Entfernung (z.B. Hausgiebel, Kirchturmspitze, usw.) an, bis es
mittig im Sichtbereich erscheint (Abb. 14).
Blicken Sie durch das Sucherfernrohr und richten Sie dieses
durch Drehen der 6 Justierschrauben ein, bis Sie das Objekt in
der Mitte des Fadenkreuzes sehen. Das Bild, welches Sie zuvor
durch das Okular Ihres Teleskops sehen konnten, muss nun auch
im Fadenkreuz des Sucherfernrohrs (2) exakt mittig erscheinen
(Abb. 15, C).
Wichtig: Das Sucherfernrohr besitzt keine integrierte opti-
sche Bildumkehrung. Das heißt, dass das Bild im Sucher-
fernrohr auf dem Kopf steht. Das ist kein Fehler!
9. Schutzkappen
Um das Innere Ihres Teleskopes vor Staub und Schmutz zu
schützen, ist die Tubusöffnung durch eine Staubschutzkappe
(Abb. 10, X) geschützt. Ebenso befindet sich eine Staubschutz-
kappe auf dem Okularstutzen (Abb. 1, 6).
Nehmen Sie zur Beobachtung die Kappen von den Öffnungen.
10. Biegsame Wellen
Um die exakte Feineinstellung der Deklinations- und
Rektazensionsachse zu erleichtern, werden die biegsamen
Wellen an die dafür vorgesehenen Halterungen der beiden
Achsen gesetzt. (Abb. 13, X)
Die lange biegsame Welle (Abb. 1, 14) wird parallel zum
Teleskoptubus montiert. Die Befestigung erfolgt mit einer
Klemmschraube an der vorgesehenen Einkerbung der Achse.
Die kurze biegsame Welle (Abb. 1, 15) wird seitlich montiert. Die
Befestigung erfolgt mit einer Klemmschraube an der vorgesehe-
nen Einkerbung der Achse.
Ihr Teleskop ist nun einsatzbereit.
TEIL II – Die Handhabung
1. Montierung
Die nachfolgenden Informationen sind äußerst wichtig für die
Positionier- und Nachführgenauigkeit Ihres Teleskops während
einer Beobachtungsnacht.
Ihr Teleskop hat eine so genannte „parallaktische Montierung"
(auch äquatoriale Montierung). Diese zeichnet sich durch zwei
senkrecht zueinander drehbare Achsen aus (Abb. 16a, a+b)
Die so genannte Rektazensionsachse (auch RA-oder
Stundenachse) (Abb. 16a, b) muss dabei parallel zur Polachse
der Erde (Abb. 27, c) ausgerichtet sein. Die korrekte Einstellung
der Polhöhe erfahren Sie unter Teil II – 4. (Handhabung – Ein-
stellung).
Mit Hilfe der Deklinationsachse (auch DEC- oder
Elevationsachse) (Abb. 16a, a) stellen Sie die Höhe eines
Himmelsobjekts in Bezug auf den Himmelsäquator (Abb. 27, d)
ein. Hierzu entnehmen Sie die Deklinationskoordinate eines
Himmelsobjekts aus einer Sternkarte oder entdecken die Objekte
selbst.
Mit der manuellen Betätigung der Rektazensionsachse über die
biegsame Welle (Abb. 1,15) gleichen Sie fortwährend die
Erddrehung in entgegengesetzter Richtung aus. So bleibt Ihr
ausgewähltes (= positioniertes) Objekt stets im Gesichtsfeld des
Okulars.
Da die Rektazensionsachse so ständig kontrolliert über die bieg-
samen Wellen bewegt werden muss, wäre auch eine elektrische
Nachführung sinnvoll.
(Vorrichtung vorhanden – siehe. Teile: Montierung).
2. Aufstellung
Ein dunkler Standort ist für viele Beobachtungen sehr wichtig, da
störende Lichter (Lampen, Laternen) die Detailschärfe des
Teleskop-Bildes erheblich beeinträchtigen können.
Wenn Sie von einem hellen Raum nachts ins Freie gehen,
müssen sich Ihre Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen. Nach
ca. 20 Minuten können Sie dann mit der Astro-Beobachtung
beginnen.
Beobachten Sie nicht aus geschlossenen Räumen und stellen
Sie Ihr Teleskop mit dem Zubehör ca. 30 Min. vor Beginn der
Beobachtung an seinen Standort, um einen Temperaturausgleich
im Tubus zu gewährleisten.
Achten Sie darauf, dass Ihr Teleskop auf einem ebenerdigen,
und festen Untergrund steht.
3. Balance:
Ihr Teleskop muss vor der Beobachtung ausbalanciert werden.
Das heißt, die Deklinationsachse und die Rektazensionsachse
werden für einen leichtgängigen und exakten Betrieb eingestellt.
Die Rektazensionsachse wird ausbalanciert, indem Sie die Fix-
ierschraube (Abb. 16b, I) lösen und die Gewichtsstange in eine
waagerechte Position kippen. Verschieben Sie nun das Konter-
gewicht (Abb. 16a, H) auf der Stange, bis der Tubus und das
Gegengewicht in dieser waagerechten Position verbleiben.
Drehen Sie die Fixierschraube (Abb. 16b, I) der Rektazensions-
achse wieder an. Die Deklinationsachse wird ausbalanciert,
indem Sie die Fixierschraube (Abb. 16a, D) der Deklinations-
achse lösen. Danach lösen Sie die Schrauben der Tubus-
halterung (Abb. 16a, A) und verschieben den Tubus so, bis auch
er in einer waagerechten Position verbleibt. Vergessen Sie nicht,
die Schrauben der Tubushalterung und die Fixierschraube der
Deklinationsachse wieder anzuziehen.
4. Einstellung:
Stellen Sie die Breitengradachse (Abb. 16a, F) (Polhöhe) ein,
indem Sie die Fixierschraube (Abb. 18, X) lösen und die
Pohlhöhe mit der Einstellschraube (Abb. 18, Y) entsprechend
einstellen.
Die Zahl auf der Sie die Achse einstellen, richtet sich nach dem
Breitengrad Ihres Standortes (z.B. München 48°, Hamburg 53°).
Vergessen Sie nicht, die Fixierschraube wieder anzudrehen.
Anschließend stellen Sie die Deklinationsachse (Abb. 16a, C),
durch Lösen und Festziehen der Fixierschraube (Abb. 16a, D) auf
90° ein. Der Teleskop-Tubus ist nun parallel zur Erdachse ausge-
richtet. Dies nennt man polarische Ausrichtung.
TIPP:
Der Breitengrad Ihres genauen Beobachtungsstandortes fin-
den Sie in einem Atlas immer am rechten oder linken Rand
einer Landkarte. Informationen erhalten Sie außerdem bei
Ihrer Stadtverwaltung, Katasteramt oder auch im Internet:
Hier z.B. unter www.heavens-above.com. Dort können Sie
unter „Anonymous user > Select" Ihr Land auswählen; die
Daten werden dann angezeigt.
5. Polare Ausrichtung
Richten Sie das Teleskop mit der Tubusöffnung nach vorn in
Richtung Norden aus. Hierzu lösen Sie die Feststellschraube
(Abb. 19). Nun können Sie den Teleskoptubus drehen und exakt
nach Norden ausrichten. Nehmen Sie gegebenenfalls einen
Kompass zur Hilfe. Danach wird die Feststellschraube wieder
fixiert.
Überprüfen Sie, ob Ihr Teleskop so aufgestellt ist wie in Abb. 21
zu sehen. Das Gegegewicht (Abb. 21, X) zeigt zum Boden und
bildet so zusammen mit dem Tubus eine senkrechte Achse.
In dieser Position sehen Sie durch den Sucher die Polarregion
mit dem Polarstern. Der Polarstern ist das hellste Objekt in
dieser Region. (Abb. 25)
Dieser sollte dann auch in der Gesichtsfeldmitte des Okulars
(f=25 mm) zu sehen sein. Die polare Ausrichtung ist erreicht.
Diese Aufstellung erfordert etwas Geduld, belohnt Sie jedoch bei
der Suche mit Himmelskoordinaten mit einer guten
Positioniermöglichkeit.
In dieser polaren Ausrichtung sollten die Teilkreise (Skalen) von
Deklinationsachse (Abb. 24) auf „9" (= 90°) und Rektazensions-
achse (Abb. 23) auf „0" (= 0 Stunden) stehen. Gegebenenfalls
müssen Sie beide Skalen vorsichtig auf die entsprechenden
Werte drehen (jeweils an den Pfeilen ausgerichtet).
So eingestellt können Sie das Auffinden von Himmelsobjekten
mit Hilfe der Teilkreise (Skalen) nutzen (siehe auch 3.1. Mögliche
Beobachtungsobjekte).
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