Inbetriebnahme
Achten Sie bei der Platzierung des Bausteins im Fahrzeug darauf, dass nirgendwo eine leitende Verbindung entsteht! Stellen Sie
sicher, dass auch nach Schließen der Lok keine Kurzschlüsse entstehen können und keine Kabel eingeklemmt werden.
Ein Kurzschluss zwischen Motor, Beleuchtung, Schleifer, Radsätzen und dem Modul zerstört den Baustein und eventuell die
Elektronik der Lok!
Ein- und Ausschalten des Sounds / Auslieferungszustand
Die Soundmodule verfügen über 4 verschiedene, schaltbare Geräusche und eine Stummschaltfunktion:
Geräuschnummer
Art des Geräusches
1
Hupe, wiederholend
2
Hupe, permanent
3
Fahrgeräusch der Lok, Motor
4
Rangierfahrt / Kuppelgeräusch
8
Stummschaltfunktion
Im Auslieferungszustand ist das Modul entsprechend der oben stehenden Tabelle konfiguriert.
Die einzelnen Geräusche können per Sonderfunktionstasten von der Digitalzentrale aus ein- und ausgeschaltet werden. Die
Zuordnung der Geräusche zu den Sonderfunktionstasten kann über die CV's 903 bis 915 geändert werden. Im Auslieferungs-
zustand gilt die in der Tabelle angegebene Zuordnung.
Zusätzlich kann über die Geräuschnummer 8 die Stummschaltfunktion auf eine Funktionstaste gelegt werden. Fährt die
Lok aus dem sichtbaren Bereich einer Modellbahnanlage heraus, z.B. in den Schattenbahnhof, so kann durch Einschalten
dieser Sonderfunktion (f8 bei werkseitiger Einstellung) der gesamte Loksound weich ausgeblendet werden. Modulintern
wird der Sound auch im ausgeblendeten Zustand gemäß der jeweiligen Fahrsituation weiter generiert. Wird der Sound über
das Abschalten der Sonderfunktion wieder eingeblendet, so wird der Sound allmählich wieder hörbar, angepasst an die
momentane Fahrsituation.
Lautstärke
Die Wiedergabelautstärke kann über die CV 902 geändert werden. Werkseitig ist die maximale Lautstärke eingestellt.
Einstellungen zur dynamischen Soundänderung
Einige Einstellungen, die die Änderung des Sounds in Hinsicht auf die augenblickliche Fahrsituation betreffen, können dem
jeweils verwendeten Loktyp angepasst werden. Die Einstellungen betreffen die Soundänderung bei Laständerungen (Berg-
auf- und Bergabfahrten), die Geschwindigkeitsschwelle für den Einsatz des Bremsenquietschens und die Einschaltschwelle
für den Elektrolüfter bei einer E-Lok.
CV 925 ändert die Empfindlichkeit auf Laständerungen. Wird hier ein Wert von 1 programmiert, so reagiert der Sound sehr schnell
auf Bergauf- bzw. Bergabfahrten. Ein Wert von 8 führt zu einer verzögerten Reaktion. Mit CV 921 kann die Auslöseschwelle
für eine Soundänderung bei Bergauffahrten (Lastzunahme) eingestellt werden und mit CV 922 die Auslöseschwelle für eine
Soundänderung bei Bergabfahrten (Lastabnahme). Alle Werte sind vom verwendeten Lokdecoder und von der verwendeten
Lok abhängig und müssen durch Fahrversuche ermittelt werden.
Mit der CV 924 kann die Geschwindigkeitsschwelle verändert werden, bei der das Bremsenquietschen einsetzt, wenn die
Geschwindigkeit der Lok reduziert wird.
Die CV 923 legt die Geschwindigkeitsschwelle fest, bei der bei einem E-Lok-Sound das Geräusch des Kühllüfters zuge-
schaltet wird.
Alle Einstellungen sind ab Werk für Uhlenbrock Lokdecoder und gebräuchliche H0-Lokomotiven voreingestellt, können aber
problemlos an andere Fahrzeuge angepasst werden.
Betrieb mehrerer Sound- oder Sonderfunktionsmodule an einem Lokdecoder
Wenn mehrere (bis zu drei) Sound- oder Sonderfunktionsmodule an einem Decoder mit SUSI-Schnittstelle gemeinsam
betrieben werden, kann jedem Modul über die CV 897 ein eigener CV-Adressbereich zugeordnet werden, damit alle Module
unabhängig voneinander programmiert werden können. Hierzu wird zunächst jedes Modul einzeln an den Lokdecoder ange-
schlossen. Jedem Modul kann jetzt über die CV 897 ein eigener CV-Adressbereich 1, 2 oder 3 zugeordnet werden. Werden
danach alle Module gemeinsam angeschlossen, so kann jedes Modul über seinen eigenen CV-Adressbereich angesprochen
und programmiert werden. Die geänderten CV Adressen je nach CV-Adressbereich sind in der Liste der CV's aufgeführt.
Bitte beachten Sie, dass die Erläuterungen in den vorangegangenen Abschnitten sich auf den Adressbereich 1 beziehen.
Bei Änderung des Adressbereiches müssen Sie die entsprechenden CV-Adressen für den 2. oder 3. Adressbereich aus der
Liste der CV's benutzen.
Programmierung
Die Grundlage aller Einstellungsmöglichkeiten des Decoders bilden die Configurations-Variablen (CV's) gemäß der DCC-
Norm. Das Soundmodul wird über den Lokdecoder programmiert und kann mittels aller Verfahren programmiert werden, die
der Lokdecoder zur Verfügung stellt. Bei der Verwendung eines Uhlenbrock Lokdecoders kann mit der PIKO Digi-Power-Box,
der Intellibox, DCC-Zentralen und Motorola**-Zentralen programmiert werden.
Bei Fremdherstellern entnehmen Sie bitte die Programmieranweisung der Bedienungsanleitung des Lokdecoders.
Programmierung mit der PIKO Digi-Power-Box oder anderen DCC-Zentralen
Benutzen Sie das Programmiermenü Ihrer DCC Zentrale, um das Soundmodul, sofern es an einen Uhlenbrock Decoder
angeschlossen ist, per CV direkt Programmierung auszulesen und zu programmieren. Die genaue Vorgehensweise entnehmen
Sie bitte dem Handbuch der verwendeten Zentrale.
Werkseitige Zuordnung
Sonderfunktion f2
Sonderfunktion f4
Sonderfunktion f1
Sonderfunktion f3
Sonderfunktion f8
Programmierung mit einer Märklin* Zentrale
Sofern das Soundmodul an einen Uhlenbrock Decoder angeschlossen ist, können mit einer Märklin* Zentrale alle CV's
programmiert, aber nicht ausgelesen werden.
1. Zentrale aus- und einschalten.
2. Adresse des Lok-Decoders anwählen und Licht einschalten.
3. Die Fahrtrichtungsumschaltung für ca. 10 Sek. betätigen, bis die Beleuchtung erlischt.
4. Fahrregler auf Position „Null" bringen. Jetzt blinkt die hintere Beleuchtung 4 x langsam.
5. An der Zentrale die Nummer der zu programmierenden CV wie eine Lokadresse eingeben.
6. Die Fahrtrichtungsumschaltung kurz betätigen. Jetzt blinkt die hintere Beleuchtung 4 x schnell.
7. Den gewünschten Wert für die CV wie eine Lokadresse an der Zentrale eingeben.
8. Die Fahrtrichtungsumschaltung kurz betätigen. Jetzt blinkt die hintere Beleuchtung 4 x langsam.
Falls weitere CV's programmiert werden sollen, Punkt 5-8 wiederholen.
Wenn die Programmierung beendet werden soll, die Zentrale auf „STOP" schalten oder die Adresse „80" eingeben und kurz
die Fahrtrichtungsumschaltung betätigen. Da bei der Programmierung mit einer Motorola** Digitalzentrale von Märklin* nur
Eingaben von 01 bis 80 möglich sind, muss der Wert „0" über die Adresse als „80" eingegeben werden.
Page-Register zur Eingabe von CV-Nummern größer 79
CV-Adressen größer als 79 können nur mit Hilfe des Page-Registers programmiert werden. Dieses Page-Register ist die CV
66. Wird die CV 66 mit einem Wert größer 0 beschrieben, so wird bei allen nachfolgenden Programmiervorgängen der Inhalt
der CV 66 mal 64 zu jedem folgenden eingegebenen Adresswert hinzuaddiert. Der eingegebene Wert muss im Bereich 1
bis 64 liegen.
Beispiel
Soll die CV 82 mit dem Wert 15 programmiert werden, so muss zuerst die CV 66 mit dem Wert 1 programmiert werden.
Anschließend kann die CV 18 mit dem Wert 15 programmiert werden. Im Decoder wird jetzt der Wert 15 in der CV Adresse 82
abgelegt, die sich aus der Addition des Inhalts der CV 66 (im Beispiel 1) multipliziert mit 64 (also 64) und der eingegebenen
CV Adresse an der Zentrale (18) ergibt. Anschließend sollte die CV 66 wieder auf Null gesetzt werden, damit nachfolgende
Programmierungen wieder in den gewünschten CV's abgelegt werden.
Offset-Register zur Eingabe von CV-Werten größer 79
CV-Werte größer 79 können nur mit Hilfe des Offset-Registers programmiert werden. Dieses Offset Register ist die CV 65.
Wird die CV 65 mit einem Wert größer 0 beschrieben, so wird bei allen nachfolgenden Programmiervorgängen der Inhalt
der CV 65 mit 4 multipliziert und zu jedem im Folgenden programmierten CV-Wert hinzuaddiert und in der entsprechenden
CV abgelegt.
Beispiel
Soll die CV 49 mit dem Wert 157 programmiert werden, so muss zuerst die CV 65 mit dem Wert 25 programmiert werden.
Anschließend kann die CV 49 mit dem Wert 57 programmiert werden. Im Decoder wird jetzt der Wert 4 * 25 + 57 abgelegt.
Anschließend sollte die CV 65 wieder auf Null gesetzt werden, damit nachfolgende Programmierungen mit Werten kleiner
als 79 nicht versehentlich verfälscht werden.
Hinweis: Bei der Programmierung der CV 65 und der CV 66 bleibt der Inhalt von Offset- und Page-Register unberücksichtigt.
Hinweis: Wird der Motorola**-Programmiermodus verlassen, so werden automatisch das Page- und das Offset-Register
(CV 65, CV 66) wieder zu Null gesetzt.
Neue Sounds ins Modul laden
Soll der Sound des Moduls geändert werden, so muss das Modul vom Lokdecoder getrennt werden und mit dem SUSI-Stecker
in die entsprechende Buchse des IntelliSound Ladeadapters (Art.Nr. 31 010) gesteckt werden.
Die Bedienungsschritte zum Ändern des Sounds entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung des IntelliSound Lade-
adapters.
Eine große Auswahl von verschiedenen Sounds finden Sie auf unserer Internet Seite „www.uhlenbock.de".
Technische Daten
Soundkanäle zur Wiedergabe:
3
Max. Dauer des gespeicherten Sounds:
40 Sekunden
Stromaufnahme:
max. 0,1 A
Größe:
25 x 15 x 12 mm
Hotline: Ihr direkter Weg zum Techniker
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie an, Fa. Uhlenbrock: 02045-858327, Mo-Di-Do-Fr 14-16 Uhr und Mi 16-18 Uhr
Garantieerklärung
Jeder Baustein wird vor der Auslieferung auf seine vollständige Funktion überprüft. Sollte innerhalb von 2 Jahren ab Kaufdatum
dennoch ein Fehler auftreten, so setzen wir Ihnen den Baustein kostenlos instand.
Bei einem eventuellen Defekt senden Sie bitte den Baustein zusammen mit dem Kaufbeleg und einer kurzen Fehlerbe-
schreibung unter Angabe der Decoderadresse zur Reparatur an uns zurück.
Der Garantieanspruch entfällt, wenn der Schaden durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurde.
Bitte beachten Sie, dass laut EMV-Gesetz der Baustein nur innerhalb von Fahrzeugen betrieben werden darf, die das CE-
Zeichen tragen.