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Labormikroskop Medicus
Bedienungsanleitung
Helmut Hund GmbH
Geschäftsbereich Mikroskopie
Wilhelm-Will-Str. 7
35580 Wetzlar-Nauborn
Tel. 06441 2004-0, Fax -44
www.hund.de
Technische Änderungen, Abweichungen in den Abbildungen und Irrtümer vorbehalten.
© 2010 Helmut Hund GmbH, Wetzlar
Art.-Nr. 901.1106.0/Rev.: 1.1
Stand: September 2010
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Inhaltszusammenfassung für Hund Wetzlar Medicus

  • Seite 1 Labormikroskop Medicus Bedienungsanleitung Helmut Hund GmbH Geschäftsbereich Mikroskopie Wilhelm-Will-Str. 7 35580 Wetzlar-Nauborn Tel. 06441 2004-0, Fax -44 www.hund.de Technische Änderungen, Abweichungen in den Abbildungen und Irrtümer vorbehalten. © 2010 Helmut Hund GmbH, Wetzlar Art.-Nr. 901.1106.0/Rev.: 1.1 Stand: September 2010...
  • Seite 2 Rev.: 1.1 - 2 - Stand: September 2010...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Auspacken, Montage und Inbetriebnahme ..........7 Montage des binokularen Beobachtungstubusses ...... 9 Einstellen des binokularen Beobachtungstubusses ....10 Einsetzen/Austausch des Kondensors ........12 Elektrischer Anschluß ..............13 Das Labormikroskop Medicus: Übersicht ..........14 Mikroskopbeleuchtung ............... 15 Kondensoren ................16 3.2.1 Hellfeld-Kondensoren ............16 3.2.2...
  • Seite 4 Dokumentationseinrichtungen ..............36 Kameras mit C-Mount-Anschluß ..........36 Anschluß von Spiegelreflexkameras .......... 38 Ersatztubus ................40 Einstellen des mikroskopischen Bildes ........... 40 Einstellen der Beleuchtung nach Köhler („Köhlern“) ....41 Funktion der Aperturblende ............44 Vorgehen bei Einlegen eines neuen Präparates ....... 46 Einstellen des Phasenkontrastes ..........
  • Seite 5: Allgemeine Hinweise

    Allgemeine Hinweise Wir beglückwünschen Sie zu Ihrer Entscheidung für ein Qualitätserzeugnis der Helmut Hund GmbH, Wetzlar. Unser Name steht für langjährige Erfahrung und Sorgfalt in der Entwicklung und Produktion von Mikroskopen und Zubehör. Bitte vergleichen Sie den Inhalt dieser Sendung sorgfältig mit dem beigefügten Lieferschein, dem Packzettel oder der Rechnung.
  • Seite 6: Wichtige Informationen

    Wichtige Informationen Das Mikroskop Medicus ist zusammen mit seinem Zubehör ein In-Vitro- Diagnostikum im Sinne des Medizinproduktegesetzes (§3 Abs. 4 MPG), wenn es nach der vom Hersteller festgelegten Zweckbestimmung zur Untersuchung von aus dem menschlichen Körper stammenden Proben eingesetzt wird.
  • Seite 7: Auswahl Des Standortes

    1. Auswahl des Standortes Das Labormikroskop Medicus ist ein hochwertiges optisches Gerät, das seine volle Leistung nur unter sehr sauberen Bedingungen entfalten kann. Zur Ver- meidung übermäßiger Verschmutzungen soll das Mikroskop in einem mög- lichst staubfreien Raum aufgestellt werden. Es sollte geschützt sein vor: hoher Luftfeuchte, •...
  • Seite 8 Binokulartubus Netzkabel Filter Ersatzlampe Stativ Abb. 1: Labormikroskop Medicus in Originalverpackung mit den wichtigsten Komponenten des Lieferumfanges. Für alle vom Anwender vorzunehmenden Montage- und Umrüstungsarbeiten, wie z. B. für den Zusammenbau, den Kondensorwechsel oder für den Austausch von Lampen, sind Werkzeuge im Lieferumfang enthalten, oder es kön- nen handelsübliche Werkzeuge (Schraubendreher, Inbus-...
  • Seite 9: Montage Des Binokularen Beobachtungstubusses

    2.1 Montage des binokularen Beobachtungstubusses Setzen Sie den Beobachtungstubus mit seiner Ringschwalbe in die obere Aufnahme des Stativs ein (Abb. 2). Fixieren Sie den Tubus so, daß die Oku- larstutzen zum Anwender zeigen. Fixierschraube Abb. 2: Aufsetzen des Beobachtungstubusses. Achten Sie bitte unbedingt darauf, daß die Ringschwalbe des Tubusses in der Aufnahme des Mikroskopstativs nicht verkantet! Entfernen Sie die Staubschutzkappen von den Okularstutzen und setzen Sie...
  • Seite 10: Einstellen Des Binokularen Beobachtungstubusses

    2.2 Einstellen des binokularen Beobachtungstubusses Der Abstand der Okularstutzen kann durch Auseinanderziehen und Zusam- mendrücken der gerändelten Griffleisten am Tubus auf den individuellen Au- genabstand des Anwenders eingestellt werden. Bei Beobachtung mit beiden Augen darf kein Doppelbild entstehen, bei richtiger Einstellung sehen Sie nur ein Gesamtbild.
  • Seite 11 Bei unterschiedlicher Sehschärfe der Augen erscheint das Bild bei der Fokus- sierung nur einem Auge scharf. Zur Kompensation betrachten Sie bitte das mikroskopische Bild mit nur einem, z. B. dem linken Auge, fokussieren Sie exakt, beobachten Sie dann das Bild nur mit dem rechten Auge und drehen Sie dann den rechten Okularstutzen so lange hinein oder heraus, bis auch dieses Auge ein scharfes Bild sieht.
  • Seite 12: Einsetzen/Austausch Des Kondensors

    2.3 Einsetzen/Austausch des Kondensors Der Kondensor ist bei neu ausgelieferten und überholten Geräten werkseitig zentriert und justiert. Zum Einsetzen des Kondensors fahren Sie zunächst den Kondensorhalter mit dem Kondensor-Triebknopf nach unten, so daß die Inbusschraube zum Fixie- ren des Kondensors frei zugänglich ist (Abb. 7). Kondensor Kondensor- triebknopf...
  • Seite 13: Elektrischer Anschluß

    Setzen Sie den Austauschkondensor vorsichtig von unten in den • Kondensorhalter ein und schieben Sie ihn bis zum oberen Anschlag der Halterung. Klemmen Sie den Kondensor mit der Rändelschraube fest. • Fahren Sie den Kondensor mit dem Kondensortriebknopf bis zum oberen •...
  • Seite 14: Das Labormikroskop Medicus: Übersicht

    3. Das Labormikroskop Medicus: Übersicht Okularstutzen mit Okularen Objektivrevolver Binokularer Beobachtungstubus Objektiv Schwanenhals-Stativ Kreuztisch Präparathalter Kondensor mit Aperturblende Grobtrieb Fokussierung Tischverstellung Feintrieb Fokussierung Helligkeitsregler Beleuchtung Höhenverstellung Kondensor Beleuchtungsstutzen (nicht im Bild: Schalter Ein/Aus) Einstellring Leuchtfeldblende Rev.: 1.1 - 14 -...
  • Seite 15: Mikroskopbeleuchtung

    3.1 Mikroskopbeleuchtung Das Labormikroskop Medicus ist mit einer Halogenlampe 6 V / 20 W ausge- stattet. Sie befindet sich im Stativfuß, direkt unterhalb des Beleuchtungsstut- zens. Sie wird mit dem Kippschalter im hinteren Teil des Stativfußes ein- und ausgeschaltet. Mit dem Drehknopf neben dem Beleuchtungsstutzen wird die Helligkeit der Beleuchtung eingestellt (Abb.
  • Seite 16: Kondensoren

    Apertur verfügbar. 3.2.1 Hellfeld-Kondensoren Der Standard-Kondensor für die Ausrüstung Medicus HF (Art.-Nr. 008.0095.0) hat eine numerische Apertur NA 1,25 – 0,6. Der Wert der Apertur wird mit der an seiner Unterseite angebrachten Klapplinse eingestellt: Ist sie eingeklappt, beträgt die numerische Apertur NA 0,6, ist sie ausgeklappt, beträgt sie NA 1,25.
  • Seite 17 Der Hellfeld-Kondensor NA 1,25 – 0,6 kann bei NA 1,25 nur Objektive mit Vergrößerungen von 10x und größer homogen ausleuchten. Soll er auch in Verbindung mit einem Objektiv 4x betrieben werden, muß die Linse einge- klappt werden, so daß eine numerische Apertur NA 0,6 entsteht.
  • Seite 18: Phasenkontrast-Kondensoren

    Der Hellfeld-Kondensor NA 1,25 kann nur Objektive mit Vergrößerungen von 10x und größer homogen ausleuch- ten. Soll er auch in Verbindung mit einem Objektiv 4x be- trieben werden, muß ein Mattfilter (Art.-Nr. 018.0125.0) in den Filterhalter eingelegt werden. Der Hellfeld-Kondensor NA 1,25 muß zum Erreichen seiner hohen Apertur ölimmergiert werden.
  • Seite 19 Abb. 13: Kondensor NA 0,9 mit Phasenkon- trast-Ringblende im Filterhalter. Mit der Ringblende im Filterhalter des Kondensors kann nur mit einem Objek- tiv im Phasenkontrast beobachtet werden, üblicherweise mit dem Objektiv 40x. Sollen regelmäßig mehrere Kontrastierverfahren gleichzeitig angewandt wer- den, ist ein Kombinations-Kondensor verfügbar (Abb. 14). Er enthält eine Re- volverscheibe mit drei Aufnahmen für verschiedene Einsätze.
  • Seite 20 Abb. 14: Kombinations-Kondensor mit ausgeklapp- tem Filterhalter und Hebel zur Einstellung der Aperturblende in Stellung „voll geöffnet“. Tab. 1: Kombinationsmöglichkeiten der Kombinations-Kondensoren bei insgesamt drei Durchlässen. Ph: Phasenkontrast, DF: Dunkel- feld. Zahlen in Klammern: Zahl der möglichen Objektive. Alle Kon- densoren haben einen Hellfeld-Durchlaß.
  • Seite 21: Dunkelfeld-Kondensoren

    Nur der Kombinations-Kondensor NA 0,9 kann in Kom- bination mit einem 10x-Phasenkontrastobjektiv betrieben werden! Für alle anderen Kombinations-Kondensoren ist die kleinstmögliche Vergrößerung für Phasenkontrastob- jektive 20x. Tab. 2: Farbkennzeichnung der Revolverscheibe der Kombi- nations-Kondensoren, Zuordnung der Objektive. HF: Hellfeld. Farbe Kontrastierverfahren Objektiv weiß...
  • Seite 22 ölimmergiert werden. Abb. 15: Kardioid-Dunkelfeld-Kondensor NA 1,4. Der Dunkelfeld-Kondensor NA 1,4 kann ohne Nach- bearbeitung des Kondensorhalters nicht an das Medicus-Stativ nachgerüstet werden! Sollten Sie dies wünschen, setzen Sie sich bitte mit unserem Technischen Kundendienst in Verbindung! Rev.: 1.1 - 22 -...
  • Seite 23: Kreuztisch Und Präparathalter

    3.3 Kreuztisch und Präparathalter Der Kreuztisch verfügt über einen rechts angeordneten, koaxialen Tischtrieb für die schnelle Durchmusterung von Präparaten. Der gesamte Verstellbereich beträgt 76 mm x 52 mm. Mit dem Präparathalter (Abb. 16) können Standard-Objektträger (L x B: 76 mm x 26 mm) sicher auf dem Tisch gehalten werden. Der Präparathalter kann nach Lösen der Befestigungsschrauben entfernt werden.
  • Seite 24 Kondensor NA 0,9, Art.-Nr. 018.0287.1, betrieben wer- den. Dieser Kondensor ist so gestaltet, daß er zu einer korrekten Ausleuchtung nahe genug an das Präparat her- angefahren werden kann. Abb. 18: Mikroskop Medicus mit Heiztisch (Bild zeigt weiteres Sonderzubehör). Rev.: 1.1 - 24 -...
  • Seite 25 Mit dem Steuergerät (Abbn. 18 und 19) werden Heiztisch und Warmhalteplatte unabhängig voneinander temperiert. Vor Inbetriebnahme verbinden Sie zu- nächst die Anschlußkabel von Heiztisch und Warmhalteplatte mit den entspre- chenden Buchsen des Steuergerätes. Stellen Sie vor der Verbindung des Netzsteckers mit der Steckdose sicher, daß...
  • Seite 26 Drücken Sie die Taste „DIGIT“ zur Auswahl der Zehner-, Einer- oder • Nachkommastelle der Temperaturanzeige. Stellen Sie an der gewählten Position den gewünschten Wert mit den Tas- • ten „+“ und „-“ ein. Drücken Sie die Taste „OK“, um den eingestellten Wert zu übernehmen. •...
  • Seite 27: Grob- Und Feinfokussiertrieb

    3.4 Grob- und Feinfokussiertrieb Das Präparat wird mit den beiderseits des Stativs angebrachten Grob- und Feintriebknöpfen fokussiert (Abb. 22). Tischhub kann Grobfokussiertrieb um einen Bereich von 15 mm verstellt werden, beim Feinfokussiertrieb entspricht ein Skalenteil einem Tischhub von 2 µm (= 0,002 mm).
  • Seite 28: Objektive

    Bildfeld teilweise abgeschattet! Abb. 23: Objektivrevolver für vier Objektive. Für das Medicus sind prinzipiell alle Mikroskop-Objektive geeignet, die für eine mechanische Tubuslänge von 160 mm ausgelegt sind. Ab Werk können die in Tab. 3 aufgeführten Objektivreihen montiert werden.
  • Seite 29 Immersionsöl eintauchen und liefert als Folge ein un- scharfes Bild. Es müßte dann gereinigt werden. Neben den Objektiven für Tubuslänge 160 mm sind für das Medicus auch zwei Reihen von auf unendlich korrigierten Planobjektiven verfügbar (Tab. 4). Hierzu ist zusätzlich eine Tubusoptik erforderlich, damit aus den parallel aus den Objektiven austretenden Strahlenbündeln ein Zwischenbild entsteht...
  • Seite 30 Aufgrund der mechanischen Abmessungen der Tubusoptik kann mit einem Medicus mit Unendlich-Optik ausschließ- lich der binokulare Beobachtungstubus H (Art.-Nr. 018.0033.0) verwendet werden. Die trinokularen Tuben (s. u.) passen jedoch ohne Ausnahme. Achten Sie bitte unbedingt darauf, daß bei der Montage und Demontage der Tubusoptik die mechanischen An- schlüsse von Tubus, Tubusoptik und Stativ nicht verkan-...
  • Seite 31 Tab. 4: Objektivreihen, Tubuslänge unendlich. Reihe Kontrastierung Objektive 4/0,10; 10/0,25; 20/0,45; 40/0,65; ICS PL 100/1,25 Oel ICS PL Ph 10/0,25; 20/0,35; 40/0,65; 100/1,25 Oel Abb. 24: Tubusoptik für Unendlich-Objektive mit bino- kularem Beobachtungstubus H. Beachten Sie bitte, daß bei einem mit einem Kondensor mit einer numerischen Apertur von 1,2 oder 1,25 ausge- stattetes Mikroskop ein 4x-Objektiv nicht vollständig aus- geleuchtet wird.
  • Seite 32: Lichtfilter

    Eine Aufstellung der bei Objektiven üblichen Bezeichnungen finden Sie im Anhang. 3.6 Lichtfilter Für das Labormikroskop Medicus sind verschiedene Farbfilter erhältlich, die entweder in den Filterhalter des Kondensors (s. z. B. Abb. 12) eingelegt oder auf den Beleuchtungsstutzen aufgelegt werden können. Während ein Grünfil- ter (VG 9) für manche Beobachter ein angenehmes Bild im Phasenkontrast...
  • Seite 33: Binokularer Tubus C

    55 mm und 75 mm und eine Dioptrien-Einstellung an beiden Okularstutzen. Dies ist der Standard-Beobachtungstubus des Labormikro- skops H 600 und hat eine für dieses Mikroskop optimiertes Optikdesign. Er muß für das Labormikroskop Medicus verwendet werden, falls eine Ausrüs- tung mit Unendlich-Objektiven gewünscht wird. Abb. 25: Binokularer Beobachtungstubus H.
  • Seite 34: Trinokularer Fotoubus 100/100

    Der Augenabstand kann zwischen 55 mm und 75 mm eingestellt werden, und jeder Okularstutzen verfügt über eine Dioptrien-Einstellung. Die Lichtaufteilung ist so gestaltet, daß 30 % der Intensität zu den Okularen geleitet werden (d. h. 15 % in jedes Okular) und 70 % zum Fotostutzen. Abb.
  • Seite 35 Der Augenabstand kann zwischen 55 mm und 75 mm eingestellt werden, und jeder Okularstutzen verfügt über eine Dioptrien-Einstellung. Die Lichtaufteilung ist so gestaltet, daß bei eingeschobenem Schieber 100 % der Intensität zu den Okularen geleitet werden (d. h. 50 % in jedes Okular), bei herausgezogenem Schieber 100 % zum Fotostutzen.
  • Seite 36: Okulare

    Fototubus 100/100 kommt es bei Okularen mit FN 20 zu einer Vignettierung des mikroskopischen Bildes. Sind höhere Vergrößerungen gewünscht, kann das Labormikroskop Medicus mit Okularen WF 12,5x/18 ausgestattet werden, womit bei Verwendung eines Objektivs 100/1,25 Oel die gesamte sinnvolle Vergrößerung von 1250x ausge- schöpft wird.
  • Seite 37 Abb. 28: C-Mount-Adapter (ohne Zwi- schenoptik). Für das Labormikroskop Medicus sind drei C-Mount-Adapter mit Zwischenver- größerungen 0,5x, 1x (d. h. ohne Zwischenoptik) und 1,6x erhältlich. Faustregel für den Einsatz von C-Mount-Adaptern: Bei Verwendung einer Kamera mit ½“-Chip erhalten Sie mit dem C-Mount-Adapter mit Zwischenoptik 0,5x etwa den gleichen Bildausschnitt wie bei visueller Beobachtung mit einem Okular WF 10x/18.
  • Seite 38: Anschluß Von Spiegelreflexkameras

    4.2 Anschluß von Spiegelreflexkameras Neben den C-Mount-Kameras können auch Spiegelreflexkameras an die Fo- tostutzen adaptiert werden. Hierzu ist ein Anschlußtubus mit integriertem Foto- Okular notwendig (Abb. 29). Er wird auf seiner Unterseite mit der Klemm- schraube des Fotostutzens fixiert, auf der Oberseite trägt er ein Gewinde M42, an das ein Spiegelreflexkamera-Gehäuse über einen T2-Adapter mit entspre- chendem Bajonett angeschlossen werden kann.
  • Seite 39 Wenn Sie eine mikroskopische Ausrüstung mit Kamera und Anschlußtubus von uns erworben haben, ist der Tubus bereits ab Werk justiert, so daß Sie im Okular und in der Kamera gleichzeitig ein scharfes Bild sehen! Wenn Sie Anschlußtubus und Kamera nachträglich erworben haben, gehen Sie bitte zur Justage wie folgt vor: •...
  • Seite 40: Ersatztubus

    4.3 Ersatztubus Eine einfache Lösung zum Anschluß von Kamerasystemen, etwa wenn in einer Mikroskopausrüstung die Beobachtung prinzipiell nicht visuell durch die Okulare erfolgen soll, besteht in der Verwendung eines Ersatztubus (Abb. 30). Er ersetzt den trinokularen Beobachtungstubus und wird direkt in die Aufnah- me des Stativs eingesetzt.
  • Seite 41: Einstellen Der Beleuchtung Nach Köhler („Köhlern")

    Die Einstellung der Beleuchtung nach Köhler garantiert die Funktionsfähigkeit eines Mikroskops. 5.1 Einstellen der Beleuchtung nach Köhler („Köhlern“) Die Köhlersche Beleuchtung stellt eine gleichmäßige und helle Ausleuchtung des mikroskopischen Bildes sicher. Das Labormikroskop Medicus verfügt über die hierzu notwendigen Komponenten: Kondensor-Höhenverstellung, •...
  • Seite 42 Optisch bedeutet die korrekte Einstellung der Köhlerschen Beleuchtung die Abbildung der Leuchtfeldblende in die Präparatebene. Dazu gehen Sie für den Beleuchtungsstutzen mit vorzentrierter Leuchtfeldblende (Abb. 8, schwarzer Einstellring) in folgender Reihenfolge vor: Schalten Sie die Mikroskopbeleuchtung ein und stellen Sie sie auf eine •...
  • Seite 43 Abb. 32: Mikroskopisches Bild bei nicht vollständig geöffneter Leuchtfeld- blende (a), und vollständig geöffneter Leuchtfeldblende (b). Für den Beleuchtungsstutzen mit zentrierbarer Leuchtfeldblende (Abb. 9, roter Einstellring) gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: Schalten Sie die Mikroskopbeleuchtung ein und stellen Sie sie auf eine •...
  • Seite 44: Funktion Der Aperturblende

    Abbildung 33 zeigt, welche Art von Bild bei nicht zentierter, korrekt zentrierter bzw. vollständig richtig eingestellter Leuchtfeldblende entstehen. Abb. 33: Mikroskopisches Bild bei nicht zentrierter Leuchtfeldblende (a, b), korrekt zentrierter Leuchtfeldblende (c) und danach voll geöffneter Leucht- feldblende. Prinzipiell muß jedes Objektiv separat geköhlert werden. Beachten Sie jedoch bitte die Hinweise zur korrekten Ein- stellung des Bildes im Phasenkontrast, die von der hier beschriebenen Vorgehensweise abweichen!
  • Seite 45 Abb. 34: Einstellhebel der Aperturblende. Stellen Sie die Aperturblende nach dem Bildeindruck Ihres Präparates so ein, daß Sie einen subjektiv und für Ihre Anforderungen akzeptablen Kompromiß zwischen Kontrast und Auflösung finden. Faustregel: Bei Schließen der Aperturblende um etwa ein Drittel setzt ein für das Auge deutlicher Kontrastanstieg ein.
  • Seite 46: Vorgehen Bei Einlegen Eines Neuen Präparates

    5.3 Vorgehen bei Einlegen eines neuen Präparates Ist das Mikroskop geköhlert, gehen Sie bei Einlegen eines neuen Präparates wie folgt vor: Beleuchtung einschalten. • Mittlere Helligkeit einstellen. • Aperturblende voll öffnen. • Objekttisch mit dem Fokussier-Grobtrieb so weit absenken, daß das Prä- •...
  • Seite 47 Alle Phasenkontrast-Mikroskope sind ab Werk so justiert, daß der Lichtring exakt auf den Phasenring abgebildet wird, wenn sich der Kondensor im oberen Anschlag be- findet. Vergewissern Sie sich bitte vor dem Mikroskopieren davon, daß sich der Kondensor in dieser Position befindet! Zur Kontrolle der Justage dient ein optional erhältliches Einstellfernrohr, das in einen der Okularstutzen anstelle des Okulars eingesetzt wird (Abb.
  • Seite 48: Einstellen Des Dunkelfeld-Bildes

    Abb. 37: Einstellfernrohr: Bild Kondensor-Lichtring und Phasenring. Bei fehlerhafter Justage erscheinen die beiden Ringe nicht konzentrisch. Da die Phasenkontrast-Kondensoren üblicherweise keine Möglichkeit vorsehen, die Lichtringe kundenseitig zu zentrieren, kontaktieren Sie bitte unseren Technischen Service. Achten Sie bitte stets darauf, daß Sie die richtige Kombi- nation aus Objektiv und Lichtring gewählt haben (s.
  • Seite 49: Messen, Zählen Und Zeigen

    H 600-Stativ. Da die Beleuchtung dafür auf höchste Hellig- keit eingestellt werden muß, kann sich das Stativ bei Lang- zeitbeobachtungen stark erhitzen! 6. Messen, Zählen und Zeigen Mit dem Labormikroskop Medicus besteht die Möglichkeit, Meß- und Zählauf- gaben durchzuführen. Hierzu benötigen Sie: Meß- bzw. Zählokular: •...
  • Seite 50 5 x5 /3 1 0x 3 2 0x 3 Abb. 38: Zählfeld nach Walton und Beckett für Asbestfasern (schematisch). Objektmikrometer: • Zur korrekten Erfassung der Meßlängen muß das optische System des Mikroskops kalibriert werden. Hierzu dient ein Objektmikrometer, das ebenfalls eine Skala von 1 mm oder 2 mm Länge in 100 Teilen trägt. Das Objektmikrometer wird wie ein Präparat in den Präparathalter eingelegt und durch das Okular mikroskopiert.
  • Seite 51: Zusätzliche Kontrastierverfahren

    Aufbau identisch, das Ausgleichsokular hat je- doch keine Strichplatte bzw. Zeiger. 7. Zusätzliche Kontrastierverfahren Das Labormikroskop Medicus kann mit weiterem Zubehör ausgestattet wer- den, mit dem zusätzliche Kontrastierverfahren angewandt werden können. Damit kann es zu einem einfachen Durchlicht-Polarisationsmikroskop oder zu einem Auflicht-Fluoreszenzmikroskop für Routineanwendungen erweitert wer-...
  • Seite 52 Abb. 40: Polarisator der WP II im Fil- Abb. 41: Polarisator der WP II auf Be- terhalter des Kondensors. leuchtungsstutzen. Der Analysator wird auf eines der Okulare aufgesteckt (Abb. 42). Richten Sie Polarisator und Analysator zunächst so aus, daß die Strichmarkierungen in Richtung des Beobachters zeigen (Polarisator) bzw.
  • Seite 53: Auflicht-Fluoreszenzmikroskopie

    Für das Labormikroskop Medicus ist kein Drehtisch ver- fügbar. Sollten Sie weitergehende polarisationsmikro- skopische Untersuchungen, etwa auch im Auflicht, durchführen wollen, empfehlen wir hierzu unser Labormik- roskop H 600 in einer entsprechenden Ausrüstung. 7.2 Auflicht-Fluoreszenzmikroskopie Labormikroskop Medicus kann einem LED-Auflicht- Fluoreszenzilluminator nachgerüstet werden.
  • Seite 54: Auswechseln Des Leuchtmittels

    Abb. 43: Labormikroskop Medicus mit LED-Auflicht- Fluoreszenzilluminator. 8. Auswechseln des Leuchtmittels Je nach Art des Beleuchtungsstutzens sind verschiedene Vorgehensweisen zum Auswechseln des Leuchtmittels notwendig. 8.1 Mit vorzentrierter Leuchtfeldblende (Abb. 9) Achtung! Gefahr durch elektrische Spannungen! Schalten Sie vor einem Wechsel der Leuchtmittel die...
  • Seite 55 Mikroskop vorsichtig auf den Stativrücken legen. • Abdeckklappe der Beleuchtung durch Einführen eines Schraubendrehers • öffnen (Abb. 44). Abb. 44: Stativfuß mit Abdeckklappe Beleuchtung. Pfeil: Entriegelung. Rändelschraube des Lampenhalters lösen und Lampenhalterung heraus- • ziehen (Abb. 45). Abb. 45: Lampenhalter. Kreis: Rändelschraube. Rev.: 1.1 - 55 - Stand: September 2010...
  • Seite 56: Mit Zentrierbarer Leuchtfeldblende (Abb. 10)

    Defekte Halogenlampe aus der Fassung ziehen. • Neue Halogenlampe beim Einsetzen in Schutzhülle be- lassen. Glaskolben nicht direkt mit den Fingern berüh- ren! Neue Halogenlampe mit etwas Druck bis zum Anschlag in die Fassung • drücken. Darauf achten, daß sie gerade sitzt. Schutzhülle nach dem Einsetzen abnehmen.
  • Seite 57 Mikroskop vorsichtig auf den Stativrücken legen. • Stativfuß durch Lösen der Befestigungsschrauben öffnen (Abb. 46). • Abb. 46: Stativfuß. Pfeile: Befestigungsschrauben. Bodendeckel abnehmen. Die Lampe ist nun zugänglich (Abb. 47). • Defekte Halogenlampe aus der Fassung ziehen. • Neue Halogenlampe beim Einsetzen in Schutzhülle be- lassen.
  • Seite 58: Auswechseln Der Sicherungen

    Neue Halogenlampe mit etwas Druck bis zum Anschlag in die Fassung • drücken. Darauf achten, daß sie gerade sitzt. Schutzhülle nach dem Einsetzen abnehmen. • Bodendeckel wieder schließen. • Abb. 47: Halogenlampe bei Beleuchtungs- stutzen mit zentrierbarer Leuchtfeldblende. 9. Auswechseln der Sicherungen Achtung! Gefahr durch elektrische Spannungen! Schalten Sie vor einem Wechsel der Sicherungen die Mikroskopbeleuchtung aus und ziehen Sie den Netzste-...
  • Seite 59: Reinigung Und Pflege Des Mikroskops

    Abb. 48: Sicherungsbehälter im Stativfuß (Pfeil). Ziehen Sie den Sicherungshalter nach hinten aus der Halterung heraus. • Wechseln Sie die defekte(n) Sicherung(en) aus. • Setzen Sie den Sicherungshalter wieder in den Stativfuß ein. • Verwenden Sie als Ersatzsicherungen ausschließlich die Typen T 0,2 A (Netzspannung 230 V) bzw.
  • Seite 60 Anschließend reinigen Sie diese Flächen mit einem trockenen Lappen nach.Verschmutzungen am Stativ und allen lackierten Teilen können mit ei- nem weichen, mit Reinigungsbenzin angefeuchteten Lappen entfernt werden. Achten Sie bitte darauf, daß bei der Reinigung mit Wasch- benzin darauf, daß das Reinigungsmittel nicht in die Füh- rungsbahnen, in den Kondensor oder in die optischen Systeme gelangt! Die Objektive und Okulare dürfen zu Reinigungszwecken...
  • Seite 61: Technische Daten, Umgebungsbedingungen

    Technische Daten, Umgebungsbedingungen Netzspannung: 230 V AC, 50 … 60 Hz, 115 V AC, 50 … 60 Hz Gerätesicherheit: IEC 1010-1/EN61010-1/VDE 0411, Schutzklasse 1 Temperaturbereich: 5 ° C ... 40 ° C Rel. Luftfeuchte: max. 80 % bis 31 ° C, lin. abnehmend, max.
  • Seite 62: Geräteprüfungen

    Bei Nichtbeachten der Sicherheitshinweise sind eine ord- nungsgemäße Funktion des Mikroskops und auch die Gerätesicherheit nicht mehr sichergestellt. Sollte es infolgedessen zu Beschädigungen am Gerät oder Zubehörteilen sowie zu weiteren Sach- oder Personen- schäden kommen, kann die Helmut Hund GmbH dafür keine Haftung übernehmen.
  • Seite 63: Garantiebestimmungen

    Garantiebestimmungen Wir gewähren Ihnen: 20 Jahre Instandsetzungsgarantie auf alle mechanischen und optischen • Komponenten; 2 Jahre Instandsetzungsgarantie auf alle elektronischen Komponenten • und Handelswaren; oder mindestens eine Garantie über die Zeit, die der Lieferant dieser Wa- • ren gewährt. Verbrauchsmaterialien sind von jeglicher Garantie ausgeschlossen. In den ersten zwei Jahren der Garantie werden etwaige Schäden, sofern sie nicht durch äußere Einflüsse oder unsachgemäße Benutzung verursacht wor- den sind, in unserem Werk in Wetzlar kostenlos repariert.
  • Seite 64: Anhang A: Kennzeichnung Der Objektive

    Anhang A: Kennzeichnung der Objektive Mikroskop-Objektive werden gekennzeichnet und farblich markiert nach DIN ISO 8578:2003-08. Die wichtigsten Angaben sind in Tab. 6 und Tab. 7 aufgelistet. Tab. 6: Kennzeichnung von Mikroskop-Objektiven. Symbol Bedeutung Tubuslänge 160 mm Tubuslänge unendlich ∞ Ohne Deckglaskorrektur, z B. für Auflichtmikroskope 0,17 Korrigiert für Deckgläser von 0,17 mm Dicke Achro/A/AC...
  • Seite 65: Anhang B: Kennzeichnung Der Okulare

    Anhang B: Kennzeichnung der Okulare Mikroskop-Okulare werden gekennzeichnet nach DIN ISO 8578:2003-08. Die wichtigsten Angaben sind in Tab. 8 aufgelistet. Tab. 8: Kennzeichnung von Mikroskop-Okularen. Symbol Bedeutung Huygens-Typ Plan Weitfeld 10x/18 Vergrößerung/Sehfeldzahl 10xB/18 Geeignet für Brillenträger Geeignet für Brillenträger Anhang C: Kennzeichnung nach DIN EN 980 Als In-Vitro-Diagnostika eingestufte Hund-Mikroskope sind gekennzeichnet gemäß...
  • Seite 66: Entsorgungshinweis

    Entsorgungshinweis Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) der Europäischen Union (EU). Produkte, die in EU-Ländern auf den Markt gebracht werden, müssen mit ei- ner durchgestrichenen Abfalltonne gekennzeichnet sein (oder in einzelnen Fällen die Verpackung). Die WEEE-Direktive definiert, daß Kunden und End- nutzer in Ländern der Europäischen Union (EU) elektronische und elektrische Geräte sowie elektronisches und elektrisches Zubehör nicht in den Hausmüll entsorgen dürfen.
  • Seite 67: Notizen

    Notizen Rev.: 1.1 - 67 - Stand: September 2010...

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