AXITEC AC Series Handbuch

EINLEITUNG

Bei ordnungsgemäßem Betrieb und Wartung liefern die Module von AXITEC ENERGY GMBH & CO. KG Ihnen über Jahre hinweg sauberen und erneuerbaren Solarstrom. Dieses Handbuch enthält wichtige Informationen zu Installation, Wartung und Sicherheit. Bewahren Sie diese Anleitung an einem sicheren Ort für zukünftige Referenz auf.

Die Nichtbeachtung dieser Installationsanleitung kann zu Sachschäden und/oder Personenschäden führen. AXITEC ENERGY GMBH & CO. KG haftet nicht für Verluste oder Verletzungen, die durch diese Art der Nichtbeachtung verursacht werden.

AXITEC ENERGY GMBH & CO. KG behält sich das Recht vor, jederzeit unangekündigte Änderungen an Design und/oder technischen Spezifikationen ihrer Solarmodule vorzunehmen. Daher ist nur das zum Zeitpunkt der Herstellung aktuelle Datenblatt maßgeblich. Es wird daher ausdrücklich empfohlen, vor der Bestellung sicherzustellen, dass die vorliegenden Datenblätter den aktuellen Stand wiedergeben. Bei der Montage oder anderen Arbeiten an den Solarmodulen sind die zum Zeitpunkt der Herstellung des jeweiligen Moduls gültigen Datenblätter und Benutzerinformationen als Referenz heranzuziehen. Die Inhalte älterer oder neuerer Dokumente können aufgrund zwischenzeitlicher Produktänderungen falsch sein.

Diese Version von "Installation & Operating Instructions" (Installations- & Betriebsanleitung) ersetzt alle vorherigen.

Modultyp

Dieses Handbuch ist gültig für folgende Modultypen:

AC-xxxM/60S: xxx = 310 – 325; AC-xxxMH/120S: xxx = 310 – 335
AC-xxxM/72S: xxx = 370 – 390; AC-xxxMH/144S: xxx = 370 – 405
AC-xxxMH/120VAU: xxx = 360 – 385; AC-xxxMH/144VAU: xxx = 440 – 465
AC-xxxMH/108VAU: xxx = 400 – 415; AC-xxxMH/144VAU: xxx = 530 – 555
AC-xxxMH/108KAU: xxx = 400 – 415; AC-xxxTGB/108BBA: xxx = 430; 440
AC-xxxTGB/108WBA: xxx = 430 – 440; AC-xxxTGB/120BBA: xxx = 470
AC-xxxTGB/120WBA: xxx = 470; AC-xxxTGB/144TSA: xxx = 565 – 580
AC-xxxTGBL/108WBA: xxx = 440-450; AC-xxxTGBL/108BBA: xxx = 440-450
AC-550TGB/120TSA: xxx = 550

Vorschriften und Bestimmungen

Die mechanische und elektrische Installation von PV-Systemen sollte in Übereinstimmung mit allen geltenden Vorschriften, einschließlich Elektrovorschriften, Bauvorschriften und den Anschlussanforderungen der Stromversorgungsunternehmen, durchgeführt werden. Solche Anforderungen können je nach Montageort variieren. Anforderungen können auch je nach Systemspannung und für Gleichstrom- oder Wechselstromanwendungen variieren. Wenden Sie sich an die örtlichen Behörden bezüglich der maßgeblichen Vorschriften.

Allgemeine Informationen

Produktidentifikation

Jedes Modul hat vier Etiketten

1x Typenschild:
Beschreibt Produkttyp, Nennleistung, Nennstrom, Nennspannung, Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom (gemessen unter Standard-Testbedingungen (STC), die Messtoleranz beträgt +/-3%), Gewicht, Abmessungen usw. Die maximale Systemspannung beträgt 1000 oder 1500 V DC, abhängig vom Modultyp.

3x Seriennummer/Barcode:
Jedes Modul verfügt über eine einzigartige Seriennummernkodierung, die unter anderem das Herstellungsjahr und den Herstellungsmonat enthält. Ein Seriennummernetikett ist dauerhaft auf der Vorderseite unter dem Glas angebracht, ein Etikett mit Seriennummer und Barcode befindet sich auf der Rückseite unter / neben dem Typenschild und eines mit Seriennummer und Barcode befindet sich am Rahmen.
3x Seriennummer/Barcode

Allgemeine Regeln und Sicherheitsvorkehrungen

Vor Beginn der Installation des PV-Systems ist der Rat der zuständigen Behörden sowie des Energieversorgers bezüglich Vorschriften, Richtlinien und Genehmigungsanforderungen einzuholen. Diese sind während der Installation zu befolgen. Alle anwendbaren lokalen, regionalen und nationalen gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen sind zu beachten.

Eine unsachgemäße Ausführung während der Installation oder Inbetriebnahme kann zu Personenschäden oder Schäden an den Modulen führen.

Es ist ratsam, bei der Projektplanung für Servicezugang zu sorgen.

Beim Ausführen der Arbeiten sind jederzeit Schutzbrillen und Sicherheitsschuhe zu tragen. Beachten Sie gegebenenfalls die Vorschriften und Empfehlungen der zuständigen Berufsgenossenschaften oder entsprechenden Stellen. Arbeiten am Photovoltaiksystem dürfen nicht bei Regen, Schnee oder Wind durchgeführt werden. Die Glasoberfläche und der Modulrahmen können bei Sonneneinstrahlung heiß werden, und es besteht Verbrennungsgefahr. Verwenden Sie gegebenenfalls Handschuhe.

Arbeiten Sie nur unter trockenen Bedingungen und verwenden Sie nur trockenes Werkzeug. Handhaben Sie Module nicht, wenn sie nass sind, es sei denn, Sie tragen geeignete Schutzausrüstung.

Aus Sicherheitsgründen müssen defekte Module unverzüglich ersetzt werden.

Die hier beschriebenen Photovoltaikmodule von AXITEC erfüllen die Anforderungen der Anwendungsklasse A, d.h. gefährliche Spannung (IEC 61730: größer als 50 V DC oder größer als 240 W; EN 61730: größer als 120 V DC) und Systeme mit gefährlicher Leistungsabgabe, bei denen uneingeschränkte Zugänglichkeit zu erwarten ist.

Solarmodule erzeugen Gleichspannung, wenn sie Sonnenlicht ausgesetzt sind. Jeder Kontakt mit 30 V oder mehr Gleichspannung kann tödlich sein.

Module haben keinen Ein-/Ausschalter. Module können nur außer Betrieb gesetzt werden, indem sie dem Sonnenlicht entzogen, ihre Oberfläche vollständig mit undurchsichtigem Material bedeckt oder indem mit den Modulen mit der Vorderseite nach unten auf einer glatten, ebenen Fläche gearbeitet wird.

Schließen Sie nur Solarmodule mit dem gleichen Nennausgangsstrom in Reihe an. Wenn Solarmodule in Reihe geschaltet sind, ist die Gesamtspannung gleich der Summe der Spannungen der einzelnen Solarmodule. Für die maximale Systemspannung der Solarmodule beachten Sie bitte das jeweilige Datenblatt.

Die Module dürfen nicht in Wasser getaucht werden.

Bündeln Sie Sonnenlicht nicht künstlich mittels Spiegeln, Linsen oder anderen Vorrichtungen auf das Modul.

Reflexionen von Schnee oder Wasser können die Sonneneinstrahlung erhöhen und somit Strom und Leistung steigern. Zusätzlich können kältere Temperaturen Spannung und Leistung erheblich erhöhen.

Werden die Module gemäß den obenstehenden Anweisungen installiert, müssen die Systemkomponenten einen ordnungsgemäßen Betrieb der Module gewährleisten. Werden die Module nicht ordnungsgemäß betrieben, kann die Garantie erlöschen oder zumindest erheblich eingeschränkt werden.

Weitere Informationen zu Modulen von AXITEC finden Sie in den Datenblättern der Module. Die Datenblätter sind über das Internet unter www.axitecsolar.com.

Brandschutz

Bei Fragen zur Gebäudesicherheit und Brandverhütung an Gebäuden wenden Sie sich bitte an die zuständige örtliche Behörde.
Verwenden Sie gegebenenfalls Fehlerstromschutzschalter oder Sicherungen gemäß den Vorgaben der örtlichen Behörden.
Verwenden Sie Module nicht in der Nähe von Geräten oder Orten, an denen sich brennbare Gase bilden können.
Bei einer Dachinstallation darf das Modul nur über einer für diese Anwendung zugelassenen brandbeständigen Dacheindeckung montiert werden.

Unsere Module entsprechen der Brandschutzklasse C gemäß IEC 61730-2. In der Regel ist davon auszugehen, dass ein Brandrisiko als gering eingestuft werden kann, wenn unsere Module gemäß DIN EN 13501 ordnungsgemäß auf Dächern aus Baustoffen der Klasse A, d.h. nicht brennbar, installiert werden. Bei der Installation auf einem Dach darf das Modul nur über einer für diese Anwendung zugelassenen brandbeständigen Dacheindeckung montiert werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die Rückwand und die Montagefläche vollflächig hinterlüftet sind. Eine unsachgemäße Installation kann zu Brandgefahr führen. Um die Brandbeständigkeit des Daches zu gewährleisten, wird ein Abstand von ≥ 10 cm zwischen Modulrahmen und Dachfläche empfohlen. Es muss jedoch im Einzelfall vor Ort gesondert geprüft werden, inwieweit eine Installation der Module gemäß den relevanten Brandschutzvorschriften möglich ist und ob gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen getroffen werden müssen. Die ausführende Firma ist stets dafür verantwortlich, dass die Installation fachgerecht und normkonform erfolgt.

Installations- und Montagerichtlinien

Montagehinweise

Es wird empfohlen, die Solarmodule erst zum Zeitpunkt der Installation aus der Verpackung zu nehmen.

Beim Stapeln der Solarmodule darf die auf der Verpackung angegebene Obergrenze nicht überschritten werden.

Lagern Sie die Verpackung vor dem Auspacken der Solarmodule an einem belüfteten, regengeschützten und trockenen Ort.

Die Glasoberflächen dürfen nicht beschädigt oder zerkratzt werden. Insbesondere darf die Rückseite des Moduls keinen mechanischen Stößen (z.B. durch scharfe, harte Gegenstände) ausgesetzt werden.

Betreten Sie die Module oder Modulrahmen nicht.

Heben Sie das Modul nicht an der Anschlussdose oder den elektrischen Leitungen an.

Die Solarmodule dürfen nicht unter Biegespannung installiert werden und die Rahmenteile dürfen sich während der Montage nicht in sich verdrehen.

Das Solarmodul darf nicht an seinen Seiten komprimiert werden.

Module müssen während der Installation vorsichtig behandelt werden. Stöße auf Vorder- und Rückseite oder die Kanten können die Module beschädigen.

Bei einer Dachmontage ist sicherzustellen, dass die statischen Abmessungen (ggf. einen Statiker konsultieren) des Daches ausreichend sind, um die durch das Photovoltaiksystem entstehenden Lasten zu tragen.

Es ist verboten, Änderungen oder Reparaturen am Solarmodul ( z.B. zusätzliche Bohrungen im Modulrahmen, Entfernen des Typenschildes)! vorzunehmen!

Um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten, muss ein Abstand von mindestens 10 cm zwischen der Unterseite des Rahmens und dem Dach eingehalten werden. Geringerer Abstand nur nach Rücksprache mit AXITEC.

Wasserablauföffnungen im Modulrahmen dürfen in keiner Weise verschlossen werden. Auch der Montagrahmen darf diese nicht behindern. Die vorgesehenen Erdungslöcher dienen ausschließlich der Erdung des Rahmens.

Standortwahl

Marine- und mobile Anwendungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Schwimmende Installationen nur nach Rücksprache mit AXITEC.

Werden die Module in Meeresnähe montiert, so ist ein Mindestabstand von 500 m zur Küstenlinie einzuhalten.

Solarmodule dürfen nicht über 2.000 m über dem Meeresspiegel installiert werden.

Blendwirkungen durch Module können nicht ausgeschlossen werden. Module dürfen daher nicht an Orten installiert werden, wo Blendung ein potenzielles Risiko darstellen könnte.

Der Betrieb der Solarmodule in Regionen mit Schneelasten von bis zu 3600 Pa ist abhängig von der Montage und dem Modultyp (siehe Mechanische Installation).

Die Module müssen in einer Umgebung installiert werden, in der sichergestellt ist, dass der Betriebstemperaturbereich -40°C bis +85°C nicht unter- oder überschritten wird. Insbesondere in heißen Umgebungen sollte für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Modulen gesorgt werden.

Jegliche Verschattung des Modulfeldes ist zu vermeiden. Die Module dürfen nicht dauerhaft verschattet werden (einschließlich Teilverschattung, Punktverschattung, gleichmäßiger oder ungleichmäßiger Verschattung). Dauerhafte Verschattung bedeutet, dass die Zellen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich verschattet sind, z.B. wenn Module hinter einem Rohr, einem Schornstein, einem Baum usw. installiert werden. Entsteht ein Defekt (z.B. ein Hot Spot) durch unsachgemäße Installation eines Moduls im Schatten oder durch mangelhafte Wartung, erlischt die Garantie. Der Leistungsverlust in vollständig oder teilweise verschatteten Zellen führt zu Leistungsverlusten, reduziertem Ertrag und kann zu lokaler Überhitzung führen, was wiederum eine negative Auswirkung auf die Lebensdauer der Module haben kann. Dauerhafte Verschattung kann zu beschleunigter Alterung des Verkapselungsmaterials und zu thermischer Belastung der Bypassdioden führen. Werden Module dennoch in solchen verschatteten Bereichen installiert, sind auf Modulebene Optimierer (MLPE) erforderlich.

Ausrichtung

Wenn möglich, sollten alle Module gleich ausgerichtet sein.

Die Solarmodule sind sowohl für die Installation mit der langen Seite nach oben als auch mit der kurzen Seite nach oben geeignet. (siehe Mechanische Installation).

Die Module sind so zu montieren, dass Schmelz- und Regenwasser ungehindert abfließen können und das Modul nicht ständig nass ist.

Um den Ertrag der Rückseite von bifazialen Modulen zu erhöhen, sollte eine Verschattung durch die Unterkonstruktion weitestgehend vermieden werden. Ein Substrat mit hohem Albedo und ein erhöhter Abstand zwischen Modul und Substrat wirken sich ebenfalls positiv auf den Energieertrag bifazialer Module aus.

Neigungswinkel
Ausrichtung - Neigungswinkel

Die Solarmodule müssen in einem Winkel von mindestens 10° zum Boden installiert werden. Bauvorschriften sind zu beachten (in Deutschland maximal 75°).

Je nach Neigungswinkel liefern die Solarmodule einen unterschiedlichen Ertrag. Der optimale Neigungswinkel hängt vom Standort und dem Azimut der Solarmodule ab.

Für eine optimale Leistung sollten die PV-Module auf der südlichen Hemisphäre nach Norden ausgerichtet sein.

Alle in Reihe geschalteten Solarmodule sollten für einen optimalen Energieertrag gleich ausgerichtet sein.

Mechanische Installation

Die Module müssen mit einem Mindestabstand von 5 mm zum nächsten Modul montiert werden.

Streben, Montageklemmen, Schrauben und andere Befestigungselemente müssen handelsüblich und korrosionsfrei sein. Insbesondere müssen die Befestigungselemente entsprechend den örtlichen Wind- und Schneelasten ausgelegt sein.

Stellen Sie sicher, dass die Module keinen Wind- und Schneelasten ausgesetzt sind, die die maximal zulässigen Lasten überschreiten.

Installation mit Klemmen

Bei der Verwendung von Montageklemmen sind die Solarmodule an mindestens vier Stellen auf gegenüberliegenden Seiten an den Streben zu befestigen. Die Klemmen müssen innerhalb der Montagezone positioniert werden. Das Modul muss sicher befestigt sein. Die Klemmen dürfen das Frontglas nicht berühren oder den Rahmen in irgendeiner Weise verformen. Vermeiden Sie Verschattungseffekte durch die Klemmen und das Montagesystem.

Es wird empfohlen, eine Klemme mit einer Länge von mindestens 40 mm zu verwenden. Vermeiden Sie Verschattung durch die Klemme. Das maximale Anzugsdrehmoment für die Montageklemmen ist beim Hersteller der Klemmen erhältlich.
Installation mit Klemmen - Schritt 1

Installation mit Klemmen - Schritt 2
Klemmbereich
Unterkonstruktion

Installation mit Klemmen - Schritt 3
D = L/4 mm
S = 100 bis 300 mm
P = L/4 mm
R = 0 mm bis L/ 4 -100 mm
M =L/2 mm oder M = L/2 mm
Stellen Sie sicher, dass die Anschlussdosen bei Durchbiegung nicht die dritte Montageschiene berühren.
* Alle Zeichnungen sind schematische Darstellungen und entsprechen nicht der Realität.

Auslegungslasten* (Druck / Sog) für die zulässigen Installationsvarianten

Installation mit Klemmen - Schritt 4
*getestet mit 1,5-facher höherer Prüflast senkrecht zur Modulebene

Beispiel:

Modultyp Modul Abstand Modul
Montage Längsseite
Abstand Modul
Montage Kurzseite
Länge [mm] Breite [mm] Höhe [mm] min [mm] max [mm] min [mm] max [mm]
108 Zellen 1722 1134 30 330,5 530,5 100 300

Montage mit Befestigungslöchern

Anstelle von Montageklemmen können die Module auch über die im Rahmen befindlichen Befestigungslöcher (Modullängsseite) an der Unterkonstruktion befestigt werden. Die Befestigungsschrauben müssen abwechselnd an mindestens vier Punkten an den Streben befestigt werden.
Montage mit Befestigungslöchern

Befestigungsloch Schraube Empfohlenes Anzugsdrehmoment
14*9 mm M8 12,5 Nm - 18 Nm
10*6,5 mm M6 8 Nm – 12Nm

Auslegungslasten* (Druck / Sog) für die Montage mit Befestigungslöchern

Modultyp Montagevariante
Innere 4 Löcher (I) Äußere 4 Löcher (A) 400 mm Löcher
108-Zellen
120-Zellen
60-Zellen
3600 Pa / 1600 Pa 1600 Pa / 1600 Pa -
144-Zellen
72-Zellen
1600 Pa / 1600 Pa 1600 Pa / 1600 Pa 1200 Pa / 1200 Pa
132-Zellen 1600 Pa / 1600 Pa 1600 Pa / 1600 Pa 1200 Pa / 1200 Pa

*getestet mit 1,5-facher höherer Prüflast senkrecht zur Modulebene

144-Zellen XXL und 132-Zellen XQ Module verfügen über zusätzliche 4 Befestigungslöcher mit 400 mm Abstand, die für Tracking-Halterungssysteme geeignet sind.

Montage mit Einlegesystemen

Für Einlegesysteme können Einzelzulassungen beantragt werden, sofern vom Hersteller des Einlegesystems keine Zulassung vorliegt.

Elektrische Installation

Der elektrische Anschluss der einzelnen Solarmodule untereinander und die Verbindung zum Wechselrichter müssen mit den auf den Solarmodulen vormontierten Steckverbindern des gleichen Typs erfolgen. Die Kabel dürfen nicht als Tragehilfen verwendet oder geknickt werden und dürfen nicht unter Zugspannung verlegt werden. Verwenden Sie nur spezielle Solarkabel und geeignete Steckverbinder, die den örtlichen Vorschriften am Installationsort entsprechen.

Steckverbindermodellbezeichnung Zulässige Gegensteckverbindermodellbezeichnung
PV-KST4 / PV-KST4-EV02 / PV-KST4-EV02A
(Stäubli Multi- Contact)
PV-KST4 / PV-KST4-EV02 / PV-KST4-EV02A
(Stäubli Multi- Contact)

Für die Erdung und den Anschluss der Module dürfen nur zertifizierte Solarkabel verwendet werden (z.B. IEC 62930 zugelassen). Der empfohlene Mindestquerschnitt des Kabels beträgt 4 mm² (#12 AWG). Für die Erdung und den Anschluss der Module dürfen nur zertifizierte Solarkabel verwendet werden. Der Mindestbiegeradius beträgt das 5-fache des Kabeldurchmessers.

Halten Sie die Steckverbinder während der Installation trocken und sauber. Beachten Sie, dass Verschmutzungen durch Sand, Staub und Wasser zu Lichtbögen und Stromschlägen an den Steckverbindern führen können.

Befestigen Sie das Kabel mit UV-beständigen Kabelbindern am Montagesystem und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf die Kabel.

Kabel und Steckverbinder dürfen nicht auf der Dacheindeckung aufliegen und nicht in der wasserführenden Ebene liegen.

Die elektrische Installation und Inbetriebnahme darf nur von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden, der die einschlägigen Normen und Vorschriften für die Verwendung und Montage von Solarmodulen kennt. Unsere Bedienungsanleitung befähigt Personen, die das genannte Wissen nicht besitzen, nicht zur Montage des Solarmoduls.

Module dürfen nicht unter Kurzschlussbedingungen betrieben werden.

Das Trennen der Modulanschlüsse während des Betriebs kann zu Lichtbögen (Abreißfunken) und somit zu einer Gefahr für Personen und Geräte führen. Stecken Sie keine Gegenstände in die Stecker und Buchsen!

Elektrische Auslegung

Verbinden Sie die max. Anzahl der Module, die den Spannungsspezifikationen der im System verwendeten Geräte entspricht. Die Module (gemäß Schutzklasse II) dürfen nicht mit einer höheren Spannung als der zulässigen Systemspannung betrieben werden. Die Spezifikationen finden Sie im Datenblatt der Module oder im Datenblatt der relevanten Wechselrichter. Bitte stellen Sie sicher, dass die Kabel so verlegt und befestigt werden, dass insbesondere die Steckverbindungen nicht in einer wasserführenden Ebene liegen.

Alle angeschlossenen elektrischen Komponenten müssen für die maximale Betriebsspannung des Systems ausgelegt sein.

Aufgrund besonderer Umgebungsbedingungen kann ein Modul einen höheren Strom und/oder eine höhere Spannung liefern als unter den standardisierten Testbedingungen angegeben. Bei der Auslegung von PV-Systemen sollten die Werte für Isc und Uoc mit einem Faktor von 1,25 multipliziert werden, um die Nennwerte für Komponenten wie z.B. Verkabelung, Sicherungen und Wechselrichter, die an den Ausgang der Module angeschlossen werden, zu bestimmen.

Zur Bestimmung der maximal möglichen Anzahl von Modulen pro String muss die Leerlaufspannung bei der niedrigsten Temperatur berücksichtigt werden:
𝑈 𝑠𝑦𝑠𝑡𝑒𝑚,𝑚𝑎𝑥 ≥ 𝑁 × 𝑈𝑂𝐶,𝑆𝑇𝐶 [1 + 𝛽𝑈𝑜𝑐 × (𝜗𝑚𝑖𝑛 − 25)]
𝑁 = 𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝑑𝑒𝑟 𝑠𝑒𝑟𝑖𝑒𝑙𝑙 𝑔𝑒𝑠𝑐ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑡𝑒𝑛 𝑀𝑜𝑑𝑢𝑙𝑒;
𝛽𝑈𝑜𝑐 = 𝑇𝑒𝑚𝑝𝑒𝑟𝑎𝑡𝑢𝑟𝑘𝑜𝑒𝑓𝑓𝑖𝑧𝑖𝑒𝑛𝑡 𝑣𝑜𝑛 𝑈oc;
𝜗𝑚𝑖𝑛 = 𝑀𝑖𝑛𝑖𝑚𝑎𝑙𝑡𝑒𝑚𝑝𝑒𝑟𝑎𝑡𝑢𝑟 𝑎𝑚 𝑆𝑡𝑎𝑛𝑑𝑜𝑟𝑡

Die angegebenen Schutzklassen sind einzuhalten, wobei die Mindestanforderung IP65 beträgt. Stellen Sie beim Anschließen der Steckverbinder eine lückenlose Verbindung sicher.

Für eine Reihenschaltung sollten nur Module mit gleicher Stromstärke und für eine Parallelschaltung nur Module mit gleicher Spannung verwendet werden. Module können in Reihe geschaltet werden, indem der Plusanschluss eines Moduls mit dem Minusanschluss des nächsten Moduls verbunden wird.

Elektrische Auslegung

Geeignete Überstromschutzmaßnahmen (z.B. Strangsicherung) sind für die Parallelschaltung der Module erforderlich. Es muss sichergestellt werden, dass die im Datenblatt angegebene Kapazität bezüglich des Rückstroms IR nicht überschritten wird. Bei mehr als zwei parallelen Strings müssen Stringsicherungen und Stringdioden verwendet werden.

Verwenden Sie nur spezielle Solarkabel und geeignete Stecker. Befestigen Sie die Kabel mit UV-beständigen Kabelbindern am Montagesystem und vermeiden Sie es, die Kabel direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen.

Um durch Blitzeinschläge verursachte Spannungen zu reduzieren, muss die Oberfläche aller Leiterschleifen so klein wie möglich sein. Module müssen so installiert werden, dass eine ausreichende Luftzirkulation möglich ist, um eine Überhitzung der Module und Komponenten zu verhindern.

IR, von 16 A für:
AC-xxxM/60S: xxx = 310 – 325;
AC-xxxMH/120S: xxx = 310 – 335
AC-xxxM/72S: xxx = 370 – 390;
AC-xxxMH/144S: xxx = 370 – 405

IR, von 20 A für:
AC-xxxMH/120VAU: xxx 360 – 385;
AC-xxxMH/144VAU: xxx = 440 – 465

IR, von 25 A für:
AC-xxxMH/108VAU: xxx 400 – 415;
AC-xxxMH/144VAU: xxx = 530 – 555;
AC-xxxMH/108VAU: xxx 400 – 415

IR, von 30 A für:
AC-xxxTGB/108BBA: xxx = 430; 440;
AC-xxxTGB/108WBA: xxx = 430 – 440;
AC-xxxTGB/120BBA: xxx = 470;
AC-xxxTGB/120WBA: xxx = 470;
AC-xxxTGB/144TSA: xxx = 565 – 580;
AC-xxxTGBL/108WBA: xxx = 440 - 450;
AC-xxxTGBL/108BBA: xxx = 440 – 450;
AC-xxxTGB/120TSA: xxx = 550;

Bypassdiode

Die Anschlussdosen der Halbzellenmodule enthalten jeweils eine Bypassdiode, die parallel zum Zellstrang geschaltet ist. Im Falle einer Verschattung kann die Diode den betroffenen Teil des Moduls überbrücken und es so vor übermäßiger Erhitzung schützen und Leistungsverluste des gesamten Systems reduzieren. Teilverschattungen sollten dennoch vermieden werden. Beachten Sie, dass die Bypassdiode nicht die Überstromschutzeinrichtung ist.

Ist die Diode defekt, muss der Installateur oder Systemwartungsdienstleister Axitec kontaktieren. Bitte versuchen Sie nicht, die Modul-Anschlussdose selbst zu öffnen.

Jedes Modul enthält 3 Bypassdioden.

Erdung

Die Module sind gemäß den länderspezifischen Anforderungen und Gesetzen zu erden. Ist bereits ein Blitzschutzsystem vorhanden oder soll ein solches am Gebäude installiert werden, ist die PV-Anlage in das Schutzkonzept gegen direkten Blitzeinschlag zu integrieren. Bei Verwendung eines trafolosen Wechselrichters kann ein Potentialausgleich gemäß den Vorgaben des Wechselrichterherstellers vorgeschrieben sein. Länderspezifische Gesetze sind zu beachten.
Erdung

Die Erdung der Module darf nur an den dafür vorgesehenen Stellen am Rahmenprofil über ein Erdungskabel erfolgen, das elektrisch leitend mit dem Rahmen verbunden ist.

Länderspezifische Normen sind einzuhalten.

Wartung und Reinigung

Wartung

Wir empfehlen regelmäßige Inspektionen:

  • Überprüfen Sie das Modul regelmäßig auf Anzeichen von Beschädigungen und Glasbruch
  • Überprüfen Sie, ob alle elektrischen Verbindungen sicher und korrosionsfrei sind
  • Überprüfen Sie, ob die Kabel unbeschädigt sind
  • Überprüfen Sie, ob das Montagesystem sicher und fest angebracht ist

Die häufigsten Ursachen für einen geringen Energieertrag sind:

  • Unsachgemäße oder fehlerhafte Verkabelung
  • Durchgebrannte Sicherungen oder ausgelöste Schutzschalter
  • Verschattung der Module durch Bäume, Masten oder Gebäude
  • Ausfall des Wechselrichters
  • Unsachgemäße Wartung und Reinigung
  • Ansammlung von Schmutz auf den Modulen
  • Ungeeigneter Neigungswinkel oder Ausrichtung der Module

Reinigung

Wenn die Solarmodule ausreichend geneigt sind (≥ 15°), ist eine Reinigung in der Regel nicht notwendig (Selbstreinigung durch Regen). Wenn sie in einem flachen Winkel installiert sind und/oder es viel Schmutz/Staub gibt, kann eine gelegentliche Reinigung hilfreich sein, um einen hohen Energieertrag zu erhalten.

Die Reinigung einer Photovoltaikanlage birgt das Risiko eines Stromschlags und von Schäden an Modulen und anderen Komponenten. Daher empfehlen wir die Reinigung nur geschultem Personal, das mit den Risiken des Einsatzes von Wasser an elektrischen Komponenten vertraut ist und über eine persönliche Schutzausrüstung verfügt. Bei beschädigten Modulen besteht ein erhöhtes Stromschlagrisiko. Überprüfen Sie die Module vor der Reinigung.

Um das Risiko eines Stromschlags zu verringern, sollte die Anlage abgeschaltet und die Reinigung bei geringer Sonneneinstrahlung durchgeführt werden.

Anforderung für den Reinigungsprozess:

  • Die Module nicht trocken reinigen.
  • Regenwasser oder Leitungswasser mit einer Gesamthärte von weniger als 75 mg/L kann zur Reinigung verwendet werden.
  • Wenn fließendes Wasser nicht ausreicht, um starke Verschmutzungen zu entfernen, verwenden Sie einen weichen, nicht leitfähigen Schwamm oder ein ähnliches Werkzeug. Falls erforderlich, kann ein nicht scheuernder, nicht ätzender, milder Glasreiniger verwendet werden, um den Reinigungsprozess zu unterstützen. Rückstände des Reinigers müssen mit ausreichend fließendem Wasser abgespült werden.
  • Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger und bürsten Sie nicht die Rückseite der Module.
  • Es ist verboten, auf den Modulen zu stehen oder zu gehen.
  • Der Unterschied zwischen der Modultemperatur und der Wassertemperatur darf 20 K nicht überschreiten.

Referenzen

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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