Sol PLUS Serie, PLUS 210 C Handbuch

EINFÜHRUNG

Um die beste Leistung aus der Maschine zu erhalten und die längstmögliche Lebensdauer aller ihrer Komponenten zu gewährleisten, müssen Sie die in diesem Handbuch beschriebenen Anweisungen für Gebrauch und Wartung sorgfältig befolgen. Im Interesse unserer Kunden empfehlen wir, dass Wartungs- oder Reparaturarbeiten am Gerät von qualifiziertem Personal durchgeführt werden müssen.

Alle unsere Produkte unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung. Daher behalten wir uns das Recht vor, notwendige oder nützliche Änderungen an Design und Ausstattung vorzunehmen.

REGELMÄSSIGE WARTUNG

WarnungExtrem staubiger, feuchter oder korrosiver Luft ausgesetzt zu sein, ist schädlich für das Schweißgerät.

Vermeiden Sie jegliche Ablagerung von Metallstaub im Inneren des Generators.

Trennen Sie den Generator vom Netz, bevor Sie Wartungsarbeiten durchführen! Standardprüfungen am Generator:

  • Führen Sie eine Innenreinigung mit Niederdruck-Druckluft und weichen Borstenbürsten durch.
  • Überprüfen Sie die elektrischen Anschlüsse und alle weiteren Verbindungskabel. Für die Wartung und den Gebrauch von Gasreglern konsultieren Sie das entsprechende Handbuch.

Bitte beachten Sie: mangelnde Wartung kann zur Nichtverfügbarkeit und zum Erlöschen der Garantie führen.

MÖGLICHE ANWENDUNG

Stromquellen des Typs PLUS eignen sich für MIG / MAG-Anwendungen mit Pulsation und Synergie, FCAW-Fülldraht, MMA und WIG-Liftarc mit einem Bereich bis zu 210A.

  • Es ist verboten, das Gerät für andere Anwendungen zu verwenden als die in diesem Handbuch aufgeführten. Eine andere Verwendung als die hierin beschriebene kann die Arbeitssicherheit und die Zuverlässigkeit des Geräts beeinträchtigen.

Wir empfehlen, die Inverter-Stromquelle PLUS 210 C (Standardversion) nicht zu verwenden:

  • In Umgebungen mit hoher Feuchtigkeits- und Staubkonzentration.
  • Mit Eingangskabeln länger als 50 m.

Wenden Sie sich an das Service-Center, um Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen zu erhalten, falls das Gerät unter den oben genannten Bedingungen installiert und verwendet werden muss.

Es wird empfohlen, das Gerät alle 2-3 Arbeitsmonate einer Wartungsreinigung zu unterziehen. Für diesen Vorgang wenden Sie sich bitte an das Service-Center.

ALLGEMEINE VORSICHTSMASSNAHMEN

Wenn nicht sachgerecht durchgeführt, stellt das Schweißen ein Risiko für die Sicherheit des Bedieners und aller Personen in unmittelbarer Nähe dar. Es wird daher empfohlen, einige grundlegende Sicherheitsregeln zu beachten, wie zum Beispiel:

  • Begrenzen Sie den Bereich, der Rauch und Strahlung aus dem Schweißbereich ausgesetzt ist, durch die Verwendung spezieller Schweißschutzwände (ANTIREFLEX) oder, falls möglich, reservieren Sie einen geeigneten Raum für diese industriellen Prozesse.
  • Schützen Sie den Körper in all seinen Teilen mit Schutzkleidung und Zubehör (Masken, Helme usw.). Wenn möglich, sollte die Kleidung eng am Körper des Bedieners anliegen; verwenden Sie Schuhe mit Gummisohlen, um entsprechend isoliert zu sein.
  • Begrenzen Sie die Rauch- und Gasbildung durch die Verwendung sauberer, nicht gerosteter und unbehandelter Metallteile; falls dies nicht möglich ist, wird die Verwendung von Masken empfohlen, um die Atmung des Bedieners zu erleichtern. Absaug- und Lüftungssysteme sollten so konstruiert sein, dass ein kontinuierlicher Luftstrom gewährleistet ist.

Positionierung der Anlage

Um das System korrekt zu positionieren, befolgen Sie diese einfachen Regeln:

  • Stellen Sie einen einfachen Zugang zu Bedienelementen und Arbeitsgeräten sicher.
  • Stellen Sie das System nicht in einem beengten Raum auf.
  • Stellen Sie das System nicht auf eine Oberfläche mit einer Neigung von mehr als 10° zur horizontalen Ebene.

Warnhinweise zur Verwendung von GASFLASCHEN



Inertgasflaschen enthalten unter Druck stehendes Gas und können explodieren, wenn die minimalen Transport- und Lagerbedingungen nicht gewährleistet sind.

  • Ziehen Sie die Ventilschutzkappe immer während des Transports, der Inbetriebnahme und nach Abschluss der Schweißarbeiten fest.
  • Um unbeabsichtigtes Herunterfallen oder mechanische Stöße zu vermeiden, befestigen Sie die Flaschen immer senkrecht an Wänden oder anderen Stützen mit geeigneten Mitteln, Ketten, Gurten usw.
  • Setzen Sie die Flaschen nicht direktem Sonnenlicht und starken Temperaturschwankungen aus. Setzen Sie die Flaschen keinen zu kalten oder zu hohen Temperaturen aus.
  • Die Flaschen dürfen nicht mit offenen Flammen, Lichtbögen, Brennern und Elektrodenhaltern sowie den beim Schweißen entstehenden glühenden Spritzern in Berührung kommen.
  • Halten Sie die Flaschen von Schweißstromkreisen und Stromkreisen im Allgemeinen fern.
  • Halten Sie den Kopf von der Stelle fern, an der Gas austritt, wenn das Flaschenventil geöffnet wird.
  • Schließen Sie das Flaschenventil immer, wenn die Schweißarbeiten beendet sind.
  • Führen Sie niemals Schweißarbeiten an einer unter Druck stehenden Gasflasche durch.

ELEKTRISCHE NOTFALLNORMEN

  • Vermeiden Sie die Arbeit mit in irgendeiner Weise beschädigten Kabeln und stellen Sie sicher, dass die AC-Phasen und die Erdung korrekt an einem zertifizierten Stecker angeschlossen sind.
  • Wickeln Sie Erdungs- und/oder Brennerkabel niemals um den Körper des Bedieners.
  • Vermeiden Sie den Betrieb an feuchten oder nassen Orten ohne die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.
  • Vermeiden Sie den Betrieb, wenn die Schutzverkleidungen (Seiten und Abdeckung) der Maschine entfernt wurden, um die Sicherheit sowohl des Bedieners als auch des Systems zu gewährleisten.

BRANDSCHUTZ-NOTFALLNORMEN

  • Statten Sie den Arbeitsbereich mit geeigneten Feuerlöschern aus und überprüfen Sie regelmäßig deren Wirksamkeit.
  • Stellen Sie den Generator auf eine feste und horizontale Oberfläche und achten Sie auf eine gute Belüftung. Blockieren Sie nicht die Vorder- und Rückseite; dies würde die Maschine überhitzen lassen.
  • Befolgen Sie alle anwendbaren Vorschriften, wenn Schweißarbeiten an Behältern mit Schmierstoffen oder brennbaren Substanzen durchgeführt werden müssen.

SYMBOLBESCHREIBUNGEN

Vorsichtsmaßnahmen im Betrieb WIG-Modus
Besonders zu beachtende Punkte Schweißstrom und voreingestellter Strom in Ampere
Es ist verboten, Elektroschrott zusammen mit anderem gewöhnlichen Abfall zu entsorgen. Bitte kümmern Sie sich um unsere Umwelt. Schweißspannung und voreingestellte Spannung in Volt
MIG/MAG- und Fülldraht-Modus Elektronische Induktivität
MMA-Modus Spannungsreduziervorrichtung (VRD)-Funktion im MMA-Modus
WARNKENNZEICHNUNG
Das Warnschild befindet sich auf der Maschinenabdeckung.
Es darf NICHT entfernt oder übermalt werden.

BEFEHLSBESCHREIBUNG

Allgemeine Beschreibung

Frontplatte:
  1. Bedienfeld: zum Einstellen von Parametern.
  2. Buchse zum Anschließen des SPOOL GUN Brenners (optional).
  3. Ausgangsbuchse "-".
  4. Kabel mit Dinse-Stecker zur Polaritätsumkehr. Es ermöglicht die Umkehrung der Polarität der Taschenlampe.
  5. Ausgangsbuchse "+".
  6. Euro-Buchse zum Anschließen des Brenners.
Allgemeine Befehlsbeschreibung - Frontplatte
Rückseite:
  1. Drahteinführungen für den Zugang von externer Spule zur Maschine (nicht in dieser Maschinenversion verfügbar).
  2. Lüfter zur Kühlung interner Komponenten.
  3. EIN/AUS-Schalter.
  4. Gasanschluss.
  5. Netzkabel.
Allgemeine Befehlsbeschreibung - Rückseite
Seitenplatte:
  1. "MIG GUN" (MIG-Brenner) oder "SPOOL GUN" (Spulenbrenner) Wahlschalter.
  2. JOB LIST Etikett mit Liste der JOB-Codes für verschiedene Materialien.
  3. Drahtvorschubrolle, geeignet für Massiv- und Fülldrähte:
    • Rolle für KOHLENSTOFFSTAHL und EDELSTAHL mit "V"-Nut Ø 0.6, Ø 0.8, Ø 1.0.
    • Rolle für ALUMINIUM mit "U"-Nut Ø 0.8, Ø 1.0, Ø 1.2.
    • Rolle für FÜLLDRAHT mit einer GERÄNDELTEN Nut. Ø 0.8, Ø 1.0. Siehe Standard- und/oder optionale Rolleninstallationen.
  4. Spulenhalter mit Kupplung
Allgemeine Befehlsbeschreibung - Seitenplatte

Beschreibung der Frontplatte:
Beschreibung der Frontplatte

Siehe Abb. 4.

POS. 16 Anzeige zur Ansicht von SCHWEISSSTROM / JOB-LIST-Codes.
POS. 17 Taste zur Auswahl des Schweißzyklus: 2-Takt (2T), 4-Takt (4T) und Spezial-4-Takt (SPEC 4T), siehe Abs. TORCH SWITCH Zyklusauswahl.
POS. 18

Taste zur Auswahl des AlMg1.0, JOB-LIST, MMA, TIG LIFT Modus.

AlMg1.0 = MIG-Modus für Aluminium Ø 1.0.

JOB-LIST = Synergischer und/oder gepulster MIG-Modus für erfahrene Schweißer zum Schweißen von Aluminium, Kohlenstoffstahl, Edelstahl und Fülldraht.

Wählen Sie die JOB-LIST-Codes basierend auf dem zu schweißenden Material, der Gasart, dem gewählten Drahtdurchmesser und mit oder ohne Pulsation.

Siehe Abs. MIG/MAG-Einstellung und die Tabelle im Spulenhalterfach der Maschine.

Information HINWEIS: diese Maschine bietet die Funktion der Doppelpulsation, die es ermöglicht, den Wärmeeintrag in das zu schweißende Werkstück zu reduzieren, Verformungen auf ein Minimum zu beschränken und hochästhetische Schweißnähte mit Oberflächen zu gewährleisten, die mit denen des WIG-Schweißens vergleichbar sind.

MMA = Elektrodenschweißmodus (SMAW).

TIG LIFT = WIG-Schweißmodus mit Lift-Arc-Zündung.

POS. 19

Drehknopf zur Einstellung der ELEKTRONISCHEN INDUKTIVITÄT im MIG / MAG-Modus.
Beachten Sie, dass der Lichtbogen sich bei Erhöhung der elektronischen Induktivität verengt und "softer" (weicher) wird, mit wenigen Spritzern.
Durch Verringern der elektronischen Induktivität weitet sich der Lichtbogen und wird "energetic" (energischer) mit mehr Spritzern.

Im MMA-Modus wird er zur Einstellung des ARC FORCE-Wertes verwendet, siehe Abs. Elektroden-Einstellung (MMA).

Information HINWEIS: halten Sie den Drehknopf gedrückt und drehen Sie ihn für eine schnellere Einstellung.

POS. 20

Drehknopf zur Einstellung des SCHWEISSSTROM / Auswahl der JOB-LIST-Codes.

Er wird verwendet, um den voreingestellten Schweißstrom einzustellen.

Im JOB-LIST-Modus wird er zur Auswahl der JOB-LIST-Nummer verwendet. Siehe Abs. MIG/MAG-Einstellung.

Im MMA- und TIG LIFT-Modus wird er zur Einstellung des voreingestellten Schweißstroms verwendet.

Information HINWEIS: halten Sie den Drehknopf gedrückt und drehen Sie ihn für eine schnellere Einstellung.

POS. 21

Drehknopf zur Einstellung der SCHWEISSSPANNUNG.

Er wird verwendet, um die voreingestellte Schweißspannung einzustellen.

Im JOB-LIST-Modus wird er zur Auswahl der Anzahl der Gruppen der JOB-LIST, von 0xx bis 9xx, verwendet. Siehe Abs. MIG/MAG-Einstellung.

InformationHINWEIS: halten Sie den Drehknopf gedrückt und drehen Sie ihn für eine schnellere Einstellung.

POS. 22 Anzeige zur Ansicht der SPANNUNGSANZEIGE.
Im MIG/MAG-Modus ohne Schweißvorgang zeigt sie die voreingestellte Spannung an.
Während des Schweißens zeigt sie die Lichtbogenspannung an.
POS. 23 LED V.R.D. (Spannungsreduzierungsvorrichtung).
Nur im MMA-Modus, siehe Abs. Elektroden-Einstellung (MMA).

INSTALLATION

Anschluss der Benutzerleitung



Diese Arbeiten dürfen nur von Personal mit ausreichenden Fachkenntnissen im Elektrobereich und umfassenden Kenntnissen zur Sicherheit durchgeführt werden. Bediener müssen über gültige Qualifikationsnachweise verfügen, die ihre Professionalität und Kenntnisse in dieser Angelegenheit belegen.

Bevor Sie das System an das Netz anschließen, überprüfen Sie, ob die Eingangsspannung (V) und die Arbeitsfrequenz (Hz) den Werten auf dem Typenschild der Maschine entsprechen, und stellen Sie sicher, dass der Hauptschalter auf der "0" (Aus)-Position steht.

Der elektrische Anschluss an das Netz kann über das mitgelieferte Kabel wie folgt erfolgen:

  • gelb-grünes Kabel an Erde;
  • die übrigen Adern an das Netz.

Schließen Sie einen zertifizierten Stecker mit der richtigen Kapazität an das Eingangskabel an, bereiten Sie eine Netzsteckdose mit Sicherheitssicherungen oder einen automatischen Sicherheitsschalter "OFF" (AUS) vor. Stellen Sie sicher, dass das Erdungskabel sicher mit dem Erdleiter der Eingangsnetzleitung (GELB-GRÜN) verbunden ist.

Information Hinweis: falls Verlängerungen für das Eingangskabel benötigt werden, stellen Sie sicher, dass die richtige Größe verwendet wird, die nicht kleiner sein darf als die, mit der die Maschine ausgestattet ist.

(MMA) ELETTRODE Installation

Bitte beachten Sie die Abbildungen 1, 2, 3, 4.

  • Stellen Sie sicher, dass der Schalter(9) sich in der "0" (Aus)-Position befindet.
  • Schließen Sie den ELEKTRODENHALTER an die Buchse (5) (+) der Maschine an.
  • Schließen Sie das MASSEKABEL an die Buchse (3) (-) der Maschine an. (Wenn Sie Elektroden mit umgekehrter Polarität verwenden möchten, schließen Sie die ELEKTRODENHALTERKLEMME an die Buchse (3) (-) und das MASSEKABEL an die Buchse (5) (+) an.)
  • Befestigen Sie das andere Ende des Massekabels am Werkstück und stellen Sie sicher, dass ein guter elektrischer Kontakt besteht.
  • Schalten Sie die Maschine mit dem Schalter(9) ein.
  • Drücken Sie die Taste MODE (Modus) (18), um den MMA-Modus auszuwählen.
  • Stellen Sie den Schweißstrom mit dem Knopf CURRENT (Strom) (20) ein.

Der Strom wird auf dem Display angezeigt.

Im Allgemeinen sind die Schweißwerte wie unten aufgeführt:
Ф Elektrode (MMA) 2.0 60-100A
Ф Elektrode (MMA) 2.5 80-120A
Ф Elektrode (MMA) 3.25 110-150A
Ф Elektrode (MMA) 4.0 140-180A
Ф Elektrode (MMA) 5.0 180-220A

  • Stellen Sie den Wert derArc Force entsprechend dem verwendeten Elektrodentyp ein; siehe Par. Elektrodeneinstellung (MMA).
  • Die Maschine ist nun bereit zum Schweißen.

(MMA) ELETTRODE Installation

TIG LIFT Installation

Bitte beachten Sie die Abbildungen 1, 2, 3, 4.

Information Hinweis: verwenden Sie einen Brenner mit einem Gasdurchflussregelhahn am Griff.

  • Stellen Sie sicher, dass der Schalter(9) sich in der "0" (Aus)-Position befindet.
  • Schließen Sie den WIG-BRENNER an die Buchse (3) (-) der Maschine an.
  • Schließen Sie das MASSEKABEL an die Buchse (5) (+) der Maschine an.
  • Befestigen Sie das andere Ende des Massekabels am Werkstück und stellen Sie sicher, dass ein guter elektrischer Kontakt besteht.
  • Installieren Sie den Gasregler an der Gasflasche.
  • Schließen Sie den GASSCHLAUCH des Brenners an den Gasregler der Flasche an.
  • Öffnen Sie den Gasflaschenregler.
  • Stellen Sie den Gasdurchfluss auf den entsprechenden Wert ein (5-8 Lt / min).
  • Schalten Sie die Maschine mit dem Schalter(9) ein.
  • Drücken Sie die Taste MODE (Modus) (18), um den TIG LIFT-Modus auszuwählen.
  • Stellen Sie den Schweißstrom mit dem Knopf CURRENT (Strom) (20) ein.

Der Strom wird auf dem Display angezeigt.

  • Stellen Sie die anderen Schweißparameter wie in Par. TIG LIFT Einstellung beschrieben ein.
  • Die Maschine ist nun bereit zum Schweißen.

TIG LIFT Installation

Lichtbogenstart im Lift Arc:
Diese Maschine verwendet ein System des TIG-Lichtbogenstarts im Kontaktverfahren. Bringen Sie die Wolframelektrode in Kontakt mit dem Werkstück, drücken Sie den Auslöser und heben Sie die Elektrode an, indem Sie den Keramikbrenner als Hebel nutzen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Schweißlichtbogen gezündet.
Lichtbogenstart im Lift Arc
Um das Schweißen zu beenden, entfernen Sie den Brenner vom Werkstück, um den Lichtbogen zu löschen. Schließen Sie das Gasventil am Brenner. Warten Sie die Zeit für eine ausreichende Nachgaszeit, entsprechend dem Elektrodendurchmesser und dem Schweißstrom.

MIG/MAG INSTALLATION

Bitte beachten Sie die Abbildungen 1, 2, 3, 4.

  • Stellen Sie sicher, dass sich der Schalter(9) in der Position „0“ befindet.
  • Prüfen Sie, ob sich der Wahlschalter(12) im Spulenhalterfach in der Position „**MIG GUN**“ befindet.
  • Schließen Sie den **MIG-BRENNER** an die Buchse **(6)** des Geräts an.
  • Schließen Sie das **MASSEKABEL** an die Buchse **(3) (-)** des Geräts an.
  • Befestigen Sie das andere Ende des Massekabels am Werkstück und stellen Sie dabei einen guten elektrischen Kontakt sicher.
  • Schließen Sie den **DINSE-STECKER (4)** an die Buchse **(5) (+)** an.
  • Prüfen Sie, ob die Antriebs**ROLLE (14)** dem Durchmesser des zu verwendenden Drahtes entspricht.
  • Legen Sie die zu verwendende **DRAHTSPULE** in die Halterung **(15)**.
  • Führen Sie den Draht in das Drahtführungsrohr, über die Rollen und etwa 10 cm tief in den Brenner ein.
  • Installieren Sie den GASregler an der Gasflasche.
  • Schließen Sie den **GAS**schlauch an den Flaschendruckadapter an.
  • Schließen Sie das andere Ende des **GAS**schlauchs an den Anschluss **(10)** an.
  • Öffnen Sie den Gasflaschenregler.
  • Stellen Sie den Gasfluss auf den entsprechenden Wert ein (10-14 Lt / min).
  • Schalten Sie das Gerät mit dem Schalter(9) ein.
  • Drücken Sie die Taste **MODE** **(18)**, um den Modus **AlMg1.0** oder **JOB-LIST** auszuwählen.
  • Wählen Sie den **2-Takt**-, **4-Takt**- oder **4-Takt Spezial**-Zyklus mit der Taste **CYCLE** **(17)**.
  • Stellen Sie die Schweißwerte mit den Knöpfen(19), **(20)**, **(21)** ein, siehe Abschn. MIG/MAG-Einstellung.
  • Passen Sie die anderen Schweißparameter an, wie in Abschn. SUBMENU-Parameter beschrieben, und beachten Sie Tabelle 4.
  • Das Gerät ist jetzt schweißbereit.

MIG/MAG INSTALLATION - Schritt 1

Information HINWEIS: Bei Verwendung von **Aluminiumdraht** und **seinen Legierungen** ist es notwendig, das **DRAHTFÜHRUNGSROHR** und das **BRENNERROHR** durch ein **TEFLONrohr** zu ersetzen.

Ersetzen Sie außerdem die **AntriebsROLLE** durch den Typ mit **„U“-Nut.**

Beachten Sie für die Installation die Abbildungen unten und die in **Tabelle 1** angegebenen Werte.

MIG/MAG INSTALLATION - Schritt 2

Drahtdurchmesser [mm] Blechstärke [mm] Spannung [V] Drahtvorschub [cm / min] Parameterwert aus Tabelle 4
P11 P13 P14
Ф0.8 1.0 11 5.9 1.3 29 60
2.0 15 8.4 1.8 50 60
Ф1.0 1.0 10 4.0 1.3 29 60
2.0 14.3 6.0 1.8 50 60
3.0 15.2 8.2 1.5 33 50
4.0 17.4 10.4
5.0 18.6 11.4

Tabelle 1: Richtwerte für Aluminiumdraht

MIG/MAG INSTALLATION, FCAW-S mit SPOOL GUN BRENNER

Bitte beachten Sie die Abbildungen 1 2 3 4.

  • Stellen Sie sicher, dass sich der Schalter(9) in der Position „0“ befindet.
  • Prüfen Sie, ob sich der Wahlschalter(12) in der Position „**SPOOL GUN**“ befindet.
  • Schließen Sie die **SPOOL GUN** an die Gerätebuchsen **(2)** und **(6)** an.
  • Schließen Sie das **MASSEKABEL** an die Buchse **(3) (-)** des Geräts an.
  • Befestigen Sie das andere Ende des Massekabels am Werkstück und stellen Sie dabei einen guten elektrischen Kontakt sicher.
  • Schließen Sie den **DINSE-STECKER (4)** an die Buchse **(5) (+).**
  • Legen Sie die **DRAHTSPULE** in den **SPOOL GUN** Brenner.
  • Führen Sie den Draht in das Drahtführungsrohr, über die Rollen und in den Brenner ein.
  • Schrauben Sie den Druckminderer an die Gasflasche.
  • Schließen Sie den **GAS**schlauch an den Flaschendruckminderer an.
  • Schließen Sie das andere Ende des **GAS**schlauchs an den Anschluss **(10)** an.
  • Öffnen Sie den Gasflaschenregler.
  • Stellen Sie den Gasfluss auf den entsprechenden Wert ein (10-14 Lt / min).
  • Schalten Sie das Gerät mit dem Schalter(9) ein.
  • Drücken Sie die Taste **MODE** **(18)**, um den Modus **AlMg1.0** oder **JOB-LIST** auszuwählen.
  • Wählen Sie den **2-Takt**-, **4-Takt**- oder **4-Takt Spezial**-Zyklus mit der Taste **CYCLE** **(17)**.
  • Stellen Sie die Schweißwerte mit den Knöpfen(19), (20), (21), ein, siehe Abschn. MIG/MAG-Einstellung.
  • Passen Sie die anderen Schweißparameter an, wie in Abschn. SUBMENU-Parameter beschrieben, und beachten Sie Tabelle 4.
  • Das Gerät ist jetzt schweißbereit.

MIG/MAG INSTALLATION, FCAW-S mit SPOOL GUN BRENNER

FCAW-S Fülldrahtinstallation ohne Gas

Bitte beachten Sie die Abbildungen 1, 2, 3, 4.

  • Stellen Sie sicher, dass der Schalter(9) sich in der "0"-Position befindet.
  • Überprüfen Sie, ob der Wahlschalter(12) sich in der "MIG GUN" (MIG-Brenner)-Position befindet.
  • Verbinden Sie den MIG-BRENNER mit der Buchse (6) der Maschine.
  • Verbinden Sie das MASSEKABEL mit der Buchse (5) (+) der Maschine.
  • Befestigen Sie das andere Ende des Massekabels am zu schweißenden Werkstück und stellen Sie dabei einen guten elektrischen Kontakt sicher.
  • Verbinden Sie den DINSE-STECKER (4) mit der Buchse (3) (-).
  • Überprüfen Sie, ob die AntriebsROLLE (14) dem Durchmesser des zu verwendenden Drahtes entspricht.
  • Legen Sie die DRAHTROLLE, die verwendet werden soll, in die Halterung (15).
  • Führen Sie den Draht in das Drahtführungsrohr, über die Rollen und etwa 10 cm weit in den Brenner ein.
  • Schalten Sie die Maschine mit dem Schalter(9) ein.
  • Drücken Sie die MODUS-Taste (18), um den AlMg1.0- oder JOB-LIST-Modus auszuwählen.
  • Wählen Sie den 2-Takt-, 4-Takt- oder 4-Takt Spezial-Zyklus mit der ZYKLUS-Taste (17).
  • Stellen Sie die Schweißwerte mit den Drehknöpfen(19), (20), (21) ein, siehe Abschn. MIG/MAG-Einstellung.
  • Passen Sie die anderen Schweißparameter an, wie in Abschn. UNTERMENÜ-Parameter beschrieben, und beachten Sie Tabelle 4. Die Maschine ist nun bereit zum Schweißen.

FCAW-S Fülldrahtinstallation ohne Gas

Für die Einstellungen des Abschn. MIG/MAG-Installation für FCAW-S Fülldraht ohne Gas, siehe Tabelle 1.

Schweißmodus Material Drahtdurchmesser Rollentyp Drahtführung Schutzgas
MAG Fe Ф0.6, Ф0.8, Ф1.0 V Stahlschlauch 100%CO2 or 80%CO2+20%Ar
MIG SS Ф0.6, Ф0.8, Ф1.0 V Stahlschlauch 97.5%CO2+2.5%Ar
MIG AL Ф0.8, Ф1.0, Ф1.2 U Teflonschlauch 100%Ar
FCAW-S CW Ф0.8, Ф1.0 gerändelt Stahlschlauch nein

Tabelle 2: MIG/MAG, FCAW allgemeine Einstellung

BEDIENUNG DER FRONTPLATTE

Durch Drücken der MODE-Taste (Modus-Taste) können vier verschiedene Schweißmodi ausgewählt werden: AlMg1.0, JOB-LIST, MMA, TIG LIFT. Siehe POS 18.

Durch Drücken der CYCLE-Taste (Zyklus-Taste) können die über die Taste am Brenner gesteuerten Schweißzyklen ausgewählt werden: 2-times, 4-times oder 4-times Special, siehe Abs. TORCH SWITCH cycle selection.

Information BITTE BEACHTEN SIE: Sie können alle eingestellten Werte auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, indem Sie wie in Kap. Restore factory data beschrieben vorgehen.

ELEKTRODEN-Einstellungen (MMA)

Nach der Installation, wie in Abs. Electrode installation (MMA) beschrieben, wählen Sie den MMA-Modus durch Drücken der MODE-Taste (Modus-Taste).
Stellen Sie den Schweißstrom mit dem Drehknopf (20) ein; der Wert wird auf dem Display (16) angezeigt.

ARC FORCE: Diese Funktion hilft, die Stabilität des Elektrodenschweißlichtbogens zu verbessern.

Der Strom erhöht sich automatisch um den eingestellten Wert, wenn der Lichtbogen zu kurz wird.

Sie verhindert das Klebenbleiben und Abschaltungen während des Schweißens.

Um die Arc Force einzustellen, drehen Sie den Drehknopf (19) in Abb. 4.

Die rechte Anzeige (16) zeigt den eingestellten Wert von 0 bis 100 für etwa 2 s an.

V.R.D.-Funktion (Voltage Reduction Device – Spannungsreduzierungseinrichtung).
Diese Funktion reduziert, falls aktiviert, die Leerlauf-Ausgangsspannung der Maschine auf einen Sicherheitswert (<20V DC) gemäß den strengsten internationalen Normen.
LED an = VRD aktiviert
LED aus = VRD deaktiviert
*** In dieser Maschinenversion ist VRD immer aktiv ***

Weitere Funktionen können wie in den Parametern SUBMENU beschrieben eingestellt werden, siehe Abs. SUBMENU parameters.

Siehe Abkürzungen H1, H2 und H3 in Tabelle 4.

TIG LIFT-Einstellungen

Nach der Installation, wie in Abs. TIG LIFT installation beschrieben, wählen Sie den TIG LIFT-Modus durch Drücken der MODE-Taste (Modus-Taste).
Stellen Sie den Schweißstrom mit dem Drehknopf (20) ein; der Wert wird auf dem Display (16) angezeigt.

MIG/MAG-Einstellungen

Nach der Installation, wie in Abs. MIG/MAG installation beschrieben, wählen Sie den AlMg1.0- oder JOB-LIST-Modus durch Drücken der MODE-Taste (Modus-Taste) und den 2T-, 4T- oder SPEC 4T-Zyklus durch Drücken der CYCLE-Taste (Zyklus-Taste), siehe Abs. TORCH SWITCH cycle selection.

MANUELLE Regelung
Im ALMg1.0- und JOB-LIST MODE ist es möglich, eine NICHT-synergische Regelung zu erhalten, indem das Untermenü P19 auf ON (EIN) gestellt wird. Siehe Abs. SUBMENU parameters.

  • Stellen Sie den SCHWEISSSTROM mit dem Drehknopf (20) ein.
  • Stellen Sie die LICHTBOGENSPANNUNG mit dem Drehknopf (21) ein.

Drücken Sie den Drehknopf (20) für mindestens 5 s, um eine Einstellung der DRAHTGESCHWINDIGKEIT vorzunehmen; stellen Sie in diesem Fall die gewünschten m/min auf der rechten Anzeige ein.

Drücken Sie erneut für mindestens 5 s, um zur CURRENT-Einstellung (Stromeinstellung) zurückzukehren.

SYNERGISCHE Regelung
Im ALMg1.0- und JOB-LIST MODE ist die SYNERGISCHE Regelung werkseitig eingestellt. Untermenü P19 ist auf OFF (AUS) gestellt, siehe Abs. SUBMENU parameters.

  • Stellen Sie den SCHWEISSSTROM mit dem Drehknopf (20) ein.
  • Während des Schweißens ist es möglich, die LICHTBOGENSPANNUNG um +/- 50% gegenüber dem Idealwert der Synergiekurve zu korrigieren.

Die Korrektur erfolgt durch Drehen des Drehknopfs (21) gegen den Uhrzeigersinn für eine Korrektur von bis zu -50% und im Uhrzeigersinn für eine Korrektur von bis zu +50%.

Drücken Sie den Drehknopf (20) für mindestens 5 s, um eine Einstellung der DRAHTGESCHWINDIGKEIT vorzunehmen; stellen Sie in diesem Fall die gewünschten m/min auf der rechten Anzeige ein.
Drücken Sie erneut für mindestens 5 s, um zur CURRENT-Einstellung (Stromeinstellung) zurückzukehren.

JOB-LIST Regelung
Die JOB-LIST-Bibliothek enthält die Programmcodes der schweißbaren Materialien im pulsed MIG (Puls-MIG) und non-pulsed MIG (CV) mode (nicht-gepulsten MIG (CV)-Modus).

Im JOB-LIST MODE (JOB-LIST-Modus) drücken Sie die MODE-Taste (Modus-Taste) (18) für mindestens 5 s, um das JOB-LIST-Menü aufzurufen.

Wenn innerhalb von 5 s keine Aktion erfolgt, verlässt die Maschine automatisch das JOB-LIST-Menü.

Die linke Anzeige zeigt "JOB" (Job) an und die rechte Anzeige die JOB number (Job-Nummer).
Wählen Sie die Nr. mit dem Drehknopf (20) und unter Bezugnahme auf Tabelle 3. Dieselbe Tabelle ist im Spulenhalterfach der Maschine abgebildet.

Jedes Programm der JOB-LIST besteht aus 3 Ziffern, die Bedeutung jeder Ziffer ist wie folgt:

Bit 1: stellt das MATERIAL des Schweißdrahtes dar, der Wertbereich ist von 0 bis 9.
Stellen Sie es mit dem linken Drehknopf (21) ein.

Bit 2: stellt dar:
0 = PULSED MIG (Puls-MIG)
1 = non-pulsed MIG (CV) (nicht-gepulstes MIG (CV))
2 = (Nur für Cs-0 Kohlenstoffstahl), MIG not pulsed (CV) (MIG nicht gepulst (CV)) mit 100% CO2 Gas

Bit 3: stellt den DURCHMESSER des Schweißdrahtes dar:
1 = 0,8 mm Draht
2 = 1,0 mm Draht
3 = 1,2 mm Draht
"(- - -)" (---): bedeutet, dass kein Programm vorhanden ist und für Software-Updates verwendet werden kann.

Um den ausgewählten JOB zu speichern, drücken Sie die Taste (18) erneut für mindestens 5 s.

Nachfolgend finden Sie die Tabelle mit der Liste der verfügbaren JOB-LIST.

Material Schweißmodus Drahtdurchmesser (JOB-LIST)-Codes Schutzgas
CS-0 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 001 / 002 / 003 Ar82% + CO218%
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 011 / 012 / 013 Ar82% + CO218%
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 021 / 022 / 023 CO2100%
SS-1 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 101 / 102 / 103 Ar97.5% + CO22.5%
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 111 / 112 / 113
CuAl-2 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 201 / 202 / 203 Ar100%
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 211 / 212 / 213
CuSi-3 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 301 / 302 / 303
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 311 / 312 / 313
AlSi-4 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 401 / 402 / 403
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 411 / 412 / 413
AlMg-5 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 501 / 502 / 503
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 511 / 512 / 513
Al-6 PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 601 / 602 / 603
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 611 / 612 / 613
CS-7
(Fülldraht)
PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 701 / 702 / 703 Ar82% + CO218%
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 711 / 712 / 713
SS-8
(Fülldraht)
PULSE 0.8 / 1.0 / 1.2 801 / 802 / 803
CV 0.8 / 1.0 / 1.2 811 / 812 / 813

Tabelle 3: JOB-LIST

Brennschalter-Zyklusauswahl

Der Betriebszyklus ist in die Modi 2-Takt, 4-Takt und Spezial-4-Takt unterteilt, die über den Brennschalter gesteuert und über die CYCLE (Zyklus)-Taste auf dem Bedienfeld ausgewählt werden können.

Grafische Symbole des Brennschalters (T.B.).
Brennschalter-Zyklusauswahl - Schritt 1

2-Takt-Zyklen: Drücken Sie die CYCLE (Zyklus)-Taste und wählen Sie die 2T-LED.
Im MIG / MAG-Modus drücken Sie den Brennschalter (T.B.), um mit dem Schweißen zu beginnen, und lassen ihn los, um es zu beenden; der Strom geht schnell auf 0.
Normalerweise wird die 2T-Funktion für kurze oder schnelle Schweißnähte verwendet.
Brennschalter-Zyklusauswahl - Schritt 2
4-Takt-Zyklus: Drücken Sie die CYCLE (Zyklus)-Taste und wählen Sie die 4T-LED.
Im MIG / MAG-Modus drücken und lösen Sie den Brennschalter (T.B.), um mit dem Schweißen zu beginnen, drücken Sie ihn erneut und lassen ihn wieder los, um es zu beenden.
Normalerweise wird die 4T-Funktion für dauerhafte Schweißnähte verwendet.
Brennschalter-Zyklusauswahl - Schritt 3

Spezial-4-Takt-Zyklus: Drücken Sie die CYCLE (Zyklus)-Taste und wählen Sie die SPEC 4T-LED.

Information Hinweis: Die unten gezeigten Abkürzungen „P01, P03, etc.“ beziehen sich auf die Par. SUBMENU-Parameter – Parameter-Untermenü.

Der Spezial-4-Takt-Zyklus verfügt über dieselben Funktionen wie der 4-Takt-Zyklus, bietet aber die Möglichkeit zahlreicher zusätzlicher Einstellungen. Siehe Tabelle 4.

Brennschalter-Zyklusauswahl - Schritt 4

Parameter-UNTERMENÜ

Sie können weitere Parameter einstellen, indem Sie das Parameter-UNTERMENÜ wie unten beschrieben aufrufen.

Sie können alle eingestellten Werte auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, indem Sie wie in Kap. Werkseinstellungen wiederherstellen beschrieben vorgehen. Tabelle 4 zeigt die Parameter, die Sie einstellen können.

Schalten Sie die Maschine ein.

Drücken Sie die Taste (17) für mindestens 5 s.

Das Display zeigt die Codes des Parameter-UNTERMENÜS an.

Die linke Anzeige zeigt den Untermenü-Code P01, P02 usw. an. Die rechte Anzeige zeigt den eingestellten Wert.

Wählen Sie den Parameter, der mit dem Drehregler (21) eingestellt werden soll.

Stellen Sie den Wert ein mit dem Drehregler (20).

Um die Änderung zu speichern und das Untermenü zu verlassen, drücken Sie die CYCLE (Zyklus)-Taste (17) erneut.

Nach 5 s verlässt die Maschine automatisch das Parameter-Untermenü und speichert die Änderung, wenn keine weitere Aktion durchgeführt wird.

Ref. Parameter Einstellbereich Einstellschritt Werkseinstellung
P01 (BBT) - Rückbrandzeit 0,01 ~ 2,00 s 0,01 s 0,04 s
P02 Drahtvorschubgeschwindigkeit 1,0 ~ 21,0 m/min 0,1 m/min 1,5 m/min
P03 Vorlaufzeit Gas 0,1 ~ 10,0 s 0,1 s 0,2 s
P04 Nachlaufzeit Gas 0,1 ~ 10,0 s 0,1 s 1,0 s
P05 Wert Anfangsperiode (im 4-Takt-Sondermodus) 1 ~ 200% 1% 135%
P06 Wert Endperiode (im 4-Takt-Sondermodus) 1 ~ 200% 1% 50%
P07 Wert Übergangsperiode (im 4-Takt-Sondermodus) 0,1 ~ 10,0 s 0,1 s 1,0 s
P08 Timerzeit (Punkt) - - - - - - - - -
P09 Bedienfeld-Auswahl ON - ON
P10 Wasserkühlungs-Auswahl - - - - - - - - -
P11 Doppelpulsfrequenz OFF / 0,5 ~ 5,0 Hz 0,1 Hz OFF
P12 Lichtbogenlängenkorrektur (im Doppelpuls) -50% ~ +50% 1 0%
P13 Doppelpuls-Geschwindigkeitsversatz (im Doppelpuls) 0 ~ 2 m 0,1 m 2 m
P14 Verhältnis Hochpuls-Gruppe (im Doppelpuls) 10 ~ 90% 1% 50%
P15 Pulstyp-Auswahl - - - - - - - - -
P16 Laufzeit Wasserpumpe - - - - - - - - -
P17 Anfangsstromzeit
(im 4-Takt-Sondermodus)
OFF / 0,1 ~ 10 s 0,1 s OFF
P18 Endstromzeit
(im 4-Takt-Sondermodus)
OFF / 0,1 ~ 10 s 0,1 s OFF
P19 Standardmodus-Auswahl (nicht synergetisch) OFF / ON - OFF
H01 HOT START-Strom (nur im MMA-Modus) 0 ~ 100% des eingestellten Stroms 1% 50%
H02 HOT START-Zeit (nur im MMA-Modus) 0,0 ~ 2,0 s 0,1 s 0,5 s
H03 ANTI-STICKING
(nur im MMA-Modus)
OFF / ON - ON

Tabelle 4: Parameter-Untermenü
(- - -) = Parameter in dieser Maschine nicht verfügbar

Im Folgenden finden Sie die detaillierte Beschreibung der Parameter aus Tabelle 4.

P01 - Rückbrandzeit (BBT)
Stellen Sie den BBT-Wert so ein, dass die Länge des aus der Düse austretenden Drahtes nicht am Werkstück oder am Brenner kleben bleibt.
Ein hoher Wert neigt dazu, den Draht an der Kontaktspitze haften zu lassen, ein niedriger Wert neigt dazu, den Draht am Werkstück haften zu lassen.

P02 - Drahtvorschubgeschwindigkeit
Dies ist die Drahtgeschwindigkeit, wenn die Maschine im Leerlauf ist. Sobald der Lichtbogen gezündet ist, geht die Geschwindigkeit automatisch auf den eingestellten Wert.

Wenn die anfängliche Vorschubgeschwindigkeit zu hoch ist, klopft der Draht mehrmals, bevor ein stabiler Lichtbogen gezündet wird; wenn die Vorschubgeschwindigkeit zu langsam ist, wird der anfängliche Lichtbogen zu lang, und der Draht könnte in der Drahtführung schmelzen.

P03 - Vorlaufzeit Gas
Eine zu lange Zeit führt zu Zeit- und Gasverschwendung. Eine zu kurze Zeit kann zu Zündkratern führen.

P04 - Nachlaufzeit Gas
Eine zu lange Zeit führt zu Zeit- und Gasverschwendung; eine zu kurze Zeit kann während der Füllzeit des Kraters zu Kratern führen.

P05 - Wert Anfangsperiode (im 4-Takt-Sondermodus)
Stellen Sie die prozentuale Abweichung zwischen den Startparametern und den Schweißparametern ein.

P06 - Wert Endperiode (im 4-Takt-Sondermodus)
Stellen Sie die prozentuale Abweichung zwischen den Endperioden-Parametern und den Schweißparametern ein, um Krater richtig zu füllen.

P07 - Wert Übergangsperiode (im 4-Takt-Sondermodus)
Während des speziellen 4-Takt-Modus stellen Sie die Übergangszeit zwischen den Parametern ein. Dies eliminiert die starke Schwankung zwischen den drei Parametern.

P11 - Doppelpulsfrequenz
Doppelpulsschweißen
wird durch die Modulation der Synergie zwischen zwei Werten, dem Hochpuls und dem Niedrigpuls, bei niedriger Frequenz erreicht.
Es ist möglich, diese Frequenz von OFF (AUS), einzelner Pulspegel, auf Doppelpuls zwischen 0,5 und 5,0 Hz einzustellen.

Im Vergleich zum Einzelpulsschweißen bietet das Doppelpulsschweißen zahlreiche Vorteile. Der erste Vorteil ist, dass die Schweißnaht ohne manuelles Oszillieren automatisch die Form eines "herringbone" (Fischgrätmuster) annimmt. Zweitens sind Tiefe und Dichte der Schweißnaht präziser einstellbar, und Sie erhalten eine optimale Kontrolle der Wärmeeinbringung. Schließlich erhalten Sie ein kälteres Schmelzbad mit geringerer Verformung des Werkstücks bei niedrigen Strömen.

Wellenform der Doppelpulspulsation
Wellenform der Doppelpulspulsation
Abb.10

In Abb. 10 "T" (T) bezeichnet die Doppelpulsfrequenz (P11), "T1" (T1) den Hochpulswert und "T2" (T2) den Niedrigpulswert.

P12 - Lichtbogenlängenkorrektur der Hochpuls-Gruppe (im Doppelpuls)
Zur Einstellung der Breite der "herringbone" (Fischgrätmuster)-Naht.
Stellen Sie hohe Werte für eine breitere Naht und niedrige Werte für eine schmalere Naht ein.

P13 - Doppelpuls-Geschwindigkeitsversatz (im Doppelpuls)
Zur Einstellung der Nahttiefe. Höhere Werte entsprechen einer größeren Tiefe der "herringbone" (Fischgrätmuster)-Naht.

P14 - Verhältnis Hochpuls-Gruppe (im Doppelpuls)
Stellen Sie einen hohen Wert für einen größeren Anteil der gesamten Projektion und Hohlkehle der "herringbone" (Fischgrätmuster)-Naht ein.

P17 - Anfangsstromzeit (im 4-Takt-Sondermodus)
Dies ist die Zeit, in der der Anfangsstrom P05 beibehalten wird, danach erreicht der Strom den eingestellten Wert. Bei der Einstellung OFF (AUS) ist diese Funktion nicht aktiv.

P18 - Endstromzeit (im 4-Takt-Sondermodus)
Dies ist die Zeit, in der der Endkraterfüllstrom P06 beibehalten wird, danach geht der Strom auf 0. Bei der Einstellung OFF (AUS) ist diese Funktion nicht aktiv.

P19 - Standardmodus-Auswahl (nicht synergetisch)
OFF (AUS) = Synergiemodus;
ON (EIN) = Standardmodus, in diesem Modus ermöglichen die beiden Drehregler (20) und (21) die unabhängige Einstellung der Strom- und Spannungswerte (nicht mehr synergetisch).

H01, H02 - HOT START (nur im MMA-Modus) Diese Funktion bietet die folgenden Vorteile:

  • Verbessert die Zündung, auch bei der Verwendung von Elektroden mit schlechten Zündeigenschaften
  • Verbessert das Anschmelzen des Grundmetalls beim Start, was weniger Fehler beim Kaltstart des Schweißvorgangs bedeutet.
  • Verhindert die meisten Schlackeeinschlüsse.

Siehe die Abbildung daneben. Während der HOT START (Heißstart)-Zeit, gekennzeichnet mit "H02" (H02), kann der Schweißstrom erhöht werden. Dieser Wert, "H01" (H01), kann von 1 bis 100% über dem eingestellten Schweißstrom eingestellt werden.

Im Beispiel in der Abbildung beträgt der eingestellte Strom 100A. Durch Einstellen eines HOT START (Heißstart)-Stroms (H01) von 50% und einer Zeit (H02) von 0,5 s ergibt sich ein Anfangsstrom von 100A + (50% von 100A) = 150A für 0,5 s.

H03 - ANTI-STICKING (nur im MMA-Modus)
Wenn diese Funktion auf ON (EIN) eingestellt ist, geht der Ausgangsstrom auf etwa 15A, wenn die Elektrode mit dem Werkstück kurzschließt. Dies ermöglicht es, die verwendete Elektrode nicht zu beschädigen und sie ohne Schwierigkeiten vom Werkstück zu lösen.

SPOOL GUN ANSCHLUSS

Das Anschlussdiagramm des SPOOL GUN Brennersockels (optional) ist unten dargestellt.

Siehe Abbildungen 1, 3, 8.

Information Hinweis: Überprüfen Sie vor dem Anschließen, ob sich der Wahlschalter (12) im Spulenhalterfach in der Position "SPOOL GUN" (SPOOL GUN) befindet.

SPOOL GUN ANSCHLUSS Pin-Nr. Beschreibung
1 Positiver (+) SPOOL GUN Brenner-Motor (24VDC)
2, 3 Brennertaste
4 Minimum des Potentiometers (4K7)
5 Potentiometer-Schieberegler (4K7)
6 Negativer (-) SPOOL GUN Brenner-Motor (24VDC)
Wenn der Stecker an die Maschine angeschlossen ist, arbeitet der SPOOL GUN Drahtvorschubmotor anstelle des Motors der Maschine.
In dieser Version der Maschine ist es nicht möglich, die Motorgeschwindigkeit über den SPOOL GUN Brennerschalter einzustellen; stellen Sie diese am Bedienfeld der Maschine ein.
SPOOL GUN Brenner.

FEHLERCODES

Im Falle einer Anomalie oder automatischen Maschinenschutzfunktion erscheinen Fehlercodes auf den Anzeigen des Bedienfelds. Tabelle 5 zeigt deren Bedeutungen.

Die mit der Bezeichnung "(POS. xx)" angegebenen Nummern beziehen sich auf die Ersatzteilliste, die in Kap. Ersatzteilliste aufgeführt ist.

Fehler Fehler Fehler Fehler
E10 Brennertaster-Fehler
  1. Der Taster ist beschädigt
  2. Der Brennertaster wird versehentlich für längere Zeit ohne Last gedrückt
  3. Fehlerhafte Brennertaster-Steuerung
  4. Display-Platine defekt
  1. Brenner prüfen oder ersetzen
  2. Brennertaster loslassen
  3. Anschlusskabel des Brennertasters prüfen
  4. Display-Platine ersetzen (POS. 15)
E15 Die Maschine zeigt immer E15 an Die Brennertastersteuerung ist beim Einschalten der Maschine geschlossen
  1. Brenner prüfen oder ersetzen
  2. Brennertaster-Steuerung prüfen
E17 Überstromschutz
  1. Der Schweißstrom überschreitet den erwarteten Grenzwert
  2. Stromsensor defekt
  3. Kurzschluss am Ausgang
  4. Display-Platine defekt
  1. Schweißstrom reduzieren
  2. Stromsensor prüfen oder ersetzen
  3. Ausgangskabel oder sekundäre Dioden prüfen
  4. Display-Platine ersetzen (POS. 15)
E19 Übertemperaturschutz oder keine Belüftung
  1. Übermäßige Temperatur im Inneren der Maschine
  2. Lüftersteuerplatine defekt
  3. Lüfter beschädigt oder blockiert
  1. Warten Sie, bis die Maschine abgekühlt ist
  2. Lüftersteuerplatine reparieren oder ersetzen
  3. Lüfter prüfen oder ersetzen (POS. 4)
E40 Kommunikationsanomalie Fehlerhafte Kommunikationsschaltung der Display-Platine Display-Platine ersetzen (POS. 15)

Tabelle 5: Fehlercodes


Sollte ein anderer als die hier aufgeführten Fehlercodes erscheinen, wenden Sie sich an das Servicezentrum. Teilen Sie den Fehlercode und die Seriennummer der Maschine mit.

WERKSEINSTELLUNGEN WIEDERHERSTELLEN

Sie können alle Werkseinstellungen wie folgt wiederherstellen.
In diesem Fall gehen alle Einstellungen verloren.

Schalten Sie die Maschine ein.

Drücken Sie den KNOB (19) für mindestens 5 Sek.

Alle Daten und Einstellungen werden auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

VORSICHT

Überprüfen Sie, ob:

  • Die Stromquelle mit Erdungskabel verbunden ist
  • Alle Anschlüsse verfügbar sind. Besonderes Augenmerk sollte auf die Verbindung zwischen Masseklemme und Werkstück gelegt werden
  • Der Ausgangsanschluss des Elektrodenhalters und das Erdungskabel nicht kurzgeschlossen sind;
  • Die Polarität der Ausgangsklemmen korrekt ist

Arbeitsumgebung

  1. Schweißarbeiten sollten in einer relativ trockenen Umgebung mit einer Luftfeuchtigkeit von 90 % oder weniger durchgeführt werden.
  2. Die Temperatur der Arbeitsumgebung sollte zwischen -10 °C und 40 °C liegen.
  3. Vermeiden Sie Schweißarbeiten im Freien, es sei denn, Sie sind vor Sonnenlicht und Regen geschützt, und lassen Sie niemals Regen oder Wasser in die Maschine gelangen.
  4. Vermeiden Sie Schweißarbeiten in staubiger Umgebung oder in Umgebungen mit korrosiven chemischen Gasen.
  5. Vermeiden Sie das Schutzgasschweißen in Umgebungen mit starkem Luftzug.

Gute Belüftung

Diese Schweißmaschine hat beim Betrieb einen so hohen Schweißstrom, dass die natürliche Belüftung den Kühlbedarf möglicherweise nicht deckt, während der interne Lüfter die Maschine durch seine effektive Kühlung stabil arbeiten lässt. Der Bediener sollte sicherstellen, dass die Lüftungsschlitze freiliegen und nicht blockiert sind. Der Mindestabstand zwischen der Maschine und umgebenden Objekten sollte 30 cm betragen. Eine gute Belüftung ist von entscheidender Bedeutung für die typische Leistung und Lebensdauer der Maschine.

Überspannung ist verboten

Die Versorgungsspannung ist in der Hauptparametertabelle aufgeführt. Im Allgemeinen kompensiert die Spannung in der Schweißmaschine den Stromkreis automatisch, um sicherzustellen, dass der Schweißstrom im akzeptablen Bereich liegt. Wenn die Spannung die zulässige Grenze überschreitet, wird das Gerät beschädigt. Die Benutzer sollten diese Situation verstehen und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Achten Sie daher auf Spannungsänderungen. Sobald Überspannung auftritt, stoppen Sie den Schweißvorgang und schalten Sie die Stromversorgung aus.

Überlastung ist verboten

Die Benutzer sollten jederzeit den maximal zulässigen Laststrom überprüfen (relativ zum festen Einschaltdauer). Der Schweißstrom darf den maximal zulässigen Laststrom nicht überschreiten. Eine Überlastung des Stroms verkürzt die Lebensdauer der Schweißmaschine erheblich und kann die Schweißmaschine möglicherweise durchbrennen lassen.

Überhitzungsschutz

Der Überhitzungsschutz tritt auf, wenn die Maschine aufgrund von langem, kontinuierlichem Schweißen überlastet ist und ein plötzlicher Schweißstopp erfolgt. In diesem Fall ist es nicht notwendig, die Maschine neu zu starten, sondern nur zu warten, bis die Überhitzungs-LED erlischt, und der Schweißvorgang kann fortgesetzt werden.

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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