Rauchmeldesystem RMS-L
Beschreibung
Anwendung
Schako Rauchmelder werden dort eingesetzt, wo bei Bränden
bereits im frühesten Entstehungsstadium beim Auftreten von
kaltem Rauch < 72°C Auslöse- bzw. Schaltvorgänge selbsttä-
tig gesteuert werden sollen. Der Einbau kann in Lüftungska-
nälen erfolgen. Im Alarmfall begrenzen die Rauchmelder den
Brandherd. Die Alarmmeldung wird über einen potentialfreien
Kontakt weitergeleitet und unterbricht den Stromkreis zu den
elektrischen Auslösevorrichtungen (Haftmagnete, Stellantriebe)
oder zum pneumatischen Ventil bei Auslösung über Stellzy-
linder. Die angeschlossenen Brandschutz- und Rauchschutz-
klappen werden geschlossen. An das RMS-System dürfen nur
nach dem Prinzip "stromlos zu / drucklos zu" arbeitende Aus-
lösevorrichtungen angeschlossen werden. Die Rauchmelder,
sowie die angeschlossenen Auslöse-und Schaltvorrichtungen
werden innerhalb eines Schutzbereiches gemeinsam von einem
Relaismodul 230 AC, sekundär 24 V DC versorgt.
Die Rauchmelder bleiben nach erfolgtem Ansprechen in Alarm-
stellung, auch wenn die normalen Umgebungsverhältnisse
wieder hergestellt werden. Erst durch einen Reset gehen die
Rauchmelder in den Überwachungszustand zurück.
Da die Messung außerhalb des RMS-Gehäuses stattfindet und
somit keine Detektionskammer benötigt wird, ist die Funktion
nicht von einer minimalen oder maximalen Luftge-
schwindigkeit abhängig.
Funktion (spezielles Streulichtverfahren)
Zwei Sensoren im Rauchmelder senden einen Lichtstrahl aus
und messen, ob die unterhalb der Abdeckscheibe befindliche
Luft mit Rauch bzw. anderen Partikeln kontaminiert ist. Bevor
eine Alarmmeldung ausgelöst wird, müssen mehrere Messzyk-
len durchlaufen werden, bei welchen eine Kontamination der
Luft gemessen werden muss. Ist die Kontamination nicht per-
manent vorhanden, so wird der interne Messzyklen-Zähler zu-
rückgesetzt. Die Ansprechempfindlichkeit des Rauchmelders
wird werkseitig eingestellt. Der Alarmausgang ist als potentialf-
reier Wechselkontakt ausgeführt. Der Rauchmelder kann über
Fernauslösung in Funktionsbereitschaft zurückgesetzt werden.
Ein Stromausfall am Rauchmelder muss in der Zentrale ange-
zeigt werden. In diesem Fall wird der Stromkreis für die Auslö-
sevorrichtungen der angeschlossenen Brandschutzklappen
unterbrochen, und die Klappen werden geschlossen. Eine
Manipulation am Rauchmelder z.B. durch Abkleben der Senso-
ren wird erkannt, und über einen potentialfreien Kontakt (Stö-
rungsausgang) an die Zentrale gemeldet. Ablagerungen auf der
Abdeckscheibe des Rauchmelders werden ermittelt und aus-
gewertet. Wird ein bestimmter Verschmutzungsgrad über-
schritten, so wird dieses über den potentialfreien Kontakt der
Störungsmeldung an die Zentrale gemeldet. Somit überwacht
sich das Rauchmeldesystem selbst.
Die Messung der Ablagerungen kann auch dazu genutzt werden,
Informationen über den Verschmutzungsgrad der Lüftungska-
näle und -rohre zu erhalten.
Konstruktionsänderungen vorbehalten.
Über den Rücksetztaster Typ RST (gegen Mehrpreis) kann eine
Alarmmeldung rückgesetzt werden. Mittels Diagnose- und
Datenauslesegerät (gegen Mehrpreis) kann der Verschmut-
zungs-
grad abgefragt und alle relevanten Melderdaten ausgelesen wer-
den.
Vorteile
- da keine Detektionskammer zur Messung benötigt wird,
wird der Rauchmelder nicht vom Medium durchströmt
und Ablagerungen können nur auf der Abdeckscheibe
anfallen.
- kanalbündiger Einbau.
- automatische Manipulationserkennung.
- einfache Reinigung.
- Eigenfunktionsprüfung des Sender- und Empfängersen-
sors. Ein Defekt wird angezeigt.
- bei Strom-, Prozessor- oder Systemausfall erfolgt gleich-
zeitig eine Stör- und Alarmmeldung.
- mit Systemüberwachung (watch dog).
- Busanbindung möglich über potentialfreie Kontakte.
- nur 1× jährlich zu warten
- DIBt-Zulassungs-Nr.: Z-78.6-58
- VdS-Anerkennung G-200096
Schutzrechte der Fa. Schako
- Patent: DE 199 51 403 A1
- Gebrauchsmuster: 20023533.8
- Patent: EP 122 4641
Die Fremdüberwachung erfolgt durch
die VdS Schadensverhütung GmbH Köln.
09/11 - 3
Stand:
20.04.2012
Rücknahme nicht möglich!