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Technische Dokumentation IVAT ABSAUGANLAGEN CleanTower und KlimaTower Staub und Rauch 5.000/7000/13.000/15000/18.000/25000/30.000/35000 Ölnebel 5.000/7000/8000/13.000/15000/18.000/25000/30.000/35000 Benutzen Sie dieses Gerät nicht, ohne vorher die Betriebsanleitung gelesen zu haben. Originalfassung der deutschen, technischen Dokumentation Version: 06/2024 T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
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Warn- und Sicherheitshinweis Gefahr durch elektrischen Strom Hinweis Verweis auf IVAT-Kundendienst Verweis auf gesetzliche Vorschriften und Normen 2018 by Oliver Frieters Urheberrechtlich geschützte Unterlagen. Jede Art der teilweisen oder vollstän- digen Vervielfältigung, der Entnahme von Abbildungen und des Nachdrucks ohne Erlaubnis des Verfassers sind verboten.
Auftrags- und Kundendaten Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank, dass Sie sich für eines unserer Produkte entschieden haben. Unser Herr Jürgen Bolik wird sich bzgl. der Inbetriebnahme mit Ihnen in Verbindung setzen. Herr Dennis Schulz wird sich bezüglich eines Wartungsvertrages und für die Verlängerung der Gewährleistung (optional) auf 24 Monate mit Ihnen in Verbindung setzen.
Fundamente für Anlagenkomponenten evtl. Wand- und Deckendurchbrüche Druckluftzuleitung 4-6 bar öl- und wasserfrei über Druckminderer mit Kondensat-Ablass, Kupplung NW 7,2 (nicht bei der Ölnebelvariante) Elektrischer Anschluss: CleanTower (Kabel am Gerät ca. 4m) Schweißrauch Ölnebel Vorsicherung RS 30.000 ÖE 30.000 RS 18.000...
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Seite 33. Beispielhaft Ist der Aufstellvorgang mit einem KlimaTower beschrieben, der CleanTower lässt sich auf ähnliche Weise aufrichten. Bitte platzieren Sie den Turm möglichst mittig in die Halle bzw. den abzusaugenden Bereich und schließen Sie ihn an. Sollte es notwendig sein, den Turm an den Rand der Halle zu stellen, achten Sie bitte darauf, dass sich die Staub/Öl-Entnahme-Schublade der Türme zur Entleerung komplett öffnen...
Beachten Sie die Hinweise in Kap. 8.2/Seite Der Frequenzumrichter SINAMICS V20 wurde für eine Festinstallierung und Absicherung durch Sicherungen ausgelegt. (Betrifft nur CleanTower) Vorsicherung, Zuleitung, Erdung, Potentialausgleich, bzw Absicherung mit Feh- lerstromschutzschalter liegt in voller Verantwortung des Anlagenbetreibers und muss durch eine vor Ort zugelassenen Elektrofachkraft durchgeführt und über- prüft werden.
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Schutzleiters den vor Ort geltenden Sicherheitsbestim- mungen für Geräte mit hohem Ableitstrom entsprechen muss. Schweißrauch-, Staub-, Klima- und CleanTower, ohne eingebauten Kom- pressor, benötigen zusätzlich eine Druckluftzuleitung von 4-6 Bar öl- und was- serfrei über Druckminderer mit Kondensatablass. (Kupplung NW 7,2).
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Eine Liste zur Schnellanwahl aller wichtigen Parameter finden Sie auf den Seiten 86 – 90. Haben Sie Fragen? Zögern Sie nicht uns anzurufen! IVAT Technische Hotline: +49 (0) 821 602604 T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
Beschädigungen zu vermeiden. Der Absaugturm ist ausschließlich zur Aufstellung und Absaugung im Innenbe- reich bestimmt. Es dürfen nur IVAT Original-Ersatzteile verwendet werden, sonst entfallen alle- weiteren Garantie- oder Gewährleistungsansprüche. Es dürfen keine Flüssigkeiten, aggressive Gase, leicht entzündbare Medien oder glühende Partikel (Glimmnester oder ähnliches) angesaugt werden. Das Absaugen neben Bearbeitungsmaschinen, bei denen wirksame Zündfunken...
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Die Netzanschlussleitung ist regelmäßig auf Anzeichen einer Verletzung oder Alterung zu untersuchen. Das Gerät darf nicht benutzt werden, wenn an der Netzanschlussleitung Beschädigungen festzustellen sind. Der Austausch der Netzanschlussleitung und des Netzsteckers darf nur von einer bestellten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Die hierzu notwendigen Ersatzteile der Netz- oder Geräteanschlussleitung dürfen nur mit Originalteilen Verwendung finden.
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Eine andere oder darüber hinausgehende Nutzung gilt als nicht bestim- mungsgemäß. Für Schäden durch eine nicht bestimmungsgemäße Ver- wendung haftet die IVAT GmbH nicht! Der Staubsammelbehälter ist bei Erreichen der Füllhöhe (ca. 2/3 Behäl- tervolumen) zu entleeren. Beachten Sie beim Entsorgen des Sammelgutes die gültigen Bestimmungen (Abfallschlüssel etc.)!
2 Brandüberwachung Es dürfen keine glühenden Partikel (Glimmnester oder ähnliches) einge- saugt werden. Das Absaugen von Schweißrauch beim Schweißen von ölbenetzten Teilen ist nicht zulässig. Da Staub- und Rauchpartikel bei Zufuhr von Zündquellen/Zündenergie grund- sätzlich brennbar und/oder explosiv sind, hat der Betreiber/Anwender Maß- nahmen zu treffen, dass keine Zündquellen in die Anlagenkomponenten gelangen können.
3 Mechanische Abwehr Alle durch Elektromotoren angetriebenen, beweglichen Maschinenteile sind durch feststehende, sicher befestigte und nur mit Werkzeug zu entfernende Schutzverkleidungen abgedeckt. Bei der Montage ist gemäß der aktuellen Arbeitsschutzrichtlinien entsprechende Kleidung zu tragen, welche vor Stöße u. Quetschungen schützt. Restrisiko: Ist eine nur mit Werkzeug zu lösende Verkleidung entfernt, kann eine Ver- letzungsgefahr bei laufender Maschine nicht ausgeschlossen werden.
7 Technische Daten und Beschreibung 7.1 Technische Daten (Änderungen vorbehalten – Alle Angaben ohne Gewähr - Die Abmessungen entsprechen dem Korpus der Filtertürme) 7.1.1 KlimaTower Staub/Rauch 7.1.2 KlimaTower Öl/Emulsionen T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R Seite 16...
Dokumentation angegeben. Änderungen durch den Kunden müssen im Allgemeinen nicht durchgeführt werden. Wenn dieser Wunsch auftritt, sollte Kontakt zur IVAT GmbH gesucht werden, um die technischen Anforderungen zu klären. Wenn wir Sie bei der Fehlersuche unterstützen sollen, benötigen wir unbedingt die Seriennummer oder die Auftragsnummer der Steuerung.
7.4 Funkensensor Der Funkenmelder besitzt einen optischen Eingangskanal. Der Erfassungsbe- reich liegt im infraroten Nahbereich des optischen Spektrums. Durch einen nachgeschalteten Mikrocontroller wird die Strahlungsintensität ermittelt. Bei Erfüllung des Alarmkriteriums wird der Alarmkreis aktiviert (rote LED). Wichtig: Der Melder ist für dunkle Einbauapplikationen spezifiziert. Direkte Bestrahlung z.
7.5 Raumluft Regelung Entsprechend der eingesetzten Raumluft-Regelungs-Variante sind die folgen- den Abschnitte mit a), b) oder a+b) gekennzeichnet. a) Raumluft Standard Regelung KlimaTower, die über einen Frequenzumrichter betrieben werden, sind standardmäßig mit einem kabelgebun- denen Raumluftqualitätssensor ausgestattet, über den die Ventilatorleistung geregelt wird. b) Raumluft Komfort Regelung KlimaTower, die mit der Raumluft Komfort Regelung ausgestattet sind, werden mit...
7.5.2 Montage und Reichweite Es bietet sich an, den Raumluftqualitätssensor an einem Referenz-Arbeitsplatz zu platzieren, also einem Arbeitsplatz, an dem bevorzugt gearbeitet wird. Die Montage des Sensors sollte sich in der Höhe befinden, in der sich Schweißrauch/Ölnebel aufgrund der Thermik normalerweise sammelt, mindes- tens aber einen Meter über der Oberkante des Filterturmes.
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• PFK-Ausgang externe Heizung • PFK-Ausgang Sammelstörung • PFK-Ausgang Frischluftzufuhr • Digitaler 24V Schaltausgang Brandmeldung Die Signale können mittels eines optionalen Anschlusssets (Verdrahtungsset, 2 Buchsen mit passenden Anschlusskabeln) an eine Klemmstelle geführt werden. Der Anschluss kann bei einer Inbetriebnahme von unserem Service- techniker kundenspezifisch vorgenommen werden.
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Der digitale Ausgang „Brandmeldung“ gibt ein 24V Signal aus wenn der Tempe- ratursensor einen Temperaturwert größer 70°C in der Hallenluft feststellt. Er kann z.B. mit einer Brandmeldeanlage gekoppelt werden. Folgende Ausgänge stehen zur Verfügung: Buchse 1 braun Com (Gemeinsamer Kontakt für 2-4) (links von der grün PFK-Ausgang externe Heizung...
7.5.5 Torüberwachung b) Die Absauganlage wird mit zwei Funkschaltern (Torbedienschalter) zur End- lagenüberwachung der Hallentore ausgeliefert. Diese Sender kommunizieren mit dem Funkgerät, das bei Toröffnung ein Signal an den Filterturm weitergibt. Sollten Sie weitere Sender nachbestellen, müssen diese in die Funksteuerung eingelernt werden.
4) Es liegt ein Gerätedefekt vor. Für die beiden letztgenannten Fälle kontaktieren sie bitte den IVAT – Service. T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
ISM Band 868,3 MHz Funkreichweite in Industriegebäuden ca. 40 Meter Weitere Regelungsfeatures – IVAT.Standby-TBD-Modus 7.6.1 Intelligente Druckregelung (Differenzdruckkompensation) Im Laufe der Betriebszeit setzen sich die eingesetzten Filter zu. Das führt zur Erhöhung des Differenzdruckes im Filterturm und zu einer verringerten absaug- baren Luftmenge.
7.6.3 Stromsparmodus bei Öffnung von Hallentoren Der Filterturm kann nur dann stromsparend und effektiv arbeiten, wenn keine störenden Luftströme (Zugluft) im Absaugbereich vorhanden sind. Zugluft ent- steht u.a., wenn ein oder mehrere Hallentore geöffnet sind. Durch optional verwendbare Torbedienschalter, die am Tor zu befestigen sind, werden Melde-Signale an den Tower ge- sendet, sobald ein Tor geöffnet wird.
7.7 Arbeitsplatzanalysegerät Arbeitsplatzanalysegerät erfasst die CO -Konzentration der Umgebungsluft im Bereich von 0- 10000 ppm (NDIR), Mischgas VOC im Bereich von 0-100% bezogen auf Kalibriergas, die Temperatur und wahlweise rela- tive Luftfeuchte, absolute Feuchte, Mischungsver- hältnis oder die Taupunkttempe- ratur der Umgebungsluft. Der Messumformer wandelt jeweilige Messergebnis zur wei-...
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Messbereich CO 0-10000 ppm, Skalierungen 0-2000/5000/10000 ppm per DIP- Schalter wählbar. Messbereich VOC 0-100% (gute/schlechte Luftqualität, bezogen auf Kaliriergas). Messbereich r. LF. 0-100% relative Luftfeuchte Messbereich abs. Feuchte 0-50 g/m³, 0-80 g/m³ (berechnet), per DIP-Schalter wählbar. Messbereich Misch. 0-50 g/kg, 0-80 g/kg (berechnet) per DIP-Schalter wählbar. Messbereich Taupunkt -20..+50°C TP, -20..+80°C TP, 0..+50°C TP, (berechnet), per DIP-Schalter wählbar.
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– Messung Zur Beurteilung der Raumluftqualität wird die CO – Konzentration als Indikator herangezogen. Eine zu hohe CO – Konzentration in der Raumluft (Grenzwert 1000 ppm) wird als „schlechte und verbrauchte“ Luft empfunden. Schlechte Luftqualität in Innenräumen kann beim Menschen zu Müdigkeit, Konzentrations- schwäche bis hin zu Erkrankungen führen und ist in vielen Fällen auf unzurei- chende Lüftung zurückzuführen.
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Arbeitsplatzgrenzwert maximale Immissionskonzentration niedrige Raumluftqualität IDA4* mäßige Raumluftqualität IDA3* mittlere Raumluftqualität IDA2* hohe Raumluftqualität IDA1* Außenluft * nach DIN EN13779 Tab. 10 bei einer beispielhaften Außenluftkonzentration von 400 ppm. T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R Seite 32...
8 Anlieferung und Inbetriebnahme 8.1 Anlieferung und Aufstellung Vorsicht Quetschgefahr! Beim Transport der Anlage müssen Sicherheitsschuhe getragen werden! Das Gerät wird auf einer Palette montiert angeliefert. Nach Entfernung der Schutzverkleidung und der Bodensicherung können Sie das Gerät mit einem Gabelstapler und Kran anheben bzw. mit Kran und Aufstellrolle aufrichten. Für den Transport mit einem Gabelstapler sind Transportöffnungen vorgesehen.
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3. Geräteoberseite [1] langsam anheben und darauf achten, dass die Geräteun- terseite [2] nicht den Boden berührt. ACHTUNG: Transportschlaufen müssen gespannt sein und dürfen die Geräteeinhausung nicht berühren. 4. Ist die Geräteoberseite [1] soweit angehoben, dass der Kipppunkt über- schritten ist (> 90° Diagonale zum Boden), ist das Gerät langsam auf die vor- deren Füße abzustellen.
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Fußplatte Aufstellrolle 2. Das Gerät an den Ringösen langsam anheben. Die Aufstellrollen an der überstehenden Geräteunterseite senken sich zum Boden. Dabei wird die Palette bereits leicht nach vorne geschoben. Berühren die Rollen den Boden, fährt die Geräteunterseite weiter langsam vorwärts, bis sich das Geräte leicht gekippt befindet (siehe Bild unten).
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Standplatz gestellt und angeschlossen werden. Bitte kontrollieren Sie den Klimatower bei Anlieferung auf Transport- schäden. Festgestellte Schäden müssen sofort bei IVAT gemeldet und dokumentiert werden. T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
8.2 Inbetriebnahme Nur unter Abschnitt „Allgemeine Hinweise zur Sicherheit“ befugte Per- sonen dürfen das Gerät einschalten. Vor Anschließen des Turmes an das Stromnetz kontrollieren Sie, ob die auf dem Typenschild angegebene Betriebsspannung mit der des Netzes übereinstimmt. Beim Abschalten des Gerätes wird der Nullleiter nicht getrennt. Das Gerät ist daher für Verwendung...
Wir empfehlen vor dem Einsetzen neuer oder gereinigter Filterpatronen die Ver- wendung von Precoatierungspulver. Das Pulver können Sie bei uns bestellen.* Bei einem Wechsel der Patronen durch den IVAT-Servicetechniker, z.B. im Rahmen der jährlichen Wartung, wird ein Reset dieser Precoatier-Einstellung vorgenommen.*...
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Vorgehensweise für das Einbringen des Precoatierpulvers:* Schalten Sie die Filteranlage ein. 1. Ändern Sie den Parameter den Sie von der IVAT Service-Hotline erfahren haben. Hiermit wird die oben beschriebene Einstellung rückge- setzt. Die Anlage läuft wieder ohne Abreinigung, bis ein Differenzdruck von 1300 Pascal erreicht ist.
8.2.2 Funktionsprüfung Vor dem ersten Einsatz des Gerätes muss eine Funktionsprüfung vorge- nommen werden. Zur Inbetriebnahme des Filterturmes wird zunächst der rot-gelbe Hauptschalter auf die Stellung „I“ gedreht. Dieser Schalter dient auch als NOT-AUS-Einrich- tung und kann mit einem Vorhängeschloss gegen unbefugtes Wiederein- schalten gesichert werden.
9 Wartung & Behebung von Störungen 9.1 Einlagerung Wird das Gerät für den vorgesehenen Einsatzbereich über längere Zeit trockenen nicht benötigt, ist dies in einem Raum zu lagern. Die Tempe- ratur sollte nicht unter 5°C und nicht über 40°C liegen. Bevor die Absauganlage eingelagert wird, muss das Gerät entleert und gesäu- bert werden.
• Sichtprüfung der Filter • Überprüfung auf Dichtigkeit Am Gerät ist die letzte Prüfung von IVAT dokumentiert! Nach der jährlichen Hauptuntersuchung wird am Gerät eine neue Prüfplakette zum Nachweis der durchgeführten Wartung angebracht. Jährliche Wiederholungsprüfungen sind nach VDE 0701, 0702, sowie VDE 0600 durchzuführen.
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Betriebsstörungen, die durch mangelnde oder unsachgemäße Wartung hervor- gerufen werden, können hohe Reparaturkosten und lange Stillstandszeiten ver- ursachen. Eine regelmäßige Wartung ist deshalb unerlässlich. Profitieren Sie von unserem IVAT- Wartungsservice! Ein Wartungsvertrag sichert Ihnen Langlebigkeit und optimale Funktiona- lität Ihrer Absauganlage. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.
9.4 Behebung von Störungen Bei Staubaustritt bzw. Staubfahnen an den Luftauslassöffnungen, bei Rauchentwicklung und bei lauten Laufgeräuschen des Ventilators muss das Gerät sofort über den rot-gelben Hauptschalter abgeschaltet werden! Störung Mögliche Ursache Mögliche Abhilfe Gerät reinigt nicht ab Druckluft nicht Druckluftanschluss angeschlossen überprüfen...
10 Reinigung Bei Bedarf kann das Gerät mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Auf keinen Fall darf es mit einem Wasserstrahl abgespritzt werden. Vor dem Öffnen des Schaltkastens ist unbedingt der Hauptschalter auf die Stellung „O / Off“ zu drehen und die Anlage vom Stromnetz zu trennen! Eingriffe im Schaltkasten dürfen nur von einer Elektrofachkraft oder einer entsprechend ausgebildeten Person durchgeführt werden.
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7) Aushaken der Filterpatronen (Bajonettverschluss) und Entnahme aus dem Gehäuse 8) Einsetzen der neuen Patronen (Umkehrrichtung Punkt 7) 9) Anheben der Filterpatronen durch gleichmäßiges Herausdrehen der Halteschrauben (Auf korrekten Sitz der Dichtung achten!) 10) Festziehen der Kontermuttern 11) Schließen und Verriegeln der Wartungstüren Zuerst wird der Turm von der Druckluftversorgung getrennt und der Kessel durch manuelle Abreinigung geleert.
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Zustand ist durch Ausblasen oder Ausklopfen nicht zulässig! IVAT Wartungsservice: +49 (0) 821 602604 T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
11 Entsorgung Entsorgung des Staubsammelgutes Der Inhalt des Staubsammelbehälters ist bei Erreichen der zulässigen maxi- malen Füllhöhe (ca. 2/3 Behältervolumen) vorsichtig zu entnehmen und den ört- lichen Bestimmungen entsprechend zu entsorgen. Die Entleerungsintervalle sind nach dem örtlichen Staubanfall zu definieren. Standard-Austrag Zur Entnahme des gefüllten Staubsammelbehälters muss die Entsorgungsein- heit (siehe Gerätedarstellung) entnommen und vom Gerät getrennt werden.
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Hobbock-Austrag (modellabhängig) Zur Entnahme des gefüllten Staubsammelbehälters muss die Tür der Entnah- meeinheit geöffnet werden (siehe Darstellung). Die Absperrklappe unterhalb des Konus schließen (Sternmutter am Griff öffnen, Hebel im Uhrzeigersinn um 90 ° drehen und die Sternmutter wieder feststellen), die Hebeeinheit durch hochklappen des Bügels (siehe Darstellung) absenken und das Metallfass mit dem abgeschiedenen Staub, nach vorne, aus dem Gerät nehmen.
12 Optionale Einrichtungen Einschalten über potentialfreien Kontakt Optional kann die Anlage über einen externen potentialfreien Kontakt gesteuert werden. Dies bedeutet eine Kopplungsmöglichkeit zwischen dem Filterturm und einer Bearbeitungsmaschine. In diesem Fall startet und stoppt die Bearbei- tungsmaschine den Klimatower. Bezüglich des Anschlusses sind die beige- fügten Schaltungsunterlagen zu beachten.
13 Gerätedarstellung 13.1 KlimaTower Version Hobbock Version Standard 1) Lufteinlass Filterpatronen bzw. Filtertaschen (nicht Kranhaken dargestellt) Ventilator Multizyklon- Vorabscheider Polizeifilter Luftauslass 11) Gabelstapleraufnahmen Kesselmodul/Abreinigung 12) Staubschublade / Entsorgungsfässer Bedienteil 13) Verstellbare Füße 7) Schaltschrank (Tür ausgeblendet) T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R Seite 51...
13.2 CleanTower 1) Lufteinlass 2) Kranhaken 3) Ventilator 4) Polizeifilters 5) Abreinigung 6) Bedienteil 7) Filterpatronen bzw. -taschen 8) Luftauslass 9) Gabelstapleraufnahmen 10) Füße bzw. Schwerlastrollen T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R...
14 Fundament Außenaufstellung Heatcooler Alle Geräte sind für die Außenaufstellung vorgesehen, auf Balkonen oder ebenerdig, vor- ausgesetzt, der Installationsbereich ist frei von Hindernissen, die den Luftstrom zu den Verflüssigerrohrschlangen behindern können. Das Gerät ist auf tragfähigen und völlig waa- gerechten Fundamenten zu installieren. Wenn das Gerät auf Balkonen oder Dächern installiert wird, kann es erforderlich sein, Träger zur Gewichtsverteilung zu verwenden.
15 Konformitätserklärung Name des Herstellers: IVAT GmbH Anschrift des Herstellers: Aindlinger Straße 3 86167 Augsburg Hiermit erklären wir, dass die Bauart der Maschine Maschine: Entstauber zum Erfassen und Abscheiden von Schweißrauch oder Ölnebel Kompakt bzw. Premium Serie: AirTower folgenden einschlägigen Bestimmungen entspricht:...
16 Heiz-/Kühlmodul (nur KlimaTower) Bitte beachten Sie: Eine Absaugpumpe für das Kondensat ist nicht im Lieferumfang enthalten! T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R Seite 55...
16.3 Schemata komplettes System 16.4 Energy Tower Sie erhalten zu Ihrer Heatcooler Anlage eine zentrale Visualisierung in Form eines Energy Towers, wie Sie ihn unten rechts sehen können. Auf diesen Turm können alle wichtigen Anzeigen, wie z. B. Temperatur, Heizungs- Kühlfunktionen, Wochenarbeitszeiten überwacht bzw.
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Sicherheitshinweise Die angegebenen Kabel, Querschnitte und Anzahl der Adern sowie Kabelein- führung mit M-Verschraubung, sind von der ausführenden Elektrofirma zu über- prüfen, gegebenenfalls anzupassen und zu dokumentieren! Wartung! Es ist sicherzustellen, dass die Anlage 3 Monate nach Inbetriebnahme und danach in regelmäßigem Abstand, mindestens einmal jährlich durch einen Elek- trofachbetrieb geprüft wird.
Anlagenausführung / Konformitätsbescheinigung! Die Ausführung der Schaltanlage entspricht den einschlägigen VDE-Bestim- mungen, Schutzart IP54. Wir erklären als Hersteller, dass sämtliche Produkte über eine CE-Kennzeichnung verfügen. Eine umfassende Qualitätssicherung ist gewährleistet. Übersicht Steuerung Der KlimaTower besitzt als zentrales Steuerungsbauteil eine Mikro – SPS (SPS = Speicherprogrammierbare Steuerung).
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F1 Handbetrieb F2 Automatik (Start über PFK/Wochenschaltuhr) F3 Manuelle Abreinigung der Filter-Patronen (nicht bei Ölnebel- Türmen) F4 Meldungen quittieren bzw. in F1/F2 Absaugleistung verändern Betrieb über Sensorik/60%/80%/100% Beachten Sie bitte, dass sich die Automatik, die mit F2 gestartet wird, nicht explizit auf die Leistungsregelung per Raumluftsensor bezieht, sondern verschiedene...
Anlagenstart Beim Anlagenstart erscheint nach kurzer Warte-Zeit diese Anzeige. In der zweiten Zeile werden die aktuellen Betriebsstunden der Anlage angezeigt. Von hier aus können Sie mit: ● mit Funktionstaste F1 den Handbetrieb starten bzw. stoppen: Funktionstaste F4 verändert die Absaugleistung (60%-80%-100%) Dazu muss die Taste länger als 1 Sekunde gedrückt bleiben! Abb.: Modi im Handbetrieb.
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● mit Funktionstaste F2 den Automatikbetrieb starten bzw. stoppen: Funktionstaste F4 verändert die Absaugleistung (Raumluftsensor aktiv- 60%-80%-100%) Dazu muss die Taste länger als 1 Sekunde gedrückt bleiben! Abb.: Modi im Automatikbetrieb. Oben: Raumluftregelung Auto, z.B. 80%. Von links nach rechts: Raumluftregelung Standby / Leistungswahl 60% / Leistungswahl 80% / Leistungswahl 100% Im Automatikbetrieb lässt sich die Hallenabsaugung über eine interne Zeitschaltuhr steuern.
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Wenn zusätzlich zur Absaugung die indirekte Heizung aktiviert ist, läuft das Gerät bis zu 20% (dT) schneller, um effektiv wärmere Luft aus dem oberen Hallenbereich in den Arbeitsbereich zu saugen. Abb.: Leistungserhöhung bei aktivierter indirekter Heizung. Von links nach rechts: 60% + 20% dT / 60% +10% dS + 20 dT / 80% + 20% dT Überschreitet der Differenzdruck einen zweiten Maximalwert, reduziert sich die Leistung schrittweise solange, bis der Maximalwert wieder unterschritten wird.
Fensterumschaltung (Betrieb) Ober- und unterhalb der Anzeige des aktuellen Betriebsmodus können in bestimmten Fällen Hinweis-, Warn- und Störmeldungen angezeigt werden. Die Meldungen können (falls sie sich nicht in den Vordergrund geschoben haben) über (wieder-) erreicht werden. Messwertanzeige Immer anwählbar ist die Messwert-Anzeige der angeschlossenen Sensoren (Differenzdruck, Temperatur (der den KlimaTower durchströmenden Luft), Raumluftqualität): Hinweismeldungen...
5.2.2 Staubabsinkvorgang (nur bei KlimaTower Rauchgas) Diese Funktion ermöglicht nach der Stillstandsabreinigung ein Absinken des abgereinigten Feinstaubes in den Staubsammelbehälter. Die Anlage wartet 2-Minuten bis der Ventilator wieder anläuft. 5.2.3 Filterabreinigung (differenzdruckabhängig, nur bei KlimaTower Rauchgas) Erreicht der Differenzdruck einen bestimmten Maximal-Wert, wird die Stillstand- sabreinigung aktiviert und zwar solange, bis ein zweiter Differenzdruckwert unterschritten ist.
5.2.4 Optional: Torüberwachung Ist mindestens ein Funk-Tor-Positionsschalter (TDS-Schalter) installiert und signalisiert dieser die Öffnung des Tores, regelt der KlimaTower nach 10 Minuten auf 60% Leistung. Nach weiteren 10 Minuten geht er in den Standby-Modus. (Die Stillstandsabreinigung wird aktiviert). Leistungsreduzierung und Wartezeit kann man beliebig mit den Parametern einstellen.
Warnmeldungen Die Meldungen sind großteils gelb hinterlegt, die Absaugung läuft weiter, die Meldungen lassen sich mit Funktionstaste F4 quittieren. 5.3.1 Differenzdruck zu niedrig Ein zu niedriger Differenzdruck stellt sich ein, wenn es zu einem Filterbruch gekommen ist. Der Polizeifilter hält weiterhin alle Feinstaubpartikel zurück, muss aber ggf.
Störungsmeldungen Die Meldungen sind rot hinterlegt, der Anlagenbetrieb wird gestoppt, die Mel- dungen lassen sich erst quittieren, wenn die Störung behoben ist. 5.4.1 Motor-Störung Der Motorschutzschalter oder die Kaltleiterüberwachung des Motors haben aus- gelöst. T e c h n i s c h e D o k u m e n t a t i o n A I R T O W E R Seite 73...
5.4.2 Differenzdruck zu hoch Der Filter ist so stark verschmutzt, dass er gewartet oder gewechselt werden muss. Grenzwert Aktueller Wert Ab einem maximalen Druckwert wird die Leistung auf minimal 60% schrittweise reduziert. 5.4.3 Maximale Temperatur Im Inneren des KlimaTowers wurde ein Temperaturwert höher als 50°C erreicht. Sofortmaßnahmen: Das Gerät muss unverzüglich über den rot-gelben Haupt- schalter abgeschaltet werden!
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5.4.4 Optional: Freigabe-Signal fehlt Optional anschließbare Freigabekontakte wurden geöffnet. Die Schrift in den Zeilen 1-4 wechselt. 5.4.5 Alarm Brandgefahr 1. Auslösung durch Temperatur Parameter B125 Anlage stoppt sofort und setzt Meldung mit rotem Display, Hupe und Blitzlicht Alarm Brandgefahr Max. Temperatur Überschritten T>...
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Die Temperatur wird in der Filterkammer überwacht, wenn die Temperatur wei- terhin konstant bleibt startet der Klimatower und läuft weiter. Sollte sich die Temperatur innerhalb der nächsten 10 Minuten um 10°C erhöhen, startet die Anlage nicht und setzt folgende Meldung ab: (Hupe und Blitzlicht erscheinen) Alarm Brandgefahr...
Fensterumschaltung (Diagnose) Sollten Sie einmal bei einer Störung die technischen Hotline (0821-2628264) benachrichtigen müssen, werden Sie u.U. nach den Zuständen bestimmter Ein- und Ausgänge des Schaltprogramms gefragt. Diese lassen sich im Display anzeigen. Drücken Sie dazu solange Cursor-Taste bis Uhrzeit und Datum angezeigt werden.
Spracheinstellungen Menüführung LOGO! (Sprache Deutsch) Im Falle von englischsprachiger Menüführung können Sie wie folgt die deutsche Menüführung einstellen: Drücken Sie Cursor-Taste , bis im Display Uhrzeit und Datum erscheinen. Drücken Sie jetzt Taste ESC. Wählen Sie mit Cursor „TDE Settings“. Bestätigen Sie mit Taste OK.
Drücken Sie jetzt Taste ESC. Wählen Sie mit Cursor „LOGO! Einstell“ - Taste OK. „Setup“ - Taste OK. „Uhr“ - Taste OK. „S/W-Zeit“ - Taste OK. Wählen Sie mit Cursor „EU“ - Taste OK. Um ins Betriebsmenü zurückzukehren, drücken Sie so oft Taste ESC, bis Datum/Uhrzeit angezeigt werden und dann zweimal Cursor .
Ändern von Parametern Drücken Sie Cursor-Taste , bis im Display Uhrzeit und Datum angezeigt werden. Drücken Sie jetzt Taste ESC. Wählen Sie mit Cursor „LOGO! Einstell“ - Taste OK. Wählen Sie mit Cursor „Programmieren“ - Taste OK. „Parametrieren“ - Taste OK. Wählen Sie mit Cursor-Tasten oder den gewünschten Parameter „z.B.
10.1.2 Wochenschaltuhr - Zeitnocken einstellen (Bsp. Start KlimaTower) B091 =M-W-F-- Einstellung der Tage - Auswahl Wochentag oder „-“ =07:00 Einstellung der 1. Startzeit, z.B. 7 Uhr Off1 =17:00 Einstellung der 1. Stoppzeit, z.B. 17 Uhr =-T-T--- Einstellung der Tage - Auswahl Wochentag oder „-“ =8:00 Einstellung der 2.
B249 V1 – Sollwert Tages- V1 = 220 V1 = betrieb V2 = 250 V2 = V3 = 0 V2 – Sollwert Nacht- V4 = 0 betrieb und Wochen- ende (Wert x 10) °C z.B. Parameter B250: Tagessollwert und D2 und D3 als Nachtsoll- wert definiert.
10.4 Torüberwachung (Beschreibung siehe „ Weitere Regelungsfeatures – IVAT.Standby-TBD-Modus“ auf Seite 27) 10.4.1 D e- /Aktivierung der Torüberwachung Diese Funktion lässt sich wie folgt parametrieren: Wählen Sie den Parameter. B291 ON – Torüberwachung inaktiv switch = On OFF – Torüberwachung aktiv 10.4.2...
Werkseinstellungen sind fett gedruckt, z.B. OFF (off bedeutet nicht, dass die Funktion abgeschaltet ist, sondern eine 1 von 2 Stellungen eines virtuellen Schalter: on-off ist). 11.1 KlimaTower und CleanTower s – Sekunden m – Minuten h – Stunden Pa - Pascal Abreinigung (nur für KlimaTower RS relevant)
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Raumluftqualitätsfühler B139 Ausschaltverzögerung Absaugventilator V1 = 1200 V1 = Eingabe in Sek. V1 – Ausschaltverzögerung wenn Raum- V2 = 600 V2 = luftgrenzwert unterschritten (bis Stillstand) Hier ist nur der Wert V1 relevant! (Siehe auch Torüberwachung Seite Fehler: Verweis nicht gefunden) Wochenschaltuhr (s.