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Yamaha MG10/2 Bedienungsanleitung Seite 8

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1-2. Symmetrisch – unsymmetrisch – Wo liegt der Unterschied?
Mit einem Wort: „Rauschen". Der wichtigste Grund für den Einsatz von symmetrischen Verbindungen ist
die Reduzierung von Störgeräuschen oder Rauschen, und für diesen Zweck sind sie bestens geeignet.
Jedes Stück Kabel nimmt wie eine Antenne die elektromagnetischen Felder auf, von denen wir permanent
umgeben sind: Rundfunk und Fernsehsignale ebenso wie die Störschwingungen, die von Kraftstromka-
beln, Motoren, elektrischen Geräten, Computer-Monitoren oder einer Vielzahl von anderen Quellen ver-
ursacht werden. Je länger das Kabel, um so mehr Störgeräusche können aufgenommen werden. Aus
diesem Grund sind symmetrische Leitungen die beste Wahl für lange Kabelstrecken. Wenn sich Ihr „Stu-
dio" auf Ihren Schreibtisch beschränkt und alle Verbindungen nicht länger sind als 1–2 Meter, dann rei-
chen asymmetrische Kabel aus – es sei denn, Sie wären umgeben von starken elektromagnetischen
Feldern. Ein weiterer Einsatzfall für symmetrische Verbindungen sind Mikrofonkabel. Der Grund dafür
liegt darin, dass das Ausgangssignal der meisten Mikrofone so schwach ist, dass auch ein geringes Störsi-
gnal bereits große Auswirkungen haben kann, weil es am Mikrofoneingang zusätzlich in hohem Maß vor-
verstärkt wird.
Um zusammenzufassen:
Mikrofone:
Kurze Verbindungen mit Leitungspegel: Unsymmetrische Anschlüsse sind in einer störquellenfreien
Lange Verbindungen mit Leitungspegel: Entscheidend ist die Intensität der Störfelder in der Umgebung;
I
Wie schützen symmetrische Leitungen vor Störquellen?
** Überspringen Sie diesen Abschnitt, wenn Ihnen technische Details lästig fallen. **
Symmetrische Verbindungen arbeiten nach dem Prinzip der Phasenneutralisierung: wenn Sie zwei
identische Signale gegenphasig (d.h. in der Weise gegenläufig sind, dass sich ihre Spitzen symmetrisch
ergänzen), ist das Ergebnis – nichts. Eine Null-Linie. Die Signale neutralisieren sich gegenseitig.
Ein symmetrisches Kabel hat hingegen drei Adern:
1) Einen Masseleiter, der kein Signal führt, nur „Masse" oder „0", wohingegen das Signal in den
2) Eine „spannungsführende" oder „+"-Ader, die das Normalphasen-Signal führt.
3) Eine „kalte"oder „–"-Ader, die das (invertierte) Gegenphasen-Signal führt.
Während die erwünschten Tonsignale in der spannungsführenden und der kalten Ader nicht parallel
laufen, wird jedes Störsignal, das im Kabel induziert wird, auf beiden Adern dasselbe sein und damit
gleichphasig. Der Trick besteht darin, dass das Signal auf einem Leiter umgekehrt wird, so dass das
erwünschte Tonsignal phasenrichtig verläuft, die induzierten Störungen aber gleichzeitig gegenphasig
verlaufen. Das gegenphasige Störsignal ist damit effektiv neutralisiert, während das Tonsignal intakt
bleibt. Schlau eingefädelt?!
MG10/2
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Normalphasen-Signal.
Gegenphasen-Signal.
anderen Adern veränderliche Spannungen überträgt.
Normalphasen-Signal
+Normalphasen-Störung.
Normalphasen-Signal
+Gegenphasen-Signal (invertiert).
Symmetrische Anschlüsse benutzen.
Umgebung geeignet.
im Zweifel sind symmetrische Verbindungen besser.
Kein Signal.
(Phasenneutralisierung)
Erwünschtes Signal,
störungsfrei.

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