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5.3 DRIFT ANALYSE (NUR AUTOMATISCHE BESTIMMUNG)
In diesem Modus führt der Titrator eine einminütige Analyse durch, bei der die Menge der aus der Atmosphäre in die
Zelle entweichenden Feuchtigkeit bestimmt wird. Obwohl das Titriergefäß dicht verschlossen ist, sickert immer noch
Wasser in die Zelle. Die Wassermenge, die pro Zeiteinheit in die Zelle wandert, wird als Hintergrunddriftrate oder Drift-
rate bezeichnet.
Die Driftrate wird bestimmt, indem man die Anzahl der sehr kleinen, aufeinanderfolgenden Dosen des Titranten ver-
folgt, die erforderlich sind, um die „Trockenheit" des Reagenz im Verlauf einer Minute aufrechtzuerhalten. Die Rate, mit
der Wasser in die Zelle eindringt, wird dann vom Titrator berechnet und in Einheiten von μg/min angegeben.
Der Titrator subtrahiert automatisch die Driftrate von den Titrationsergebnissen. Dies ist wichtig für die Titrationsgenau-
igkeit bei der Analyse von Proben mit sehr niedrigem Wassergehalt, bei denen die in die Zelle eingedrungene Wasser-
menge einen beträchtlichen Anteil des während der Analyse titrierten Gesamtwassers ausmacht.
Wenn die Drift stabil wird, schaltet der Titrator in den Standby-Modus.
Wenn der Titrator während der Driftanalyse die Zelltrockenheit nicht aufrechterhalten kann, kehrt er zur Vortitration
zurück.
Hinweis: Wenn der Drift-Eingabemodus auf Manuelle Eingabe eingestellt ist, wird die Drift-Analysephase übersprungen.
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