nicht so vorgegangen, so kann das zu einem schwergängigen Drosselküken führen, woraus sich unnötige
Belastungen des Drosselservos und eine unpräzise Vergasersteuerung ergeben. Düsennadel für Halbgas:
Die Einstellung wird in Schritten von ca. 45° (= 4 b is 5 Rasten) vorgenommen. Wie diese Einstellungen
vorgenommen werden, ist in nachstehendem Einstellschema festgehalten, das so für Kraftstoffe mit 20%
Ölanteil und 10% bis 20% Nitromethananteil gilt. Denken Sie daran, dass bei Kraftstoffen mit hohem,
leistungssteigerndem Nitromethangehalt die (Haupt-) Düsennadel weiter aufgedreht sein muss, als bei
Kraftstoffen ohne oder mit nur geringem Nitromethananteil. Die Art und Menge des Ölanteils nimmt ebenfalls
Einfluss auf die Einstellung, darauf wird in einem späteren Abschnitt eingegangen. Vorgehensweise bei der
Vergasereinstellung Nachfolgende Einstellungen hängen stark vom verwendeten Kraftstoff ab. Wird, um
eine höhere Motorleistung zu erhalten, ein Kraftstoff mit hohem Nitromethangehalt verwendet, so ist die
Düsennadel "fetter" zu stellen, als bei einem Kraftstoff mit niedrigem Nitromethangehalt. Art und Anteil des
Schmierstoffes im Kraftstoff beeinflussen ebenfalls die Einstellungen des Vergasers. Kontrollieren Sie aus
Sicherheitsgründen zunächst an Ihrem Sender die Stellung des Drosselsteuerknüppels (Leerlaufposition) und
zugehörigen Trimmhebel, sowie Gasvorwahlen und Autorotationsschalter. Beim Anlassen muss
derHauptrotor sicher festgehalten werden.
1. Lassen Sie den Motor im Leerlauf ca. 30 Sekunden lang warmlaufen. Bleibt der Motor dabei stehen,
erhöhen Sie die Leerlaufdrehzahl etwas am Trimmhebel. Dann öffnen Sie die Drossel soweit, dass das
Modell gerade über dem Boden "schwimmt", also gerade noch nicht in den Schwebeflug übergeht.
Reagiert der Motor dabei träge und stößt eine Menge Qualm aus dem Auspuff, dann ist das Gemisch zu
fett. Dies wird durch Drehen der Leerlauf-Gemischeinstellschraube im Uhrzeigersinn korrigiert. Ist das
Gemisch extrem fett, ergibt sich ein unstabiler Motorlauf. Beim Öffnen der Drossel kommt sehr viel Qualm
aus dem Auspuff und die Drehzahl kann plötzlich absinken oder der Motor bleibt ganz stehen. Dies kann
aber auch durch zu langen Leerlauf hervorgerufen werden.
Ist -im Gegensatz dazu -das Gemisch zu mager, wird dies dadurch angezeigt, dass kein oder sehr wenig
Qualm aus dem Auspuff kommt und der Motor beim Öffnen der Drossel stehenbleibt. In diesem Fall wird
die Gemischeinstellschraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um das Gemisch anzureichern.
2. Ist das Leerlaufgemisch so weit vorläufig eingestellt, wird als nächstes das Gemisch für den Schwebeflug
(Mittelbereich) eingestellt. Das Modell wird im Schwebeflug gehalten, wobei die Gas/Pitchsteuerung
wiederholt kurzzeitig so betätigt wird, dass die Reaktion des Motors auf Laständerungen im Mittelbereich
beobachtet werden kann. Qualmt der Motor stark und die Drosselreaktion ist schlecht und zögernd, so ist
das Gemisch zu fett. Dann den Helikopter landen und die Vollgasdüsennadel im Uhrzeigersinn, in
Schritten von 1 bis 3 Rasten, schließen. Das Gemisch sollte aber noch etwas auf der "fetten" Seite
bleiben. Die Halbgas-Düsennadel nicht verstellen! Ist, im Gegensatz dazu, der Schwebeflug nicht stabil
und die Drosselreaktion überempfindlich und nervös, oder der Motor neigt zum Überhitzen, dann ist das
Gemisch zu mager. Die Vollgasdüsennadel wird dann schrittweise gegen den Uhrzeigersinn verstellt. Ist
ein zufriedenstellender Schwebeflug erreicht, wird das Modell gelandet und der Leerlauf nochmals
überprüft. Nach etwa 10 Sekunden Leerlauf wird die Drossel wieder soweit geöffnet, dass das Modell
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zu No. 2796
08/2013
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