Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Endfensterzählrohr A Best.- Nr. CL90601 INHALTSVERZEICHNIS Dosisleistungsmessung mit dem Zählrohr Typ A Seite 2 Statistischer Messfehler Seite 3 Kontaminationsmessungen Seite 4 Nachweisgrenze Seite 5 KCI – Prüfstrahler Seite 6 Noch etwas Theorie Seite 6 Anlage 1 Messtabelle Seite 8 Anlage 2 Erläuterung zur Handhabung der Messtabelle...
Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Bedienungshinweise zum Zählrohr A Dosisleistungsmessungen mit dem Zählrohr Typ A Das Zählrohr Typ A wird eigentlich für Kontaminationsmessungen an der Oberfläche eines Objektes verwendet, kann aber auch für Dosisleistungsmessungen eingesetzt werden. Bei der Verwendung des Zählrohres Typ A für Dosisleistungsmessungen muss der Schutzdeckel, der das Endfenster des Zählrohres schützt, auf dem Zählrohr bleiben, um die ALPHA- und BETA-Strahlung abzuschirmen.
Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Statistischer Messfehler 120 mrem/a bzw. 1,2 mSv/a ist die übliche Hintergrundstrahlung (Sonnen- und Erdstrahlung), die regional allerdings erheblich schwanken kann. Die übliche Hintergrundstrahlung einer Region bzw. eines Messplatzes kann man ermitteln, indem man das Strahlenmessgerät 2 Stunden laufen lässt ohne dass ein radioaktiver Strahler in der Nähe ist.
Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Kontaminationsmessungen Für Kontaminationsmessungen müssen die Zählrohre BETA-Strahlung und eventuell noch ALPHA-Strahlung erfassen können. Damit die notwendige Nachweisempfindlichkeit gewährleistet wird, ist für Kontaminationsmessungen das Zählrohr A ohne Schutzdeckel zu einzusetzen, d.h. es wird mit offenem Endfenster gemessen. Die Kontamination wird in Becquerel (=Aktivität der Strahlung pro Sekunde), und nicht in Rem oder Sievert (Dosis der Strahlung), gemessen.
Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Nachweisgrenze (NWG) Die Nachweisgrenze (NWG) eines Messgerätes errechnet sich wie folgt: NWG = 3 x Nullrate Bei dem Zählrohr A beträgt die Nachweisgrenze bei einer Messung von 1 Minute 13,5 Impulse, somit würde der Toleranzwert 33,5 Impulse betragen: 20 = 4,473 x 3 = 13,42 Impulse (NWG) = rd.
Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A KCI - Prüfstrahler Die Geiger-Müller-Zählrohre haben erfahrungsgemäß eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren. Bei ständigem Einsatz unter starker Strahlung kann sich die Lebensdauer verkürzen. Nach jahrelangem Einsatz ist es zweckmäßig, die Funktionsfähigkeit der Zählrohre überprüfen zu können. Wir bieten deshalb einen Prüfstrahler an, der an einer Oberfläche 12 Bq ±1 emittiert.
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Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Dort, wo diese Strahlung ankommt, wird diese in Sievert (Sv) oder in Rem gemessen, wobei 100 Rem = 1 Sv oder 1 Rem = 0,01 Sv 0,1 Rem = 1 mSV oder 0,1 mRem = 1 µSv Hintergrundstrahlung: 120 mRem/a = 1,2 mSv/a = 0,015 mRem/h = 0,15 µSv/h Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Zählausbeute bei einer Messung mit der Empfindlichkeit eines Geiger-Müller-Zählrohres ansteigt.
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Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Anlage 1 Messtabelle Bei dieser Messtabelle wurden Eichstrahler von 6 verschiedenen Nukliden, die bei möglichen Störfällen in Kernkraftwerken freigesetzt werden können, angesetzt, und zwar Eichstrahler mit 100 Bq und 1.000 Bq. Aus der Messzeit von 10 Minuten wurden die Impulse pro Minute angegeben, wobei die ermittelte Nullrate der Zählrohre abgezogen wurde.
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Bedienungsanleitung BAD_CL90601 Endfensterzählrohr A Anlage 2 Erläuterungen zur Handhabung der Messtabelle Wie man feststellen kann, verhalten sich die Impulse der Zählrohre zu den Becquerelwerten proportional, mit anderen Worten: die höheren Impulsraten bedeuten entsprechend höhere Becquerelwerte. Somit sind Rückschlüsse auf andere Messungen möglich.