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Betriebsanleitung und Prüfbuch Grubenlift Traglast 2 t, 4 t SOMMERER GRUBENLIFT...
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WICHTIG: • Handbremse lösen damit Fahrzeug nachrollen kann. • Bei Arbeiten unter Hebebühnen mit Auffahrschienen unbedingt die Schwerpunktverlagerung beim Anheben von Achsen oder Karossierie- teilen beachten. Wenn das Gegengewicht der Achse auf der Schiene fehlt, kann die Hebebühne überlastet werden oder die Standsicherheit kann beeinträchtigt werden. • Heber abends vom Druckluftnetz trennen.
Inhalt Seite Stammblatt Prüfbuch SICHERHEITSVORSCHRIFTEN 1.1. Einleitung 1.2. Einsatzbereiche der SOMMERER Grubenheber 1.3. Hinweise zur Beachtung der Bedienungsanleitung 1.4. Verpflichtung des Betreibers 1.5. Gefahren im Umgang mit dem Grubenheber 1.6. Organisatorische Maßnahmen 1.7. Instandhaltung, Störungsbeseitigung, Entsorgung 1.8. Besondere Gefahren 1.9. Sicherheitsvorschriften und -normen BESCHREIBUNG 2.1. Verwendung und Einsatzbereich 2.2. Bau- und Funktionsbeschreibung 2.3.
Stammblatt Grubenlift Typ: Traglast Baujahr: Fabrik-Nr.: TKT-LM Traglast (t) Zul. Betriebsdruck hydr. (bar) Zul. Betriebsdruck pneum. (bar) Senkgeschwindigkeit: max. 0,15 m/s Hubhöhe: 1.100 mm Steuerung: hydraulisch-pneumatisch, hydraulisch-pneumatisch mit Luftmotor Inbetriebnahme Protokoll Der Heber wurde am ______________ entsprechend den Anweisungen montiert und in Betrieb genommen. ________________________________ _________________________________ Ort/Datum Sachkundiger / Sachverständiger Name des Sachkundigen Anschrift Mängel zur Kenntnis genommen Datum / Betreiber Mängel behoben Datum / Unterschrift...
Prüfbuch Dieser Grubenlift wurde am bescheinigten Datum einer regelmäßigen Prüfung gemäß den Vorschriften BGG 945 / BGR 500 und der Maschinenrichtlinie 2006 / 42 / EG unterzogen. Tag der Keine/zu Ja/nein Ja/nein Name, Adresse, Bestätigung Prüfung beseitigen- Mängel Mängel Beruf, ArbeitG des des Betrei- de Mängel behoben behoben Sachkundigen bers...
1. Sicherheitsvorschriften 1.1. Einleitung SOMMERER Hebezeuge sind ein Ergebnis langjähriger Erfahrung. Der hohe Qualitätsanspruch und das überlegene Konzept garantieren Ihnen Zuverlässigkeit, eine lange Lebensdauer und den wirtschaftlichen Betrieb. Um unnötige Schäden und Gefahren zu vermeiden, sollten Sie diese Bedienungsanleitung aufmerksam durchlesen und den Inhalt stets beachten. Diese Bedienungsanleitung gilt sowohl für Unterflurhe- ber mit Schienenfahrgestell als auch für frei verfahrbare Heber. 1.2. Einsatzbereiche der SOMMERER Grubenheber SOMMERER Grubenheber dürfen nur zum teilweisen Anheben von Fahrzeugen mit anschließender Abstützung und/oder zum Anheben und Absenken von Fahrzeugteilen (z. B. Motoren Getriebe usw.) benutzt werden.
• Zusätzlich zu den Sicherheitshinweisen der Bedienungsanleitung sind die für den Einsatzort geltenden Regeln und Vorschriften zu beachten. 1.4. Verpflichtung des Betreibers Der Betreiber verpflichtet sich, nur Personen an der Anlage arbeiten zu lassen, die • mit den grundlegenden Vorschriften über die Arbeitssicherheit und Unfallverhütung vertraut und in den Umgang mit der Anlage einge- wiesen sind • das Sicherheitskapitel und die Warnhinweise gelesen, verstanden und dies durch Unterschrift bestätigt haben. 1.5. Gefahren im Umgang mit dem Grubenheber Die SOMMERER Grubenheber sind nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln konzipiert und gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers entstehen oder Sachwerte beschädigt wer- den. Der Grubenheber darf nur betrieben werden: • für die bestimmungsgemäße Verwendung • in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand ► Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen können, sind sofort zu beseitigen. • Grubenheber nur in Bewegung setzten, wenn sich keine Personen im Gefahrenbereich befinden. • Der Bewegungsbereich des Grubenhebers muss freigehalten wer- den. • Im Bewegungsbereich des Grubenhebers dürfen sich keine Perso- nen aufhalten • Die höchstzulässige Tragkraft des Grubenhebers darf nicht über-...
• Heber nur zentrisch belasten, Fahrzeug anheben, die sichere Fahr- zeugaufnahme • kontrollieren, dann erst auf die gewünschte Höhe anheben. Fahr- zeug gegen Abrollen sichern. • Hub- und Senkbewegungen gleichmäßig vornehmen. Während der Bewegung die Last beobachten. • Grubenheber und Getriebeheber sind nicht dazu geeignet, die Last über einen längeren Zeitraum sicher zu halten, daher muss die an- gehobene Last mit Abstützbrücken oder Abstützblöcken gesichert werden. 1.6. Organisatorische Maßnahmen • Die Bedienungsanleitung ist ständig am Einsatzort des Grubenhe- bers griffbereit aufzubewahren. • Ergänzend zur Bedienungsanleitung sind allgemeingültige gesetzli- che und sonstige verbindliche Regelungen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz zu beachten und anzuweisen! • Das sicherheits- und gefahrenbewusste Arbeiten des Personals ist...
• Vorgeschriebene oder in der Bedienungsanleitung angegebene Fris- ten für wiederkehrende Prüfungen/Inspektionen einhalten. ► Bei Funktionsstörungen Grubenheber sofort stillsetzen und sichern! Störungen sofort beseitigen lassen! 1.7. Instandhaltungstätigkeiten, Störungsbeseitigung, Entsorgung • In der Bedienungsanleitung vorgeschriebene Einstell-, Wartungs- und Inspektionstätigkeiten und -termine einschließlich Angaben zum Austausch von Teilen/Teilausrüstungen einhalten! Diese Tätigkeiten dürfen nur von Fachpersonal durchgeführt werden. • Bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten gelöste Schraubverbin- dungen stets festziehen! • Für sichere und umweltschonende Entsorgung von Betriebs- und Hilfsstoffen (Hydrauliköl!) sowie Austauschteilen sorgen! 1.8. Besondere Gefahren Hydraulik, Pneumatik • Arbeiten an hydraulischen Einrichtungen dürfen nur von Personen mit speziellen Kenntnissen und Erfahrungen in der Hydraulik durch- geführt werden. • Alle Leitungen, Schläuche und Verbindungen regelmäßig auf Un- dichtigkeiten und äußerlich erkennbare Beschädigungen überprüfen! Beschädigungen umgehend beseitigen. Herausspritzendes Öl kann zu Verletzungen und Bränden führen! • Elektrische Zuleitung regelmäßig auf Beschädigungen prüfen und gegebenenfalls sofort ersetzen. • Zu öffnende Druckleitungen (Hydraulik, Druckluft) vor Beginn der Reparaturarbeiten drucklos machen! • Hydraulik- und Druckluftleitungen fachgerecht verlegen und montie- ren! Anschlüsse nicht verwechseln! Armaturen, Länge und Qualität der Schlauchleitungen müssen den Anforderungen entsprechen.
Öle, Fette und andere chemische Substanzen Beim Umgang mit Ölen, Fetten und anderen chemischen Substanzen sind die für das Produkt geltenden Sicherheitsvorschriften zu beachten! 1.9. Sicherheitsvorschriften und -normen Angewandte Sicherheitsvorschriften Bei der Konstruktion wurden beachtet: • Die Sicherheitseinrichtungen entsprechen der EN1494:2009-5 • Der Heber entspricht den Sicherheitsanforderungen folgender Richt- linien:2006/42/EG-Maschinenrichtlinie. • Die CE-Konformitätserklärung ist Bestandteil dieser Betriebsanlei- tung Für den Betrieb sind zu beachten: • Unfallverhütungsvorschriften des jeweiligen Betreiberlandes • 89/391/EWG Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer • 89/654/EWG Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten • 89/655/EWG Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Verwendung von Arbeitsmitteln • 89/656/EWG Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung per- sönlicher Schutzausrüstung...
2. Beschreibung 2.1. Verwendung und Einsatzbereich Der Grubenlift dient zum Ein- und Ausbau von Aggregaten und zum senkrechten Heben von Fahrzeugen über Montagegruben mit einer max. Achslast entsprechend der max. Tragfähigkeit des Hebers. Die Inbetriebnahme des Hebers muss von einem Sachkundigen durch- geführt werden. Der Heber darf baulich nicht verändert werden. Die mit dem Heber angehobene Last muss mit geeigneten Abstütz- systemen abgestützt werden. Diese Abstützsysteme bietet die ERICH SOMMERER GmbH ebenfalls an. ► Bei Arbeiten unter Hebebühnen mit Auffahrschienen unbedingt die Schwerpunktverlagerung beim Anheben von Achsen oder Karosserie- teilen beachten. Wenn das Gegengewicht der Achse auf der Schiene fehlt, kann die Hebebühne überlastet werden oder die Standsicherheit kann beeinträchtigt werden.
Das Hydraulikaggregat ist beim TKT vorne am Zylinder angeordnet. Für Fahrzeuge, die an zwei Punkten angehoben werden müssen, sind aufsteckbare Achstraversen zu verwenden (siehe Zubehör: Achstraver- sen, Abstützsysteme). Beim Grubenlift TKT und TKT-LM wird das im Tank befindliche Öl durch Druckluft beaufschlagt. Dadurch wird das Öl verdrängt und der Hubkol- ben gelangt schnell zum Lastangriff. Da das Öl dabei über Rückschlag- ventile geleitet wird, kann keine Luft in den Arbeitszylinder eindringen; er federt unter Belastung nicht. Beim Senken wird der Raum über dem Kolben mit Öl befüllt und dadurch vor Korrossion geschützt. Bei der Ausführung mit Luftmotor (LM) sitzt dieses Aggregat rechts auf der Hochdruckseite. Es wird durch Druckluft angetrieben und saugt und fördert Öl nach dem Plunger-System. Der Hochdruckteil ist so ausge- legt, dass das Fördern von Luft unmöglich ist. Der Hubkolben federt unter Belastung nicht. 2.3. Transport Der Grubenlift kann nur stehend transportiert werden. Der Öl- einfüllstutzen mit integriertem Ölmessstab ist für den Transport durch einen dicht schließenden Stopfen ersetzt worden. Dieser Stopfen muss vor Inbetriebnahme unbedingt durch den Öleinfüllstutzen ersetzt wer- den. 3. Installation 3.1. Allgemeines Der Einbau des Grubenlifts erfolgt durch geschulte Monteure des Herstellers oder des Verkaufshauses. Falls der Betreiber über entspre- chend geschulte Monteure (Sachkundige) verfügt, kann der Grubenlift auch von diesen eingebaut werden. Der ordnungsgemäße Einbau und die Inbetriebnahme müssen von einem Sachkundigen geprüft und im Inbetriebnahme-Protokoll auf Seite 4 bestätigt werden.
Druckluft: Alle Grubenlift-Typen müssen an das Druckluftnetz angeschlossen werden. Für die max. Traglast ist ein Druckluftanschluss von max. 10 bar erforderlich, d.h. dieser Druck muss am Heber vorhanden sein. Für die maximale Hubgeschwindigkeit ist ein hoher Druck (kurze Zuleitung mit Leitungsquerschnitt von R1/2 Voraussetzung. In der Grube ist ein handlesüblicher Druckschlauch von LW 6 bis LW 9 ausreichend. Grubenlifte mit Luftunterstützung/Luftmotor dürfen nur mit trockener Luft betrieben werden (Luftmotor zusätzlich mit Öler). Nahe am Gerät müssen ein Druckluftfilter und ein Wasserabscheider eingebaut sein. Zentrale Anlagen am Kompressor reichen nicht aus! Alle Typen unbe- lastet bis Anschlag ausfahren und bis Endstellung durchpumpen; da- nach in Grundstellung zurückfahren - der Heber wird dadurch entlüftet. Hydrauliköl: Der Grubenlift ist werksseitig mit BP Hydrauliköl HLP-HM 10 befüllt. Für Ergänzung oder Ölwechsel ist dieses oder ein gleichwertiges Hydraulik- öl zu verwenden. 3.2. Einbau und Aufstellungsort Der Grubenlift TKT und TKT-LM ist auf dem (Gruben)boden frei verfahr- bar. Das Fahrwerk dieses Hebers ist auf Lenkrollen bis 1.000 kg frei ver- fahrbar. Bei Belastung über 1.000 kg federt es auf den Rahmen und liegt damit auf dem Boden auf. Der Heber ist fest in der Mitte aufge- schraubt. Die Laufrollen des Hebers laufen direkt auf dem Grubenbo- den. Der Boden muss hierzu geeignet sein, d.h. eben, fest und sauber. 3.3. Entlüftung: • Der Grubenheber ist werksseitig entlüftet. Da der Transport nur ste- hend erfolgt, ist gewährleistet, dass keine Luft in das System gelangt.
4. Bedienung und Betrieb Beim Betrieb des Grubenhebers sind die jeweils gültigen Unfallverhü- tungsvorschriften zu beachten. • Der Grubenheber darf nur von entsprechend ausgebildetem Perso- nal bedient werden. • Grubenheber nur in Bewegung setzen, wenn keine Personengefähr- dung besteht. • Der Bewegungsbereich des Grubenhebers muss freigehalten werden und es dürfen sich keine Personen im Bewegungsbereich aufhalten. • Die höchstzulässige Tragkraft des Grubenhebers darf nicht über- schritten werden. • Das Besteigen des Grubenhebers, das Mitfahren und das Besteigen der Last ist verboten. • Heber nur zentrisch belasten, Fahrzeug anheben, auf sichere Fahr- zeugaufnahme achten, dann erst auf die gewünschte Höhe anhe- ben. • Last zentrisch ansetzen! Außermittige Lasten mit Achstraversen (2-Punkt-Aufnahme) aufnehmen. • Das Lastaufnahmemittel muss zentrisch an der Last angesetzt wer- den. Die Schwerpunktverlagerung beim Anheben ist zu beachten. • Hub- und Senkbewegungen gleichmäßig vornehmen. Während der Bewegung die Last beobachten. • Die angehobene Last muss mit Abstützbrücken oder Abstützblöcken gesichert werden. • Aggregate sind zuverlässig gegen Abgleiten, Abrutschen und Kippen auf dem Lastaufnahmemittel zu sichern.
werden, dass dadurch die Standsicherheit beeinträchtigt wird. Das heißt: alle Lasten nur zentrisch und gleichmäßig anheben. 4.1. Heben von Lasten • Vor dem Einsatz des Hebers an einem Aggregat oder Fahrzeug die Handbremse lösen und das Getriebe auf neutral stellen. • Lastaufnahmemittel an ebenen, tragfähigen Punkten ansetzen, die vom Fahrzeughersteller angegeben sind. • Das Lastaufnahmemittel muss zentrisch an der Last angesetzt wer- den. Die Schwerpunktverlagerung beim Anheben ist zu beachten. • Ablassventil (Kipphebel) durch Rechtsdrehung fest schließen. Die durch Federkraft vorangegangene automatische Schließung reicht nicht. • Der Bewegungsbereich des Fahrzeugs bzw. des Aggregats muss freigehalten und das Heben und Senken der Last beobachtet wer- den. • Der Aufenthalt von Personen im Bewegungsbereich ist verboten. • Bei Störungen das Gerät sofort außer Betrieb setzen (Vorgesetzten / Kundendienst benachrichtigen). • Die gültigen Vorschriften EN 1494:2009-5/BGG 945/BGR 500 müs- sen beachtet werden. • Vor dem Hubvorgang müssen beide Teleskopkolbenstangen immer in Grundstellung sein. Vor allem muss immer die kleine Kolbenstan- ge ganz eingefahren sein. • Betätigung Eilhub: • Ventilhebel nach unten drücken • Betätigung Lasthub: • rechtes Fußpedal • Zum Anheben Drucktaster betätigen.
Lastangriff aus. Der Lasthub erfolgt mit der Fußpumpe oder mit dem Luftmotor. ► Um ein unbeaufsichtigtes Anheben der Last (möglicherweise undichtes Ventil) zu vermeiden, ist bei Betriebsende der Heber unbedingt von der Druckluftversorgung zu trennen bzw. ist die Druckluftversorgung abzusperren. 4.2. Senken von Lasten ► Senkbewegungen langsam und gleichmäßig vornehmen. Während der Bewegung die Last beobachten. • Wegrollsicherung (Radschuhe) entfernen.
4.4. Hinweise zur Verwendung Die manuellen Kräfte zum Anfahren des unbelasteten Grubenlifts betra- gen maximal 300 N, die Kräfte zum Aufrechterhalten der Verfahrbewe- gung max. 200 N. Sollten diese Kräfte z.B. durch eine raue Laufbahn überschritten werden, so ist eine zweite Person hinzuzuziehen. • Die höchstzulässige Tragkraft des Lastaufnahmemittels nicht über- schreiten. • Unabhängig vom Lastaufnahmemittel muss der Lastschwerpunkt immer genau zentrisch über dem Grubenheber liegen. • Ausschließlich Lastaufnahmemittel mit passenden Zapfen verwen- den. • Verlängerungsstücke nicht stapeln. • Transport von Fahrzeugen auf dem Grubenheber ist unzulässig. Ag- gregate nur bei vollständig abgesenktem Heber und wenn die Teile mit Bändern oder Ketten gesichert wurden, verfahren. • Befestigen Sie alle Lastaufnahmen direkt auf der Kolbenstange. • Keine Hubverlängerung zwischen Heber und Lastmittel (Traverse, Getriebeplatte etc. einsetzen! • Die Geräte sind für den Einsatz in Waschhallen und dergleichen nicht geeignet (Schutzart IP 54) bzw. müssen dort bei Nichtge- brauch so abgedeckt/geschützt werden, dass keine Schäden durch die hohe Luftfeuchtigkeit entstehen. Keine Garantieleistung bei Rost! Rückstände von Unterbodenschutzmitteln zerstören die Ab- dichtungen. • Wegen der Eckbelastung der Standplatten kann eine Bodenbeschä- digung nicht ausgeschlossen werden. Ein Fliesenbelag ist nur dann geeignet, wenn dieser sehr eben ist. • Diese universelle Hubeinrichtung ist unter normalen Betriebsbe- dingungen absolut standsicher. Da das Fahrwerk am Boden nicht gegen Kippen gesichert ist, müssen mögliche Gefahren beachtet werden. Eine Seitenbelastung ist generell zu vermeiden.
5. Wartung 5.1. Besondere Hinweise Original SOMMERER GRUBENLIFTE erfordern eine minimale War- tung. Wichtig ist, dass die Kolbenstange sauber gehalten wird. Be- schädigungen müssen sofort mit weichem Übergang ausgeschliffen werden. Bei Arbeiten mit stark haftenden Bodenschutzmitteln (Unterbo- denschutz, Wachs usw.) muss die Kolbenstange vollständig abgedeckt bzw. vor dem Absenken gesäubert werden. Diese Mittel verkleben den oberen Schmutz- und Wasserabstreifer; er kann dann seine Funktion nicht mehr erfüllen. ► Grubenlifte dürfen nicht mit Hochdruck- oder Dampfreinigern gewaschen werden, da sonst Reinigungsmittel in die Ventile eindringen und Störungen verursachen können. 5.2. Wartung Kolbenstange, Zapfen der Lastaufnahme, Laufrollen und andere Bewe- gungsteile müssen stets leicht geölt sein. Die Kolbenstange selbst taucht durch das Plungersystem bei jedem Einfahren vollständig in das Hydrauliköl ein und wird dadurch automa- tisch geschmiert und gegen Korrosion geschützt. ► Der Heber muss mindestens 1 x pro Woche auf volle Hubhöhe ausgefahren und bei geschlossener Ablassspindel bis zur Endstellung gepumpt werden.
► Ölstandskontrolle nur am drucklosen Gerät. ► Ölstandskontrolle nur an stehendem Gerät. ► Auf absolute Sauberkeit achten. ► Nur gefiltertes Hydrauliköl verwenden ► Ölstand monatlich kontrollieren Ölstandskontrolle bei TKT • Die Ölstandskontrolle für den Hubzylinder erfolgt am Einfüllstut- zen oben im Deckel. • Der Grubenlift muss für diese Kontrolle ganz abgesenkt sein. • Hydrauliköl bis zur Markierung am Peilstab auffüllen. • Der Grubenlift muss für diese Kontrolle ganz abgesenkt sein. 5.4. Entlüftung: Der Grubenheber ist werksseitig entlüftet. Da der Transport nur stehend erfolgt, ist gewährleistet, dass keine Luft in das System gelangt. • Sollte der Heber wegen zu geringem Ölstand Luft gezogen haben, muss bei abgesenkter Kolbenstange Öl am Ölstutzen in der Kopf- platte aufgefüllt werden.
6. Störungen 6.1. Allgemeines • Sehr oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu einer Störung führen. Das Erkennen der Ursache einer Fehlfunktion bedeutet in fast allen Fäl- len bereits den größten Teil der Arbeit. Nahezu alle Arbeiten können Sie (als Kfz-Fachmann) ohne weiteres selbst kostensparend ausfüh- ren. • Jeder Grubenlift wird vor Versand mehreren genauen Funktionstests unter Betriebsbedingungen und mit Überlast unterzogen. Zusätzlich erfolgt eine Dichtigkeits- und Vollständigkeitsprüfung.. Fehlen bei Anlieferung trotzdem Teile oder treten bei Inbetriebnahme Störungen auf, so liegt nach unseren täglichen Erfahrungen die Ursa- che in den meisten Fällen außerhalb unseres Einflussbereichs. 6.2. Störungsbeseitigung a) Heber pumpt nicht bzw. hält keine Last • Zu wenig Öl, evtl. Transportverlust. Dünnflüssiges Hydrauliköl HLP 10 nachfüllen (s.5.3). Stempel muss ganz eingefahren sein! • Absenkspindel ist nicht voll geschlossen. Dies ist zu 99% die Ursa- che, auch wenn man glaubt, sie sei wirklich geschlossen. Wie aus der Ersatzteilzeichnung ersichtlich, ist der Weg der Spindel auf ca. 1/3 Umdrehung begrenzt. Bei zu kraftvollem Weiterdrehen kann der Anschlag verdreht und damit die Rückstellfeder überspannt werden. Ein Federgang klemmt sich dann in einen Spalt und die Spindel kann sich nicht schließen. Auch ein einmaliges festes Anziehen mit Schlüssel SW 19 kann helfen. • Eventuell ist auch der Weg der Spindel durch äußeren Schmutz beeinträchtigt. Ob die Störung an der Ablassspindel oder an den Rückschlagventilen liegt, ist einfach festzustellen • bei undichter Ablassspindel bleiben die Handpumpen-Kolben...
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b) Verschmutzte oder klebende Rückschlagventile • Wenn Last nicht gehalten wird, Druckventil (Pos. 1 Bauteilezeich- nung) an Pumpenblock lösen. Kanal reinigen, Kugel mit Durch- schlag neu leicht anschlagen und wieder verschließen. • Wenn der Heber leer durchpumpt, Saugventil (Pos. 3 Bauteilezeich- nung) reinigen wie oben. • Wenn der Grubenlift pumpt, Last aber um den gleichen Wert wieder zurückgeht, ist das Druckventil (Pos. 1 Bauteilezeichnung) der ent- sprechenden Pumpe undicht; dann reinigen wie oben. • Wenn beim Pumpen mit einer Pumpe der Kolben der zweiten Pum- pe hochgedrückt wird, ist das Druckventil der zweiten Pumpe defekt; dann reinigen wie oben. • Wenn Pumpe saugt, bzw. wenn der Pumpenhebel nach Anheben wieder nach unten gezogen wird (federnd), ist Luft in der entspre- chenden Pumpe, bzw. das Saugventil (Pos. 3 Bauteilezeichnung) „klebt“, dann reinigen wie oben. • Es ist normal, wenn bei Geräten mit Luftsteuerung während der Luftbetätigung die Pumpenkolben hochgedrückt werden! Wenn die ersten vier Punkte in Ordnung sind, ist die Druckmanschette im Zylinder defekt. Dies tritt erfahrungsgemäß nach frühestens vier Jahren ein. In diesem Fall muss der Lift generell überarbeitet werden. Ausbau des Kolbens 2. Stufe: • Den Grubenlift vom Druckluftnetz trennen. Schmutzabstreifer ausbauen. Sicherungsring über Führung ausbauen. Durch Hoch- pumpen mit der Handpumpe die Führungsbuchse ausbauen. Die Kolbenstange mit der Hand herausziehen.
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Ölverlust bei Geräten mit Luftsteuerung • Durch häufige Leerhübe und fehlendem Gegendruck kann ebenfalls ein geringer Ölverlust auftreten. Bei normalem Arbeiten wird sich dieser jedoch nach wenigen Hüben normalisieren. Nur bei Geräten mit Luftsteuerung f) Eilsteuerung im Leerhub funktioniert nicht • Luftdruck prüfen. Erforderlich sind min. 6 bar am Heber. • Federn an den Rückschlagventilen, den Druck- und Saugventilen prüfen. Die Luft muss diese Federn auslösen können. Gegebenen- falls gegen Original SGS Federn tauschen! • Luftfilter am Lufteingang verstopft (Hauptanschluss, Teil 827). g) Zwangsweise Stempelrückführung funktioniert nicht • Luftdruck prüfen. Erforderlich sind min. 6 bar. h) Undichte Luftventile • In aller Regel ist hier Schmutz aus dem örtlichen Leitungsnetz die Ursache (Rost, Späne) i) Störungen am Luftmotor • Der Luftmotor hebt – durch Druckluft angetrieben – die volle Last.
der Luftzuleitung möglichst groß (G1/2“ bis G3/4) sein. j) Luftmotor läuft nicht - kein Funktionsgeräusch • Die je nach Bauart am Luftmotor angebrachte Rändelschraube ent- hält die Entriegelung. Bei Störung ein- oder mehrmals mit Stift (ca. Ø 5 mm) drücken. Muss die Entriegelung häufiger betätigt werden, laufen die Umschaltgelenke trocken und der vorgeschriebene Ölver- nebler (Bestandteil der Wartungseinheit) arbeitet nicht ausreichend. Deckel des Luftmotors abschrauben und ölen. k) Luftmotor läuft nur sehr langsam • Zu geringe Druckluftzufuhr oder verstopfte Luftfilter (Teil 827) l) Luftmotor hebt nicht volle Last • Zu geringer Luftdruck m) Ölaustritt am Luftmotor • In aller Regel ist dies Öl- oder Öl-/Wassergemisch aus der Druckluft- leitung. 6.3. Austauschgeräte und Reparatur Kleine Instandsetzungsarbeiten können Sie bei Sachkunde gerne selbst ausführen. Ersatzteil-Sätze stehen zur Verfügung.
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der folgenden Ursachen zurückzuführen sind: • Nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Grubenhebers. • Unsachgemäßes Montieren, Inbetriebnehmen, Bedienen und War- ten des Grubenhebers. • Betrieb mit kondensat- und/oder schmutzhaltiger Druckluft. Betrei- ben des Grubenhebers bei defekten Sicherheitseinrichtungen oder nicht ordnungsgemäß angebrachten oder nicht funktionsfähigen Sicherheits- und Schutzvorrichtungen. • Rost durch Wasser in Druckluft oder durch äußere Einflüsse, wie z.B. Salz im Winter. • Nichtbeachten der Hinweise in der Bedienungsanleitung bezüglich Transport, Lagerung, Montage, Inbetriebnahme, Betrieb und War- tung des Grubenhebers • Eigenmächtiges Verändern des Grubenhebers ansport, Lagerung, Montage, Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung des Grubenhebers • Eigenmächtiges Verändern des Grubenhebers. • Mangelhafte Überwachung von Teilen, die einem Verschleiß unter- liegen. • Unsachgemäß durchgeführte Reparaturen • Katastrophenfälle durch Fremdkörpereinwirkung und höhere Gewalt. Zur Anerkennung einer Garantie-Reklamation ist es notwendig, dass uns die Reklamation / Mangel möglichst genau dargelegt wird. Bitte holen Sie vor evt. Vorgesehenen Rücksendungen telefonische Aus- kunft bei uns ein, da es sich in aller Regel um Kleinigkeiten handelt. Rücksendungen erbitten wir grundsätzlich frei Haus. Nach Prüfung und Anerkennung der Reklamation vergüten wir die Frachtkosten. Kundendienstanforderungen und die Kosten für Rücksendung, die durch Nichtbeachten, der aufgeführten Punkte entstehen, können wir nicht übernehmen. Setzen Sie sich daher vor einer Rücksendung mit dem Herstellerwerk in Verbindung.
EU - KONFORMITÄTSERKLÄRUNG Hersteller: ERICH SOMMERER GMBH Mönsheimer Straße 28 D-71292 Friolzheim Telefon: + 49(0)7044/94 52-0 Telefax: + 49(0)7044/94 52-31 bestätigt hiermit, dass das nachfolgende Produkt Bezeichnung: Grubenlift: Typ: TKT/TKT-LM Baujahr:: Siehe Stammblatt in Bedienungsanleitung/Prüfbuch Fabrik - Nr.: Siehe Stammblatt in Bedienungsanleitung/Prüfbuch den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der hier genannten EG – Richtlinie entspricht. EG- Richtlinie: 2006/42 EG Maschinen DIN EN-Norm: DIN EN 1494:2009 5 „Fahrbare oder ortsveränderliche Hubgeräte und verwandte Einrichtungen“ Technische Dokumentation: • Entwicklungs- und Konstruktionsunterlagen • Gefahren- und Risikoanalyse • Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2008 • Sicherheitsgerechte Betriebsanleitung • Montage und Installationsanleitung...
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Ausgabe der Betriebsanleitung 12/2015 Die Informationen in dieser Ausgabe wurden mit größter Sorgfalt geprüft. Trotzdem können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Diese Anleitung richtet sich an Anwender mit technischen Vorkenntnis- sen im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik. Alle Rechte vorbehalten. Änderungen technischer und inhaltlicher Art vorbehalten.