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HBM AD103B Bedienungsanleitung

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Inhaltszusammenfassung für HBM AD103B

  • Seite 1 Bedienungsanleitung AD103B Digitale Aufnehmer- Elektroniken Messverstärker Dosiersteuerung O1191-10de...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Grobdosieren ............................. 9 Feindosieren ............................10 Nachstrom ............................... 10 Kontrollwägung ............................10 Entleeren ..............................11 Sackbruchüberwachung .......................... 12 Einstellen der AD103B für Dosieraufgaben..................... 14 3.10 Ein- und Ausgänge ..........................16 Befehlsübersicht Dosierfunktion ..................18 Einzelbeschreibung der Befehle ..................19 Gewichtsparameter..........................19 5.1.1 Gewichtsparameter - Füllgewicht ....................
  • Seite 4 Zeitparameter – Sperrzeit Feinstrom ..................38 5.2.4 Zeitparameter - Nachstromzeit....................39 5.2.5 Zeitparameter - Beruhigungszeit ....................40 5.2.6 Zeitparameter - Entleerzeit......................41 Steuerbefehle - AD103B.......................... 42 5.3.1 Steuerbefehl - Tariermodus......................43 5.3.2 Steuerbefehl – Funktion der Ausgänge..................44 5.3.3 Steuerbefehl - Optimierung ......................46 5.3.4...
  • Seite 5: Wichtige Hinweise

    Für alle Verbindungsleitungen sind geschirmte Leitungen zu verwenden. Der Schirm ist beidseitig flächig mit Masse zu verbinden. Leitungen zur Anbindung der Versorgung sowie der Digital-I/O sind nur dann geschirmt auszuführen, falls eine Kabellänge von 30 m überschritten wird oder falls die Leitungen außerhalb geschlossener Gebäude verlegt werden. AD103B...
  • Seite 6: Einleitung

    Die Aufnehmerelektronik AD103B wird im folgenden Text auch mit AED (Aufnehmer- Elektronik-Digital) abgekürzt. Die AD103B ist befehlskompatibel mit dem Messverstärker AD103. Die Kalibrierfunktion (Be- fehle CAL, ACL) zur Sicherung der Genauigkeit der AD103B wird nicht mehr benötigt. Zur Sicherung der Software-Kompatibilität sind diese Befehle aber weiterhin implementiert. 1) DehnungsMessStreifen...
  • Seite 7: Bestimmungsgemäße Verwendung

    Bestimmungsgemäße Verwendung Bestimmungsgemäße Verwendung Die Messverstärkerplatine AD103B kann als Dosierwaage, Absackwaage bzw. für allgemei- ne Füllprozesse verwendet werden. Sie enthält, neben den Grundfunktionen einer Waage zusätzliche Befehle für eine Dosier- steuerung mit folgenden Eigenschaften: • Brutto-/Nettowägung wählbar (mit automatischer Tarierung) •...
  • Seite 8: Beschreibung Des Dosierzyklus

    Tatsächliches Füllgewicht Abb. 3-1: Gewicht-Zeit-Diagramm eines Dosierprozesses Vor dem Start ’Dosieren’ sind bestimmte Einstellungen vorzunehmen (Einstellen der AD103B). Die Funktion der Steuerausgänge ist teilweise einstellbar. Die Funktion der Steuereingänge ist fest (Ein-/Ausgänge). Der Wägeablauf wird anhand des Gewicht-Zeit-Diagramms einer Absackwaage beschrie- ben.
  • Seite 9 Die Sackbruchüberwachung wirkt während der Grob- und Feinstromsteuerung. Die Datenrate (Geschwindigkeit) der Messwertverarbeitung während des Dosierens ist ab- hängig von der eingestellten Ausgaberate (FMD, ASF, ICR, siehe Beschreibung der Befehle für die serielle Kommunikation mit der Messverstärkerplati- ne AD103B, Teil3). AD103B...
  • Seite 10: Start

    • Grobstrom-Abschaltpunkt (CFD) < Anfangsgewicht GA < Feinstrom-Abschaltpunkt (FFD) • Je nach Funktion der Nachdosierung (RDS) ergibt sich ein unterschiedliches Startver- halten. • Während des Dosierens darf keine Brutto- / Nettoumschaltung erfolgen (nur vor dem Start oder nach der Fertigmeldung) AD103B...
  • Seite 11: Tarieren

    Sackbruchüberwachung Grobstrom, wenn sie aktiviert ist (siehe dazu Kapitel Diagramm Sackbruchüberwachung). Erreicht das Istgewicht zum Zeitpunkt tG Grobstrom- Abschaltpunkt (CFD), dann wird der Grobstrom (OUT1) abgeschaltet. 1) Mit dem Befehl Valve Control (VCT) kann das Schaltverhalten des Grob- und Feinstromausganges verändert werden. AD103B...
  • Seite 12: Feindosieren

    Kontrollwägung begonnen, auch wenn die Beruhi- gungszeit (STT) noch nicht abgelaufen ist. Spätestens nach Ablauf der Beruhigungszeit (STT) wird auf jeden Fall mit der Kontrollwägung begonnen. Die Stillstandsbedingung wird über den Befehl MTD eingestellt. AD103B...
  • Seite 13: Entleeren

    • Eine automatische Nachdosierung kann eingeschaltet werden (RDS). Entleeren Ist die Entleerzeit (EPT) > 0, wird der Ausgang für die Fertigmeldung (OUT3) als Entleersig- nal benutzt. Der Ausgang (OUT3) bleibt für die Dauer der Entleerzeit (EPT) aktiv. Die Ent- leerzeit startet zum Zeitpunkt tab. AD103B...
  • Seite 14: Sackbruchüberwachung

    (LTC) wird der erste Sackbruch-Grenzwert (CBK1) überwacht. Wird er nicht über- schritten, wird das als Sackbruch interpretiert. Die Ursache dafür kann dann entweder kein Material oder kein Sack sein. Mit CBK = 0 ist die Sackbruchüberwachung Grobstrom aus- geschaltet. AD103B...
  • Seite 15 Wert stehen. Unterschreitet die Füllkennlinie den Wert der Überwachungskennli- nie, wird das als Sackbruch interpretiert. Das Differenzgewicht (FBK) muss größer gewählt werden als die normal auftretenden Schwankungen während des Füllvorgangs. Mit FBK = 0 ist die Sackbruchüberwachung Feinstrom ausgeschaltet. AD103B...
  • Seite 16: Einstellen Der Ad103B Für Dosieraufgaben

    Einstellen der AD103B für Dosieraufgaben Einstellen der AD103B für Dosieraufgaben Zum Einstellen der AD103B für Dosieraufgaben gehen Sie bitte wie folgt vor: 1. Bei Teillastabgleich: Geben Sie über den Befehl CWT den Prozentwert ein, mit dem Sie die Waage abgleichen möchten. Möglich sind 20...120 % der Nennlast.
  • Seite 17 über den Befehl ASF eingestellt werden. Autokalibrierung: Die AD103B ist befehlskompatibel mit dem Messverstärker AD103. Die Kalibrierfunktion (Befehle CAL, ACL) zur Sicherung der Genauigkeit der AD103B wird nicht mehr benötigt. Zur Sicherung der Software-Kompatibilität sind diese Befehle aber wei- terhin implementiert.
  • Seite 18: Ein- Und Ausgänge

    Die Anschlüsse der Ein- und Ausgänge (Klemmenbelegung) entnehmen Sie bitte der jewei- ligen Bedienungsanleitung AED9201, Teil1, Grundkasten; AED9301, Teil1 Grundkasten. Die Pegel für den Messverstärker (AD103B) finden sie in der Bedienungsanleitung AD103B; Teil 2, Messverstärker und die Pegel für die AED Grundkästen entnehmen Sie bitte der je- weiligen Bedienungsanleitung AED9201, Teil1, Grundkasten;...
  • Seite 19 Schaltet das Ventil für Grobstrom an Feinstrom (OUT2) High Schaltet das Ventil für Feinstrom an Fertigmeldung High Wird nach der Kontrollwägung aktiv und mit (OUT3) Start zurückgesetzt Alarm (OUT4) High Aktiv bei Sackbruch OUT3 hat die Funktion „Entleeren" wenn EPT > 0. AD103B...
  • Seite 20: Befehlsübersicht Dosierfunktion

    TDD1: Die mit x gekennzeichneten Parameter werden zunächst nur im Arbeitsspeicher (RAM), also nicht netzausfallsicher, gespeichert. Mit dem Befehl TDD1 werden die im Ar- beitsspeicher geänderten Einstellungen netzausfallsicher im EEPROM gespeichert. Alle Parametereingaben werden sofort aktiviert. Deshalb sollten diese Eingaben nur nach Abschluss einer Dosierung im Ruhezustand vorgenommen werden. AD103B...
  • Seite 21: Einzelbeschreibung Der Befehle

    = 100,2 % Füllgewicht Minimaler Feinstrom 1,0 % Füllgewicht Sackbruchüberwachung Grobstrom = 0 = ausgeschaltet Sackbruchüberwachung Feinstrom = 0 = ausgeschaltet Systematische Abweichung = 0 = ausgeschaltet Nach der Eingabe des neuen Füllgewichtes FWT können die anderen Gewichtswerte bei Bedarf verändert werden. AD103B...
  • Seite 22: Gewichtsparameter - Füllgewicht

    Die AED antwortet mit ?crlf, wenn die Eingabe oder Abfrage fehlerhaft ist Funktion: Das Füllgewicht liegt auf der mit den Befehlen LDW und LWT bestimmten AED-Kennlinie und ist der Sollwert für einen Dosiervorgang. Es wird in Anzeigeeinheiten eingegeben, wenn NOV > 0 ist. AD103B...
  • Seite 23 100,2 % Füllgewicht Minimaler Feinstrom 1,0 % Füllgewicht Sackbruchüberwachung Grobstrom 0 = ausgeschaltet Sackbruchüberwachung Feinstrom 0 = ausgeschaltet Systematische Abweichung 0 = ausgeschaltet Nach der Eingabe des neuen Füllgewichtes FWT können die anderen Gewichtswerte bei Bedarf verändert wer- den. AD103B...
  • Seite 24: Gewichtsparameter - Grobstrom Abschaltpunkt

    Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird der Grobstrom-Abschaltpunkt automatisch auf 50 % des Füllgewichtes ge- setzt. Der Grobstrom-Abschaltpunkt kann nicht größer als der Feinstrom-Abschaltpunkt gestellt werden, somit ergibt sich: Grobstrom-Abschaltpunkt (CFD) max. = Feinstrom-Abschaltpunkt (FFD) – Minimaler Feinstrom (FFM) Bei eingeschalteter Optimierung (OSN > 0) wird der Grobstrom-Abschaltpunkt automatisch nachgeführt. AD103B...
  • Seite 25: Gewichtsparameter - Feinstrom Abschaltpunkt

    Bei Füllgewichtseingabe (FWT) wird der Feinstrom-Abschaltpunkt automatisch auf 95 % des Füllgewichtes gesetzt. Der Feinstrom-Abschaltpunkt kann nicht unter den Grobstrom-Abschaltpunkt eingestellt werden. Wird ein kleinerer Feinstrom-Abschaltpunkt eingegeben, so wird der Grobstrom-Abschaltpunkt automatisch auf Feinstrom-Abschaltpunkt – Minimaler Feinstrom gesetzt. Bei eingeschalteter Optimierung (OSN > 0) wird der Feinstrom-Abschaltpunkt automatisch nachgeführt. AD103B...
  • Seite 26: Gewichtsparameter - Untere Toleranzgrenze

    Unterschreitet das Dosierergebnis (FRS) den eingestellten Toleranzwert, so wird im Dosierstatus (SDO) Bit 6 = 1 gesetzt. Bei OMD = 0 wird der Ausgang OUT5 aktiv (siehe dazu Befehl OMD). Die Kennung „Toleranz unterschritten" wird mit dem nächsten Start gelöscht. Beispiel: Füllgewicht (FWT) = 5000. Toleranz– wird auf 4990 gesetzt. AD103B...
  • Seite 27: Gewichtsparameter - Obere Toleranzgrenze

    Überschreitet das Dosierergebnis (FRS) den eingestellten Toleranzwert, so wird im Dosierstatus (SDO) Bit 5 = 1 gesetzt. Bei OMD = 0 wird der Ausgang OUT4 aktiv (siehe dazu Befehl OMD). Die Kennung „Toleranz überschritten" wird mit dem nächsten Start gelöscht. Beispiel: Füllgewicht (FWT) = 5000. Toleranz+ wird auf 5010 gesetzt. AD103B...
  • Seite 28: Gewichtsparameter - Sackbruch Grobstrom

    (LTC) sicher überschritten wird. Die AED überwacht diesen Grenzwert in 100 ms Schritten. Die eingegebene Steigung Gewichtswert/Sekunde wird nach Ablauf der Sperrzeit Grob (LTC) bis Grobstrom aus überwacht. Wird der vorgegebene Grenzwert nicht überschritten wird das als Sackbruch interpretiert. AD103B...
  • Seite 29 Der tatsächliche Materialanstieg ist kleiner als der vorgegebene Grenzwert. • Es kommt kein Material (Füllstutzen verstopft). • Die Sperrzeit für Grobstrombewertung (LTC) ist zu kurz eingestellt, so dass Material erst kommt, wenn die Sackbruchüberwachung schon aktiv ist. • Sack ist kaputt oder nicht vorhanden. AD103B...
  • Seite 30: Gewichtsparameter - Sackbruch Feinstrom

    Füllvorgangs. Die Überwachungskennlinie folgt der Füllkennlinie mit der gewählten Messrate (600 Messwerte/s). Das bedeutet, wenn die Füllkennlinie die Überwachungskennlinie unterschreitet, wird spätestens nach 1,6 ms Sackbruch erkannt. Die Überwachung beginnt nach Ablauf der Sperrzeit für Feinstrombewertung ( LTF). AD103B...
  • Seite 31 Sie können den Dosiervorgang mit Start fortsetzen (dabei wird die Optimierungsrechnung ausgelassen) oder den Dosiervorgang mit Break beenden. Ursachen die zum Sackbruch während Feinstrom führen: • Der Sack reißt auf und Material rieselt schneller heraus als eingefüllt wird. • Der Sack platzt. AD103B...
  • Seite 32: Gewichtsparameter - Systematische Differenz

    Gebinde entnommen wird oder dazukommt, auszugleichen. Sie kann auch dazu genutzt werden, um eine unsymmetrische Toleranz besser einzuhalten. Dabei bedeutet ein positiver Wert, dass mehr gefüllt wird (Sollgewicht (FWT) + System. Differenz (SYD)) und ein negativer Wert, dass weniger gefüllt wird (Sollgewicht (FWT) – System. Differenz (SYD)). AD103B...
  • Seite 33 Ein 50 kg Zement Sack hat eine Toleranz von +300 g / -150 g. Gehen Sie wie folgt vor: • Um den Sollwert besser in die Mitte der Toleranz zu legen, geben Sie über den Befehl SYD als Syste- matische Differenz 100 g ein und schieben den Sollwert somit in die Mitte des Toleranzbandes. AD103B...
  • Seite 34: Gewichtsparameter - Feinstrom Minimum

    Fall Feinstrom zum Laufen kommt. Bei stückigem Füllgut sollte der Minimale Feinstromanteil etwas größer als das schwerste Stück eingestellt werden. Der Grobstrom-Abschaltpunkt kann nicht kleiner als 0 werden, auch wenn der Minimale Feinstrom > Feinstrom-Abschaltpunkt (FFD) ein- gestellt wird. AD103B...
  • Seite 35 Nennwert ist auf 5000 d = 50 kg eingestellt. Dann gilt: Wert für Minimaler Feinstrom = 50 d = 0,5 kg Feinstrom-Abschaltpunkt = 4970 d = 49,70 kg ≤ 4970 d–50 d = 4920 d = 49,20 kg Grobstrom-Abschaltpunkt AD103B...
  • Seite 36: Gewichtsparameter - Leergewicht

    Hat ein Sack nach dem Start (RUN) ein Gewicht > Leergewicht (EWT) bedeutet das, der Sack darf nicht tariert werden, sondern er wird nur noch je nach Gewicht mit Grob- oder Feinstrom fertig gefüllt. Ist das Leergewicht = 0 und ist Tarieren bei Start (TMD) eingestellt, wird nach Start jedes Gewicht < Grob- strom-Abschaltpunkt (CFD) tariert. AD103B...
  • Seite 37: Zeitparameter

    Zeiten eingestellt werden. Alle Zeitparameter haben einen Einstellbereich von 0...100000 ms = 1 min 40 s. Die kleinste Auflösung beträgt 10 ms. • Tarierverzögerung • Sperrzeit für Grobstrombewertung • Sperrzeit für Feinstrombewertung • Nachstromdauer • Beruhigungszeit • Entleerzeit AD103B...
  • Seite 38: Zeitparameter - Tarierverzögerung

    Störungen durch Sackaufschuss oder Aufbringen des Behälters auszublenden. Nach Ablauf der Tarierverzögerung wird tariert, die Waage muss dazu in Ruhe sein. Wird bei Start festgestellt, dass das Leergewicht bzw. der Grobstrom-Abschaltpunkt überschritten ist, wird die- se Zeit nicht gewartet und es wird auch nicht tariert. AD103B...
  • Seite 39: Zeitparameter - Sperrzeit Grobstrom

    Wenn der Grobstrom zuschaltet und das Wägegut in den Behälter fließt, kann es besonders bei stückigem Füllgut vorkommen, dass die ersten Teile, die auf die Wägezelle prasseln, Lastspitzen erzeugen, die schon zu einem Überschreiten des Grobstrom-Abschaltpunktes führen. Diese Zeit verzögert den Füllvorgang nicht. AD103B...
  • Seite 40: Zeitparameter - Sperrzeit Feinstrom

    Dauer den Vergleich des Ist-Gewichtes auf Erreichen des Feinstrom Abschaltpunktes. Beim Ab- schalten von Grobstrom kann es zu Einschwingvorgängen kommen, die den Feinstrom-Abschaltpunkt über- schreiten können. Als Erfahrungswert kann man sagen, dass die Zeit etwa bei 10 % der Feindosierzeit liegen sollte. Diese Zeit verzögert den Füllvorgang nicht. AD103B...
  • Seite 41: Zeitparameter - Nachstromzeit

    Die Erfassung des Nachstroms ist für eine richtige Optimierung und für ein genaues Istgewicht wichtig. Diese Zeit hängt sehr stark von den Förderorganen ab. Die Nachstromzeit verlängert einen Dosiervorgang eigentlich nicht, denn wenn man das Material nicht erfasst, wird die Dosierung ungenau. AD103B...
  • Seite 42: Zeitparameter - Beruhigungszeit

    Wird innerhalb der Beruhigungszeit kein Stillstand gefunden, wird auf jeden Fall nach Ablauf der Beruhigungs- zeit das Istgewicht festgestellt. Ist die Stillstandsüberwachung ausgeschaltet, bedeutet das Stillstand und es wird nicht gewartet, sondern sofort die Kontrollwägung gestartet. Das nach der Beruhigungszeit erfasste Istgewicht ist auch Basis für die Optimierung. AD103B...
  • Seite 43: Zeitparameter - Entleerzeit

    Ist die Entleerzeit ausgeschaltet (EPT = 0) arbeitet der Ausgang OUT3 als Fertigmeldung, d. h. er wird nach der Kontrollwägung aktiv und wird erst mit dem nächsten Start zurückgesetzt. Wird eine Entleerzeit (EPT > 0) eingetragen arbeitet der Ausgang OUT3 als Entleerausgang, er wird nach der Kontrollwägung aktiv und nach Ablauf der Entleerzeit zurückgesetzt. AD103B...
  • Seite 44: Steuerbefehle - Ad103B

    - AD103B Steuerbefehle Steuerbefehle - AD103B Die Steuerbefehle TMD, OMD und OSN beeinflussen den Dosierablauf und sind vor dem Start einzugeben: • Tariermodus • Funktion der Ausgänge • Optimierung ein/aus • Start Dosieren • Abbruch Dosieren • Nachdosieren • Ventilsteuerung Grob- Feinstrom...
  • Seite 45: Steuerbefehl - Tariermodus

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.1 Steuerbefehl - Tariermodus Tare Mode (Tariermodus) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich P1 = 0/1 (0 = aus, 1 = ein) Werkseinstellung Ausgeschaltet Reaktionszeit < 10 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Mit Befehl TDD1;...
  • Seite 46: Steuerbefehl - Funktion Der Ausgänge

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.2 Steuerbefehl – Funktion der Ausgänge Output Mode (Funktion der Ausgänge) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich P1 = 0...2 Werkseinstellung Ausgeschaltet Reaktionszeit < 10 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Mit Befehl TDD1; Eingabe Master OMD(P1);...
  • Seite 47 - AD103B Steuerbefehle Funktion: Mit dem Befehl OMD können Sie die Funktion der Steuer-Ausgänge 4, 5 und 6 wie folgt ändern: Einstellung Bedeutung der Ausgänge OUT1 OUT2 OUT3 OUT4 OUT5 OUT6 Grobstrom Feinstrom Fertigmeldung/ Toleranz + Toleranz – Alarm Entleeren...
  • Seite 48: Steuerbefehl - Optimierung

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.3 Steuerbefehl - Optimierung Optimisation (Optimierung) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich P1 = 0...3 Werkseinstellung Ausgeschaltet Reaktionszeit < 10 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Mit Befehl TDD1; Eingabe Master OSN(P1); Antwort AED 0crlf Bei Eingabe OK Abfrage Master OSN?;...
  • Seite 49 - AD103B Steuerbefehle Funktion: Dieser Befehl stellt die Optimierungsschärfe ein. Bei Einstellung OSN0: Die Optimierung ist ausgeschaltet. Es wird nach der Kontrollwägung keine Optimierung (Veränderung) der Ab- schaltpunkte für Grob- und Feinstrom durchgeführt. Bei Einstellung OSN1: stärkste Optimierungsstufe Bei Einstellung OSN3: schwächste Optimierungsstufe Die Optimierung kann in ihrem Grad (d.
  • Seite 50 - AD103B Steuerbefehle Minimales Feinstromgewicht Das minimale Feinstromgewicht ist die kleinstmögliche Differenz zwischen Grob- und Feinstrom-Abschaltpunkt. Beispiel: Die Änderung des Feinstrom-Abschaltpunktes soll für folgende Werte berechnet werden: Sollgewicht = 50,00 kg Istgewicht = 49,65 kg Damit ergibt sich eine Istwerttoleranz (Sollgewicht – Istgewicht) von:...
  • Seite 51: Steuerbefehl - Start Dosieren

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.4 Steuerbefehl – Start Dosieren (Start Dosieren) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich Werkseinstellung Reaktionszeit < 20 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Keine zu sichernden Daten Eingabe Master RUN; Antwort AED 0crlf Bei Eingabe OK Abfrage Master Nicht möglich...
  • Seite 52: Steuerbefehl - Abbruch Dosieren

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.5 Steuerbefehl – Abbruch Dosieren Break (Abbruch Dosieren) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich Werkseinstellung Reaktionszeit < 20 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Keine zu sichernden Daten Eingabe Master BRK; Antwort AED 0crlf Bei Eingabe OK Abfrage Master Nicht möglich...
  • Seite 53: Steuerbefehl - Nachdosieren

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.6 Steuerbefehl - Nachdosieren Redosing (Nachdosieren) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich P1 = 0...3 Werkseinstellung Ausgeschaltet Reaktionszeit < 10 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Mit Befehl TDD1; Eingabe Master RDS(P1); Antwort AED 0crlf Bei Eingabe OK Abfrage Master RDS?;...
  • Seite 54 - AD103B Steuerbefehle Parameterbeschreibung: RDS0: die Nachdosierung ist ausgeschaltet RDS1: Es wird bei Start nachdosiert, wenn das vorher ermittelte Istgewicht kleiner ist als die untere Toleranzgrenze RDS2: Es wird unmittelbar nach der Kontrollwägung automatisch nachdosiert, wenn das vorher ermittelte Istgewicht...
  • Seite 55: Steuerbefehl - Ventilsteuerung

    - AD103B Steuerbefehle 5.3.7 Steuerbefehl - Ventilsteuerung Valve Control (Ventilsteuerung) Eigenschaft Inhalt Bemerkung Befehlsstring Anzahl Parameter Parameterbereich P1 = 0...2 Werkseinstellung Ausgeschaltet Reaktionszeit < 10 ms Passwortschutz Nein Eichrelevant Nein Parametersicherung Mit Befehl TDD1; Eingabe Master VCT(P1); Antwort AED 0crlf...
  • Seite 56 - AD103B Steuerbefehle Parameterbeschreibung: VCT0: Das Ventil wird zum Öffnen grundsätzlich mit Grob- und Feinstrom angesteuert. Mit dem Erreichen des Grob- strom-Abschaltwertes wird der Grobstromausgang inaktiv. Diese Verfahren hat sich als notwendig herausgestellt, weil in der Praxis oft Ventile eingesetzt werden, die nur bei Ansteuerung mit Grob- und Feinstrom öffnen.
  • Seite 57: Dosierergebnisse

    Dosierergebnisse Dosierergebnisse Mit Hilfe der nachfolgenden Befehle werden die Ergebnisse einer Abfüllung/Dosierung aus- gelesen bzw. Stückzähler und Summengewicht gelöscht: • Dosierergebnis (Istgewicht) lesen • Dosierstatus (Dosierergebnis) lesen • Summengewicht lesen • Stückzähler lesen • Stückzähler und Summengewicht löschen AD103B...
  • Seite 58: Dosierergebnis - Dosierergebnis

    Dosierergebnis automatisch nach der Kontrollwägung ausgegeben. In diesem Modus (die AED ist in einem Dauermessmodus wie MSV?0) ist eine Kommunikation mit der AED erst nach einem Stop-Befehl (STP) wieder möglich, auch ein Start über RUN ist in dieser Betriebsart nicht möglich. AD103B...
  • Seite 59 Automatisches Dosierergebnis senden - stoppen RUN; Dosiervorgang starten COF+128; Die AED sendet nach der Kontrollwägung das 1. Dosierergebnis STP; Automatisches Dosierergebnis senden - stoppen RUN; Dosiervorgang neu starten COF+128; Die AED sendet nach der Kontrollwägung das 2. Dosierergebnis usw. AD103B...
  • Seite 60: Dosierergebnis - Dosierstatus

    Kontroll- Nach- Fein- Grob- dung/ wägung strom dosierung dosierung Entleeren Bit 0...7: aktiv = 1, inaktiv = 0 Bit 7 (Alarm): bei Sackbruch = 1, wenn Sackbruchüberwachung eingeschaltet ist. Die Statusinformation ist additiv und wird als Dezimalzahl 0...255 ausgegeben. AD103B...
  • Seite 61 Dosierergebnisse Beispiel: Die Antwort auf SDO?; ist 080. Das bedeutet Bit 6 und 4 sind gesetzt ( = 1) Toleranz unterschritten und Fertigmeldung AD103B...
  • Seite 62: Dosierergebnis - Summengewicht

    Der Summenspeicher läuft nicht über, er bleibt am oberen Ende stehen, wenn er nicht gelöscht (CSN) wird. Der Summenspeicher und der Stückzähler laufen immer zusammen, d. h. der Summenspeicher repräsentiert die Summe der Dosierergebnisse der unter NDS? ausgegebene Stückzahl. AD103B...
  • Seite 63: Dosierergebnis - Anzahl Der Dosierungen

    CSN-Befehl aufgelaufene Stückzählerstand ausgegeben. Der Stückzähler läuft nicht über, er bleibt am oberen Ende stehen wenn er nicht gelöscht (CSN) wird. Der Summenspeicher und der Stückzähler laufen immer zu- sammen, d. h. der Summenspeicher repräsentiert die Summe der Dosierergebnisse der unter NDS? ausgege- bene Stückzahl. AD103B...
  • Seite 64: Dosierergebnis - Löschen Summe Und Zähler

    Abfrage Master Nicht möglich Erklärung: ( ) notwendige Parameter, < > optionale Parameter bei Parametereingabe, Die AED antwortet mit ?crlf, wenn die Eingabe oder Abfrage fehlerhaft ist Funktion: Der Stückzähler NDS und der Summengewichtsspeicher SUM werden auf 0 gesetzt. AD103B...
  • Seite 65: Beispiel Für Eine Kommunikation Im Dosierbetrieb

    (CFD, FFD) eingelesen werden, um diese in der externen Steuerung zu sichern (z. B. bei Wechsel der Füllgewichte). Die andere Möglichkeit besteht darin, diese Parameter mit TDD1 zu sichern, wenn kein Füll-Gewichtsänderung vorgenommen wird. 5. Starten Sie den Prozess neu wie unter Punkt 1. beschrieben. AD103B...
  • Seite 66: Weiterführende Beschreibungen

    Weiterführende Beschreibungen Weiterführende Beschreibungen Weiterführende Beschreibungen finden Sie in den Applikationsschriften: • APPN004 (statischer Abgleich einer Waage), • APPN006 (Füllen und Dosieren mit der FITII/AD103), AD103B...
  • Seite 67: Index

    Dosieren................................. 9, 10 Feindosieren................................10 Grobdosieren................................9 Nachdosieren ................................. 67 Dosierergebnis ............................... 71, 73, 74 Füllergebnis ................................72 Dosierstatus ................................. 75, 76 Dosiervorgang................................8 Dosierzyklus................................. 6 Ein-/Ausgänge................................16 Einstellung.................................. 14 Entleeren..................................11 Entleerzeit .................................. 54 EPT .................................... 54 EWT ................................... 42 AD103B...
  • Seite 68 Gewichtsparameter - Systematische Differenz ...................... 37 Gewichtsparameter – Untere Toleranzgrenze ....................... 29 Gewichts-Zeit-Diagramm ............................. 6 Grobdosieren ................................9 Grobstrom ................................ 9, 33, 34 Grobstrom-Abschaltpunkt............................26 Grobstromoptimierung............................62 Grobstromüberwachung ............................12 Sperrzeit - Grobstrom ............................. 47 I/O....................................16 Ein-/Ausgänge ................................ 16 AD103B...
  • Seite 69 Sackbruchüberwachung........................12, 13, 33, 34, 35 SDO ..................................75, 76 Sperrzeit................................. 47, 48, 49 Start....................................8 Steuerbefehle................................56 Steuerbefehl – Abbruch Dosieren .......................... 66 Steuerbefehl – Funktion der Ausgänge........................58 Steuerbefehl - Nachdosieren..........................67 Steuerbefehl - Optimierung ............................ 61 AD103B...
  • Seite 70 Ventilsteuerung ................................69 Verwendung ................................. 5 Zeit-Diagramm ................................6 Zeitparameter................................44 Zeitparameter - Beruhigungszeit ..........................52 Zeitparameter - Entleerzeit ............................. 54 Zeitparameter - Nachstromzeit..........................50 Zeitparameter – Sperrzeit Feinstrom........................48 Zeitparameter – Sperrzeit Grobstrom........................47 Zeitparameter – Tarierverzögerung........................45 AD103B...
  • Seite 72 Alle Angaben beschreiben unsere Produkte in allgemeiner Form. Sie stellen keine Eigenschaftszusicherung im Sinne Postfach 100151 D-64201 Darmstadt des §459, Abs. 2, BGB dar und begründen keine Haftung. Im Tiefen See 45 D-64293 Darmstadt Tel.: +49/6151/803-0 Fax: +49/6151/8039100 O1191-10de E-mail: support@hbm.com · www.hbm.com...

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