf-Saugfilter für die Arbeits- und Fahrhydraulik 1 x Einfüll-Belüftungsventil.
4.5.1 Hydraulik-Filteranlage Rücklauf-Saugfilter Einfüll-Belüftungsventil Einfüllstutzen und Belüftungs- ventil Max. Ölstand Min. Filterelement Im betriebswarmen Zustand steht der Hydraulik- tank unter Druck. Um beim Filterwechsel ein Über- Achtung! fließen des Hydrauliköls zu verhindern, muss durch Öffnen des Einfüll-Belüftungsventils ein Druckaus- gleich geschaffen werden!
4.5.2 Hochdruckfilter Unter normalen Einsatzbedingungen ist das Filterelement des Hochdruckfilters nach folgenden Intervallen zu erneuern: 50 Betriebsstunden nach erster Inbetriebnahme b) 800 Betriebsstunden nach erster Inbetriebnahme c) nachfolgend alle 800 Betriebsstunden. Das von der Zahnradpumpe geförderte Öl wird komplett durch den Hochdruck- filter geleitet, bevor es zur Lenkung bzw.
4.6.3 Öl in den Planetengetrieben wechseln Achtung! Bei erhitzten Planetengetrieben steht das Öl unter Druck! Ablassschraube vorsichtig herausschrauben! 1. Rad so drehen, dass die Ablassschraube (A) unten steht. Schraube herausschrau- ben und Öl ablassen. 2. Rad um 90° drehen und Öl einfüllen. Der Ölstand muss bis zum Schraubenloch reichen.
4.7 Wartung der Bremsanlage Die Lamellenbremse ist praktisch wartungsfrei. Nach 2 Jahren müssen die Brems- schläuche sowie die Bremsflüssigkeit gewechselt werden. Als Bremsflüssigkeit wird werksseitig das ATF-Öl AVIA Fluid ATF 86 verwendet, dieses Öl erfüllt die Anforderun- gen gemäß Dexron II D, Caterpillar TO - 2 oder ZF-TE-ML 03D, 04D, 11A, 14A, 17C. Achtung! Nur ATF-Öl in die Bremsanlage einfüllen! Das Entlüften der Anlage erfolgt über die Entlüftungsschrauben an der Axialkolben-...
4.7.1 Wartung der Druckluftanhängerbremse (optional) Bei einem Behälterdruck von 8 bar darf bei stehendem Motor innerhalb von drei Mi- nuten kein Druckverlust feststellbar sein. Andernfalls ist ein Händler aufzusuchen. Zum Entwässern des Luft- behälter Ring „a“ ziehen.
4.8 Luftfilter Der eingesetzte Luftfilter ist ein Zweistufen-Trockenluftfilter, er ist niemals zu ölen. Unter normalen Arbeitsbedingungen den Filter einmal pro Woche (oder alle 100 Be- triebsstunden) öffnen und säubern. Hierbei wird nur das Hauptfilterelement aus dem Gehäuse genommen und leicht ausgeklopft. Werden dabei Beschädigungen des Filterelementes sichtbar, ist dieses umgehend auszuwechseln.
4.9 Wartung der Batterie Die Batterie ist wartungsfrei nach DIN. Um eine lange Lebensdauer der Batterie zu erhalten, sind dennoch einige Pflegemaßnahmen notwendig: • Die Oberfläche der Batterie ist sauber und trocken zu halten. • Alle 400 Betriebsstunden ist der Säurestand zu prüfen und bei Bedarf, destilliertes Wasser aufzufüllen.
4.11 Lastanzeige 4.11.1 Kalibrierung mit Fahrzeug (erfolgt im Werk) Im Auslieferungszustand ist eine Standardkalibrierung vorprogrammiert. Jedes OMD muss jedoch zusätzlich im Fahrzeug kalibriert werden, um Toleranzen bei der Sen- sormontage auszugleichen und den Anzeigebereich genau auf das Fahrzeugverhal- ten abzustimmen. Zur Kalibrierung muss das Fahrzeug in zwei Belastungszustände gebracht werden.
k) Bedientaste betätigen, somit wird der 100%-Punkt abgeglichen. Dieser Vorgang kann einige Sekunden dauern. Während dieser Zeit darf das Fahr- zeug nicht bewegt werden. Nach erfolgreicher Beendigung zeigt das zusammen- laufende Leuchtband den Abschluss des Kalibriervorgangs an. • Blinken alle LEDs mit zusätzlichem Warnton, konnte die Kalibrie- rung nicht erfolgreich durchgeführt werden, da der vom Sensor ge- lieferte Strom außerhalb des OMD- Messbereichs liegt (die alten Ka- librierwerte bleiben erhalten).
4.11.3 Hinweise zur Sensormontage und Demontage Um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten, sollen nachstehende Punkte un- bedingt eingehalten werden: a) Montagefläche säubern, die Fläche muss metallisch rein, eben und glatt sein. Die Befestigungspunkte müssen mit einer maximalen Toleranz von 0,1 mm parallel zueinander sein.
5 Wartung Dieselmotoren 5.1 Sicherer Betrieb Die Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen beim Betrieb dieses Antriebsaggregats ist der beste Schutz gegen Unfälle. Das Kapitel muss sorgfältig durchgelesen werden, bevor das Gerät zum ersten Mal in Betrieb genommen wird. Alle Bedienungsperso- nen, selbst wenn diese mit ähnlichen Anlagen bereits vertraut sind, müssen diese Anleitung und alle anderen Anweisungen, die sich mit dem Betrieb des Aggregats und eventuell vorhandenen Zusatzgeräten befassen, sorgfältig durchlesen.
10. Vor dem Ablassen von Flüssigkeiten eine ordnungsgemäße Entsorgung sicher- stellen. Beim Entsorgen von Altöl, Kraftstoff, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit, Filter und Batterien sind unbedingt die örtlichen Umweltschutzgesetze zu beachten. 11. Bei Reparaturen immer Werkzeuge benutzen, die sich in gutem Zustand befin- den.
5.2.2 Wartungsbilder Das auf dieser Seite abgebil- dete Wartungsbild wird in selbstklebender Ausführung mit jedem Motor mitgeliefert. Es soll an gut sichtbarer Stelle am Motor oder am Gerät auf- geklebt werden. 5.3 Kraftstoff Sicherer Umgang mit Kraftstoff: • Vorsichtig mit Kraftstoff umgehen, er ist leicht entzündlich. Beim Betanken der Maschine nicht rauchen und darauf achten, dass keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind.
5.3.2 Kraftstoffstandüberprüfung und Nachtanken • Der Zeiger der Tankuhr sollte oberhalb des roten Bereichs der Tankuhr stehen. • Beim Tanken den Tank soweit füllen, bis der Dieselkraftstoff etwa in der Mitte des Einfüllstutzens steht. Es darf nicht zuviel Kraftstoff eingefüllt werden! Es ist Dieselkraftstoff nach EN 590 zu verwenden, die Cetanzahl muss mehr als 45 betragen.
5.3.3 Kraftstoffsystem entlüften 1. Bei Neuinbetriebnahme bzw. leer gefahrenem Tank ist ein Entlüften des Kraft- stoffsystems notwendig. 2. Motorregler in Stoppstellung bringen. 3. Kraftstoffauffangbehälter unter das Filtergehäuse / Druckhalteventil stellen. 4. Druckhalteventil am Kurbelgehäuse/ Kraftstoffabsperrhahn an Filtergehäuse öffnen. 5. Motor mit Starter durchdrehen (max. 20 Sek.) bis am Druckhalteventil am Kur- belgehäuse/ Filtergehäuse blasenfreier Kraftstoff austritt.
5.3.4 Überprüfung der Kraftstoffleitungen Zur Vermeidung von Unfällen: • Nur bei stillstehendem Motor Arbeiten an den Kraftstoffleitungen durchführen! • Schadhafte Kraftstoffleitungen können Feuer verursachen! Achtung! • Auslaufender Kraftstoff kann Umweltschäden verursachen! Die Kraftstoffleitungen müssen alle 50 Betriebsstunden überprüft werden! 1. Verschraubungen und Übergangsstellen auf Dichtheit prüfen. Gegebenenfalls Verschraubung bzw.
5.3.5 Kraftstofffilter-Einsatz austauschen • Filter darf niemals vorgefüllt werden. Es besteht Verschmutzungsge- fahr! Wichtig! • Motor abstellen. • Kraftstofffilterdeckel (1) mit 2 bis 3 Umdrehungen lösen und 30 Sekunden warten. • Kraftstofffilterdeckel (1) mit Papierfiltereinsatz (5) entgegen Uhrzeigersinn abschrauben. • Papierfiltereinsatz (5) vorsichtig von der Führung (4), die im Gehäuse (3) steckt, nach oben lösen.
5.3.6.2 Kraftstoffvorfiltereinsatz wechseln • Kraftstoffzufuhr zum Motor absperren. • Wasserauffangbehälter (3) unter den Vorfilter stellen. • Stecker des optionalen Wasserstandssensors (4) trennen. • Entwässerungshahn (5) öffnen und Flüssigkeit ablassen. • Filtereinsatz (2) zusammen mit Wasserauffangbehälter (3) abschrauben. • Wasserauffangbehälter (3) vom Filtereinsatz (2) abschrauben. •...
5.3.6.4 Motor entlüften • Motorregler in Stoppstellung bringen. • Kraftstoffauffangbehälter unter das Druckhalteventil am Kurbelgehäuse/ Filter- gehäuse stellen. • Druckhalteventil am Kurbelgehäuse/ Kraftstoffabsperrhahn an Filtergehäuse öff- nen. • Motor mit Starter durchdrehen (max. 20 Sek.) bis am Druckhalteventil am Kurbel- gehäuse/ Filtergehäuse blasenfreier Kraftstoff austritt.
5.4.2 Überprüfung des Ölstandes 1. Motor bzw. Fahrzeug waagerecht stellen. 2. Motor warm: • Motor abstellen, 5 Minuten warten und Ölstand kon- trollieren. Motor kalt: • Ölstand kontrollieren. 3. Ölpeilstab ziehen. 4. Mit faserfreiem, sauberem Lappen abwischen. 5. Bis zum Anschlag einstecken und wieder ziehen. 6.
5.4.3 Motorenölwechsel 1. Motor warm fahren. 2. Motor bzw. Fahrzeug waagerecht stellen. • Schmieröltemperatur ca. 80°C. 3. Motor abstellen. 4. Ölauffangschale unter dem Motor anordnen. 5. Ölablass-Schraube herausdrehen. 6. Öl ablassen. 7. Ölablass-Schraube mit neuem Dichtring eindrehen und festziehen (Anzugsmoment 100 Nm). 8.
5.4.3.1 Viskosität des Motoröls Für die Auswahl der richtigen Viskositätsklasse ist die Umgebungstemperatur am Aufstellort bzw. Einsatzgebiet des Motors maßgebend. Zu hohe Viskosität kann zu Startschwierigkeiten führen, zu niedrige Viskosität kann die Schmierwirkung ge- fährden sowie hohen Schmierölverbrauch zur Folge haben. Bei Umgebungstempera- turen unter -40°C muss das Schmieröl vorgewärmt werden (z.
5.4.5 Schmierölfiltereinsatz wechseln • Filter darf niemals vorgefüllt werden. Es besteht Verschmutzungsge- fahr! Wichtig! • Motor abstellen. • Schmierölfilterdeckel (1) mit 2 bis 3 Umdrehungen lösen und 30 Sekunden warten. • Schmierölfilterdeckel (1) mit Papierfiltereinsatz (5) entgegen Uhrzeigersinn abschrauben. • Papierfiltereinsatz (5) vorsichtig von der Führung (4), die im Gehäuse (3) steckt, nach oben lösen.
5.5 Kühler Den Kühlmittelstand vor jeder Inbetriebnahme kontrollieren. Zur Vermeidung von Unfällen: • Den Kühlerverschluss niemals bei Betriebstemperatur öffnen. Motor erst gut abkühlen lassen, dann Verschluss bis zur ersten Raste auf- Warnung! drehen und Druck vor Abnahme des Verschlusses entweichen lassen! 5.5.1 Kühlflüssigkeitsschema Kühlflüssigkeitsaustritt am Kühler Kühlflüssigkeit zum Thermostat...
5.5.2 Reinigungsintervalle • Die Verschmutzung des Kühlsystems ist abhängig von der Einsatzart des Motors. • Die Verschmutzungsgefahr wird erhöht durch Öl- und Kraftstoffrückstände auf dem Motor. Daher bei Einsatz unter hoher Staubbelastung besonders auf Dicht- heit achten. • Verstärkte Verschmutzung tritt auf z.B. bei: •...
5.5.3 Kühlsystem reinigen 5.5.3.1 Reinigung mit Druckluft Kühler mit Druckluft ausblasen. Kühlrippen des Kühlers dabei nicht beschädigen. Gelösten Schmutz mit Wasserstrahl ausspülen. Motor warm fahren, damit die Wasserrückstände verdampfen. 5.5.3.2 Reinigung mit Kaltreiniger Wärmetauscher mit handelsüblichem Kaltreiniger einsprühen und ca. 10 Min. ein- wirken lassen.
5.5.5 Kühlsystem füllen • Kühlsystem-Verschlussdeckel (1) vorsichtig öffnen. • Kühlflüssigkeit bis MAX-Markierung am Ausgleichsbe- hälter auffüllen und Kühlsystem-Verschlussdeckel (1) schließen. • Evtl. vorhandene Heizung einschalten und auf höchste Stufe einstellen, damit Heizkreislauf befüllt und ent- lüftet wird. • Motor bis auf Betriebstemperatur warm fahren (Öff- nungstemperatur des Thermostates).
5.5.7 Vorsichtsmaßnahmen bei Überhitzung des Motors Sollte sich der Motor überhitzen und die Kühlflüssigkeitstemperatur bis in die Nähe des Siedepunkts oder sogar darüber ansteigen, sind die folgenden Maßnahmen beim Aufleuchten der Warnlampe zu ergreifen: 1. Das Fahrzeug unverzüglich an einem sicheren Ort abstellen und den Motor unbe- lastet im Leerlauf drehen lassen.
5.5.8.1 Kühlsystemschutzmittel Die Kühlsystemschutzmittel müssen nitrit-, amin- und phosphatfrei sein. Sie bieten einen wirksamen Schutz gegen Korrosion, Kavitation und Gefrieren. Zulässig sind folgende Produkte: Hersteller Produktbezeichnung AVIA AVIA Antifreeze Extra ARAL ARAL Antifreeze Extra BASF Glysantin G 48 DEA Kühlerfrostschutz SHELL SHELL GlycoShell Das Kühlsystemschutzmittel in der Kühlflüssigkeit soll folgende Konzentration nicht...
5.5.9 Überprüfung der Kühlerschläuche und Schlauchschellen Zur Vermeidung von Unfällen: • Die Kühlerschläuche unbedingt in regelmäßigen Abständen über- prüfen. Wenn der Kühlerschlauch beschädigt ist oder Kühlmittel aus- läuft, kommt es zur Überhitzung. Dabei kann es zu schweren Ver- Achtung! brühungen kommen! Prüfen Sie, ob die Wasserleitungen ordentlich befestigt sind.
5.6.2 Riemenspannung prüfen • Anzeigearm (1) im Messgerät versenken. • Führung (3) zwischen zwei Riemenscheiben auf dem Keilriemen (2) auflegen. Dabei muss der Anschlag seit- lich anliegen. • Drucktaste (4) im rechten Winkel zum Keilriemen (2) gleichmäßig, bis Feder hörbar oder fühlbar ausrastet, drücken.
5.6.4 Riemenlängung prüfen • Abstand zwischen der Nase des beweglichen Spann- arms und dem Anschlag des festen Spanngehäuses messen. • Ist der Abstand "a" kleiner als 3mm, so ist der Riemen zu tauschen. • Keilriemen nur bei Motorstillstand prüfen / spannen / wechseln! •...
5.7.2 Ventilspiel einstellen (innere Abgasrückführung) Dieser Motor ist mit einer internen Abgasrückführungssystem ausgestattet. 4-Zylinder: Im Ausstoßtakt öffnet sich das Einlassventil kurzzeitig. Dies nicht mit der Ventilüberschneidung verwechseln! • Kontermutter (1) mit Spezialwerk- zeug (Best.-Nr. 8199) lösen. • Drehwinkelscheibe (3) (Best.-Nr.: 8190) und Steckschlüsseleinsatz (4) (Best-Nr.: 8193) auf Ventilspielein- stellschraube (2) aufsetzen.
5.7.3 Ventilspiel einstellen Für die Auslassventile gilt die gleiche Einstellvorschrift wie für Motoren ohne Abgas- rückführung. 5.7.3.1 Einlassventil einstellen • • Kontermutter (6) lösen. Drehwinkelscheibe (3) gegen den Uhrzeiger- sinn bis zum Erreichen des vorgegebenen • Drehwinkelscheibe (3) (Best.- Drehwinkelgrades drehen: Nr.: 8190) mit Krähenfuß- Motor TCD 2012 schlüssel (8) (Best.-Nr.: 8199) an...
5.7.3.2 Steuerkolbenspiel einstellen • Nach Einstellen des Ventilspiels ist das Steuerkolben- spiel wie folgt einzustellen: • Kurbelwelle durchdrehen bis zum Erreichen der Ven- tilüberschneidung des ersten Zylinders. Auslassventil ist noch nicht geschlossen, Einlassventil beginnt zu öffnen. Die einzustellenden Zylinder ergeben sich gemäß Ein- stellschema.
6 Störungsbeseitigung Störungen Maßnahme Prüfen Motor springt nicht oder schlecht an Einstellen Motor springt an, läuft jedoch unregelmäßig oder setzt aus Wechseln Reinigen Motor wird zu heiß. Temperaturwarnanlage spricht an Auffüllen Senken Motor hat Leistungsmangel Motor arbeitet nicht auf allen Zylindern Motor hat keinen oder zu niedrigen Öldruck Motor hat zu hohen Ölverbrauch Motor qualmt...
8 Anhang 8.1 Zulässige Ölsorten für Motor 8.1.1 Qualität Schmieröl-Qualitätsklasse DEUTZ-Freigabeliste DQC II-05 E7-04 oder E3-96 ACEA-Spezifikation oder E5-02 oder E4-07 oder E6-04 CG-4 oder CH-4 API-Spezifikation oder CI-4 oder CI-4 Plus oder CJ-4 weltweit DHD-1 8.1.2 Schmierölviskosität Für die Auswahl der richtigen Viskositätsklasse ist die Umgebungstemperatur am Aufstellort bzw.
8.1.3 Liste zulässiger Ölsorten Hersteller Schmieröltyp SAE-Klasse Verfügbarkeit DEUTZ DEUTZ ÖL TLS 15 W40 D 15W-40 weltweit ENI S.p.A. AGIP BLITUM T 15W-40 Europa AGIP SIGMA Turbo 15W-40 Europa BayWa AG HDC-Motorenöl 15W-40 15W-40 Deutschland Rennklasse Turbo 2000 10W-40 Deutschland Super Truck 1540 15W-40 Deutschland...
8.2 Zulässige Ölsorten für Achsen Zulässiges Getriebeöl mit Limited-Slip-Zusätzen Hersteller Produktbezeichnung AGIP PETROLISPA Rom/ I AGIP ROTRA MP/S ARAL LUBRICANTS GMBH; BOCHUM/ D ARAL DEGOL 3216 AVIA MINERALÖL-AG, MÜNCHEN/ D AVIA HYPOID 90 LS BAYWA AG; MÜNCHEN/ D BAYWA GETRIEBEÖL HYPOID LS 90 FRONTOL GETRIEBEÖL LS BP OIL INTERNATIONAL;...