Bedienung
Nach dem Starten des Motors baut die Speisedruckpumpe einen hydraulischen Druck auf. Unter anderem
wird dieser Ölstrom auf das Feststellbremsventil (3/2 Wegeventil) geführt. Je nach Stellung des Kippschal-
ters der Feststellbremse wird der Ölstrom zu der Lamellenbremse geleitet und löst das Bremspaket gegen
die Kraft der Tellerfeder. Somit ist die Feststellbremse gelöst.
Wird der Kippschalter der Feststellbremse umgelegt, schaltet das Feststellbremsventil durch. Der Tankan-
schluss wird frei und das Öl aus der Lamellenbremse fl iesst über den Tankanschluss zurück in den Tank.
Der Ölstrom von der Speisedruckpumpe wird in diesem Moment im Feststellbremsventil blockiert. Die
Tellerfeder presst das Lamellenpaket wieder zusammen und die Bremse wird fest.
Wenn der Motor abschaltet oder abgeschaltet wird, wird die Bremse ebenfalls fest.
Elektrische Ansteuerung/ Überwachung Feststellbremse
Das Feststellbremsventil wird direkt über den Kippschalter „Feststellbremse" angesteuert.
Durch umlegen des Kippschalters, wird die Schaltposition „Speisdruck – Bremse" oder „Bremse – Tank"
aktiv. In der gesicherten Stellung des Kippschalters, ist die Feststellbremse, bei laufendem Motor gelöst.
Der Druckschalter in der Bremsleitung gibt beiden Kontrolllampen „Parkbremse" den Impuls zum Leuch-
ten, sobald die Feststellbremse fest ist. Zusätzlich unterbricht er die Masse beider Magnetventile fürs
Fahren. Fahrbetrieb mit aktiver Feststellbremse ist somit unmöglich.
Bauart der Feststellbremse
Die Feststellbremse ist in der Hinterachse integriert. Das Lamellenpaket der Hinterachse beinhaltet die
Betriebs- wie auch die Feststellbremse. Beide Bremskreise haben jedoch einen separaten Bremskolben.
Deshalb sind zwei Bremsleitungsanschlüsse auf der Hinterachse montiert.
Sollte aus irgend einem Grund die Feststellbremse während der Fahrt aktiviert werden, würde das Fahr-
zeug durch eine Vollbremsung gestoppt.
Feststellbremsanschluss
Elektroschema Feststellbremse
16. Juli 2013
Betriebsbremsanschluss
33
3
4R2204RH
4R2203RH