BIONIC NACKENSTÜTZE - WICHTIGE INFORMATIONEN FÜR BENUTZER
Richtung des
Sturzes
Auf den Nacken
einwirkende
Kraft
Abbildung 14
– Darstellung der Übertragung der Krafteinwirkung
Figure 14– Direction of Force Illustration.
Beachten Sie auch, dass Sie sich dieselbe Verletzung zuziehen können, wenn Sie mit dem
Kopf voran gegen einen Gegenstand katapultiert werden oder wenn Sie schnell über den
Boden rutschen und mit dem Kopf gegen ein Hindernis prallen. Dieses ist in Abbildung 15
dargestellt.
– Horizontaler Aufprall mit nachlaufendem Rumpf
Abbildung 15
Verletzung durch Überbeugung und Überstreckung
Die zweite wichtige Tatsache beim Motorradfahren im Gelände ist, dass Hyperflexion (Vor-
Figure 15 – Horizontal impact with body following.
wärtsbeugung) und Hyperextension (Rückwärtsbeugung) NICHT die Ursache für schwerwie-
gende Nackenverletzungen sind - entgegen der Annahme vieler Menschen. Denn wenn Ihr
Kopf auf den Boden aufprallt, wird die maximale Aufprallkraft innerhalb der ersten Mil-
lisekunden in Ihren Nacken weitergeleitet. Diese Kompression führt zu einer Fraktur, aber Ihr
Kopf wird sich kaum aus seiner ursprünglichen Position bewegt haben. In diesem Moment
ist Ihr Nacken am gefährdetsten. Während des Zeitraums, in dem der Hals überstreckt oder
gebeugt wird (zwischen 150 und 300 Millisekunden), werden diese anfänglichen Belas-
tungsspitzen abgebaut, so dass ein Bruch des Nackens sehr viel unwahrscheinlicher wird.
Die Restenergie ist jedoch ausreichend, um Muskelverletzungen zu verursachen. Dieses ist
in Abbildungen 16, 17 und 18 dargestellt.
Die Verzerrung /
Stauchungsverletzung
geschieht an diesem
Punkt
Abbildung 16
– Grafische Darstellung der Kraft, die einen Körper beim Aufprall auf eine
weiche Oberfläche durchquert. (Quelle: R W Nightingale – ©1996 erlaubter Nachdruck)
Richtung des
Sturzes
Nicht auf den Nacken
einwirkende Kraft
ZEIT (MS)
Die Extension wird
an diesem Punkt
gemessen (Abb. 6)
4 ms - Kontakt
Abbildung 17 – Aufnahmen des Aufpralls bei 4 ms und 18 ms. (Quelle: Journal of Bone and
Joint Surgery (US) March 1996 Volume 78A – No 3. © 1996 erlaubter Nachdruck.)
32 ms - Beugung
Abbildung 18 – Aufnahmen des erlittenen Aufpralls bei 32 ms und 90 ms, Dratsellung der
Beugung und der Verlängerung (NORMALER Bereich), (Quelle: Journal of Bone and Joint
Surgery (US) March 1996 Volume 78A – No 3. © 1996 erlaubter Nachdruck.)
Im Rahmen eines Universitätsexperiments zeigt Abbildung 16 den Verlauf der Kompression-
skraft durch den Nacken, wenn Kopf und Nacken einer Leiche mit einem simulierten Torso
aufeinandertreffen. Durch die Kompression knickt das Genick bei 18 ms ein, was wiederum
zu einer schwerwiegenden Verletzung führt. Auf der Aufnahme in Abbildung 17 sehen Sie,
wie verzerrt der Nacken aussieht, wenn der Schaden entstanden ist - der Kopf selbst ist
jedoch vollständig gerade. Die Aufnahmen in Abbildung 18 zeigen dann den weiteren Verlauf
des Experiments. Der Kopf wird bei 32 ms in Beugung und bei 90 ms in Streckung versetzt.
Beachten Sie jedoch, dass die Bewegung bei 90 ms zwar beträchtlich aussieht, aber völlig
innerhalb des normalen Bewegungsumfangs liegt (daher wird sie nicht als „Hyperextension"
bezeichnet). Aus der grafischen Darstellungist ersichtlich, dass die vorhandene Kraft nicht
mit dem Winkel zusammenhängt, in dem sich der Kopf bewegt, da die vorhandene Kraft
abnimmt, je mehr sich der Kopf bewegt. Vielmehr ist es die am Aufprallpunkt übertragene
Kraft, die den Verletzung verursacht.
Verletzung durch Schleudertrauma
Die dritte wichtige Tatsache beim Motorradfahren im Gelände ist, dass ein Schleudertrauma
praktisch nie vorkommt. Ein Schleudertrauma liegt vor, wenn der Körper zurückgehalten wird,
der Kopf sich aber frei bewegen kann (wie ein angeschnallter Beifahrer in einem Fahrzeug).
Bei einem Unfall hält der Sicherheitsgurt den Körper zurück, aber der Kopf bewegt sich
weiter. Dies kann dazu führen, dass der Kopf in Hyperflexion gerät - allerdings ohne den
in Abbildung 16 dargestellten Aufprallpunkt. Unter diesen Umständen kann nachgewiesen
werden, dass Produkte wie die Bionic Nackenstütze das auf den Nacken wirkende Spitzen-
drehmoment (oder die Biegung) reduzieren und somit Muskelverletzungen verringern können
- ABER - das Risiko, eine katastrophale Verletzung durch ein Schleudertrauma zu erleiden, ist
beim Motorradfahren vernachlässigbar, da der Körper nie zurückgehalten wird.
18 ms Kompressionsverletzung
90 ms - Verlängerung